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Forum zu den Eisenbahnen in Tschechien
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Erster Beitrag:
vor 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Monaten, 4 Wochen
Beteiligte Autoren:
wxdf, AAW, Zamracena

Ökoterroristen verhindern baldigen Ausbau Brno - Zastávka u Brna

Startbeitrag von wxdf am 18.01.2017 15:27

[brno.idnes.cz]

Die Strecke soll zweigleisig für 120 km/h ausgebaut und elektrifiziert werden, was zu Spitzenzeiten einen 15 min-Takt ermöglichen würde.
Weiterhin sollen die Orte Ostopovice und Starý Lískovec einen Haltepunkt erhalten, letzterer mit einem Umstiegs-Terminal zum ÖPNV.
Obwohl die Einwände eines Herrn Dvořák aus Tetice vom Gericht wiederholt als gegenstandslos abgewiesen wurden, werden immer wieder fast gleichlautende Anträge eingereicht.
In der Diskussion zu obigem Artikel wird durchweg Unverständnis zu solchen Aussagen geäußert wie "Die Leute sollen in Tetice arbeiten und nicht nach Brno fahren" oder "am besten wäre es, die Strecke still zu legen und darauf einen Radweg einzurichten" .
Die SŽDC hatte bereits 2009 einen Bauantrag eingereicht, schätzt nun aber, dass sie vor 2019/20 nicht mit dem Bau beginnen kann.

Antworten:

Ahoj Helmut,

danke für den Link. Einen Ausbau der Strecke halte ich für längst überfällig - und zwar bis Jihlava. Das würde die Reisezeiten nach České Budějovice erheblich verkürzen. Mit einem elektrischen Triebzug ließe sich die Aufenthaltszeit in Jihlava erheblich verkürzen.

Selbstverständlich würde auch ich die bisherigen Waggons mit Übersetzfenster und die Brillen auf der 240 vermissen. Aber die Eisenbahn ist nun einmal primär für die normalen Reisenden da und nicht, um die Gelüste der Bahnfans zu erfüllen.

Weiß jemand, was aus dem Vorhaben wurde, Brno hl.n. per Neubau nach Süden zu verlegen? Ich hätte dazu einen ganz anderen Vorschlag: Verzicht auf einen der beiden Mittelbahnsteige und der dazugehörigen Gleise. Dann könnte man den Rest geradliniger ausbauen. Als Ersatz könnte man in der Kopfbahnhof-Ecke bei den Gleisen 5 bis 7 an einem neu zu bauenden Bahnsteig z.B. die Rychliks aus Bohumin und Olomouc/Břeclav enden bzw. abfahren lassen.

S přátelským pozdravem

Zamracena

von Zamracena - am 19.01.2017 14:05

Da geht es immer hin und her

Voriges Jahr gab es ein Referendum, wo sich zwar die Mehrheit für die Beibehaltung der gegenwärtigen Lage ausgesprochen hat, es war aber wegen der geringen Beteiligung ungültig : [cs.wikipedia.org]
Wie es nun weiter geht, scheint laut tschechischer Wikipedia offen zu sein ...

von wxdf - am 19.01.2017 17:47

Re: Bedenkenträger verhindern baldigen Ausbau Brno - Zastávka u Brna

Zitat
Zamracena
Weiß jemand, was aus dem Vorhaben wurde, Brno hl.n. per Neubau nach Süden zu verlegen? Ich hätte dazu einen ganz anderen Vorschlag: Verzicht auf einen der beiden Mittelbahnsteige und der dazugehörigen Gleise. Dann könnte man den Rest geradliniger ausbauen. Als Ersatz könnte man in der Kopfbahnhof-Ecke bei den Gleisen 5 bis 7 an einem neu zu bauenden Bahnsteig z.B. die Rychliks aus Bohumin und Olomouc/Břeclav enden bzw. abfahren lassen.


Von der Lage zur Stadt ist der jetzige Standort des Brünner hl.n. eigentlich perfekt. Einzig den Durchgangsverkehr vor dem Empfangsgebäude würde ich auf MHD und Rad/Fuß beschränken.

Betrieblich hoffe ich mal, daß dein Vorschlag nicht umgesetzt wird. Dann müßtest du alle Durchgangszüge und die endenden von Norden her auf zwei Gleisen je Richtung abwickeln. Das wären in Summe derzeit zur HVZ über zwei Dutzend Züge, wovon ein Drittel auch noch endet oder beginnt. Das inkl. betriebsnotwendiger Reserve auf zwei Gleisen abwickeln zu wollen, halte ich für äußerst gewagt. Im Gegenteil sollte man zur Kapazitätserhöhung eher noch ein "Hochgleis" hinten (nást. 3) anbauen

Da sowieso alle Züge halten ist der Geschwindigkeitseinbruch wegen der Kurven zu verschmerzen. Andere Bf wurden gar in Kurvenlage neu gebaut (Berlin Hbf oben z.B.). Um die Überwachung der Abfertigung zu erleichtert, wäre natürlich der Bau einer Bahnsteighalle sinnvoll ...

Hingegen erachte ich den Abriß des sozialistischen Bahnhofsanbaus (Post) für sinnvoll. Dann könnten die Stumpfgleise von Süden näher an das EG heranführen und die Umsteigewege verkürzt werden.

Ahoj


PS zum Titel des Ursprungsbeitrags:
Man kann über die Verhinderer sagen, was man will. Aber sie als Terroristen zu bezeichnen, ist noch unter Bildzeitungsniveau. Damit wird m.E. der Begriff verwässert und wahrer Terrorismus verniedlicht.


.

von AAW - am 22.01.2017 01:12
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