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Forum zu den Eisenbahnen in Tschechien
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vor 4 Jahren, 7 Monaten
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nix mehr, wxdf, PKP-ST44, Niels K., HFR

Ein Wochenende im Elbtal

Startbeitrag von nix mehr am 10.09.2013 20:03

Ein Wochenende im Elbtal

Servusla,

lange war der Brocken „Blick von der Vetruse auf Elbeviadukt mit Kohlenzug“ im Magen gelegen. Zuletzt Mitte September 2012 angegangen, wo es nach einem zweiten Stunden langen ! Ansitzen nicht klappte, sollte ein erneuter Versuch sein. Das Dafür war das angekündigtes Hochdruckwetter. Das Dagegen sprach, das noch nicht mit der Heizperiode 2013/2014 begonnen wurde und damit die Zahl der Bunkerzüge überschaulich sein könnte.
Freund Stefan hatte ebenso Drang. So düsten wir Samstag früh mehr als zeitig daheim am Dörfel Hebanz auf Marktleuthener Flur gen Elbtal los. Karlovy Vary war aufgrund Piste und Vignette in 43 min erreicht. Früher zu Sergej-Zeiten war es gut das doppelte…

So schwebten wir zu Stefans Wunschleistung, dem Fahrradzug nach Tanvald, um 7 Uhr gemütlich in Vsetaty ein.
Im Planbetrieb der 854 dominierte die Museumslackierung. Stellvertretend sei hier der zweiteiler Os 8505 gezeigt. Am nächsten Zug danach wars der andere Museums-Tw mit zwei Hängern.


Zur Planzeit des R1138 mit Brille 008 war man zu fünft am Motive zugange. Zwei Tschechen, und ein bekannter Kollege aus Wien.


Wir trollten uns fix in Richtung Litomerice von dannen, um uns das Wochenende am heimatlichen Gewässer zu verdingen. Die Eger ist hier in der Elbe zum großen Fluss angewachsen. Ob da noch Wassermoleküle vorbei schwimmen, die daheim vor dem Haus vor längerer Zeit vorbei geflossen waren?


Cirkvice Innenbogen. Jener klappte nach 15 Minuten der Warterei. 122 044 zieht ihren leeren Bunker gen Nordwest-Böhmen.


Das Bild Cirkvice lange gerade, mit Zug gen Usti, gelang nicht. Es kam nichts in passender Zeit. Zwei mal Steuerwagenseuche… Muß ich nicht.
Was kam waren zahlreiche AWT-Brillen südwärts…

Und unpassend, woher sollte man es auch wissen, Lokotrans…

Ein Notschuss, mehr wurde nicht. Stand ich doch hier nur zur Betrachtung des Signalbildes für die Nordfahrer.

Umzug nach Libochovany. Wir fuhren! Wir „gingen“ also nicht.

Auch Libochovany machte uns kurz hintereinander mit zwei Zügen seine Aufwartung. Der Haltepunkt bietet aber noch mehr.


Da das Licht schon weit herum war, versuchten wir uns nochmals an der Brücke in Cirkvice. Noch nicht im Kasten hatte ich bis dato Reklame-Lok 163 011. Nun bräuchte es noch die andere Seite dieser Kiste.


Abermals grinste uns eine Brille an.


Alles in allem hatten wir seit früh 13 Brillen!!! von AWT fahrend vor acht Zügen gesehen. Am anderen Elbufer waren es bis abends fünf Unipetrol-Brillen und deren 121.
Frage in die Runde: fährt Unipetrol links, und AWT nur noch rechts? Und was ist dran, das AWT vom 1.September an von CD cargo eine ganzen Haufen Kohlezüge auf der Relation Svetec – Recany gewonnen hat?

Blick in den Bahnhof Usti n L-Strekov. Es blaut…

Autozüge, leer oder voll, sind nach bunten Kistenzügen und Kohlezügen das dritte Hauptgeschäft im Elbtal.

Ab 14.30 Uhr waren wir auf der Ferdinands-Höhe. Allerbestes Spätsommerwetter. Völlig klarer Himmel. Und Zeit bis mindestens 17.30 Uhr. Da sollte doch im dritten Anlauf ein Bildchen mit einem Leerbunker über die Elbe klappen. Es kam viel. Zumeist aber links durch den Hauptbahnhof.
Z.B. das grüngelbe 122-Tier. Ist sie die letzte in dieser Lackierung?


Es kamen EC, R, Os, Brillen, Container usw… Aber Kohle? Ein AWT-Brillendoppel gelang auf der Brücke vorzüglich. Dahinter ein Gemischter. Aber Kohle? Der Nachmittag verging. Viel Zeit, um all die Besucher aus aller Herren Länder zu betrachten. Wenigstens war man gut braun geworden von der Spätsommersonne bei der Warterei. Um 17.30 Uhr noch immer kein Bunker. Ein Anruf im Hotel mußte getätigt werden, da über booking.com reserviert, das wir später kommen.
Draufgabe von 30 Minuten. Um 18 Uhr wollten wir pünktlich von da oben weg nach Usti n L-Brna.

Naja, um 17.56 Uhr kam dann endlich gnädig eine Leerkohle daher geschlichen.

Schlumpfine 123 001 rollte rüber nach Usti n L-zapad. Soll man böse sein, weil nix in grün davor hing? Das Bild ist im Kasten und kann sicher noch einige Zeit wiederholt werden.

Unsere Bleibe: [www.pension-srdicko-usti-nad-labem.rs-hotel.net]
Da wird’s wieder welche geben, die meinen, 38 Euro sind teuer. Aber! Wir arbeiten und können und wollten es uns leisten. Dann waren hier schon Karel May und Vaclav Klaus zu Gast. Und nun wir! :cheers: Und was sind 38 Euro bei einer qualitativen Übernachtung?
UND es sollte mal direkt an der Bahn genächtigt werden. Damit man mal weiß, was so los ist. Und wie Bahnlärm ist ;-)
Die Nacht war als schliefe man an einem Förderband… Fast pausenlos rumpelte irgendwo in eine Richtung ein Zug. Hüben oder drüben, nordwärts, südwärts. Der Schlaf wurde oft unterbrochen. Mal rumpelte ein ordentlicher Flachsteller vorbei. Mal orgelten und jaulten nur so die Tatzlagermotoren der Gleichstromer. Selten waren moderne DB-Flüsterwaggons unterwegs. Welch Unterschied.
Verständlich wenn heute manch Anwohner Lärmschutzwände fordern. Nur wer war ZUERST da?
Konsumieren will jeder. Verreisen auch. Und der eine hat Ruhe hinter seiner Betonwand, während andere von da an im Gefängniß wohnen, bzw. durch Lärmreflexion mehr vom Schauspiel haben.
So waren meine Gedanken in der Nacht. Schlag halb fünf verstummte die Kaskade der Güterzüge. Nur vereinzelt kam noch etwas bis zum Frühstück um acht Uhr daher.

Leider war entgegen der zur Wochenmitte laut posaunter Wettervorhersage der Himmel am Sonntag morgen grau angeschmiert. Aber so war ja die Vorhersage vom Samstag für den Sonntag. Nun war Zeit fürs Frühstück. Genug Zeit. Wir mampften nur so. Gäste aus UER hielten uns wohl ob nicht verständlicher Sprache an unserem Tische für Tschechen oder sonstige Ausländer. Altbairisch mit fränkischen Einschlag hat eben doch was mit böhmisch zu tun ;-)
"Grou doun mou mer, glaa doun koamer ollawaal nou!"
Fünf Gäste waren insgesamt in der Pension.

Ein Kontrollbesuch in Strekov brachte ein wartendes Brillenpaar von AWT. Da bis Velke Brezno eingleisiger Betrieb war, konnten wir in Ruhe zur Motivbeschau aus der Stadt hinaus fahren, solange bis uns was entgegen kommen würde. Wir wurden kurz hinter Usti bereits fündig. Ein leichter Schleierschaden am Bild.


Als nächstes war zapad dran wegen des Verdachtes auf die Werbe-163 vom Vortag. Doch zuerst war die inKarta auf Film und Chip.

Dann wurde CDmuzeum bereit gestellt.


Da eben das grau am Himmel dominierte setzten wir Decin und seine fünf Bahnhöfe als Ziel auf.
Vychod brachte uns zwei Porträts solo da stehender Henker-180er. Die eine trollte sich Lz vom Decin vychod horni nadrazi, wo gleich eine grün-graue VogtlandBahn daher eierte. Eine weitere 180 stand in der oberen Harfe des Decin vychod dolni nadrazi. Wieder einmal stand man vor dem imposanten weitgehend leer stehenden Gebäude des „unteren“ Bahnhofes. 372 006 lungerte mit einem vollen Autozug herum und wollte nach Bad Schandau.
Als nächstes beäugten wir, nun unter mittlerweile fast blauen Himmel und ca. 28Grad, den Bahnhof Decin hl n zapad. BF-Logistik hatte zwei neulackierte 741 hinterstellt. Dazu seinen Cmelak 770 536. Und 742 506. An der Drehscheibe sonnten sich beide 754er. Im Decin nakladni nadrazi waren Knödels in mehreren Lackvarianten versammelt, und eine DB-189 weilte zur Sonntagsruhe. Zu guter letzt trieben wir uns noch am hl n umher. 720 509 war mit Schotterarbeiten beschäftigt.

Ob das Licht noch für ein Streckenbild halten sollte? Bei der Fahrt gen Usti wurde es leider am Himmel mit Schäfchenwolken dicht. Ein untrügliches Zeichen für einen Witterungsumschwung in wenigen Stunden. So verwarfen wir ein zweites Ansitzen auf der Vetruse. Dafür nochmals Strekov, wo nix los war. Bis nach Litomerice kamen uns passend in der Zeit zwei leere Bunkerzüge entgegen. Noch Fragen? Man hätte ja beide mit grüner Ellok bespannte Leistungen vom Bergrestaurant herunter machen können…
In Leitmeritz setzen wir über Elbe und Eger aufs andre Ufer über. Klar das wir unserer Eger winkten. Würde sie uns doch Stunden später wieder haben. Nur einiges an Kilometern flußaufwärts ;-)
Wir besuchten noch Lovosice, bei fast schon unangenehmer Schwüle. Kralupy nad Vltavou war bereits dicht bewölkt. Fünf Brillen gab es hier. 2x 755, 3x CD cargo.

Dann war Kladno doubi dran. Am inzwischen renovierten Gebäude ! stand auch noch eine cargo-Brille. Und droben am AWT-Stützpunkt waren es einige Transistoren und zwei gelbe Brillen.

Irgendwie erinnert Kladno doubi nur all zu sehr an Oberschlesien…

Abschluß war in Kladno, wo Regio-Brille 750 708 das letzte Foto des Ausfluges bildete. Den ersten Regen trafen wir auf Höhe Andjelska hora, also kurz vor Karlovy Vary. Um 21 Uhr war die Fahrt beendet.

Unser Fazit: auch nach fünf Fahrten mit insgesamt nun sieben Tagen im Elbtal ist motivlich noch lange nicht die Luft raus. Hoffentlich kommt noch ein bunter sonniger Herbst. Es giert weiter!


malo

Antworten:

? zu Brückenbild Ustí

Hallo Markus,

ein Wochenende, später Nachmittag... hast du auf der Elbbrücke zufällig auch den Ausflugsdesiro nach Dresden erwischt? Der müsste da ja auch in dieser Zeitlage da rüberkommen, und es würde mich der Lichtstand interessieren. Auf Suncalc sieht man ja keinen Schattenwurf der Berge.

Bitte jetzt keine Diskussion über böse Neubautriebwagen. Ich finde dieses Thema "deutsche Fahrzeuge in Nachbarländern" eben interessant.

Dank & Gruß nach Nordbayern

Heiko

von HFR - am 11.09.2013 12:26

Re: ? zu Brückenbild Ustí

Zitat
HFR
.. hast du auf der Elbbrücke zufällig auch den Ausflugsdesiro nach Dresden erwischt? Der müsste da ja auch in dieser Zeitlage da rüberkommen, und es würde mich der Lichtstand interessieren. Auf Suncalc sieht man ja keinen Schattenwurf der Berge.


Hallo Heiko, schaust Du Dir malos Wunschbild von der "gnädigen Leerkohle" um 17:56 auf dem Viadukt an kannst Du sehr gut sehen, daß um ca. 16:40 noch für einige Zeit ein Foto möglich sein sollte.

Oder Du hast solch "Wetterglück" wie ich am 1.9.2012. Da gab es keinen Schattenwurf der Větruše...



von Niels K. - am 11.09.2013 14:13

Der fuhr

Heiko,

das regiofarbene Ofenrohr fuhr. Früh sahen wir es in Velke Zernoskey, nachmittags von der Vetruse.
Evtl. hat es Stefan abgelichtet. Ich nehme das nicht mit ;-)

Lichtstand: der Schatten des Vetruse-Turmes dürfte in ca. zwei bis drei Wochen anfangen, ab 14.30 Uhr Sommerzeit ins Viadukt zu wachsen.

malo

von nix mehr - am 11.09.2013 15:03
Hallo Markus,

danke für den reichhaltigen Bericht aus dem Elbtal.
Schön das Ihr so viele AWT-Brillen erwischt habt.
Sehr schön auch das Motiv in Usti n L. von der Ferdinands-Höhe.

Viele Grüße Ronny

von PKP-ST44 - am 12.09.2013 12:54

AWT: da hammers ja!

Mit Dank an Honza.

Od pondělí 2.9.2013 začne společnost AWT vozit uhlí z Třebušic do Chvaletic místo společnosti ČD Cargo, které dopravu zajišťovalo doposud.

Každý den by mělo být přepraveno 7 nákladních vlaků denně (každý po 30ti vozech).

Tímto přeji společnosti AWT, aby to vydrželo co nejdéle !!!

Musil Vladimír, administrátor stránek www.foto-awt.cz

Pro více informací doporučuji navštívit článek z webu IDNES který naleznete


AUS:
[www.foto-awt.cz]




Gruß,
malo

von nix mehr - am 12.09.2013 17:09

Laut dem erwähnten Artikel ...

[ekonomika.idnes.cz] ... entgeht JFHF nun auch eine Fotomöglichkeit:
ČD Cargo verlor auch den Transport von Škodas, die AWT über den Übergang Lichkov transportiert.

von wxdf - am 12.09.2013 18:38
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