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RNLF-Tratschforum
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Tw237, Daniel Wottringer, Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R., Vetter 16SH, Eisdebahn, Fantômas, LU-ET 689, Führerbremsventil, Einholmstromabnehmer

Vor der Drohung hab ich keine Angst

Startbeitrag von Einholmstromabnehmer am 30.07.2014 21:20

Vor der Drohung hab ich keine Angst. Wenn der Lindenhöfer mit 100 km/h an mir vorbei fährt, hat der einen Anhalteweg von mehreren hundert Metern. Dann kann er gerne zurückgerannt kommen und versuchen mich zu fassen. Womöglich schleppt er einen fetten Bierbauch vor sich her, da bin ich mit meinen knapp 60 kg ihm überlegen, wenn's um die Flucht geht.
Und merk dir eins, Lindenhöfer: ich bin dem Twen-Alter schon lange entwachsen (Zitat Lokleitung), also immer schön nach nem älteren Mann Ausschau halten!

Antworten:

ich werde mich auf jeden Fall beschweren...

... wenn mein Zug ausfällt, weil der Lindenhöfer meint er muss mit seinem GüZu eine Strecke blockieren um sich aufspielen zu können.

von Tw237 - am 30.07.2014 21:41

Re: ich werde mich auf jeden Fall beschweren...

Mach das. Selbst wenn er weiter fährt, kann danach u.U. mal etwas eingeschränkter Verkehr herrschen und die züge bleiben stehn...

von Daniel Wottringer - am 30.07.2014 21:53

Re: ich werde mich auf jeden Fall beschweren...

Zitat
Wottri
Mach das.


Dafür gibts ja Fahrgastrechte :-P


Zitat
Wottri
Selbst wenn er weiter fährt, kann danach u.U. mal etwas eingeschränkter Verkehr herrschen und die züge bleiben stehn...


Bloß sollte man sich eben überlegen, ob hier wirklich eine bestimmte Maßnahme ergreift. Denn der Fuzzi ist bis zum Eintreffen der Beamten wohl weg. Wäre es ein Suizidaler, wäre er wohl höchstwahrscheinlich erfolgreich und würde seinen Plan so oder so ausführen.

Also ist das Melden eines unberechtigten Fuzzis im Gleisbereich nur eine Repressalie gegen die Kunden. Und die sind im Bahnbetrieb, wie bei jedem anderen Geschäft auch das Wichtigste.

Wenn wegen irgendwelcher Wichtigtuermaßnahmen die Kunden wegbleiben und die Kosten (z.B.durch Fahrgastrechte) steigen, wird der von der öffentlichen Hand bereitgestellte Geldbetrag für SPNV und Infratruktur möglicherweise nicht mehr ausreichen, das Angebt aufrechtzuerhalten.
Dann braucht man vielleicht auch wieder weniger Personal. Z.B. auf Stellwerken oder in TrieWas&Lokken.

von Tw237 - am 30.07.2014 22:06

Ähem...

"Wichtigtuermaßnahmen"... das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen...

Wenn einer in den Bahnbetrieb eingreift, EGAL WER, und dann das Bahnpersonal zur Sicherung desselben die entsprechenden Maßnahmen ergreift, dann ist das also -völlig unabhängig von den beteiligten Personen- "wichtigtuerisch"?

Es gibt ja außer dem Lindenhöfer und dem Einholmer ja noch genügend andere Menschen auf dieser Erdscheibe, DU würdest also bei einem Zugausfall, der auf z.B. fuzzierende Figuren (im Gefährdungsbereich) und den daraus resultierenden Betriebsstörungen zurückzuführen ist, erstmal nachprüfen (wie auch immer), ob "der Lindenhöfer" daran beteiligt war, und dann Beschwerde einreichen?

DAS ist an Egoismus und völliger Verkennung der Realität kaum zu übertreffen!

"Stillstand ist immer noch die sicherste Form des Bahnbetriebs" (Zitat ich weiß nicht mehr von woher)

Ich muß da dem Lindenhöfer, abgesehen von seinem Vorschlag der "direkten Krafteinleitung im Kieferbereich", mal uneingeschränkt zustimmen.
Ich weiß nicht, wieviele Schreckmomente DU schon hattest, mit blitzartigem Hebelnachhintenreißen und Atemanhalten- aber ICH könnte auf jeden bisherigen und die künftigen davon dankend verzichten. Schließlich gibt es einen Mitforumisten, der genau deshalb -und wegen der Folgen- nicht mehr auf dem Bock sitzt, obwohl er es sicher gern täte.

von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. - am 31.07.2014 08:01

Re: Ähem...

Zitat
HF
DU würdest also bei einem Zugausfall, der auf z.B. fuzzierende Figuren (im Gefährdungsbereich) und den daraus resultierenden Betriebsstörungen zurückzuführen ist, erstmal nachprüfen (wie auch immer), ob "der Lindenhöfer" daran beteiligt war, und dann Beschwerde einreichen?


Nein. Wenn mein Zug entsprechend verspätet ist fülle ich ein Fahrgastrechteformular aus und erhalte Geld zurück. Völlig ungeachtet des Grundes.
An Stelle der Bahn würde ich mir bei Häufung solcher Vorfälle aber Gedanken machen, welche Verspätungen eventuell vermeidbar sind. Und solche, die auf "gemeldete Fuzzis" zurückzuführen sind, sind das wohl.

Denn der große Teil der Menschen, die durch die Bahn zu Tode kommen, möchte das auch. Zumindest bei uns. Der geringste Teil sind da Unfälle. Und das sind dann meist solche, bei denen Berechtigte (Bahnarbeiter) zu Tode kommen oder Menschen die unfreiwillig ins Gleis geraten (z.B. von der Bahnsteigkante fallen).

Wenn sich aber jemand selbst in die Gefahr gegibt, weil ein weitwinkliges Lokbild machen will oder auch nur schnell auf die andere Seite möchte (oft in MA Rheinau(DB) zu beobachten) dann gibt es nur zwei Möglichkeiten:

1. Er ist nach wenigen Minuten oder gar Sekunden über alle Berge

2. Er wird von einem Zug erfasst und ist Matsch.

Vollkommen ungewertet davon, ob man ein solches Verhalten gutheißt oder nicht, änderst du daran nichts. Egal ob du eine Meldung absetzt, die Strecke blockierst oder sonstwas. Es wird immer bei den o.g. beiden Möglichkeiten bleiben, also ein Fassen der Person (zumindest an einem Stück) unmöglich sein. Bluten müssen hier in jedem Fall aber die Kunden, wenn die Strecke dicht ist, was bei Fällen der ersten Kategorie bei Nichtmelden entfallen würde.

Fazit: Repressalien treffen immer die Kunden und nie den (lebenden) Gleislatscher. Da ihr den 1holmstromabnehmer nicht ändern werdet erfreut euch einfach an seinen Bildern oder ignoriert sie.

von Tw237 - am 31.07.2014 08:49

Re: ich werde mich auf jeden Fall beschweren...

Zitat
Tw237
Zitat
Wottri
Mach das.


(...)

Also ist das Melden eines unberechtigten Fuzzis im Gleisbereich nur eine Repressalie gegen die Kunden. Und die sind im Bahnbetrieb, wie bei jedem anderen Geschäft auch das Wichtigste.

(...)


Und wie, bitteschön, soll der handelsübliche Tf erkennen, ob es sich um einen "berechtigten" Fuzzi handelt, um sich nicht nach Einleitung entsprechender Maßnahmen gar der Repression gegen Kunden "schuldig" ("schuldig" nach Lesart Tw237) gemacht zu haben?

Zitat
Tw237
ich werde mich auf jeden Fall beschweren...#
geschrieben von: Tw237
Datum: 30. Juli 2014 23:41

... wenn mein Zug ausfällt, weil der Lindenhöfer meint er muss mit seinem GüZu eine Strecke blockieren um sich aufspielen zu können


Zitat
Tw237
Zitat
HF
DU würdest also bei einem Zugausfall, der auf z.B. fuzzierende Figuren (im Gefährdungsbereich) und den daraus resultierenden Betriebsstörungen zurückzuführen ist, erstmal nachprüfen (wie auch immer), ob "der Lindenhöfer" daran beteiligt war, und dann Beschwerde einreichen?


Nein. Wenn mein Zug entsprechend verspätet ist fülle ich ein Fahrgastrechteformular aus und erhalte Geld zurück. Völlig ungeachtet des Grundes.
An Stelle der Bahn würde ich mir bei Häufung solcher Vorfälle aber Gedanken machen, welche Verspätungen eventuell vermeidbar sind. Und solche, die auf "gemeldete Fuzzis" zurückzuführen sind, sind das wohl.


Dann erkläre mir bzw. uns bitte mal, was ich HIER falsch verstanden habe.

von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. - am 31.07.2014 09:06

Re: Ähem...

Zitat
TW237
Fazit: Repressalien treffen immer die Kunden und nie den (lebenden) Gleislatscher. Da ihr den 1holmstromabnehmer nicht ändern werdet erfreut euch einfach an seinen Bildern oder ignoriert sie.



Es fällt mir schwer mich an seinen Bildern zu erfreuen, wenn er sich dadurch in Gefahr bringt! Und wenn er dabei zu Match gefahren wird, trifft es mal wieder die Bahn Kunden, wie dich und mich, die dann ihr "Fahrgastrechteformular" ausfüllen müssen. Darauf habe ich keine Bock!
Es hat eben eine andere Dimension die Gleise zu überqueren, als mal schnell bei Rot über die Ampel zu gehen!

von Vetter 16SH - am 31.07.2014 09:21

Re: Ähem...

Zitat
Vetter 16SH
Zitat
TW237
Fazit: Repressalien treffen immer die Kunden und nie den (lebenden) Gleislatscher. Da ihr den 1holmstromabnehmer nicht ändern werdet erfreut euch einfach an seinen Bildern oder ignoriert sie.



Es fällt mir schwer mich an seinen Bildern zu erfreuen, wenn er sich dadurch in Gefahr bringt! Und wenn er dabei zu Match gefahren wird, trifft es mal wieder die Bahn Kunden, wie dich und mich, die dann ihr "Fahrgastrechteformular" ausfüllen müssen. Darauf habe ich keine Bock!
Es hat eben eine andere Dimension die Gleise zu überqueren, als mal schnell bei Rot über die Ampel zu gehen!


Hast Du nicht jemand vergessen....? :rolleyes:

von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. - am 31.07.2014 09:27

Re: Ähem...

Zitat
Vetter 16SH

Es fällt mir schwer mich an seinen Bildern zu erfreuen, wenn er sich dadurch in Gefahr bringt! !


Ich halte mich die ganze Zeit raus aus dieser "Diskussion" weil ich so den Eindruck habe... den ich halt habe. Ich schreibs besser nicht, sonst ist irgendwer beleidigt.

Wie auch immer, ob "er" sich in Gefahr bringt ist mir nach langer Überlegung ehrlich gesagt vollkommen egal. Hat er halt Pech gehabt, wenn's ihn trifft.
Was ich dabei total Scheiße finde ist, wenn's ihn trifft, dann trifft es mindestens einen anderen mit, nämlich die- oder denjenigen, der / die da vorne im Führerstand sitzt.
Und vielleicht auch diejenigen, die die Sauerei hinterher wegputzen müssen.
Ich kenne das Gefühl leider, meiner damals wollte allerdings kein Foto machen, der wollte einfach nur mal kurz hinter dem Gegenzug (also meinem Gegenzug, für ihn fuhr ich ja den Gegenzug) übers Gleis. Zum Glück hat er es überlebt.

Was ist so schwer daran seine Fotos da zu machen, wo man sich normal und völlig legal bewegen kann?
Das Teleobjektiv wurde auch schon lange erfunden.
Mir fällt die Freude an solchen Fotos auch immer schwerer.

von Führerbremsventil - am 31.07.2014 09:50

Re: ich werde mich auf jeden Fall beschweren...

Zitat
HF
Und wie, bitteschön, soll der handelsübliche Tf erkennen, ob es sich um einen "berechtigten" Fuzzi handelt, um sich nicht nach Einleitung entsprechender Maßnahmen gar der Repression gegen Kunden "schuldig" ("schuldig" nach Lesart Tw237) gemacht zu haben?


Ganz einfach: Es ist egal! Von "berechtigten Fuzzis hab ich übrigens nichts geschrieben. Lies noch mal nach ;-)
Aber in Bezug auf die einzigen beiden möglichen Szenarien (1 und 2) ist das eh alles egal. Egal ob Fuzzi oder Gleislatscher. Bis die Meldung Wirkung zeigt ist er weg. Oder eben tot.




Zitat
HF
Dann erkläre mir bzw. uns bitte mal, was ich HIER falsch verstanden habe.


Ich nehme an, dass du das so interpretiert hast, dass ich das Fahrgastrechteforumular nur im Lindenhöfer-Fall ausfülle. Da es mir aber in erster Linie darum geht, dass mir eine Leistung verkauft wurde, die nicht erfüllt wurde, geht es mir in jedem Fall um die Kohle. Zweitens kann ich die genauen Hintergründe einer Streckensperrung ohnehin nicht einsehen.
Aber die Bahn sollte sich vielleicht dann beim Überhandnehmen solcher Vorkommnisse bei der Personalwahl auf Leute stützen, die absehen können, was sie mit der Einleitung bestimmter Maßnahmen überhaupt erreichen können. Und welchen Preis ihr Arbeitgeber dafür zahlen muss.

von Tw237 - am 31.07.2014 09:58

Re: Ähem...

Zitat
V16 SH
Und wenn er dabei zu Match gefahren wird, trifft es mal wieder die Bahn Kunden, wie dich und mich, die dann ihr "Fahrgastrechteformular" ausfüllen müssen. Darauf habe ich keine Bock!
Es hat eben eine andere Dimension die Gleise zu überqueren, als mal schnell bei Rot über die Ampel zu gehen!


Ich denke dem kann ich soweit zustimmen. Aber du änderst daran nichts, wenn jeder Gleislatscher gemeldet und die Strecke gesperrt wird, was ja hier das Thema ist.



Fall1:

Ein Gleislatscher überquert die Gleise und überlebt.

Szenario 1: Ein LoFü sieht ihn, meldet das, die Strecke wird gesperrt,... usw... wie von wottri unten realitätsnah beschrieben
Der Gleislatscher ist längst über alle Berge! Alles umsonst! Der Gleislatscher wird nicht belangt.
Folge: Zugausfälle, Verspätungen, =>Fahrgastrechte

Szenario 2: Ein LoFü sieht ihn, macht nix, fährt weiter
Der Gleislatscher wird wie in Szenario 1 nicht belangt.
Folge: Alle sind happy.



Fall 2:

Ein Gleislatscher überquert Gleise und wird erfasst und ist Matsch.

Es gibt nur ein Szenario. LoFü meldet das, die Strecke wird gesperrt,... usw...
Der Gleislatscher ist tot und kann auch nicht mehr belangt werden. Das wäre nicht abzuwenden gewesen.
Folge: Zugausfälle, Verspätungen, =>Fahrgastrechte




Fazit: In Fall 2 ist das Schicksal unabwendbar und führt zu allen unangenehmen Folgen. In Fall 1 ist mir Szenario 2 lieber.

Welchen Grund sollte man haben in Fall 1 Szenario 1 besser zu finden? Wohl nur einzelne Personale, die eine interessante Geschichte brauchen, die sie in der Kantine ihren Kollegen erzählen können.

von Tw237 - am 31.07.2014 10:12

Re: Ähem...

Mal ein weiteres Szenario: Lokführer meldet mir einfach nur per Funk: "Du Fahrdienst, da war n Fuzzi oder so direkt im Lichtraumprofil gestanden, mach ma' was."
Der Fuzzi, oder so, wird noch an Ort und Stelle totgefahren, weil ich zum Wohl der Kunden nicht sperre oder andere Maßnahmen einleite. Der Mann mit der schwarzen Robe hört dann Im Rahmen der Ermittlungen den aufgezeichneten Funk ab. Der Fdl ist dann automatisch mit im Boot, denn eine Gefährdung des Eisenbahnbetriebes war ihm zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt. Und er hat nicht wie vorgesehen gehandelt. Ich selbst kenne einen Kollegen, der wegen sowas kein Fdl mehr ist. Er wollte ja nur, das die Reisenden pünktlich da sind...

von Daniel Wottringer - am 31.07.2014 11:15

Re: Ähem...

Ich finde man sollte das nicht so einfach mit "Ach lass ihn doch" abtun. Ganz im Gegenteil kann ja schließlich sehr schnell aus dem Fall1 Szenario 2 Fall 2 werden. Auch ganz unabsichtlich. Darauf wurde er schon mehrfach hingewiesen. Wenn der Fotograf das nicht einsehen will, kann ich es durchaus Verstehen das eben aus Sicherheitsgründen die Strecke gesperrt wird. Ob man ihn dabei fasst oder nicht ist gar nicht relevant. Schon allein als erzieherische Maßnahme fände ich eine Streckensperrung richtig.
Ich erfreue mich regelmäßig an seinen Fotos, will aber nicht das er sich dadurch in Gefahr bringt und dies hier zur Schau stellt. Es gibt vieles was im Internet nicht Veröffentlicht werden darf. Das gehört m. E. auch dazu.

von Vetter 16SH - am 31.07.2014 11:41

Re: Ähem...

Zitat
Wottri
Der Fuzzi, oder so, wird noch an Ort und Stelle totgefahren, weil ich zum Wohl der Kunden nicht sperre oder andere Maßnahmen einleite.


Genau das ist ja der Punkt. Wenn er totgefahren wird, wird er das eh. Ob du die Strecke sperrst oder nicht. Du wirst es nicht abwenden könnnen.

Nehmen wir mal das Bild vom EInholmstromabnehmer. Er schaut nach links und rechts, latscht über das Gleis (Zeitbedarf ca. 10 Sekunden) zur Lok und macht sein Foto(ca. 5 Sekunden) und macht sich wieder auf den Rückweg (ca. 10 Sekunden). Also nicht mal ne halbe Minute.
Gehen wir mal davon aus er wird bei Sekunde 15 erwischt von einem LoFü, der das meldet. Der findet nicht mal so schnell den Funkknopf, wie der Einholmer schon wieder weg ist.
Wenn das Streckensperren bei der Bahn so schnell und flexibel funktioniert wie alles andere, dann ist der Einholmstromabnehmer bei Eintreffen der TraPo schon längst zu Hause am PC und lädt das Bild hoch, damit wir uns darüber freuen können.

von Tw237 - am 31.07.2014 14:23

Gefährlicher Eingriff in den Bahnbetrieb!

So heißt der Umstand, über den hier so trefflich diskutiert wird. Bei Herrn Böhme übrigens noch mit dem Attribut "vorsätzlich"! Aber der Herr schein ja auf die provokante Schiene abonniert zu sein. Sei es drum...

Wenn man als Mitarbeiter im Bahnbetrieb von einem gefährlichen Eingriff in den Bahnbetrieb Kenntnis bekommt, ist man zum Handeln gezwungen. Tut man es nicht und es passiert etwas, so handelt der Staatsanwalt. Oder deutlicher: Er ermittelt und zwar gegen den, der nichts getan hat, um die Gefahr abzuwenden.

Jeder, der hier also große Reden schwingt und so fachkundiger Kenner der Szene sein möchte, sollte sich also mal Gedanken machen ob:

- Wolfgang Böhme wirklich der große Held ist, als der er hier dargestellt wird und als der er sich scheinbar fühlt
- ob er nicht mal in den Genuss staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen kommen möchte

Wer sich für die Ermittlungen begeistern kann, sollte sich bei der Bahn bewerben und im Ernstfall nichts tun! Im Anschluß daran viel Vergnügen vor dem Richter und ein gutes Gewissen gratis dazu!

von LU-ET 689 - am 31.07.2014 18:17

Re: Gefährlicher Eingriff in den Bahnbetrieb!

Zitat
ET
Er ermittelt und zwar gegen den, der nichts getan hat, um die Gefahr abzuwenden.


klar, soweit habe ich das verstanden. Aber was soll das konkret sein. Also das, womit du die Gefahr (ernsthaft) abwenden kannst?

von Tw237 - am 31.07.2014 18:37

Re: Gefährlicher Eingriff in den Bahnbetrieb!

Da der Lokführer zum Beispiel nicht sieht, ob der Mensch nahe dem Gleis geistig verwirrt und nicht ganz bei seinen Sinnen ist (davon ist ja auszugehen, wenn sich jemand dort aufhält) muss er eben entsprechende Maßnahmen ergreifen, denn bei drohender Gefahr hat jeder Betriebsbedienstete dafür sorge zu tragen, die drohende Gefahr abzuwenden. Umsichtig und in eigener Verantwortung.

Und um mal offen und ehrlich zu sein: Bei sowas, wie auch bei Störungen, ist es uns Fdl doch recht egal, wie viel Verspätung der Zug am Ende hat. Denn: Sicherheit geht vor Pünktlichkeit. Natürlich versucht man, da wo es geht, so zu agieren, das die Züge möglichst pünktlich rollen. Aber am Ende geht es mit dem jeweiligen Kollegen nach Hause, und: Von einem stehenden Rad geht am wenigsten Gefahr aus.

von Daniel Wottringer - am 31.07.2014 18:50

Re: Gefährlicher Eingriff in den Bahnbetrieb!

Zitat
Daniel Wottringer
Da der Lokführer zum Beispiel nicht sieht, ob der Mensch nahe dem Gleis geistig verwirrt und nicht ganz bei seinen Sinnen ist [...]


Wenn jemand für die bisher gezeigten "Schnappschüsse" - die ein 10-jähriger mit seinem Handy besser hinbekommen hätte - mal eben über befahrene Bahngleise zu latschen, auf Brücken zu stehen oder im Profil rumzuhampeln, dann kann es sich nur um eine geistig verwirrte Person handeln. Auch wenn man alt ist und 60 Kilo wiegt. Mag aber sein, dass alte 60kg schwere Personen dies nicht selbst merken.

von Fantômas - am 31.07.2014 23:44

Re: Gefährlicher Eingriff in den Bahnbetrieb!

...wir freuen uns hier über Dokumentierung des Bahnbetriebes...dieser sollte aber Priorität haben...etwaige "Fuzzigelüste" haben da hinten an zu stehen beziehungsweise sollten nur zum Tragen kommen wenn ersteres nicht "gefährdet" ist. Punkt.

Ich finde das ist eigentlich ganz einfach...

:confused:

von Eisdebahn - am 21.08.2014 20:04
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