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Senderbau und HF Technik
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41
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
radio100, HF Martin, Oszillatormann, Nick, Stefan, Micha

Sender sendet nicht weit

Startbeitrag von radio100 am 10.04.2009 10:11

Hallo,

ich habe einen UKW-Sender gebaut. Zur Fequenzmodulation setze ich die BB405 ein.
Die Endstufe besteht aus 2 Stück 2N2218 Transitoren. Als Antenne habe ich einfach ein 70cm langes Kabel angelötet.

Hier der Schaltplan:

Nun habe ich ein Radio neben den Sender gestellt, statt Mikrofon habe ich ein Tonband angeschlossen und abgespielt. dann hab ich am unteren Trimmer die Fequenz eingestellt. im Radio war nun das Tonband zu hören. Allerdings war die Rechweite nur so 8m. Was mache ich falsch? Kann es sein, dass einer der zwei Transistoren der Endstufe kaputt ist? Oder kann es auch an der Spule liegen, da hab ich einfach Draht auf eine Pappröhre gewickelt. Die Transistoren sind natürlich gekühlt.

mfg

radio100

Antworten:

Ev. hast du bei deinem Versuch bloss eine Nebenwelle erwischt. Stelle den Empfänger nicht direkt neben den Sender, besser in einigen Metern Entfernung. Mit diesem Senderchen solltest du auf freiem Gelände problemlos einige hundert Meter weit kommen, auch mit Drahtantenne.

Zitat

Oder kann es auch an der Spule liegen, da hab ich einfach Draht auf eine Pappröhre gewickelt.


Worauf du sie gewickelt hast, spielt keine grosse Rolle. Die Masse sind wichtig, also 6 Windungen mit 7 mm Durchmesser und etwa 20 mm Länge. Stimmt die Spule nicht, kann es durchaus sein, dass du auf 50 MHz statt auf 100 MHz sendest, und deshalb nur die schwächere Oberwelle empfängst.


von HF Martin - am 10.04.2009 10:54
Hallo,

vielen Dank, für die schnelle Antwort. Es kann also nicht sein, dass einer der Transistoren kaputt ist, da der Sender sendet?

Zur Spule: Ich habe aus Papier/Pappe eine Röhre geformt, mit 8mm Aussendurchmesser. Darauf habe ich dann 6 Windungen mit Schaltlitze, 0,14mm² gewickelt. Das ist L1.
L2 habe ich über L1 darübergewickelt, so dass Die Kabel nebeneinander liegen. Ist das falsch?
Ist der Drahtdurchmesser zu klein? Vielleicht liegt es auch daran, dass ich isoliertes Kabel genommen habe und keine Kupferlackdraht? Danach habe ich auf die Spule Sekundenkleber getan, damit sie fixiert ist. Da L2 sozusagen neben L1 liegt, ergibt sich eine Länge der Spule von 18mm. Allerdings sind die Anschlussdrähte der Spule ca 4cm lang, ist da zu lang?


radio100

von radio100 - am 10.04.2009 11:22
Dein Draht ist zu dünn. Mit dickerem Draht wird sie auch stabil, dann erübrigt sich der Kleber. Die Beine so kurz wie möglich halten. L2 würde ich so neben L1 anlöten, dass sie durch Kippen schön zwischen die Wicklungen von L1 zu liegen kommt.

Falls du die Möglichkeit hast, mach doch mal ein Bild von der Sache.

Gruss

von HF Martin - am 10.04.2009 15:47
Hallo,

Hier das Bild:

Da unter dem Schaltplan steht, man soll L2 über L1 wickeln, hab ich nur einen Spulenkörper.
Aber wahrscheinlich liegt es echt daran, dass die Spule viel zu klein ist, und ich somit nur ne Oberwelle empfange.

-radio100


von radio100 - am 10.04.2009 16:11
Schau dir mal das hier an:

http://b-kainka.de/bastel95.htm


Da siehst du, dass die Spule als Freqeunzbestimmendes Element einen grosen Einfluss hat. Eine Spule mit 6 Windungen und 20 mm Länge, bringt bei deinem Sender einen Unterschied von 40...50 MHz, wenn du sie 2 mm grösser oder kleiner im Durchmesser machst.

Am besten Wickelst du L1 nochmals aus stabilem Draht, direkt am Print, ohne lange Beine. 7 mm und 20 mm Länge sollten ok sein. Dann musst du halt etwas mit zusammendrücken und auseinanderziehen experimentieren.


von HF Martin - am 10.04.2009 16:59
Hallo,

ok, danke, für diese Informationen. Ich habe bei mir noch eine Spule mit 1uH liegen. Könnte ich da nicht statt dem Trimmer einen 3pF Kerko einbauen und diese Spule verwenden?
Aber wie muss ich das eigentlich mit L2 machen im Schaltplan steht irgentwas mit drüberwickeln......


-radio100


von radio100 - am 10.04.2009 18:52
Die meinen das so, dass L1 in L2 zu liegen kommt.
Ich habe das mal so aufgebaut und es funtioniert recht gut. Der Multivibrator ist recht stabil und dank der losen Ankopplung der Antenne ist der Sender verhältnismässig unempfindlich beim Berühren der Antenne. Ich werde morgen mal testen, wie weit ich den Sender empfangen kann, sieht aber ziemlich vielversprechend aus. Ein paar hundert Meter dürften schon drin liegen.

von HF Martin - am 11.04.2009 01:05
Hallo,

ok, vielen Dank, ich bin ja neu hier, aber dieses Forum ist echt genial, super Hilfe!!!
Ich werde mich hier auch anmelden. Ich bin erst 15, aber UKW fasziniert mich sehr.
Aber irgentwie klappt es nicht so richtig mit meinem Sender....... kann ich eine Festinduktivität benutzen?????


-radio100

von radio100 - am 11.04.2009 07:30
Ich habe keine Erfahrung mit Festinduktivitäten. In diesem Freqeunzbereich werden eigentlich alle Spulen auf Luft gewickelt. Ist auch nicht so schwierig. Bei einer Festinduktivität kannst du dir unnötig Probleme einhandeln, weil ev. der Kern ungeeignet ist.



L1 hat einen Innendurchmesser von 8 mm und 20 mm Länge, L2 ist der Durchmesser innen 11 mm und die Spule ist 10 mm lang. Ich habe noch nicht gross getestet, aber ich denke ich kann in Kombination mit einem 48 pF Trimmer locker 88 bis 108 MHz abdecken, ohne an der Spule etwas zu verändern. Und wenn es nicht reichen sollte, wird eben etwas gezogen/gedrückt.

Sollte das mit dem Wickeln wirklich nicht klappen, kannst du die Antenne auch ohne L2 anschliessen. Einfach einen kleinen Kondensator (4,7 pf) oder den Trimmer direkt an der Mittenanzapfung von L1 anschliessen. Der Sender wird dann zwar etwas empfindlicher auf Berühren/Verschieben der Antenne.

von HF Martin - am 11.04.2009 17:47
ok, danke, jetzt ist mir das klar. Hier im Forum erhält man echt super Hilfe.
Ich werde das jetzt so testen und dann berichten, ob funktioniert.

radio100


von radio100 - am 12.04.2009 06:21
Hallo,

also, ich habe jetzt die Spule L2 weggelassen und den Trimmer (für die Antenne) direkt an der Mittelanzapfung angeschlossen. Allerdings wundert es mich, denn die Mittelanzapfung der Spule L1 liegt direkt auf "+" !!!!!
Naja, gesendet hat der Sender, aber nur ca. 2m. Meine Stromversorgung kommt aus einem vollgeladenen Bleiakku.
Die Spule L1 habe ich aus ca. 1,1mm Kupferdraht angefertigt: Länge 20mm Durchmesser 7,5mm, 6 Windungen.

Kann es sein, dass ich die Mittelanzapfung nicht auf "+" legen darf?
Oder ist einer der Transistoren kaputt?
Könnte es auch sein, dass der Draht zu dick ist?

Ich bin auf diesem Gebiet noch nicht so erfahren..........


radio100


von radio100 - am 13.04.2009 09:03
Zitat

Kann es sein, dass ich die Mittelanzapfung nicht auf "+" legen darf?


Doch, das soll so sein.

Zitat

Oder ist einer der Transistoren kaputt?


Nein. Die Schaltung ist ein astabiler Multivibrator. Wenn einer der Transistoren kaputt wäre, würde nichts mehr schwingen.

Was bei dir wirklich das Problem ist, ist schwierig zu beurteilen. 2 Meter ist arg wenig. Sogar mit 20 mW (was dieser Sender m.E. locker bringt) solltest du wesentlich weiter kommen.

Wie sieht es mit deiner Stromversorgung aus? Hast du mal die Spannung im Betrieb und die Stromaufnahme gemessen?

von HF Martin - am 13.04.2009 19:21
Hallo,

Der Bleiakku, mit dem ich den Sender betreibe ist voll geladen. Spannung im Betrieb: 12,01V, gemessen mit digitalem Multimeter. Strom beträgt 86mA.
Der Sender ist in einem Aluminiumgehäuse. Für die Antenne habe ich einfach ein Loch gebohrt, durch dass die Antenne durchgeht. Das Gehäuse ist natürlich auf Masse gelegt.

Ich habe auch schon an einen Layout/Bestückungsfehler gedacht, aber bis jetzt habe ich noch nichts gefunden, und ich habe es jetzt schon mehrmals, über Tagehinweg kontrolliert.

Der Draht der Spule ist nicht zu dick?
Kann es an der Antenne liegen?

Die Platine ist selbst geäzt.

Wie muss ich eigentlich den zweiten Trimmer (also, der, der nicht für die Frequenz verantwortlich ist) einstellen?

Die Transistoren sind mit einem alten Grafikkartenlüfter gekühlt. Der Lüfter wird aber über einen zweiten Akku betrieben, da sonst ein Surren im Radio zu hören ist.


radio100


von radio100 - am 14.04.2009 11:20
Ich hatte ähnliche Probleme mit meinem ersten (der "noch ein einfachster" ;))

Ich habe es da einfach nicht zu Stande gebracht, die Durchführung für die Antenne durch die Gehäusewand zu legen. Jedes Mal wenn die Antenne in die Nähe kam, hat der Oszillator aufgehört zu schwingen. Das Problem hätte ich jetzt hier nicht vermutet, da du ja eigentlch die Antenne nur lose über die Spule ankoppelst. Aber dem ist ja nicht mehr so!! Ich würde erstmal die Antenne "raushängen" lassen (also nicht in die Nähe der Masse legen) und dann noch mal mit deinem Drehko die Frequenz Abstimmen.

Du könntest ja auch mal ein oder zwei Fotos von dem Kompletten Aufbau reinstellen.

Ach ja: Zur Liebe deines Tonbandes solltest du einen Kondensator (100nF o.ä.) in die Signalleitung schalten. Sonst könnte dir das Gerät das auch schon mal arg übel nehmen..
Ist das Signal denn nicht vollkommen übersteuert? Der 1. Transistor ist immerhin ein Mic-Preamp. Wenn der richtig arbeitet, sollte da nur verzerrter Kram aus dem Radio kommen!

Was deine Spule angeht: Wenn ich mich nicht verrechnet habe, solltest du bei 40pF bei 80MHZ und bei etwa 5pF bei 225MHZ rauskommen. Also Ist der Bereich der für dich Sinnvoll ist etwa zwischen 22 und 33pF. Das liegt bei deinem Drehko also irgendwo in der oberen Hälfte. Da ist die Wahscheinlichkeit schon sehr groß, dass du nur ne Oberwelle hörst, da das Genaue Abstimmen nicht ganz so leich ist. Ich würde wirklich noch mal ein wenig "drehen" :) Und das möglichst mit enem nicht leitendem Kunststoffplättchen (e.g. Abgleichstift)!

Ach ja: Der Draht der Spule sollte nicht zu dick sein!

gruß
Micha

von Micha - am 14.04.2009 13:54
Zitat
Micha
Ach ja: Zur Liebe deines Tonbandes solltest du einen Kondensator (100nF o.ä.) in die Signalleitung schalten. Sonst könnte dir das Gerät das auch schon mal arg übel nehmen..

Schon geschehen(also, ich habe bereits einen Kondensator eingebaut....)

Zitat
Micha
Ist das Signal denn nicht vollkommen übersteuert? Der 1. Transistor ist immerhin ein Mic-Preamp. Wenn der richtig arbeitet, sollte da nur verzerrter Kram aus dem Radio kommen!


Tut mir leid, das habe ich Oben nicht richtig beschrieben.... ich habe natürlich nach dem Mic-amp die Audioeinspeisung vorgenommen(direkt zwischen dem 1. Transistor und dem Kondensator, über einen Vorverstärker).

Was die Antenne betrifft: Ich habe das ganze auch schon oft ohne Gehäuse versucht, aber leider bisher erfolglos(ca 10-12m waren schon mal drin.....) Als ich es dann ins Gehäuse gepackt habe, hat sich die Frequenz leicht verändert und die Reichweite ging etwas zurück. Als ich dann noch L2 weggelassen habe, und die Antenne direkt angeschlossen habe, ging die Reichweite noch weiter zurück. Ich kann mir das einfach nicht erklären........ Allerdings muss ich sagen, dass es mich so rein vom Logischen her schon wundert, dass das einfach so gehen soll, dass man L2 weglässt.....
Immerhin liegt dann die Antenne über einen Kondensator einfach an "+".... wie kann sie denn dann überhaut noch strahlen? Sollte ich nicht eher L2 wieder anschließen und es so versuchen, oder ist es von der Sendeleistung her egal, ob mit oder ohne L2???

Ich bin echt Ratlos, ich habe schon öfters sowas hier gebaut: Mini-Sender :-) Das hat bis jetzt immer sehr gut funktioniert, aber ich weiß, dass das etwas "kleiner" ist.....

radio100


von radio100 - am 14.04.2009 15:01
Ich glaube auch das Du auf 50 MHz statt 100 MHz sendest: Deine Spule ist mit Länge 20mm Durchmesser 7,5mm, 6 Windungen wahrscheinlich viel zu groß. Nimm mal 4 Windungen oder 3 Windungen, 10 mm Länge und 5mm Innendurchmesser, das passt eher.

von Oszillatormann - am 14.04.2009 15:21
Hallo

also, mit 4 Windungen und 10mm Länge und 5mm Durchmesser geht es nicht, Reichweite ca. 20cm!
und nur rauschend......... nach nem halben Meter ist im Radio bereits nichts mehr zu hören........

ich glaub, es war zuvor mir der anderen Spule fast passend, aber halt nur fast, denn mit der kleinen Spule geht es noch viel schlechter....... ich werde jetzt mal die alte Spule wieder einbauen und dann arg "auseinanderziehen", vielleicht gehts dann......

radio100

von radio100 - am 14.04.2009 16:24
Hallo,

Also, ich habe jetzt den Sender nochmal mit einer anderen Spule bestückt: 6 Windungen, 20mm Länge, 7mm Durchmesser und Drahtstärke 0,6mm. Dann habe ich den Sender eingeschaltet, Tonband angeschlossen und im Radio die Frequenz gesucht. da ich nichts gefunden habe, habe ich dann die Spule etwas auseinandergezogen. Dann endlich habe ich im Radio das Tonband gehört. Die Antenne(Kabel, 0,14mm², 70cm länge) habe ich senkrecht aufgestellt. Dann habe ich das Radio entfernt, aber nach ca. 20m wieder das gleiche: kein Empfang mehr.....

Ich bin am verzweifeln :-(

radio100

von radio100 - am 14.04.2009 17:30
Ich glaub eigentlich nicht, dass das Problem bei der Spule zu suchen ist! Bei einem 40pF Kondensator und der Spule mit "Länge 20mm Durchmesser 7,5mm, 6 Windungen" passt das eig. schon.
Ich hab das mal fix mit den Werten von Oszillatormann durchgerechnet, und dann komm ich dann auf Werte oberhalb der 120MHZ bis in die 300MHZ rein.
Also rein Rechnerisch ist die Spule wie angegeben eigentlich okay, oder nicht? Die von Oszillatorman scheint mir dann schon eine etwas zu geringe Induktivität haben.
Liegt der 20pF Kondensator eigentich parallel zur Spule, ist er also teil des Schwingkreises oder nicht?

Wie gesagt: Ein paar Fotos wären vielleicht ganz hilfreich. Ansonsten: wie stimmst du das denn ab? Nimmst du gleich die "erst beste Position" vom Drehko? Eventuell gibts ja mehrere Stelllen wo du dein Tonbad hörst. Dann einfach mal alle durchprobieren. Da sollte dann dich richtge dabei sein.
Und -wie schon mal angesprochen- am Besten das Radio ein Stück weg stellen. Ich hab gute Erfahrungen mit einem MP3 Radio OHNE(!!) Antenne gemacht, dass man Digital einstellen kann. (Also eine freie Frequenz suchen, keine Kopfhörer einstecken und auf dem Display nach der Empfangsstärke gucken.)

Gruß
Micha

von Micha - am 14.04.2009 20:49
Hallo,

Also, hier die Bilder:







"Er" ist gerade nicht mehr im Gehäuse, da ich ja den Fehler suche.
Ich weiß nicht, woran es liegen kann, ich weiß einfach nicht mehr weiter.


radio100

von radio100 - am 15.04.2009 06:14
Naja, ich finds lobenswert, das du eine geätzte Platine verwendest abe der Aufbau ist doch sehr abenteuerlich. Die Leitungsverbindungengen zwischen den einzelnen Bauteilen sind viel zu lang, und der Lüfter hat so nah an den Transistoren imo nichts zu suchen. Besser währe es die Transistoren per Kühlstern zu kühlen (erhältlich bei Reichelt z.B.). Die Spule sagt mir persönlich auch nicht umbedingt so zu, ich hätte die eher "näher zusammen" gewickelt, also die einzelnen windungen und auch einen Spulenkörper mit verstellbaren Ferritkern verwendet. Eigendlich sollte soein Sender mit 2N3553´s ganz nett Power haben da haben die anderen schon recht das du wohl nur ein Mischprodukt/eine Oberwelle o.ä. im Radio Empfängst. "Das beste währe es" - Meiner Meinung nach das ganze nochmal neu aufzubauen - wirklich die Geätzte Platine finde ich top... Aber ich habe damals soeine gegentaktschaltung (2x "nur" BF 246) auf ´ner Lochrasterplatine super zum lauffen bekommen (ebenfalls mit soeiner Spule nur eben das bei mir die HF auskopplung durch eine Weitere Spule super funktioniert hatte [Fahrradlämpchen parallel zum HF out leuchtete einigermaßen...]. Also mein Vorschlag - bau es nochmal neu auf - wenn du eine Platine ätzen willst, achte darauf, das die Verbindungen so kurz wie möglich sind... Löte auch die Bauteile "ganz" ein und lasse sie nicht einfach irgentwie wild rum stehen (wie z.B: diese [Kappazitäts-]Diode) und wickle die Spule auf einem Spulenkörper [Windungen näher zusammen]. Weis etz den Plan grad nicht aber da ist doch sicher zur Schaltung ein 1 oder 10nF parallel - achte auch darauf, das der so nah wie möglich am "+" ist bei der Spule sonst ist *glaube ich* Die Leiterbahn zwischen diesem Kondensator und der Spule auch wie eine Induktivität. Das NF Signal würde ich ohne Vorverstärker direckt einspeißen mit einem 100nF Kondensator und einem Widerstand ca 10k in reihe [dann am besten noch eine 0,47µH Drossel dazu dann ists erfahrungsmäsig sicher HF mäsig relativ kalt]. Falls du das "dicke" Minispione buch besitzt, bau mal die Schaltung mit den Fälschlich als BC246C bezeichneten FETs nach (BC 246 sollte da BF 246 heissen) die liefert sicher genug leistung für ´n guten Kilometer Reichweite... aber bevor man Antenne ansteckt - bitte Oberwellenfilter dazu.

Ich hoffe ich konnte weiterhelfen - MFG: Stefan

von Stefan - am 15.04.2009 18:14
Hallo,

ok, ich werde das nochmal neu aufbauen, und vielen Dank für Deine Tipps!

radio100

von radio100 - am 16.04.2009 08:50
Ich habe deine 6Wdg / 20mm / 7mm Innendurchmesser Spule mal aus 1,5mm Silberdraht gewickelt und mit 1cm langen Zuleitungen vermessen. Mein L Meßgerät zeigt ca 110 nH Induktivität an. Ich habe dann noch einen 33pF Keramikkondensator parallel geschaltet und diesen Resonator exakt gewobbelt. Die Eigenresonanz ist 79 MHz, woraus sich 120 nH errechnen. Mit 27pF ParallelC liegt die gemessene Resonanz bei 88 MHz.Für den UKW Bereich darf die Gesamtkapazität also höchstens 27pF sein - wenn nicht noch weitere Induktivitäten vorhanden wären: Deine Schaltung enthält eine Menge Bauteile und zahlreiche lange Zuleitungsdrähte bis zu den Schwingkreiskapazitäten. 1cm Leitung haben ca. 6nH Induktivität. Bis zu deinen Transistoren und Trimmern dürften ca 5 - 10 cm Drahtlänge zusammenkommen, entspr. ca 30 - 60nH. Gehen wir von einer Induktivität von 150nH aus: Für 98MHz= Mitte des UKW Bereiches sind dann 17,6pF rechnerisch notwendig. Wieviel pF wird dein Aufbau haben? Laut Schaltbild gibt es zwei Transistoren im Gegentakt. Diese haben Kollektorkapazitäten von ???pF. Der 2N3553 hat lt Datenblatt 10pF KleinsignalC bei 28V. Mit 12V und im Großsignalbetrieb ist die Kapazität vielleicht doppelt so groß, also 20pF. Die Basiseingangsimpedanz ist niederohmig gegen den in Reihe geschalteten 33pF Kondensator, daher ist die Eingangsimpedanz aus der Reihenschaltung vielleicht 20pF. Die Transistoren erzeugen also 20pF+20pF = 40pF Lastkapazität. Diese liegt zum Glück HF-mäßig nur über der halben Spule, so daß beide Transistoren zusammen ca 20 pF parallel zur Spule erzeugen. Dazu parallel liegt noch dein 40pF Trimmer, der in Mittelstellung 20pF hat, die Abstimmdiode (die leider keine feste Gleichspannung an der Anode bekommt, daher driftet die Frequenz frei rum, hier fehlt offenbar ein Widerstand, 1 Mohm nach Masse wäre ok) Die Reihenschaltung aus Diode und 20pF Kondensator hat vielleicht 10pF Eingangskapazität und die Streukapazitäten aller Bauteile zur Masse, die ist auch noch ein paar pF groß. Vielleicht 5pF. Du hast also geschätzte 55pF parallel zur Spule und solltest nur 17,6pF haben. Das gibt eine geschätzte (f=1/2/3,141/Wurzel (LC)) Sendefrequenz von 55,4 MHz. Du empfängst also wahrscheinlich wirklich deine Oberwelle. Deshalb kam mein Tipp mit der reduzierten Windungzahl. Mit dem Gottgegebenen C von 55pF brauchst Du aber nur ca 50nH insgesamt. Da im jetzigen Aufbau aber bereits ca. 30-60nH parasitäre Induktivität drinstecken würde ich die Spule mal durch einen Kurzschluß !! ersetzen. Oder, am Besten, das ganze Ding wirklich nochmal mit kürzeren Drähten aufbauen.

Viel Erfolg.

von Oszillatormann - am 17.04.2009 15:51
ok, danke, ich halte mich jetzt an kurze Verbindungen!

von radio100 - am 18.04.2009 07:22
Hallo,

ich glaub, ich habe es fast geschaft!!!!!!!!! *freu*
Ich habe den Sender jetzt nochmals aufgebaut, auf Streifenraster. Die Transistoren habe ich gleich vor der Spule platziert. Der Trimmer für die Frequenz ist dazwischen. Dann habe ich die Versorgungsspannung angelegt und ein Radio eingeschaltet. mit dem Trimmer habe ich dann die Frequenz gesucht. Ich hatte währenddessen ein Tonband angeschlossen. In Radio war nun das Tonband klar und deutlich zu hören. Doch als ich das Stück Plastik, mit dem ich am Trimmer gedreht hatte entfert habe, war die Frequenz wieder verrutscht. Also habe ich nochmals die Frequenz eingestellt und dann dass Stück Plastik drangelassen. dann habe ich das Radio von Sender entfernt, und siehe da: Im ganzen Haus super Empfang!!!!! *freu* werds demnächst mal Draußen testen.

radio100
PS: Antenne ist einfach wieder ein Stück Kabel (70cm) und die Spule hat 6 Windungen, 6mm Durchmesser und 20mm Länge.

von radio100 - am 03.05.2009 06:07
Gratulation jetzt am besten noch einen Tiefpass drann und dann "Sorgenfreies" Senden ;)

von Stefan - am 03.05.2009 16:42
ja, jetzt habe ich den Dreh raus, so einen Tiefpass habe ich jetzt auch zwischen Antenne und Sender geschaltet. Habe den Sender jetzt mal im "Freien" ausprobiert, Reichweite liegt bei ca. 1km *freu* :D

Bin echt Froh, dass das nun so gut funktioniert. Auch nochmal ein Lob, dieses Forum ist echt super!

radio100


von radio100 - am 04.05.2009 14:02
Jetzt stell doch noch mal ein Foto von Deinem Sender mit der funktionierenden kürzeren Verdrahtung rein. Davon haben dann alle was, denn man kann dann den nicht funktionierenden Aufbau vom 15.4.2009 mit dem funktionierenden vergleichen.



von Oszillatormann - am 10.05.2009 11:50
Hallo,

hier ein Bild vom funktionierenden Aufbau:



Da der Sender schon im Gehäuse ist, ist das Foto nicht sooo gut gelungen.

Durch den blauen "Schlauch" fließt Wasser zum kühlen, da ich grad keinen passenden Kühlstern habe.


radio100

PS: Habe zum Geburtstag von meinem Opa ein paar (6 Stück) 2N6084 bekommen, lässt sich daraus was machen?

von radio100 - am 14.05.2009 19:17
Die Spule :-/ ...

Naja, so lang´s funktioniert ;)

von Stefan - am 14.05.2009 19:26
Geile Kühlung !! :D

Zitat

PS: Habe zum Geburtstag von meinem Opa ein paar (6 Stück) 2N6084 bekommen, lässt sich daraus was machen?


Auf jeden Fall! Damit kannst du eine schöne Endstufe bauen, die 30 Watt ganz locker macht, wenns sein muss auch 40. Leg sie aber noch zur Seite, baue dir erstmals noch ein paar Sender. Step by step. Wäre sehr schade, die guten Transistoren zu schrotten.

Vielleicht ist der Stentor dein nächstes Projekt?

von HF Martin - am 14.05.2009 21:05
Das ist deutlich kürzer verdrahtet aus als im ersten Versuch. Prima. Die Wasserkühlung ist ja abenteuerlich.

Deine 6 Transistoren 2N6084 machen bei 12,5V/175MHz aus 10W 45W, siehe hier, Diagramm auf der vorletzten Seite:

http://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/101583/MICROSEMI/2N6084.html

In den Hubschraubern könnte Berilliumdioxyd drin sein. Das ist giftig, steht so in jedem Philips Datenblatt, z.Bsp. hier

http://www.datasheetarchive.com/download/?url=http%3A%2F%2Fwww.datasheetarchive.com%2Fpdf-datasheets%2FDatasheets-112%2FDSAP0047602.pdf

Wenn Du deine Transistoren ohne Kühlkörper testen solltest und dann diese vor Hitze zerplatzen dürfte es extrem ungesund werden...

von Oszillatormann - am 15.05.2009 11:35
Hallo,

danke für den Tipp :-)
Ja, aber die Spule funktioniert :-)

radio100

von radio100 - am 15.05.2009 13:43
Hallo,

ich möchte einen ähnlichen UKW-Sender aufbauen. Auch in meinem Schaltplan war davon die Rede, Spulen "übereinander" zu wickeln. Nun bin ich mir auch nicht ganz sicher, was darunter zu verstehen ist. Und aus dem hier zu lesenden Wortwechsel bin ich auch noch nicht ganz schlau geworden. Ist das nun in Ordnung, so, wie radio100 das gemacht hat, oder nicht?

Danke im Voraus,
Nick

von Nick - am 29.06.2009 12:06
Hallo Nick,

im Foto auf Seite 2 vom14. Mai 2009 21:17 sieht man ja die Spulen ganz gut. Eine ist aus Silberdraht, die andere besteht aus Kupferlackdraht. Sie ist ist nur in die linke Spulenhälfte reingewickelt worden. Der blau isolierte Schaltdraht ist anscheinend die +Zuführung zum Spulenmittelanzapf der beiden Spulen. Bau das doch so nach, scheint ja zu funktionieren. Generell halte ich aber Nichts von dieserlei verkoppelten Spulen weil der Koppelfaktor nicht wirklich stabil ist. Im Aufbaubeispiel ist auch die +Zufuhr nicht direkt an der Silberdrahtspule mit dem 10nF Kondensator (im Schaltbild ganz rechts) abgeblockt, so daß die Induktivität des blauen Schaltdrahtes massiv mitspielt und die Ausgangsimpedanz zur Antenne dadurch erhöht. Aber bei so einem Sender ist Reichweite ja vielleicht nicht alles, oder??? -:)

von Oszillatormann - am 29.06.2009 13:30
Zuerst einmal meinen Dank für diese schnelle Antwort! :-)
Hm, stimmt, das sieht wirklich nicht sehr stabil aus. Nur ist es so, dass ich laut Schaltplan (ich baue aber einen anderen Sender als radio100 ;-) ) zweimal auf so eine Kopplung angewiesen bin. Dass Spulen "übereinander" gewickelt werden.
Kann ich das da nun so machen, dass ich die beiden Drähte der Spulen nebeneinander wickle?
Dann verändert sich zwar die Induktivität der Spulen, da die Windungen nicht mehr so nah aneinander liegen, aber das ist vielleicht gar nicht schlecht, da ich (ich baue auch auf Lochraster) sicher noch viele andere unerwünschte Induktivitäten habe.

Gruß,
Nick

von Nick - am 30.06.2009 16:07
Hallo Nick,

Also, normalerweise hätte ich meine Spule viel "kleiner" wickeln sollen (laut Schaltplan). Doch dann habe ich die Frequenz im Radio nicht gefunden, da habe ich einfach ein wenig an der Spule gezogen, und siehe da..... es funktioniert! Natürlich ist das so nicht das Beste, aber für meine 2. Sender ist er ganz gut geworden....


radio100

PS: Ich bin halt noch in der Anfängerphase....

von radio100 - am 02.07.2009 05:05
Aber meine Frage, ob "übereinander wickeln" als "Spulendrähte parallel wickeln" verstanden werden kann, bleibt noch offen.

von Nick - am 18.07.2009 10:09
Hallo,

Zitat

Aber meine Frage, ob "übereinander wickeln" als "Spulendrähte parallel wickeln" verstanden werden kann, bleibt noch offen.


Also, ich habe nun diesbezüglich noch ein paar Versuche gemacht. Resultat: mit "parallel wickeln" macht man nichts falsch, wenn man allerdings einfach "irgentwie" die Drähte übereinander wickelt, funktioniert es auch ganz gut.
Ich persönlich erhalte aber bessere Ergebnisse, wenn ich die Drähte parallel wickle....
Bei der "Parallelwicklung" ist allerdings schon ein Abstand von ca. 1-2mm zwischen den Drähten....
Hab grad keine Kamera, sonst würd ich ein Bild hochladen.

radio100



von radio100 - am 18.07.2009 19:04
Cool, danke. :)

von Nick - am 08.08.2009 12:01
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