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Forum zu den Eisenbahnen in Tschechien
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Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ingo118, Dreikreiswärmetauscher, Strojmistr, br_232, nix mehr

Wieder mal der Kaiserwald

Startbeitrag von nix mehr am 20.05.2013 10:01

oder überraschend sonniges Wetter an Pfingsten

Servus,

da taten sie die Woche zuvor von einem eher mäßig durchwachsenen bis unerfreulichen Pfingstwochenende in den Wettervorhersage-Anstalten sprechen. Das die aber trotz immer mehr hinein gepumpter Milliarden noch größeren Müll von sich geben ist längst bekannt. Errechnete Wetter“modelle“ treffen wohl nun mit der Klimaerwärmung nicht mehr zu. Was nun?
Eigene Beobachtung ist wichtig. Dennoch: sechs Stunden Vorhersage sind gut zutreffend, 12 Stunden meist richtig. Darüber hinaus gibt man sich mit „wechselhaft“ zufrieden, was dann auch immer richtig ist. Je nach dem ;-)
Samstag war für mich Aufstehen um 3.15 Uhr angesagt. Börse Praha…
Sonntag dann verdachtshalber den Wecker auf 4.30 Uhr justiert. Pfingsten? Freie Tage? Auspennen? Ich kenne zig Zeitgenossen, die ihre Freizeit regelrecht verschlafen!!! Wenn einer bis 11 Uhr faulenzt, im dunkeln sich auspelzt, habe ich gute zwölf Stunden mehr aktive Freizeit erlebt. Ausschlafen geht werktags bis 6 Uhr. Montag kommen sie auf Arbeit und nölen einen voll, das das Wochenende schon wieder vorbei ist. Selbst schuld.
Also um 4.30 Uhr den PC angeworfen, bei www.dwd.de eine unbeeinflusste Wolkenentwicklung angesehen. Risiko war da, aber bis gut mittag, nachmittag kaum mit Beeinflussung zu rechnen.
4.45 Uhr hockte ich in der Karre und fuhr erneut gen Cheb los. 5.40 Uhr Ankunft Milhostov u ML.
Ein gigantischer Morgen! Frischer östlicher Wind, 6°C Lufttemperatur und trotzdem fror ich nicht im t-shirt. Die Wiese taunass, die Luft klar und rein schritt ich forsch ein, um einen Standplatz für das Motiv zu wählen. Der Kuckuck war zu vernehmen, irgendwo muhte es. Hunde bellen im Dorf und die Luft war trotz relativer Morgenfeuchte geschwängert von zig Düften aller möglichen Blüten. Keine Sau störte dieses Idyll.

Um 6.12 Uhr trat dann der MOs 7100 mit dem 813 101 mein gewünschtes Fotoprogramm an.

Nun auf nach Hostec, etwas Arbeit lag vor mir. War doch der Unterstand von der örtlichen, aber dennoch bereits dumm beeinflussten Schuljugend graffitiert worden. Das mußte beseitigt werden. Klar könnte man es digital bearbeiten, aber zu was hatte ich zufällig etwas weiße Silikonharzfarbe im Haus unbedarft in einen Kübel wartend umher stehend…
Das der Opa zum 7101 daher kam, war nur recht.

913 102 auf den Weg nach Tepla und Marianzke Lazne.

Nun besuchte ich Ovesne Kladruby. Spannend, denn wird noch seitlich Licht sein? Zum 7100 um 6.17 Uhr sicher, aber dann schattig durch die Bäume gegenüber des EG.

Zum 7102 um 8.44 Uhr gerade noch so.
Bei der Warterei am Bahnsteig, wo die Sonne einem wohlig beschien, vernahm ich vorn am Bahnübergang beim Bahnwärterhaus etwas farbiges zwischen dem Bewuchs im Areal. Nun ja, dachte ich, evtl. ein weiterer Fotograf?
Als ich dann den einzigen hektischen Standortwechsel des Tages begann, sah ich den Skoda des Genossen bohemicus stehen… Er wird wohl aufgrund klarer Luft sein Bild „Steigung vor Ovesne, Hintergrund Zadub“ gemacht haben. Aber das geht auch ein ander mal in der Jahreszeit. Das EG ist zeitlich eher begrenzter machbar. Wer weiß, wann in diesem bisherigen Pseudo-Sommer 2013 wieder Wetter ist.

Ich schlug wenig später in Teplicka u Karlovych Varu auf. Poppig ist es hier mit den polnischen „dachowe blacha“ aus bedruckten Alublechen auf dem Dach des EG. Es tun einem fast die Augen weh.

913 101 als 7103.
An sich war nun etwas Luft. Oder hinterher fahren? Stress ist dazu nicht nötig. Ich könnte es nochmal mit Becov nad Teplou und den Signalen versuchen. Sie standen immer noch, trotz andernorts angekündigter Beseitigung im Mai. Nun gut, es sind noch 14 Tage Mai…

Nochmals der 7103.

Nun steig die Spannung in mir! Es sollte das Motiv des Tages gelichtet werden. Wahrscheinlich ist es mit eine der besten Fotostellen dieser Strecke. Das einige Zeit kein richtiger Fotograf vor Ort war, wurde durch drei Sägeschnitte bewerkstelligt. Freilich ging es auch zwei, drei Meter unterhalb primitiv vom Zaun weg, dann ohne Scherenschnitteinstellung, und fehlender hinter dem Bahndamm abgetauchten Bebauung.

Doubi u Karlovych Varu und der 7105. Der Tag war damit nun als erfolgreich verbucht. Das war mein Ziel, alles weitere nun Draufgabe bis zum Wetterumschwung. Aber der ließ auf sich warten.

Drunten im Tal der Tepla sind die Hänge steil, der Verlauf der Strecke beengt, also lichttechnisch besser von Mai bis Juli zu bewältigen. Den PKW nicht verkehrsgefährdend abzustellen, ist auch nicht mit großer Auswahl an Möglichkeiten gesegnet. Er blieb am Wanderparkplatz beim Berg Lysy vrch stehen. Zu Fuß ist es entlang der engen, und oft beidseitig beplankten Fahrbahn nicht ungefährlich. Kommt Verkehr, blieb ich halb im Graben stehen. Und es war gut Touristenverkehr. Ca. ein Kilometer Fußweg sind nötig.

Nachschuß mit dem 7106 auf den Tunnel des Berges Lysy vrch. Dieser Fotostandpunkt ist relativ besucht. Weggetretenes Moos zeugt von zeitweiligen Aktivitäten. Die Begehung empfehle ich aber nur genügend trittsicheren Genossen! Einfach ist es nicht.

Von ca. 13.10 Uhr auf 13.40 Uhr war Zeit zum Umsetzen auf dieses Bild:

Der 7107 mit 813 101 auf der Brücke unterhalb von Udoli Teple.

Noch immer war Sonne, aber im Westen bereits eine Wand sichtbar. Auch bildeten sich über mir Schäfchenwolken-Felder der Sorte „schnell bildend und verschwindend“. Ein Zeichen für eine eher im Anmarsch geladene Front als ruhige Wetterumstellung.

Daher marschiert kam 813 101 in Tepla. Zwei Einstellungen des 7108:

Halt am Bahnsteig, und

Die Weiterfahrt .

Unklar war nun das letzte Bild des Tages. Zum 7109 das Bahnhaus bei Vlkovice, oder die Landschaftseinstellung dazu. Da ein eher moderner roter Ford-Fiesta die Szenerie verschönerte, wandelte ich über die Kuhweide für die Landschaftseinstellung.

Tagesabschluß mit dem 7109, im Hintergrund der Podhorni vrch. Rechts meiner Position war es bereits erheblich finster zugezogen und Richtung Heimat war es grau in grau. Keine zehn Minuten später war der Sonnentag beendet.

malo

Antworten:

.............des leuchtende Frühlingsgrün is ein Genuß.
In paar Tagen isis leider vorbei mit den Farbkontrasten, dann gibts nur noch grüne Hölle.:-(:sneg:


Gruuuuß

von br_232 - am 20.05.2013 10:57
Immer wieder herrlich anzusehen: die Motivflut dieser schönen Strecke! Und Subottnik am frühen Morgen? :spos: Schöner unsere Städte und Gemeinden. Etwas ähnliches seinerzeit mit alten Kilometersteinen an der ZOJE gemacht.

Und ein paar Tage länger wird´s wohl dauern, bis die grüne Hölle da ist, denn der Fichten-Maiwuchs sorgt auch nochmal für Grün-Vielfalt.

von Strojmistr - am 20.05.2013 16:42
Sehr schöne Bilder, gefallen mir sehr gut!

von Dreikreiswärmetauscher - am 21.05.2013 10:42
Sehr schöne Bilder.

Gruß Ingo118

von Ingo118 - am 22.05.2013 20:31
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