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Forum zu den Eisenbahnen in Tschechien
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vor 10 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 2 Monaten
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Strojmistr, greatblech, malo, MichaelM, Joachim Piephans, wxdf, schumlau, Der Bimmelbahner, awp

Wie groß ist die Chance, Laminatkas zu sehen?

Startbeitrag von Strojmistr am 15.06.2008 16:03

Da ich am Mittwoch eine Fahrt ins ostthüringische machen muß, will ich die Gelegenheit nutzen, auf der Rückfahrt im Raum Cheb/Karlovy Vary paar Fotos zu machen.
Wie groß ist die Chance wegen der wiederholten Streckensperrungen zwischen Plzen und Cheb, dass Laminatkas eingesetzt werden? Hat man in Cheb vielleicht einen gewissen Vorrat dastehen?

Gruß Michael

Antworten:

Lotto

Hallo,

da wäre als zuverlässige Leistung der "Mischer" von Cheb nach Karlovy Vary und retour. Vormittags gegen 10 Uhr ab Cheb runter (auf Bf guggen) , ca. ab 16 Uhr wieder von KV hoch.
Kohlen ab Nove Sedlo fahren zumeist mit 363, oder 363+363. Weniger mit Laminat-Vorspann, oder Schiebe. Derzeit ausschließlich Richtung Osten / Chomutov.
Bedarfsgüterzüge gibt es hie und da. Dann aber meist mit 230/240.
Früh und am frühen Nachmittag rollt noch eine Übergabe für Planá u ML.
Es gibt die Tendenz am Vormittag gen Osten, ab nachmittag gen Westen.

Der Betriebsdienst ist uns vor Ort agierenden Dauerfotografen weiterhin suspekt.
Mal spannt die Vorspann-Laminatka in Hajek ab, mal in Vojkovice. Dann fährt sie Lz retour und ihr hinterdrein kommt der Güterzug mit 363. Durchblicken tun wir da noch nicht.

Dir kann es passieren, den halben Tag lang nur ein oder zwei Loks auf der Strecke zu erwischen.
Und was hinzu kommt: wer gutes Material machen will, hat eh nur in eine Fahrtrichtung Licht! Also halbiert sich die eventuelle Ausbeute nochmals.

Ein guter Tag im Verkehr, bei top Sonne, und 100%iger Streckenkenntniss mit optimaler Ausnutzung dieser Punkte bringt maximal sechs bis acht Aufnahmen dieser Reihe.
Daher versprich Dir bei einer Anreise für einen halben Tag mit hopplahopp nicht all zu viel. Das ist dort ein zähes Geschäft.

Gruß,
malo

von malo - am 15.06.2008 16:36

Erwartungen...

...zurückschrauben heißt es also.

Geht leider nicht anders, als dass ich frühestens gegen 13 Uhr im Raum Cheb bin. Vom Licht und den (evtl.) zurückkehrenden Loks wär´s ja ideal. Hab aber keine Lust, mit Tempo XYZ über die Autobahn zurückzufahren, dann lieber doch gemütlich durch´s "Gelobte Land" und das eine oder andere Bild gemacht.

Der Fahrzeugeinsatz mit oder ohne Umspannen war ja schon während der Elektrifizierung ein Kapitel für sich - System gab´s da ja schon keines.

Also mal schauen, was sich ergibt. Auf jeden Fall vielen Dank für Deine Insider-Infos.

Gruß Michael

von Strojmistr - am 15.06.2008 18:47

Lotto ... und mein Bild vom Mischer....

bei Chotikov sah dann so aus



Also nichts ist unmöglich und wennste dann in Cheb auch noch - und nur - auf sowas triffst



ist die Motivation total. Ansonsten habe ich das gleiche beobachtet, wie Markus. Manchmal wünsche ich mir die 242 - Zeiten zurück, soweit isses schon :-)

gruss aus dd

[www.bahnmotive.de]




von greatblech - am 16.06.2008 11:58

Einigung auf eine "fachgerechte" Bezeichnung

Hallo,

....der Zuggattung "gemischter Güterzug"!

Was nehmen wir hier zukünftig?
Pn?

Was wäre die tschechische Bezeichnung?

Gemischte fahren überall. Aber der hier im Raum Cheb / Karlovy Vary, weas namentlich vom "Gang" geprägt wurde ;-), ist nichts weiter als der Nahgüter/Ng zwischen beiden Bahnhöfen.

Wer hat Vorschläge? :-)


Gruß,
malo

von malo - am 16.06.2008 15:36

Ein Güterzug, wie stolz das klingt.

So habe ich mich dabei ertappt, das Wort Mischer, auch noch ohne Anführungszeichen, kritiklos übernommen zu haben. Das war nicht recht. Das Wort kannte ich vor paar Wochen noch gar nicht und konnte es seitdem nicht leiden, denn das ist so eines, das dem der "neuen" Generation innewohnenden Hang zum Abkürzen um jeden Preis entsprungen ist, auch wenn es noch so dumm ist. Aber, so ein Quäntchen Hang zum Banalisieren wohnt ja jedem inne und so kam es hier hinein. Nicht zuletzt, weil es viel verstehen...

Ein Mischer ist also eine drehende Tonne, die ich noch aus Kindertagen kenne, da ich den Eltern beim Hausbau zur Hand ging und 3 Schippen Sand und 3 Schippen Kalk und eine Schippe Zement mit entspechender Menge Wasser versetzte.

Ein Mischer ist also nicht, "was hinten als Hänger an der Lock hängt"

Man könnte ihn Schnellgüterzug oder Eilgüterzug nennen oder Durchgangs, - nah, oder Übergabegüterzug oder gar Leichter Eilgüterzug. Wer nennt die Namen alle und wer wollte das alles übersetzen. Ich nenne die Züge also wieder Güterzug. Punkt.
:-)



von greatblech - am 16.06.2008 16:33

Re: Noch besser is ...

Besser als das halbwegs verständliche "Mischer" finde ich allerdings noch "Kewa"-Zug!!! ;-)

Ich gehöre vermutlich zu der von Greatblech genannten "neuen" Generation, dennoch bin auch ich kein Freund dieser Abkürzungen. Wir wäre es, wenn wir den Zug der Region zuliebe einfach "Prestavovaci" nennen?

Gruß
Der Bimmelbahner

von Der Bimmelbahner - am 16.06.2008 19:08

Re: Ein Mischer, wie stolz das klingt.

...und 3 Schippen Sand und 3 Schippen Kalk und eine Schippe Zement mit entspechender Menge Wasser...
...die Baustudies erklärten mir einst, daß das Mischungsverhältnis "1 zu Sandhaufen" sei und die fleißigen Bauarbeiter sprachen von 1 Stein 1 Kalk 1 Bier und Eberhard C. betonte, erst die Tapeten dranzukleben und dann das Gerüst abzubauen.
Deine Eltern werdens wohl beachtet haben...



von schumlau - am 17.06.2008 15:57

Lottospiel: 1 Richtiger von 6 (m. 4 B.)

Nach einem kurzen Besuch in Cheb, wo im Depot 2 Laminatkas (Nummern hab ich zu Hause vergessen) aufnehmen konnte und einem Tankstopp bei "ono" mit einer gefühlten Wartezeit auf´s Tanken von 2 Stunden (nein, es waren "nur" 20 Minuten) ging es nach Chotíkov nahe Kyn¨perk. Das Bild im Eger-Buch hatte mich überzeugt. Sollte es gelingen, auch eine oder mehrere Laminatkas aufzunehmen? Die Zeit dafür war beschränkt, nähmlich von 15 bis 16 Uhr.

In dieser Zeit kamen insgesamt 6 Züge vorbei, 5 davon in der (lichttechnisch) richtigen Richtung nach Cheb.
Den Auftakt machte eine Übergabe mit Transistorbespannung, sicher auch nicht alle Tage zu sehen:



Ihm folgte nur 3 Minuten später der leicht verspätete Os 7354/5 mit 242 und kurz darauf 363 mit R 610:



Die Vermutung, dass man nach dem Rychlik einen Güterzug auf die Strecke schicken würde, erwies sich als richtig. Und der Mischer war wunschgemäß mit Laminatka bespannt (230 075):



Zu guter Letzt kamen im 5-Minuten-Takt noch zwei Osobniks vorbei, einer aus Cheb mit 242 242 und noch dieser Os 7016 - letzterer mit etwas weniger Brennweite, dafür mit mehr Natur fotografiert:




von Strojmistr - am 19.06.2008 07:07

Re: Lottospiel: 1 Richtiger von 6 (m. 4 B.)

Oh je, das Kraut.... :( Auf der Rückfahrt von Schlade meldete sich gestern auch bei mir kurz hinter Gottesgab die Tankreserve, so daß in Sokolov die ONO fällig war. 33,50 Kronen hier, sonst bis 35,50 für Diesel in der Umgebung, d. h. 1,34 bis 1,42 Euro. Allein in diesem Jahr ist der PetroEuro bislang um über 50 Prozent abgewertet worden. Seitdem ich mir ein Auto leisten konnte, hat sich der Dieselpreis mehr als verdreifacht. Hinzu kommen die Auswirkungen dadurch bei den Steigerungen für Lebensmittel - so ist meine Margarine auch schon von 0,55 auf 0,79 geklettert, Käseaufschnitt von 0,99 auf 1,39 usw. - und von Energie gar nicht zu sprechen. Dafür streben wir andererseits tschech. Lohnniveau an.... An meinem Vordruckblock für Lieferscheine klebte noch der Preis "DM 2,90". Heute zahle ich dafür 5,95 Euro!
102 Mark für 35 Liter: Was keine Ex-Frau oder Frau Freundin mit ihren Sprüchen "Kannst Du nicht Dein Hobby aufgeben!" schaffte... :mad: Gottlob hat man genügend Vorrat zum Werkeln am Schreibtisch.

LG

praga castrum regni.



von awp - am 19.06.2008 08:58

Da war ich heute u.a. mal in Vojkovice ...



... und während ich so gegenüber dem Empfangsgebäude darauf warte, dass mal ein Zug vorbeikommt, geht an dem Haus hinter mir die Gartenpforte auf und ein älterer Herr mit einem ordentlichen Bierbauch, gefolgt von einer grau-schwarzen Katze, kommt heraus und sagt auf deutsch: Sie sind aus Deutschland, nicht wahr?



Ich darauf auf tschechisch: Ja, warum fragen Sie?
Na, weil ich Ihr Auto da auf der anderen Seite stehen sehe.
Sie sprechen ja sehr gut deutsch.
Na, ich bin doch auch Deutscher. Heinz Brückner heiße ich, im Duppauer Gebirge habe ich gewohnt, bevor sie uns da nach 1945 ausgesiedelt haben. Eine tschechische Frau habe ich geheiratet, so durfte ich wenigstens hier bleiben. Und Tschechisch habe ich erst nach 1945 gelernt. Die Frau ist schon gestorben, ich lebe jetzt allein.
Um 1990 herum bin ich mal mit dem Fahrrad durch meine alte Heimat gefahren, das geht jetzt auch nicht mehr.
Und 15 Jahre war ich hier Fahrdienstleiter. Ist nun alles anders geworden nach der Elektrifizierung.
Da dürfte Ihnen doch ein gewisserr malo bekannt sein?
Natürlich, und nicht nur der - scharenweise sind sie in meiner Verkehrskanzlei aufgetaucht und wollten dies und jenes wissen, wann denn wieder mal ein Sergej vorbeikommt und solche Sachen.
Ein Buch darüber von einem gewissen awp soll wohl auch bald rauskommen.
Ja ich weiß, das ist schon rausgekommen.
Hier in der Nähe, in Kyselka, gibt es ein schönes Anschlußgleis zur Getränkefabrik, da wurden früher immer die Getränke mit dem Zug abgeholt, wird aber nicht mehr benutzt.
Da sind Sie wahrscheinlich lange nicht mehr dort gewesen - die Brücke ist zwar schön blau angestrichen, aber die Gleise sind weg und es geht jetzt eine asphaltierte Straße drüber, während die Kuranlagen weiter verfallen. Bin eben dran vorbeigefahren.
Ach, das wußte ich in der Tat noch nicht. Aber mir fällt das Stehen schwer, ich muß mal wieder rein und mich setzen. Jetzt ist hier auch nicht viel los, zwischen 18 und 19 Uhr wird der Verkehr dichter.
Sprach's und verschwand, um nach ca. 15 min wieder aufzutauchen und sich zum Gasthof am Bahnübergang zu begeben.


von wxdf - am 19.06.2008 20:18

Nette Geschichte, da werden Erinnerungen wach

Und schön zu hören, daß es Kneipe am Bahnübergang immer noch gibt ... *mhmmmmm*

von MichaelM - am 20.06.2008 06:23

Heinz - die Legende geht weiter!!

Danke, Weixdorfer, für die guten Nachrichten aus Vojkovice!!

malo, jetzt bist Du dran: Du mußt die Gesprächspassagen von Heinz B. im Protokoll von wxdf ins Egerländische transformieren!! Unbedingt.
Und dann müßte man noch wxdf's Passagen "saxifizieren" - und die Legende "Heinz Brikner" läßt sich weiterschreiben. Auf geht's!

Es freut mich ehrlich, daß es ihm recht gut geht. Wirtshausbesuche sind doch immer ein gutes Zeichen.

Joachim

von Joachim Piephans - am 20.06.2008 07:48
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