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Forum zu den Eisenbahnen in Tschechien
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Zamracena, ChristianMUC, nix mehr

Rekonstruktion Bahnhof Olomouc hl.n.

Startbeitrag von Zamracena am 07.08.2013 13:17

Ahoj,

als ich am vergangenen Sonntag in Olomouc hl.n. auf den mit +90 Min. verspäteten Ex 541 "Hutnik" nach Třinec wartete, ging gerade ein Wolkenbruch über die älteste Universitätsstadt Mährens nieder. Die Bahnsteig-Überdachungen erweckten den Eindruck, als hätte man hier Duschen eingebaut, so marode sind die tristen Konstruktionen aus der Nachkriegs-Ära.

In der alten Bahnsteig-Unterführung fiel mein Blick auf ein großes Plakat. Die Verkehrsstation soll (kofinanziert durch die EU) umfassend modernisiert werden.

Hier der Link zu einer Päsentation der SŽDC:

Rekonstrukce železniční stanice Olomouc

Im Olomoucký deník findet man dazu ein interessantes Video:

Olomoucký deník

Das Empfangsgebäude bleibt anscheinend weitgehend unverändert. Es ist zwar bei weitem nicht so prächtig wie der ursprüngliche Olmützer Bahnhof, der während des Kriegs zerstört wurde. Der Wiederaufbau ist meines Erachtens aber gefälliger als die hässlichen Kästen von Ostrava hl.n. oder Duchcov.


Srdečné pozdravy

Zamracena

Antworten:

Die Bahnhöfe haben alle ihren eigenen Stil - egal, ob du die 50er Jahre Zweckneubauten wie Olomouc, die Altbauten wie Svinov und Prerov oder die 70er Jahre Neubauten aus Glas und Beton wie Ostrava hl.n. oder Vitkovice nimmst...

von ChristianMUC - am 07.08.2013 15:34

Re: Da fällt Svinov überraschend angenehm aus der Reihe

Ahoj,

sicherlich hat jede Epoche ihren eigenen Bahnhofsstil hervorgebracht. Und mir ist natürlich der Urbestand am liebsten, ob nun Brno hl.n., Šumperk oder Plzeň hl.n.

In deiner Aufzählung fällt ein Bahnhof aus dem Rahmen: Ostrava-Svinov. Ich finde die Idee des Anbaus gut. Auch die Wasserspiele davor sind originell. Insofern verkörpert dieser Bahnhof Tradition und Moderne in einem.

Srdečné pozdravy

Zamracena

von Zamracena - am 07.08.2013 17:06

Re: Da fällt Svinov überraschend angenehm aus der Reihe

Ja - Svinov hat Stil. Ich bin persönlich sehr gespannt, was in Plzen am Ende steht - da wird im Moment ja gründlichst umgegraben.

von ChristianMUC - am 07.08.2013 17:07

Gammel und Pfusch

Servus,

was anderes wird das wieder nicht. Huihui, leider...

Denn der z.B. bereits vor längerer Zeit renovierte Dachbereich der Kuppel des hl n in Plzen glänzt mit Undichtigkeiten. Ganze Simse sprengte der letzte Winter wieder ab! Und das auf den damals eher mässig bis gar nicht abgekärcherten Dreck aufgebrachte beige ist teils schon wieder Vorkriegsgrau.
Mögen sie es mit viel Elan, und Geld der EU (in oft korrupte Taschen gelenkt) "modernisieren".

Doch wenn ich die Beobachtungen von Anfang Juli 2013 für die Bahnsteige Bohumin und Ostrava-Svinov hernehme, graust mir!!!
Drei ! Zentimeter abgesenktes Betonpflaster an der ersten Stufe zur Unterführung ist noch harmlos. Aufbrechende Armierung in den Betonplatten abermals das nächste. Weiter geht es in den Ecken der großen Säle, weit oben!, mit früheren Wasserschäden. Ganz klar, das dieser mit der Zeit erneut durchs drauf geschmierte Putzgewerk unvermeidlich hindurch kommt.
Risse in Fliesen der Hallen, bröckeliger Estrich darunter, aufblühende Silikonharzfarbe auf Salpeterausblühungen... etc...

Es wird ganz schnell böhmisch und gemütlich werden.

malo

von nix mehr - am 07.08.2013 20:03

Re: Gammel und Pfusch

Ahoj Markus,

ich teile deine Kritik an den unfachmännischen Arbeiten am Bahnhof Plzeň hlavní nádraží. Da wurde in den vergangenen Jahrzehnten immer nur auf den Dreck drauf getüncht. Die laufenden Umbauarbeiten (mit Rolltreppen) gefallen mir ebenfalls nicht, passt doch das neumodische Zeugs nicht zum altehrwürdigen Empfangsgebäude.

Ich lehne jedoch eine pauschale Kritik an allen Sanierungsprojekten in Tschechien ab. Und auf keinen Fall würde ich sagen, dass Pfusch aus Böhmen nun auf Mähren übertragen wird.

Es gibt zwei sehr schöne Beispiele für gelungene Sanierungen: Mariánské Lázně und Jésenik. Letzteres liegt zwar nicht mehr in Mähren, sondern bereits im tschechischen Teil Schlesiens, aber das spielt hier keine Rolle. Bei beiden Bahnhöfen wurde recht gründlich gearbeitet. Da fühlt man sich als Reisender rundum wohl. Ich hoffe, dass sich für den Speisesaal in Mariánské Lázně ein Betreiber findet und man dort bald eine ordentliche Portion svíčková na smetaně verdrücken und dazu ein kühles pivo schlucken kann.

Srdečné pozdravy

Zamracena

von Zamracena - am 14.08.2013 17:21
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