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Senderbau und HF Technik
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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Elektronikbastler, Der einsame Pirat

Quarz Oszillator als Sender...

Startbeitrag von Elektronikbastler am 24.03.2010 11:20

Ich wollte hier nurmal meine Verwunderung über diese kleinen Teile ausdrücken.Kennt ja hier sicher jeder diese kleinen ca 2 auf 1cm Metallkästchen wo eine Frequenz draufsteht. Man braucht nurnoch 5V anzustecken und an einem Pin kommt dann die aufgedruckte Frequenz als idr. Rechtecksignal raus. Nun hats mich einfach mal interessiert, welche Reichweite denn soein Oszillator "alleine" hat, und die Ergebnisse waren recht erstaunlich. Die wohl bekannteste Schaltung dürfte der 1Mhz Quarzoszillator sein, welcher mittels vorgeschaltenem Trafo moduliert wird. Dann meistens eine 1m Antenne angeschlossen, was eine Reichweite von ca 2-3Meter ergibt. Ich habe das auchmal versucht - habe den Oszillator jedoch anstatt mit einem Trafo mit einer sehr einfachen Transistorschaltung moduliert (nur der Oszillator kein zusätzlicher Hf Verstärker, ich weis, das es nicht die feine Art ist, den in der Spannung zu modulieren aber "anders" gehts halt nicht wenn man am Ausgang nichts verstärkendes dazuschalten möchte - meines Wissens nach zumindest nicht). Mit einer natürlich für Mittelwelle viel zu kurzen ca 2m langen Antenne, welche ich mittels einfachem PI-Filter angepasst habe, bekam ich dann ein einigermaßen Oberwellensauberes Signal, welches schon eine Reichweite vom immerhin 30m aufwies. Den Sender habe ich natürlich wg der niedrigen Frequenz dabei geerdet. Der Klang war erwartungsgemäs nicht gerade Hi-fi aber doch für die Einfachheit der Schaltung passabel gut. Als nächster Testkandidat stand dann ein Oszillator aus dem Pollin Quarz Sortiment an, welcher irgentwo bei 30Mhz rumfunkte. Dieser hat aber schon von Haus aus viel mehr Strom gebraucht als der 1Mhz Oszillator. Ich hab die Schaltung so gebaut, das am Oszillator ca 4,5V (ca...) anliegen, das mit der Modulation noch Luft nach oben war - bei dem Pollin Oszillator musste ich jedoch die Werte neu anpassen, da er viel mehr Strom brauchte als der 1Mhz Oszillator (Spannung sank auf 2,2V). Als ich die Werte angepasst habe, gab ich dem Oszillator eine ca 1,40m Drahtantenne, welche ich wieder mittels Pi-Netzwerk angepasst habe. Als Gegengewicht verwendete ich einen ca 1,80m langen 1mm² Draht, welcher Horizontal gespannt wurde. Der Reichweitentest war aber echt erstaunlich, selbst nach 400m nicht direckter Sicht bekam ich noch ein recht starkes Signal, ich würde sogar behaupten, bei Sichtlinie währen mit diesem Oszillator locker 1km Reichweite überbrückbar... Das hat mich schon sehr verwundert - denn der Oszillator sah jetzt auch nicht besonders anders aus als der 1Mhz Oszillator von Reichelt gleich groß ...

Was meint ihr dazu? habt ihr auch schonmal Tests in dieser Richtung unternommen?

MFG: Elektronikbastler

Antworten:

Der Unterschied in der Reichweite liegt vermutlich an der Länge der Antennen. 1.4m bei 30MHz ist ein bisschen zu kurz, die 2m bei 1MHz sind viiiiiiiel zu kurz. Ich vermute, dass der Oszillator in beiden Fällen nicht nennenswert belastet ist. Wie sieht die Ausgangsspannung mit dem Scope aus?

Ich habe auch schon auf Mittelwelle experimentiert und bin mit den kurzen Antennen und kleiner Leistung nie weit gekommen.

von Der einsame Pirat - am 25.03.2010 11:01
Ich habe mir nur das Ausgangssignal vom 1Mhz Oszillator am Oszi angeschaut (unmoduliert) und es war ein Rechtecksignal. Auf Mittelwelle zählt echt jedes cm mehr bei der Antenne das habe ich auch schon gelernt, und wie man diese anpasst. Am besten funktioniert bei so kleinen Leistungen ein Antennenanpassnetzwerk wie man´s auch in billigeren Walki Talkis findet einfach Kondensator auf Masse - Spule - Kondensator auf Masse wenn man sich da etwas spielt hat man die Antenne bald angepasst, dann ist die Reichweite schnell enorm besser. Nur ein Stück Draht an den Oszillator auch wenn der Draht 1m lang ist bringt bei mir auch keine nennenswerte Reichweite und zusätzlich noch eine Belastung durch Oberwellen. Die Werte für Spule und Kondensatoren kann man ja meistens anhand von Erfahrung oder Beispielschaltungen aus dem Internet abschätzen. Ersetzt man einen der Werte durch einen Variablen z.B. Trimmkondensator oder Spule mit verstellbarem Kern ist die optimale Einstellung noch schneller gefunden - ideal und vorallem bezahlbarer als ein Speki für sowas ein etwas besserer Scanner mit dem man dann die Feldstärken/Oberwellen kontrollieren kann.

von Elektronikbastler - am 25.03.2010 11:10
Nachtrag, habe das selbe jetzt mal mit soeiner "billig" Fernsteuerung für Modellspielzeug getestet... Sendet im CB Band jedoch mit mir nicht bekannter Leistung - viel kanns aber nicht sein da da nur 2 to92 Transistoren sind und diese nicht wirklich warm werden / der Sender auch nicht nennenswert Strom zieht. Da dort auch ein einfacher Pi filter drauf ist, der den Sender für eher kleinere Antennen auslegt habe ich ihn ebenso getestet mit einer ca 70cm langen Teleskopantenne (mit Verlängerungsspule in der Mitte). Gegengewicht bekam er nur ein Akkupack sowie "Modulatorschaltung" mit dem Transistor, die NF habe ich mit selbergebautem Optokoppler zugeführt (sonst würd die Hf ja in den Discman fliessen und das Kabel als Gegengewicht nutzen was wieder den Pi Filter "verstellt") Signalstärke / Oberwellen schnell mit Scanner gemessen - passt... Reichweite: 1,5km dort kann ich es mit einem Weltempfänger noch empfangen es reicht zwar nichtmehr für die "tuned" LED des Empfängers aber das Signal ist noch gut aufnehmbar...

Wollte nurmal bescheid sagen :-)

von Elektronikbastler - am 03.04.2010 19:47
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