Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Senderbau und HF Technik
Beiträge im Thema:
138
Erster Beitrag:
vor 6 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
ampliphase, Power-FM, Kay B, Oszillatormann, lumpi_sunny, Power-AM, Elektronikbastler, Pirat 07, HF-Schorsch, Radio Oberwelle, ... und 13 weitere

AM auf Mittellwelle

Startbeitrag von Power-FM am 31.07.2011 17:23

In der letzten Zeit habe ich mich mal (wenn denn Zeit war) mit dem Aufbau von Oszillatoren für den Mittelwellenbereich beschäftigt und auch schon einige gebaut.
In dem Bereich bin ich absoluter Anfänger (naja, auf UKW ja eigentlich auch ;-)), aber bisher funktionierte alles, und das schöne ist, dass es selbst freischwingend bisher alles völlig stabil ist (dennoch werde ich mich auch noch mit einer PLL für den Mittelwellenbereich beschäftigen).

Jetzt habe ich aber wie gesagt bisher nur kleine Oszillatoren gebaut, noch keine Verstärker.
Bisher habe ich immer moduliert, indem ich einfach mit einem Elko ein NF-Signal der Betriebsspannung "überlagert" habe.
Das funktioniert auch, nur habe ich dabei einen merkwürdigen Effekt bemerkt:
In Radios, welche ohne PLL arbeiten, kann ich die Modulation gut hören, jedoch wird sie deutlich leiser, wenn man genau auf die Sendefrequenz abgestimmt ist. Bei PLL Empfängern dagegen ist die Modulation völlig weg, wenn ich auf der genauen Sendefrequenz bin, nur wenn ich daneben abstimme wird sie hörbar.

Kann das an der nicht gerade professionellen Methode der Modulation liegen? Oder ergibt das ganze so vielleicht ein Gemisch aus AM und FM und das ist das Problem?

Da ich das gleiche Phänomen bei mehreren verschiedenen Oszillatoren habe, poste ich erst mal kein Schaltbild.
Später, wenn ich das Signal irgendwann mal verstärkt bekommen sollte, muss ich ja eh die Endstufe modulieren (mit hoher NF-Leistung), aber soweit bin ich ja noch nicht.

Und bitte nicht auslachen, ich kenne mich wie gesagt kaum aus. Rein theoretisch müsste meine Art der Modulation aber doch eine AM ergeben, oder?

Die 50 interessantesten Antworten:

Hi,

Da hast du FM Modulation, dieses Phänomen tritt auch bei "einfachen" Schaltungen aus dem Internet auf oder bei der Schaltung wo der Timer IC 555 an pin 5 moduliert wird. Du solltest bei AM (normalerweise) auf keinen Fall den Oszillator modulieren, schon garnicht, wenn dieser freischwingend ist. Baue mal einen Buffer hinter den Oszillator, und kopple das Signal am Oszillator recht hochohmig aus. Nach dem Buffer kannst du dann eine einfache Modulatorschaltung bauen (z.B. einen Klasse A Verstärker mit Widerständen - bei diesem kannst du deine Methode für Modulation dann auch anwenden) [Erwarte hier erstmal keine Leistungen höchstens ein paar mW]. Wenn du dann mal mit mehr Leistung senden willst, musst du darauf achten den Oszillator so gut wie möglich abzuschirmen, denn wenn irgentwie wieder HF von der Antenne in den Oszillator einstrahlt oder irgentwie "zurückfliest" sage ich mal, hast du trotz der vielen Bufferstufen wieder FM Modulation/Anteil (Der sich durch den von dir beschriebenen Effekt im extremfall bemerkbar macht, im "nicht so extrem Fall" macht sich das dann durch "blubbern" in der Modulation bemerkbar. Natürlich gibts noch bessre/elegantere Modulationsmöglichkeiten, aber fürs erste sollte dein Versuchsaufbau reichen.

Nur mal interessehalber - welche Reichweiten stellst du dir vor? Mittelwelle, sagen wir mal 1,5Mhz ist halt "echt wenig" da kommt man mit ein paar mW nicht ansatzweise so weit, wie auf UKW (ich meine im Bezug auf Antennenlänge)...


von Elektronikbastler - am 31.07.2011 18:17
Hallo Power-FM,

genau sowas mache ich auch gerne. Ich habe auch mal einen AM-Sender gebaut, jedoch für Kurzwelle. Habe eine Schaltung auf Basis des "Grenade" gebaut. (Sagt Dir doch was :-))
Da habe ich den Träger auf ca. 3 Watt verstärkt und mit einer Audio-Endstufe modulliert. (Mit Trafo...)
Es hat schon etwas gerauscht, allerdings weiß ich nicht, in wieweit das auch normal ist, bei AM.
Ich habe auch mit dem Oszillator angefangen und ihn mit einem 1:4 NF-Übertrager moduliert. Das hat hervorragend funktioniert und kaum gerauscht im Vergleich zur Modulation der Endstufe...

Auch ich habe keine Ahnung, nur so "Bastelerfahrung" ohne theoretischen Kenntissen.

Gruß
radio100

von radio100 - am 31.07.2011 18:20
Zitat

Da hast du FM Modulation, dieses Phänomen tritt auch bei "einfachen" Schaltungen aus dem Internet auf oder bei der Schaltung wo der Timer IC 555 an pin 5 moduliert wird. Du solltest bei AM (normalerweise) auf keinen Fall den Oszillator modulieren, schon garnicht, wenn dieser freischwingend ist.


So ist es, zumindest ist mehr FM enthalten als AM. Etwas "daneben" abgestimmt kann ein normaler AM-Empfänger auch FM demodulieren. Das nennt sich Flankendemodulation, weil an der Flanke der Durchlasskurve im Empfänger die FM in AM umgewandelt und so demodulierbar wird. Die ersten Primitivempfänger für UKW aus der Röhrenzeit (Pendler, genauer Superregenerativempfänger) nutzten dies aus.

Beim AM-Sender wird meist die Endstufe moduliert, indem der Betriebsspannung die NF überlagert wird. Dazu darf die Endstufe im unmodulierten Zustand nur mit einem Viertel der Maximalleistung laufen. Ein 100W-Transistor wird also mit reduzierter Collectorspannung betrieben und macht so nur 25 W Trägerleistung. Man spricht auch von "Mittelstrichleistung". Im Maximum der pos. Halbwelle der NF liegen dann 100W an, im neg. Maximum null Watt. Die abgegebene Gesamtleistung bei 100% Modulation beträgt in diesem Beispiel das 1,5-fache der Trägerleistung, also 37,5W.

(Wikipedia-Image: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a4/Amfm3-en-de.gif)

von ampliphase - am 31.07.2011 19:34
Wer hört denn eigentlich noch Mittelwelle?

Ich hab letztens mal wieder rübergekurbelt und mich gewundert, wie viel da noch los ist. Das Problem aber ist bei Mittelwelle, dass die erforderlichen Antennen riesig sind und dass man kaum gegen die viele hundert kilowattigen Sendeleistungen der Grosssender "anstinken" kann. Bei mir in der Nähe (ca. 20km) steht noch ein kleiner MW-Sender mit 1kW Leistung von den Amis. Abends ist er trotz der Nähe nur gestört zu empfangen, denn er wird von den stärkeren voll an die Wand gedrückt. Früher stand noch einer in ca. derselben Entfernung mit 5kW, der seit 6 Jahren ausser Betrieb ging:



Auch der wurde abends von stärkeren Sendern "weggeblasen". Ohne viel Power geht da nix und bei viel Power ist man (wegen der AM) in der ganzen Nachbarschaft selbst aus dem Staubsauger zu hören :)



von ampliphase - am 06.08.2011 16:33
Zitat
Power-FM
Vielleicht kennst du das nicht, aber es gibt oberhalb der normalen Mittelwelle das "X-Band", in dem sich NUR Piratensender rumtreiben. Ganz viele Holländer, aber auch viele vom Balkan oder aus Griechenland.
Die sind nachts über die Raumwelle in ganz Europa zu hören, und irgendwie schaffen die es ja auch, Sendeantennen in ihren Vorgärten aufzustellen, die offensichtlich auch funktionieren :-).


Genau so ist es, aber auch unterhalb des "X-Bandes" sind mittlerweile viele QRG`s frei und so senden auch dort zahlreiche NL-Piraten, z.B. 1570kHz oder 1566kHz. Ich selbst habe in den 80er mit ca. 10 Watt auf 1251kHz gesendet (Sender Hulsberg (NL) war damals auf dieser QRG noch nicht QRV) und konnte damit tagsüber Problemlos 10km an einer 30m-Langdrahtantenne, mit Verlängerungsspule, überbrücken. Das einzige Problem was ich damals hatte war die zu geringe Resonanz an Zuhörern.

Man beachte auch einmal die Zahllosen NDB`s (Funkfeuer) im Langwellenbereich die in der Regel mit ca. 10 bis 200 Watt arbeiten. Auch diese Stationen arbeiten allesamt mit verkürzten Strahlern und Verlängerungsspulen. Ich durfte mir mal die 40Watt Flukfunkbake mit dem Rufzeichen GUL aus Gulpen (NL) ansehen, QRG: 383,5kHz, Antennenstrahler (vertikal) sage und schreibe nur ca. 15m, allerdings ist der Strahler mit einer kleinen Dachkapazität bestückt und im Erdboden befindet sich ein ausgiebiges Erdungsnetz. Die Reichweite ist auch dank der niedrigen Sendefrequenz beachtlich.
Ich empfange die Station hier in ca. 50km Entfernung an der Ferritantenne mit O 4 und an der Rahmenantenne volles Signal O 5.
Also ich würde sagen so etwas ist auch Piratenmäßig machbar.

Noch etwas zur unerwünschten FM-Modulation im Oszillator: Verwende nach Möglichkeit einen Quartzoszillator und moduliere nur in der PA.

Schönen Abend noch,
Gruß:
Pirat 07


von Pirat 07 - am 07.08.2011 18:51
@ Power-FM

Zitat

(dennoch werde ich mich auch noch mit einer PLL für den Mittelwellenbereich beschäftigen).


Da würden mich auch mal geeignete PLL-Schaltungen interessieren. Die oben verlinkten Seiten auf freddospage sind im Moment nicht erreichbar.

Schaltungen mit dem MC145151 oder MC145152, der sich - im Gegensatz zu den meisten anderen PLL-Schaltungen - parallel ansteuern läßt, habe ich irgendwo schonmal für die Mittelwelle gesehen. Leider gibt es diese Schaltkreise kaum noch.


Zitat

Die sind nachts über die Raumwelle in ganz Europa zu hören, und irgendwie schaffen die es ja auch, Sendeantennen in ihren Vorgärten aufzustellen, die offensichtlich auch funktionieren :-).


Das würde mich echt mal interessieren, wie deren Sendeantennen aussehen.



@ Elektronikbastler

Zitat

Nach dem Buffer kannst du dann eine einfache Modulatorschaltung bauen (z.B. einen Klasse A Verstärker mit Widerständen - bei diesem kannst du deine Methode für Modulation dann auch anwenden) [Erwarte hier erstmal keine Leistungen höchstens ein paar mW].


Hast du da eine Beispielschaltung parat?



@ ampliphase

Zitat

Beim AM-Sender wird meist die Endstufe moduliert, indem der Betriebsspannung die NF überlagert wird.


Wieso ist das eigentlich so? Was sind die Nachteile, wenn man direkt hinter dem Oszillatorausgang amplitudenmoduliert und dann die amplitudenmodulierte HF verstärkt?

Selbst bei den großen Sendern wird es so gemacht, daß man die HF und die NF separat verstärkt und dann die Modulation über einen Modulationstrafo durchführt. Der Energieaufwand dürfte dabei mindestens doppelt so hoch gegenüber einer Modulation vor der Verstärkung sein, da sowohl HF wie auch NF separat auf die Trägerleistung zu verstärken sind.

Aber wieso macht man das so?


Zitat

Wer hört denn eigentlich noch Mittelwelle?


Die Frage stelle ich mir auch andauernd.


Zitat

Ohne viel Power geht da nix und bei viel Power ist man (wegen der AM) in der ganzen Nachbarschaft selbst aus dem Staubsauger zu hören :)


Hier sendet gut 8 km entfernt die Stimme Russlands auf 1323 kHz mit 1 000 000 Watt! Da spricht Putin aus dem Telephon, aus Bassverstärkern und bei manchen sogar aus dem Heizkörper! :mad:



@ Pirat 07

Zitat

Verwende nach Möglichkeit einen Quartzoszillator und moduliere nur in der PA.


Das Problem ist halt, daß es kaum Quarze gibt, die genau auf einer Frequenz im europäischen Mittelwellenraster liegen.

Da müßte man wohl mit Teilern arbeiten, z.B.:

11 160 kHz : 8 = 1395 kHz
9 000 kHz : 8 = 1125 kHz
18 432 kHz : 16 = 1152 kHz

Oder einen Quarz mit einer Kondensator etwas in der Frequenz verstimmen, z.B.:
1 000 kHz --> 999 kHz

Kann man das irgendwie berechnen, wie groß die Kapazität des Kondensators sein muß um den Quarz um 1 kHz nach unten zu verstimmen?


von Kay B - am 16.08.2011 22:27
Zitat

@ ampliphase


Zitat:
Beim AM-Sender wird meist die Endstufe moduliert, indem der Betriebsspannung die NF überlagert wird.


Wieso ist das eigentlich so? Was sind die Nachteile, wenn man direkt hinter dem Oszillatorausgang amplitudenmoduliert und dann die amplitudenmodulierte HF verstärkt?

Selbst bei den großen Sendern wird es so gemacht, daß man die HF und die NF separat verstärkt und dann die Modulation über einen Modulationstrafo durchführt. Der Energieaufwand dürfte dabei mindestens doppelt so hoch gegenüber einer Modulation vor der Verstärkung sein, da sowohl HF wie auch NF separat auf die Trägerleistung zu verstärken sind.

Aber wieso macht man das so?


Wenn man bereits in der Vorstufe moduliert, müssen alle Stufen dahinter in linearer Betriebsart laufen. Damit verbietet sich der wirkungsgrad-günstige C-Betrieb und man hat Einschränkungen in der Aussteuerbarkeit. Ausserdem gibt es keine vollkommen lineare Verstärker. Jede Stufe hinter dem AM-Modulator verschlechtert durch Intermodulation die Signalqualität.

Von den heute auch bei neueren AM-Sendern verwendeten, digitalen Techniken mal abgesehen, hat man tatsächlich viele Jahrzehnte die Anodenmodulation der Endstufe angewendet. Der Aufwand dazu war ein Ärgernis und deshalb gab es immer wieder Hersteller, die alternative Techniken benutzten.

Die amerik. Firma Continental benutzte die sog. "Doherty-Modiúlation", eine weiterentwickelte Schirmgittermodulation

klick

Die Firma RCA benutzte die "Ampliphase"-Technik, eine Technik, bei welcher in den Vorstufen eine spezielle Phasenmodulation eingesetzt wird. Die eigentliche AM entsteht erst im Combiner hinter den Endstufen, so dass trotz Vorstufenmodulation C-Betrieb möglich ist.

klick

Die Ampliphase-Technik wurde schon 1935 von Henry Chireix entwickelt und war den anderen Techniken haushoch überlegen. Das Problem zu dieser Zeit war, dass bei Röhren, anders wie heute bei Transistoren, die Kennwerte während der Nutzungsdauer nicht konstant bleiben. Die Einstellung der Vorstufen ist bei der Ampliphase-Technik recht kritisch. Bei mangelhafter Wartung produzierten die Ampliphase-Sender schreckliche Verzerrungen und bekamen von den HF-Ingenieuren daher scherzhaft den Namen "Amplifuzz" :)

Zitat

Gibt es eine brauchbare Schaltung für einen 4,5-kHz-Tiefpaß um die NF zu begrenzen?

Bisher kenne ich nur diese Schaltung für UKW:
http://senderbau.egyptportal.ch/images/schaltzip/images/schaltzip/15khz_tiefpass.pdf

(Quelle: http://senderbau.egyptportal.ch/diverses.htm )

Eigentlich müßte man nur die Werte für die R-C-Glieder neu berechnen. Aber wie geht das?


Ich denke mal, der Aufwand wäre für AM reichlich übertrieben. Hier müsste ein aktiver Tiefpass 2. oder 3. Ordnung ausreichen. Die Berechnungsgrundlagen sind bei Google leicht zu finden.

von ampliphase - am 17.08.2011 12:13
Zitat
Kay B
@ Pirat 07

Zitat

Verwende nach Möglichkeit einen Quartzoszillator und moduliere nur in der PA.


Das Problem ist halt, daß es kaum Quarze gibt, die genau auf einer Frequenz im europäischen Mittelwellenraster liegen.

Oder einen Quarz mit einer Kondensator etwas in der Frequenz verstimmen, z.B.:
1 000 kHz --> 999 kHz

Kann man das irgendwie berechnen, wie groß die Kapazität des Kondensators sein muß um den Quarz um 1 kHz nach unten zu verstimmen?


Hallo Kay B,

Andy`s Funkladen aus Bremen fertigt Quarze nach Kundenwunsch an, ist zwar nicht ganz billig aber dann hast Du gleich deine Wunschfrequenz die du dann noch in geringen Grenzen (ca. 5kHz) „ziehen“ kannst in dem du einen Kondensator-Trimmer (ca.30/40pF) parallel oder einen 70/90pF Trimmer in Serie schaltest. Bei meinem alten Kurzwellensender hatte ich einen Serien-Trimmer von 30pF verbaut und konnte damit die Frequenz um ca. 3kHz „ziehen“.


von Pirat 07 - am 17.08.2011 12:38
Zitat
ampliphase
NEIN, verwende doch bei Mittelwelle keinen Quarzoszillator. Bei dieser niedrigen Frequenz kann doch jeder Dödel einen hinreichend stabilen Oszillator bauen. ....

Im unteren Frequenzbereich kann man das ja so gerade noch vertreten mit freischwingenden Oszillatoren zu arbeiten aber im oberen Bereich ˃1300kHz würde ich davon schon abraten, auch hier sind Frequenzdriften bis zu 1KHz und mehr möglich. Schon bei Abweichung von nur wenigen Hertz von der Sollfrequenz kann ein unschönes Interferenzpfeifen den Empfang zu Nichte machen, bestes Beispiel sind die zahlreichen MW-Piraten im X-Band die sich teilweise gegenseitig „zu dröhnen“ oder auch ein offizielles schönes Beispiel Radio Tirana auf 1215 und 1458kHz die „Dröhn tüte“.
Aber das muss jeder selbst verantworten ob er lieber freischwingend oder Quarzstabillisiert sendet!


von Pirat 07 - am 17.08.2011 13:47
@ ampliphase

Danke für die Infos.

Ein Tiefpaß für die NF halte ich für Mittelwelle schon für sinnvoll. Es kommt halt darauf an, was man vorhat.

Mir geht es bei solchen Bastelarbeiten halt darum, ein möglichst normkonformes Signal zu erzeugen und nicht um den Ort mit möglichst breitbandigen Mittelwellenklang zu berieseln. :D



@ Pirat 07

Zitat

Bei meinem alten Kurzwellensender hatte ich einen Serien-Trimmer von 30pF verbaut und konnte damit die Frequenz um ca. 3kHz „ziehen“.


Und wie stabil war das ganze dann noch? Ein Keramiktrimmer dürfte da besser als ein Plastiktrimmer sein. Oder macht das in diesen niedrigen Frequenzbereichen keinen Unterschied mehr?


von Kay B - am 17.08.2011 17:48
Zitat

im oberen Bereich ˃1300kHz würde ich davon schon abraten, auch hier sind Frequenzdriften bis zu 1KHz und mehr möglich


Richtig aufgebaut fängt ein guter, bereits warmgelaufener VFO bei 1Mhz gerade mal gegen einen Quarz zu knurren an, also vielleicht 50-100Hz Schwebung (Frequenzdifferenz). In der Warmlaufphase mag es etwas mehr sein.

Wer kein Bock hat, einen Oszillator zu bauen und wer nur auf den höheren Mittelwellenfrequenzen senden will, kann ein altes Radio "vergewaltigen" und als Steuersender missbrauchen. Der bei jedem Radio eingebaute Oszillator schwingt um die ZF (meist 455kHz oder 460kHz) höher als die Empfangsfrequenz. HF auskoppeln über eine Pufferstufe und fertig ist der Oszillator...

von ampliphase - am 17.08.2011 18:45
Es gibt auch noch die Möglichkeit, Quarze höherer Frequenzen einzusetzten und deren Frequenz
runterzuteilen. Das ist dann zwar ein Rechtecksignal, aber es scheint auch zu funktionieren.

siehe
http://3.bp.blogspot.com/_NdlG3H182xo/SjypLhlW7ZI/AAAAAAAAACk/vyiHJQcNU6A/s1600-h/50+watt+final.jpg

Dürfte zwar kein so sauberes Ausgangssignal sein, aber im Kleinleistungsbereich
innerhalb der Wohnung sollte das kein Problem sein.

Die obige Schaltung müßte dann ausgangsseitig (Modulator) geändert werden.

Mögliche Quarzfrequenzen wären:

4500kHz /4 -> 1125kHz (POLLIN)
9216kHz -> 576kHz oder 1152kHz
18432kHz -> 576kHz / 1152kHz (Reichelt)
11880kHz /8-> 1485kHz (POLLIN)
13104kHz /16 -> 819kHz (POLLIN)



von carkiller08 - am 17.08.2011 18:45
Zitat

Das ist dann zwar ein Rechtecksignal, aber es scheint auch zu funktionieren.

Dürfte zwar kein so sauberes Ausgangssignal sein, aber im Kleinleistungsbereich
innerhalb der Wohnung sollte das kein Problem sein.


Rechtecksignal ist wurscht. Jeder Klasse C-Verstärker produziert ein nichtsinusförmiges Signal. Wie schon Kanzler Kohl sagte, wichtig ist, was hinten rauskommt. Dort hat das Oberwellenfilter für genügend Unterdrückung der Harmonischen zu sorgen, so dass nur die Grundwelle durchkommt.

Warum lasst ihr euch "ums Verrecken" nicht von Quarzsteuerung abbringen? Ist doch beschissen, auf eine Frequenz festgenagelt zu sein.




von ampliphase - am 17.08.2011 19:03
Es mag ein etwas abenteuerliches Konzept sein, aber es währe doch auch möglich, den Oszillator für anfängliche Versuche getrennt vom Leistungsteil aufzubauen. Das Problem ist oft, das der Leistungsteil trotz Buffer und co bei nicht ganz optimaler Erdung / Antennenanpassung dann wieder auf den Oszillator rückwirkt, und FM Anteile produziert. Man könnte doch den Oszillator (standard Schaltung aus dem Internet) so übernehmen, dann auf eine IR Diode geben und das ganze über IR so 5...10cm weit in einem Plastikrohr o.ä. übertragen - auf der Empfängerseite wieder mit einem Fototransistor empfangen und dann verstärken. Der Oszillator wird von einer eigenen 12V Batterie versorgt, wo man ja noch einen 9V Regler dazu schalten kann, das sollte dann auch recht frequenzstabiel sein. Ist "recht abenteuerlich" sollte aber in der Praxis funktionieren...
Ich halte jetzt auch nicht allzuviel von den Quarz varianten, wenn man eine feste Frequenz weis / vor hat und diese mit Quarz realisierbar ist, ists eventuell ganz praktisch aber ich bevorzuge auch VFO´s die driften wie erwähnt zwar etwas, nach einer kurzen ein tune Phase sind sie idr aber frequenzstabiel genug. Ein Mittelwellenquarz ziehen ist btw was anderes wie ein Kurzwellenquarz ziehen, ich schätze man braucht schon recht große Kapazitäts Anderungen, um´s eventuell um gerademal 1Khz zu ziehen, wenn man dann mehr ziehen möchte, geht das glaube ich stark auf Kosten der Schwingfreudigkeit...

von Elektronikbastler - am 17.08.2011 21:54
Zitat

aber es währe doch auch möglich, den Oszillator für anfängliche Versuche getrennt vom Leistungsteil aufzubauen


Muss nicht getrennt aufgebaut sein, aber man macht es immer so, dass man eine Schaltung bei der Erprobung Stück für Stück in Betrieb nimmt. Zuerst muss der Oszillator sauber und stabil arbeiten, dann der Puffer, dann der Treiber, die Endstufe, der Modulator usw.

Mein Mittelwellenspielzeug:



Ein klassischer "Radiokuffer" ^^

Da macht Mittelwelle Spass. Geil, über solch ein Teil stilgerecht Mick Jagger gröhlen zu hören:

I can´t get no satisfaction
cause I try and I try and I try and I try...

When I'm ridin' round the world
and I'm doin' this and I'm signing that
and I'm tryin' to make some girl :)

Zitat

Welche Teiler können durch ungerade Zahlen teilen


einfach hintereinandergeschaltete Flip-Flops wie bei Teilern können das nicht. Dazu muss man Zähler aufbauen/verwenden

von ampliphase - am 18.08.2011 18:16
Ehrlich gesagt waren meine absolut pfusichgen Basteleien bereits so stabil, dass auch ich nicht einsehe, da irgendwie mit Quarzen rumzubasteln (eigentlich hatte ich ja vor eine PLL zu bauen, aber selbst das erscheint mir irgendwie inzwischen als unnötig).

Ich hatte einen Oszillator für rund 1 MHz mal fast nur mit Krokoklemmen und ganz ohne Platine aufgebaut, selbst das lief schon erstaunlich stabil (ich behaupte weitaus stabiler als der bekannte Stentor-Sender auf UKW).

@ Kay B
Für Mittelwelle oder Kurzwelle müsste grundsätzlich auch die PLL gehen, die hier auf http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www.cgi/http://senderbau.egyptportal.ch/ unter "PLL mit PIC und SAA1057" gezeigt wird. an muss nur das passende HEX-File für die unteren Bereiche auf den PIC brennen, das gab / gibt es auf einer Mirrorseite von fredospage (und vielleicht etwas am Loopfilter modifizieren). Einen AM-Eingang hat die PLL ja auch ohnehin schon.

Ich habe die PLL mal für UKW gebaut, durch irgendeinen Fehler konnte ich dabei dann trotzdem mal Frequenzen um 30 MHz einstellen, spaßeshalber habe ich auch mal einen passenden Oszillator drangehangen, die PLL rastete tadellos.
Das ist ein Zeichen dafür, dass es auf jeden Fall gehen sollte.
Der Ganze Spuk war übrigens erst weider weg, als ich den PIC aus der Fassung genommen hatte und auf Tunerblech gestellt hatte. Danach lief wieder alles so wie es sollte (also in dem Fall UKW).



von Power-FM - am 18.08.2011 18:44
Eine andere Frage:

Könnte man ein CB-Funkgerät als Mittelwellensender mißbrauchen?

Theoretisch sollte es doch möglich sein, den Referenzquarz für die PLL durch einen Quarz mit einer niedrigeren Frequenz zu ersetzen. Den Teiler für die PLL stellt man über die Kanalwahl ein.

Angenommen der Referenzquarz für die PLL hat eine Frequenz von 10 MHz. Damit schwingt der Oszillator auf einer Frequenz von ca. 27 MHz.

Könnte man diesen Quarz einfach durch einen Keramikschwinger mit 455 kHz ersetzen und den Oszillator anpassen, sodaß die PLL dann im Mittelwellenbereich arbeitet? Die Kanalwahl des CB-Funkgerätes wäre dann allenfalls noch eine Feinabstimmung.

Oder gäbe es Probleme mit der einer PLL, die eigentlich für CB-Funkgeräte bestimmt ist, wenn diese auf nur einem Zwanzigstel der Frequenz, für die sie gebaut wurde, arbeiten soll?


von Kay B - am 23.08.2011 23:55
Zitat

Könnte man diesen Quarz einfach durch einen Keramikschwinger mit 455 kHz ersetzen


Hey, das wäre die Lösung. Wir senden direkt auf der ZF ^^. Wozu Sender wählen und abstimmen, wenn man auch direkt in die ZF blasen kann. Wir bauen unsere AM-Sender auf 455kHz und unsere FM-Sender auf 10,7MHz.

Zitat

Könnte man ein CB-Funkgerät als Mittelwellensender mißbrauchen?


Radio Eriwan würde sagen: Im Prinzip ja, aber...


Etwa in der Art:

Anfrage an Radio Eriwan:
Stimmt es, dass Iwan Iwanowitsch in der Lotterie ein rotes Auto gewonnen hat?
Antwort:
Im Prinzip ja.
Aber es war nicht Iwan Iwanowitsch, sondern Pjotr Petrowitsch.
Und es war kein Auto, sondern ein Fahrrad.
Und er hat es nicht gewonnen, sondern es ist ihm gestohlen worden.
Alles andere stimmt.


Was bedeutet, die Konstruktion und der Bau eines MW-Senders ist einfacher, als ein CB-Gerät dafür umzubauen.

von ampliphase - am 24.08.2011 00:12
@ ampliphase

Zitat

Hey, das wäre die Lösung. Wir senden direkt auf der ZF ^^. Wozu Sender wählen und abstimmen, wenn man auch direkt in die ZF blasen kann. Wir bauen unsere AM-Sender auf 455kHz und unsere FM-Sender auf 10,7MHz.


Wer sagt denn etwas davon, daß auf der ZF gesendet werden soll, nur weil der Referenzquarz bzw. -keramikschwinger auf der ZF von Mittelwellenempfängern schwingt? :rolleyes:

Um es nochmal kurz zu machen, was ich mit meiner Frage beabsichtigte:
- Funkgerät mit Referenzquarz auf 10,24 MHz --> VCO mit PLL schwingt bei etwa 27 MHz
- Funkgerät mit Referenzquarz auf 0,455 MHz --> VCO mit PLL schwingt bei etwa 1,2 MHz

Warum der Aufwand? --> Damit man einen quarzstabilen Sender für eine Frequenz im 9-kHz-Raster erhält, der sich über die Kanalwahl noch feinabstimmen läßt.

Warum die Frage? --> Weil ich noch einige alte CB-Funkgeräte hier rumbollern habe und es mich interessiert, was man da noch so draus basteln will.

Um es klarzustellen: Ich baue sowas nicht um irgendwie mit einigen Watt auf Sendung zu gehen. Mich interessiert es nur, ob sich eine "CB-PLL" durch Austausch des Referenzquarzes auch für andere Frequenzbereiche nutzen läßt.


von Kay B - am 25.08.2011 17:42
Zitat

Funkgerät mit Referenzquarz auf 10,24 MHz --> VCO mit PLL schwingt bei etwa 27 MHz


Man hat die 10,24MHz Quarzfrequenz natürlich nicht "erwürfelt", sondern sich etwas dabei gedacht:

10,24MHz : 1024 = 0,01MHz, also 10kHz, was dem Kanalabstand bei CB entspricht.

1024 entspricht 210, ist also einfach mittels eines Teilers aus hintereinandergeschalteten Flipflops zu realisieren.

Die Quarzfrequenz von 10,24MHz wird ausserdem noch im Empfänger zum Runtermischen von der 1. ZF (10,695MHz) auf die 2. ZF (455kHz) verwendet (die meisten CB-Gurken sind Doppelsuperhets).

Um auf 9kHz Kanalabstand zu kommen, bräuchtest du eine so exotische Quarzreferenzfrequenz von 9,216MHz.

Um die Frequenzlage in den MW-Bereich zu bringen, bräuchtest du einen (quarzgesteuerten) Rückmischoszillator samt dazugehöriger Mischstufe. Du siehst, machbar ist alles (dem Ingenieur ist nix zu schwer), man kann es sich aber auch unnötig kompliziert machen.

Auf gut Deutsch: Vergiss es!

Der SAA1057 hingegen ist für Rundfunkzwecke (AM und FM) entworfen. Da liesse sich eher was "zurechtfrickeln"

Zitat

Zitat:
Hey, das wäre die Lösung. Wir senden direkt auf der ZF ^^. Wozu Sender wählen und abstimmen, wenn man auch direkt in die ZF blasen kann. Wir bauen unsere AM-Sender auf 455kHz und unsere FM-Sender auf 10,7MHz.

Wer sagt denn etwas davon, daß auf der ZF gesendet werden soll, nur weil der Referenzquarz bzw. -keramikschwinger auf der ZF von Mittelwellenempfängern schwingt?


just kiddin, Spass muss sein



von ampliphase - am 25.08.2011 19:31
@ Oszillatormann

Zitat

Wenn die CB PLL einen 20 mal kleineren Referenztakt bekommt wird auch der Phasenvergleich auf entsprechend kleinerer Frequenz laufen. Statt 5kHz gibts dann nur noch 250Hz. Der Loopfilter-Tiefpaß unterdrückt die 250Hz aber zig dB schwächer als 5kHz. Du bekommst daher FM und wirst einen Dauerbrummton hören.


Danke, das war doch mal eine vernünftige Ansage. :spos:



@ ampliphase

Zitat

Der SAA1057 hingegen ist für Rundfunkzwecke (AM und FM) entworfen. Da liesse sich eher was "zurechtfrickeln"


Das mit einem SAA1057 wäre auch interessant. Gibt es dafür einen entsprechenden Hex-Code für einen gängigen Mikrokontroller?

Einige LC7215, die direkt für die AM-Bereiche gemacht sind, habe ich hier auch noch rumliegen und einen IMI FSUT157BPB, zu dem ich nichtmal ein Datenblatt finde. Die werden halt alle seriell angesteuert und kommen ohne Mikrokontroller mit entsprechendem Code nicht aus.

Als parallel angesteuerte PLLs kenne ich eigentlich nur den MC145151 und den MC145152, die es aber kaum noch gibt.


Zitat

just kiddin, Spass muss sein


Schäm dich, die Leute so zu veralbern. :rp:


von Kay B - am 25.08.2011 23:30
@ Power-FM

Danke für die Links. Das schaut echt interessant aus. :spos:


Zitat

Wenn es denn unbedingt PLL sein muss. Ich wollte an meinen Oszillator zwar auch eine bauen, nicht aber der Stabilität wegen, sondern der Bequemlichkleit wegen (Up/Down Steuerung und Display).
Es waren bisher alle Oszillatoren, die ich für den MW-Bereich gebaut habe von sich aus schon ausreichend stabil. 1 MHz ist auch nicht so schwer ;-)...


Ich glaube dir und den anderen schon, daß man bei den niedrigen Frequenzen schon freischwingende Oszillatoren bauen kann, die relativ frequenzstabil sind. Das ganze quarzstabil zu haben, hat aber auch seinen Reiz. :-)



@ kickbusch

Und wenn du mich meinst, es geht mir auch nur ums Basteln eines MW-Modulators. Also kein Sender, mit dem man die Ortschaft berieselt, sondern einfach nur für den hausinternen Gebrauch.


von Kay B - am 26.08.2011 22:20
Zitat

Hier ein einfachster MW-Sender :), mehr will ich gar nicht machen...

Sowas "kann ich schon".
Die Bastelschaltung in ähnlicher Form habe ich mal versucht, um eine Pufferstufe und Endstufe zu erweitern, aber so ganz geglückt ist das noch nicht.
Aber immerhin bekomme ich so schon eine fast richtige AM hin, jedenfalls inzwischen mehr als FM :D.

Ich habe da haute mal was zusammengebastelt:


Ob das so sinnvoll ist weiß ich nicht, hab ja keine Ahnung. Der Oszillator schwingt jedenfalls im gewünschten Bereich (auch stabil), und die zweite Stufe scheint auch leicht zu verstärken, immerhin schlägt de Zeiger vom SWR-Meter gaaaanz leicht aus dahinter (nur mit viel gutem willen überhaupt sichtbar), was er am Oszillatorausgang nicht macht.
Wenn der Oszillator über einen 7812 angeschlossen ist und nur die Endstufe moduliert wird (per Elko und per Trafo, beide probiert, beides geht) kommt auch einigermaßen AM dabei heraus.
Aber noch nicht perfekt. Darum geht es aber erst mal auch gar nicht.
Erst man möchte ich "ordentlich" Trägerleistung hinbekommen. Ordentlich heißt bei mir aber nur so 5-10 Watt (erstmal).
Hat da Jemand Schalungsvorschläge (insbesondere Angaben zu den Schwingkreisen wären Interessant)?
Leider kann ich nicht vernünftig messen, ob und wieviel verstärkt wird - habe nämlich nicht mal mehr ein 30 MHz Oszilloskop :-(.


Geplant ist außerdem noch, den Oszillator per PLL zu steuern (der Bequemlichkeit wegen), dazu muss daraus auch erst mal ein VFO gemacht werden (was einfach möglich sein sollte).

Sagt mir, wenn das alles keine gute Idee sein sollte, dann schmeiße ich alles weg und fange von vorne an. Ist eh alles nur freiverdrahtet im Moment.


von Power-FM - am 27.08.2011 20:14
Zitat

Ach so, bevor die Frage aufkommt: Der Oszillator kann so gar nicht schwingen. In dem plan fehlen ein paar (und zwar u.a. die entscheidenden) Kondensatoren.


Kann er nicht? Warum?

Zitat

Erst man möchte ich "ordentlich" Trägerleistung hinbekommen. Ordentlich heißt bei mir aber nur so 5-10 Watt (erstmal).
Hat da Jemand Schalungsvorschläge (insbesondere Angaben zu den Schwingkreisen wären Interessant)?


Breitbandverstärker. Für die Übertrager brauchste Ferrite (Ringkerne oder Schweineschnauzen). Schaltungen gibts genug aus dem Bereich Afu.


Durch Zufall gefunden:

Agentenkleinsender aus den frühen 60ern mit Röhren. Ist eigentlich für KW gedacht, geht aber auch auf MW. Macht bis zu 20Watt



von ampliphase - am 27.08.2011 20:58
Hi,

den oben gezeigten Sender hatte ich mal diesen einfachen Mittelwellensender Bausatz, von dem ist wie schon jmd. anders erwähnte abzuraten, da er genausoviel FM Anteil hat, wie die einfachst Schaltungen aus dem Internet - als reiner "Steuer" Sender / Oszillator (eher Oszillator) kann er aber verwendet werden. Ich find schon wieder die Leistungsangaben toll ;) 5-10W "is ja nix" ... Naja, bei Mittelwelle ists eventuell im Selbstbau auch für Einsteiger realistisch...

Wie auch immer, deine Schaltung ist ganz ok, auch wenn die Kondensatoren an Basis fehlen, aber ich finde du hast den Buffer zu "stark" angekoppelt, wenn du einen geringen FM Anteil willst solltest du lieber einen 2 stufigen Buffer vewenden (um wenigstens auf ein paar mW zu kommen) und den Oszillator sehr hochohmig auskoppeln (Widerstand + Kondensator oder sehr sehr kleiner pF wert). Weiterhin würd ich dir persönlich von den BF199 abraten, im Mittelwellen oder Kurzwellenbereich find ich persönlich die BC548 oder 2N3904 wg ihres hohen Verstärkungsfaktors eher sehr brauchbar!

Was auchnoch hilft, ist´s den Oszillator mit einem Tiefpass zu "schützen" wenn du so möchtest, also ein 2 stufiger Widerstand / Kondensator Tiefpass in die + Leitung des Oszillators...

Probiere erstmal Leistungen um 100mW aus, die sind recht schnell (auch mit ordentlicher AM) gebaut, und reichen dann an einer 1,50m langen Drahtantenne (einfach 0,75mm" Draht) idr. für ein 1 Familienhaus oder ca 30-40m Reichweite ausserhalb des Hauses aus (Solltest die Antenne aber umbedingt anpassen mit PI Filter o.ä. sonst gehts nur wenige Meter weit, und wichtig, Sender Erden an Heizungsrohr)

Nochmals mein Tipp, Sender und Verstärkerteil "für erste Gehversuche" Getrennt aufzubauen, es ist nicht notwendig, da geb ich den Profis hier recht, aber wenn der "Leistungsteil" garkeinen Einfluss mehr auf den Oszillator haben kann, hast du schonmal ein stabieles Signal, und kannst dich der Verstärkung / AM Erzeugung widmen, das Problem ist nämlich bei "direckt angeschlossenen" Schaltungen das, das die HF vom Buffer irgentwie wieder zum Oszillator zurückfliesst, und dadurch wieder FM entsteht... Du kannst ja folgende Schaltung Versuchen

NPN Transistor Emmiter an Minus der Stromquelle... dann zwischen B und C 100k .. dann von C auf + eine superhelle LED oder IR Diode - zwischen der IR Diode (zwischen + und der Anode der Diode) ein Vorwiderstand von 1k... parallel zur ganzen Schaltung 1µF Elko oder so, Betriebsspannung 9V Als Oszillator kannst du deinen nehmen, oder irgenteine einfachst Schaltung aus dem Internet - diesen dann mit 100pF auf den "IR Sender" Koppeln (HF out an Basis, Sender Minus an Minus vom IR Sender) - der IR Empfänger ist dann genauso wie folgt aufgebaut: Wieder NPN Transistor E an "-" zwischen B und C 100k und von C auf + 1k ... dann nimmst einen Fotowiderstand / oder Fototransistor dessen Kollektor schliesst du über 4,7k an + an, während der Emmiter auf Minus angeschlossen wird... dann zwischen Kollektor des Fototransistors und Basis des NPN Transistors einen Koppel C irgentein Wert von 100pF ... 1nF... Parallel zur Ganzen Schaltung auch wieder 1µF - Betriebsspannung 9V ... am Kollektor des NPN Transistors kannst du dann über einen Koppel C die HF wieder abgreifen diese beiden Schaltungen dann aufeinander ausrichten (die Dioden) so im Abstand von 5...10cm und idealerweise in eine Box / Rohr o.ä. Basteln das kein "Fremdlicht" reinleuchtet, natürlich sollte man das nicht in eine Metallkiste bauen, sondern eher in eine aus Plastik. Das ist zwar keine super Profi Lösung, aber wenn du erstmal ein "stabiles" HF Signal hast, kannst du Erfahrungen sammeln zum Thema AM Erzeugung, so erzeugst du die AM zwar sicher richtig (vom Prinzip her) wg o.g. Einflüssen auf den Oszillator hast du aber dennoch FM Anteil...

Ich kann nicht garantieren, das das funktioniert, ich habe mal versucht über IR mit Fototransistor und Diode 20Mhz zu übertragen, das ging aber nicht, mit 100Khz klapte es auch über Meter problemlos... und bei 1,X Mhz gings auchnoch (der Testaufbau) allerdings schon stark gedämpft (nagut wenige cm waren hier möglich, ich wollte aber einige Meter weit IR senden)

PS du kannst einfachst halber auch einen 1Mhz TTL Quarz Oszillator nehmen, und dahinter halt deine Schaltungen probieren, wenn du dann den Leistungsteil geschafft hast und ein gutes Signal hast, kannst du ja wieder an der "VFO" Version rumbasteln. Entspr. Oszillatoren gibts bei Reichelt für kleines Geld.

Sind halt Tips die bei mir aus der Praxis kommen, was die Theoretiker dazu sagen...

PS: Ich hab dir eig. eine Email an deine hinterlegte Adresse geschrieben, bekam aber keine Antwort...

von Elektronikbastler - am 27.08.2011 21:38
nimm doch 6J1 aus China



Zitat

Wie auch immer, deine Schaltung ist ganz ok, auch wenn die Kondensatoren an Basis fehlen


Schon mal probiert, ob er auch ohne schwingt?

Zitat

aber ich finde du hast den Buffer zu "stark" angekoppelt


100pif bei 1MHz entsprechen 1pif bei UKW. Noch loser?

Zitat

wenn du einen geringen FM Anteil willst solltest du lieber einen 2 stufigen Buffer vewenden


Bis jetzt ist noch nix in der Schaltung moduliert worden

Zitat

Weiterhin würd ich dir persönlich von den BF199 abraten, im Mittelwellen oder Kurzwellenbereich find ich persönlich die BC548 oder 2N3904 wg ihres hohen Verstärkungsfaktors eher sehr brauchbar!


Warum? BF199 ist ein HF-Typ und für Anwendungen, zB. als ZF-Verstärker gedacht, BC548 ist ein reiner NF-Prügel ^^. Wer gleich Power will, kann es mit 2x BD139 als Gegentaktoszillator versuchen. Der schwingt noch auf den unteren Kurzwellen und bringt so viel Power, dass er Leuchtstoffröhren anzündet :)



von ampliphase - am 27.08.2011 22:54
Ich habe jetzt mal eine kleine Schaltung dazu aufgebaut, in der ich mein Buffer Konzept getestet habe.

http://imageshack.us/photo/my-images/822/p1030628m.jpg/

http://imageshack.us/photo/my-images/823/mittelwellensender.gif/

Der Sender basiert auf einer recht oft im Internet publizierten Schaltung: http://www.zen22142.zen.co.uk/Circuits/rf/am_tx.png

Ich musste allerdings erst ein paar Werte ändern, denn so funktioniert der Oszillator nur sehr unzuverlässig und lässt sich kaum auf Mittelwelle ziehen (Schwingung reisst ab) - als Spule habe ich eine 220µH Festinduktivität verwendet. Der Sender den ich um meinen Buffer noch schnell drumrum gebaut habe dürfte irgentwas im Bereich um die 80-120mW liefern - reicht jedoch mit einer 2m langen Drahtantenne spielend aus um das ganze Haus zu versorgen (getestet). Hier gehts mir mehr um das Buffer konzept, das ich darstellen wollte, der Sender drumrum war nur schnell zusammengewurschtelt, daher auch nur eine Antennenanpassung mit Ladespule und kein ordentlicher Oberwellen / Pi Filter. Der Klang des Senders ist sehr gut.



von Elektronikbastler - am 29.08.2011 08:43
Hier noch ein Video zum Sender: http://uploaded.to/file/zax9t4oy

Und hier eine Klangprobe: http://uploaded.to/file/j3k26vcz

Mir ist noch eingefallen, warum baust du nicht einfach bekannte Senderbausätze nach, ich weis z.B. aus Erfahrung, das der Ramsey AM1C schon recht ordentlich ist (100mW + AM).

http://www.ramseyelectronics.com/cgi-bin/commerce.exe?preadd=action&key=AM1C

Ich glaube, man kann die Anleitung inkl. Plan runterladen. Anstatt der "spezial Spule" musst du dann halt eine Festinduktivität einbauen (und einen Trimmkondensator parallel zu selbriger).

Oder der Vectronics AM transmitter basierend auf einem IC

http://aero-smith.net/cart/index.php?main_page=product_info&products_id=330





von Elektronikbastler - am 29.08.2011 15:37
Kann es sein, dass SWR-Meter, die von 27 MHz bis 170 MHz nachweislich nahezu korrekt anzeigen auf 1 MHz Schwierigkeiten bereiten?
Ich habe nämlich meine Schaltung von der Vorderseite mal etwas verstärkt (mit 2 x 2N2219A, ob das so gut ist weiß ich aber nicht).
Folgendes Phänomen:
Das SWR/Powermeter zeigt im Leistungszeiger fast 200 mW an, den SWR-Zeiger bekomme ich in Vorwärtsstellung aber noch nicht mal bis zur Hälfte, auch voll aufgedreht nicht.

Kann das sein, oder macht die Schaltung komische Dinge?
Mehr Messtechnik außer Multimeter, SWR-Meter und Frequenzzähler habe ich für den Bereich nicht. Mein" Spekki" (TV-Messgerät ;-)) kann den Bereich nicht empfangen...


von Power-FM - am 30.08.2011 11:33
Gut zu Wissen.
Aber ich glaube, ich unterbreche das Ganze erst mal wieder.
Ich habe es zwar letztendlich schon "irgendwie" geschafft auf etwas mehr Leistung zu kommen, aber ich glaube auf viel zu Umständliche Art und Weise.
Ich habe halt gar kein Gefühl für die nötigen Induktivitäten und Kapazitäten in diesem Frequenzbereich, und vor allem nicht dafür, die man korrekte Spulen für diesen Bereich wickelt (Ringkern, Feritkern, Luftspule usw., irgendwie alles recht verwirrend.
Wenn es da fertige "Kochrezepte" geben würde wäre alles einfacher - aber mit sowas rückt ja irgendwie keiner raus (außer, wenn es um Röhrenschaltungen geht, da traue ich mich aber nicht ran ;-)),

Auch im AM-Forum fehlt es bei den meisten Schaltungen an Angaben dazu, wie man die entsprechenden Spulen herstellen kann :-(.

von Power-FM - am 30.08.2011 16:58
Junge, du darfst nicht gleich aufgeben. Was bringt dir ein fertiges Kochrezept, wenn es zwar funktioniert, du aber nicht verstehst, warum. Gerade bei tiefen Frequenzen kann man gut Erfahrung sammeln.

Ringkerne

Zitat

Ich habe halt gar kein Gefühl für die nötigen Induktivitäten und Kapazitäten in diesem Frequenzbereich, und vor allem nicht dafür, die man korrekte Spulen für diesen Bereich wickelt


Schon mal was von "Al-Wert" und Thomsonsche Schwingungsgleichung gehört? Das ist schon das wichtigste und der Rest ist keine Hexerei. Bei Mittelwelle kannst du mit stinknormalen, billigen Leistungs-MOSFETs (IRF... oder BUZ... Typen Leistungsverstärker aufbauen. Diese Transistoren kosten Centbeträge und es ist daher nicht schlimm, wenn mal einer hops geht.

von ampliphase - am 30.08.2011 17:41
Zitat

Nur ob ich die korrekten Ringkerne habe weiß ich nicht, da steht ja dummerweise nie eine Bezeichnung drauf


Auf Widerständen steht im Allgemeinen auch kein Wert aufgedruckt, trotzdem wissen manche schlauen Leute, welchen Wert sie haben ^^. Die Farbe machts und im Amidon-Katalog, den ich ein paar Threads vorher gepostet habe, steht etwas über
Eisenpulverringkern ROT.

Die Kerne für den Verstärker kosten ca. 3 Euro, die Transistoren ein paar Cent. Wer nicht weiss, wie man "bifilar" oder "trifilar" wickelt, muss halt googeln.

Wenn der MOSFET-Verstärker ein bereits AM-Moduliertes Signal erhält, muss er im AB-Betrieb (erhöhter Ruhestrom) laufen, damit er linear verstärkt. Wenn der MOSFET-Verstärker selbst moduliert werden soll, empfielt sich die Collectorstrommodulation (KEIN Modulationstrafo), wie in dieser schon gezeigten Schaltung angewendet:



Als Serientransistor reicht dann natürlich kein BDX77 mehr und auch dessen Treiberstufe muss ggf. anders gestaltet werden. Warum überhaupt so ein "schräger Vogel" wie BDY77, hier geht jeder genügend kräftige "NF-Prügel" wie zb. der bekannte 2N3055. Am linken Poti wird (AM-typisch) die sog. "Mittelstrichleistung" eingestellt, die ca. 1/4 der Maximalleistung beträgt. Glaubt man, hier mehr Power geben zu müssen, erhält man eine verzerrte Modulationskennlinie. Wer einen Oszilloguck im XY-Mode benutzt, kann sehr anschaulich die Modulationskennlinie (ausschlaggebend für die Tonqualität) betrachten:

(Wikipedia-Image: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8f/MGradTrapez.png)

In der Praxis auf´m Schirm:



Dass hier das Modulationstrapez "andersherum" ist, liegt an der Polarität der NF-Einspeisung. Ist Geschmacksache




Die MOSFET-Verstärker sind breitbandig, also muss ein Oberwellenfilter nachgeschaltet werden.

Beispiel Ausgangsfilter mit Kern T50-2:

Kern

Allgemeines

Typ
Amidon Ringkern
Farbe
rot
Material
Eisenpulver

Spezifikation
AL-Wert 49 µH/100Wdg
Elektrische Werte

Frequenz
max. 30 MHz
Maße

Øaußen
12,7 mm
Øinnen
7,70 mm
Höhe
4,83 mm

Die im Schaltplan des Filters angegebene Dimensionierung für das 160m-Band ist für die oberen Mittelwellenfrequenzen zu nehmen.



von ampliphase - am 31.08.2011 11:15
Mir kommt die Schaltung vom Mini Zender schon etwas "Spanisch" vor, die Spulenwerte sind nicht genau angegeben (L3 kein Wert?), und beim BD937 gibts keinen Wert für den Widerstand von Basis auf Masse. Oben Der Transistor der mitm BDX77 in Darlington geschalten ist - sollte das nicht eher heissen BD135?? Naja, nur meine Schätzung.

die "kleine" Lampe am Ausgang spricht jetzt auch nicht für überragend viel Leistung...
Mir fehlt auch Irgentwie ein Elko / Kerko parallel zum ganzen... aber wenn der Author schreibt das es geht, glaub ichs ihm mal, is ja im großen und ganzen auch mehr oder weniger eine Standardschaltung mit etwas aufwändigerer Modulator Beschaltung...

Da meine Sonntags-"Arbeit" wiedermal Ignoriert wurde, hätte ich noch Links anzubieten:

hier ist ein 1W Mittelwellensender zu finden http://www.hcrs.at/TRANMW.HTM
auch ein 40W "Nachbrenner" so das er für euch interessant sein dürfte...

von Elektronikbastler - am 31.08.2011 22:29
Ich hab die Schaltung aus dem Funkamateur mal aufgebaut. Wahrscheinlich gibt es jetzt erst mal wieder großes Gemecker wegen meinem schlampigen Aufbau, aber ich hatte keinen Bock, mir für so ein paar Spielereien eine Platine zu ätzen und habe nach Möglichkeit nur Bauteile benutzt, die irgendwo schon mal verbaut waren (das kann man ja immer noch machen wenn man weiß dass es klappt ;-)).

Da ich nur falsche (bisher nicht identifizierte) Ringkerne da hatte, habe ich erst mal einfach irgendwelche genommen und ungefähr so gewickelt wie es in der Anleitung steht. Das bleibt natürlich nicht so, auch die langen Anschlussdrähte und die Art der Drähte ist noch falsch.
Aber es geht scheinbar.
Wenn ich das ganze mit der Schaltung von der vorigen Seite speise kommt da immerhin lt. SWR-Meter fast 1 Watt raus, mit perfektem SWR am 50 Ohm Dummy.
Kurzzeitig kamen auch mal 3 Watt raus, aber da schwang wohl die Endstufe aus irgendeinem Grund selbst (was ich ihr bei dem aktuellen aufbau nicht übel nehmen kann ;-)).
Für mehr Ausgangsleistung muss da vermutlich noch ein Vorverstärker zwischen (vielleicht mit 2N2210 oder 2n3553 machbar?).



von Power-FM - am 01.09.2011 08:05
Zitat

Wenn ich das ganze mit der Schaltung von der vorigen Seite speise kommt da immerhin lt. SWR-Meter fast 1 Watt raus


Da sollen aber 1-3Watt reingehen und 50Watt rauskommen (Oberstrich) ^^

Zitat

Da meine Sonntags-"Arbeit" wiedermal Ignoriert wurde, hätte ich noch Links anzubieten:

hier ist ein 1W Mittelwellensender zu finden http://www.hcrs.at/TRANMW.HTM
auch ein 40W "Nachbrenner" so das er für euch interessant sein dürfte...


Das ist genau die Art Sender, die nicht zu empfehlen ist. Wird bereits in der Vorstufe moduliert, MÜSSEN die nachfolgenden Verstärkerstufen linear arbeiten, sonst gibt´s Verzerrungen (Intermodulation) evtl. sogar Splatter in den Nachbarkanal. C-Betrieb ist also in diesem Fall tabu. Einen sauber arbeitenden Linearverstärker zu bauen erfordert ungleich mehr Fachwissen und Erfahrung als die bei UKW üblichen, nichtlinearen C-Verstärker. Bei C-Betrieb ist zudem der Wirkungsgrad deutlich besser. Nicht umsonst werden zb. die CB-Funk-Gurken in der Endstufe moduliert. Ausnahmen sind SSB-Transceiver, die auch AM können, da für SSB eh linear verstärkt werden muss, also Linearverstärker ohnehin vorhanden ist.

Nachgeschaltete "Billigbrenner" gehen drastisch zu Lasten der Signalqualität sowohl bei SSB als auch bei AM. Mag sein, dass der Nachbrenner von
http://www.hcrs.at/TRANMW.HTM
linear genug ist, aber schau dir mal den Aufwand an ^^. Woher kriegste BUX20? Da ist nix mit billig...


von ampliphase - am 01.09.2011 16:54
Zitat
ampliphase
Wenn der MOSFET-Verstärker selbst moduliert werden soll, empfielt sich die Collectorstrommodulation (KEIN Modulationstrafo), wie in dieser schon gezeigten Schaltung angewendet:



Als Serientransistor reicht dann natürlich kein BDX77 mehr und auch dessen Treiberstufe muss ggf. anders gestaltet werden. Warum überhaupt so ein "schräger Vogel" wie BDY77, hier geht jeder genügend kräftige "NF-Prügel" wie zb. der bekannte 2N3055.


4 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.08.11 21:27 durch ampliphase.


Ich sehe da keine Kollektorstrommodulation. BD135 und BDX77 sind Impedanzwandler in Kollektorschaltung und stellen niederohmig die Spannung am 470 Ohm Widerstand zur Verfügung. L2 wird also aus einer Spannungsquelle gespeist.

Der 2N3055 schaffte kaum 100kHz Leistungsbandbreite in Hifi-Verstärkern. Für MW dürfte der zu schlapp sein. Laut Simulator bringt er bei 2A / 30V mit 5Ohm Generatorwiderstand und 5Ohm Lastwiderstand bei 500kHz nur 10dB Verstärkung und bei 1600kHz nur noch 1dB.

Gruß,
Oszillatormann

von Oszillatormann - am 01.09.2011 19:29
Hallo,

ich muß leider sagen das ihr total auf dem Holzweg seid.

Mittelwellensender macht man heute mit Mosfets.

Zum Anfang mal ein kleiner Sender mit 12Watt (48Watt PEP) bei einer Betriebsspannung von 12V nach dem Modulator.

Wenn der Quarzoszillator nicht erwünscht ist verwendet man auf Mittelwelle DDS Generatoren.
Bei ELV als Bausatz zu bekommen.

PLL Sender funktionieren meißtens nicht. Sie driften etwas von der Hauptfrequenz ab. Beim analogen Radio merkt man von diesen Drift oft nichts. Bei PLL Empfängern merkt man das die Modulation ca. 1khz oberhalb bzw. unterhalb der Hauptfrequenz besser ist aber auf der Hauptfrequenz zu leise.




Als Modulator werden PWM Modulatoren verwendet.

Alle Teile sind günstig bei Reichelt zu bekommen. MUR1620 durch zwei MUR860 ersetzten.


Der große Vorteil liegt im wesentlich besseren Wirkungsgrad!



von lumpi_sunny - am 02.09.2011 10:24
Zitat

Mittelwellensender macht man heute mit Mosfets.

Machen wir (zumindest ich) doch inzwischen ;-).
Zitat

PLL Sender funktionieren meißtens nicht. Sie driften etwas von der Hauptfrequenz ab. Beim analogen Radio merkt man von diesen Drift oft nichts. Bei PLL Empfängern merkt man das die Modulation ca. 1khz oberhalb bzw. unterhalb der Hauptfrequenz besser ist aber auf der Hauptfrequenz zu leise.

Das ist doch nach meinem bisherigen Verständnis dann FM. Gerade dass sollte man doch bei einem stabileren Oszillator (also z.B. mit einer PLL) eher nicht mehr haben :confused: ?

Wie dem auch sei, der Oszillator interessiert mich im Moment gar nicht so sehr, eher die Verstärkung. Den Oszillator kann ich nachher immer noch ändern.
Die Schaltung mit dem 74240 habe ich auch schon mal irgendwo gesehen (AM-Forum.nl glaube ich).
Werde ich auch noch mal probieren. Aber kommt aus dem IC denn wirklich genügend "Dampf", um damit direkt ohne Buffer und Treiber den MOSFET zu steuern?

Ich werde das vermutlich auch noch mal aufbauen, die Bauteile bekommt man ja fast geschenkt (alles kein Vergleich mit den teuren speziellen HF Transistoren bei UKW).

von Power-AM - am 02.09.2011 10:37
Zitat

ich muß leider sagen das ihr total auf dem Holzweg seid.

Mittelwellensender macht man heute mit Mosfets.


NEIN! Sender mit Antikmodulation (AM) baut man stilecht mit Röhren. Wenn schon mit Mosfets, dann klassisch. Kommt ja auch keiner auf die frevelhafte Idee, in eine Harley nen wassergekühlten Vierzylinder einzubauen :)

Zitat

PLL Sender funktionieren meißtens nicht. Sie driften etwas von der Hauptfrequenz ab.


PLL-Sender können prinzipbedingt nicht driften, der VCO ist phasenstarr an die (Quarz)-Referenz gebunden. Mit dem Auto kannst du ja auch nicht gescheit driften, wenn ESP eingeschaltet ist *g*.

Zitat

Könnte man da einen Stufe mit einem 2N2219 oder 2N3553, im C-betireb mit angepassten Spueln verwenden


Nimm doch BD139. Der geht auch noch auf KW und macht ein paar Watt auf MW

Zitat

Aus deinem 2m Sender kommen anscheinend nur mehr oder weniger Rechteckruftöne oder CTCSS. Modulationklirrfaktor scheint nicht wichtig zu sein. Deshalb hat man T8 in Emitterschaltung mit irgendeinem Klirrfaktor die Töne von IC1 verstärken lassen.


So ist es, der piepst nur rum wie ein Sputnik. Da wird für die Modulation nicht viel Aufwand getrieben.

von ampliphase - am 02.09.2011 17:03
Hy, ampliphase


ich habe mal alle deine Beiträge zur MW gelesen und leider muß ich sagen sie sind zum großen Teil falsch.

Vielleicht hast du ja Erfahrung im KW Bereich oder FM Bereich.

Dann solltest du aber auch dabei bleiben.

Lese doch bitte mal im am forum.nl.

Da wird auch dir geholfen.

MW ist eine Wissenschaft für sich, da kann man nicht einfach alles aus den anderen Bändern übernehmen.

MW über 1600khz ist ein super Hobby. Es lassen sich Reichweiten erreichen davon träumt ein jeder FM Pirat. Die Antennen sind auch leicht zu bauen.

Jeder gute Weltempfänger kann über 1600khz empfangen. Hört da mal rein. Es ist dort mehr los als im UKW Band.

ist nicht böse gemeint grüße an alle..................




von lumpi_sunny - am 02.09.2011 21:33
Zitat

Wenn du mal versuchst ein PLL für die Mittelwelle zu bauen und du dich wunderst das die Modulation

schlecht ist liegt es am PLL. da haben sich schon viele Leute die Zähne dran ausgebissen.

Ein PLL ist eben nicht immer phasenstarr zum Quarz. Bei UKW wirst du das nie merken.

Ein PLL regelt ständig nach. Auf Mittelwelle merkst du das dann gewaltig.

Aber nicht für ungut. Da sind halt jahrelange Erfahrungen von Mittelwellenpiraten.

Was meinst du mit "Wenn schon mit Mosfets, dann klassisch" ?


1. Bei AM wird nicht in der PLL moduliert.

2. In jedem stinknormalen MW-Empfänger (Superhet) mit PLL arbeitet nichts Anderes als ein PLL-gesteuerter "Minisender" (VCO). Nach deiner Aussage müssten die alle eine Frequenzdrift haben und dürften nicht richtig funktionieren. Du verwechselst Frequenzdrift und Phasenjitter. Störungen durch Phasenjitter lassen sich durch richtige Dimensionierung der PLL, insbesondere des Loopfilters, vermeiden.

Zitat

MW über 1600khz ist ein super Hobby. Es lassen sich Reichweiten erreichen davon träumt ein jeder FM Pirat


Ich hatte das MW-Rundfunkband angesprochen, wo es von vielen 100kilowattigen Sendern wimmelt und als Empfänger stinknormale Radios mit Ferritantenne verwendet werden. Im 160m-Band und bei Verwendung von (hochgezüchteten) Amateurtransceivern an Langdrahtantennen und freier Frequenz sieht es natürlich anders aus. Aber selbst da geht es erst in den Winternächten so richtig ab mit der Raumwelle.

Zitat

Vielleicht hast du ja Erfahrung im KW Bereich oder FM Bereich.

Dann solltest du aber auch dabei bleiben.


MW ist bei mir schon ein Weilchen her. Damals war es mit der Bandbelegung noch schlimmer und Stationen wie "The Great 208" :) bliessen mit Megawatt in die Ionosphäre und loteten deren "Kreuzmodulationseigenschaften" aus. Damals hatte ich als Schüler chronischen Geldmangel und ging daher mit Teilen vom Sperrmüll (Röhren EL84, EL34, 807, LS50 und solchen Sachen) in die Luft. Die 807 brachte immerhin 50Watt Oberstrich und wurde mittels Gegentakt-Anodenmodulator (2 Stück 807) recht kräftig moduliert. Kein Oberwellenfilter hinter der 807, die HF ging direkt vom "Fuchskreis" in den Langdraht. Die Reichweite war eher enttäuschend. Mit ein paar Watt auf UKW vom Berg runter war der "Versorgungsbereich" grösser und der Sound besser.

PLL für MW hab ich auch mal probiert (mit Standard-ICs und AM-Abstimmdioden aus geschlachteten Autoradios). Mit Frequenzdrift hatte ich keine Probleme.

Zitat

Was meinst du mit "Wenn schon mit Mosfets, dann klassisch" ?


Treiber und Endstufe im C-Betrieb, Endstufe (evtl. mit Treiber) Drainmodulation, eben Analogtechnik wie bei Röhrensendern.

Zitat

Das Basteln mit Röhren überlasse ich denen, die das noch gelernt haben. ich habe als einzige Röhre nur die Bildröhre kennengelernt .
bei den hohen Spannungen kann mir einfach zu viel passieren, wenn doch mal irgendwas schiefgeht


Hohe Spannung hat auch ihre Vorteile: Der Daumen kann als Multimeter-Ersatz fungieren :)
Unter 220Volt fängt der erst gar nicht mehr an zu zucken ^^. Was uns nicht umbringt, macht uns nur härter :).

von ampliphase - am 03.09.2011 10:23
Hallo Power-FM

ich habe jede menge fertige Schaltungen von Endstufen und PWM-Modulatoren.

Endstufen von 50W bis 1000W (4000w PEP) alles habe ich da. Und alle Teile sind bei Reichelt

wirklich günstig zu kaufen.

Alles auch als Eagle Files.

Die werde ich hier nicht veröffentlichen, denn es gibt hier Leute die durch ihr Unwissen alles

versuchen um es schlecht zu reden . (ampli...).

Ich warte immer noch ein Bewies das ein PLL bei einem richtigen Mittelwellensender gut

funktioniert.

@Power-FM du kannst mich gerne anschreiben, helfe dir gerne.

AM_Profi @ gmx.de


MFG



von lumpi_sunny - am 31.10.2011 22:59
Zitat

Also nicht den Oszillator verstärken, sondern einfach einen Leistungsoszillator aufbauen


So war das nicht gemeint. Der BD139 sollte als Treiber hinter dem Oszillator bzw. Puffer arbeiten. Es war nur ein Beispiel, dass im Mittelwellenbereich viele stinknormale NF-Transistoren in Standard-HF-Schaltungen gut als HF-Leistungsverstärker taugen und weder exotische Schaltungen noch Bauteile notwendig sind, um auf ein paar Watt zu kommen.

Zitat

Die werde ich hier nicht veröffentlichen, denn es gibt hier Leute die durch ihr Unwissen alles

versuchen um es schlecht zu reden . (ampli...).


Wer hat hier schlechtgeredet und behauptet, es wäre kaum möglich, auf Mittelwelle einen PLL-gesteuerten Sender zu bauen?

Originalzitat:

Zitat

ich muß leider sagen das ihr total auf dem Holzweg seid.....

Wenn der Quarzoszillator nicht erwünscht ist verwendet man auf Mittelwelle DDS Generatoren.
Bei ELV als Bausatz zu bekommen.

PLL Sender funktionieren meißtens nicht. Sie driften etwas von der Hauptfrequenz ab. Beim analogen Radio merkt man von diesen Drift oft nichts. Bei PLL Empfängern merkt man das die Modulation ca. 1khz oberhalb bzw. unterhalb der Hauptfrequenz besser ist aber auf der Hauptfrequenz zu leise.


Zitat

Ein PLL Sender zu bauen ist einfach. Aber ein PLL gesteuerten Sender der auf der Endstufe moduliert wird ist fast unmöglich. Dieses Thema wurde schon 1000 mal in bekannten Foren besprochen.

Ich möchte aber jetzt nicht mehr darüber reden. Da hast du deine Meinung und ich meine jahrelange Erfahrung.


Daraufhin wurden evtl. Pullingprobleme (Mitzieheffekte) angesprochen, wenn die PLL auf der Endfrequenz arbeitet und der Aufbau nicht HF-dicht ist. Von dir kam keinerlei Begründung...

DDS-Generatoren zu verwenden ist okay. Andere Möglichkeit, um Pulling-Problemen aus dem Weg zu gehen. Die PLL arbeitet nicht auf der Endfrequenz. Die Endfrequenz wird durch Mischung mittels Quarzoszillator, Ringmischer oder sonstwas erzeugt.

Zitat

Ein PLL Sender zu bauen ist einfach. Aber ein PLL gesteuerten Sender der auf der Endstufe moduliert wird ist fast unmöglich.


Diese Aussage ist Nonsens. Beispielsweise haben fast alle CB-Funk Büchsen mit AM und FM PLL-gesteuerte Sender, die in der Endstufe moduliert werden.

von ampliphase - am 01.11.2011 08:53
Zitat

Am besten eine, die ohne Übertager auskommt. Wenn das nicht möglich sein sollte, dann erklärt mir wieso. generell habe ich noch nicht so wirklich verstanden, warum man in den unteren Frequenzbereichen so viel mit Übertragern hantiert.


Verstärker mit Übertrager sind breitbandig. Wenn du Leistung brauchst, geht es auch "klassisch" als Resonanzverstärker, nur musst du dann halt abstimmen und brauchst recht fette Drehkos. Warum hast du Scheu vor Übertrager? Die beissen nicht! Kann man bei Amidon kaufen und mit ein paar Windungen Draht bewickeln.

Zitat

Kommt doch einfach mal beide mit einem Schaltplan rüber, wie man zum Beispiel mit dem BD139 o.Ä. eine Treiberstufe bauen kann anstatt nur wischiwaschi


Wenn du glaubst, ich entwickle dir einen, haste Pech gehabt ^^. Kochrezepte gibts bei Google (schau halt unter QRP-Endstufen oder so), lass die Fantasie spielen :)

von ampliphase - am 01.11.2011 14:24
Nicht nur gefälschte Transistoren gibt es, sondern auch nachbauten mit minderer Qualität.
Ich erinnere mich da noch an die Zeit, als ich noch Fernsehgeräte repariert habe (lange ist's her).
Da gab es so einen Standardfehler bei Sharp_TVs. Da war immer der Transistor in der Zeilenendstufe defekt (BUH515).
Der Grund war immer eine kalte Lötstelle an einem ganz bestimmten, immer gleichem, Kondensator.
Nun gab es den BUH515 mit dem Zusatz "DIV" (diverse Hersteller) immer günstger zu bestellen als den originalen.
Das blöde nur: Der nachgemachte hält ungefähr 5 Stunden und stirbt dann wieder ab - jedoch auch ohne kalte Lötstelle am Kondensator :D.

Mit dem originalen liefen die Kisten dagegen für längere Zeit wieder - bis der Kondensator sich wieder selbst losgelötet hatte ;-).



von Power-FM - am 03.11.2011 18:56
Zitat

Hast Du die Verstärkerstufen mit Kleinsignal-AC Analyse oder mit Transientenanalyse simuliert?

Bisher immer mit AC-Kleinsignalanalyse.
Zitat

Schon mal geguckt, wie stark sich die Ausgangsleistung bei 1MHz ändert, wenn die Eingangsleistung
von -15dBm auf -10dBm und auf -5dBm geändert wird? Das dürfte sich die Ausgangsleistung um über 50 dB ändern wegen des C Betriebs.

Ja, ungefähr so ist es (in der Simulation).

Aber mal von der obigen Schaltung weg...
Ich habe jetzt auch mal einen (Quarz)-Oszillator mit einem 74HC240 aufgebaut, dahinter ein IRF510 (quasi genau so wie http://senderbau.egyptportal.ch/forum/data/media/1/12Watt_160m_Sender.jpg, nur eben - erstmal - mit Werten für 6 MHz).
Das klappt auch fast so wie gewünscht (fast deswegen, weil ich ich immer versäumt habe, mir T50-2 Ringkerne zu besorgen und bisher immer nur "ähnliche" Kerne einbauen konnte). Macht halt so nicht ganz die leistung wie gewünscht (eben, weil die Induktivitäten nicht ganz passen, aber das lässt sich ja leicht ändern).

Zu dieser Schaltung habe ich aber dennoch ein paar Fragen. So wie ich das sehe, sind 4 Gatter des ICs Parallel als "Verstärker" geschaltet, eines als Oszillator.
Müsste nicht hier theoretisch die Ausgangsimpedanz viel geringer sein als 50 Ohm? Irgendwo hatte ich in einem Datenblatt des ICs gelesen, dass die Impedanz jeder einzelnen Verstärkerstufe bei 16 Ohm liegt 4 * 16 Ohm parallel macht 4 Ohm!?.
Ich frage deshalb, weil es ja von da aus direkt auf den IRF510 geht ohne irgendwelche Anpassmaßnahmen (oder vielleicht doch und ich verstehe sie nur nicht?).
Das aber nur am Rande, darum geht es mir gar nicht.
Meine Idee wäre, statt des Quarzoszillators einen freischwingenden Oszillator über das 74HC240 zu Puffern und verstärken, um damit dann den IRF510 anzusteuern.
Würde das gehen? Wenn ja, was wäre sinnvoller, ein externer Oszillator mit einem Extra-Transistor oder auch einen Verstärker im IC als Oszillator nutzen (ist vermutlich relativ Latte)?
Dass das Ganze eine absolute "Rechteckmaschine" ist ist mir klar, darum wird ja auch am Ende der Schaltung gefiltert .

von Power-FM - am 24.12.2011 11:17
Den freischwindenden Oszillator kannste mit dem VCO-Teil vom 4046 machen
Den PLL-Teil darin dann einfach nicht benutzen und die Abstimm-Spannung mit
Poti einstellen.

http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/vco.htm
http://homepage.ntlworld.com/henry01/glen_transmitter/mod01-01.pdf
http://homepage.ntlworld.com/henry01/glen_transmitter/glen_transmitter.htm

Mit 2 Gattern sollte das auch gehen, aber da habe ich nur Schaltungen mit TTL-Schaltkreisen.
Läßt sich so nicht so ohne weiteres auf CMOS-ICs übertragen hinsichtlich der Bauteil-Dimensionierung.

EDIT:doch noch was gefunden mit 4069
http://ok1ike.c-a-v.com/soubory/tipy/Mgtx3.gif


Bei der Verbindung HC240 - IRF gilt es auch, andere Dinge wie Lastfaktoren der Gatter+
kapazitive Last in Abhängigkeit von der Betriebsfrequenz zu beachten .
Das ist dann schon ein wenig was anderes als das Zusammenschalten von 2 Transistoren...

von carkiller08 - am 24.12.2011 20:31
Senden auf Mittelwelle ist für mich absolutes Neuland und ich habe dazu einige Fragen, bei denen Ihr mir vielleicht weiterhelfen könnt?

Ich habe einen Röhrensender bei mir stehen, der 30 Watt bringen soll. Die Modulation des Kastens ist richtig angenehm und gut anzuhören. Womit ich aber absolut nicht zufrieden bin, ist die Reichweite. Die liegt nämlich nur bei rund 500 m im Radius. Als Antenne nutze ich eine WD330-Antenne von Diamond (Langversion). Die ist zugegeben nicht optimal am Dachboden mit zwei 90°-Winkeln gespannt. Zwischen Antenne und Sender ist ein 30 m langes 50-Ohm-Kabel.

Irgendwie kommt mir vor, als würde das ganze ohne Antenne arbeiten. Habt Ihr eine Idee woran es liegen kann?

Danke schon mal für Eure Hinweise.





von AFN - am 25.12.2011 21:32
@ lumpi
Soweit bin ich noch nicht, ich treibe mich erst mal mit "LPAM" (und zwar richtig) rum. Wenn mal was größeres ansteht, melde ich mich bei dir.

Jetzt aber mal wieder eine Frage (an alle):

Diese Schaltung habe ich mal probehalber aufgebaut (allerdings erst mal für 4 MHz).
Funktioniert auch.
Das Wattmeter schlägt bis 300 mW aus. Ist das realistisch? Auf UKW kann der 2n2219 ja auch nicht viel mehr. Oder müsste er auf 4 MHz mehr Leistung bringen (irgendwo las ich, dass die Schaltung ein Watt bringen kann !?)?
Dann wieder die Sache mit dem SWR-Meter. Kann es denn sein, dass ich auf Kurzwelle oder Mittelwelle wirklich noch nicht mal bei einem Watt (mit einer anderen Schaltung erzeugt) den Vorweg auf SET bekomme?
Schaffe ich nämlich nicht. Bei den 300 mW bekomme ich den Set noch nicht mal auf ein Viertel Ausschlag.

von Power-FM - am 09.01.2012 21:04
Zitat
lumpi_sunny
Hallo Power-FM ,

mit deiner Vermutung liegst du richtig. :D
Die Ensdtufe bringt locker 250Watt (1000Watt PEP).
Ist doch wirklich einfach zu bauen.
Es geht noch einfacher: Ersetzte die zwei IFR720 durch ein IRFP250.
Mit zwei IRFP250 bekommst du locker 200Watt(800WattPEP) beraus.
Wenn Fragen dann kannst DU dich melden.

Schöne Grüße

Es ist lange her, ich weiß. aber ich habe dennoch mal eine Frage. Wieviel Spannung ist einem einzelnen IRF720 zuzumuten (Praxiswerte, keine Datenblattwerte ;-))? Ich habe mich nämlich oberhalb von 25 V nicht mehr weiter getraut. Die Ausgangsleistung steigt doch erheblich durch nur wenige Volt höhere Betriebspannung.
Ich habe jetzt auch einen Trafo gefunden, mit dem sich erstaunlich gut modulieren lässt, so dass ich nicht mehr auf die Heizfabrik mit dem 2n3055 angewiesen bin^^.

Den Antennenstrom messe ich jetzt übrigens auch mit einer kleinen Lampe am Anfang des Drahtes. Irgendwie faszinierend, wie so eine Lampe, deren einer Kontakt ja nur mit dem in der Luft hängenden Draht verbunden ist, trotz des (scheinbar) nicht geschlossenen Stromkreises leuchtet (HF-mäßig ist der Stromkreis aber eben durch die Kapaziät des Drahtes gegen Erde doch geschlossen, darum leuchtet das Ding, ganz so blöd bin ich dann doch nicht ;-))

von Power-FM ne - am 24.08.2012 19:41
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.