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Senderbau und HF Technik
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Power-FM ne, Power-FM, Elektronikbastler, Rednix, kettenraucher, sachsenbastler, mikli, Oszillatormann, carkiller08

300 mW "notune" FM-Sender

Startbeitrag von Power-FM am 21.12.2014 15:57

Ich habe heute mal etwas wieder gefunden, das ich vor Jahren mal gebaut habe und die Schaltung dazu abgezeichnet.
Es funktioniert auch noch, vielleicht ist das für den einen oder anderen (Anfänger?) noch interessant.
[attachment 189 fm-sender-1-varicap.GIF]

Der Oszillator zwar so auch einigermaßen stabil (all zu viel darf man nicht erwarten), wird aber bei mir eh mit einer PLL betrieben, von daher ist das zweitrangig.

Vorteile:
- Es werden nur relativ gängige Bauteile verwendet.
- Die erste Oberwelle ist trotz dem Oberwellenfilter mit nur 2 Spulen immerhin um 40 dB abgeschwächt (kann man mit einem extra-Filter natürlich noch verbessern).
- Die Entkopplung des Oszillators ist für einen Sender mit nur 4 Transistoren relativ gut.
- ein mal abgeglichen kann man über das ganze UKW-Band etwa 250-300 mW Ausgangsleistung erreichen.
- Man braucht keine Varicap, es wird eine Z-Diode (1N5819) als Varicap missbraucht
- Freischwebender Aufbau ist möglich.

Nachteile:
- Ich habe mir das nicht selbst ausgedacht, sondern zumindest vom Prinzip her irgendwo abgeguckt (ich weiß aber nicht mehr wo) und nur Bauteile / werte etwas angepasst.
- Die Spule am Kollektor des BFR96S ist etwas "Tricky", ich weiß nicht, ob das aus der Zeichnung verständlich hervor geht wie diese Gewickelt werden muss.
- Der Oszillator ist wahrscheinlich nicht unbedingt auf Rauscharmut optimiert wegen des großen Abstimmbereiches
- Modulation und Abstimmspannung laufen über die gleiche Diode
- Es wird nur etwa die Hälfte der möglichen Leistung aus dem 2n3866 heraus geholt, dafür stirbt er nicht so leicht bei Fehlanpassung
- Ich weiß nicht genau, ob sich das 1:1 nachbauen lässt und ob es dann wieder funktionieren würde, wenn man die gleichen Bauteilwerte verwendet, da ich alles in "3D-Technik", also alles freischwebend auf einer Masseplatine gebaut habe, was sich nie 100%ig gleich nachbauen lässt.
- 2n4427 als Endstufe funktioniert auch, bringt etwas mehr Leistung, stirbt aber auch wesentlich schneller (habe ich heute mal getestet und gleich einen dabei verheizt :rolleyes: )
- Für die Kondensatoren im Ausgangsfilter kann ich keine genauen Werte angeben, am besten mit Trimmern probieren. Das ist einfach zu stark vom mechanischen Aufbau her abhängig.

Falls es irgendwie möglich ist, ohne weitere Stufen noch etwas mehr Leistung heraus zu holen bin ich um jeden Hinweis dankbar.
Und auch wenn vielleicht das eine oder andere rechnerisch oder in der Theorie nicht passt, in der Praxis funktioniert es. Auch wenn man bei Anblick zunächst meinen würde, der BFR96S würde an bzw. über seiner Leistungsgrenze betrieben werden, in der Praxis hält er das aus, sonst hätte diese Schaltung bei mir nicht jahrelang gehalten ;-).

Antworten:

Die 1N5819 ist eine Schottky-Diode.
Bist du dir da sicher, dass sich mit der Schottky-Diode als Kapazitätsdiode der VCO übers ganze Band durchstimmen lässt ?

von carkiller08 - am 21.12.2014 18:29
Ich bin mir auf jeden Fall sicher, dass er sich über das ganze Band abstimmen lässt (eben noch getestet).
Ob eine 1N5819 (stimmt, keine Z-Diode) drin ist bin ich mir nicht mehr so ganz sicher, ich meine aber schon. Es ist jedenfalls keine "echte" Varicap drin.

von Power-FM ne - am 21.12.2014 18:35
Nachgesehen:
Doch, es ist eine 1N5819 drin. Ob sich aber jede 1N5819 reproduzierbar immer gleich verhält wenn man sie als Varicap versendet weiß ich nicht. Ist halt nur ein Nebeneffekt der Diode ;-).

von Power-FM ne - am 21.12.2014 18:39
Noch eine Ergänzung:
T1 bis T3 sind wohl in der "Originalversion" MPSH10, jedenfalls steht das auf der Platine gekritzelt.

Dürfte aber im Grunde egal sein, höchstens C7 und C8 müssen eventuell etwas verändert werden wenn MPSH10 eingesetzt werden. MPSH10 aber wahrscheinlich eh keiner mehr rumliegen ;-).

von Power-FM ne - am 24.12.2014 17:16
Ich habe es mal getestet und die Endstufe dieser Schaltung noch mal einzeln aufgebaut, dort habe ich einen 2N3553 eingesetzt (bis auf einer Spule D: 5 mm, 1 Windung vom Eingang zur Basis und 33 pF vom Eingang nach Masse ohne Änderungen).
Steuert man diese mit 100-200 mW an (z.B. aus der hier gezeigten Senderschaltung) an, so bekommt man auf 98 MHz ein knappes Watt, auf 87,5 MHz 900 mW und auf 108 MHz 750 mW, ohne Neuabgleich. Funktioniert also auch mehr oder weniger "notune". Die Oberwellen sind auch für nur 2 Spulen im Ausgangsfilter relativ gut unterdrückt (1. Oberwelle ist ca. 40- 45 dB abgeschwächt), genau wie beim "Steuersender".

Man kann den Emitterwiderstand auch weglassen, dann kommt sogar ein Hauch über 1 Watt, aber der Transistor wird mir dabei zu heiß und der Kollektorstrom ist dann schon über der Grenze...

Nicht schlecht, das Ganze, für den geringen Aufwand. Aber eben auch nicht von mir ;-).

von Power-FM ne - am 27.12.2014 18:56
ja, der sender sieht gut aus. aber lohnt es sich heute noch, einen so schwachen ukw sender zu bauen? es gibt den sup2 bereits für ein paar euro, daran ne kleine endstufe und man kommt auch auf knapp ein watt. oder man holt sich gleich diese chinaböller aus fernost. unsere chinesischen amigos haben in den letztem jahren fleissig ab- kopiert / -fotografiert und sind inzwischen in der lage, gute sender zu low-budget preisen auf den markt zu bringen. inzwischen auch mit brauchbarem oberwellenfilter. was will man mehr? da bleibt selbst bei mir der lötkolben seitdem (ausgenommen davon sind kw-sender) kalt. :angry:

von kettenraucher - am 27.12.2014 19:25
Es geht nicht darum, ob sich das "lohnt" (Selbstbau lohnt sich in den seltensten Fällen, außer, wenn man irgendwas baut, was es kommerziell nicht zu kaufen gibt), wir sind hier ein Senderbau-Forum. In einem Senderbau-Forum immer nur zu schreiben "kann man doch fertig kaufen", ist ein bisschen wie "Thema verfehlt"...

Man kann fast alles fertig kaufen, und besser ist es durchaus auch.
Wobei die von dir genannten Beispiele, obwohl sie "kommerziell" hergestellt werden, nicht als "Besser" einzustufen sind (siehe Themen dazu hier im Forum, vor allem die Bilder vom Spektrum)....

Der oben gezeigte Sender ist sicherlich auch keine "Super-Hightech-Schaltung" und sicher auch nicht der rauschärmste (wegen der stark angekoppelten Kapazitätsdiode, die noch nicht mal eine ist ;-)), dafür einfach aufzubauen und die Teile sind auch alle (noch) recht problemlos verfügbar und schon vergleichsweise "gut" (wenn man sie mit anderen Schaltungen hier von der Senderbauseite vergleicht, wie z.B. dem PiRa-3-Watt-Sender, die ähnlich "aufwändig" sind)
Darum habe ich sie hier gepostet, für den Fall, dass es Jemand mal nachbauen will. Die Schaltung an sich habe ich vor einigen Jahren mal irgendwo abgekupfert und nachgebaut und dann nicht mehr weiter beachtet, bis ich das Teil kürzlich wieder gefunden habe. Vielleicht bekommt ja einer der "alten Hasen" hier im Forum noch raus, wo ich mir das abgeguckt habe. Ich weiß es nicht mehr.

von Power-FM ne - am 28.12.2014 09:42
@power-fm: klar hast du recht mit deiner argumentation, dass das hier ein senderbau-forum ist.

wenn das hier nur ein forum für fertiggeräte wäre, dann wäre ich wohl nie hier gelandet.

vielleicht baue ich diese schaltung noch nach. das bauen ist für mich nicht so das problem. vielmehr geht es mir zur zeit ähnlich wie @elektronikbastler. irgendwie fehlt mir die motivation. vielleicht liegt es aber einfach auch nur am schlechten wetter. ich weiss es nicht. den kurzwellensender von elektronikbastler wollte ich ja auch noch nachbauen. das edelstahlgehäuse dafür liegt schon seit knapp einem jahr jetzt im schrank, ein sender ist bis heute noch nicht drin. mal sehen ob das noch was wird...:?::?::?:

ich wünsch dir schon mal nen guten rutsch ins neue jahr powerfm und allen anderen ambitionierten bastlern hier im forum ebenfalls.

von kettenraucher - am 29.12.2014 12:27
Ich habe eigentlich aktuell auch total andere Sorgen, aber ich bastel einfach um mich davon abzulenken...

von Power-FM ne - am 29.12.2014 18:27
@ carkiller08
Ich habe es jetzt mal probiert, ob das mit der 1N5819 reproduzierbar ist.
Ja, es ist. Ich habe exakt die gleiche Oszillator-Schaltung noch mal gebaut, sie lässt sich auch über das ganze UKW Band mit der Diode abstimmen.

Hier als Video, wenn auch schlecht zu erkennen (Bildschirm heller stellen):
http://youtu.be/Q_-q11bwTsc

Klar ist das so kein super rauscharmer Oszillator (so genau löst mein Messgerät nicht auf dass ich das auf dem "Spektrum" beurteilen könnte), aber es ist immer noch wesentlich rauschärmer als diese komische Oszillatorschaltung die z.B. in dem "ehemals 400mW-Sender" hier auf der Homepage verwendet wird und zumindest akustisch beurteilt auch noch wesentlich rauschärmer als meine "MP3-Transmitter", also für den Hausgebrauch ganz ok. Was an dieser Schaltung ziemlich gut funktioniert ist die Entkopplung des Oszillators von den weiteren Stufen (der Buffer mit T2 in Basisschaltung ist etwas ungewöhnlich, aber gut). Das geht natürlich zu Lasten der Verstärkung, der Buffer verstärkt in diesem Fall gar nicht, soll er aber auch nicht. Man könnte mit 4 Transistoren (sogar mit den 4 gleichen Typen) wenn man wollte auch mehr Sendeleistung "erzeugen" wenn man will, was aber hier nicht Sinn der Sache ist.

Ich würde, wenn ich sowas zu ersten mal bauen würde, dieser Schaltung gegenüber dem "ehemals 400 mW-Sender" von der Homepage ehrlich gesagt den Vorzug geben. Die ist auch nicht stabiler als diese Schaltung.
Ohne PLL sollte man sowas aber sowieso nicht betreiben, ist ja klar.

von Power-FM ne - am 01.01.2015 19:28
Hallo und allen hier ein Gutes Neues Jahr. :)
Schöne Schaltung...sehr "tricky"....
Sieht aus wie eine Cascodeschaltung im Oszillator und somit eine sehr gute Entkopplung.
Das wurde früher auch mit Röhren so gemacht.
Da sollte aber noch evtl. eine HF-Klatsche beim oberen Transistor von der Basis nach Masse rein.

Die Schottkydiode im Abstimmteil ist eine Alternative zu nicht mehr beschaffbaren Varicaps.
Und die Werte sind sehr gut reproduzierbar weil diodentypisch.


Ausm Datenblatt... 1N5817...1N5819

[attachment 204 junction_c_1n5817_1n5819.JPG]


und hier mal die ähnlichen SB1xx Serie.


[attachment 205 junction_c_sb120_sb160.JPG]


Die MBR7xx Reihe im TO220 Gehäuse lässt sich sogar im AM-Bereich verwenden zum abstimmen...


[attachment 206 junction_c_mbr735_mbr760.JPG]



früher hab ich etliche Tests mit Dioden und Transistoren (Kollektor-Basis-Strecke) durchgeführt
mangels Varicaps und siehe da,selbst die gute alte 1N4148 liess sich zweckentfremden mit ihren ca. 4pF....;)

Netzdioden wie 1N4007 oder 1N5408 oder ähnliche haben versagt weil zu träge.

von Rednix - am 02.01.2015 08:09
Nachtrag:
Auch die Kollektor-Basis-Strecke von einem BC546 liesse sich zweckentfremden.
Die Basis-Emitter funkioniert auch geht aber bei einigen Volt in den Durchbruch (5V...7V).
Habe auch die Kleinsignalschottkydioden...BAT85 usw. ausprobiert...funzt auch
Die haben keine so grosse Sperrschichtkapazität, zum nachstimmen aber durchaus zu gebrauchen.

[attachment 207 junction_cb_bc546_bc550.JPG]

von Rednix - am 02.01.2015 10:11
Hallo rednix,

klär mich bitte mal auf..... zu nicht mehr beschaffbaren Varicaps!?
Was für "spezielle" Varicpas sind den nicht mehr zu beschaffen, es
gibt doch bestimmt Vergleichstypen!?


mikli

von mikli - am 02.01.2015 10:15
Klar gibts die noch und auch Vergleichstypen.
Ich denke jetzt grad mal an die BB113 für den AM Bereich etc.
Und auch gibts in der Bucht noch Angebote...
Reichelt hat nur noch einen Typ im Angebot (BB833) hab ich grad gesehen und das für nen halben EURO!
Also warum nicht nach anderen Alternativen suchen und ausprobieren?
:)


OK....hab grad noch paar gefunden bei Voelkner aber rechtfertigt nicht den Preis wenn ich es auch günstiger haben kann (Bastelkiste) mit dem fast gleichen Ergebnis.

von Rednix - am 02.01.2015 10:28
Finde ich jetzt nicht teuer!?
http://dutchrfshop.nl/catalogsearch/result/?q=varicap&x=16&y=7

von mikli - am 02.01.2015 14:11
hm.....für den Bastler schon.
Musst ja noch den Versand aus NL dazurechnen.
Aber ich bin halt ein Frickler.....und da wird halt alles ausprobiert.
Aber dafür könnte man ja mal einen eigenen Thread aufmachen für so einen rauscharmen Oszillator.
Wäre bestimmt interessant.
Man könnte das ja weitertreiben und Reaktanzstufen mit Transistoren oder Fet's konstruieren ohne Varicaps.....
**überleg**...gabs das nicht schonmal?

;)

von Rednix - am 02.01.2015 15:13
Man bekommt z.B. bei Conrad (!) oder auch Bürklin eine ganze Menge Varicaps, bei Bürklin dank Staffelpreisen auch recht günstig, wenn man genügend bestellt (günstiger als aus NL, nur muss man sich passende Vergleichstypen raussuchen). Aber eben ausnahmslos in SMD.
Das ist zwar kein Problem auf geätzten oder auch gefrästen Platinen, aber beim schnellen zusammenfrickeln nach der "Dead-Bug-Methode" (also alles freitragend auf einer Kupferplatine) ist es quasi unmöglich, SMD-Bauteile zu verwenden (jedenfalls für mich). Und ich baue fast alles, sobald es um "HF" geht, zumindest beim ersten Aufbau nach dieser Methode auf^^.

Ich habe auch genügend bedrahtete Varicaps rumfliegen, aber wenn mal keine griffbereit ist, dass probiere ich halt mit dem rum was gerade da ist. Die Schottky-Diode war halt zufällig da und geht perfekt :-). Und gibt's im 10er-Pack für wenige cent bei diversen "Ramschversendern".

von Power-FM ne - am 02.01.2015 17:45
[attachment 212 selbstbau.jpg]
[attachment 213 profline.jpg]

Auch wenn es keine genauen Messungen sind (das Gerät löst nicht so super auf, siehe auch die perfekte gerade Linie statt des Grundrauschens links und rechts ;-)), bezüglich des Phasenrauschens scheint es doch gar nicht so schlecht zu sein wie ich es erwartet hatte. Zum Vergleich siehe das Bild mit gleichen Einstellungen vom Profline SFM.

Falls ich noch einen irgendwo finde werde ich zum Vergleich auch mal so einen Mini-Transmitter mit gleichen Einstellungen messen.
Die waren meiner Erinnerung nach so schlecht, dass man das auch auf dem "schlechten" Messgerät sehen konnte.

von Power-FM - am 11.01.2015 12:32
Da du ja so im Bastelwahn bist - warum baust du nichtmal einen analogen Tv Sender? Im VHF-1 Bereich sind die Frequenzen gut handhabbar, und so schwer ist ein einfacher Sender ja nicht (ohne Restseitenbandunterdrückung). Einfach nur ein Oszillator + Buffer und eine Endstufe, wo das Videsignal AM draufmoduliert wird, den Ton noch irgendwo dazumischen - fertig. Hab selber schon einige Sender gebaut, aber mich würd´s mal interessieren wie du sowas aufbaust + welche Reichweiten du dann zustandebekommst ;)

Tv´s sind recht tollerant auf einen ver FM-ten Oszillator, die machen selbst bei "W-FM" "Bildbrummen" noch ein ok Bild. 48Mhz Quarze gibts auch hier und da etc pp.

Wär´ doch mal ein nettes Projekt für zwischendurch - wichtig ist auch, das du einfache Spulen verwendest, und keine "Spezialspulen" wie man sie für deinen Sender bauen müsste.

Natürlich wäre auch ein VHF-3 oder UHF Sender ok, aber VHF1 (48-60Mhz ca.) is schön einfach.

von Elektronikbastler - am 16.01.2015 14:20
Der Bastelwahn ist eigentlich schon wieder vorbei.
An analogen TV-Sendern bin ich recht wenig interessiert, ich baue halt lieber etwas, was auch andere außer mir empfangen können;-). Vielleicht probiere ich es dennoch mal irgendwann...

PS:
Kennst du das hier eigentlich?
http://mkmbroadcasting.blogspot.de/2014/10/old-tv-transmitter-free-radio-magazine.html


von Power-FM - am 16.01.2015 17:03
Hi,

ne, kenn ich net - scheint ja UHF zu sein. Mit so hohen Frequenzen hab´ ich zwar schonmal gearbeitet - aber es ist echt keine Freude (und ich rede hier gerademal von "NF mäsigen" 70cm).

Ich habe den hier als 400mW UKW Sender mal genommen - und nur den Endstufenteil "abgekupfert". Diesen dann auf 433Mhz umdesigned (eig. nur Spulen angepasst) und etwas abgeändert (Endstufe statt klasse C in Klasse A).

Das ganze hat auch wunderbar funktioniert, wie stark die abgegebene HF Leistung war mag ich nicht zu beurteilen - aber - selbst nach 4km (freie Sicht) konnte ich mit meinem Empfänger das Signal noch in W-FM empfangen, in guter, unverrauschter Qualität.

Als ich den Sender mal wieder rausgekramt hatte - er lag schon eine Weile in der Bastelkiste, die Abschirmung war nichtmehr die beste, und ihn wieder in Betrieb nahm funktionierte er auch sehr gut. Allerdings fiel mir schnell auf, das er neben der Hauptfrequenz auch einige "Nebenfrequenzen" produziert hat, die nicht umbedingt gewollt waren und leider auch fast so stark wie das Hauptsignal (der PI Filter, der den ca 12cm langen Drahtstummel der am Ausgang als Antenne diente anpasste half hier nicht viel). Ich hab echt lang rumgesucht, was die Fehlerursache war war klar - die Endstufe sendete in den Treiber, und das ganze schwang selber...

Ich habe lang rumgetüftelt, bis ich das lösen konnte, die Stufen waren in "Kammern" aufgeteilt, die ringsrum geschirmt waren (CU Wände) denn soein Oszillator "frei aufgebaut" auf der Frequenz reagiert wortwörtlich schon mit Frequenzänderung, "wenn man sich nur einen meter weit nähert".

Der Fehler war dann, das von den "Deckeln" einer nicht ordentlich auf masse lag, und quasi wie eine "Leiterbahn" für die HF wirkte - erst ein ordentliches "auf Masse legen" des Deckels sorgte dann dafür, das der Sender brauchbar arbeitete...

So viel zum Thema UHF - es ist schon machbar, auf so Frequenzen, aber man muss es mögen, rumzutüfteln das was geht ...

von Elektronikbastler - am 16.01.2015 18:54
Mir ist gestern die Idee gekommen, diese 300mW Senderschaltung mit der LM7001-PLL zu kombinieren.
Mal eben schnell gezeichnet, eben gerade Platine hergestellt (natürlich doppelseitig), morgen baue ich es (vielleicht) auf:
[attachment 215 lm7001.jpg]

von Power-FM - am 17.01.2015 18:41
Was machst du dann eigendlich mit den ganzen Sender-chen? Testest du die dann auchmal an´ner Antenne, oder nur am Messgerät. Und dann? Bei ebay verkaufen?

Nur neugierig.

von Elektronikbastler - am 18.01.2015 10:40
[attachment 216 LM7001.jpg]

Fast fertig.
Sender und PLL funktionieren wie gewünscht. Die Einschaltverzögerung ist noch nicht bestückt.
Die Platine ist zwar keine Schönheit (ich weiß, das schreibe ich jedes mal ;-)), aber ich musste ein paar Kleinigkeiten noch verändern (mechanisch), darum muss auch das Layout noch etwas nachgebessert werden, und ich habe wieder mal einfach die Bauteile verwendet, die hier gerade so rumlagen, daher sieht alles etwas "bunt" aus ^^.

Es ist sogar doch etwas mehr Ausgangsleistung vorhanden, eher so 400-500 mW statt 300 mW.
Der Oszillator müsste halt noch etwas optimiert werden um einen guten Kompromiss zwischen Rauschen und Breitbandigkeit zu finden, auch wenn er schon wesentlich leiser rauscht als der "ehemals 400 mW-Sender". Sicher wäre es auch besser, eine richtige Varicap zu nehmen, aber es geht eben auch so^^.

Was ich mit meinen ganzen Sachen mache: Bauen, optimieren, und dann in die Ecke schmeißen ;-).
Betreiben tu ich in den letzten Jahren kaum etwas davon, bei ebay verkaufe ich aber generell nichts mehr. Ich hätte ne ganze Menge da, was ich verkaufen könnte.
Aber 1. sind die Preise total im Keller, das meiste was ich gebaut habe sieht auch nicht optisch ganz so toll aus. Es sind ja nahezu alles "Prototypen", wo immer noch am Aufbau etwas verändert werden musste, dementsprechend sieht das meiste aus...

von Power-FM - am 18.01.2015 18:02

So in etwa soll es dann beim nächsten Aufbau aussehen...

von Power-FM - am 18.01.2015 18:41
Fertig.
Einschaltverzögerung läuft nun auch.

Ist ein nettes kleines Senderchen geworden, auch wenn das eigentlich gar nicht geplant war^^.

von Power-FM ne - am 22.01.2015 18:17
Hi,

ich find´ die Platine is gut geworden - also auch für einen Prototypen. Is halt nur die Frage, was nun damit machen ;)

Anstecken, an Teleskopantenne :P und mal´n Reichweitentest machen?

von Elektronikbastler - am 23.01.2015 09:44
Zum Betreiben fehlt mir im Moment Lust und Zeit (hab noch ne menge andere halbfertige Projekte rumliegen...) ;-).
Außerdem weiß ich doch sowieso, wie weit ich mit 300mW komme (weiter als sich die meisten hier Vorstellen werden...) ;-) - selbst mit Teleskopantenne^^.

von Power-FM ne - am 23.01.2015 14:56
Naja, testen kann man´s ja trotzdem, auch wenn man die Reichweite schon weis. Vermutlich 10+ km weit, denn mit 0,3W an meiner beliebten :P 75cm langen Teleskopantenne auf 41Mhz (ja, 41) reichen bis ins Nachbardorf W-FM (5,5km, nicht umbedingt Freie sicht). Mit 1W sind dann auch 8,6km 100% Signalstärke (volles S-Meter) W-FM über 8,6km drinn. Klar, nix besonderes, aber man kanns ja mal schreiben ;)

Wäre doch noch ein nettes Video für deinen Kanal, am besten mit Auto-Test.

von Elektronikbastler - am 24.01.2015 14:49
Hier noch die verwendeten Platinen-Layouts für den "Prototypen:
http://senderbau.egyptportal.ch/forum/download.php?action=zip&image_id=1297
http://senderbau.egyptportal.ch/forum/details.php?image_id=1297&sessionid=ac9070d05758e5e271f6e58e75718616

Maße sind 130 * 70 mm

von Power-FM ne - am 07.02.2015 15:00
Also ich habe meinen Funki dieses Jahr noch nicht einmal aus der Schrankwand geholt.
Es fehlt einfach der Antrieb und die Lust.
Aber wenn ich dass hier wieder alles lese, dann kommt die wieder zurück.
300mw und über 5km ! Das Optimum kommt bei mir auch erst, wenn die Antenne 78cm ausgezogen ist.
So habe ich mir jetzt einen öffentlich begehbaren Turm ausgeguckt, der wenigstens 15m über NN hoch ist, ringsrum Flachland wohin das Auge blicket.
Wer hat denn mein Schaltbild downgeloadet - ohne mich zu fragen ??

von sachsenbastler - am 27.06.2017 18:04
Ich bin gerade am Überlegen, ob ich vielleicht nicht wieder mit CB-Funk anfangen sollte? Als ich das letzte Mal vor einigen Jahren mit meinem Albrecht durchgekurbelt habe, hatte ich fast nur polnisch sprechende LKW-Fahrer mit Nachbrenner auf dem Kanal, teilweise auch mit Echomike. Grausam! :lollol:

Habe jetzt nochmal mit meinem MW-Sender experimentiert und festgestellt, dass etwas Brummspannung dieses Mal über die NF-Leitung von der Audioquelle kommt. Aber wie dem auch sei: Ich glaube, ich hänge das Hobby "Funktechnik / Elektronik" allgemein wahrscheinlich an den Nagel. Ich habe eine Lötallergie, habe jedes Mal drei Tage nach dem Löten eine verstopfte Nase, muss dann auch ständig Niesen.

@sachsenbastler: Mit 300mW kannst Du auch auf UKW schon ziemlich weit kommen, insbesondere dann, wenn Du von einem exponierten Standort aus (hoher Berg etc). sendest.

von kettenraucher - am 07.07.2017 06:11
@ kettenraucher- Du wohnst doch in Hamburg ??

schön, daß es ein Lebenszeichen von Dir gibt !

von sachsenbastler - am 07.07.2017 08:09
Entweder ist die Allergie gegen die Kollophoniumdämpfe oder gegen verbleites Lötzinn. Gegen das erste hilft eine Lötrauchabsaugung z.B. von Weller, gegen das zweite Baumwollhandschuhe.

von Oszillatormann - am 07.07.2017 13:30
Die Kollophoniumdämpfe vernebeln das Gehirn und führen zu Kopfschmerzen.
- Daher nicht löten bis der Notarzt kommt !
Fenster weit aufreissen, Durchzug machen !
Leider sehe ich schon wieder dunkle Wolken am Firmament. Ich wollte doch mit meiner Notausrüstung einen 15m hohen Turm besteigen und anschliessend lecker essen gehen.
Mal sehen , ob es klappt.

von sachsenbastler - am 07.07.2017 13:53
@sachsenbastler: Ja, ich bin tatsächlich aus Hamburg. Ich war gestern in der Innenstadt. War ja grausam. An der Sternschanze haben radikale Demonstranten vom schwarzen Block einen REWE - Supermarkt gepündert. Sogar die Scannerkasse wurde zertrümmert und Demonstranten haben versucht, die ganze Kasse aus der Verankerung zu reissen mit samt den Elektrokabeln. :rp:. Auch Kühlschränke wurden auf die Strasse geworfen. Also es war wirklich extrem. Es sah aus wie auf einem Schlachtfeld in einem Bürgerkriegsgebiet, dabei war ich doch nur in Hamburg. :haha:


@Oszillatormann: Danke, wusste bisher nichts von Kollophoniumdämpfen. Aber so eine Absauganlage lohnt sich für mich als Privatperson nicht. Also muss ich wohl entweder in den sauren Apfel beissen oder das Löten ganz sein lassen. Ich wollte eigentlich noch mehrere Experimente mit dem BUX10 Transistor im Mittelwellenbereich durchführen. Der Transistor eignet sich wohl sehr gut für meine Zwecke, auch wenn ich vermutlich dann sehr viel Audioleistung für die Modulation benötige. Wenn die kalte Jahreszeit wieder kommt, berichte ich evtl. wieder von meinen Ergebnissen.

von kettenraucher - am 08.07.2017 12:52
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