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Forum:
Forum zu den Eisenbahnen in Tschechien
Beiträge im Thema:
11
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
nix mehr, Initiator, Guliver, wxdf, Noricus

CD-Ausbaustrecke Praha-Plsen-Cheb - wer hat fundierte Kenntnisse darüber?

Startbeitrag von Initiator am 10.06.2009 09:10

Hallo,

als "Forum-Frischling" meinen Gruß an alle.

Mich interessiert zu erfahren, für welche im Regelbetrieb zukünftig fahrbaren maximalen Geschwindigkeiten (für konventionelle lokbespannte Personenzügen und für bogenschnelles Fahren mit Neigetechnik-Elektrotriebwagen) der CD-Korridor Praha-Plsen-Cheb-Grenze CZ/D-(Schirnding) durchgehend ausgebaut und elektrifiziert wird.

Und ob gleiches auch für die CD-Strecke Plsen-Grenze CZ/D-(Furth i.W.) vorgesehen ist.

Desweiteren, bis voraussichtlich wann der gesamte Streckenausbau nach derzeitigem Stand abgeschlossen sein wird und für den Planverkehr freigegeben werden kann.

Im Voraus meinen Dank für Euere aufklärenden Infos.

Antworten:

Hatten wir hier schon mal ...

[forum.mysnip.de]

von wxdf - am 10.06.2009 09:51

Re: ...... aber nicht im Sinne meiner Fragen

...... meine aufgeworfenen Fragen sind darin weder behandelt, noch beantwortet. - Ich fragte nach Realitäten und nicht nach Meinungen, oder Utopien.

von Initiator - am 10.06.2009 11:19

Gemäß diesem Artikel:

[www.ohlzs.cz]

wird die Streckenhöchstgeschwindigkeit 120 km/h betragen (woanders stand mal ,dass das für Neigezüge gilt, für klassische Züge bis 90 km/h).
Stříbro – Planá u Mariánských Lázní soll bis Mai 2011, die gesamte Strecke bis 2016 fertig werden.
Bei allgemeinem Interesse übersetze ich auch gern mal den Artikel komplett.

von wxdf - am 10.06.2009 12:21

Nur 120 km/h für Neigetechnik?

Sollte der Ausbau nicht für 140 km/h betragen? 120 km/h ist schon etwas wenig. Mehr als heute, keine Frage, aber ich glaube kaum, das man dadurch die Fahrzeit zwischen Nürnberg und Prag stark senken kann.

Grüße,
Peter

von Guliver - am 10.06.2009 15:50

gemütliches Böhmen

Servus Peter,

setz Dich mal in eine VBG in Plauen und fahre damit gen Cheb.
Dann steigst Du in einen R nach Plzen ein und guggst Dir die Strecke an. Oder "erfahre" das, was derzeit mit dem Zug befahrbar ist.

Der "schlimmste", kurvigste, und topografisch schwierigste Teil wird derzeit saniert.
Ausbau der Kurven? Hoho, Du müßtest da entweder eine A-Bombe zünden und das Areal schwer umgestalten. Oder es braucht weit außen herum einen Streckenneubau.

Der besagte Abschnitt hat fast Gebirgscharakter.
Und beim Rest?
Nun ja, es geht halt durch böhmische Landschaften.
"A weng schee gemiedlich!"

Raserei hin und her, im Pendo ist es nicht so schön wie in einem Bautzner Waggon.
Denn im Abteil ist Kultur, man REIST! Man ist noch Kunde.

Mir graut vor der Großraum"kultur" eines Tw egal welcher Bauart, oder vor irgendwelchen Pseudo-Zügen mit Großraumabteil, einem Steuerwagen und einer Lok.
Sowas ist was für den Nahverkehr. Aber dem Schnellzug sollte man tunlichst so belassen, wie er ist.

Gruß,
malo

von nix mehr - am 10.06.2009 17:05

Zwei Herzen schlagen ach in meiner Brust...

Hallo Malo,

klar keine Frage REISEN in Tschechien macht aufgrund der landschaftlichen Reize, der absolut interessanten und im wahrsten Sinne des Wortes menschlichen Eisenbahn sehr viel Spaß.

Auf der anderen Seite FAHREN, sprich reines von A nach B kommen, das macht halt weniger Spaß, weil man eben kaum vorankommt.


Was mir letztens aufgefallen ist, das auch in Tschechien die Prioritäten sehr auf den Ausbau der Straße gelegt werden. Ich befuhr von Dresden kommend die A17/D8 und dann die R4/I4. Dort wurde auf beiden Straßen kräftig gebaut und um Prag herum entsteht gerade der Autobahnring. Dabei wurden riesige Einschnitte gemacht, Tunnel gebohrt, Brücken angelegt. Alles sicherlich nicht günstig. Hier wurde es mir besonders an der Porta Bohemica bewusst, was hier an Reisekultur verloren geht. Fährt man heutzutage bei Usti noch an der Elbe entlang durch malerischste Landschaft, wird man ab Dez. 2010 abseits davon über die Autobahn rasen.

Da schlagen halt zwei Herzen in meiner Brust, die des "Zugvogels" der es geniest Stundenlang über landschaftlich schöne Strecken zu fahren und auf der anderen Seite der Fahrgast der möglichst schnell an seinem Ziel sein will.

Grüße,
Peter

von Guliver - am 10.06.2009 17:37

EU.........

Moin Peter,

das ist nicht Tschechien, das sind EU-Beton(ier)köpfe aus Brüssel,
mit dem Klüngel der Auto/LKW-Industrie und der Speditionslobby.
Allesamt Verbrecher.
Die schlimmsten: Gigaliner-Befürworter.

Da muß man schon zukünftsfähige Betonpisten ins Mittelböhmische Gebirge schießen.

Von A nach B muß man kommen.
Aber man bedenke IMMER eins:

Wer sich an Frankreich und seiner "tolen" TGV-Trassen orientiert, darf nicht vergessen, das in diesem Land mehr Platz ist, und meist eine einfachere Topografie!

Deutschland, Tchechien, Österreich, Schweiz, usw... sind kleine Länder. Und alles was klein ist, braucht mehr Zeit.

Zeit ist Geld. Und das ist leider das Treibende Ein und Alles des Kapitals.
Ein Teufelskreis.

malo

von nix mehr - am 11.06.2009 08:09

...... leider unbeantwortet geblieben

Schade, daß im Forumsbereich niemand ist, der meine Fragen - hinsichtlich die tatsächlich beschlossenen zukünftigen zugelassenen Geschwindigkeiten - konkret beantworten konnte.

Allen ein sonnigeres 24. Wochenende

von Initiator - am 12.06.2009 09:47

Re: ...... begrenzte Sichtweise

Machen Sie sich mal Gedanken darüber, ob Sie noch einen Job hätten, wenn nicht unternehmerische Philosphie es wäre - Zeit ist Geld.

Um mit erzielbarem Gewinn wieder neu investiren zu können; womit Arbeitsplatze gehalten und neue geschaffen werden.

von Noricus - am 14.06.2009 17:21

Re: ...... begrenzte Sichtweise

Hallo,

völlig begrenzt sind immer noch die, die an den Weihnachtsmann, an das Casino, an den Gewinn des Kapitals und seiner Heilsbringungen für Menschheit und Umwelt glauben.

Alle hoffen, die Talsohle wäre jetzt, und die Kugel rollt bald wieder.
Doch Geld kann man nicht fressen.

Modernisierung, Ausbau, Investition mit Maß, und da wo es was bringt.

Doch bittschön nicht mehr hier und da und dort.
Es geht mit viel weniger besser, länger und gesünder für alle weiter.

Aber machts nur weiter so....


malo

von nix mehr - am 14.06.2009 17:51
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