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Forum zu den Eisenbahnen in Tschechien
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217 055, Strojmistr, 1418, Zamracena, Joachim Piephans, LVT771, Martin L.

Kurzbesuch im Böhmerwalde am 22. Juli

Startbeitrag von Strojmistr am 23.07.2017 09:06

Kurz: Minimal +20' sind mittlerweile die Regel bei den Personenzügen auf der 194.

Gestern im Einsatz:

754.063 (18076/8106/8107/8112) mit 3 Klassen (2 davon grün) und Packwagen
749.018 (8103/8108/8109/8114) mit 2 Doppelstock und je 1 Packwagen am Ende
754.074 (531/631/632/532/8113) Ex und Rx die üblichen modernen Klassen, 1 davon orangerot


  • Den Ex, Rx räumt man Priorität ein. Dafür lässt man auch mal einen ohnehin stark verspäteten Os zur Überholung stehen.
  • Rx 631/2 endete bzw. begann am Schwarzen Kreuz (an 12.10, ab 12.52 - Plan wäre 12.04 /12.46) - Anschluss nach Neuthal mit Regionova.
  • Os 8103 pünktlich ab Budweis, Neuthal an 11.07 statt 10.42
  • Os 8108 ab Neuthal 11.57 statt 11:15, Salnau ab 12:33 statt 11.52, dann wurde es richtig fett: Gojau an 13:27 ab 13.43 Kreuzung mit Os 8107 (Plan 12.53/54), Krems an 14.14 ab 14.36 Überholung durch Ex 532 (Planzeit wäre 13.20/21), Budweis an 15:00 Uhr mit +75'
  • dadurch konnte Os 8109 natürlich unmöglich pünktlich starten, da die Garnitur zu der zeit noch in Krems stand - Ersatzgarnitur oder gar Lok hat man ja nicht
  • Os 8108 startete 15:15 in Budweis (+53'), bis zum Schwarzen Kreuz hatte sich die Verspätung wegen verlängerte Stationsaufenthalte durch verlegte Zugkreuzungen auf +86' aufgebaut, Ankunft war dann 17.51 Uhr! Nach Neuthal fuhr man nicht mehr, sondern der Zug wendete sofort zum Os 8114, Anschluss nach Neuthal durch Planzüge der Strecke 197
  • Os 8114 somit Abfahrt Schwarzes Kreuz 18:04 mit nur noch +28', Ankunft Budweis 20:15 mit +39'
  • Os 8113 Abfahrt Budweis 18:40 statt 18.22, Ankunft Wallern 21.17 statt 20.47


Inzwischen hat man sich offensichtlich mit einem nichtplanmäßigen Zugverkehr abgefunden und sucht sich auf dieser Basis einigermaßen über den Sommer zu retten. Beim Lokpersonal waren auch keine Anstrengungen zu erkennen, Verspätungen aufzuholen. Kann ich aber nachvollziehen. Bringt ja nichts, wenn man mit 2 Minuten weniger Verspätung losfährt und dafür unterwegs irgendwo doch wieder länger warten muss.

Antworten:

Ahoj Michael,

die massiven Verspätungen auf der trat' 194 erlebte ich vor einem Jahr im Juli 2016. So verzögerte sich bei meiner Fahrt talwärts eine Zugkreuzung in Horní Plana um 20 Minuten wegen eines verspäteten Gegenzuges. Dieser Gegenzug hatte keine Chance, mit nur + 20 Minuten weiter in Richtung Černý Kříž zu fahren, denn es standen Dutzende von Fahrgästen mit Fahrrädern, die zusteigen wollten.

Im Winter ist der Fahrplan auf der trat' 194 wohl gut zu halten, wenn nur einige wenige Fahrgäste ein- und aussteigen. Ich bin schon mal gespannt, wie GWTR im nächsten Sommer das enorme Fahrgastaufkommen von Leuten mit Fahrräderrn stemmen will. Selbst mit den mehrteiligen Triebwagen wird das zeitweise kaum zu schaffen sein.

S přátelským pozdravem

Zamracena

von Zamracena - am 23.07.2017 14:32
Ahoj,

war Ende Juni diesen Jahres auch für ein paar Tage vor Ort.
Besonders am Besuchsbeginn kamen die Züge ziemlich Pünktlich und ich war angenehm überrascht.
Doch dann verschlechterte sich die Pünktlichkeit teils merklich und die Krönung gab es am 29.Juni,
als sowohl der 8107 (754 074) wie auch der 8109 (754 057) auf dem Weg von Budweis her wegen Lokschaden (so verstehe ich die Einträge dazu beim K-report) unterwegs strandeten.
Immerhin hatte man zeitnah Busse organisiert, welche dann auf der schmalen Straße durch den Naturpark fuhren.
Und man musste am nächsten Tag auf 749 018 zurückgreifen, da wurden Erinnerungen an die blubbernden Einsätze der Bertas von vor einigen Jahren wach...
So ganz verstehe ich die Misere in Budweis allerdings nicht, man hat für die drei Plantage doch wohl sechs Brillen (015, 022, 039, 057, 074 und 078) zur Verfügung und trotzdem wird es bei der Verfügbarkeit eng?
Gerade wenn ich da an einen Besuch im Mai 2011 zurückdenke, als man während meines zweiwöchigen Aufenthaltes mit drei verfügbaren und zumindest äusserlich teils überaus abgewirtschafteten Bertas den Betrieb ziemlich stabil abwickelte.


Zitat
Strojmistr
dadurch konnte Os 8109 natürlich unmöglich pünktlich starten, da die Garnitur zu der zeit noch in Krems stand - Ersatzgarnitur oder gar Lok hat man ja nicht


Die 749 018 ist ja schon der tageweise Ersatz und mehr wird wohl nicht auffindbar sein...

Da hat man sicher aus betriebswirtschaftlicher Sicht beim westlichen Nachbarn gelernt. Wobei, da sind wir noch weiter voraus,
denn Ersatzbusse hätte es zumindest so zeitnah nicht gegeben (Vorsicht, böswillige Unterstellung meinerseits :cool: )
Allerdings habe ich da so meine Erfahrungen!

Grüße, Martin

von Martin L. - am 23.07.2017 15:37

Einsatzbestand

Hallo Martin,

leider ist der Schadlokbestand bei den Pilsener Brillen unverändert hoch. Alle Blitzbrillen kaputt, teilweise schon seit Anfang März: 024, 027, 029, 057. Ebenso die 022 und 039. Die 078 scheint momentan auch einer Reparatur zu bedürfen. Immerhin ist heute die 015 wieder in den Einsatz zurückgekehrt. Dafür strich die 063 (vor reichlich 1 Woche nach Budweis beordert) bereits in Krems die Segel. An der 074 meinte ich gestern leichte Brandspuren unter dem seitlichen Lüftergitter gesehen zu haben.

Übers Wochenende musste auch die 754.009 von Taus aus auf der 183 aushelfen, nachdem man dort schon die ganze Woche Betrieb mit 3 Loks machen musste. Rücküberführunge heute mit Os 17554, also Brille vor Büchse, damit sie morgen früh wieder auf der 180 zur Verfügung steht. Das PJ Pilsen pfeift also nach wie vor auf dem letzten Loch.

Tja, die Bertas waren trotz 10 Jahren mehr auf dem Buckel wesentlich zuverlässiger. Alldings - ich hatte das schon mal zu diesem Thema geschrieben - schickte man damals auch nur täglich 1 Maschine 2x in die Berge. Und kaputt gingen sie zuweilen auch schon. Allerdings weitaus seltener.

Gruß
Michael

von Strojmistr - am 23.07.2017 21:22

Fahr"pläne" KBS 194 und eigene Erfahrungen

Hallo Michael,

eigentlich gedachte ich aufgrund meiner Schienenkreuzfahrt dort entlang einen neuen Beitrag zu verfassen. Da bist Du mir nun zuvorgekommen.

Weil ich für meinen zweiten Anlauf zu einer Mitfahrt in einem lokbespannten Zug genau den 22. Juli wählte, habe ich zu dem von Dir festgehaltenen nur wenig neue Daten zu liefern, nur möglicherweise andere Gedanken dazu. (Mein erster Versuch scheiterte vor knapp 2 Jahren durch Anschlußverlust in Č. B. von Gmünd her, weil ein umgestürzter Baum auf dem Gleis lag; da blieb dann nur die Mitfahrt im 842). Ich fände es nicht schlecht, wenn sich noch mehr Licht auf die Gründe der horrenden Verspätungen ermitteln lassen würden. Gesehen habe ich Dich übrigens nicht entlang der Strecke (was aber nichts heißen soll). Darf ich trotzdem fragen, woher Du die Zeitangaben für Deinen Beitrag hast?

Ich stieg also nach der fünften Nachtschicht in Folge nicht ins Bett, sondern in Züge über Simbach und Linz nach České Budějovice, um ab dort die Mitfahrt im Os 8109 zu feiern und weiter über Volary erstmals die Strecke über Vimperk nach Strakonice zu befahren. Dort buchte ich eine Hotelnacht, um dann nach über 29 Stunden mal wieder schlafen zu können.
Mit 7 min Verspätung erreichte "mein" (R)Ex 1542 České Budějovice. Dort wollte ich noch schnell Fahrkarten für den Folgetag kaufen, weil die Schalterexperten von DB Vertrieb (für mich doch überraschend) nicht in der Lage waren, Fahrkarten zu Zielen abseits der EC-Magistralen zu erstellen. Ich wurde auf den Erwerb der Fahrkarten im Zug verwiesen, was zwar die Umgehung der internationalen Tarife ermöglicht, aber eben auch "Servicegebühr" kostet. Bei meiner Ankunft in Č. B. war vom einige Minuten vorher zur Ankunft fälligen Böhmerwaldzug nichts zu sehen.

Im ČD-Zentrum am internationalen Schalter verhieß ein Monitor dessen Ankunft mit 40 min Verspätung und die Abfahrt mit 20 min Verspätung. Ob da noch der Anschluß in Černý Kříž warten würde, war die erste Frage in meine Kopf. Bei einem Anschlußverlust im 2h-Takt wäre die nächste Ankunft in Strakonice erst 20:47 Uhr und somit dann schon klar, daß es kein Abendessen mehr geben würde. Ich überlegte mir, daß ich die Fahrt über Volary nur antreten würde, wenn mein Platz nicht in einem Doppelstockwagen zu finden wäre.
Die Beratung des Paares vor mir am Schalter dauerte geschlagene 45 min, so daß ich immer "bessere" Laune bekam. Ich hätte längst den Fahrkartenschalter verlassen müssen, wenn die Anzeige die Ankunft des Os 8108 nicht immer weiter nach hinten geschoben hätte. Irgendwann standen da 70 min Verspätung. Wunderlicherweise nicht für den Ex, der pünktlich sein sollte.
Zur Planankunftszeit des Ex war ich mit den Fahrkarten fertig und "schnellte" auf die Bahnsteige, um ggf. wenigstens ein Belegbild des Ex anfertigen zu können. Er wurde auch fast pünktlich von 754 074 gebracht, welche anschließend sehr schnell ins Depot verschwand.

Mit 76 min Verspätung fuhr dann auch Os 8108 ein - und fuhr in ein besetztes Gleis ein. Hä? Man hat es wohl nicht eilig?
Dafür war der Wagenpark perfekt für meine Wünsche. Hinter der 749 018 lief ein D (also vollständiger Gepäckwagen), dann zwei Doppelstockwagen und ein BDs ein. Somit war in dessen Sitzabteilen die Mitfahrt am offenen Fenster wie gewünscht möglich, bei der Fahrt als Os 8109 also im ersten Wagen hinter der Lok. Meine Entscheidung fiel also zur Mitfahrt und zum nahrungsfreien Abend aus. Ich erwartete nun die 754 074 am anderen Ende, aber das geschah nicht. Nach Abfahrt des anderen Zuges (R 710) nach Umstieg einiger Reisenden (auch mit Fahrrädern), umfuhr die 749 018 den Wagenpark und startet dann mit 54 min Verspätung die Fahrt. Schon in Boršov nad Vltavou rächte sich der (aus Disponentensicht sinnlos) ausgebliebene Lokwechsel in Č. B. durch einen 15-minütigen Aufenthalt. Der eigentlich um 15:25 Uhr fällige Os 8110 ließ auf sich warten und so ging es für Os 8109 erst um 15:40 Uhr mit nun 68 min Verspätung weiter.

Die 749 018, zu deren Erlebnis ich jetzt völlig ungeplant kam, war mit dem schweren Zug auf den derben Steigungen hart gefordert - und konnte die Fahrzeit nicht halten! Bis Křemže kamen weitere 5 min Verspätung dazu - und das lag nicht an Aufenthaltszeiten an Bahnsteigen. Abfahrt Křemže also um 15:59 Uhr. Trotz der hohen Verspätung gab es an vielen Bahnsteigen nennenswerten Fahrgastwechsel, hervorzuheben war Holubov. Der Maschinist auf der Lok fuhr nach meiner Ansicht mit allem, was die Lok und die Strecke hergab, es reichte aber nicht zum Beibehalten der Verspätung von 73 Minuten ab Křemže.

Erst in Polná na Šumavě gab es die nächste Kreuzung. Dort wartete 754 063 mit einem einstöckigen Zug (wie von Michsel beschrieben, zwei Wagen blau, zwei grün/weiß). 16:56 Uhr war es bei der Abfahrt der beiden Züge, Os 8112 hatte ab dort also auch 33 min Verspätung (vorher weiß ich es nicht). Nach der Einfahrt in Černá v Pošumaví blieb das Ausfahrsignal auf Halt. Es dauerte aber nur ganz kurz, dann schaltete der Bahnübergang ein und es erschien ARRIVAs 845 101.
In Horní Planá ging es wieder nicht gleich weiter, der Lokführer schrieb wohl einen Befehl und anschließend gab es Ersatzsignal für die Ausfahrt. Später mußte ein defekter BÜ gesichert werden und so waren es dann 86 min Verspätung bei der Ankunft in Černý Kříž. Kurz vorher kam die Zugbegleiterin und erklärte, daß der Zug in Černý Kříž enden würde und es dort mit dem Bus weiter ginge. Bus? Wieso? Ich wolle nach Strakonice! Ja, Bus nach Volary solle ich fahren ... . Der Bus stand wirklich da und in diesen stiegen ca. 20 Personen und 8 Fahrräder ein. Das möchte ich mal in Deutschland sehen - da ginge die Welt unter mit Fahrrädern im Fahrgastraum eines Reisebusses. Weil der Fahrer aber nach jemandem suchte, der ihm Ziel und Fahrtgenehmigung erteilte, stieg ich wieder aus und machte lieber noch einige Fotos nach Umfahren der 749 018 vor dem nun als Os 8114 um 18:04 Uhr startenden Zug. Außerdem stand gegenüber des eingefahrenen Os 8109 der 814 113 zur Fahrt nach Nové Údolí bereit (der nun auch mit ca. 30 min Verspätung als Os 18010). Der 814 113 würde mich auch noch nach Volary bringen, so daß ich den Bus nicht brauchen würde (hoffentlich! Wir warteten dann ca. 10 min auf Anschluß aus Os 8111).

Mein Fazit lautet nun ganz banal, daß ich eine erlebnisreiche Mitfahrt in einem angenehmen Zug durch eine tolle Landschaft hatte - wenn ich alle Umstände drum herum ausblenden wollte. Aber genau das ist mir nicht so gut möglich. Zu viel hatte nicht gepaßt, und einiges hätte auch nicht so sein müssen. Anfangs (vor Český Krumlov) schwebten mir Vergleiche der südböhmischen Diesel-ČD mit Regio Württemberg im Kopf herum. Beide als Fälle von nahezu vollständiger Hoffnungslosigkeit bis zum Ersatz durch den Ersatz. Beide erkennbar resigniert und willenlos zur Besserung und vor allem zur Umsetzung des trotz widriger Umstände noch Möglichen. Später erkannte ich dann, daß solche Äußerungen ohne Beobachtungen über eine längere Zeit unseriös sind - und auch überheblich. Auch als Insider kennt man bei Weitem nicht alle Umstände und Parameter, die zu diesem oder jenen Ergebnis oder so oder solcher Entscheidung geführt haben. Aus meiner Sicht auf jeden Fall richtig schlecht ist der Einsatz der 749 vor dem schwersten aller Züge gewesen (am nächten Tag fehlte der BDs - da bespannte dann auch die 754 063 den Zug). Außerdem diente der Gepäckwagen auf der Fahrt als Os 8111 nur dem Transport eines der Zugbegleiter. Leute mit Fahrrädern und Gepäck wurden in die Doppelstockwagen verwiesen - eine Sonderlichkeit, die mir schon in verschiedenen anderen ČD-Zügen auffiel. Wozu also der Ballast eines Gepäckwagens (und eines weiteren Halbgepäckwagens)? Der Variante mit der Einfahrt als Os 8108 bei 75 min Verspätung in eine besetztes Gleis, ohne daß am anderen Ende des Zuges eine andere Lok beigestellt wird (die als 754 074 ja wenige Minuten vorher erst ins Depot fuhr, somit mit Lokführer vorhanden war), ist zu bescheinigen, daß dadurch die Verspätung des Os 8109 ab Boršov nad Vltavou um ca. 30 min höher ausfiel als zwingend und zusätzlich der Os 18010 in Černý Kříž ebenfalls 30 min verspätet wurde. Ich denke, das darf als ein klarer Fehler gelten. Was ich aber nicht weiß ist, wodurch die 75 min Ankunftsverspätung des Os 8108 herrührten. Daß der Ex den Os 8108 überholt haben soll, halte ich auf eingleisiger Strecke mit großen Bahnhofsabständen für völlig widersinnig, auch scheint mir die von Michael genannte Aufentshaltszeit des Zuges von 22 min in Křemže für ein Ein- und Überholen und Verlassen des Abschnitts bis Boršov nad Vltavou für zu kurz (ich weiß das aber nicht besser, hab zu dieser Zeit ja in Č. B. gewartet). Im ČD-Centrum meine ich als Antwort auf eine Kundenanfrage zu den Verspätungen neben Achselzucken etwas von Feuer gehört zu haben. Am 22.07. fuhr nach Nové Údolí ein Dampfzug ... Ein bestätigter Zusammenhang ist mir nicht bekannt geworden. Weiß es jemand anderes?


Nun, so viel zu meiner Sicht auf die Dinge dort (nach einer trotzdem im Gedächtnis haftenden Mitfahrt).

Freundliche Grüße
217 055

von 217 055 - am 25.07.2017 15:53
Jetzt stehe ich auf dem Schlauch, warum hat die 749 den schwersten Zug? Das müsste sich doch fast die Waage gehalten haben

Lerstes Jahr waren sogar drei Doppelstockwagen und ein D im Einsatz

von LVT771 - am 26.07.2017 03:13
Zitat
LVT771
Jetzt stehe ich auf dem Schlauch, warum hat die 749 den schwersten Zug? Das müsste sich doch fast die Waage gehalten haben


Ja, warum ist die richtige Frage. Das ist ja gerade die Auffälligkeit, daß der Ex aus 4 einstöckigen Wagen und der zweite Personenzugwagenpark aus ebenso 4 einstöckigen Wagen mit einer nominal um 500 PS leistungsfähigeren 754 bespannt wurden und der um ca. 20% schwerere Wagenpark mit 2 Doppelstockwagen und zwei einstöckigen Wagen der 749 vorbehalten blieb. Sinn würde das nur machen, wenn bei den 754 abgeschaltete Fahrmotoren vorgelegen hätten, was ich aber nicht weiß. Auf dieser Strecke würde so eine Lok bergwärts aber wohl besser nicht auf die Strecke gehen!
Bei den vielen Lokschäden wurde ja selten bekannt, welche technischen Details zum Abbruch der Fahrt führten. Möglicherweise ist es ja auch manchmal "nur" ein defekter Fahrmotor. Ein Lokführer aus Plzen beschrieb mir mal die Baureihe 754 als aktuell sehr problematisch aufgrund elektrischer Ermüdung (Isolationswerte usw.). Da ging es gerade nicht um die Dieselmotoren, die bei der gesamten Brillenfamilie ja als nicht so besonders schadensarm galten/gelten (mit Schwerpunkt aber wohl bei den 1800 PS-Motoren der 753/750).

von 217 055 - am 26.07.2017 21:11

Re: Fahr"pläne" KBS 194 und eigene Erfahrungen

Ahoj 217 055,

das ist ja schade das wir uns nicht begegnet sind. Es war sicher ein schönes Erlebnis, die arbeitende 018 am offenen Fenster zu genießen. Und wenn dazu noch ungeplant - um so besser. Ich selbst konnte nicht bis zum (bitteren) Ende bleiben. Die Fahrzeiten stammen somit nicht aus der Ablesung einer eigenen Stoppuhr, sondern unter Mitwirkung eines guten Freundes aber aus gesicherter Quelle.

Die Anhängelast, die 754.074 und 749.018 anvertraut wurde, sehe ich nicht so problematisch. Wenn der Umlauf eben so ist, muss die Berta eben 4 Wagen ziehen. Das taten sie früher auch schon in der Hochsaison. Was da immer kaputt geht, möchte ich auch mal wissen. Fahrmotor-Schäden sind allerdings gar nicht so selten. Habe ich aber auch schon bei Bertas und Transistoren erlebt. Und Anfang Mai wurde auch 754.074 mit qualmenden Fahrmotor bei der Anfahrt auf Höritz - für diejenigen, die damit nichts anfangen können Hořice na Šumavě, fotografiert.

Thema Fahrradbeförderung: in letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass an allen Gepäckwagen, egal ob Najbrt I oder II zwar das Koffersymbol angebracht ist, das Fahrradsymbol jedoch entfernt wurde. Will man den Zugbegleiter eventuell von der Annahme und der Verladung selbiger entlasten?

Gruß
Michael

von Strojmistr - am 27.07.2017 15:38

Re: Fahr"pläne" KBS 194 und eigene Erfahrungen

Moin,
meine Eindrücke zu den Verspätungen auf der 194 aus den letzten beiden Tagen:
Vorab, das Wetter war recht durchwachsen (aber nicht durchgehend schlecht).
Am Mittwoch kaum Touristen unterwegs, also auch keinerlei Fahrräder. Züge waren fast alle Plan, wäre nicht der Ex nach Praha mit der 754.078 irgendwo bei Borsov gestrandet. Das hat dem Gegenzug 8109 ne gute Stunde verpasst, weshalb dann in Cerny Kriz gewendet wurde, Rückfahrt dann wieder Plan.
Am Donnerstag etwas besseres Wetter, also auch mehr Fahrräder unterwegs. Das brachte den lokbespannten Os im Schnitt 10-15 Minuten, der Triebwagenzug kann das dank funktionsfähiger Bedarfshalt-Anlage (und durch Auslassen eben dieser Bedarfshalte) recht gut kompensieren. Dahür hatte der bergwärtige Ex etwa 45 Minuten Verspätung. An der Lok (754.039) lag es sicher nicht, die blubberte schon kurz nach 8 Uhr wartend im Betriebswerk herum. Wende dann auch schon in (wahrscheinlich) Nova Pec oder Cerny Kriz, Rückfahrt dann wieder planmäßig.
Übrigens reicht auch die geringe Zahl von 5 Fahrrädern, um einem Zug 8 Minuten mitzugeben. Wenn eben diese 5 Fahrräder von Hochleistungs-Senioren (von der Kleidung her hätten die auf der Tour de France mitfahren können) pilotiert werden, welche dann nicht in der Lage sind, ihre Fahrräder halbwegs zügig in einen der Flachwagen (beim Packwagen wäre das auch nicht anders gewesen) zu heben... Erstaunlich, daß sie es mit dem Fahrrad überhaupt zum Bahnsteig geschafft haben.
Hier helfen einzig Tiefeinstieg-DoStos mit ausgeräumtem Untergeschoß, so wie es die DB vor gut 10 Jahren im Emsland (Rheine-Emden) vorgemacht hat. Am besten 3 an der Zahl, dazu ein BD. Und eine 750.7 davor, die scheinen zuverlässiger und auch leistungsstärker zu sein (hätte man wohl noch umbauen müssen/können, wenn man diese Strecke behalten hätte). Gut, für die CD sind jegliche Gedanken zur Verbesserung der Situation zu spät, die letzten Saison-Wochen schafft man auch noch, irgendwie. Und was ab 2018 passiert, steht in den Sternen. Ich sehe da ehrlich gesagt schwarz, aber ich kann mich auch täuschen.

MfG 1418

von 1418 - am 28.07.2017 02:33

Re: Fahr"pläne" KBS 194 und eigene Erfahrungen

Hey Michael,

Zitat
Strojmistr
Ahoj 217 055,

das ist ja schade das wir uns nicht begegnet sind. Es war sicher ein schönes Erlebnis, die arbeitende 018 am offenen Fenster zu genießen. Und wenn dazu noch ungeplant - um so besser.


Ja, schon schade. Aber über ggf. Erkennen und Winken und Freuen wäre es wahrscheinlich doch nicht hinaus gegangen.

Nun, und die Fahrt selber war auf jeden Fall ein Genuß. Es hat rein auf das Erlebnis klassischer Eisenbahn bezogen alles gepaßt. Sogar die Sonne hat überwiegend zugeschaut. Die 749 018 als Zugpferd hatte ich vorher auch noch nie als Fahrgast erlebt (die hat einen guten Eindruck hinterlassen). Erwartet und gewünscht hatte ich mir trotzdem eine 754, schon deshalb, um einen direkten Vergleich zu haben gegenüber von vor ca. 10 Jahren (749 134).

Zitat
Strojmistr
Die Anhängelast, die 754.074 und 749.018 anvertraut wurde, sehe ich nicht so problematisch. Wenn der Umlauf eben so ist, muss die Berta eben 4 Wagen ziehen. Das taten sie früher auch schon in der Hochsaison.


Die Frage ist ja nicht, ob vier Wagen überhaupt bewältigt werden können. Die stehen eben nur im Verhältnis zur Lokleistung und der erreichbaren Geschwindigkeit in Bezug zu geplanten Fahrzeiten scheinbar in einem Mißverhältnis. Und bei Feststellung dessen kann man dann natürlich auch nach dem Sinn von "Ballast"-Gepäckwagen fragen.

Zitat
Strojmistr
Thema Fahrradbeförderung: in letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass an allen Gepäckwagen, egal ob Najbrt I oder II zwar das Koffersymbol angebracht ist, das Fahrradsymbol jedoch entfernt wurde. Will man den Zugbegleiter eventuell von der Annahme und der Verladung selbiger entlasten?


Dieses Thema, daß Fahrräder in Gepäckwagen nicht mehr erwünscht zu sein scheinen, scheint flächendeckend zu sein. Auch in den R von Cheb Richtung K. V. werden die Fahrräder nicht (mehr) in den Gepäckwagen gelassen. Früher gab es ja auch im Kursbuch die verschiedenen Arten der Fahrradmitnahme im Zug mit Symbolen ausgewiesen. Das war schon etwas kompliziert. Im einigen Zügen (in der Regel Os) war der Kunde verantwortlich, das Fahrrad blieb ein zu transportierendes Fahrrad. Züge mit Gepäckwagen (meist R) hatten aber i. d. R. immer die Symbolik, daß das Fahrrad als Reisegepäck im Gepäckwagen aufzugeben sei. Vielleicht wurde das jetzt vereinheitlicht. Ich hab auch in anderen Zügen (R Plzeň - Č. B. - Jihlava - Brno, R Č. B. - Praha) gesehen, daß in vielen Wagen jeweils ein oder zwei Abteile zugunsten von Fahrradabteilen ausgebaut wurden, somit teilweise neue Kapazitäten geschaffen wurden.



Freundliche Grüße
217 055

von 217 055 - am 28.07.2017 19:26

Re: Dazu 2 Bilder von heute...

Moin,
aktueller Stand heute: Beim Os 8103 8:09 ab C.B. ging wieder mal die 749.018 für eine Runde ins Rennen. Startverspätung von 13 Minuten wegen zusätzlichem Tausch von Wagen (davon 5 Minuten, weil der Dosto erstmal grundgereinigt werden musste, bevor man ihn den Fahrgästen anbieten wollte), hat sich dann durch Fahrräder und verschobebe Kreuzungen auf gut 20 Minuten hochgeschraubt, also noch fast vertretbar. Bild dazu fast frisch vom Chip (Os 8108 bei Nova Pec):


Aber eigentlich wollte ich ja nur wegen diesem Zug mal kurz ins Gebirge (ebenda):


Und morgen laß ich mir die Ohren im Sazavatal vollballern.

MfG 1418

von 1418 - am 28.07.2017 19:28

Re: Fahr"pläne" KBS 194 und eigene Erfahrungen

Hallo "1418",

danke auch für Deine Schilderung.
Kunden, die nicht in der Lage sind ihr Gepäck zu bewältigen, sind natürlich ein durch den Betreiber von Zügen nie wirklich zu lösendes Problem. Und wenn sich so etwas an "jedem dritten" Halt wiederholt, kommen natürlich auch Verspätungen in nennenswerter Höhe zustande. Diese sind vom Betriebspersonal auch nicht konkret vorhersehbar, so daß damit kaum sinnstiftend disponiert werden kann.

Auf meiner Fahrt gab es solche Extreme nicht, eher Reisende, die bei Einfahrt des Zuges von dessen Erscheinen überrascht wurden (also schon nicht mehr damit gerechnet hatten) und dann aus der Wirtschaft herausstürzten.

Allerdings waren die meisten Fahrgäste nur über relativ kurze Strecken unterwegs, so daß nahezu an jedem Bahnsteig Austausch stattfand. Bedarfshalte sind da fast theoretisch, ich kann mich beim Os 8109 an max. 2 Halte erinnern, an denen keinerlei Bedarf bestand und de facto umsonst gehalten wurde.

Die Meinung, daß für die ČD die Zeit, um durchgreifend wirksame Verbesserungen zu finden, schon abgelaufen ist, teile ich ausdrücklich. Mich ärgert aber (neben dem grundsätzlich der zufriedenstellenden Nutzbarkeit des öffentlichen Verkehrs abträglichen Zustand durch Unzuverlässigkeit) darüber hinaus der Umstand, daß die schlechte Performance die Möglichkeit für den Neuanbieter erheblich verbessert, als eine Verbesserung wahrgenommen zu werden ohne wirklich gut zu sein. Diese Möglichkeit würde ich als unterlegener Bieter mit ziemlich hohem Aufwand versuchen zu verhindern. Wer gut sein will, soll dafür auch hoch springen müssen. Natürlich besteht immer noch die Möglichkeit, auch noch schlechter zu sein. Wie das dann wirklich ausfällt werden wir im nächsten Jahr sicher mitbekommen.


Grüße
217 055

von 217 055 - am 28.07.2017 20:21

Anbieterwechsel

Zitat
217 055
... der Umstand, daß die schlechte Performance die Möglichkeit für den Neuanbieter erheblich verbessert, als eine Verbesserung wahrgenommen zu werden ohne wirklich gut zu sein ... Wer gut ist, soll dafür auch hoch springen müssen. Natürlich besteht immer noch die Möglichkeit, auch noch schlechter zu sein. Das werden


Servus,

Du hast faktisch natürlich völlig recht. Dennoch steckt in Deinen Sätzen wie in unser aller Erwartung der Argwohn, daß GWTR mit den topographisch schwierigen, traditionsreichen und verkehrlich mindestens saisonal anspruchsvollen Böhmerwaldbahnen in die Knie geht bzw. erst gar nicht auf die Höhe kommt. Daß es eine Herausforderung wird, dürfte den Verantwortlichen bei Jihotrans in Budweis vermutlich noch weit klarer sein als uns. Vielleicht sollte man aber nicht vergessen, daß GWTR nicht bei Null anfängt, etliche Verkehrsrelationen schon seit einigen Jahren betreibt - und dazu gehören nicht nur Stichbähnchen mit einer Büchse wie im riesengebirgschen Aupatal. Dazu gehören auch das Zwodautal bis Kraslice und die Bäderbahn im Kaiserwald. Außerdem fängt man im Winter an, was an der Oberen Moldau keine besondere Saison bedeutet. Bis zum Sommer hat man also ein halbes Jahr Zeit, sich mit den Sprintern im "Normalverkehr" einzugewöhnen, und welches Rollmaterial man dann ab Mai 2018 für die aufkommensstarken Züge mit vielen Radlern etc. einsetzt, wird man sehen. Auch GWTR wird derzeit vermutlich genau hinschauen, wie die Staatsbahn den Verkehr übers Schwarze Kreuz bewältigt, oder eben nicht bewältigt. 628er könnte man noch etliche ankaufen, mit denen sammelt man jetzt auch Erfahrungen auf der 160, und von solchen die Motorwagen zu Doppelwagen gekuppelt, könnte auch eine (kraftvolle) Lösung sein.

Ich bin durchaus abwartend bis skeptisch, was die Zeit nach dem 9. Dezember betrifft, und finde den Abschied der Staatsbahn vom Böhmerwaldnetz und vom Heizhaus Wallern einen kulturgeschichtlichen Verlust und ewig schad'. Aber eben diese Staatsbahn enttäuscht doch derzeit maßlos. Alle die Berichte klingen nach "Wir haben halt keine Lust mehr dort droben". Das mindert manchen Phantomschmerz und weckt einfach die abneigungsfreie Neugier darauf, wie es die anderen machen wollen und werden. Maßlos enttäuschen können sie freilich, wenn sie an schönen Sommerferientagen mit einem einzigen Sprinter an hochfrequentierte Bahnsteige fahren. Sie könnten aber auch positiv überraschen. Über den Neuweltpaß haben sie etliche Jahre ja auch einen nicht gerade niedrigen Touristenverkehr bewältigt, bis der "nationale Transporteur" im Direktlauf von Liberec her übernehmen durfte. Warten wir es also ab. Eben jene ČD, die dort alte GWTR-Büchsen durch moderne Shuttle ablösen konnte, legt hier - unbedacht? - die Schwelle der Erwartung an das Zukünftige geradezu absurd niedrig. Deshalb würde ich gelassen bleiben. Und gerecht. Wer nämlich GWTR, wenn es nicht recht klappt mit dem Neuanfang, an den erfolgreichen Zeiten der ČD auf der 194 mißt, hat ebenso zweierlei Maß in der Hand, als wenn er einen reibungslosen Start mit diesem letzten katastrophalen Staatsbahnsommer vergleicht. Es ist eben die jeweils dahinterstehende Motivation zu berücksichtigen, über die reine Bestellung und Erbringung von Verkehrsleistungen hinaus. Wer keine Lust mehr hat, arbeitet anders als der Hochmotivierte, und der Erfahrene anders als der Blauäugige. Aber die ČD läßt leider gerade all ihre Erfahrung am Dreiländereck fahren ...

Um es mit Hubert von Goisern zu sagen:

es kann nur besser wern
es kann nur besser besser wern


- ob schon nächste Woche, wenn sich die einen Herren in Budweis nochmal am Riemen reißen,
- ob erst nächstes Jahr, wenn die anderen Herren in Budweis es richtig anpacken.
Genau so lange bleibt uns nur zwaarela: Frust. Und Spekulation.

Gruß,
Joachim

den die derzeitigen Berichte abschrecken, einfach streßfrei für zwei Tage den Rucksack zu packen, um übers Schwarze Kreuz nach Budweis zu fahren und nach Wallern retour ...

von Joachim Piephans - am 28.07.2017 21:27

Re: Fahr"pläne" KBS 194 und eigene Erfahrungen

Ahoj,

nach meinen heutigen Erfahrungen auf der trat' 194 kann ich nur das bestätigen, was mir bereits vor einem Jahr aufgefallen war: Das enorme Aufkommen von Fahrgästen mit Fahrrädern - vor allem am Wochenende - ist der Hauptgrund für die Verspätungen.

Ich fuhr heute mit Os 8103 von Černý Kříž nach Nové Údolí. Bereits bei der Ankunft in Černý Kříž hat dieser Zug +10 Minuten. Bei der Ankunft in Nové Údolí dauerte es etwa 10 Minuten, bis alle Fahrräder aus dem Gepäckwagen ausgeladen waren, der proppenvoll war. Erst dann konnte der Zug zurücksetzen, die 754er umfahren und den Wagenzug zurück an den Bahnsteig drücken. Dann kam auch noch der Dampfsonderzug mit der 464 008, der für die Zugkreuzung ins Umfahrungsgleis gelassen wurde. Der Planzug verließ als Rückleistung Os 8108 mit mehr als einer halben Stunde Verspätung Nové Údolí.

Auch nach meiner Erfahrung scheint man dem Rx absolute Priorität einzuräumen.

Bei allen Einzelfällen, in denen es technische Probleme mit den 754ern gab, so ist doch das Fahrradein- und ausladen in die Os das eigentliche Problem und der Grund für die erheblichen Verspätungen.

GWTR wird diese Fahrradmengen in den Regiosprintern allein nicht befördern können. Wie ich gehört habe, sollen bis zum Saisonbeginn 2018 spezielle Transportwagen gebaut werden, die man zwischen zwei Regiosprinter kuppeln will.

Ich persönlich halte es für sinnvoll, auf der trat' 194 einen saisonalen Stundentakt einzuführen. Dann würden sich die Leute mit Fahrräden verteilen und der Fahrplan wäre wesentlich stabiler.

Ich weiß nicht, ob das schon einmal Thema im Forum war: In der Werkstatt in Volary werden zum Fahrplanwechsel nicht die Lichter ausgehen. GWTR mietet die Hallen von der ČD an.

S přátelským pozdravem

Zamracena

von Zamracena - am 29.07.2017 19:58

Re: Fahr"pläne" KBS 194 und eigene Erfahrungen

Ahoj allerseits,

am vergangenen Donnerstag und Freitag (17. u. 18.08.) habe ich noch einmal 2 Tage an der KBS 194 verbracht - und eine wesentlich bessere Betriebslage vorgefunden, als zuletzt immer wieder zu bemerken war.

Es gab über den gesamten Tag eigentlich keine Verspätungen oberhalb 15 min, meist aber nur bis zu 5 min. Und das, obwohl sehr gutes Wetter war!
Am Donnerstag gab es nur Os 8107 mit einer Verspätung zw. 15 und 20 min vor Polná na Šumavě, so daß die Kreuzung mit dem Rx 632 nach Hořice na Šumavě verlegt wurde. Die Züge trafen sich dort nahezu gleichzeitig, so daß die Verspätung des 8107 ab Polná na Šumavě bei ca. 15 min gelegen haben dürfte.

Erst am Freitag Nachmittag gab es steigende Verspätungen, beginnend mit Os 8107, dessen Kreuzung mit dem Rx wieder nach Hořice na Šumavě verlegt wurde. Anschließend wurde die Kreuzung mit Os 8110 wohl in Horní Planá belassen (mögliche Verspätungen auch schon vor Horní Planá sind mir nicht bekannt), so daß Os 8110 mit ca. 20 min Verspätung durch das ehemalige Sperrgebiet bei Polečnice fuhr. Os 8109 erschien dann auch mit ca. 20 min Verspätung und kreuzte in Černá v Pošumaví mit Os 8112. Der theoretische Anschlußzug in Černý Kříž Richtung Volary - Číčenice hat nicht gewartet, sondern traf pünktlich in Volary ein. Ob diesmal ein Bus gestellt wurde (nebenbei: wo soll der eigentlich sinnvoll fahren?), ist mir unbekannt - ein Anschlußverlust in Höhe von 2h tritt je nach Reiseziel/-weg auf jeden Fall ein. Und so ist es wie immer: was für die Einen gut ist (pünktlicher Zuglauf Černý Kříž - Číčenice mit funktionierendem Zuganschlüssen in Volary und Číčenice sowie möglicherweise allerhand Busanschlüsse auf Unterwegsbahnhöfen wie Prachatice usw.), ist für die Anderen (Umsteiger aus Os 8109) einfach nur Mist.

Ich konnte auch beobachten, daß bei nicht sehr stark besetzten Zügen auch lokbespannte Züge an Bedarfshalten nicht gehalten haben (speziell Os 8100). Auch wenn das bei den 842ern sicher mit Haltewunschtasten einfacher zu regeln ist, gehen tut das bei 2 Zugbegleitern für 3 bzw. max. 4 Wagen eigentlich auch (außer bei starkem Fahrgastwechsel). Und bei solch "sinnlosen" Halteabständen wie von Přísečná bis Domoradice (sind es überhaupt 500 m von Bahnsteig zu Bahnsteig?) macht sich das auch bemerkbar.

Mein persönliches Fazit lautet also, daß man als Reisender möglichst nicht mit letzten Verbindungen bei überregionalen Fahrten planen, sondern leider immer 2h Reserve eingeplant sein sollte für den Fall X. Weder warten die Züge der ČD immer zuverlässig (wie ja im Nebennetz durchaus üblich) noch gilt das für Busse wie beispielsweise jene in Nové Údolí. Es besteht aber doch auch die Chance, daß der Zugverkehr pünktlich läuft (5 min Toleranz immer eingerechnet). An den beschriebenen beiden Tagen hatte der eine Wagenpark 3 B und einen Ds; der zweite Wagenpark bestand am Donnerstag aus einem Ds und je einem Bdmt und B - am Freitag dann aus einem Ds und zwei Bdmt. Mit diesen Zugbildungen funktionierten auch die Fahrzeiten, die Lokgestellung lag stabil bei 754 078 vor dem "Dosto-Zug", 754 063 vor dem "Einstockzug" und 754 015 vor dem Ex/Rx. Lediglich am Donnerstag entschwand nach dem Os 8100 die 754 022 aus dem Einsatz und wurde durch die 078 ersetzt.

Ganz zum Schluß sei noch erwähnt, daß am 18.08. das Heer einen Truppenzug in Polečnice erwartete und angeliefert bekam. Dabei waren 749 018, 019 und 751 219 im Einsatz. Aber das Umfeld des Bahnhofs wimmelte von Aufpassern, die Lichtrichtung passte nicht und meine Ziele waren klar definiert, so daß ich der durchaus vorhandenen Vorliebe für die Möglichkeiten des Augenblicks für diesen Tag eine Absage erteilte.


Freundliche Grüße
217 055

von 217 055 - am 20.08.2017 00:51
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