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Forum zu den Eisenbahnen in Tschechien
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LVT771, Taigatrommel

Jahresabschied im Igeltal

Startbeitrag von Taigatrommel am 01.01.2017 19:06

Hallo alle zusammen,

Das Jahr 2016 ist nun vorbei und das neue Jahr 2017 eben erst angebrochen. Für mich sollte es zum Jahresabschluss etwas besonderes sein. Ich hatte längere Zeit verfolgt, das 754 012 immer wieder rund um Jihlava (Iglau) fährt. Die sollte es dann doch mal sein. Kollege FMT war von der Idee angetan und schloss sich an. Nachdem wir 3 Uhr das unterm Sternenfirmament liegende Klingenthal verlassen hatten, gings nach der etwas umständlichen Besorgung der Mautvignette auf die Autobahn über Prag ins Zielgebiet. Während über Prag noch glockenklarer Himmel war, sichteten wir kurz vor dem Ziel den Hochnebel. Erster Anlaufpunkt war Okrisky, wo wir das Zielobjekt sichteten. Also Stativ ausgepackt und draufgehalten. Eine Regionova wartet am Hausbahnsteig noch auf die Weiterfahrt:



Doch Klara kämpfte sich tapfer voran und sties durch die Nebelwand hindurch:



Leider schaffte sie es nicht, kräftig genug durchzuscheinen, weswegen das erste Foto ohne Sonne auskommen muss. 754 012 fährt mit einem Rychlik aus Okrisky in Richtung Jihlava aus:



Da in Bransouze mit dem bergwärtsfahrenden Rychlik gekreuzt wurde, sollte bald auch die zweite eingesetzte Lok zum Vorschein vorkommen. 754 062 war angekündigt, gefahren ist 754 016. Ein altes Postenhaus mitsamt älterer BÜ-Technik bei Pribyslavice bot Motiv, die Sonne kämpfte immer noch kräftig gegen den Nebel an:



Anschließend ging es nach Bitovcice, wo immer die Ultraschallbilder angefertigt werden. Aufgrund der immer schlechter werdenden Wettersituation musste ich mich da leider anschließen, 754 012 wieder auf dem Weg nach Okrisky:



Anschließend schauten wir mal auf den Bahnhof von Jihlava. Recht klein ist er, aber noch alt. Hier entdeckten wir einen Güterzug mit einer altfarbenen Laminatka dran. Bereits beim näheren Herantreten dachte ich mir so, die kommt dir bekannt vor. Und tatsächlich, es ist 240 108, die bereits im Sommer bei den Umleitern über Frantiskovy Lazne mitgefahren war. Kalt war es, der Wagenmeister ist gerade bei der Bremsprobe:



Auch etwas, das ich erst am Morgen bei der Stadtdurchfahrt entdeckte, war, das die Stadt über ein großes Netz aus O-Bus Linien verfügt. Ein Bild fertigte ich direkt am Bahnhof an, wo bereits 3 Busse auf ihre Fahrgäste warteten:



Zurück ging es dann im Anschluss, diesmal nach Luka nad Jihlavou, wo wir freudig entdeckten, das Klara wieder die ersten blauen Lücken aufgerissen hatte. 754 012 kam dann einige Zeit später, diesmal mit Sonne:



Richtig gut wurde es aber erst im Anschluss und endlich war der Himmel komplett frei und blau. Für den nachmittäglichen Rychlik nach Okrisky ist es in Bitovcice leider in dieser Jahreszeit zu spät mit dem Licht. Bei Bransouze in der Ausfahrt entdeckte Kollege FMT noch einen sonnigen Fleck. Nachdem 754 016 mit ihrem Zug in den Bahnhof eingefahren war, dauerte es nicht mehr lange, bis es erneut kräftig das Tal entlang blubberte. 754 012 war erneut auf dem Weg und das erste Bild in voller Sonne im Kasten:



In Okrisky wurde auch noch passend in der Sonnenlücke gehalten, daher entstand auch hier noch eine Aufnahme:



Ein wahres Prachtexemplar, die 754 012:



Das Umsetzen begann kurze Zeit später. Während ihrer Rangierfahrt durch den Bahnhof tauchte sich noch einmal kurz ins Licht ein:



Gleich gegenüber vom Bahnhof entdeckten wir das Bahnhofshotel, wo wir auch gleich ein Zimmer bekamen und somit auch Übernachtung Nr. 1 ausgemacht war. Wir setzten uns anschließend ab in Richtung Namest nad Oslavou ab, wo wir in den Abendstunden noch einiges an Verkehr sichten konnten. Angefangen hat es mit 854 223, der auf seine Ausfahrt wartete:



750 705 war einem Os in Namest angekommen und hatte bereits für die Rückfahrt nach Brno umgesetzt. Weiter hinten stand noch 750 704 mit einer Garnitur abgestellt:



Nach Tankstopp und Blick in den Supermarkt zum Abschluss nochmal Okrisky, wo 754 016 mit ihrem Rychlik auf die Abfahrt wartet:



Anschließend Abendessen und ein gutes Bier, gehört halt mit dazu. Ich bin anschließend nochmal raus, 754 012 stand bereits wieder da. Ein Bild aus erhöhter Position wäre nicht übel, dachte ich mir. Ich erinnerte mich an den Schwellenstapel von morgens und positionierte mich erneut dort. Langsam blubbert die Gute vor sich hin, in diesen Abendstunden:



Das war für Tag 1, ab ins Bett. Noch einige Zeit hörte man die 012 im Bahnhof blubbern, trotz geschlossenem Fenster. Irgendwann verstummte es, ich war eingeschlafen.
Als der neue Morgen begann, genügte ein Blick, um zu sehen, das es heute super werden würde. Kein Nebel, klarster Himmel. Da 754 012 heute den Umlauf mit 754 016 getauscht hatte, kommt sich also auch morgens einmal nach Okrisky. Als ich im Bahnhof 754 016 sichtete, wusste ich schonmal, das der Umlauf stimmt. In Luka nad Jihlavou entdeckten wir bereits am Vortag die Kirche des Ortes und vom Licht her passte es zum Zug mit 754 012 sehr gut. Knackig kalt, das Autotermometer zeigte -9,5 Grad.
Kaum positioniert, dauerte es nicht mehr allzu lange und das Rauschen im Tal verriet das Herannahen des Objektes der Begierde:



Ein Stellungswechsel war in der kurzen Zeit nicht möglich. Also nur ein paar Meter in Richtung Bahnhof gelaufen, wo wenig später 754 016 mit R talwärts rollt:



Dann war endlich etwas Luft, meine Stimmungsszenen mussten nachgeholt werden. Auf der Höhe zwischen Kamenice und Kouty lag etwas Schnee und der Rauchreif lag kräftig auf allen Dingen, die er berühren konnte. Von hier hatte man einen wundervollen Blick auf das weite Land und die Höhen abseits der Jihlavatales. Neben dem Video habe ich hier auch einige Bilder gemacht. 40min tobte ich mich aus, ich kam fast garnicht mehr vom Fleck. Aber seht selbst:

















Endlich war ich doch gesättigt und hatte mich mit Freund FMT auf den Weg nach Okrisky gemacht, wo für die Abfahrt in Richtung Jihlava noch Frontlich vorhanden war. Alsbald sollte es auch losgehen in die alte Bergbaustadt:



Der anschließende Bergfahrer entsand wieder bei Pribyslavice am BÜ, selbe Lok, aber diesmal endlich Sonne:



Auf dem Weg nach Bitovsice, wo erneut 754 012 fallen sollte, kamen uns in Bransouze 2 Transistoren mit einem Getreidezug entgegen. So ist Mist, hätte man wissen müssen. Die Verfolgung endete in einer Parallelfahrt durch Okrisky, wo das Ausfahrsignal Durchfahrt frei zeigte. Also hinterher in Richtung Trebic. Bei Krahulov sichteten wir ein großes Werk mit Speicherähnlichen Bauten. Wenn der da mal nicht hingeht. Und genau dahin ging es, auch die Regionovas wenden hier. Es blieb letztendlich nur bei einem Standbild der 2 Loks im Bahnhof Krahulov, wo beide wohl später den Zug ins Werk rangierten, was wir aber nicht mehr gesehen haben, die Zeit drängte für 754 012:



Nur wenige Minuten Zeit blieben uns, bis 754 012 kommen sollte. Das Licht war "nur" Gleisachsig, aber in dieser Jahreszeit ist ein Bild mit Seitenlicht nicht machbar, die Züge verkehren dafür zu zeitig oder zu spät. Sie blubberte dann also mal wieder den Berg nach Okrisky hinauf:



754 016 kam wenige Minuten später von hinten ebenfalls wieder entlangerollt:



In Jihlava kam am Vortag eine altfarbene 242 mit einem Os in den Bahnhof, den wir leider verpassten. Eventuell taucht sie heute nochmal auf. Doch es wurde dann blauweiß, 242 227 bei der Einfahrt:



Die Stadtansicht von Jihlava sollte unsere letzte Station für diesen Tag sein. Zuerst wurde 754 016 vor der Stadtkulisse und den 2 Industrierauchfahnen auf den Chip gebrannt:



754 012 war etwas später dran. Auf Anfragen durften wir auch bei einem sehr netten älteren Ehepar in den Garten, wo man diesen herrlichen Blick hat. der Ehemann sprach gutes Englisch, so konnte man sich dann doch ganz gut unterhalten. Nachdem uns neben Kaffe und Tee auch Schnaps angeboten wurde, den wir leider ablehnen mussten, kroch auch alsbald die Maschine mit dem Rychlik bis ans Einfahrsignal, das noch Halt zeigte, weil ein "Bügeleisen" der BR 210 noch mit Rangieren beschäftigt war. Wenig später durfte der R dann einfahren:



Damit endete auch Tag 2 und eine 2,5h Autofahrt nach Strakonice stand bevor. In Katovice fanden wir nach einigen Schwierigkeiten, eine Übernachtung zu organisieren, dann dennoch eine Bleibe. Am nächsten Morgen starteten wir wieder zeitig in Richtung Vimperk, die Sonderfahrt mit Bardotka nach Kubova Hut sollte unser Abschluss werden. Früh morgens aber erst der Schock, Kühlwasserverlust bei der Berta. Die Hasici (Feuerwehr) füllte über das Dach das verlorengegangene Wasser wieder auf. Allein brachte erstmal der Hektor einige Fahrgäste auf die Höhe hinauf, den wir unmittelbar an der Einfahrt Kubova Hut erlegten. Auch hier lag bereits ein bisschen Schnee:



Auch die Rückfahrt wurde gleich dort gemacht, man beeilte sich sehr, die Verspätung betrug bereits 1h:



Und der gleiche Zug nochmal vor der Vimperker Stadtkulisse:



Für die anschließende Bergfahrt wurde der Zug wieder vereint und kurz vor Kubova Hut gab es dann feinsten Bardotkasound:



Anschließend gings schnell zurück nach Vimperk, diesmal erneut an der Stadtkulisse, mit zugefrohrenem Heuhaufen im Vordergrund:



Die nächste Bergfahrt begann dann für mich an der Ausfahrt Vimpkerk, wo sich trotz heftigem Schattenwurfes trotzdem eine Lücke fand, in der die Lokfront volllkommen sonnig ist:



Dann erneut der Zug kurz vor Kubova Hut in einer anderen Variante mit der jungen Fichtengruppe, die Jahreszeit des kurzen Lichtes lässt leider keine große Motivauswahl zu. Vieles liegt im Wald und meist kommt auch kaum die Sonne dorthin:



Der Personenverkehr auf dieser Strecke wird noch ausschließlcih von Brotbüchsen abgewickelt, was aber 2018 auch zuende sein soll. Der Berta war ein solches Büchsendoppel gefolgt;



Einige Zeit später verliße der Sonderzug erneut Kobova Hut gen Vimperk, um zur letzten Bergfahrt anzutreten:



Die Rückfahrt der beiden Büchsen fertigten wir in Lipka, dem einzigen Bahnhof zwischen Vimperk und Kubova Hut, ab:



Auf zum letzten, nochmal eine Bergfahrt mit hammergutem Bertasound, vor der Stadtkulisse Vimperk, das Licht war mittlerweile rum und man hatte endlich Frontlicht:



Den folgenden Os in Richtung Kubova Hut nahmen wir noch mit, es sollte das letzte Bild für uns sein, eine Njbrt-Büchse war diesmal an der Spitze. Das Licht verschwand so langsam in dieser bergigen Region, auch von den Tannenspitzen:



Also nochmal tanken und nach 3,25h Autofahrt waren wir endlich zuhause, wo wir dann auch noch ins neue Jahr feiern konnten.

Ich wünsche euch allen ein gesundes neues Jahr 2017.

Viele Grüße

Toni

Antworten:

:cheers:

von LVT771 - am 03.01.2017 10:41
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