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Forum zu den Eisenbahnen in Tschechien
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vor 1 Jahr, 4 Monaten
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AAW, EC Vindobona

Zwei mal über den Kamm...Unterwegs mit Bahn und Rad (23 B.)

Startbeitrag von EC Vindobona am 07.07.2016 15:14

Hallo Eisenbahnfreunde,

Am Sonntag, den 03.07.2016 hatte ich wieder einmal Lust mit der Bahn ins Böhmische zu reisen und erwählte dafür den kürzesten Weg vom Ausgangspunkt, meiner Heimatstadt Freiberg.

Der kürzeste Weg von der Silberstadt ins Böhmische Becken dürfte eingefleischten Eisenbahnfans wohlbekannt sein. Dies ist nämlich
die altehrwürdige Linie Nossen-Moldau(NM) die am Endbahnhof Anschluss nach Most(dt.Brüx) hatte und nach wie vor hat.

Einziges Manko bei der Bereisung dieser landschaftlich wundervollen Strecke sind die fehlenden Schienen auf einer Länge von 8,9 km zwischen dem heutigen Endpunkt der Freiberger Eisenbahn, welchen der Bahnhof Holzhau markiert und Moldava. Leider gibt es nach wie vor zwischen beiden Bahnhöfen auch keine Busverbindung.

Auch Bestrebungen und Wünsche diese Gleislücke wieder zu schließen blieben bislang unerfüllt.

Das Fahrrad ist allerdings eine gute Möglichkeit, um diese Lücke im Schienenstrang zu überbrücken und auch die Mitnahme
der Drahtesel ist bei der Freiberger Eisenbahn und den České dráhy gewährleistet.

Ich fuhr nun also am Sonntag zum Bahnhof Freiberg und bestieg dort den Triebwagen(RS 1) der Freiberger Eisenbahn.
Dieser brachte mich um 10.40 Uhr bis zum deutschen Endbahnhof Holzhau.


(1)650 055 der FEG wartete am 03.07.2016 auf die Rückfahrt nach Freiberg.

Ich ließ ihn zurück und fuhr mit dem Fahrrad das Freiberger Muldental Richtung Teichhaus hinauf.
Die Straße war ab dort in Richtung Neuhermsdorf gesperrt und der Autoverkehr hielt sich deswegen sehr in Grenzen.


(2)In Teichhaus wurde einmal kurz von der Straße auf die alte Bahntrasse der NM-Linie geschwenkt.
Hinter dem rechten Gebüsch sind heute nach die Reste des Bahnsteiges vom Hp Teichhaus auszumachen.


(3)Danach wurde weiter auf Wegen neben der Trasse gefahren und der ehemalige Bahnhof Hermsdorf-Rehefeld erreicht.

In den Gebäuden befindet sich heute ein Ski-und Wanderhotel.



(4)Nach kurzweiliger Fahrt über Waldwege wurde der Straßengrenzübergang Neurehefeld erreicht, wo sich seit einiger Zeit
eine eigenartige Bushaltestelle befindet. Auf dem Plan stehen 3 Fahrten der Linie 373Z (Mo-Fr) nach Altenberg, die seit einiger Zeit nun auch auf der Seite des Busbetriebes zu finden sind aber leider nur wenig beworben werden.

Dabei hat doch das Osterzgebirge soviel touristisches Potential und eine bessere Vermarktung wäre hier doch erstrebenswert.

Ich überquerte kurz darauf die Grenze zwischen Ländern und Verkehrsverbünden und fuhr Richtung Bf Moldava.
Die Brotbüchsengarnitur nach Most stand schon bereit und wurde bald geentert.


(5)Os 26803 nach Most in Moldava v Krušných horách.


(6)Bald boten sich fabelhafte Ausblicke auf das schöne Gebirge.


(7)Im rhytmischen Takt der Schienenstöße ging es durch die beiden Tunnel hinab in den Kopfbahnhof Dubí.


(8)Nach kurzem Halt wurde die Fahrtrichtung gewechselt und weiter in Richtung Hrob gefahren. Trotz des sich verschlechternden Wetters ist
ein Blick von den Brücken hinunter nie zu verachten.

Pünktlich gegen 13.24 Uhr wurde in Most eingefahren und noch ein paar Bahnsteigfotos gemacht.


(9)362 115 durfte den R 610 mit den Namen KARLEX nach Cheb gegen 13.34 Uhr nach Cheb befördern.
Der Lokführer grüßte freundlich... Gruß zurück!


(10)Bald fuhr auch die Brotbüchsengarnitur, führend mit 810 213, wieder den Berg hinauf nach Moldava.
Während ich hier unten verblieb durften die Fahrgäste den schönen Ausblick genießen.

Ich hatte nämlich noch etwas vor, denn ich wollte bald ein City Star Teplice - Tatranská Lomnica mein Eigen nennen.
Der Kauf klappte wie immer unkompliziert und sehr schnell. Anders als in Deutschland hat man bei dem Kauf in Tschechien
keine Zugbindung für die Reise in die Slowakei. Auch der Kauf von 2 Bettkarten von Poprad nach Teplice ging ziemlich fix :-).

Da ich nicht den gleichen Weg zurückfahren wollte und auch eine Reise mit der RegioNova nach Cranzahl noch auf der Liste stand, sollte es nun
über Chomutov und Vejprty wieder nach Hause gehen.

Um 14.07 Uhr fuhr ich mit dem Os weiter nach Chomutov und machte dort eine Stadtrunde. Dabei wurden noch schnell die tollen Marila-Robusta-Kaffeebohnen
eingesackt die einem morgens das Aufstehen wirklich erleichtern. Freunde sind meist erst skeptisch wenn sie die kleinen 70g-Papiertüten in schwarz-weiß
sehen, doch der Geschmack überzeugt auch die Zweifler immer wieder :-).


(11)440 001 stand bei meiner Ankunft in Chomutov als Os 6809 nach Děčín zur Abfahrt bereit.

Nach der Stadtrunde postierte ich mich noch einmal am Bahnhof und machte noch einige Bilder


(12)M 131. 1513 kam um 16.01 Uhr aus Richtung Vejprty. Ich freute mich über diese Überraschung.


(13)Kurz darauf fuhr ALICE (810 482) mit einem Personenzug ins nahe Jirkov.(16.02 Uhr)

Ich eilte nun zum Hausbahnsteig, denn die RegioNova nach Cranzahl stand schon bereit und die Abfahrtszeit
rückte gefährlich nah. Der letzte Zug des Tages sollte nicht verpasst werden.


(14)814/914 070 durfte an diesem Tage als internationaler Os 5298 nach Cranzahl fahren.


(15)Nachdem es immer bergan und ziemlich kurvig bergan ging wurde irgendwann die einst wichtigste Zwischenstation,
Křimov, erreicht. Von hier aus gab es vor dem 2. Weltkrieg einen weiteren Schienenweg nach Chemnitz, nämlich über
Reitzenhain und Pockau-Lengefeld sowie Flöha.

Vor ein paar Jahren gab es auf diesem Bahnhof noch Fahrdienstleiter und Weichenwärter. Das Personal wurde abgezogen als der
Fahrplan auf Wochenendverkehr umgestellt wurde und seitdem nur noch 2 Zugpaare verkehren.


(16)Typischer Haltepunkt an der Strecke Chomutov-Vejprty.


(17)Landschaftlich gibt es entlang der Strecke viel zu sehen und es bieten sich auch hier malerische Ausblicke.(Mědník dt.Kupferhübel)


(18)Der Haltepunkt Měděnec zastávka befindet sich unmittelbar neben Zeugen des einstigen Bergbaues.

Weiter ging die Fahrt in Richtung Vejprty und so langsam schwiegte sich die Bahnstrecke an die Hänge des Pöhlbaches.


(19)Irgendwann gab der Wald den Blick frei und Niederschlag kam in Sicht.


(20)Gegen 17.40 Uhr fuhr die RegioNova in Vejprty ein. Die tschechischen Fahrgäste verließen den Zug und
deutsche Mitbürger aus Bärenstein nutzten die Chance, um mit dem Zug bis Cranzahl zu fahren. Von dort
ging es für mich und die Meisten weiter nach Chemnitz.


(21)Ein Lob an die Zusammenarbeit von den České dráhy und der Erzgebirgsbahn, die den Abschnitt Vejprty-Cranzahl eigenwirtschaftlich
betreiben und somit den Grenzverkehr sichern.


(22)Früher undenkbar ..seit einiger Zeit alltäglich.. eine RegioNova in Bärenstein(Kr Annaberg).


(23)814 070 als Os 5296 gegen 17.58 Uhr in Cranzahl. Nach dem passieren des ehemaligen Hp Kühberg und nach Durchfahrt in Königswalde ob Bf wurde der Bahnhof Cranzahl erreicht und
in die Erzgebirgsbahn nach Flöha umgestiegen. Von dort ging es noch mit der MRB nach Freiberg und so war ich gegen 20.00 Uhr wieder zu Hause.

Viele Grüße aus Freiberg
EC Vindobona

Antworten:

Re: Schöne Runde ...

Hallo nach Freiberg,

und danke für's Mitnehmen!

Ahoj

von AAW - am 09.07.2016 12:58
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