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NL: NPO Radio 2

Startbeitrag von Staumelder am 23.10.2017 17:22

NPO Radio 2 ist das erwachsene öffentlich-rechtliche Pop-Programm in den Niederlanden. Der Sender richtet sich schwerpunktmäßig auf eine Zielgruppe zwischen 35 und 54, Hauptinhalt ist Musik aus den 80er/90ern durchmischt mit aktueller Musik, 60s und 70s. Allein die Kombination macht das Ganze schon interessant, das Programm kommt aber deutlich jünger rüber. Ein Grund: mittlerweile moderieren dort viele DJs, die vorher beim ör-Jugendsender 3FM gearbeitet haben (Gerard Ekdom, Bart Arens, Ruud de Wild etc.). Das Programm wird mit Wumms und technisch sehr hochwertig gefahren, die Jingles runden das Gesamtbild ab. Inhaltlich setzt man auf Unterhaltung und Musiknews, Hörerbeteiligung durch Spielchen oder Musikwünsche finden dort natürlich auch statt.

Seit dem letzten größeren Relaunch 2015 ist der Sender mein persönlicher Favourite. Die Moderatoren haben offensichtlich genügend Freiheiten und man hört auch im Tagesprogramm manchmal Songs an die sich SWR3 & Co. nie herantrauen würden (Born Slippy, Club Bizarre, Happy Hardcore etc.). 3FM hat in der gleichen Zeit stark nachgelassen und zeichnet sich durch Down- und Midtemposongs aus (jedenfalls wenn ich dort mal vorbeizappe). In den monatlichen Luistercijfers (Einschaltquoten) liegt NPO Radio 2 mittlerweile auf Platz 2 (hinter dem ewigen Marktführer Radio 538).

Mehr Infos, Playlist, Livestream (Bild und Ton) gibt es unter www.nporadio2.nl.

Antworten:

NPO Radio 2 nimmt mittlerweile den Platz von 3FM ein, der sich mittlerweile durch sein Korsett als Jungsender selbst eingeengt hat. Zudem sind viele namhafte DJs in Richtung NPO Radio 2 gewandert, was dem Bekanntheitsgrad des Senders weiter Auftrieb gab.

Aus meiner Sicht ist Radio 2 schon einer der Spitzen-Sender in NL und auch einer meiner Favourites im Büro, zumal er durch seine Musikmischung auch meine Kollegin anspricht, die ein paar Jahre älter ist (im Offiz sitzt man bekanntermaßen meist nicht allein, was zu Kompromissen führt, welche dieser Sender aber wunderbar hinbekommt). Ein bisschen mehr Mut täte ich mir in der Woche abends noch wünschen, da hier noch Luft für musikalische Besonderheiten wäre. Tagsüber aber gibt es die Stilbrüche, welche ich früher von 3FM her kannte - Sam & Dave (Soulman) folgen auf Charly Lownoise & Mental Theo (Wonderfull Days etc.). Das war immer eine der Gründe, weswegen ich das niederländische Radio so mochte.

Die Soul Night samstags erinnert mich an die 3FM-Sendung "De Overnachting", welche von AVRO in der Nacht von Samstag auf Sonntag ausgestrahlt wurde. Von diesen musikalischen Ausreißern (auch gern in andere Richtungen) würde ich mir auf Radio 2 gern noch mehr wünschen. Warten wir mal ab, wie sich das Programm weiter entwickelt. Die Quote gibt dem Sender zunächst mal recht. :spos:

von NurzumSpassda - am 23.10.2017 21:58
Das Wochenendprogramm habe ich bewußt außer Acht gelassen da es mir - abgesehen von den Soul-Stunden - nicht so gut gefällt wie das Programm unter der Woche. Der gesamte Sender klingt am Samstag/Sonntag anders als von Montag bis Freitag und wirkt auf mich wie ein Fremdkörper. Das Ganze steht und fällt mit den Moderatoren und die Wochenend-DJs kommen insgesamt ruhiger rüber als ihre Kollegen an den Werktagen. Ausnahmen: Corne Klijn und Bart Arens (wenn er als Vertretung On Air ist).

Disco und Soul ist vmtl. ein typisches NL-Phänomen. Der Hype muss dort in den 1980ern um Längen größer gewesen sein als hier, außer "Ain't Nobody" läuft ja so gut wie nichts "bei uns" im Radio. Daher empfinde ich das Format am Samstagabend als sehr angenehm. Eine interessante Mixtour aus aktueller Musik, Disco und Soul gibt es freitags zwischen 20.00 und 22.00 Uhr im "Plaatenpalais". Besonders gefällt mir an der Sendung die lockere Art der Präsentation.

von Staumelder - am 25.10.2017 05:58
In den 80ern waren Funk und Soul allgemein in den Niederlanden sehr beliebt. Ich kenne es noch von Radio 3 bzw. 3FM im Jahre 1987, als ich den Sender liebenlernte. Artists wie Terence Trent D'Arby, Steve Carrigton oder Chaka Khan kamen verhältnismäßig oft vor. Auf einen meiner Tapes gab es sogar einen späten Hit von Smokey Robinson (einige erinnern sich vielleicht an "Tears Of A Clown" ) aus dem Jahre '83 ("Touch The Sky" ), der sich gut in diese Richtung einreihen lässt.

Das erklärt wohl auch die gute Akzeptanz von NPO Radio 6 und Sublime FM (letzteren gibt es ja noch). Ich fand es jedenfalls gut, dass einige Sendungen den Sprung zu Radio 2 geschafft haben (somit bin ich hoffentlich wieder beim Thema ;-) ) und nicht ersatzlos eingestellt wurden.

Der "Plaatenpalais" ist neben dem Mix Marathon auf SLAM! einer meiner Highlights am Wochenende. Hier merkt man den jugendlichen Touch von BNN, der sich aber gut in die Sendung und dem Stil von NPO Radio 2 einprägt. Musikwünsche, die zu einem Tanzabend passen und eine mutige Songauswahl zeichen diese geniale Sendung aus. :spos:

von NurzumSpassda - am 26.10.2017 10:43
Heute Musik von Steppenwolf über Armin van Buuren und The Smiths bis Boney M. :D :spos:

von Japhi - am 26.10.2017 13:51
Das Programm gefällt mir recht gut, auch höre ich es recht gerne meist auch während der Fahrt wenn zumindest minimal-Tropo herrscht kommt der schon gut durch. Was mir aber immer wieder absolut nicht gefällt ist diese nervige Werbung. Irgendwie komme ich mit der absolut nicht klar. Die ist laut, hektisch und einfach sehr lang. Das ist dann ein Grund, warum ich meist wieder weg oder dann halt abschalte.

von Jens1978 - am 29.10.2017 15:09
Dafür aber (im Gegensatz zu den Privaten) konzentriert zwischen :55 und :08 (je nach Anzahl der Buchungen). In den Randzeiten gibt es nur Nachrichten/Wetter/Verkehr und ab :02 beginnt das normale Programm.

Du bist übrigens nichts alleine mit dieser Aussage. Ich höre das immer wieder von Gelegenheitshörern und/oder Mitfahrern. Mich stört es nicht, ich habe mich seit fast 30 Jahren daran gewöhnt. SkyRadio finde ich da wesentlich nerviger mit dem 2. Block gegen :25 der gefühlt doppelt so lang ist.

von Staumelder - am 29.10.2017 18:59
Ich kenne den Block schon seit '87 bei den Niederländern. Es ist halt so: Werbung/Nachrichten/Werbung. Dafür gibt's mittendrin keine Reklame (außer bei den Privaten, die gegen halb noch einen Block schalten). Es verleitet mehr zum aktiven Hören, da man so weiß, dass man mittendrin nicht mit Ads zugeschmissen wird und sich voll der Sendung hingeben kann.

Und dass die Werbung so dynamisch ist, liegt halt auch an der Präsentation des Mediums Radio in NL. Diese ist viel flotter, die Werbung passt sich dem an.

von NurzumSpassda - am 31.10.2017 07:16
Dieser Block bei den Niederländern ist schlicht unerträglich. Und da auf den niederländischen Programmen mittlerweile beinahe so zuverlässig geduldet wird wie im Rest der Welt, sind diese FÜR MICH vollkommen unhörbar.

von Noch'n Saarländer - am 31.10.2017 10:55
Die Blöcke finde ich auch doof und zappe regelmäßig weg.

Aber NPO2 hat mich in letzter Zeit musikmäßig positiv überrascht.

von Jupita - am 31.10.2017 11:45
Die Werbung nervt tatsächlich. Aber Nachrichten finde ich wiederum interessant. So hört man oftmals andere Seiten vom Weltgeschehen. Und mir fällt immer wieder auf wie unwichtig Deutschland ist (obwohl wir der grosse Nachbar sind).

von Staumelder - am 31.10.2017 16:32
Fast jede Sendung ähnelt einem Kammerspiel mit Sidekick, Produzent etc, die alle mal etwas sagen und vor allem lachen dürfen. Das finde ich manchmal anstrengend. Der Clou: Seit geraumer Zeit unterhält sich der Moderator häufig auch während der Nachrichten mit deren Sprecher, in dem er sinnige Nachfragen stellt. Für mich ist das zu viel der Plauderei...

von AlanTrebber - am 31.10.2017 17:51
Ja, es lässt sich sogar bei Radio 2 nerviges, dudeliges und unerträgliches finden - wenn man nur lang genug sucht. Und wenn es nur die Werbung ist, für die sie nun mal nichts können. :rolleyes:

Bei den deutschen Sendern weiß ich inzwischen kaum noch wohin, weil DIE für mich absolut unerträglich sind. Soviel geleckte Langeweile inklusive irrelevantem 'Info'-Spam (Breaking News: Wer geht ins Dschungelcamp?!) macht mich aggressiv.

Ich schätze Radio 2 schon seit längerer Zeit sehr und würde mir dieses Konzept auch für Deutschland wünschen, weiß aber natürlich, dass es das nicht geben wird. Träumen darf man ja mal...
Die Werbung ist mir übrigens völlig egal, da schalte ich auf Durchzug.

von Raptor68m - am 03.11.2017 21:06
Zitat
Noch'n Saarländer
Dieser Block bei den Niederländern ist schlicht unerträglich. Und da auf den niederländischen Programmen mittlerweile beinahe so zuverlässig geduldet wird wie im Rest der Welt, sind diese FÜR MICH vollkommen unhörbar.


Dem muss man leider so zustimmen. Sender wie Sky wären eigentlich noch anhörbar, aber die ganze Werbung von fast 10 Minuten (?) pro Stunde ist wirklich nur schwer auszuhalten. Quasi nach jedem 4.-5. Lied kommt zuverlässig Werbung. Brauch ich nicht. Das die niederländischen Programme inzwischen genauso dudeln wie die deutschen lässt sich nicht wegdiskutieren. Die öffentlich-rechtlichen bilden da allerdings noch eine Ausnahme. Die sind deutlich besser als WDR 2 & Co. Die Privaten sind aber keinen deut besser als die entsprechenden deutschen Pendants.

von zerobase now - am 08.11.2017 19:27
Das sehe ich nicht so extrem. An und für sich kommen nur drei Werbeblöcke bei den Privaten pro Stunde, also nicht viel mehr als bei uns (einmal um halb und dann jeweils vor und nach den Nachrichten). Bei den öffentlich-rechtlichen (und damit komme ich zu Radio 2 zurück) sind es sogar nur zwei Blöcke, die Reklame um halb entfällt.

Sicherlich sind die Privaten mittlerweile stark mainstreamorientiert. Aber sie dudeln beileibe noch nicht so extrem wie die Deutschen. Vor allem sind sie (auch dank der Vorgaben) auf unterschiedliche Zielgruppen fixiert, was die Abwechslung erhöht. Und hier nimmt NPO Radio 2 eine Sonderstellung ein. Er versteht sich mittlerweile als der "Sender für alle", der Generationen verbindet und mehrere Zielgruppen bündelt. Bis auf progressivere Stile (Hard Rock, Heavy Metal, Hardcore Techno) spielt Radio 2 nahezu alles und in einer Art und Weise, die nie langweilig werden lässt, selbst wenn mal eine Ballade läuft.

Und zum Wochenende (Gruß an Staumelder): So unterschiedlich sind die Sendungen im Vergleich zur Woche gar nicht. Paul Rabbering kennt man ja ohnehin noch von 3FM und der "Platenpalais" ist sogar eher noch temperamentvoller als der Rest. Stilbrüche gibt es unter anderem bei "Spijkers met koppen" oder beim "Muziekcafe", die noch Relikte des alten Radio 2s sind. Aber gerade deswegen gefallen sie mir. Sie fallen auf, wenn man sie einschaltet und es zeigt, der Sender hat mehrere Gesichter und lebt. Das gefiel mir bei 3FM in den 90ern auch. Wer erinnert sich noch an "Villa 65" unter der Woche oder an den VPRO-Sonntag, der so ganz anders war als der Rest des Senders? ;-)

von NurzumSpassda - am 09.11.2017 14:09
Zitat
Nurzum Spassda
Das gefiel mir bei 3FM in den 90ern auch. Wer erinnert sich noch an "Villa 65" unter der Woche oder an den VPRO-Sonntag, der so ganz anders war als der Rest des Senders? ;-)

Ich erinnere mich noch an die nächtlichen VPRO-Sendungen auf der 88.0 (NOS2), die auch so ganz anders waren als das übliche Programm dort. Den Titel des ganzen habe ich allerdings vergessen.
Einige Kassettenaufnahmen unter dem Titel "Cyberradio" habe ich noch, das waren meistens (Techno)-Mixes.
VPRO war mir definitiv die liebste und innovativste Omroepvereniging. Egal auf welchem Kanal.

von iro - am 09.11.2017 14:34
Sicher, dass es die 88.0 und nicht die 91.8 war (die damals 3FM belegte)? Techno kann ich mir jedenfalls bei Radio 2 zur damaligen Zeit nicht vorstellen (kann mich natürlich irren). :-)

Es gab bis '98 unter anderem die Sendungen "DJ Element" und eine andere, deren Namen mir nicht einfällt. "DJ Element" war übrigens der Nachfolger von "Cyberradio" an der Stelle. Die Sendung kam freitags von 22 bis 0 Uhr mit Luc Janssen und danach folgten die "Freak-O-Lympics" mit einem gewissen Rob Stenders, der nun bei Radio 2 ist.

von NurzumSpassda - am 09.11.2017 15:12
Zitat

Sicher, dass es die 88.0

ja, 100% sicher! Aber es könnte sein, daß das damals noch "Hilversum 1" war. Ich fand das deshalb so außergewöhnlich, weil es komplett vom üblichen Programm abwich. Techno war das dort auch nicht (gab es zu der Zeit noch nicht - es war noch in den frühen 80ern), sondern eine Mischung mit "Weltmusik" (den Begriff mit heutiger Bedeutung gab es auch noch nicht) und Independent Musik/Wave/Post-Punk - nix massenkompatibles jedenfalls.. Dort stieß ich z.B. auf Bands wie Minimal Compact.
Mittlerweile ist mir auch der (Ober)-Titel wieder eingefallen: VPRO's nachtleven. Das war aber noch unterteilt in Stunden mit eigenem "Label".
Cyberradio war aber nicht das gemeinte Nachtprogramm und lief ziemlich sicher auf der 91.8.

von iro - am 09.11.2017 15:48
Das ist gut möglich, iro. Hilversum 1 wurde später zu Radio 2, ebenso wie Hilversum 2 später zu Radio 1 wurde. ;-) Welcher Sender die 88.0 in den frühen 80ern besetzte, konnte ich allerdings auch nach mühsamer Recherche nicht erfahren. In den späten 80ern war es jedenfalls Radio 2 (also wie heute). NPO Radio 1 war bekanntlich zunächst über Mittelwellensender aktiv und kam erst später über UKW hinzu, daher auch meist die Frequenzen über 100 MHz. Im Jahre 2003, als die Zerobase erfolgte, behielten Radio 2 und 4 ihre Frequenzen in Smilde, während Radio 1 und 3FM ihre gegen andere getauscht haben.

von NurzumSpassda - am 09.11.2017 16:31
Anfang der 80er war das definitiv noch Hilversum 1 auf der Frequenz. Ich kann zwar grad nicht nachschlagen in den alten Frequenzlisten, aber mein alter Bandscan 1984-1987 ist noch online ;)
https://sites.google.com/site/irnefrisia/home/bandscan-norden-1984-1987

von iro - am 09.11.2017 16:36
Hallo, möchte mich hier erstmals im Forum zu Wort melden, da ich zu Radio 2 gerade gelesen habe, dass Rob Stenders ab Januar von Montag bis Donnerstag wieder zur gewohnten Zeit mit seinem Platenbonanza on-air ist. Die A-Lijst mit Annemieke kommt dann von Freitag bis Sonntag. Ein klassischer Kompromiss also. Für mich zunächst eine tolle Nachricht, zumal Rob auch Freitagnacht von 22-0 wieder auftaucht.
Was mich aber sehr traurig macht, ist die Tatsache, dass Marc Adriani mit dem Platenpaleis stoppt. Diese Sendung war für mich ein fester Einschaltfaktor und wird mir sehr fehlen. Trotzdem möchte ich mich der Meinung vieler hier im Forum anschließen: Das niederländische Radio, ob privat oder NPO, ist einzigartig. Da sind halt Leute am Werk, die für dieses Medium leben und ihre Leidenschaft auch ausleben dürfen. Deutsches Radio ist - bis auf ganz wenige Ausnahmen - für mich grausam. Bis ich mit 10 oder 11 Jahren in den 80ern auf die Holländer kam (wohne in Ostfriesland) , habe ich schon viel lieber RTL 208 oder AFN Bremerhaven gehört. Aber zu der zeit gab es wenigstens noch ein paar gute Moderatoren beim NDR, die Ecken und Kanten hatten, aber gerade dadurch interessant waren, wenn auch die Musik manchmal grottig war.

Quelle: https://nos.nl/artikel/2202020-npo-beeindigt-radioruzie-over-rob-stenders-met-compromis.html
und radio.nl

von Tony Woodpecker - am 09.11.2017 19:57
Mal nachgeschaut in den Unterlagen.
1983 war Hilversum 1 noch auf der 88.0 drauf.
Im WRTH 1984 stand das noch genau so drin, dort habe ich aber handschriftlich auf Hilversum 2 geändert.
Der Wechsel wird wohl Anfang 1984 vorgenommen worden sein, was sich aber nicht mehr genauer feststellen lässt. Zudem wurde zu der Zeit auf der 747 kHz Radio 1+2 zeitpartagiert ausgestrahlt und Hilversum 3 auf der 91.8 hatte um Mitternacht Sendeschluss.

von iro - am 09.11.2017 22:37
Zum Programm ab Januar: ich finde des sehr schade, dass "Het Platenpalais" verschwindet. Die Sendung hat für mich das warum ich Radio aus NL mag: ab Freitagnachmittag ist Party im Radio weil Wochenende ist. Gute Laune, progressive Musik und gutgelaunte Call-Ins. Mit Paul Rabbering kann ich nichts anfangen, ich empfinde ihn als Schlaftabeltte. Zudem klingen seine Sendungen technisch langweilig, kein Vergleich zu Arens, Klijn oder Ekdom.

Rob Stenders ist und bleibt ein Anarcho. Gut dass er wieder zurück ist. Ich hoffe für den Freitagabend auf ein Format wie "Latevermaak" auf 3FM bis etwa Mitte 2015 (bevor er auf die idee kam aus seinem eigenen Studio zu senden). Studiogäste und Hörer die dämliche Spiele über sich ergehen lassen müssen gepaart mit seinem Musikwissen. Das wurde zum Schluss bei 3FM langweiliger und mit seiner Radio 2-Version konnte ich nicht viel anfangen. Das Gleiche gilt für "Platenbonanza". Gute Idee, klingt aber zu sehr nach Kraut und Rüben. Ansonsten bin ich froh, dass das Programm so bleibt wie es ist.

von Staumelder - am 10.11.2017 06:14
Passt nicht ganz hier rein, aber ich frage mal in die Runde: Seit dem Weggang von Ekdom, Stenders, usw. sind die Hörerzahlen von 3FM ständig gesunken. Ich selbst bin seit über 30 Jahren Stammhörer von 3FM, finde aber die radikale Verschlechterung von 3FM nicht nachvollziehbar. Warum macht man einen solchen Sender so kaputt? Ich selbst bin zu Radio 10 und Radio 2 gewechselt, was einerseits an der Musik, aber vor allem auch an den DJs liegt.

von pfennigfuchser - am 20.12.2017 05:52
Zitat
pfennigfuchser
Passt nicht ganz hier rein, aber ich frage mal in die Runde: Seit dem Weggang von Ekdom, Stenders, usw. sind die Hörerzahlen von 3FM ständig gesunken. Ich selbst bin seit über 30 Jahren Stammhörer von 3FM, finde aber die radikale Verschlechterung von 3FM nicht nachvollziehbar. Warum macht man einen solchen Sender so kaputt? Ich selbst bin zu Radio 10 und Radio 2 gewechselt, was einerseits an der Musik, aber vor allem auch an den DJs liegt.


Deiner Äußerung ist zu entnehmen, dass du - wie ich - in den 80ern auch schon bewusst Radio gehört hast. Die DJs von damals haben - so hart das nun klingt - keinen Platz mehr bei einem jetzt stärker als "Jongerenzender" positionierten Programm wie 3FM. Leute wie Stenders haben schon in ihren frühen Zwanzigern bei 3FM angefangen und zu meiner Verwunderung und Freude auch noch mit über 50 dort moderiert. Dass Stenders, Ekdom und de Wild bei Radio 2 zu stärkeren Zahlen führen, verwundert mich wenig. Schade ist, dass 3FM keine starken Persönlichkeiten hat, die die entstandenen Lücken füllen. Da hätte man sich vielleicht schon Jahre eher auf Nachwuchstalent konzentrieren sollen. Coen und Sander wären sicher noch eine Weile gut für 3FM gewesen, aber die hätte man in einigen Jahren wahrscheinlich auch aus Altersgründen aus dem Programm genommen. Mit Jugendwahn hat das aber m.E. nichts zu tun; vielmehr soll sich der Sender wahrscheinlich auch durch die Auswahl der DJs an die richtige Altersgruppe wenden und sich so von Radio 2 abheben. Leider hat das bislang wohl nur dazu geführt, dass die älteren Stammhörer von 3FM mit ihren DJs zu anderen Programmen gewechselt sind, die sich wie Radio 2 aber auch Radio10 etwas vejüngt haben. Selbst Radio 5 wird ja nun durch den "Neuzugang" Jeroen van Inkel zumindest für alte Säcke wie mich durchaus interessant. Das 3FM-Problem ist das Nachwachsen musikinteressierter Jugendlicher, die wie bei vielen in den 80ern und 90ern das Radio auch zum Kennenlernen neuer Musik nutzen. Vielleicht sind viele mit dem absoluten Maistream von 538 zufrieden (die dazu auch gute DJs haben) oder greifen hauptsächlich auf Spotify, Youtube und Co. zurück.

von Tony Woodpecker - am 29.12.2017 20:36
NPO 3FM fehlt es an Zugpferden am Mikrofon. Es gibt in NL viele bekannte Youtuber und Vlogger. Warum holt man sich nicht aus der Ecke ins Haus und bildet sie aus zu Moderatoren? Die konnten dann crossmedial arbeiten. Und mir fehlt ein scharfes Musikprofil bei 3. Vor ein paar Jahren war das noch möglich. Oder ich bin mittlerweile der Zielgruppe entwachsen.

Zurück zu 2: die "Top 2000" ist ja bekanntlich ein Riesenevent. Das Top 2000-Café war meistens überfüllt, auf Twitter geisterten irre Wartezeiten herum. Mich spricht dieses Event allerdings gar nicht an, ich kann mit dem regulären Programm mehr anfangen. Zum 1.1. gab es übrigens neue TOTH, mehr ist mir noch nicht aufgefallen. Mag aber auch sein, dass die Opener speziell nur für Neujahr sind. 2 wird auch 2018 meine Nummer 1 bleiben. Ich bin so froh darüber, dass die 104,6 bei mir so gut zu empfangen ist.

von Staumelder - am 01.01.2018 13:13
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