Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Forum zu den Eisenbahnen in Tschechien
Beiträge im Thema:
2
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Niels K., AAW

Fahrt nach Prag vor Ostern (und Blick über den Tellerrand) m.B.

Startbeitrag von AAW am 19.04.2015 13:05

Hallo zusammen,

vor Ostern besuchte mal wieder Prag & Umgebung, v.a. die mit der U-Bahnverlängerung nach Motol entfallende Straßenbahnlinie 2 wollte dokumentiert werden. Genächtigt wurde oberhalb des Nádraží Podbaba: [www.patanka.cz] (430/480 Kc für das Einzelzimmer in der günstigen Kategorie)

Da ich keine weiteren Notizen unterwegs gemacht habe, erzähle ich nur in Stichpunkten von der Anreise (was ich während der Fahrt schon abgetippt hatte):

- Umleitung von Berlin über Leipzig (Güterring) nach DD mit merkwürdigen Zugfolgeentscheidungen,
(z.B statt schneller Überholung in Mesta Nielsa (oder doch Mesto Nielsa?) kommen wir am dortigen Esig abrupt zum stehen und bummeln dem "Saxonia" bis Riesa hinterher, dort Überholung über Gleis 1)
- Lokwechsel in DD (dauerte 12') ging auch schon schneller, dadurch durften wir ab Pirna bis Schöna der S-Bahn hinterherbummeln
- zur "Kaschierung" der Bummelei fuhren wir in Schandau Ost mal eben im "Gegengleis" durch den Bf (müssen etwa täglich alle Fahrstraßen einmal benutzt werden?), um in der Ausfahrt wieder ins Regelgleis zurück zu wechseln
- irgendwie kam mir der Abschnitt hinter Roudnice langsam(er) befahren vor, vlt. war auch ein Gz vor uns ...
- in Kralupy war einer der nächtigenden altbewährten Pantografen die Garnitur 451 001+002,
- 20' weniger Verspätung wären möglich gewesen, aber mit 35' verpaßte ich meine Schnellverbindung nach Podbaba (per Esko ab zast. Holesovice). Aber was soll ich mich beklagen, wäre der Gegenzug (um 3 ab DD) nicht rechtzeitig nicht weiter gekommen, hätte ich wohl auch auf der Dresdner Bahn festgehangen. Der kam lt. [www.zugfinder.de] mit +300 nach Berlin.
- mit den DPP dauert's dann so 30' (mit ohne Wartezeit: zur Metro runter, für kurzen Umsteigeweg an der Vltavska vorgelaufen, direkt eingestiegen, an der "Moldau-Station" hoch, direkt Einstieg in nicht übervollen Solotatra der Li. 1 und Umstieg nach 2' über der häßlichen (vom betonierten Umfeld her) "Burgstädter" U-Bahnstation in eine kuschlig gefüllte Solo-5 zur Endstation).
- der 1. Fototag sollte an eben dieser tramvajová zastavka beginnen (mit einer auf li. 2 übergehende "Wanne", welche als 5 aus Strasnice über Podbaba ausrückt)

Etwas digitales Nebenher (daher ist die Qualität nicht die Forenübliche):

Eine 1 mit Wagen 7122 an der Spitze gewinnt das Wettrennen gegen den Karosa (auch wenn der noch nicht vor der Metrostation Petřiny halten muß). Die Bushaltestelle ist aber schon eingerichtet, wie man sieht. Auch waren schon die neuen Fahr- und Netzpläne ausgehängt, so daß man nicht mehr sehen konnte, wann denn die Busse am aktuellen Tag (6 Tage vor Netzumstellung!) überhaupt fahren. Es gab nämlich umfangreiche Linienänderungen im Zuge der Metroverlängerung.


Irgendwie kam ich dann doch zum letzten übrig gebliebenen Gebäude der Waltrovka (vormalige Walter Motorenwerke). Der Weg vom Bf Jinonice (Luftlinie 500 m) dauerte aber schnellen Schrittes über eine viertel Stunde (ca. 2 km), so daß ich den Hochflurbus knapp verpaßte. Wäre ich mal unterirdisch gefahren ...

Und weil wir gerade beim Thema Bus sind:

Die eigentümlichste Endstelle in Prag ist am Krankenhaus unterm Petrin direkt am Hang des Burgberges.

Die Linie von Florenc quer durch die Altstadt her war die Qual: ständiges Warten hinter Lieferwagen und Schiefparkern. Der Midibus war einfach zu breit. Auch in der bekannten Tordurchfahrt auf der Kleinseite brauchte es Geschick vom Buslenker. Ich glaube nach einem Dienst auf dieser Linie war man 1 Jahr gealtert. ;) Der Blick unter den Bus vor der Bergfahrt im Botschaftsviertel durch die städt. Polizei durfte natürlich nicht fehlen.

Wohl auch deswegen hat man die Linie jetzt wieder geteilt und die einzige Direktverbindung aus der inneren Altstädter Seite in die innere Kleinstädter Seite abgeschafft. Auf Altstädter Seite fahren jetzt so komische Busse, wie die, welche man in Ostdeutschland vor 20 Jahren hier und da als Citybus einführte (und meist irgendwann wieder einstellte) ...

2 Busbilder im Jahr reichen. Zurück zu vernünftigen Transportmitteln ...

Zum 1. April war die Wintersaison für die DPP wohl beendet:

Der Schneepflugwagen 8300 war in einen Zug der Linie 18 eingereiht. Na zum Glück blieb der Schnee bei dem vorherrschenden Aprilwettergemenge nicht liegen ... ;)


Abends dann wo? Die Zielanzeige wollte das Einrücken nicht so recht anzeigen ... :con:

Zwei Tage später dann die letzten beiden Zweier bei der Einfahrt in Petriny:


Die Wanne rückte wegen Ferienfahrplan nicht über Podbaba (weiter als 5) sondern direkt auf die
andere Moldauseite ein. Ich fuhr mit dem T3SUCS nach Vokovice mit, ...


... wo der Wagen das Kapitel der "Dvojka" beschließt.


Es grüßt
André

Antworten:

Hallo André, besten Dank für Deinen umfangreichen und schön bebilderten Beitrag. Er macht Vorfreude auf einen baldigen Wiederholungsbesuch. Verschiedene "Baustellen" sind für mich noch offen...

Zitat
AAW
Genächtigt wurde oberhalb des Nádraží Podbaba: [www.patanka.cz] (430/480 Kc für das Einzelzimmer in der günstigen Kategorie)


Dieses Quartier hatte ich auch schon mal in meiner Liste der Möglichkeiten. Es machte aber damals vor Ort einen ziemlich geschlossenen Eindruck. Vielleicht war ich aber auch nur zur falschen Zeit dort.
Der Preis klingt erst einmal verlockend, angesichts des dann aber sicherlich nicht privaten Bades relativiert er sich angesichts der Lage weit außerhalb des Zentrums. Und die Zimmer mit privatem Bad kosten dann gleich fast das Doppelte (720/840).
Wenn es in Prag sehr zentrumsnah, preiswert und mit einem kleinem Hauch altertümlichen Hotels sein soll könnte ich dieses hier empfehlen:
[www.pivovarvictor.cz]
Die eigene Brauerei im Hause ist nicht zu verachten, leckeres Essen gab es dort auch. :cheers:


Zitat
AAW
Umleitung von Berlin über Leipzig (Güterring) nach DD mit merkwürdigen Zugfolgeentscheidungen,


Auch auf die Gefahr hin jetzt als unverbesserlicher Verteidiger meines Berufsstandes zu gelten: Ich kann mich an keine Zugfolgeentscheidung erinnern, die nicht irgend Jemandem weh tat. Mal ist es der Reisende, mal ist es der Lokführer mit verpaßtem Feierabend, mal ist es die Kiste im Güterwagen die zu spät den Empfänger erreicht. Lediglich die Ausdrucksmöglichkeiten der Kritik an diesen Entscheidungen sind unterschiedlich. So unterschiedlich wie auch die Gründe für diese Entscheidungen sind. Und meist ist es auch nicht nur der eine Grund der dann in die Statistik bzw. die Ansage durchs Zugpersonal findet. Und dann gibt es ja auch noch die durchaus vorkommenden Fehler in solch Entscheidungssituationen. Die natürlich nur Jemand macht, der auch etwas entscheidet.

Zu Deiner grammatikalischen Frage kann ich nichts beitragen. Aber ich habe verstanden was Du sagen willst. ;)
Gerade diese grammatikalischen Spitzfindigkeiten waren es, die mich meinen begonnen VHS-Tschechisch-Kurs ziemlich schnell abbrechen ließen.

von Niels K. - am 19.04.2015 18:07
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.