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Informationen zum Thema:
Forum:
Senderbau und HF Technik
Beiträge im Thema:
11
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Tobsel, Oszillatormann, HF Martin, Shunth

Frage zu Antenne

Startbeitrag von Tobsel am 21.06.2009 13:33

Hallo,
ich habe mir folgende Antenne (mit ausziehbaren Standfüßen und Spitz) gekauft:

Ich habe ein paar Fragen dazu.
1. Ist diese Antenne überhaupt zum Senden geeignet? (Ich sende mit wenig Leistung von max. 1W)
2. Wie passe ich sie an? Natürlich ein vielfaches der Wellenlänge, aber kann ich z.B. die Standfüße auf Lamda/8 und den Spitz auf Lamda/4 einstellen (wie im Bild)?

Dann noch eine Nahaufnahme von dem Gelenk:

3. Ab wo messe ich die Länge, ab dem Knick nach unten oder muss ich das Stückchen vor der Befestigung auch noch dazurechen?

Danke für Antworten!
Gruß,
Tobi

Antworten:

Alle Längen sollen Lambda/4 sein, ab dem Flansch mit den 4 Schrauben gemessen. Die 4 Radials ("Standfüsse") sollen im 45° Winkel nach unten gerichtet sein.

von HF Martin - am 21.06.2009 14:17
OK, danke! Und wenn man alles auf Lambda/8 einstellt, geht das auch?

von Tobsel - am 21.06.2009 15:23
Oder was ist, wenn ich die Radials wegmache und nur die Spitze verwende, meint ihr das geht?
Falls möglich bitte auch Frage drüber beantworten.
Danke!

von Tobsel - am 24.06.2009 19:44
Nein, Lambda 8tel geht nicht. Auch ohne Radials wird das nichts. Die Radials bilden ein Gegengewicht und sorgen für eine flache Abstrahlung und die gewünschte Impedanz von ~ 50 Ohm.

Gruss

von HF Martin - am 24.06.2009 21:21
Nur aus Interesse: Warum geht das nicht mit Lambda/8? Muss es bei Sendeantennen immer mindestens Lambda/4 sein?

von Tobsel - am 25.06.2009 14:08
Lambda/8 geht nicht weil die Eingangsimpedanz der Ground Plane dann nicht 50 Ohm ist sondern niederohmig und kapazitiv. Bei stark verkürzten Antennen geht der Wirkwiderstand mit der Länge quadratisch runter, müßten also für Lambda/8 ca. 12,5 Ohm sein. In Reihe ist dann ein kapazitiver Scheinwiderstand mit circa C=8 * L / (PI² * c * 377 Ohm). Mit L = 0,37m wird C=2,65pF, der Blindwiderstand also 600Ohm bei 100 MHz. Es ist äußerst schwierig, die Impedanz 12,5 Ohm -j600 Ohm verlustarm und von 88...108 MHz an ein 50 Ohm Koaxkabel anzupassen. Darum baut man lieber Lambda /4 Antennen.

von Oszillatormann - am 27.06.2009 18:52
... und die o.g Formel für die Strahlerkapazität isz eine Näherungsformel für stark verkürzte Antennen, als LAMBDA / 10 Strahlerlänge oder kürzer. Das ist ja hier mit Lambda / 8 = 37 cm noch nicht ganz der Fall, sollte zur Erklärung aber trotzdem reichen.

von Oszillatormann - am 30.06.2009 07:25
Vielen Dank für eure Antworten.
Kann ich, wenn ich mit wenig Leistung sende (sagen wir unter 100mW), als Antenne auch 2 Kabel benutzen, ohne dass mir der Sender abraucht?
Zitat

Die Radials bilden ein Gegengewicht

Wie ist das gemeint mit dem Gegengewicht? Die Radials sind mit Masse verbunden und die Spitze mit dem HF- Signal, soviel hab ich erkannt. Was passiert, wenn ich nur die Spitze direkt auf den BNC- Ausgang des Senders aufschraube? Funktionieren tuts, habs mal kurz getestet.
Verzeiht die Greenhorn- Fragen, aber es wird besser, versprochen! ;-)

von Tobsel - am 03.07.2009 15:22
Ja he, alle im Urlaub oder wie? :cheers:

von Tobsel - am 04.07.2009 23:08
.........wenn deine "Drähte" die Länge Lambda/4 oder Lambda/2 haben kannst du auch das machen. Mit dem Gegengewicht ist "Masse" gemeint. Deine HF Energie soll doch weg von der Antenne und ab in den Orbit...... Die UKW "Welle" bewegt sich von deiner Antenne in Richtung Weltraum und wird nicht an der Ionosphäre gespiegelt. Um die Energie optimal nutzen zu können, brauchst du also einen kleinen Vertikal-Öffnungswinkel an der Antenne. Das Gegengewicht sorgt dafür (also deine Radialen) das dieser Winkel gegeben ist und die Energie in den Raum strahlt und nicht wie ein "Stein" gegen Erde fällt........(so ungefähr war das )

Gruß Andre

von Shunth - am 05.07.2009 13:17
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