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Forum zu den Eisenbahnen in Tschechien
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vor 2 Jahren, 3 Monaten
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awp, extirschenreuther, 217 055, Blackender, Schwandorfer, wxdf, AAW, Joachim Piephans, Harald, MichaelM, nix mehr

Ein historischer Moment

Startbeitrag von awp am 08.11.2015 14:06

Nach einigen Tagen Recherche im ostrau-karwiner Revier und dem Einstieg in den Staatsbahnabschied im Böhmerwald befand sich nach Rückkunft unter den fast 200 eingegangen Nachrichten (oft Werbe-/Spammüll) aber auch eine Info von MichaH über eine geplante Meßfahrt am gestrigen Sonnabend auf der revitalisierten Strecke Neuplößberg - Grenze. Vielen Dank, denn damit schließt sich das Bautagebuch langsam und die Gestaltungsarbeiten des Bandes 9 können beginnen. Immerhin wurde 150 Jahre nach der Ersteröffnung dieser Abschnitt de facto neu gebaut und wird somit einiges an Platz bekommen ...



Die Traktion sollte entweder durch die Reihen 218 oder 232 erledigt werden. Doch das war mir angesichts des, wie sich nur wenig später zeigenden, historischen Ereignisses eigentlich schnuppe. Das Wetter zeigte sich allerdings erneut genauso greulich wie in den beiden Bauwochen mit Schotter- und Schienenzügen, Kontinuität also. Der erste Fotopunkt war an der Einfahrt in das Baugleis hinter dem Bf. Rehau vorgesehen. Das Formsignal ist dort bereits verschwunden und durch Lichtsignal an etwas geändertem Standort ersetzt worden. Wenn Wolfgang aus dem oberen Vogtland ab Dezember das erste Mal über Rehau hinaus fährt (sofern wieder genügend Triebwagen zur Verfügung stehen), dürfte ihm auch das Fehlen der Telegrafenleitung auffallen. ;)




Dann mußte die ganze Apparatur entfernt (und hinter dem Zug wieder aufgebaut) werden. Die noch nicht fertige Schrankenanlage wurde durch Postensicherung übernommen.




An Streckenaufnahmen war mir, auch wegen des unleidlichen Wetters, nicht in erster Linie gelegen, sondern es sollten die markanten Veränderungen ins Bild. Dazu gehört die Anlage "Neuplößberg". Von mir so benannt, weil der nicht mal für zwei Desiro auslangende Bahnsteig mit dem alten Bahnhof nichts mehr gemein hat. Spätere Generationen von Bahnfreunden, soweit es noch welche geben wird, dürften sich über die abseitige Lage des früheren Stationsgebäudes wundern ... Die Fahrt des Meßzuges fand natürlich großes Interesse unter den meist regionalen Bahnfreunden wie auch Anwohnern. Gruß an alle getroffenen Kollegen!




Genau dieses Motiv war in meinem Kopf: die 318 nähert sich mit dem Meßwagen der Staatsgrenze. Die Altschienen müssen noch von der jenenser Baufirma eingesammelt werden ...




Historischer Händedruck: vom Bf. Asch war die tscheschiche Delegation (Dolmetscherin mit mobilní telefon, Lotse, SZCD) zu Fuß gekommen. Herzliche Begrüßung der deutschen Eisenbahner im Egerer Stadtwald.




Noch einiges an Palaver und Abstimmungen. Dann klettern alle auf die 318 oder in den Wagen. Frau Dolmetscherin fuhr auf der Lok mit.




20 Jahre nach Einstellung des Güterverkehrs, 70 Jahre nach Ende der Personenbeförderung, überschritt die 318 als erste Lok die Staatsgrenze. Reisende aus Rehau, Schönwald oder Selb müssen für eine Fahrt südwärts nun nicht mehr erst nach Hof fahren, um dort umzusteigen. Sie können nun direkt über Eger nach Markt Redwitz gelangen und von dort weiter. Das wird sicherlich einiger Gewöhnung bedürfen. 70 Jahre sind ein Lebensalter.




Eine Ludmilla in Asch. Es hatte sich schon zuvor herumgesprochen, daß die Meßfahrt bis Asch gehen sollte. Ob man zurückschieben oder umsetzten würde, diese Frage beantwortete das typische Klirren der Kuppelkette. Inzwischen war ein Hai aus Eger eingetroffen, dem erstaunlich viele Fahrgäste entstiegen. Das wünscht man sich auch für die neue Verbindung!




Auf der Rückfahrt wollte ich eigentlich zur neuen Brücke. Doch eine Gashavarerie fast unmittelbar an der Straßen-GÜST vereitelte dies. Der Zug wurde deshalb erst wieder in Neuplößberg angetroffen. Sicher sehr gut gedacht ist ein größerer Parkplatz für den Umstieg in die Bahn. Aber ein dermaßen verzaunter Zugang erinnert mich doch an unrühmliche Beispiele aus der dojczen Geschichte ... Palast der Tränen, Berlin-Friedrichstraße ...




Die Stadtweiche. Die Meßfahrt ging ebenfalls zum Stadtbahnhof und in Erinnerung einer jüngsten Diskussion hier im Forum bin ich an diesen Punkt, um den ausgeführten Zustand zu zeigen. Links kommt das ascher Gleis, vorn die Weiche des Bahnsteiges. Das Gelände zwischen der Anlage "Neuplößberg" und dem ehemaligen Hausbahnsteig wurde aufgefüllt. Damit könnte sich dort wohl alsbald die Vegetation ausbreiten.

Ohne längeren Halt eilte der Zug gen Rehau/Hof davon, so daß die gedachte Ausfahrt nicht mehr gelang. Mir reichte indes das Erlebte, auch reiste inzwischen aus dem Süden zudem lieber Besuch heran. Via Malonice ging es deshalb geschwind heim ...


Es war sehr schön!
Es hat mich sehr gefreut!

Antworten:

Hallo,

schöne Doku über den "historischen Moment". Die ehem. letzte reichsbahnfarbene 232 690 hatte als MEG 318 auch bewegte Tage in Nordbayern, am Samstag als erster Zug nach Asch, tags zuvor (nicht ganz so erfreulich) mit Gerätewagen nach Freihungsand zum BÜ-Unfall...

Gruß,
Harald

von Harald - am 08.11.2015 20:35
Servus !

Nu , der gelbe Audi auf dem ersten Bild kommt mir bekannt vor..............:D
Wenn ich mal Zeit habe, werde ich evtl. ein paar ergänzende Bilder mit anhängen ( ein paar sind ja schon im NOBF gelandet ) !
Hat mich gefreut, Dich jetzt auch einmal persönlich kennen lernen zu dürfen !

Gruß ! :cool:

von Blackender - am 08.11.2015 21:26

herzlich gern

weitere Aufnahmen. Von der Grenze kam ich ja nicht mehr rechtzeitig, um zB die Einfahrt in Asch festzuhalten. In der Summe macht das dann das Ganze vollständig. Die Auswahl aus dem Baugeschehen ab Jänner des Jahres wird aber eine Herausforderung.

Dein Wagen stand ja an der Ampel, ist also Objekt der Zeitgeschichte ... ;) Selbst Fotografen dezent im Bild stören mich nicht. Nur in Asch konnte ich die Ausfahrt wegen eines Bildhineinspringers nicht aufnehmen. Doch dafür standest du ja passend ... :spos:

LG

von awp - am 09.11.2015 07:32

Der historische Händedruck

unter der werktätigen Bevölkerung wurde gut dokumentiert ...;)

MM

von MichaelM - am 09.11.2015 12:24

Re: Der historische Händedruck

Coole Aktion, das mit dem Haendedruck und ueberhaupt. Gibt es jetzt eigentlich moegliche Trassen für einen Güterverkehr über die neue Strecke?

von extirschenreuther - am 09.11.2015 14:31

Re: Der historische Händedruck

Zitat
extirschenreuther
Coole Aktion, das mit dem Haendedruck und ueberhaupt. Gibt es jetzt eigentlich moegliche Trassen für einen Güterverkehr über die neue Strecke?


Wenn Du eine Trasse bestellst ;)

Da die Taktkreuzungen der Durchläufer in Haslau stattfinden, kannst Du mit Güterzügen in Asch kreuzen. In der Zeit, in der die eine agilis in Selb Stadt steckt und die andere im Abschnitt Oberkotzau - Hof - retour, müßtest Du mit dem Gz den Abschnitt Plößberg - Oberkotzau befahren. Rehau fällt als Kreuzungsbahnhof der Gz aus wegen der stündlichen Taktkreuzung der agilis. So müßte es tagsüber aber gehen. Die Probe aufs Exempel wäre der Schrott. Ob die aber eine Trasse bestellt bzw. angefragt haben? Entweder Du machst Dich kundig, oder wir warten es ab.

Gruß,
Joachim

von Joachim Piephans - am 09.11.2015 15:46

Re: Der historische Händedruck

Hab leider nicht soviel Güter, dass sich die Bestellung einer Trasse rentiert :) . Dann wart ich also. Als es noch Güterverkehr auf der Strecke gab hab ich manchmal noch einen Güterzug live erlebt, vielleicht seh ich ja mal wieder einen.

von extirschenreuther - am 09.11.2015 18:56

Re: Ein historischer Moment , mehr Bilder Teil 1

Servusla !

Die Frage war........kann man es Euch zumuten fast dreissig Bilder von dem ein und selben Zug zu zeigen ?
Hoffe mal es wird nicht langweilig.............:rolleyes:

Am Freitag kam bereits die Meldung : Messzug mit MEG 218, roter Steuerwagen , gelber Wagen nach Hof ! Lok schiebt !
Bei dem Mistwetter früh aufstehen und nen Steuerwagen voraus fotografieren.........puh ! Gut das ich mich dann doch
aufraffen konnte !
Die Überraschung folgte in Rehau...........



Fotokollege Stefan Winkler bereits vor Ort : " War ein bisschen früher dran als geplant " ! Glück gehabt , war gerade noch
rechtzeitig dort.........



Die 218 wollten die Tschechen nicht , war die Aussage . Die 232 hatte am Tag zuvor noch die unrühmliche Aufgabe den
Hilfszug nach Freihung zu fahren ( Denke sie hat auch den 612 abgeschleppt )........

Das Wetter wirklich zum k..........



Immer wieder schön , der Bü in Eulenhammer



Weiter ging es über Grünhaid.......



.......an der " Schönwald " Porzellanfabrik ( BHS Tabletop ) vorbei......



.....nach Selb - Plößberg ! Mein persönliches Bild des Tages ! Im Hintergrund das Porzellanikon , dort mein Arbeitsplatz !



Ein Nachschuss auf den Bahnhof Plößberg



Bei Wildenau an der neuen Brücke ging es weiter.......



.......richtung Aš ! Das Motiv am ehem. Schrankenwärterhaus war für die Rückfahrt geplant ( wegen der Straßensperrung wurde
nichts draus ) !



Ganz alleine stand ich dort, als der erste Zug nach fast zwanzig Jahren den Bahnhof erreichte..........



Was werden sie denn machen , war die Frage ! Es war nicht klar ob zurück nach Plößberg geschoben wird......



Weiter gehts dann im Teil 2 ! :cool:

von Blackender - am 09.11.2015 19:12

Re: Ein historischer Moment , mehr Bilder Teil 2

.......so , da bin ich wieder ! :D

Spätestens hier war die Frage geklärt !



Eine Ludmilla am Stellwerk Aš........ob sowas noch einmal vorkommt ?



Los gehts wieder nach " drüben "......! Eine kleine Anekdote am Rande ! Stefan hat mir später erzählt : " Da hab ich einen von
den Dachdeckern die dort auf dem Bahnhof am werkeln warn gfragt........kann ich do mal mit nauf ? Bissl hin und her.......dann
bin ich durchs Treppenhaus mit nauf , durch so ne Dachluke.......und hob a paar Bilder von oben gmacht " ! Ich konnte mir ein
lachen nicht verkneifen , manchmal musst einfach rotzfrech sein.........:p





Hatte ich schon erwähnt das die Straße nach Selb zwischenzeitlich gesperrt war ? GRRRRR ! Der Umweg ging über Hranice
( Roßbach ) , Prex , Rehau..........! Gerald Hoch zwischenzeitlich als Nachzügler vor Ort , Informationen waren wichtig !
Ich gerade wieder in Schönwald , Anruf von Gerald : " Zug raus nach Selb Stadt " ! Verkehrschaos in Selb , es staut sich
wegen der Straßensperre ! Gerade so noch den Zug kurz vor Selb - Nord erwischt !



Und Selb - Stadt.......



Nicht besonders schön aber selten , der HP Erkersreuth ( ein Wunschbild )



Die Einfahrt Plößberg



Man hat sich nicht lange aufgehalten......



Weiter ging es über Grünhaid



Der Einschnitt zwischenzeitlich auch Baumfrei !



Kurz vor Rehau ( Die Telegrafenmasten zwischenzeitlich auch Geschichte )



Motto des Tages : " Das Beste draus machen ! "



Kurz darauf hält der Zug am Fußgängerüberweg ! Schaut einer aus dem Fenster der Lok und fragt : " Passt des so....? "
Stefan neben mir und ich........Daumen nach oben :spos: ! :D



Ist noch jemand wach ? Gleich ist es geschafft ! Es war nur ein sehr kurzer Aufenthalt in Rehau , gut das ich gleich weiter
bin und mir das Bild im Bahnhof gespart hatte ! Ich wollte das Spiegelei.........



Und dann war er weg.............

So , nun habt Ihr es überstanden !

Gruß und einen schönen Abend noch ! :cool:

von Blackender - am 09.11.2015 19:55

Wenn ich es bedenke,...

Servus,

Achim trotz des Wetters bestens eingefangen!

Wenn ich es bedenke, das ich davon auch wusste, und sogar Zeit gehabt hätte,...
Was verpasst? Nein. Mich kümmerts nicht mehr.

An jenem Tage fuhr ich wie gewohnt mit Kollegen W.Mahler, wie seit 1995 gute 10x! pro Jahr, mit dem Schnellzug 4.32 ab Cheb gen Prag zur burza.
B, Abteilwagen, Abteil fünf oder sechs. Beide langgemacht auf der Sitzbank und unbekümmert geschlafen bis hinter Beroun.
Wie lange wird das noch möglich sein?
Großraumwagen umzingeln den B, doch diesen Samstag gar drei B im Zugverband, einer sogar innen drin noch völlig unverfälscht.
Vom R zum Rx!
Fernverkehrs-Panther nähern sich! Wohl zuerst für "hinten" rum, Chomutov - Teplice - Usti...
Und via Plsen? Private Konkurrenz oder auch ein Panther? Das wars dann mit REISEN! Hernach ist es ehern Qual und bloßer Transport.
Die Sucht nach Konsequenz im Hobby. Das letzte bisschen Beständigkeit halten.
So wie die 161, Zlutice und kufr, oder Gleichstrom im Elbtal.

Klar lass ich Werbeloks in Form der Messerschmitt-380 an mich ran, oder Najbrt-Varianten an den 242. 814er genauso wie 471.
Und schießt mich tot, sofern je verkehrsrote DB-regio-"380" zwischen Nürnberg und München hin und her rasen werden, auch da werde ich auftreten, bis die Kisten auf Diafilm bei 100% Wetter porträtiert und ein paar gute Streckenaufnahmen im Kasten sind. Man muß seine tschechischen Kollegen damit beliefern. ;-)
Aber das Ende auch hier in diesem Hobbybereich ist fürs Archiv langsam sichtbar.

Ich weiß, es ist für viele geradezu unverständlich, warum ich da zum ersten Zug nicht aufgetaucht bin.
Und unter Garantie bin ich nicht zur Eröffnung Plößberg - Asch vor Ort.
Irgendwann später, werd ich der warmen Luft innen in einem Triebwagen als Fahrgast beiwohnen per EgroNet-"ticket".



Dann wird das abgeschlossen was mit eben jenem Bild der vierteiligen 810/010-Garnitur am 1.Juni 1990 angefangen wurde.
Und wo auch ich mit einigen anderen Hofern, so auch Gerhard Puchta vom MEC Hof´, "nüber" nach Asch gefahren bin in einem völlig überfüllten Zug. Was war das damals für ein Gefühl!

Ich setz mich daheim in Marktleuthen in eine agilis nach Oberkotzau, und hoffentlich kommt dann auch einer daher! Nicht das da diese Stangen am Drehgestell noch nicht gewechselt wurden...
Umstieg in "Oberspeiwiesn", nach Plößberg rauf, rüber nach Asch. Dann runter ins Becken auf Frantizkovy Lazne, Cheb, Marktredwitz und zurück auf Marktleuthen.
Oder anders in diesem Kreis herum gefahren. Und ganz sicher ist irgendwo ein Aufenthalt dabei. As-mesto, As, Hazlov, Frantizkovy Lazne, Cheb...
Was böhmisches essen und zwei, drei Pils. Zeit zum nachdenken über vergangenes, erreichtes im Hobby!
Wer will, kann mitkommen.

Und dann, Bumm, Buch zu!
Wieder eines.

Und da wars gut, das Du auch vor Ort warst und die Information und die Bilder gekonnt umsetzen konntest und wolltest.
Stefan Winkler dabei, genial! Uwe K. wird wohl keine Zeit gefunden haben oder nichts gewusst? :-( . Gerald hat es noch rechtzeitig geschafft.
Wer war von den MEC´lern aus Selb dabei? Die Münchberger?

malo

von nix mehr - am 09.11.2015 20:56

Re: Güterzüge ggf.?

Hallo,

nach den scheinbar auswertbaren Zeitfenstern zu urteilen, sieht es für vorstellbaren Güterverkehr tagsüber schlecht aus, möchte ich meinen.
Es gibt im Taktgefüge nur eine denkbare Trasse und diese ist schon ziemlich prekär im Falle jedweder Verspätung.

Als Eckdaten sei genannt. Durchfahrt Oberkotzau (10):13, Kreuzung in Rehau (10):26 bis (10):31 mit OPB, Durchfahrt Selb-Plößberg bis spätestens (10):44 - (und eine Ankunft in Asch bis (11):00 Uhr sollte ja kein Problem sein). Für die andere Richtung habe ich jedenfalls keine Trasse außerhalb der Nachtstunden gefunden. Das Problem liegt sicher in der für schwere Lasten nicht erzielbaren Fahrzeit von nur 13 min von Rehau bis Selb-Plößberg bei rund 100 Höhenmetern Steigung. Das ist vielleicht mit 6 Wagen machbar, aber nicht mit 20. Nächstes Problem sind die für richtigen Güterverkehr zu kurzen Kreuzungsgleise, so daß eine Kreuzung max. in Rehau möglich ist. Alle anderen Bahnhöfe müssen so durchfahren werden, daß erst der Güterzug in Selb-Plößberg durch ist, bevor die agilis aus Selb Stadt Einfahrt bekommt. Genauso ist es ja in Oberkotzau. Der eingleisige Abschnitt wird erst frei, wenn die Züge Oberkotzau in Richtung Hof verlassen haben.

Beobachtungen der überregionalen Güterverkehrs-EVU lassen den (nachvollziehbaren) Schluß zu, daß Strecken mit solch limitierten Zeitfenstern bei Vorhandensein von Alternativstrecken gemieden werden. Da reichen Verspätungen kleinster Höhe aus, um 2 Stunden irgendwo geparkt zu werden - und nach zwei Stunden gibt es irgendein Problem, aufgrund dessen ein Reisezug wenige Minuten später ist, und der Güterzug steht die nächsten zwei Stunden. So etwas schafft nur Probleme mit jeder Art von Disposition, ob nun Termin, Lokumlauf usw. oder eben Arbeitszeit des Personals. Das tut man sich nur an, wenn man muß.


Gruß
217 055

von 217 055 - am 09.11.2015 22:44

Re: Güterzüge ggf.?

Dabei ist dies bis heute die größte Angst besorgter Bürger*innen, daß ununterbrochen Güterzüge einen Höllenlärm verursachen werden. Detail am Rande: die Strecke sollte anfänglich auf Wunsch der Roten Bahn nur in Klasse C wiedererrichtet werden. Um Gv von vornherein auszuschließen.

Nutzen von der Strecke könnte in erster Linie der Schrottzug Eger - Stahlwerk Thüringen ziehen und sich so das Stürzen in Redwitz ersparen. Dessen Lastrichtung würde jedoch die Steigung zwischen Franzensbad und Asch beeinflussen, auf der damals™ für die Reihe 96 immerhin 1000 t Höchstlast galten. Ich kenne aber die Fahrplanentwürfe auf deutscher Seite nicht, ob der am Morgen bzw. abends durchkäme.

Neuplößberg könnte sich aber als betriebliches Desaster erweisen.


LG

von awp - am 09.11.2015 23:12

Re: Ein historischer Moment , mehr Bilder Teil 2

Danke für die interessanten Aufnahmen - auch an awp!
Schön zu sehen, wenn auch mal irgendwo "neue" Bahnstrecken dazukommen (wie vor ein paar Jahren bei der Ilztalbahn). Ich wünsche der Strecke, daß die Erwartungen hinsichtlich der Fahrgastzahlen erfüllt werden...

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 10.11.2015 00:14

Re: Güterzüge ggf.?

Ich hatte das vor dem Hintergrund gefragt, dass
1. die Papierfabrik Blankenstein ja angekündigt hat, ihr Holz aus CZ künftig bis Hof transportieren zu lassen, über Asch
und
2. Die Deutsche Bahn in einem Zeitungsartikel vor einigen Monaten geworben hatte, dass interessierte EVU ab sofort Trassen für den Güterverkehr bestellen könnten (für ab Dezember).

von extirschenreuther - am 10.11.2015 08:03

Die Interpanter ...

werden sich laut [www.vlaky.net] ab Fahrplanwechsel auf der Strecke Olomouc– Přerov – Otrokovice – Břeclav – Brno und ab Frühjahr 2016 auf Praha – Pardubice – Česká
Třebová – Svitavy – Blansko – Brno herum treiben.

von wxdf - am 10.11.2015 12:31

Eröffnungszug 7. Dezember

Der Sonderzug für die "hohen Herrschaften" aus beiden Ländern soll ca. 12.20 Uhr in Eger abfahren und 13.15 in Neuplößberg einlaufen. Anschließend weiter nach Hof und von dort gegen 16 Uhr retour. Meine letzten Info zur Garnitur besagten Reihe 223 (alex) und ČD-Wagenzug – wegen des gmeinsamen Projektes und der Völkerverstöndigung. Abends dann für die geladenen Gäste Festveranstaltung in Nürnberg, auch wegen des 180. Jubiläums der ersten öffentlichen Dampfwagenfahrt in den Ländern des Deutschen Bundes.

Betriebsaufnahme am 13. Dez. mit Triebwagen. Programm mit Musik und Reden ist gegen 11/12 Uhr auf dem Bf. Asch geplant. Vereine und Initiativen sind auch im Porzellanikum (ehem. Fabrik Zeidler) am Bf. Neuplößberg zu finden.

Ursprünglich hieß es, Fahrzeuge kämen aus dem Bestand VBG bis die LINT zur Verfügung stünden. Doch wenn die an ČD vermieten, dürfte das wohl eher nicht sein? Eine neue Meldung besagte nun: Vögelchen. Da war aber doch das Problem mit dem sicherheitsrelevanten Teil, wonach nur 60 % des Bestandes einsatzfähig sei. Muß man sich überraschen lassen, mit was ab Anfang Dez. die Personal- und Einweisungsfahrten denn nun beginnen werden. Die Ausbildung der böhmischen Kollegen als Walfängerkapitäne war aber wohl umsonst.

Beim Lokalaugenschein/ohledání prohlídka gestern traute ich meinen Augen kaum: da haben sie nun so einen aufwendig-eingezäunten Zugang gebaut, und dann muß der Fahrgast ohne jegliche Reisendensicherungsanlage ein Gleis überschreiten, um auf den Mittelbahnsteig zu gelangen. Keine Schranke hält die tödliche Gefahr ab, lediglich zwei schnöde Schilder wurden aufgestellt! Schockschwere Not! Das geht nun gar nicht ... :D


LG

von awp - am 16.11.2015 17:25

Re: Eröffnungszug 7. Dezember

Zitat
awp
Beim Lokalaugenschein/ohledání prohlídka gestern traute ich meinen Augen kaum: da haben sie nun so einen aufwendig-eingezäunten Zugang gebaut, und dann muß der Fahrgast ohne jegliche Reisendensicherungsanlage ein Gleis überschreiten, um auf den Mittelbahnsteig zu gelangen. Keine Schranke hält die tödliche Gefahr ab, lediglich zwei schnöde Schilder wurden aufgestellt! Schockschwere Not! Das geht nun gar nicht ... :D



Guten Abend,

dazu fällt mir im Spekulationsmodus eine folgende, das Problem regelnde, betriebliche Einschränkung ein, von derer realen Umsetzung ich vorerst mal ausgehe.

Einfahrten über diesen Überweg sind sicherungstechnisch im Regelbetrieb ausgeschlossen, Durchfahrten sowieso. Es wird also das Gleis über diesen Reisendenüberweg ein Gleis sein, welches lediglich Einfahrten von Süden mit Halteplatz vor dem Überweg und die Passage des Überwegs nur als Anfahrt aus dem Stand erlaubt. Also ein Richtungsgleis ohne sicherungstechnisch eingerichtete Durchfahrtsmöglichkeit.

Über diesen Umstand würde ich fast schon Wetten eingehen.


Grüße
217 055

von 217 055 - am 16.11.2015 19:22

Reisendengefährdung

Das mag ja alles sein, aber die Ausfahrten nach Hof führen eben doch über diesen Gefahrenpunkt! Rasch kommt noch einer angelaufen, der entweder optisch/akkustisch oder sonstwie verhindert den spurtschnellen Triebwagen nicht oder zu spät wahrnimmt. Das mindeste wäre so eine Schranke, wie ich sie in Oberschreiberhau gesehen habe und die wirksam/sicher den Zugang bei Zugfahrten versperrt.

LG

von awp - am 17.11.2015 13:03

gelöscht

.

von 217 055 - am 17.11.2015 14:49

Re: Kanonen auf Spatzen?

Hallo Andreas,

Reisendenübergänge sind eine nach DB-Regelwerk zulässige Anordnung (mit Bedingungen, u.a. die vom Kollegen schon skizzierten). Ist halt günstiger, als einen Fdl oder Übergangsposten hinzusetzen und die Investition bleibt "überschaubar".

Das dadurch die Flexibilität der Fahrmöglichkeiten im Bahnhof kaputt gemacht wird, ist eine andere Geschichte. Aber gezahlt werden die RÜ ja nicht von Netz ...

Da die Reisendenübergänge nur bei einer vglw. geringen Reisendenzahl anwendbar sind, kann ich das "Horrorszenario" Reisendengefährdung nicht nachvollziehen. Über Jahrzehnte ging das auch ohne extra Hinweistafeln gut - (nicht nur) in Tschechien bis in die Gegenwart.

Alternative wäre kein Halt - und das wollen wir wohl nicht.

AAW

von AAW - am 20.11.2015 19:12
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