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Senderbau und HF Technik
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Power-FM ne, Stefan Heimers, dj jodee, Oszillatormann, Power-FM

CB Master CB200 (Zetagi BV-131) mit EL-509

Startbeitrag von Power-FM am 18.04.2015 06:53

Hallo, mir ist da eine CB-Röhrenendstufe zugelaufen, die auch noch funktioniert. Die Leistungsangabe finde ich zwar etwas übertrieben, denn sie macht etwa 70-80 Watt bei 4 Watt in (und auch bei etwas Mehr Input kommt sie noch lange nicht in Richtung der angeblichen 200 Watt), aber immerhin. Vielleicht ist die Röhre auch schon etwas verbraucht, ich glaube aber eher, dass das Ding von Werk aus auch nicht mehr leistet und hier genau die gleichen "Werbegags" verwendet wurden,wie bei Selbstbau-UKW-Sender aus dem Netz, wo gerne mal die Leistungsaufnahme als "Sendeleistung" angegeben wird...
Leider hat das Teil keinen Lüfter und wird recht schnell sehr heiß, und ich habe nur kurze Durchgänge getestet. Für Dauerstrich-Betrieb, wie bei Radiosendern, geht das so ganz sicher in die Hose, zumal es ja auch keinerlei Schutzschaltung gibt...

Worauf ich eigentlich hinaus will:
Da ich für eine CB-Endstufe keine Verwendung habe (ich mache zwar manchmal noch Betrieb auf CB, aber mir reichen die postalischen 4 Watt vollkommen, selbst damit habe ich schon Europaweite Verbindungen gehabt), ist meine Überlegung, das Teil in Endstufe für meinen IRF-510-MW-Sender umzufunktionieren.
Wirkt dann zwar etwas komisch, Transistoren und Röhren gemischt ;-), ist mir aber Latte^^.
Die Steuerleistung meines MW-Senders passt, die Frage ist jetzt, wie die Endstufe umgebaut werden müsste.
Ich mache nachher mal Bilder davon.
Was ich merkwürdig finde ist, dass diese Endstufe für FM, AM und SSB geeignet ist, aber dem Schaltbild nach im C-Betrieb arbeitet, wenn ich das richtig verstehe (so wirklich Ahnung von Röhren habe ich nicht, mein "Wissen" beschränkt sich auf kleine Experimente mit Batterieröhren).


Ich finde auch, dass es verdammt wenig Spulen in der Schaltung gibt, der Ausgang wird scheinbar über einen Spartrafo angepasst. Hat das so (also im Originalzustand) überhaupt genug Oberwellenunterdrückung? Ich kann mir das nicht so recht vorstellen...
Wenn ich mir das Schaltbild so ansehe ist es im Grunde vom Leistungsteil genau gleich wie bei einem dicken FET aufgebaut, der aber in dieser Beschaltung nicht linear genug verstärken würde für AM und SSB? Wieso kann die Röhre das? Oder kann sie das gar nicht :confused:
Der linke Teil (oder besser obere Teil) ist die "HF-Vox"-Schaltung, die dass Relais einschaltet, sobald HF am Eingang anliegt. Die könnte ich in meinem Fall als Dauerverstärker natürlich weglassen, sie schadet aber auch nicht.

Ich müsste ja wahrscheinlich genau wie bei einem Transistorverstärker nur die Spulen und Kondensatoren im Eingang und Ausgang anpassen?

Antworten:

Du hast Recht, der Zetagi macht nur 100W in FM und 25W in AM.
Die Röhre hat 40 W Anodenverlustleistung, ohne Quälerei bekommt man auch nur 40W dauerhaft und jahrelang raus. Die EL509 war in den 70ern eine Zeilenendröhre für Röhrenglotzer.
Die Oberwellenunterdrückung ist kümmerlich und weil die Telekom auf Oberwellen peilt haben sie Dich sofort ausgehoben.
Nach Schaltbild ist da KEIN C Betrieb weil die Gittergleichspannung 0V ist und die Kathodengleichspannung auch 0V ist. Die Röhre zieht damit ungefähr ihren Maximalstrom.

Für den Umbau mußt Du wie üblich L und Cs vergrößern.

Gruß,
Oszillatormann

von Oszillatormann - am 18.04.2015 09:54
Etwas off Topic:
Lustig. Der BV131 war damals nahezu in jeder Funkbude anzutreffen. So auch bei mir.
Und mit 14 hatte ich mir keine Gedanken zu 'Oberwellen' gemacht. Lediglich gewundert, dass das Fersehbild manchmal gestört wurde und Vater sich wieder mal aufregte *haha*

Die SSB Schaltung war für ein verzögertes Abfallen des Relais.

Viel Spaß damit.

von dj jodee - am 18.04.2015 10:37
Die Schaltung scheint mir nicht komplett zu sein. Die EL509 ist doch eine indirekt geheizte Pentode, nicht eine direkt geheizte Triode wie im Bild dargestellt.

von Stefan Heimers - am 18.04.2015 15:33
Es geistern noch andere Schaltbilder von der Endstufe im Netz rum,ich habe das erstbeste genommen. Kann gut sein, dass da was fehlt.

Ich überlege aber gerade, ob es sich überhaupt lohnt das Teil für MW umzubauen. Weil wenn ich sowieso nur 40 Watt im Dauerbetrieb sicher darauf holen kann (ohne das es die Röhre zerlegt) lohnt es sich fast nicht, das ist ja auch noch mit MOSFETs zu schaffen...

von Power-FM ne - am 19.04.2015 07:40
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