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Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren, 1 Monat
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Richard Miklas, Peter Lüders, Thomas Schierschke

Biegesteife Kopfplattenverbindungen in St52-3

Startbeitrag von Richard Miklas am 04.02.2001 18:55

Geschrieben von Richard Miklas am 04. Februar 2001 19:55:10:
Welchen Rechenansatz gibt es für biegesteife Kopfplattenverbindungen in St53-3 ?

In der allg. Literatur wird nur auf biegesteife Verbindungen in St37-2 verwiesen. Ebenso in der DAST, wo auch nur Verbindungen in St37-2 angegeben sind.















Antworten:

Geschrieben von Thomas Schierschke am 05. Februar 2001 13:01:41:
Als Antwort auf: Biegesteife Kopfplattenverbindungen in St52-3 geschrieben von Richard Miklas am 04. Februar 2001 19:55:10:
Sehr geehrter Herr Miklas,
der Grund dafür, dass in der allgemeinen Literatur nur auf Verbindungen in St 37-2 bezug genommen, ist meines Erachtens, dass in den biegesteifen Verbindungen meist das Schrauben- oder Schweissnahtversagen massgeblich ist.
Da die Festigkeit der Schrauben und Schweissnähte jedoch unabhängig von der Stahlqualität ist, kommt die höhere Festigkeit des Stahls hier nicht zum Tragen.
Ich hoffe, ich habe Ihnen hiermit geholfen. Sollten Sie bezüglich meiner These gegenteilige Meinungen zu Hören bekommen, so wäre ich Ihnen für einen Hinweis dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Schierschke

















von Thomas Schierschke - am 05.02.2001 12:01
Geschrieben von Richard Miklas am 05. Februar 2001 20:28:04:
Als Antwort auf: Re: Biegesteife Kopfplattenverbindungen in St52-3 geschrieben von Thomas Schierschke am 05. Februar 2001 13:01:41:
Sehr geehrter Herr Schierschke,
vielen Danke für Ihr Antwortschreiben.
Hinsichtlich des Rechenansatzes nach der DAST, wird eine Klemmkraft durch das Vorspannen der Schrauben vorausgesetzt. Da es sich nun um St52-3 handelt, können höhere Schnittkräfte durch die Schweißnähte und den Träger aufgenommen werden.
Die Festigkeit der Schrauben und der E-Modul des Materials (St52-3) bleibt konstant!
Die mögliche Folge:
Es kommt zu höheren Dehnungen bei der Stirnplatte(klaffende Fuge).

Aufgrund der erhöhten Kräfte kann sich keine Klemmkraft durch das Vorspannen der Schrauben ausbilden!

Zudem kommt es zu höheren Dehnungen bei den Schrauben.
Darf unter diesen Voraussetzungen mit den verkürzten Hebelarmen gemäß der DAST gerechnet werden ?


Mit freundliche Grüßen aus Herne
Richard Miklas



>Sehr geehrter Herr Miklas,

>der Grund dafür, dass in der allgemeinen Literatur nur auf Verbindungen in St 37-2 bezug genommen, ist meines Erachtens, dass in den biegesteifen Verbindungen meist das Schrauben- oder Schweissnahtversagen massgeblich ist.

>Da die Festigkeit der Schrauben und Schweissnähte jedoch unabhängig von der Stahlqualität ist, kommt die höhere Festigkeit des Stahls hier nicht zum Tragen.

>Ich hoffe, ich habe Ihnen hiermit geholfen. Sollten Sie bezüglich meiner These gegenteilige Meinungen zu Hören bekommen, so wäre ich Ihnen für einen Hinweis dankbar.

>Mit freundlichen Grüßen

>Thomas Schierschke



















von Richard Miklas - am 05.02.2001 19:28
Geschrieben von Peter Lüders am 08. Februar 2001 15:24:16:
Als Antwort auf: Re: Biegesteife Kopfplattenverbindungen in St52-3 geschrieben von Richard Miklas am 05. Februar 2001 20:28:04:
>Sehr geehrter Herr Schierschke,

>vielen Danke für Ihr Antwortschreiben.

>Hinsichtlich des Rechenansatzes nach der DAST, wird eine Klemmkraft durch das Vorspannen der Schrauben vorausgesetzt. Da es sich nun um St52-3 handelt, können höhere Schnittkräfte durch die Schweißnähte und den Träger aufgenommen werden.

>Die Festigkeit der Schrauben und der E-Modul des Materials (St52-3) bleibt konstant!

>Die mögliche Folge:

>Es kommt zu höheren Dehnungen bei der Stirnplatte(klaffende Fuge).

>Aufgrund der erhöhten Kräfte kann sich keine Klemmkraft durch das Vorspannen der Schrauben ausbilden!

>Zudem kommt es zu höheren Dehnungen bei den Schrauben.

>Darf unter diesen Voraussetzungen mit den verkürzten Hebelarmen gemäß der DAST gerechnet werden ?

>

>Mit freundliche Grüßen aus Herne

>Richard Miklas

>

>>Sehr geehrter Herr Miklas,

>>der Grund dafür, dass in der allgemeinen Literatur nur auf Verbindungen in St 37-2 bezug genommen, ist meines Erachtens, dass in den biegesteifen Verbindungen meist das Schrauben- oder Schweissnahtversagen massgeblich ist.

>>Da die Festigkeit der Schrauben und Schweissnähte jedoch unabhängig von der Stahlqualität ist, kommt die höhere Festigkeit des Stahls hier nicht zum Tragen.

>>Ich hoffe, ich habe Ihnen hiermit geholfen. Sollten Sie bezüglich meiner These gegenteilige Meinungen zu Hören bekommen, so wäre ich Ihnen für einen Hinweis dankbar.

>>Mit freundlichen Grüßen

>>Thomas Schierschke



















von Peter Lüders - am 08.02.2001 14:24
Geschrieben von Peter Lüders am 08. Februar 2001 16:04:56:
Als Antwort auf: Re: Biegesteife Kopfplattenverbindungen in St52-3 geschrieben von Richard Miklas am 05. Februar 2001 20:28:04:
Sehr geehrter Herr Miklas,
Um die Tragfähigkeit eines biegesteifen Stoßes sicherzustellen, können die

Tabellen der "Typisierten Verbindungen" nicht benutzt werden. Auf Grund der

größeren Lasten sind die Verbindungsmittel und Platten sicherlich zu klein.

Bezüglich Ihres Schreibens vom 5.2.2001 möchte ich Folgendes anmerken:


>Es kommt zu höheren Dehnungen bei der Stirnplatte(klaffende Fuge)
-> Nein. Die Platte muß für die höheren Lasten entsprechend stärker

ausgeführt werden.


>Aufgrund der erhöhten Kräfte kann sich keine Klemmkraft durch das Vorspannen der Schrauben ausbilden!
-> Für die erhöhten Kräfte müssen entsprechend größere Schrauben

gewählt werden. Zur Begrenzung der Verformung werden die

Schrauben nur mit 80% ihres zulässigen Wertes in Rechnung

gestellt.

Die Querkraft wird ausschließlich den Schrauben am Druck-

flansch zugewiesen.


>Zudem kommt es zu höheren Dehnungen bei den Schrauben.
-> Nein. Auf Grund der höheren Lasten müssen größere Schrauben

gewählt werden.


>Darf unter diesen Voraussetzungen mit den verkürzten Hebelarmen gemäß der DAST gerechnet werden ?
-> Ja.


Mit freundliche Grüßen

Peter Lüders


















von Peter Lüders - am 08.02.2001 15:04
Geschrieben von Richard Miklas am 08. Februar 2001 20:16:50:
Als Antwort auf: Re: Biegesteife Kopfplattenverbindungen in St52-3 geschrieben von Peter Lüders am 08. Februar 2001 16:04:56:
Sehr geehrter Herr Lüders,
vielen Dank für die kompetenten Antworten.
Mit freundlichen Grüßen
Richard Miklas

















von Richard Miklas - am 08.02.2001 19:16
Geschrieben von Richard Miklas am 09. Februar 2001 13:56:11:
Als Antwort auf: Re: Biegesteife Kopfplattenverbindungen in St52-3 geschrieben von Peter Lüders am 08. Februar 2001 15:24:16:
Hallo Herr Lüders,
eine Frage habe ich noch.
Gibt es entsprechende Literatur, in der diese Anschlüsse nachgewisen werden ?
Mit freundlichen Grüßen
Miklas

















von Richard Miklas - am 09.02.2001 12:56
Geschrieben von Peter Lüders am 12. Februar 2001 09:28:05:
Als Antwort auf: Re: Biegesteife Kopfplattenverbindungen in St52-3 geschrieben von Richard Miklas am 09. Februar 2001 13:56:11:
Hallo Herr Miklas,

zur Frage der entsprechenden Literatur kann ich Sie auf Folgende Schriften

verweisen:
1.) Typisierte Verbindungen im Stahlhochbau, 2.Auflage

Stahlbau-Verlagsgesellschaft mbH, Köln 1978

und

1.Ergänzung zu 2.Auflage, Köln 1984
2.) Merkblatt 140

Berechnung von Regelanschlüssen im Stahlhochbau, 2.Auflage

Beratungsstelle für Stahlverwendung, Düsseldorf 1984
3.) DIN 18800-1 (11/90)

Stahlbauten, Bemessung und Konstruktion
4.) Stahlbau Handbuch, Band 1

2.neu bearbeitete Auflage

Stahlbau-Verlagsgesellschaft mbH, Köln 1982



Mit freundlichen Grüßen

Lüders


















von Peter Lüders - am 12.02.2001 08:28
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