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Senderbau und HF Technik
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Letzter Beitrag:
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RD15HVF1 Schaltung

Startbeitrag von Frannek1 am 29.07.2008 11:56

Hallo zusammen,

ich hab mir den RD15HVF1 bestellt (Danke nochmal :-) ) und dummeweise find ich keine passende Schaltung hierzu. Das war hier im Board mal eine Diskussion aber auch dort gabs damals kein Ergebnis.
Das einzige was ich gefunden habe ist dieses:
http://www.kolumbus.fi/juha.niinikoski/fetpa/IMG_3156.JPG

Hier wurden ja zwei MOSFETS verbaut.

Frage: kann ich diese schaltung auch mit nur einem Mosfet nutzen indem ich eben diesen Teil weg lasse (also L2, C14, T14, Q1, R2, C2, T1) ?
http://www.kolumbus.fi/juha.niinikoski/10WLinear/10WLinear.PDF
Gruß Frannek

PS: Vllt hat jemand ja einen geeigneten Schlatplan und kann mir diesen mailen?

Antworten:

hallo Frannek,
den Unterschied zwischen Gegentaktendstufen und Eintaktendstufen erklärt Helge Granberg von Motorola in seinen Application Notes. Einfach mal danach googeln.

Google nach: motorola an749

Darin werden Dir Ausgangs/Eingangsübertrager erklärt.

In der motorola an758 wird haarklein erklärt, wie man eine 300W Endstufe entwickelt. Vielleicht interessant?

Der von Dir gezeigte Schaltplan ist eine Linearendstufe. Sowas geht für AM/SSB und FM. Der Nachteil dieser Schaltung: Für FM könnte auch eine nichtlineare Endstufe mit optimiertem Stromflußwinkel und dadurch besserem Wirkungsgrad genommen werden. Dann kann man bei 10W locker auf den Lüfter verzichten.

Vielleicht findest Du auch diese Application Note über eine 300W KW Endstufe interessant, darin wird der Sinn und Zweck jedes Bauteils erklärt.

http://www.nxp.com/acrobat_download/applicationnotes/NCO8703.pdf

Gruß,
Frank

von Oszillatormann - am 29.07.2008 16:55
Hello, my name is Paul and I live in Argentina.
Hey constructed one linear using RD15HVF1 and it works very well
It becomes excited with low levels of potency and his consumption is low
In some days pus publishing but topical information, if any one of them
The fact that he visits this forum has topical information that he publish it
I like very much this forum
Here the amplifier's some photos








von Necpool - am 29.07.2008 17:00
und noch ein wichtiger Hinweis: Motorola hat sich umbenannt zu Freescale. Die Application Notes zu Endstufen kann man hier direkt runterladen
http://www.freescale.com/webapp/sps/site/overview.jsp?nodeId=0106B975202Hc8ZFYDWHfx

Wichtig ist diese schöne Application Note mit der immer gültigen Kollektorspannungsformel

RL=Vcc²/2R

Note AN282 auf Seite 3

http://www.freescale.com/files/rf_if/doc/app_note/AN282A.pdf?WT_TYPE=Application Notes&WT_VENDOR=FREESCALE&WT_FILE_FORMAT=pdf&WT_ASSET=Documentation

Gruß,
Frank

von Oszillatormann - am 29.07.2008 17:47
Oh, da wartet ein Haufen Arbeit auf mich. Vielen Dank für diese Infos. Ich werd mir das definitiv durchlesen.. das mit dem linear finde ich hoch interessant. Ich hab zwar nicht vestanden weswegen nur 10W out aus meinem Bespiel kommen und nicht 15W aber das werde ich dort sicher erfahren.
Eine Frage hab ich da noch. Bei Rohde gab es mal Endstufen die man kaskadieren konnte..also 2x20W wurden zu 40W. Ist sowas mit z.B. dem 1971er auch möglich? Kann ich zwei 1971er so verbauen das es dann 16W gesamt out gibt? Wenn nicht, wie funktioniert das bei diesem Rohde verstärker?

Beste Grüße und vielen Dank

Frannek

von Frannek1 - am 29.07.2008 18:42
Hab was auf Grund eines Tippfehlers gefunden :-)

http://www.freeradio.org/store/15%20Watt%20FET%20FM%20Amp%20Rev%202%20Assembly%20Instructions.pdf


von Frannek1 - am 01.08.2008 13:58
Zitat

Wichtig ist diese schöne Application Note mit der immer gültigen Kollektorspannungsformel

RL=Vcc²/2R


ich hasse Formeln, die sich nicht an die bei uns üblichen Bezeichnungen halten, denn sie stiften bei Anfängern nur Verwirrung. Das Formelzeichen für Spannung ist U und die Grundformel in diesem Zusammenhang heisst:

P=U2/R, woraus sich dann RL=UB2/2P (RL ist der Lastwiderstand, UB ist die Betriebsspannung) ergibt,

wenn man die Formel umstellt und zudem berücksichtigt, dass U als Effektivwert eingesetzt werden muss. Die Verluste des Transistors (UCE(sat)) werden dabei unterschlagen und müssten von der Betriebsspannung subtrahiert werden.

In der Praxis bedeutet diese Formel, dass bei einer Endstufe mit 13,8 Volt Betriebsspannung und ca. 1,5 Watt Ausgangsleistung der Lastwiderstand ca. 50 Ohm beträgt. Es muss in diesem Fall also nicht angepasst bzw. transformiert werden. Bei Endstufenleistungen kleiner als 1,5 Watt muss zur Anpassung die Spannung am Ausgang herunter, bei Endstufenleistungen größer als 1,5 Watt hochtransformiert werden.


von ampliphase - am 01.08.2008 15:35
Die Russen haben auch noch ein paar interessante Schaltungsvorschläge auf Lager:
Endstufen mit RD06, 15 und 70

von McHammer - am 07.08.2008 05:59
So hat Wolf FM den RD15HVF1 verbaut:





Bei ihm ging der Bildupload nicht, deshalb stelle ich seine Bilder für ihn ein.

Gruß
Broadcaster


von broadcaster - am 18.06.2010 16:33
Ist das der 10mWatt - 8Watt verstärker der für den Profline gedacht ist?

mfg
MikrowellenKatz

von MikrowellenKatz - am 19.06.2010 10:42
@ MikrowellenKatz

Nein, das ist nicht dieser Verstärker. Dieser hier ist zwar auch für den Profline oder andere 20mW Steuersender gedacht, hat aber nicht die 2SC1971 Endstufe, sondern den RD15HVF1 mit 2 parallelen
BFR96 als Treiber. Deshalb ist ja auch hier in diesem Thread gezeigt.
Ich hatte mal im Frühjahr eine Europakarte mit diesem Layout geätzt:

Da ich aber bis heute nicht dazu gekommen bin, das Ding mal zu bestücken, und die Platinen nur rumlagen, habe ich eine davon an WolfFM gegeben, der sie gestern aufgebaut hat.
Er ist wohl ambitionierter als ich, wenn es um Endstufenbau geht.
Er sagt, sie funktioniert super und hat 15Watt out bei 15,5Volt gemessen.
Wir werden das Konzept aber noch genauer untersuchen, insbesondere am Spekki.

Gruß
Broadcaster

edit:

Ein paar Teile hab ich inzwischen auch schon draufgebracht:


Endspurt und dann läuft meiner auch bald.

von broadcaster - am 19.06.2010 11:07
Hier das layout in Sprintv5.0 von der RD15HVF1 diese wirdt hier in Holland fuer den Profline gebraucht .
20 milliwatt in 12 watt output



Sprint Layout file:http://www.sendspace.com/file/l5poul

MfG,
Martin




von Martin - am 19.06.2010 19:35
Hallo Martin,

kannst du auch noch den Schaltplan hier zu Verfügung stellen? Genau so etwas habe ich gesucht!
Wieviel Ohm hat der Wiederstand an der Basis der beiden BFR96 (10E)??
Hast du eventuell noch eine Platine zum Verkauf rumliegen?

von mikli - am 20.06.2010 10:49
@mikli: ich würde mal sagen er hat 10 Ohm ????

von radio100 - am 20.06.2010 13:02
.....wäre 10 Ohm......als Doppelstufe mit BFR ......wird gehen aber würde ich so nicht bauen.

Gruß, Shunth

von Shunth - am 20.06.2010 19:50
Hallo Shunth,

wie würdest du den so eine PA bauen, bin für Vorschläge immer zu haben?

von mikli - am 21.06.2010 05:41
ne, wird schon funktionieren ( wenn Wolf FM und Broadcaster das gebaut haben sage ich mal 99.9 Prozent sicher.....:-)...ich baue etwas aufwendiger........)

Mit Kanonen auf Spatzen schießen - ist meine Art - (soll nicht heißen das besser!!!! ) Ich habe eben eine Stufe (zwei) für den NU002 gebaut - inclusive RDS/MPX Einspeisung mal etwas anders.......

Ich mag diesen Transistor nicht.....RDV/SC1970....bla.....lieber den BLY 87. Liegt aber sicher daran, das mir der "Sympatischer" ist.....

....ich habe mal von Broadcaster eine Schaltung für den BLY bekommen.....12 Watt an 12 Volt von einem Holländer...(schaue mal auf die Fotos die im Board sind! - meine) Die Stufe habe ich am WE mit 18 Volt "nur so zum testen" betrieben......das Teil kam auf 25 Watt Output.....auch für mehrere Stunden...(48)

Du siehst, es geht mit bischen basteln.......:-)....nich soviel Angst...PROBIEREN!!!!

(für Fragen sind wir ja da!!!!)

Gruß, Shunth

von Shunth - am 21.06.2010 18:59
So weit isser jetzt:

Sitzt auf dem Kühlkörper und wartet auf Erstinbetriebnahme.

Ja der Shunth, er schiesst gerne mit Kanonen auf Spatzen. Seine Schaltung um von 20mW auf ein paar Watt zu kommen ist wesentlich aufwendiger als diese hier.
Das hat aber auch guten Grund bei ihm, denn er hatte ja auch damals auf 600W verstärkt und damit in unmittelbarer Nachbarschaft die Lokaldudler verstopft. Aus dieser Tatsache heraus kann man verstehen, daß er super Vorsichtig geworden ist und einen eigenen superclean Steuersender entwickelt hat, um 200% sicher zu gehen, niemanden zu stören.
Denn das sollte jeder wissen hier: Störungen zu verursachen ist das schnellste Aus eines jeden Piratensenders.
Ich werde oben gezeigte Schaltung morgen testen und berichten. Wer aber schon mal einen Vorgeschmack haben will, was die Schaltung bringt, der schaue sich das Video von Profisender an:

http://www.youtube.com/watch?v=QPNvqNCO3Xo

Wie es um die spektrale Reinheit dieser Stufe steht, werde ich Euch die Tage vermessen.

Gruß
Broadcaster

PS:
@mikli
Ich schicke die Platine dieser Schaltung morgen an dich raus



von broadcaster - am 21.06.2010 23:03
Moin Broadcaster!Du ich glaube die 10k Ohm Widerstände am BFR96 sind bei dir 100k Ohm und der Spannungsregler 78l09 muss gedreht werden(Denke dran,die Platine ist spiegelverkehrt)

Gruß
Wolf FM

von Wolf FM - am 22.06.2010 06:44
Danke für den Hinweis, stimmt der Stabi muss anders rum. Habe ihn aber jetzt sowieso ganz rausgenommen, da ich die BFR91 Stufe ganz weglasse.
Die Widerstände sind aber richtig. Ist Orange, nicht gelb.

So die Schaltung läuft. Macht auf dem Daiwa knapp 15W out (mit zusätzlichem OwFi dahinter gemessen) bei knapp 20mW in vom Profline direkt auf die doppelten BFR96.
15,5V/2,1A.
Aber immer wieder das selbe Problem beim RD15: Nimmt man ihm HF-Input weg, geht der Ruhestrom auf 3,5 A.
Wenn da einer ne Lösung hätte, wär das Ding schon genial.

Weiteres folgt.

Gruß
Broadcaster

von broadcaster - am 22.06.2010 13:21
....danke Broadcaster!! (würde das Schaltbild ja gerne mal hochladen - geht net!!)

Ich würde es ja auch net nachbauen wollen.....zu kompliziert! (extrem Schei**e weil auf doppelseitiger Platine)

Egal, ich störe keinen der bei mir anliegenden Sender. Das ist "ein kleiner Erfolg" und so macht es Spass.......(sicher, der NU002 tut sicher seinen Dienst....:-)....)

Gruß, Shunth

von Shunth - am 22.06.2010 20:39
Hey Shunth!Also das mit der doppelseitigen Platine war eigendlich kein Problem.Wie hast du deine Stufe den gebaut?

Gruß
Wolf FM

von Wolf FM - am 22.06.2010 20:45
Hallo zusammen,

wo bitte bekommt Ihr den RD15HVF1her, von ebay für 10,49 EUR? Kann
das Teil sonst nirgends finden!

Gruß, mikli

von mikli - am 23.06.2010 09:11
Meine sind von hier: RTK SERVICE

Diesen Hong Kong Teilen aus Ebay traue ich nicht. Und hier bei dem Mann in Deutschland gehts auch viel schneller. Max. 1 Woche da hast du sie im Briefkasten. Allerdings Mindestbestellwert 10¤ und 3,90¤ Versandkosten. Ich hatte dann direkt 2 bestellt, dann bist du mit 22,90¤ fertig.
Kannst auch mal Ralf Gross hier im Forum anmailen.
Der hatte vor 2 Jahren mal einen größeren Posten direkt beim Hersteller gekauft und sie hier angeboten. War damals so um 25¤ für 3Stück. Nur damals wollte sie keiner haben, weil sich keiner an die Dinger rangetraut hatte.

Mich würde mal interessierten warum man dem FET soviel Bias geben muss, damit er wirklich 15Watt wirft. Hat er HF (200-300mW) am Eingang ist alles gut, dann schmeisst er die 15Watt, zieht gut 2A bei 15V, aber nimmt man den Input weg, geht der Ruhestrom auf 3,5A und wenn man dann nicht zusätzlich kühlt, hat er sich in ein paar Minuten selbst kaputt gegrillt.
Dreht man das Bias soweit runter, daß er ohne Input nicht gefährlich viel Ruhestrom zieht, z.B auf 0,5A, dann hat er viel weniger Gain und macht bei 0,3W in nur noch 7-8Watt. Da nutzt dann auch mehr Input nichts. Da kommt dann einfach nicht mehr.
Im RDVV 14Watter ist das kein Problem, weil da sobald die PLL nicht gerastet ist, oder Oszillator keine saubere Leistung gibt die Betriebspannung für Treiber runtergefahren wird, und da hängt auch die Biasspannungserzeugung mit dran. Fährt also dann auch auf Null und damit kein Ruhestrom mehr auf dem RD15. Damit diesbezüglich gut geschützt.
Verwendet man aber diese Endstufe mit einem anderen Steuersender, z.B Profline o.ä., muss man immer darauf achten, daß diese Stufe niemals ohne HF im Ruhezustand ist.
Ich habe mir jetzt deshalb überlegt, eine Art HF-Vox hinzuzufügen, die sobald keine HF mehr vom Steuersender kommt, das Bias auf Null knüppelt.

Vielleicht hat einer eine andere bessere Idee.

Gruß
Broadcaster


von broadcaster - am 23.06.2010 12:48
@Wolf FM

ich meine, Broadcaster hat meinen Schaltplan......(fehlen aber glaube die Angaben der Spulen) Gebe mal deine Mail durch und ich schicke dir den Plan......aber.....ist echt aufwendig.

@Broadcaster

ich bastel auch noch so nebenher an der BIAS Geschichte. (bei der BLF Stufe) Fakt ist, wenn du den BIAS regelst, funktioniert zu mindest die Stufenlose Leistungsregelung. Aber - jetzt kommt das ABER: wir haben das gleiche Problem wie bei den Vorstufen: In einen gewissen Bereich stört die Sache. Bei mir in etwa von 30 - 60 Watt (laut Messeisen) Dort haue ich jedesmal in einen Lokalsender rein. (also 87,70MHZ wird gestört - meine Freuenz ist 102,60MHZ) Über 60 Watt bis ca. 150 Watt ist alles in Butter.........

Vielleicht noch einen richtigen PI Filter am Eingang setzen?????? Obwohl ja auch Quatsch. Ich komme ja von meiner Vorstufe sauber rein.......

Hmmmmm

Gruß, Shunth

von Shunth - am 23.06.2010 21:39
So hier ist er jetzt, was noch fehlt ist der Kühlkörper. Ich kann mich noch nicht entscheiden, die PA soll auf jeden Fall 24 Stunden / 7 Tage laufen können. Was für einen Kühlkörper soll ich nehmen, am liebsten wäre mir eine passive Kühlung?






von mikli - am 12.07.2010 08:41
Bei dem Wetter (Hitze) ist ohne Zuzätzlich Kühlung nichts zu machen.Die Wärme kann nicht an die Luft abgegeben werden

von Wolf FM - am 12.07.2010 13:44
Hier nun die fertige Endstufe:
Dies ist die Endstufe von Wolf FM, der mir seine Stufe zur Vermessung/Optimierung geschickt hat.



Power Messung mit CN101L u. HP500 @97MHZ / Steuerleistung 15mW vom Profline SFM:




Spekki fotos:

Alle Messungen mit 40dB Attenuator/Dummy zwischen Endstufe und Spekki.
Leider hatte ich zwischen Attenuator und Spekki-Eingang noch 5mtr RG58, dessen Dämpfung ich mit 0,5dB ermittelt habe. Also sind zu den DisplayLine (DL) dBm Werten immer 40,5dB zu addieren.



41.5 dBm = 14,1 Watt @ 88MHZ Oberwellenabstand 1.Oberwelle: -42dB
42.9 dBm = 19,4 Watt @ 97MHZ Oberwellenabstand 1.Oberwelle: -46dB
42.1 dBm = 16,2 Watt @ 108MHZ Oberwellenabstand 1.Oberwelle: -46dB

Sendeleistung ist sehr gut regelbar über das Bias-Poti von 0-Max ohne Dreck im Spektrum.
Einziges Manko der Stufe: 42-46dB Oberwellenabstand ist nicht gerade die Wucht.
Als Steuersender ist das Ding gut, wer es nicht wie ich nur ans Dummy hängt, sondern auf Antenne gibt, sollte besser noch ein OwFi hinterschalten.

So, jetzt will ich Miklis Messungen sehen.


edit: Video hinzugefügt

Seltsames Verhalten der Oberwellen (insbesondere der 1.Oberwelle 2k) fiel mir auf beim Durchfahren des gesamten Leistungsbereiches von Max bis Min und umgekehrt.
Die Größe der 2.Harmonischen ist nicht fest an die Grundwelle gekoppelt. Im Bereich um 10 Watt ist der Oberwellenabstand mit fast 60dB am besten. In den unteren ersten Watt schmilzt der Oberwellenabstand sogar auf lächerliche 10dB zusammen. Zwischen 10W u Maximum steigt der Oberwellenabstand dann wieder auf 42-46dB.
So ein Verhalten hab ich noch nie gesehen. Schaut euch das mal an und erklärt es mir:
RD15HVF1 am Spekki bei Leistungsregelung

Gruß
Broadcaster


edit: falsche Bezeichnung geändert: 1. Harmonische geändert in 1. Oberwelle (2k), denn die 1.Harmonische ist ja die Grundwelle (1k). Sorry für den Patzer.




von broadcaster - am 27.07.2010 14:55
Hallo Broadcaster,

wenn Du den GateBias abregelst wird ja der Stromflußwinkel des Drainstroms reduziert. Für max. Leistung ist er vielleicht 180 Grad, d.h. dauernder Stromfluß = A-Betrieb (mit max 50% Wirkungsgrad theoretisch) und maximale Leistungsverstärkung. Beim Abregeln auf

von Oszillatormann - am 30.07.2010 15:34
Die MOSFET-Endstufen mit Ruheströmen von 100mA und mehr sind eigentlich für Linearverstärker gedacht (AB-Betrieb). Bei UKW-Rundfunk (FM) braucht man keine lineare Verstärkung und kann zugunsten des Wirkungsgrades und der Ausgangsleistung mit geringen Gatevorspannung (vor dem Ruhestromeinsatz) im C-Betrieb arbeiten, was allerdings anders dimensionierte Eingangsfilter (und in geringerem Umfang auch umdimensionierte Ausgangsfilter) voraussetzt.

von ampliphase - am 30.07.2010 16:58
Danke an Oszillatormann und Ampliphase für die Erklärungen.
Hier und da kann ich mich anschließen.
Ich muss mal besser noch die Wirkungsgrade genau errechnen. Dann haben wir noch eine wichtige weitere Diskussionsgrundlage.
Von der Theorie her ist es eigentlich falsch, die Sendeleistung über das Verschieben der Arbeitpunkte von C bis A zu regeln. Aber laut Spekki funktioniert es ja ohne Dreck im Spektrum.
Noch ein Oberwellenfilter dahinter, dann ist auch das daraus resultierende Oberwellenverhalten unter den Teppich gekehrt. Denn so würde er ja bei 2k noch immerhin ca 2,5mW auf Antenne geben. Das wäre mir absolut zuviel. Könnte DVB-T oder schlecht geschirmte Kabelanlage in der Netzebene4 stören.
Einige Holländer sehen das anscheinend nicht so genau, wenn sie empfehlen, das OwFi wegzulassen.

Gruß
Broadcaster

von broadcaster - am 31.07.2010 15:11
@Broadcaster: Google mal nach BFG195. Du findest als ersten Treffer das Datenblatt des Transistors mit mehreren Meßkurven. Der Transistor ist für Kabel-TV-Verstärker gemacht und soll geringe Intermodulationen generieren. In den Plotts 9 & 10 sind Verzerrungen 2ter Ordnung gemessen. Da siehst Du, daß es Minimale Verzerrungen bei bestimmten Arbeitspunkten (50mA, 8V) gibt. In diesen Arbeitspunkten kompensieren sich Verzerrungen, die a) an der Eingangskennlinie und b) an der Ausgangskennlinie entstehen. Vielleicht gibt es ähnliche Kompensationseffekte bei deinem EndstufenFET?

Gruß,
Oszillatormann

von Oszillatormann - am 01.08.2010 18:21
in den neue rdvv wird übrigens die BFG591 benutzt statt den 2xbfr96.


von prada-marco - am 01.08.2010 18:33
Habe mir die Plotts angeschaut. Ja, wäre auch eine mögliche Erklärung. Ich möchte die Schaltung aber nicht selbst weiterentwickeln. Dazu fehlt mir die Zeit. Ich habe sowieso wahrscheinlich schon
viel mehr Zeit nur in Messungen und Dokumentation gesteckt, als jeder andere hier.
Ich wollte dem Ding nur mal etwas genauer auf den Zahn fühlen, nicht aber auch noch schwer dran umoperieren, obwohl ich das dennoch ein wenig getan habe.
Die Schaltung hat z.B einen gravierenden Fehler, den ich so absolut nicht so lassen konnte.
Im Dauerbetrieb sinkt die maximale Leistung schon nach ein paar Minuten von 19W auf 15W innerhalb von ca 30sek ab. Mir unverständlich, dass dies noch keiner erwähnt hat, der die Schaltung gebaut hat.
Auch in holländischen Foren nicht.
Offensichtlich ein Temperaturproblem. Ich hatte ja alles Mögliche im Verdacht dafür, deshalb mit Kälte angesprüht. Aber alles zunächst ohne Erfolg. Bis die Kollektordrossel,eine VK200, schließlich auch etwas Kälte abbekam und die Leistung schlagartig von 15W wieder auf 19W stieg.
Diese hier verbaute sogenannte UKW-Drossel wird so heiß, dass man sich nach 10minuten eine dicke Brandblase am Finger holt. Nachgemessen wird die über 80Grad heiss.
Wie man im vorherigen Postin auf meinem Foto sieht, habe ich sie wieder gegen eine konventionelle Luftspule (8Wdg auf 6mm) getauscht, und der Leistungsabfall ist weg. Er hält sich auch nach Stunden auf 19W. Was man sich dabei gedacht hat, ist mir völlig schleierhaft.
Das ist das beste Beispiel dafür, dass Weiterentwicklungen oft Verschlimmbesserungen sind.
Kann nicht verstehen, dass so viele Leute so etwas einfach wegschlucken, nur weil sie denken, was neu entwickelt ist, muss auch besser sein. Als der RDVV erstmalig als Notune erschien (damals noch mit 2SC1971), war ich geschockt, was der beim Abregeln für einen Dreck im Spektrum erzeugte. Hier im Hobbybereich prüft sowas keiner, und der Entwickler leugnet es, weil er sonst nichts mehr verkauft.

@prada-marco
Zitat

in den neue rdvv wird übrigens die BFG591 benutzt statt den 2xbfr96.

Nicht nur das. Auch der Oszillator/Modulator wurde grundlegend geändert: 8 Varicaps, Oszillatorkreis als Koaxleitung, PLL-Loop-Filter mit OP-Amp.
Ob das irgendwelche wirkliche Verbesserungen bringt, glaube ich aber erst, wenn ich ihn auf dem Tisch habe.
In Holland ist der RDVV zum Volksender geworden. Schaut man sich aber so die Fotos von Bierzeltfesten mit Radiosender an, werden RDVVs bestimmt nicht als Steuersender für 10kW Endstufen von R&S, Elenos oder RVR betrieben. An einen SU115 kommt der niemals ran.

Nur um aber an einem neuen RDVV rumzumessen, werde ich mir den jetzt, wo er noch so teuer ist, nicht hinlegen. Wenn mir einer einen RDVV2010 für eine Woche zum messen leiht, ok. Sonst nicht.
Gekauft habe ich alte Steuersender von Kathrein und R&S für unter 200¤. Die waren vor 30Jahren schon besser durchentwickelt als ein RDVV vielleicht mal in 5Jahren sein wird. Nur wer den Spaß am Eigenbau will, sollte sich auf Konzepte aus dem Hobbykeller stürzen, so wie ich es ja auch immer wieder tue. Selten sind aber unsere Basteleien wirklich besser als professionelle Sender.
Ausnahme: China-Böller oder Mp3 Transmitter.

Roman Ende.

Gruß
Broadcaster






von broadcaster - am 02.08.2010 01:07
Es gebt sogar 2 verschidene rdvv weiterentwicklung: eine von rdvv selbst und eine von pkbee. pkbee konzept ist mit dem caoxcring, rdvv macht es anders. beide basieren auf nicom-design das rvr etc. auch benutz.


von prada-marco - am 02.08.2010 10:51
Um nochmal auf das Thema Arbeitspunkt, Linearität, Wirkungsgrad, Oberwellen zurückzukommen, hier wird einiges durcheinandergebracht.

Es gibt Anwendungsfälle, in denen eine linear arbeitende Endstufe zwingend gefordert wird, zb. bei Einseitenbandsendern (SSB), in der Analog TV-Technik (Restseitenbandmodulation). Eine Linearendstufe erfordert grösseren Aufwand und bedingt einen schlechteren Wirkungsgrad als Nichtlinearbetrieb. Der FM-Rundfunk erfordert keine linear arbeitende Endstufe. Natürlich kann auch hier eine Linearendstufe verwendet werden, wenn man den Mehraufwand, die geringere Leistungsausbeute sowie den schlechteren Wirkungsgrad hinnimmt, aber das sind "Perlen vor die Säue geworfen" ^^.

Ein Transistor im Linearbetrieb produziert zwar weniger Oberwellen, aber es wäre Schwachfug, nur aus diesem Grund diesen zusätzlichen Aufwand zu treiben und die Nachteile bezüglich Wirkungsgrad und Leistungsausbeute in Kauf zu nehmen. Oberwellenunterdrückung ist alleinige Aufgabe des nachgeschalteten Filters. Der Transistor darf ruhig einen fetten "Lattenzaun" produzieren, wie bei C-Betrieb üblich.

Etwas anderes passiert, wenn eine "schlecht durchentwickelte" Endstufe zur Selbsterregung neigt (Wildschwingen). Dann produziert der Transistor keinen "ehrlichen Lattenzaun" mit ganzzahligen Oberwellen der Grundfrequenz, sondern es entstehen wilde Störfrequenzen dazwischen. Je nach Lage des Störspektrums kann auch das Oberwellenfilter dagegen machtlos sein, denn dessen Sperrbereich ist so dimensioniert, dass es erst ab der ersten Harmonischen ausreichend wirksam ist.

von ampliphase - am 07.08.2010 12:27
So, hier ist jetzt meine RD15.... PA. Die Leistung lässt sich kontinuierlich über den gesamten Bereich des Potis einstellen. Bei 15 Volt ca. 16 Watt mit dem Kathrein TMD15 davor (ca. 20mW Input). Was mich sehr verwundert ist die relativ schlechte Stehwelle an meinem Dummyload!? Ich muss mal das Zetagi gegen ein anders tauschen, das hat ca. 25 Jahre rumgelegen. Als nächstes kommt das Ding an den Spekki, Bilder folgen! Ansonsten bin ich bis jetzt begeistert, nach einer guten halben Stunde konnte ich keine große Erwärmung feststellen. Meßtechnisch werde ich das ebenfalls noch erfassen. Fazit bis jetzt.... es hat sich gelohnt!!













von mikli - am 17.08.2010 15:20
@mikli
Es freut mich, dass nun alle drei Platinen von mir erfolgreich aufgebaut sind. (WolfFM, meine eigene und jetzt auch deine).
Dass es deine Endstufe völlig kalt lässt, ist ja auch kein Wunder bei dem riesigen Kühlkörper.Die Hälfte an Kühlung hätte es auch getan. Aber nun gut. Noch besser so.
Das Zetagi brauchst nicht austauschen. Du hast SWR von 1,4. Das ist immernoch sehr gut.
Es liegt wohl daran, dass das Zetagi nur 40mW braucht um FWD SET 100% einzustellen.
Gibt man nun so relativ hohe Leistungen wie hier drauf, musst du das Poti fast ganz zudrehen. Damit hast du dann innerhalb von nur wenigen Millimetern vom Linksanschlag aufgedreht schon mehr als Vollausschlag im FWD, und sofort auch schon zuviel REF angezeigt.
Das ist bei WolfFM und auch bei meinem HP500 genau das gleiche Phänomen. Also deshalb würde ich mir kein neues kaufen. Dreh die Sendeleistung der Endstufe mal auf ein paar Watt runter, kommst auch auf SWR

von broadcaster - am 17.08.2010 21:59
Hello Broadcaster.

Do you still have the sprint file (.lay) for this Rd15 amplifier? Please help me.

Thank you and congratulations for this topic.

von narcis - am 20.05.2012 22:50
Zitat

Nicht nur das. Auch der Oszillator/Modulator wurde grundlegend geändert: 8 Varicaps, Oszillatorkreis als Koaxleitung, PLL-Loop-Filter mit OP-Amp.
Ob das irgendwelche wirkliche Verbesserungen bringt, glaube ich aber erst, wenn ich ihn auf dem Tisch habe.


Sollte es aber. Denn der Oszillator ist fast einen 1:1 Kopie aus dem RVRPTX100, wie dem aufmerksamen Betrachter beider Schaltungen auffällt ;-).

von Power-FM ne - am 22.06.2013 13:19
Sunt din Romania si am construit acest amplificator rf. cu rd15hvf1 functioneaza perfect

von Eter - am 30.10.2013 19:08
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