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Radiohörer-Forum
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Studie: Radio spielt für Kinde und Jugendliche kaum eine Rolle

Startbeitrag von Staumelder am 24.02.2009 10:20

Über das Tigernentenforum bin ich auf eine Leipziger Studie zum Thema "Musik und Gefühl" gestossen. Repräsentativ ist die Studie sicher nicht, da Tagebucheinträge von 59 Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren die Grundlage dieser Studie bilden.

Interessant finde ich folgendes:
Zitat

Besonders beliebt sei das Radio bei Heranwachsenden, die noch keine ausgeprägten Musikvorlieben haben. Sie identifizieren sich mit dem musikalischen Programm als auch mit den Moderatoren.

Wenn ich dann so auf die deutsche Radiolandschaft blicke wird mir schlecht. Nur weichgespülte Kids die immer und immer wieder das Gleiche brabbeln :rolleyes:

Antworten:

Wehn wunderts???

von einstein - am 24.02.2009 14:45
mich

von inblubb - am 24.02.2009 16:50
nicht

von inblubb - am 24.02.2009 16:50
Gleichaltrige Freunde und Bekannte verstehen nach eigener Erfahrung unter "Radio" sowieso nur UKW. Wenn man mit Begriffen wie Mittelwelle oder Langwelle kommt erleuchten nur helle Fragezeichen, und wenn man dann noch sagt, dass es sich noch um ganz unterschiedliche Frequenzbereiche mit unterschiedlichen Reichweiten handelt ist die allgemeine Verwirrung perfekt. Auch DAB ist eigentlich kein Begriff. Die meisten Kumpels hören Radio oft höchstens nur wenn man im Auto unterwegs ist oder wenns bei den Eltern irgendwo läuft - ansonsten kommt Musik nahezu ausschließlich vom mp3-Player oder der Festplatte. Radio bewusst einschalten ist relativ out. Auch jüngere Menschen wie z.B. die Freunde meines 12-Jährigen Bruders hören kaum Radio, eher laufen dort CDs oder auch schon die mp3-Player. Insgesamt ist das technische Interesse und Verständnis beim Radio nur noch sehr begrenzt, man bekommt sehr das schmunzeln wenn man sieht wie es teilweise schon Probleme bereitet, eine Antenne einigermaßen "gewinnbringend" aufzuhängen. Der Optik wegen bleibt die Wurfantenne hinter dem Gerät liegen und es wird über den angeblich schlechten Empfänger gemeckert, falls man doch mal versehentlich Radio hören will, oder das kleine Kasettenradio rauscht lieber in Stereo vor sich hin, weil die rauschmindernde mono-Funktion gänzlich unbekannt ist...

von Dr. Antenne - am 24.02.2009 22:00
Radio heißt für die meisten heute nur noch "Da läuft doch eh immer nur das gleiche". Radio als Musikmedium gibt es für sie nicht. Musik über mp3, Informationen übers Fernsehen und Unterhaltung übers Internet. Radio wird nicht mehr wirklich wahrgenommen und ist unwichtig. Leider.

von Japhi - am 25.02.2009 12:01
Und jetzt kommt die Media-Analyse genau mit dem Gegenteil daher:
http://www.radioszene.de/news/ma_I_2009_Eckdaten250209.htm

von Peter Schwarz - am 25.02.2009 13:35
Hm, 4 Stunden am Tag Radio hören?
Geht bei mir nicht, keine Zeit.

Aber ansonsten hauptsächlich 3 Sender: DLF, DR-K, MDR Figaro.

Nun bereitet mir nur noch Probleme, wohin ich mich zählen soll: Kind, Jugendlicher, junger Erwachsener?

Zitat
Japhi
Radio heißt für die meisten heute nur noch "Da läuft doch eh immer nur das gleiche".

Auf den MP3-Playern läuft meist auch immer nur das gleiche.
Und genau da verstehe ichs dann nicht mehr...

von shianne - am 08.03.2009 06:29
Aaaaber: Auf meinem mp3player läuft immer dieselbe Musik, die ich aber auch hören möchte. Nur wird es schwer, für jeden im Radio nur seine Lieblingshits hoch- und runterzududeln, ohne dass man ein Lied dabei hat, das man nicht mag.
Ich glaube der "Hörer von heute" hat viel zu hohe Ansprüche ans Radio, es muss ihm grundsätzlich immer gefallen. Und zwar nur ganz alleine ihm. Wir scheinen da ein leichtes Ego-Problem der Gesellschaft zu haben.

von Japhi - am 08.03.2009 10:15
An alle Gleichalterigen (16): Jeder sendet seine Songs die er auf dem Handy oder iPod hat (Hat wer noch nen normalen mp3-player) an die Radiosender...dann schalten die jeweils 5000 Spartenkanäle auf und wir alle sind zufrieden, ne?

Aber wozu dann iPod kaufen? Der hat doch eh (noch) keine Radiofunktion...

Man kann Radio aber auch anderes nutzen: Einfach mit Clipinc aufzeichnen, die Songs "klauen" und auf seinen iPod/ sein Handy ziehen :-D


von inblubb - am 08.03.2009 13:28
Alles viel zu umständlich. gewünschte Musik runterladen und draufpacken. Fertig. Nix mit Empfang oder Aufnehmen oder gar warten, dass das Lieblingslied läuft. Viel zu kompliziert und unbequem.

von Japhi - am 08.03.2009 14:48
Stimmt schon, und im ungesicherten WLAN des Nachbarn machts dann doppelt so viel Spaß. :cheers:

von inblubb - am 08.03.2009 15:57
Mein MP4-Player hat Radiofunktion. Aber die nutze ich nur selten. Denn gerade bei den interessanten Sendern ist oft der Empfang schlecht.
Nachmittags höre ich meist so neben her Radio, wobei ich aber bei Wortbeiträgen oder Werbung oft um- oder stummschalte, weil ich mich sonst nicht konzentrieren kann. Und am Morgen zum Aufstehen natürlich auch Radio. Wenn ich im Radio ein interessantes Lied höre, dann nehme ich es mit dem Lifestream, der ca. 25 sek Verspätung hat, auf. Da hab ich die Songs gratis und legal. Da ich auf meinem MP4-Player momentan nur ca. 160 Lieder habe, höre ich natrülich noch Radio, weil ich ja nicht möchte, dass meine Lieblingsmusik zur Altagsmusik wird, indem ich sie täglich 3 oder vier mal hören würde.

von Zwölf - am 08.03.2009 17:45
Zitat

...dann nehme ich es mit dem Lifestream[...] auf

Und die Qualität ist auch entsprechend schlecht...

Auf den genannten Sendern die ich höre, kommt auch nicht immer Musik, die mir gefällt.
Aber es kommt einfach andere Musik.
Zumindest in den von mir bevorzugten Sendungen.

Und wenn ich andauernd die selbe Musik höre (egal woher), dann gefällt die mir auch nicht mehr.

von shianne - am 08.03.2009 19:06
Zitat
shianne
Zitat

..

Und wenn ich andauernd die selbe Musik höre (egal woher), dann gefällt die mir auch nicht mehr.


Und das ist ja das Problem bei den Radiostationen.
Da werden auch laufend Titel wiederholt das man schon freiwillig das Radio ausschaltet oder sich ein anderen Sender wählt.


von _Yoshi_ - am 08.03.2009 20:15
und genau aus diesem grund gibt es mehr als drei sender in deutschland ;-)

von inblubb - am 08.03.2009 20:35
Ich kann die Studie eigentlich voll nachvollziehen. Denn manchmal will man einfach einen bestimmten Song hören, andererseits ist beim Radio gerade für Jugendliche und junge Erwachsene das Programmangebot ziehmlich mager, vorallem abseits der Ballungsräume gibt es kaum Sender die auf die 12-25/35 jährigen abzielen.

Wenn ich das Programmangebot hier so anschaue: Sender wie Bayern 1/2/4/5, Deutschlandfunk, Deutschlandradio, Ramasuri, Charivari und Unser Radio ist was für Hörer über 50, Sender wie on3radio, FM4 und egoFM werden von normalen Jugendlichen und jungen Erwachsenen auch nicht gehört sondern allenfalls in der Alternativen Szene, Bayern 3, Ö3 und Antenne Bayern sind eigentlich auch eher für die Zielgruppe 35-50 gedacht, aber müssen mangels Alternative eben dann notgedrungen herhalten.

Energy, Galaxy und lokale Young-CHR Programme sind in grossen Teilen Deutschlands nicht oder nur schlecht empfangbar.

Hinzu kommt das bei Young-CHR der Sound grooven muss, was bedeutet das man rauschfreies Stereo und damit einen entsprechenden Signalpegel braucht. Energy und Galaxy machen als verrauschtes Mono einfach keinen Spass, da steigt man nach ein paar Minuten wieder auf MP3 oder Youtube um. Bei einem Wortprogramm wie Bayern 2/5 oder Deutschlandfunk und Deutschlandradio hingegen würde das keinen so grossen Unterschied machen.

Und die deutschen Young-CHR Programme sind imho im internationalen Vergleich auch nicht wirklich so toll, denn die Musikauswahl ist dort sehr eng, fast zu eng (auch CHR kann etwas weiter sein) und ausserdem fehlt Dance, Trance, House fast völlig.

Hier hab ich das Glück das hier die tschechischen Programme gut zu empfangen sind: Kiss Proton auf 90.0 MHz, Egrensis auf 92.5 MHz und Evropa 2 auf 101.3 MHz (leider durch Deutschlandirgendwas gestört). Und Ö3 mag ich ab und zu auch, vorallem Wecker.

von Martyn136 - am 09.03.2009 02:58
Hier in Ostfriesland höre ich nur 3 Sender abwechselnd.
Das sind die Sender Radio Ostfriesland, Radio 21 und NDR 2.
Denn diese Sender haben unterschiedliche Musikrichtungen.
Denn z.b. wird auf Radio Ostfriesland oft Musik gespielt die man auf den restlichen Sendern hier vergeblich sucht.

Mittlerweile ist es so das es keinen nennenswerten unterschied bei der Musik bei den Sendern Antenne und FFN gibt.
Beide wiederholen etliche Musikstücke zum erbrechen wie z.b. Amy MC Donald mit ihren Is your LIve.
Bei diesem Lied neige ich schon dazu das Radio auszustellen oder gar den Sender zu wechseln.
Da ich es einfach nicht mehr hören mag.

von _Yoshi_ - am 09.03.2009 08:42
ist "CHR" eine Abkürzung dafür wie es sich anhört wenn auf UKW der Empfang wegbricht ?

(s)chrrrrrrrrr(s)chrrrrrr..................

von Felix II - am 09.03.2009 23:03
Zitat
shianne
Zitat

...dann nehme ich es mit dem Lifestream[...] auf

Und die Qualität ist auch entsprechend schlecht...

Ich finde die Qualität eigentlich recht ordentlich. Ö3 könnte zwar ruhig ein paar kbit/s mehr senden, aber trotzdem ist die Lifestream-MP3-Qualität ein ganzes Stück besser, als wenn ich es von UKW auf Kassette aufnehme und dann auf den PC überspiele; abgesehen davon, dass es auch nicht so viel Arbeit macht. Und meist habe ich so viele Nebengeräusche um mich herum, dass ich das bisschen Klangqualität mehr bei "Internetmusik" gar nicht richtig wahrnehmen könnte. Allerdings gehts mir beim Musikhören auch nicht so sehr um die Klangqualität der Musik (hör mir Musik hin und wieder auch noch in angerauschtem Stereo oder Mono an), sondern wegen dem, was ich beim Hören der entsprechenden Musik empfinde.

von Zwölf - am 10.03.2009 05:23

Re: Studie: Radio spielt fRr Kinde und Jugendliche kaum eine Rolle

Contemporary Hit Radio :rolleyes:

...oder: Continous Hit Radio :p

von PowerAM - am 10.03.2009 19:27
Zitat
Martyn136
Bei einem Wortprogramm wie Bayern 2/5 oder Deutschlandfunk und Deutschlandradio hingegen würde das keinen so grossen Unterschied machen.

Bei B5 in Ordnung. Aber B2, DLF und DLR sind eben *keine* Wortprogramme!

Ich höre auf allen drei Programmen durchaus öfter Musiksendungen. Und da läuft dann auch Musik wo man große Dynamik (erfordert rauschfreien Empfang) und Stereoeffekte (erfordert Stereoempfang) genießen kann. Und gerade bei Musikspezialsendungen setzen sich die Hörer (ich auch) noch an ihren Hörplatz und hören bewusst zu (und machen nix anderes).

Kenn allerdings im gleichaltrigen Bekanntenkreis (Mitte 20) auch kaum jemand der so bewusst Radio hört - bei den meisten dudelt halt wenn überhaupt nebenbei Bayern 3 oder so.

von Ghuzdan1 - am 10.03.2009 20:47
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