schneelasterhöhung

Startbeitrag von Jan Römer am 03.03.2006 20:05

Seit einigen Tagen bin ich "Hobby-Statiker"... :-))

Ich plane in Chemnitz(Sachsen) ein EFH zu errichten. Im Werksvertrag steht, dass das Dach für einer Schneelast von 0,75 kN/qm ausgelegt ist. Die Dachneigung beträgt 45 Grad.

Nun erofnet mir der Bauträger, dass eine Schneelasterhöhung auf 1,00 in rechnung gestellt werden soll.

Chemnitz befindet sich in der Schneelastzone III und das Grundstück 385 m NN.

Also kommt die Regelschnelast von 1 (0,99..) zum tragen.
Bei der Berücksichtigung des Abmidrungswerts von 0,62 habe ich nach der Formel s= 0,62 x 1 einen Wert der Schneelast von 0,62 kN/qm errechnet.

Eine Schneelaststerhöhung ist also m.E. nicht erforderlich.

Vielen dank für die schnelle Hilfe!

Antworten:

Lieber Herr Römer!

Das würde ich als Nicht-Hobby-Statiker ganz ähnlich sehen....

Vielleicht ist gemeint, dass ihr Bauträger die Regelschneelast bei seinen (Typen-)Häusern normalerweise auf 0,75 kN/m² ausgelegt hat und somit seine Dachkonstruktion nur auf 0,62x0,75 = 0,465 KN/m² berechnet ist.

In diesem Fall müsste er seine Dachkonstruktion eventuell neu bemessen, was natürlich Kosten verursacht.

Sie müssten vielleicht einmal in ihrem Vertrag nachsehen, ob da von Regelschneelast, Bemessungsschneelast oder charakteristischer Schneelast die Rede ist. Der Rest ist mehr ein juristisches Problem.


Viele Grüße aus Hameln

Thomas Schierschke

von Thomas Schierschke - am 06.03.2006 08:38
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