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Forum zu den Eisenbahnen in Tschechien
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Ging der R Plzen-Most an Gw Train ?

Startbeitrag von SteffenBln am 06.12.2015 09:23

[ekonomika.idnes.cz]

Leider nur auf CZ.

Antworten:

Re: Ging der R Plzen-Most an Gw Train ? Ja!

Hallo,

ja diese Ausschreibung wurde von Gw Train gewonnen. Man konnte sich wohl gegen Leo Express, Arriva und die CD durchsetzen!

Das ganze gilt wohl ab Dezember 2016.


Matthias

von Matthias Schöck - am 06.12.2015 10:01

R Plzen-Most

Also Galgenfrist für 842 + 954.2-Steuerwagen.

Womit will GW, sprich ČSAD Jihotrans, dort fahren? Sollten sich langsam um Fahrzeuge umtun, nachdem sie ja zum selben Zeitpunkt auch das Böhmerwaldnetz um das altehrwürdige Heizhaus Wallern übernehmen wollen. Bißchen mehr als weitere 810er werden sie schon brauchen.

Übrigens die verlinkte Pressemitteilung: alles Augenwischerei. "antimonopolní úřad" - auch die regionalen Busbetriebe in Tschechien sind in ihrer Region jeweils Monopolisten. Ich kann nicht verhehlen, daß es mir lieber wäre, dem Einspruch betr. Böhmerwald würde stattgegeben und die Wallerner Staatsbahner könnten weiter durch die Šumava knattern.

Gruß,
Joachim

von Joachim Piephans - am 06.12.2015 10:34

Re: R Plzen-Most

Vlt verkauft die DB ein paar 612, 642 oder 628. Die Tschechen wissen schon wie sie da ein super Fahrzeug machen.

Bevor das alles in Mukran könnte man es doch quer durch Europa verkaufen.

Auch was derzeit bei RegioJET abgeht, ist nicht mehr normal. Jetzt klagen sie Warum die EC subventionert werden und die CD Praha-Ostrava für 299 Kronen anbietet. Damit unter RJ-Preis sind.

Nicht mehr normal da drüben.

von SteffenBln - am 06.12.2015 16:01

Ging der R Plzen-Most an Gw Train? Noch nicht?!

Guten Abend,

auch wenn meine Tschechischkenntnisse begrenzt sind, so meint mein Übersetzer doch, dass das Verkehrsministerium an der Ausarbeitung einer Direktvergabe arbeite, diese aber noch nicht erfolgt ist. Wiederum - meine beschränkte Interpretation - scheint die Ausschreibung gescheitert zu sein, weshalb jetzt die Direktvergabe versucht wird. Ursachse des Scheiterns - auch hier, meine Übersetzung und gänzlich ohne Gewähr - war wohl ein Intervenieren der Wettbewerbshüter, weil die private Konkurrenz bspw. nicht zur Anerkennung des ČD-(Einheits-)Tarifs verpflichtet wurden.
Woanders klingt das auch weniger sicher.
Vielleicht kann das mal jemand mit besseren Tschechischkenntnissen aufklären.

Unabhängig davon wurde ja mal verkündet, dass bei längerfristigen Vergaben klimatisierte und barrierefreie Fahrzeuge gefordert würden. Da wäre schon interessant, wo die private Konkurrenz die Fahrzeuge herholen will, maximal wären ein paar abgelegte DB-Nahverkehrstriebwagen (bspw. 642; die 612er und 628er fallen mangels Barrierefreiheit aus) denkbar.

von HgE - am 06.12.2015 17:48

842 + Steuerwagen

Zitat
Joachim Piephans
Also Galgenfrist für 842 + 954.2-Steuerwagen.


Neue Einsatzgebiete werden sich finden. Vielleicht hier:



Heute war 842.003 als Hai-Ersatz als MOs 7411 im Einsatz. Auch die blaue Büchse 810.418 war als 814-Ersatz auf der 184 unterwegs und sorgte für eine Änderung der Tagesplanung.

Ich frage mich aber auch, mit was man die Touristen mit Kanu & Co. auf der 194 fürderhin befördern will. Ich hoffe mal nicht, dass alles wieder zu Lasten der Reisenden ausgetragen wird, wie hierzulande.

von Strojmistr - am 06.12.2015 21:00

Re: 842 + Steuerwagen

Zitat
Strojmistr
Heute war 842.003 als Hai-Ersatz als MOs 7411 im Einsatz. Auch die blaue Büchse 810.418 war als 814-Ersatz auf der 184 unterwegs und sorgte für eine Änderung der Tagesplanung.


Ich mußte meine Tagesplanung nicht ändern, um mich von dem genannten Fahrzeug nach Pilsen befödern zu lassen. Übrigens lagen drin die Fahrplanheftchen der Schnellzuglinie Plzen-Most aus.

Grüße,
AAW

von AAW - am 06.12.2015 21:53

Zusammengefasst ...

... geht es darum, dass die ČD mit juristischen Winkelzügen versucht, verlorene Ausschreibungen zu Fall zu bringen.
Und dazu sagt der Verkehrsminister, dann lässt mir das Gesetz die Möglichkeit, Leistungen direkt zu vergeben, aber nicht so, wie es die ČD will, sondern ich vergebe an die Firma, die ich haben will.
Der von HgE verlinkte Artikel im Detail :

Verkehrsminister Dan Ťok (Partei ANO) will den Auftrag für den Betrieb der Schnellzuglinie zwischen Plzeň und Most der Firma GW Train Regio vergeben. Das Unternehmen hat in der aufgehobenen Ausschreibung den niedrigsten Preis angeboten, den der Staat für den Betrieb verlustbehafteter Züge zuzahlen soll.
Der Minister will den Auftrag direkt vergeben, schreibt die heutige Mladá fronta Dnes .
"Wir handeln in direkter Vergabe des Auftrags an eine Firma, die in der Ausschreibung am wenigsten anbot, also GW Train Regio. Deren Preis ist bedeutend niedriger, als das, wofür dort die ČD fahren, und ich will mit der Sorge eines ordentlichen Ökonomen vorgehen. Das Gesetz ermöglicht mir das, ich werde das der Regierung vortragen. Ich bin mir sicher , dass das jemandem nicht gefallen wird", sagte der Minister dem Tageblatt.
Den Vertrag will er ab kommendem Dezember abschließen.

(Er spielt damit auf die ehemalige Bildungsministerin an, die laut dem anderen Link nunmehr die ČD als Rechtsverdreherin vertritt)
Die ČD kommentierten die jetzige Entscheidung des Ministeriums nicht. Der Generaldirektor von GW Train Regio Robert Krigar sagte der Zeitung, er sei in dieser Sache bisher nicht kontaktiert worden.
Laut dieser Zeitung verlangte GW Train Regio in der Ausschreibung 74,70 Kč für jeden gefahrenen Kilometer. Der Zweite Leo Express und der Dritte Arriva blieben unter 80 Kronen, die ČD verlangten 103,44 Kč. Dieses Jahr bezahlte der Staat der ČD 88 Kronen pro Kilometer, schreibt die Zeitung.
Die Ausschreibung, an der fünf Firmen Interesse zeigten, hob Anfang November das Amt für den Schutz des ökonomischen Wettbewerbs (ÚOHS) auf. Es entsprach der Beschwerde der ČD, die sich in der Ausschreibung dadurch diskriminiert fühlte, dass sie Eisenbahner-Freifahrten anerkennen muss.
Die Verbindung zwischen Plzeň und Most ist nicht elektrifiziert und täglich fahren da 4 Schnellzugpaare, sonntags 5.


Der ČD gefällt es nicht, dass sie den nicht mehr zur Firma gehörenden Leuten wie Fahrdienstleitern und Arbeitern der Streckenunterhaltung der SŽDC weiterhin Freifahrt gewähren muss, obwohl diese nicht mehr zur Firma gehören.
Was das mit der Ausschreibung zu tun hat, ist mir allerdings ein Rätsel.
Es gibt wohl im Englischen den Begriff "junktim" , also Dinge miteinander in Zusammenhang bringen zu wollen, die nichts miteinander zu tun haben :confused:

von wxdf - am 07.12.2015 06:58

Wer und was steht im Mittelpunkt eines Preiswettkampfes?

[/quote]
Ich frage mich aber auch, mit was man die Touristen mit Kanu & Co. auf der 194 fürderhin befördern will. Ich hoffe mal nicht, dass alles wieder zu Lasten der Reisenden ausgetragen wird, wie hierzulande.[/quote]

Also im Moment nimmt es doch genau diese Richtung. Billig und fertig. 74 Kronen wären ja noch einmal bedeutend weniger, als der erzielte Preis im Böhmerwald (88 Kronen?!). Der Zugkilometer für unter drei Euro. Wer kann da noch Qualität erwarten? Oder ordentlich bezahltes und qualifiziertes Personal? Spielt der Zugreisende und seine Bedürfnisse überhaupt eine Rolle in unserer Gesellschaft? Der kleinste gemeinsame Nenner kommt zur Anwendung: Er wird BEFÖRDERT.

GWTR ist und bleibt für mich ein suspektes Unternehmen. Nicht umsonst hat man uns mit der Frage der Fahrzeuge bislang nicht behelligt. Haben diese Manager überhaupt einen Plan dafür? GWTR gehört einer LKW-Firma? Prost Mahlzeit. In D. steht diesbezüglich zumindest was auf den Zetteln der Bewerber, also in den Bewerbungsunterlagen. Gut, droben an der Iser hat man etwas auf die Beine gestellt, aber eng begrenzt und mit Altbrauchbarem. Auf der 149 hat man sich dagegen bislang nicht mit Ruhm bekleckert. Enweder waren die Fahrzeuge dort bisher mehr oder weniger defekt (813.1) oder nicht ausschreibungskonform (810-Sammelsurium). Ausnahme war der RS1. Die gebrauchten Gewächshäuser, die man jetzt am Start hat, sind auch nicht der Weisheit letzter Schluß. Die Freunde des AKAK wissen schon, was ich meine. Zwotenthal - Adorf. Da ging ich dank "Heizung" mit einem ordentlichen Infekt raus.

Und ein "Schnellzug"-Verkehr ist noch einmal eine andere Kragenweite.

LG
Daniel

von brejlovec750 - am 07.12.2015 12:02

Danke...

... für die Übersetzung.

Was den Zusammenhang angeht: Könnte es eine Regelung geben, welche die ČD verpflichtet, den SŽDC-Mitarbeitern freie Beförderung zu gewähren, aber - eventuell auch auf Grund ihrer länger zurückliegenden Erstellung - eben nicht die private Konkurrenz betrifft?
Unklar bleibt neben den Fahrzeugen auch, ob - wie in der ursprünglichen Ausschreibungsankündigung (das war aber m. W. noch vor Dan Ťok) versprochen - der ČD-Tarif ein Durchlösen ermöglicht. Alles andere wäre ein gravierender Nachteil gegenüber dem Ist-Zustand, der eigentlich nicht durch die Einsparungen gerechtfertigt werden kann.

von HgE - am 07.12.2015 12:48

Re: Zusammengefasst ...

Zitat
wxdf
...[/i]

Der ČD gefällt es nicht, dass sie den nicht mehr zur Firma gehörenden Leuten wie Fahrdienstleitern und Arbeitern der Streckenunterhaltung der SŽDC weiterhin Freifahrt gewähren muss, obwohl diese nicht mehr zur Firma gehören.
Was das mit der Ausschreibung zu tun hat, ist mir allerdings ein Rätsel.
Es gibt wohl im Englischen den Begriff "junktim" , also Dinge miteinander in Zusammenhang bringen zu wollen, die nichts miteinander zu tun haben :confused:


die Darstellung entspricht aber nicht der Wahrheit,

ein befreundeter Tf sagt es so "die CD muss und ander Können"

von LVT 771 - am 13.12.2015 16:35

Die Wettbewerbshüter sagen aber : Der Südböhmisch Bezirk hat alles richtig gemacht

[zpravy.e15.cz]

von wxdf - am 25.01.2016 18:03
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