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Senderbau und HF Technik
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kettenraucher, sachsenbastler, Elektronikbastler, Power-FM ne, astihome, Oszillatormann, Der einsame Pirat, RalphT, Lord Löterich, Power-FM, carkiller08

AM/MW Sender Aufbau > Finde Fehler nicht

Startbeitrag von astihome am 18.02.2016 15:27

Ich brauche mal eure Hilfe. Ich baute einen AM Sender auf einem Steckbrett auf und es funktionierte soweit ganz Prima ohne größere Pannen. Nun wollte ich es auf eine Platine löten, weil ich dachte das es ein Kinderspiel sein würde. Leider falsch gedacht. Als ich den Oszillator drauf hatte und diesen mit einer Pufferstufe über einen 220pf Kondi verbunden hab, ging nichts mehr. Auch am Oszillator selbst war nichts mehr zu messen. Ich hatte nun versucht den Fehler über Bauteil Check, Kurzschlussprüfung etc rauszufinden. Leider komme ich nicht auf eine Lösung zu diesem Problem. Wer kann mir helfen oder einen brauchbaren Tipp geben. Anbei noch 2 Bilder, einmal die Schaltungsskizze und ein Foto von der aktuellen Schaltung.



Die 50 interessantesten Antworten:

Mach mal ein Foto von der Platinenunterseite, damit man die "Masseführung" (sofern man bei Lochraster von "Masse" sprechen kann) sichtbar wird.
Ansonsten fehlt der vom einsamen Pirat angesprochene Abblockkondensator (z.B. 100 nF, nach am Oszillator von Plus nach Masse, keinen WiMa-Kondensator verwenden).

Wenn es nach mir gehen würde, würde ich da noch viel mehr Blockerkondensatoren einbauen (das wird mir zwar immer vorgehalten, hat aber noch nie geschadet), quasi direkt an jedem Kollektorwiderstand.
Es ist zwar nur der "unkritische" MW-Bereich, dennoch würde ich das "UKW-gerecht" aufbauen.

Wieso sind auf dem Platinenfoto nur 2 Transistoren während die Schaltung 4 Transistoren enthält? Oder hast du erst mal nicht weiter gebaut nachdem der Oszillator nicht ging?

Bist du dir sicher, dass mit 220 pF aus dem Oszillator ausgekoppelt wird? Der Wert erscheint mir etwas groß.
Die Oszillatorschaltung ist leider technisch nicht so toll - das geht mit dem gleichen Bauteilaufwand besser.

von Power-FM ne - am 18.02.2016 20:18
@Der einsame Pirat

Ich habe nun mal einen Kondi 1nF parallel zum Emitterwiderstand gelötet und jetzt scheint es zu gehen. Ich kann jetzt auch nach der Pufferstufe ein Signal messen. Aktuell denke ich darüber nach den Kondi im nF-Wert etwas zu erhöhen, um sicher zu gehen. Ich werde nun auch einen Elektrolytkondi sowie einen Keramikkondi zwischen Spanungseingang + und - setzen. Ich denke das sollte erstmal reichen. Danke für den Tipp !!!

@Power-FM ne

Ich habe wie schon oberhalb erwähnt einen 1nF Kondi (WiMa ???) parallel zum Emitterwiderstand gelötet. Würden zwei Kondis zur Transi Masse auch gehen? Also von Plus nach Basis und von Minus nach Basis? Ich hab mich auch mal mit anderen Schaltungen beschäftigt, auch von dieser tollen Website. Jetzt wird mir auch klar warum da so viele Karmikkondensatoren verbaut sind. Das SinusSignal soll ja möglichst in der Schaltung bleiben und entsprechend seine Aufgabe erfüllen, Richtig ???

Ich kann mir nun auch vorstellen das man, je höher die Frequenz wird, man entsprechend zusehen muss, das möglichst an allen Signalrelevanten Stufen entsprechende "Absicherungen" vorhanden sein müssen. Ich hatte auch mal vor längerer Zeit eine AM-Sendeschaltung aufgebaut und den aktuellen Aufbau mit der alten Platine verglichen. Das erste Modell hatte ja funktioniert obwohl keine Blockkondis vorhanden waren und ich weis jetzt auch wieso: An einer Stelle war an einem Emitterwiderstand ein Kondi gegen Masse geschaltet. Diesen Kondi hatte ich aber gesetzt um ein anderes Problem zu lösen.

Am folgenden Bild siehst du mal den Aufbau von unten. Bitte nicht erschrecken, ich habe durch Fehlercheck vieles ein und ausgelötet. Die alte Platine sah noch viel schlimmer aus... eine Art Supergau in Sachen Frequenztechnik ;-) An dem Bild erkennst du den Kondi den ich eingelötet habe. Oben ist Plus, unten ist Minus. Jetzt wird mir auch klar, warum eine Kupferplatine von Vorteil ist. Man kann mal schnell ein Bauteil gegen Masse löten und man hat keine störenden Kapazitäten. Bei herkömmlichen Platinen muss man erstmal eine Masseleitung irgendwo hinlegen. Weil du fragtest warum da nur zwei Stufen zu sehen sind ... ich hab nur bis zur Pufferstufe aufgebaut, weil dann da der Fehler auftrat.



von astihome - am 19.02.2016 08:57
Hallo,

hier ein paar Kommentare und Verbesserungsvorschläge zu deinem "Kleinsender".

Erstmal, wie andere schon festgestellt haben, fehlt der parallel C. Löte einfach auf der Platine und nicht erst bei der Versorgungsspannung einen 100nF Kondensator (10-100nF also 103 bis 104 sollten gehen) ein und zwar direkt parallel zwischen + und -. Der ist einfach wichtig.
Dann solltest du parallel zum 22k Poti auch einen Kondensator einlöten das ist wichtig genauso wie der 100nF parallel zwischen + und - die beiden sind ganz wichtig, mindestens 4,7nF hier sollten aber Werte zwischen 4,7 und 100nF funktionieren, dieser ist auch wichtig, und verbessert die "Performance" deiner Schaltung erheblich.

Dann solltest du einiges ändern, denn es kann sein das die Schaltung "noch" schwingt, sobald du den Buffer anlötest aber halt irgendwo bei 400Khz, da der große C zusammen mit der großen Spule die Frequenz sehr weit runterzieht.

Überhaupt, so viele Potis.. das ist ... "mhhh"

Du kannst, wenn du weist wie, mit 2 Transistoren einen Sender bauen, der saubere AM macht, und locker für ein Zimmer reicht @ Reichweite. Es geht nur darum, zu wissen wie... Ich hab mich Jahrelang (eher > 1 Dekade) mit so Kram auseinandergesetzt, und freischwingende 1 Transistor Sender für Mittelwelle, gar Kurzwelle, die saubere AM machen (ok, zugunsten von Sendeleistung) sind definitiv machbar... Aber hey, schwache Sender kann man ja wieder verstärken ;)

Mein Vorschlag wäre: Löte 3 C´s aus, nämlich die beiden 150pF und den 220pF. Dann löte den 220pF parallel von E nach C, gucke ob´s schwingt - schwingt? Ok. Löte dann die 150pF "in Reihe" ein, und wo sie sich treffen is die Basis deines Buffers - löte die 150pF am Emmiter ein, also wie folgt:

Emitter Oszillator T -- 150pF -- Basis Buffer T --- 150pF --- Masse.

Somit erhältst du eine lose Kopplung, die in deinem Fall ausreichend ist, und sorgst gleichzeitig dafür, das der HF Ausgang nicht "nur" auf dem 2. Transistor liegt sondern auch etwas auf Masse (vermindert FM-ing)

Deine Varicap Konstruktion kannst du meinetwegen so lassen, allerdings bezweifel ich, das du einen nennenswerten Ziehbereich bekommen wirst, eventuell 15-20Khz mit einer "Z Diode als Varicap".

Weiterhin könntest du dir eigendlich, genau genommen, bei Änderung diverser Dinge deinen Buffer sparen, und den Oszillator direkt an´s dual gate FET anschließen. Viel wichtiger wär es bei deiner "Endstufe" auch, nicht einfach nur einen ungefähr abgestimmten parallelschwingkreis zu machen, sondern einen PI Filter. Notfalls kannst du (Transistor ganz rechts) die Spule und den 47pF raus tun, und dort einen 1k einbauen, je nachdem gibt das ca 5-10mW Sendeleistung in der Praxis. Die Spule verschaltest du dann als PI Filter -

Vom 1k der "letzten Stufe" geht dann ein 1nF auf einen weiteren 1nF der auf Masse geht. In der Mitte der beiden 1nF´s ist dann die ausgelötete 220µH Spule, deren anderes Ende auf einen Trimm C geht. Dort wo sich trimm C und spule treffen ist dann deine 1-2m lange Drahtantenne. Je nach Trimm C (...90pF) geht das bis ca 1,1Mhz "gefühlt" abgleichbar, bei tieferen Frequenzen brauchst du größere Spulen...

Aber keine Garantie das das überhaupt geht, das Schaltungsdesign gefällt generell nicht (nichts für ungut jeder hat mal klein angefangen, meine Anfänge waren ähnlich). Es würde mehr sinn machen, den Oszillator zu ändern, und das ganze mit 3 Transistoren (oder 4) aufzubauen. So kannst du mit vertretbarem Aufwand einen Sender bauen (es soll ja offensichtlich ein Sender sein @ Endstufe) der saubere AM bereitstellt,und wenn du möchtst, gut 150mW HF Leistung liefert (das geht dann anders als deine Konstruktion nicht 2-3m weit "gut" sondern schon eher 50m weit "gut").

Warum es auf´m Steckboard geht? Naja, kommt auf deinen Aufbau an, vermutlich hattest du die Teile schön ordentlich und übesichtlich nebeneinander gesteckt - und schon hast du parasitäre Widerstände, und Induktivitäten drinn die sich bemerkbar machen. Sowas kann man aufm Steckboard aufbauen (selber schon oft gemacht) aber es gibt "Regeln" die mit "schöner Aufbau" nichtmehr viel zu tun haben. Aber selbst dann gibts Fehler, so entwickelte ich einen ZF Verstärker, der super ging, "HF gerecht aufgebaut" auf Steckboard - kaum auf gescheiter Platine, schwang nurnoch alles selber...

Warum es nichtmehr geht, wenn du den 220pF einlötest? Weil er die Schaltung zu stark belastet, und die Schwingung abreisst, oder die Frequenz so weit runterzieht, das du es nichtmehr empfangen kannst.

von Elektronikbastler - am 19.02.2016 09:58
Hallo astihome,

ich hab eine Bitte , bescheibe doch mal wie Du diese schönen Aufnahmen hier reinstellst.
Ich bin weit über 60Jahre, habe mit dem Computer schon mehrere " Huddelein" gehabt und musste Window 7 erneut aufspielen lassen.
Machst du es direkt von der Kamera oder über Zwischenspeicherung im PC.
Die ebay Fotos krieg ich hin. Habe eine uralte Kamera Olympus FE 130 !

Dann könnte ich der Forumsgemeinde meine Eigenbauten vorstellen. - Kettenraucher hatte ich das ja schon mal versprochen.

So etwas wie Dein oben beschriebener TX habe ich vor 28 Jahren schon mal auf Lochraster gebastelt. Das ist sehr mühsam- eine gefallene Lötperle auf der Rückseite hat mich 15 Stunden Fehlersuche gekostet. - Nur als Hinweis ! Aber seit 1989 läuft das Ding !

Gruss Sachsenbastler

von sachsenbastler - am 19.02.2016 10:04
Nochmal drüber geschaut hab...

Noch besser wäre es, wenn du einen der 150pF da einbaust, wo jetzt der 47pF der Varicap ist, und den 47pF dann am "Emmiter des Oszillator T´s" einbaust. Am besten belastest du den Oszillator so wenig wie möglich, das es sonst FM´t. Meines Erachtens nach liefert der Buffer dann eh zu viel HF Pegel für´s FET aber das kann ich nicht beweisen, sondern, das ist nur gefühlt.

Auch Kondensatoren (wenigstns 1nF besser 10nF) zu den Emmiterwiderständen, und zum Source Widerstand des FETs wären nicht verkehrt, so erhöhst du die Leistung drastisch. Den Koppel C zwischen dual gate FET und "Endstufe" würde ich variabel machen, 220pF sind hier gefühlt etwas viel, kann sein, das es den FET zu sehr belastet, und die Modulation schlecht wir, oder die Endstufe überlastet, aber das kann ich net sagen. Überlastet heist hier auch nur, das nix kaputtgeht, aber halt die Modulation "gefressen" wird (da hatte ich auch Jahrelang Probleme bis ich Dinge besser kapiert habe).

Gut, ich seh, du legst die Endstufe recht ineffizient (weil klasse A) aber auf Leistung (100Ohm) aus, das könnte sogar Klappen, aber auch hier wieder - 10nF parallel zum 100Ohm und PI Filter sind Pflicht für gute Reichweite.

Hier nochmal alle Änderungen die ich dir vorschlagen würde:

- Parallel zur Schaltung 100nF (Keramik nicht Folie)
- Parallel zum 22k Poti 4,7-100nF Du kannst das Poti auch rausmachen und den 33k durch 47-68k ersetzen sollte gehen aber der C von Basis auf Masse bleibt trotzdem drinn!
- Erstmal alle C´s rauslöten und zwar die: 47pF 2x 150pF 220pF im Oszillator
- 220pF nun zwischen E und C
- 47pF am Oszillator Transistor auf Emmiter und mit dem anderen Beinchen auf Basis vom Buffer
- am Buffer von Basis auf Masse 150pF
- Übrig gebliebenen 150pF dahin wo die Varicap ist, und der 47pF war*
- Zu den Emmiterwiderständen jeweils einen 1-10nF parallel

- Wenn die Schaltung so weit funktioniert PI Filter vor die Antenne. PI Filter = [HF OUT] 1nF - 1nF auf masse, dort wo sich die 1nF´s treffen eine weiter 220µH (wenn F >1,1Mhz) die auf einen 5-90pF geht, dessen "anderer" Anschluss auf Masse geht. Dort wo sich C und L treffen is deine 1-2m Drahtantenne
- mit dem 220pF experimentieren, Schaltung erst ohne Endstufe testen bis die mod. passt.

Keine Garantie, das die Schaltung dann geht, aber die Vorschläge "bringen sie in die richtige Richtung". Am FET weis ich auch net, gefühlt stimmen da noch die Arbeitspunkte nicht, ich meine, bei meinen Schaltungen hatte ich immer ein Gate auf + gelegt aber mhh...

Ob der Buffer "gut" arbeitet kannst du ganz leicht testen, in dem du dessen Ausgang "kurzschliesst" (1nF vom Ausgang auf Masse "hin halten") wenn sich die Frequenz dann nicht mekrlich ändert gut, wenn sie sich "ein bisschen" ändert (vllt 2-maximal 4) Khz "noch ok" wenn sie aber regelrecht Springt ... oops


*Bei Varicap Abstimmung reisst ab einer gewissen "Koppelstärke" meiner Erfahrung nach gern die Schwingung ab, nimm einfach einen Trimm C parallel zur Spule, der is besser - is eh einer auf´m Foto

von Elektronikbastler - am 19.02.2016 10:11
@Elektronikbastler

Puhhh, also wie es aussieht muss ich wohl noch ein bisschen testen und tüfteln. Vielen Dank für deine "Neugestaltung" der Schaltungsanordnung. Kannst du mir von deinem neuen Schaltungsdesign evtl. einen Schaltplan auf Papier bringen, einscannen und hier hochladen? Das wär toll, dann kann ich auch nachvollziehen was du geschrieben hast.

Das mit dem Varicap habe ich nur mal testweise auf dem Steckbrett aufgebaut, da ich mal testen wollte, wie weit sich die Frequenz schieben lässt. Hatte auch mal LED's, Dioden etc getestet. Für die Funktion der Schaltung war es einfach garnicht wichtig, da man hier ja nur eine Frequenz braucht, die fest sein kann. Deshalb habe ich den Varicap beim auflöten weggelassen. Habe stattdessen einen Trimmer eingesetzt ... Warum weis ich jetzt eigentlich auch nicht mehr :-)

Der FET BF966 ist ein prima Teil, was das mischen von NF und HF angeht. Auf meinem Steckbrett hat alles 1A gefunzt. Für eine AM Modulation sollte ja die NF größer sein, als das HF Signal. Das Gate sollte man am FET fast immer einen Widerstand auf Masse legen, damit der FET den Zustand einwandfrei erkennen kann. Für meine Schaltung habe ich entsprechend 270k benutzt. Mit dem Poti am Source kann man den Arbeitspunkt richtig einstellen. Auf die Frage, warum ich überall einen Poti eingbaut/aufgesteckt hatte: Diese dienten dazu das Sinussignal pro Stufe entsprechend anzupassen, sodass ein einwandfreier Sinus für das Vorhaben zur Verfügung stand. Deshalb wollte ich diese Potis auch in die Schaltung übernehmen. Die Potis können auch flexible Werte annehmen, die es in der Widerstands Normreihe so nicht gibt.

Ich habe übrigens von dieser Website den sogenannten "500 mw Sender" erfolgreich nachgebaut und einen 1W Verstärker hinten drangehangen. Ich war begeistert und habe gedacht, so schwer kann es ja wohl nicht sein, eigene Sender aufzubauen, da es im WWW einige Berechnungstools gibt, mit denen man alles berechnen kann. Wie es aussieht habe ich wohl falsch gedacht. Die Leute die beruflich einen Sender entwickeln/aufbauen müssen haben meinen absoluten Respekt.Habe auch schon überlegt, über ein DDS Modul (AD9850) die gewünschte Frequenz erzeugen zu lassen, als Ersatz für einen freischwingenden Oszillator. Hatte ich schon getestet, ging alles ohne Probleme. Man musste sich eben nur mit der Ansteuerung auseinander setzen.

@Sachsenbastler

Zu deiner Frage wie ich die Bilder hochgeladen bekommen habe: Ich habe per Digicam ein Foto gemacht, das Bild danach mit Grafikprogramm verkleinert, da ein unbearbeitetes Digicam Bild eventuell die Bildschirmauflösung sprengen könnte. Meiner Bilder haben eine Größe von 1200 x 900 px. Danach habe ich Sie auf meinem Webhost hochgeladen. Ich wollte es ursprünglich auf den Bilderhost von dieser Website hochladen, leider kommt da folgende Fehlermeldung:

DB Error: Could not connect to the database server (localhost, web3)

Das sollte sich auch mal der Websitebetreiber anschauen.

von astihome - am 19.02.2016 13:04
Zunächnst schön, dass endlich mal wieder über Technik diskutiert wird :-).

Aus dem technischen halte ich mich jetzt erst mal raus, denn alles was ich schreiben wollte wurde sinngemäß schon von anderen geschrieben.

Nur ein mal zu:
Zitat

DB Error: Could not connect to the database server (localhost, web3)

Das sollte sich auch mal der Websitebetreiber anschauen.


Wenn man als registrierter User postet, ist es viel einfacher. Es gibt dann die Möglichkeit, Bilder direkt aus dem Forum (in dem Feld wo man den Beitrag schreibt gibt es ein Feld, wo man die Datei zum Hochladen auswählen kann), die erscheinen dann automatisch im Beitrag.
Das ist viel besser als mit externern Uploadseiten zu arbeiten und auch besser als der Bilder-Upload für das Forum.
Diese Funktion soll bitte auch vorrangig genutzt werden, da die Bilder nämlich dadurch dauerhaft erhalten bleiben und nicht irgendwann einfach verschwinden, wie auf den Upload-Seiten.

von Power-FM ne - am 19.02.2016 16:10
@Power-FM ne

Wegen dem Bilderupload: Am Texteingabefeld gibts nur den Button "Bild einfügen", dort kann man eine Link zum Bild eintragen, mehr nicht. Wo soll denn da ein Button zum Dateiupload sein ??? Ich hab jedenfalls keinen gefunden.

@kettenraucher

Wie die Reichweite von meinem ersten Sender war, kann ich jetzt nicht so genau einschätzen. Auf dem Oszi waren aufjedenfall, bei richtiger Einstellung aller Trimmer so 15 - 20 Vss zu sehen. Ich damit auf jedenfall in mehreren Zimmern der Wohnung die Musik hören ... Der zweite jetzige Testaufbau hatte vielleicht ca. 4 Vss, da war nicht viel mit Reichweite. Die erste Version lief mit 5V und in der jetzigen zweiten Version waren es 9V.

@sachsenbastler

Was du gesehen hast ist ein Varicap mit der Bezeichnung BB609, die hab ich mal bei E**y geschossen, weil ich mich am Anfang mit UKW Sender beschäftigt hatte. Man kann natürlich als Ersatz auch eine LED probieren.

Mal noch ne Frage an alle: Welche Oszillatorart (Colpitts, Hartley etc.) kann man verwenden, die zu mögichst 100% auf einer Lötplatine tatsächlich und zuverlässig funktioniert. Was sind eure Erfahrungen?

von astihome - am 22.02.2016 11:43
@carkiller08

Okay ... dann war ich zu blind ... Ich bin einfach Buttonveröhnt im WWW ;-)

@all

Kurzes Updates: Nach einigen testen und probieren, kann ich nun folgendes sagen ... Die Transisitoren/FETs BF199 und BF245C sind nun meine besten Freunde um einen vernünftigen Oszillator zu erstellen. Besonders faszniert war ich vom BF245C ... Man brauchte quasi nur eine Spule und einen Kondi in die Nähe des FETs bringen und schon hat er angefangen, vor Freude zu hüpfen ;-))) Ich hab mich auch noch ma mit den BC547 Typen beschäftigt. Diese Transis sind ja im Prinzip nur für den NF-Bereich gedacht. Damit einen Oszillator aufzubauen, hängt aus meiner Sicht, von der Frequenz ab (möglichst niedrig) und man braucht ,so glaube ich, auch ein bisschen Glück. Meine "besten Freunde" sind speziell für den HF-Bereich. Wobei mir der BF245C etwas zu teuer erscheint (ca. 0.90 - 1.50 Euro/pro Stück) ... *grübel*. Aber was solls, ein ordentliches Ergebnis, braucht auch ordentliche Bauteile *g*.

von astihome - am 23.02.2016 15:56
Hallo,

ich möchte mich mal ein bisschen über das Thema auslassen - da ich mich wirklich nicht kontunirlich (versteht sich) aber mehr oder weniger einige JAHRE mit dem Bau vergleichbarer Sender auseinandergesetzt habe.

Du hast natürlich wenn du mit solchen Sendern anfängst immer die üblichen Probleme. Im Oszillator ist FM - warum ist da FM, ich habe doch einen Buffer... Die Frequenz wandert weg... Du baust noch einen Buffer dahinter, und hast immernoch FM, jetzt hast du keine FM mehr, aber sobald du eine Antenne ansteckst wieder FM - dann schaffst du auch das, rauszumachen nachdem du mittlerweile 4 Buffer drinnen hast, jetzt kommt der PI Filter, du passt die Antenne an, und schon wieder FM - es ist zum mäuse melken... Diese Fehler, mit denen habe ich mich Jahrelang herumgeschlagen, aber ich habe sie "alle" besiegt. Wie bereits vor einer Weile gesagt, kann ich mittlerweile 1 Transistor Sender bauen, die saubere AM machen, und kaum kommt ein 2. Transistor hinzu, ist auch etwas Leistung dahinter - es geht nur um das "wie" (möchte hiermit unterstreichen das ich mich sehr lange und intensiv mit der Thematik beschäftigt habe).

Was mir bei deinen Schaltungen sehr auffällt ist das da alles irgendwie "lari fari" ist (sorry, besser weis ichs nicht zu beschreiben). Der Dual Gate FET hat einen 10k im Drain, wird aber Eingangsseitig von einem Buffer angesteuert, der viel Niederohmiger ausgelegt ist, und je nachdem viel mehr Leistung liefert. Du übersteuerst quasi den FET schon am Eingang - klar, irgendwie geht's dank der vielen Potis aber halt nicht optimal. Der Oszillator ist generell sehr hochohmig ausgelegt, und da liegt das Problem. Wenn du die Auskoppel C´s so groß machst, gibt das natürlich extreme Rückwirkungen auf den Oszillator, aber wenn du die Oszillator C´s so groß machst - kombiniert mit 220µH - sinkt die Frequenz zwischen Lang und Mittelwelle bis du einen Kompromiss gefunden hast. Was wäre eine Lösung? Genau, das ganze extrem Lose (ich rede von 2,2pF bis 10pF aber 10pF könnten hier schon wieder zu viel sein) auszukoppeln aber dann "verstrickst" du dich in zahllose Buffer, die am Schluss nur selber schwingen. Mein Tipp, verkleiner die Spule um einiges, und vergrößere die Kondenstaoren um einiges. Wenn der Oszillator von sich aus schon viel Leistung in "niederohmige" C´s Pumpen muss, dann interessiert ihn die Belastung, die über den Buffer zurückkomt recht wenig.

Weiterhin solltest du vom dual gate FET wegkommen - ja, klar, es geht super usw usv brauchen wir nicht diskutieren, aber letztentlich musst du dann dafür sorgen, das das Signal wieder verstärkt wird, und das geht entweder nur mit sehr aufwendigen AB Verstärkern (im sinne von du musst selber übertrager wickeln, ich kenn da ´nen Plan und hab auch so einen Verstärker hier der mit mehreren parallel geschaltenen BC557/547 0,5W schafft) oder durch einfache klasse A Stufen, die bei sagen wir 50mW Leistung dann vermutlich 500mW Verheizen (2N2219 o.ä.). Warum baust du nicht einfach einen Oszillator, Buffer - und eine Endstufe mit Kollektorstrommodulation. Nurnoch ein Modulator dazu (kann ein LM386 sein, wie in div. "USA Sendern" oder ein einfacher Transistor) und fertig - schon hast du, wenn du´s richtig baust, einen Sender mit 50...150mW (je nach Auslegung der Teile). Das das geht, nun, ich hab´s erfolgreich gebaut, mit sauberer AM - und auch ein bekannter Sender eines bekannten Bausatz Herstellers funktioniert im Prinzip so (1 Transistor Oszillator, 1 Buffer 1 Endstufe... und 1 Modulator T versteht sich) - soll aber nicht heisen, das ich den Plan abgeschaut habe, wenn du mal "Kapierst" worum´s geht ists eigendlich ganz einfach...

Wie gesagt, mach den Oszillator niederohmig, scheue dich nicht vor werten aller 820pF parallel zum emmiter R und co, und koppel die Spule "schwächer" (weniger pF) an - natürlich - wirst du eine kleinre brauchen als 220µH aber ich nenne hier absichtlich keine konkreten Pläne, da du ja basteln willst - sonst hättest du schon einen der schier unzähligen Pläne, die man sich "ersuchmaschinen" kann nachgebaut...

BC547 und co - mit solchen Transistoren habe ich schon Oszillatoren aufgebaut, die um die 230Mhz schwangen - ja sogar noch heftiger, mit einem 2N3904, der eine Ft von ich glaube es waren 300Mhz hat (is eigendlich wie BC547) habe ich eine Schaltung nachgebaut (ich bekam den Plan von jemandem) wo dieser Transistor auf 433Mhz schwingt, im 70cm Band, und ja, ich war skeptisch, und hab´s geprüft - es ist die Grundwelle. Der Sender ist total gut, hat vermutlich so 30mW, ist recht Frequenzstabiel - also die 1Mhz oder lass es 27Mhz von CB Funk sein stellt für diese Transistoren kein Problem da, natürlich gehen FETs wie der nicht mehr produzierte BF245 auch, aber es ist doch ein bisschen Materialverschwendung einen FET für so eine einfache Aufgabe zu verwenden.

Achja, genau, in besagtem USA Sender (wie in vielen, einfacheren Bausätzen, die ich testen konnte) werden übrigens BC547 verwendet - also nicht die, aber ihr "Verwanter" 2N3904, und diese Sender waren auch über´s ganze MW Band durchstimmbar, und haben gute AM Modulation, bei ca 80-90mW Sendeleistung (es sind ja nur gleich oder kleiner 100mW erlaubt).

@ Reichweite von solchen Konstruktionen...

Das absolut wichtigste ist die Antennenanpassung bei solchen Schaltungen. Der "Eine Sender" hat beispielsweise - glaube ich - einen 50Ohm Ausgang. Dort geht die Endstufe auf einen Standard Oberwellenfilter. Steckt man hier 1m draht an, hat man eine Reichweite von... ... 50cm (!). Obwohl der Sender gute 80-90mW HF liefert. Passt man die Antenne aber an (das wird in der super gut geschriebenen Anleitung auch beschrieben, das man das machen kann) steigt die Reichweite auf einmal auf bis zu 100m (in der Praxis bei einer 2m Antenne) an. Selbst mit wenigen Miliwatt - und einer gut angepassten Antenne - ist im Normalfall das eigene Zimmer sehr gut versorgt. Ich rede jetzt von einer 1m langen Antenne, die auf Resonanz gebracht ist, und der Sender auch irgendeine Art von Gegengewicht sieht (sei es die "Erdung" durch einen angeschlossenen PC als Audioquelle, oder eine andere Kontaktmöglichkeit zu PE / Erdung - wobei PE gerne "verbrummt" ist).

Am besten sendet man induktiv, das ist ja "theoretisch" (schaut bei bnetza Seite nach VFG 1/2010) sogar erlaubt, solange man´s nicht übertreibt. Hab´ hier auch ´ne dual gate FET Schaltung - irgendwas Richtung Meissner Oszillator mit GATE Modulation. Die Schwingspule ist auf einer Ferritantenne gewickelt - mit der Konstruktion bekomme ich trotz geringer Stromaufnahme aufgrund der Größe der Ferritantenne (10 oder 16cm lang) ein brauchbares Signal auf ca. 2,50m weit gesendet. Allerdings nur in Radios mit Ferritantenne - Radios, die über eine Teleskopantenne verfügen (äähm ich meine "Kommunikationsempfänger") empfangen das nur in unmittelbarer Platinennähe, klar, hier geht ja auch eher das H, als das E Feld "on air".

Also, solche Sender wie du sie vorhast sind durchaus baubar, "beiss dich durch" - mach den Oszillator niederohmiger, probier verschiedene Buffer (bsp. Kollektorschaltung) und achte auf HF gerechten Aufbau (Lochrasterplatine wird dann grenzwertig, wenn eine per PI Filter angepasste Antenne ins spiel kommt)

Übrigens, eine Information am Rande...

Mittlerweile erlaubt die Bundesnetzagentur "Privatleuten" Sendelizenzen,

in der Vergangenheit muss es wohl schon eine Lizenz für ´ne Privatstation mit < 10W (wegen Standordbescheinigung) auf Kurzwelle gegeben haben, und vor allem in der letzten Zeit "sprudeln" die Privatsender gerade so aus dem Boden.

1. So gibt es ein Community Radio, das ab und zu Sendet - völlig legal - auf Mittelwelle mit 9,9W (Wg Standordbescheinigung, mich wunderts das da keiner an die PEP Leistung denkt aber was auch immer). Der Sender wurde von Radiofreunden schon in 10km Entfernung empfangen.
2. Ein Radiomuseum hat zur Vorführung alter Geräte die Frequenz 1250Khz erlaubt bekommen, vermutlich mit ein paar mW wie die in den USA üblichen "Heimsender"
3.Vor Kurzem hat ein weiteres Radiomuseum die 801Khz Frequenz vom BR erlaubt bekommen - mit - 1(!) Watt an einer 40m langen Antenne. Testsendungen mit 150mW fanden schon statt, sogar der BR war dort, und machte ein kurzes interview.

Allerdings handelt es sich, wie man hier sieht, bei allen Veranstaltungen um "Gruppen Interessen". Mir ist bis jetzt keine einzige private Sendestation bekannt, die eine Sonderlizenz erhalten hat, es läuft meistens über Vereine oder "Gruppeninteressen". Anstatt, das (diese Sachen werden in div. Foren diskutiert) sich jetzt mal etwas ergibt, und die Leute eine Petition zur generellen Freigabe der Mittelwelle starten (um Interesse bei der BNETZA zu bekunden) sind die Meinungen eher gespalten, leider tendenziell eher negativ (klar, die Röhrenradiosammler wollen sowas unbedingt, aber andere Leute haben da leider andere ansichten) so zumindest meine Erfahrungen...

Ich habe mich wirklich sehr viel, und sehr lange mit dem Baus von kleinen Mittel und Kurzwellensendern beschäftigt, habe daher soviel wissen. Auch hohe Frequenzen (9Mhz + freischwingend) kombiniert mit 30mW sind mit sauberer AM auf´m Steckboard möglich, man muss nur wissen wie... gib also die Hoffnung nicht auf, mit genug Sturheit (ok, die mich Jahre gekostet hat) findest du den "Trick" schon raus.

von Elektronikbastler - am 23.02.2016 18:10
Nur mal kurz was eher allgemeines:
Zitat

Mal noch ne Frage an alle: Welche Oszillatorart (Colpitts, Hartley etc.) kann man verwenden, die zu mögichst 100% auf einer Lötplatine tatsächlich und zuverlässig funktioniert. Was sind eure Erfahrungen?

Die Oszilatorart spielt dabei keine Rolle!
Wenn sie richtig dimensioniert ist und auch "Layoutmäßig" korrekt aufgebaut wird, schwingt jede Oszillatorart auch auf einer Platine.

Es gibt ja auch nicht nur die reine Oszillatorart. Ein Oszillator besteht ja auch aus einer Verstärkerschaltung, die dafür sorgt, dass die Schwingug immer zum richtigen Zeitpunkt wieder "angestoßen" wird (Schwingngsbedingung usw. ;-)).
Auch die kann man auf verschiedenste Art bauen (Basisschaltung, Kollektorschalung, Emitterschaltung - alles ist möglich).

Aus eigener Erfahrung kann ich dir aber sagen, dass folgende Anordnung (ich verwende quasi nur noch diese seit Jahren, weil alle anderen mindestens einen, oftmals viele Nachteile haben) sehr gut funktioniert:

[attachment 342 oszi.GIF]

Also quasi ein Colpitts (oder Clapp, ist vom prinzip her gleich, nur die Spule wird anders angeordnet) in Kollektorschaltung, aber mit Signalabgriff am Kollektor wie bei einer Emitterschaltung.
Richtig dimensioniert werden muss sie natürlich auch noch ;-), aber wenn das der Fall ist, ist das so bezüglich "Pulling", Rauschen, Stabilität, Entkopllung usw. meiner Meinung nach die beste Anordnung für einen Oszillator mit bipolar-Transistoren.

Meiner Ehrfahrung nach schwingen Oszillatoren, bei denen der Verstärker in Kolletorschaltung betrieben wird, am zuverlässigsten an.

von Power-FM - am 23.02.2016 18:34
@Power-FM

Erstmal ganz ganz vielen Dank für deine ausführliche Hilfestellung. Ich habe mich schon mit verschiedenen Konfigurationen auseinander gesetzt ... Werde aber auf jedenfall deine Tipps mal austesten und entsprechend rumprobieren. Zu einer Sache hätte ich aber noch eine Frage:

Zitat

Mein Tipp, verkleiner die Spule um einiges, und vergrößere die Kondenstaoren um einiges. Wenn der Oszillator von sich aus schon viel Leistung in "niederohmige" C´s Pumpen muss, dann interessiert ihn die Belastung, die über den Buffer zurückkomt recht wenig.


Was meinst du mit Spule verkleinern? Nehmen wir mal 220µH (am Oszillator) als Mittelpunkt ... Soll ich da in Richtung 10, 4.7, 1 µF oder 470µH, 820µH, 1mH gehen? Zu deinem Schaltbild kann ich sagen, das diese Konfig auch von mir persönlich bei allen Oszillatoren angewendet wird. Ein stabiler Arbeitspunkt ist aus meiner Sicht eben sehr wertvoll.

von astihome - am 24.02.2016 11:09
Du hast eigentlich alles gesagt @Elektronikbastler. Sehr ausführlich beschrieben! Du hast vollkommen recht mit dem was Du sagst. Du hast ja selbst auch bei mir gesehen, dass man mit insgesamt nur 3 stinknormalen BC547C knapp 100 Meter auf Mittelwelle senden kann mit der von Dir / Eflose entwickelten Schaltung und der von mir hinzugefügten Verstärkerstufe mit den beiden BC547C. Der Sender hatte ja anfangs so gut wie keine Leistung (ok, war bewusst so gewählt). Ich habe dann überlegt was man tun könnte um die Reichweite etwas zu vergrössern!

Auf der einen Seite wollte ich einen Sender, der 2 Zimmer versorgen kann und 30 Meter weit reicht! Gleichzeitig sollte der Sender aber auch sehr einfach aufzubauen sein und das mit möglichst billigen Standard-Bauteilen die jeder einfach besorgen kann und das auch noch in 10 Jahren. Ich habe es bewusst unterlassen, Leistungstransistoren einzusetzen. Warum? Ganz einfach, weil ich weiss, dass Herr XY so etwas nicht zuhause in seinem Werkzeugkasten hat. Also habe ich mich für die BC547C als Endstufentransistor entschieden! Ausserdem habe ich noch einige hunderte BC547C, originalverpackt zuhause herumliegen! Also warum diese nicht irgendwie verwenden. Wenn Sie nur im Schrank herumliegen bringt mir das nichts!

Ich habe dann etwas getüftelt. Klar, er macht jetzt etwas FM. Warum das so ist, hast Du ja schon in einem anderen Posting erklärt! Ist auch nicht weiter schlimm! Das hält sich wirklich in Grenzen! Zweites Problem! Die Oberwellen von dem Sender: Natürlich haut der Sender Oberwellen raus! Warum wohl? Ganz einfach: Weil da nicht wirklich viel gefiltert wird in der Schaltung! Ausserdem betreibe ich den BC547C sowieso schon am Limit. Da ist es doch klar, dass am Ende kein sauberes Signal mehr aus der Antenne kommt! Aber das muss so sein, könnte man sonst nicht so eine Leistung aus den BC547C holen!

Ich habe gestern versucht, noch mehr Power aus den beiden BC547C zu holen! Es war mir leider nicht möglich! Evtl. könnte ich noch den Kollektorwiderstand von 470 ohm auf 300 ohm verkleinern! Das werde ich die Tage einmal versuchen! Aber ich glaube nicht, dass da noch was herauszuholen ist! Wenn dann wirklich nur noch so! Oder vielleicht kann ich noch die Antenne genauer anpassen! Aber mit dem 2,50 langen Draht komme ich quasi fast genau so weit wie mit einem 7 oder mit eineem 30 Meter langen Draht!

Ich würde sogar sagen, dass der Sender von EFLOSE / Stefan0719 mit der dazugehörigen Treiberstufe sogar der beste MW-Sender-Schaltplan ist, der derzeit wirklich so auf YT Online ist! Warum behaupte ich das? Ganz einfach deshalb, weil dieser Sender wirklich sehr einfach von jedermann mit etwas handwerklichem Geschick / technischem Verständnis aufzubauen ist und der Sender auf der anderen Seite eine gute Reichweite hat! Das passt einfach! Auch sind die Bauteile super billig. Das Gesamtpaket passt hier einfach!

So etwas als Bausatz. Das ist es, was die Leute haben wollen! Vielleicht bringt Ihn ja Kanalbusdriver auf den Markt! Mich würds freuen! Ich habe den Sender inzwischen nochmals neu aufgebaut, die Platine ist inzwischen nur noch halb so gross, habe das Ganze in ein Gehäuse gepackt und seitdem läuft das Teil vor sich hin! Klasse Sache!

Was wollte ich mit diesem Posting sagen! Es muss nicht gleich FET sein! Sehe ich genau so wie Elektronikbastler! Ein mehrstöckiges EFH versorge ich auch mit ein paar stinknormalen BC547C. Viel Volt drauf, z.B. ein 22 Volt Laptop-Netzteil sorgen hier für wahre Wunder was die Reichweite angeht!

Die hohe Stromstärke sorgt hier ganz klar für Reichweite! Denn von nichts kommt nichts!

von kettenraucher - am 24.02.2016 13:47
Ich habe einmal bei e.... mal nachgegrast bei Koffer und Transistorgeräten, speziell auch aus der DDR.
Ich weiss noch, was ich früher für einen Stern 111 und auch kleine Taschenradios bezahlt habe.

Alle diese Geräte besitzen nur M-K-L . Mit dem Wegfall der Mittelwelle in Deutschland haben alle diese Radios (auch wenn sie noch funktionieren) ganz deutlich an Wert eingebüsst.
Das bertrifft auch das Taschenradio Sternchen. Man kann sie fast für,n Appel u. ein Ei ersteigern.

Schade, die Leidtragenden sind die Sammler.
Andererseits resultiert hieraus das deutlich zunehmende Interesse an eigenen AM- Sendern. Wobei ich sagen muss, wenn der Oszillator 1m neben dem Empfänger stehen muss, ist die Sache bzw. der Bau eines solchen Objektes für mich uninteressant.
Die Antenne sollte möglichst klein u. unauffällig sein, die Reichweite etwa 100m , mit der Option die Leistung stufenlos herunteregeln zu können.
Frage: brauchen die MW- sender in jedem Fall die hohe Betriebsspannung von 25- 30V oder ginge das irgendwie auch mit 12V ( einschliesslich Modulator natürlich )

Das wären meine Gedanken dazu.

von sachsenbastler - am 25.02.2016 16:48
Hallo,

wegen Spule vergrößern oder verkleinern. So konkret kann ich das nicht sagen. Ich müsste es selber testen, bei 2x 820pF (E-B und Emmiter - Masse) und einem Koppel C von sagen wir 180-330pF auf die Spule kannst du diese Gefühlt auf 100µH verkleinern, und solltest irgendwo im Mittelwellenband landen... Es gehört ja mehr dazu. Ich versteh irgendwie nicht, du hast geschrieben, du hast bereits 0,5 und 1W Mittelwellensender gebaut, aber die kleinen Bastellein sind dann so kompliziert? Ist etwas verwirrend.

Ich überleg mir fast, ob ich am kommenden Wochenende ein kleines Senderchen "zusammentüddel" mit 4 Transistoren und so 30-50mW Ausgangsleistung. Mit ´ner 1,50m Drahtantenne reicht das dann auch locker für die eigene Wohnung, vorrausgesetzt diese ist nicht übermäßig groß. Kein Versprechen und ich weis nicht, aber soeine Schaltung ist mit so viel "hab ich soo oft gebaut" keine Kunst mehr. Ansonsten googel´t mal nach "Ramsey AM1C" (hab den Plan dazu 2x gesehen) oder "Vectronics 1290K".

Es gibt auch Videos zu Sendern sehr viele und gute, wie hier im Thema von jemandem schon erwähnt wurde ...

Kettenraucher´s Videos habe ich gesehen. Auch zum MW Sender, auch die lange Antenne und die geringe Reichweite. Wie gesagt, das ist alles Anpassungssache. Man muss sich die Antenne wie einen "Widerstand" vorstellen, denn sie ist ja - das kann man so sehen - wie ein Kondensator gegen Masse. So hat dein Sender beispielsweise 470Ohm "Ausgangswiderstand" und somit viel Strom, und wenig Spannung (wegen dem geringen Widerstand). Die Antenne hat jetzt bei 1-2m länge aber vermutlich SEHR viel Widerstand auf Mittelwelle (10 Kilo ohm oder mehr, ich habe keine - Ahnung). Du musst also die Spannung irgendwie "hochtransformieren", denn wie du sicher weist, wenn du an 10k Ohm beispielsweise 100V ansteckst, fliesst "viel" Strom, wenn du aber nur 4V (Beispiel) ansteckst fliesst wenig, auch wenn deine 4V Quelle viel Strom liefern "könnte".

Dafür gibt´s verschiedene Konzepte, von aufwendigen Trafos (Übertragern) bis eben zum gern gebauten PI Filter, der "als solcher" nur aus 3 Bauteilen besteht.

Wenn du so einen Filter zwischen Sender und Antenne schaltest, sorgt er dafür, das die Spannung hoch transformiert wird, und so die Leistung "aus der Endstufe gezogen wird" und auf die Antenne geht, so kann auch mit einer Sendeleistung von wenigen Miliwatt bereits ein Zimmer (3-4m) brauchbar versorgt werden, mit einer 1,50m Antenne und einem "nicht tauben, aber auch nicht superempfindlichen" Radio.

Ein üblicher Filter der beispielsweise für die Oberen Mittelwellenfrequenzen gehen würde (also 1,2-1,4Mhz) könnte ich mir vorstellen wäre folgender

--- Ausgang Sender --- 560pF --- dann 560pF auf Masse, dort wo sich beide 560pF treffen eine Spule mit 330µH --- Am Ausgang der Spule ein Trimmkondensator 5-90pF --- anderer Pol vom Trimmkondensator auf Masse. Dort wo sich Trimm C und Spule treffen eine 1,50-2m Antenne. Wichtig ist, das die Antenne "1,50-2m" lang ist, denn ist sie kürzer oder länger kann´s je nach Frequenz sein, das man nicht auf Resonanz kommt (da müsste man dann Werte abändern dann würds wieder passen). Wichtig is auch, das es je nach Endstufe passieren kann, das die Modulation verzerrt, sobald die Antenne angepasst ist, weil die Antenne "zu viel Leistung zieht" das hatte ich in der Vergangenheit bei manchen, wenigen, Sendern.

Die Bausätze aus den USA sind oft für 12V ausgelegt, 12V reichen schon um auf gut 100mW (oder mehr) zu kommen mit einem einfachen Modulator. Eher bekommst du das Problem, das die hohe Spannung an der kurzen Antenne dir den Trimm C zerstört. Selbst an den 100mW USA Sendern leuchtet eine Phasenprüfer Glimmlampe deutlich auf, wenn man diese an einer 2,20m langen Antenne genau auf Resonanz abgleicht....

Wegen Reichweite... Es kommt immer auf die Antenne an, ich hatte noch net so viel Glück mit Reichweite...

Wirkliche Unterschiede gibt´s nur in "hohen" Zahlen. Ein wirklicher Unterschied ists von 8 nach 100mW aber dann auch erst wieder von 100mW nach 2Watt...

Mit 8mW kann ich den Sender im ganzen Haus empfangen, allerdings, "quer durch´s Haus" schon mit deutlich hörbarem rauschen - bei einer 1,50m Antenne (Die Leistung wurde durch U und I Messung des Endstufenstroms ermittelt)

Mit 100mW habe ich überall im Haus einwandfreien Empfang, man kanns zwar schaffen, das es etwas rauscht, wenn man die Antenne absichtlich schlecht ausrichtet, aber da muss man wirklich schon "suchen" wo´s stört.

Mit 2W und mehr habe ich natürlich überall im Haus einwandfreien Empfang, da es sich ja "fast noch um NF" handelt, sind entsprechende Sendeschaltungen auch schnell gebaut.

Außerhalb des Hauses - Test mit 2,20m Antenne...

8mW in 30m fast komplett weg, "da ist ein Signal" mehr aber auch nicht
100mW in 30m hörbar, mit deutlichem rauschen
250mW in 30m hörbar, immer noch rauschen - hörbar weniger aber
2W und mehr (bis zu 5W?) in 30m fast unverrauscht...

Das Problem bei 2W und mehr ist nur, das die Spannung an meinem Selbergewickeltem Übertrager (keeine Ahnung was für ein Kern T120-2?) So hoch war, das man den Draht schon "Knistern" hörte beim Bass der Musik, und man mit dem Schraubendreher am LUFT Drehko (Folie schlägt durch) einen Lichtbogen "zünden" kann und brennen lassen kann, durch die HF.

Reichweite in 120m

8mW Garnichts
100mW erahnbar
250mW Hörbar, Sprache verständlich, viel rauschen
2W+ Alles gut verständlich Musik wie Sprache - jedoch - deutliches Rauschen.

Besser wird's erst wenn man die Antenne auf 4,40m verlängert (schief im Zimmer aufhängen dann) das bringt gefühlt eine Verdopplung der Signalqualität.

Aber für´s Heim reichen 100mW das man in jedem Zimmer seinen Radio mit Musik versorgen kann. Erlaubt ists dennoch bis jetzt leider nur wenigen (siehe Postings weiter vorne, Sonderlizenzen)

Ja, nochmal ^^ ich hab mich echt sehr viel mit dem "Zeug" beschäftigt.

Richtig "ab gehen" tuts aber dann auf Kurzwelle, da reichen 5W an einer 15m Antenne @ 2m höhe für´n paar hundert km Reichweite. "Aaangeblich" (hab Beweis aufnahme gehört) hörte mich neulich sogar wer @ >10 500km nach Niederlande gehen mit 5-10W etwas überm 40m Band aber 4000km...

Wie auch immer, versucht doch mal Kurzwelle :-) 30mW an einer 1,50m langen Antenne reichen "dann" echt für 100-200m brauchbar... Das wollte ich sagen.

von Elektronikbastler - am 25.02.2016 18:55
Hallo,

deine Schaltung geht deswegen nicht auf 500mW weil du das Signal "nach" dem Sender verstärkst, da gehen schon 0,5W - aber die Verstärkerschaltung, die du bräuchtest, wäre viel aufwendiger. Wenn du im Bereich 2-10mW bist (trotz 22V) dürfte das hinkommen wegen dem notwendigen Gain und der Linearität + sehr einfache Schaltung. Der Sender macht auch FM, weil er für "sowas" einfach nicht ausgelegt ist.

Wie auch immer,

da ich Heute Zeit gehabt habe, für sowas, habe ich meinen Worten Taten folgen lassen. Anbei ist ein einfacher 4-Transistor Mittelwellensender. Die Sendereichweite habe ich nicht getestet, Pegelmässig dürfte er aber im ganzen Haus hergehen.

Bilder sagen mehr als 1000 Worte.





Die Schaltung ist einfach gesagt echt so "hingerotzt". Ich habe mich viele Jahre meines Lebens so viel mit diesem Kram beschäftigt, das der Sender eigendlich schon beim einschalten, und ersten Aufbau mehr oder weniger Funktionierte. Der Oszillator zickte noch etwas rum, einen Widerstand getauscht - ging.

Ich geb gern zu, das ich nicht weis, ob das wer nachbaut, und gelernt habe, mir da wenig Hoffnungen zu machen, daher habe ich die Schaltung so gebaut, wie sie ist. Sie funktioniert gut, kann in der Praxis verwendet werden, aber sie ist auch sicher nicht das "gelbe vom Ei". Ich meine, man könnte mehr Leistung rausholen. Der Sender brauch laut meinem Labor NT bei 9V weniger als 20mA (10-20mA scheinbar) der 1000µF Elko soll brummen von billigen Steck NT´s wegfiltern und im Batteriebetrieb "unterstützen" Der 10nF 500V Kerko hat deswegen 500V weil bei Schaltnetzteilen fiesse "Spannungen" zwischen Erdung und Quelle entstehen können, eigendlich müsste man parallel zu diesem C noch einen 1Mega Ohm schalten, falls er sich mit DC auflädt, das er sich wieder entlädt...

Wie gesagt, der sender Funktioniert, in der Praxis (vergessen Einzuzeichnen) misst man die Spannung die an T3 zwischen E und C abfällt. Die Antenne wird so abgeglichen, das die Spannung am höchsten ist (weil die Endstufe dann mehr strom zieht). Der Sender geht von was weis ich, mit einem 70pF Trimmer vielleicht 1150 bis 1450Khz, mit dem 5-90pF trimmer kann ich eine 1,50m Antenne gut anpassen sowohl auf der niedrigesten F als auch auf der höchsten.

Auf jeden Fall ein Sender der für die Wohnungsversorgung ausreicht, wenn die Radios nicht superunempfindlich sind.

Obwohl die Schaltung auf´m Steckboard aufgebaut ist, funktioniert sie gut. Ich habe zwar teilweise auf "hf gerechten" Aufbau geachtet, aber habs jetzt auch net übergenau genommen. Ein Nachbau auf gelöteter Platine sollte also ok sein. Man muss halt keine zusätzlichen, langen Leitungen irgendwo einbauen dann passts schon. Die 100nF von jeder Stufe gg Masse (im Plan wie "Erdung" Symbol) sorgen dafür, das es auch auf Steckboards gut geht, wenn man einen rauszieht, merkt man aber keinen elementaren Unterschied...

Der Buffer funktioniert recht gut. Wenn ich den Ausgang mi 220nF direkt kurzschliesse (auf Masse) verstellt sich die Frequenz zwar hörbar (wegen Steckboard) aber es bleibt im Rahmen, und ist weit davon entfernt, störend zu wirken...

Hier noch ein paar Tonaufnahmen vom Sender

Aufnahme 1 wurde @Kettenraucher in ca 2,50m entfernung von der Antenne aufgenommen. Die Antenne war dabei gerademal 50cm lang - am Sender (nicht wie in deinem Video ettliche Meter lang - Anpassung bringts halt ...) in Aufnahme 1 Drehe ich über den Sender "drüber". Geübte Ohren hören gleich, das wir saubere AM haben (auch am Ende der Aufnahme wo ich die Grundwelle einstelle)

http://www80.zippyshare.com/v/sDFrDprl/file.html

Hier habe ich nochmal schnell einen Oszillator zusammengetüftelt, und ihn, wie wir in Bayern sagen würden so "hoibscharrad" ausgelegt. Ich habe schon dafür gesorgt, das der FM Anteil nicht zu groß ist, habe ihn aber absichtlich so gebaut, das er immernoch "zu viel" für einen brauchbaren gebrauch hat - an FM. So würde es sich anhören, wenn die Antenne auf den Oszillator rückwirkt, oder aus sonstigen Gründen FM entsteht.

In der folgenden Aufnahme ist das "für das erfahrene Ohr" sehr deutlich zu hören. Ich drehe "über" den Sender, anfangs geht dieser sehr gut und klar her - das liegt an der Flankendemodulation - doch wenn ich die Grundwelle einstelle, verschwindet die Modulation fast (wie gesagt, ich habe ihn so ausgelegt, das er nur "störend" viel FM hat, und nicht "fast nur FM") und erscheint dann wieder, wenn ich an der Grundwelle "vorbeidrehe". Danach folgen noch 2 Aufnahmen, also in dieser Aufnahme. Einmal der Grundwelle "zuhören" und einmal der "Neben der Grundwelle" zuhören.

http://www80.zippyshare.com/v/7FEQQRu7/file.html

Ihr könnt ja mal schauen, was ihr mit den Infos anstellt :)

von Elektronikbastler - am 27.02.2016 14:44
@Elektronikbastler: Super, vielen vielen Dank für diese tolle Schaltung. Ich werde sie nachbauen. Mir ging es gestern körperlich plötzlich so schlecht. Ich habe von einer Supermarktkette mir Donuts gekauft. Ca. 30 Minuten nach dem Verzehr bekam ich plötzlich einen kompletten Kreislaufzusammenbruch. Ich fing dann an, zu erbrechen, die ganze Nacht hindurch. Ich dachte, meine letzte Stunde hat geschlagen. Ich habe daraufhin, eben weil es so massiv war, mich dazu entschieden, die Polizei zu informieren. Der Beamte am Telefon sagte, dass man im Labor des Robert Koch Institutes, sorry, dass ich das hier schreibe , das von mir erbrochene untersuchen lassen könnte, da der Verdacht auf eine Vergiftung vorliegt. Ich muss am Montag wieder anrufen. In Hamburg sei in solchen Fällen ein bestimmtes Dezernat für solche Fälle zuständig. Mir geht es aktuell immer noch schlecht, aber schon wieder etwas besser, aber mit basteln geht noch nichts. Dafür bin ich körperlich noch zu schlecht beinander. Aber über den Berg bin ich. Unser Körper ist eine Bio-Maschine.

Bezüglich antennenanpassung habe ich das so gelernt bei Mittelwelle: 20 mA Lämpchen oder LED nehmen. Den einen Pol des Lämpchens an den Antennenausgang anklemmen. Das andere Ende der 2,50 langen Antenne ebenfalls an den anderen Pol des Lämpchens. bzw. LED klemmen. Dann am Poti die Antenne so abgleichen, dass das Lämpchen bzw. Die LED sehr hell leuchtet. O.k. Aber mein Sender hat keinen Poti zum abgleichen. Trotzdem leuchtet die LED super hell.

Wie dem auch sei. Ich muss wieder schlafen gehen. Mir geht es noch nicht so gut. Bis die Tage dann.

von kettenraucher - am 28.02.2016 00:44
@ kettenraucher

Gute Besserung wünsch ich Dir !- Sowas dürfte eigentlich nicht passieren ! Da kann man eine Anzeige gegen den Hersteller machen.

Ich hab sowas ähnliches erlebt, aber durch eigene Dummheit.
Mit fast nüchternem Magen habe ich mal 4 Tassen Dallmayer Prodomo classic getrunken. Mir wurde schwindlig und dann hab ich Blutdruck 98 zu 155 gemessen. Das Zeug ist der letzte Dreck.
Vor kurzem war ja auch eine Rückrufaktion für irgendwelche Schokoladenteile mit Plastikartikeln !

Basteln an AM/MW Sendern mache ich nicht mehr, strengt mich ziemlich an. Sehe jetzt schlechter, hören nimmt auch ab. Ausserdem wird das Wetter besser und bald ruft der Garten.

Irgendwann kommen auch ein paar Bilder von mir, allerdings zu UKW.

von sachsenbastler - am 28.02.2016 10:04
Moin Elektronikbastler! Ja, das ist echt eine heftige Sache gewesen! Das Ganze ging jetzt so aus, dass ich das erbrochene zur Polizei gebracht habe (ich hatte zum Glück die Idee, etwas von dem erbrochenen in einen Behälter "abzufüllen". Es war ja Freitag Abend, als mir das passiert ist! Ich lag zwei Tage danach nur noch im Bett, mein Mund war trocken, vermutlich war ich schon komplett dehydriert. Vielleicht war es auch eine weitere Vergiftungserscheinung. Sonntag Abend ging es mir dann langsam wieder etwas besser. Heute geht es mir schon wieder ziemlich gut. Ich habe etwas von dem erbrochenen inzwischen bei der Polizei abgegeben! Ich habe dem Beamten kurz geschildert was passiert ist und der meinte dann zu mir, komm gibs her :rp:. Der Polizist sagten mir dann, dass sie sich darum kümmern. Er machte sich noch ein paar Notizen, z.B. wann und wo die Donuts gekauft wurden und meinte dann, ob ich noch eine Telefonnnummer für weitere Rückfragen oder Kontaktmöglichkeit habe. Die Nummer habe ich ihm dann gegeben! Ich habe den Polizisten dann gefragt was jetzt passiert dann sagte er mir. Wir bringen das jetzt ins Labor. Ich glaube, es wird ins Robert Koch Institut gebracht. Aber ich bin mir da nicht sicher! Aber ich weiss, dass Sie es ins Labor bringen! Das wird angeblich jetzt untersucht. Ich werde Dir / Euch hier weiter berichten, sobald ein Ergebnis vorliegt! Ich bin schon sehr gespannt, was da rauskommt. Aber, so schlecht, wie es mir nach diesen Donats ging, erahne ich da nichts Gutes.

Bezüglich BC547C Transistoren. Das dachte ich mir auch. Diese A, B, C - Bezeichnungen hinter der Zahl sind ja wohl nur unterschiedlich in der Leistung glaube ich mal gelesen zu haben und sonst ziemlich identisch! Ich glaube sogar, die BC547C sind die leistungsstärksten Transistoren dieser Art. Die 2n222A rechne ich da nicht mit! Könnte man den eigentlich noch als Endstufentransistor verwenden, z.B. auch bei meinem Sender? Was meinst Du / Ihr?

von kettenraucher - am 29.02.2016 16:14
@sachsenbastler: Danke Dir! Mir geht es heute, erstaunlicherweise, schon wieder ziemlich gut! Das bedeutet aber auch, dass es sich da um eine Lebensmittelvergiftung gehandelt haben muss und nicht um eine Grippe. Ich will aber das Ergebnis vom Labor / Polizei abwarten und jetzt nicht wild spekulieren.

Kaffee trinke ich nur noch gelegentlich! Das ist zwar manchmal gut, um sich wach zu halten aber sicherlich auch auf Dauer ungesund.

2 Monate dauert es sicherlich noch bis der Frühling richtig durchkommt. Da schaffe ich aufjedenfall noch den Sender von Elektronikbastler! Das habe ich mir vorgenommen! Ein paar Widerstände fehlen mir noch. Da muss ich schauen ob ich die in Reihe nehme oder ob ich mir passende Werte besorge.

Aber das sind kleinere Probleme!

Auf die Bilder von Deinem UKW-Sender bin ich gespannt @Sachsenbastler!

von kettenraucher - am 29.02.2016 16:29
@Elektronikbastler! Hab Deinen Sender nachgebaut! Statt den beiden 820pF Kondensatoren habe ich 2x 1nF genommen! Und statt dem einen Drehkondensator 0-70pF habe ich nen festen Kondensatorwert gewählt! Aber der Sender funktioniert nicht richtig! Nur bei vollster Modulation strahlt er ein bisschen ins Mittelwellenband! Er funktioniert einfach nicht! Wo liegt das Problem? Für die Antennenanpassung habe ich einen Dreh / Trimmkondensator verwendet! Aber auch ohne Antenenanpassung, direkt am Transistor die Antenne abgegriffen. Er schwingt nicht wirklich richtig an! Dafür stört er aber ins UKW-Band und auch auf allen anderen Bändern! Der Klang klingt total verzerrt! Im Grunde funktioniert er gar nicht! Und ich finde den Fehler nicht! Ich bin sogar der Meinung und würde sagen, der geht gar nicht! Habe den Sender auf ne CU-Platine gebaut! Und nun?

von kettenraucher - am 04.03.2016 13:15
Ich bilde mir ein, dass der Wert aller Kondensatoren zusammen im Schwingkreis hier irgendwo zwischen 0 und 70 pF liegen dürfte!

Ursprünglich lag ich nämlich bei 58 pF!

Der erste Kondensator hat 25, der zweite auch 25 und der dritte 8

also 58 pF.

Ich habe dann angefangen, weitere Kondensatoren in den Schwingkreis einzubauen! Ohne Erfolg!

Auch eine Spule habe ich versucht! Auch das funktionierte nicht!

Das Ding schwingt einfach nicht an, im Gegensatz zu meinem Sender! Der funktioniert wenigstens!

So ein Schrott!

von kettenraucher - am 04.03.2016 18:56
Zitat

Der erste Kondensator hat 25, der zweite auch 25 und der dritte 8

Was sind das für komische Werte (die passen nicht in die übliche E12-Reihe)?
Was mir auch nicht so ganz gefällt sind die langen Anschlussdrähte der parallel geschalteten Kondensatoren und auch noch bei ein paar anderen Bauteilen. Andererseits ist es aber auch "nur" Mittewelle und da dürfte das nichts ausmachen.

Mal den Pufferverstärker abhängen und gucken was dann passiert (also ob dann ein Träger im MW-Bereich zu empfangen ist). Dem Pufferverstärker fehlt der 100nF-Blocker am Kollektor.
Man kann den Wert zwar nicht erkennen aber der Blocker am Kollektor des Oszillatortransistors sieht auch nicht nach 100nF aus.

von Power-FM ne - am 04.03.2016 19:09
Hallo Kettenraucher,

Erstmal freue ich mich sehr, das du dir tatsächlich die Zeit genommen hast, meinen Sender nachzubauen. Auch der Aufbau auf der Platine ist - von den langen Drähten mal abgesehen - sehr gut geworden, genau so sollte man einen Sender aufbauen (klar, es geht noch viel besser, aber du machst das schon gut, mit diesen Kupferplättchen).

Ich kann jetzt nicht sagen, wie sich 1nF´s anstelle von 820pF´s auswirken. Es kann sein, das diese 180pF mehr tatsächlich dafür sorgen, das der Oszillator nicht gescheit schwingt.

Das er aber sonstwas macht, auf verschiedenen Frequenzen stört, wo er nicht hingehört ist aber schon äußerst seltsam.

Ich sehe, du hast diese "doofen" blauen Widerstände verwendet, die, mit den vielen - irritierenden - Farbringen. Bist du dir denn sicher, das die Werte auch stimmen, ich meine, hast du sie nachgemessen? Eventuell ist dir ein Fehler beim Ablesen der Werte passiert, ich verwende nicht umsonst lieber die "guten alten" Kohleschichtwiderstände.

Du kannst auch gerne Experimentieren, Probiere im Oszillator doch mal andere Widerstandswerte aus, zum beispiel 220k von Basis auf + oder nur 100k.

Reduziere den zur Spule parallelgeschaltenen Kondensator mal auf wenige pF, oder lass ihn ganz weg - der Sender müsste dann im oberen MW Band senden. Ich hab die Erfahrung gemacht, das die Schwingung gern mal abreisst, wenn dieser C zu groß wird.

Hast du denn den Kondensator - im Oszillator - zwischen Basis und Emmiter eingebaut?

Generell solltest du einfach deine Werte überprüfen, ein 1nF hat "102" ein 100nF hat "104" usw usv, die 100µH hat "braun-schwarz-braun"...

Der Sender funktioniert ganz sicher, daran gibt es keine Zweifel das werden dir auch andere User bestätigen, da es sich nicht um was "utopisches" sondern eine Grundschaltung handelt.

Du kannst, wie schon vorgeschlagen wurde, den Buffer mal abstecken.

Wenn du Zeit und Muse hast, kannst du ja mal die Kondensatoren auf dem Foto mit einem "Pfeil" malen und hinschreiben, was draufsteht. "25pF" ist kein Normwert, aber geben tut´s den sicher, genauso wie ich schon viele Elkos mit "3µF" "5µF" "8µF" gesehen habe, vermutlich ausgebaut aus einem alten Radio.

Übrigens, du fällst der eflose community positiv auf, und wir überlegen, ob wir dir unverbindlich mal den ein oder anderen Bausatz zukommen lassen würden...

Wir haben aber schlechte Erfahrungen mit Leuten gemacht, so oft Sachen verschenkt, in der Hoffnung, die Leute interessieren sich dafür, aber im krassesten Falle, der leider nicht selten vorkam, wurde das dann zwar "dankend" angenommen - dann aber uninteressiert eingelagert, und nicht weiter beachtet...

Ich möchts nur erwähnt haben.

von Elektronikbastler - am 05.03.2016 09:31
Es ist die Batterie, die leer war:aufreg:.

Ich muss jetzt gleich los, aber jetzt scheint er zu laufen, allerdings nur mit Netzteil! Wenn ich den "Zungentest" an der 9-Volt Block mache, kommt nix! Normalerweise sollte das ja richtig nach Batterie schmecken aber da kommt nichts!! Ich muss also zuerst eine Batterie besorgen! Du weisst, ich mache ja immer nur alles mit Netzteil. Da ist es ja klar, dass ich zuhause keine vollen Batterien habe.

Die war zwar neu aus der Verpackung, aber dennoch schon viele Jahre alt. Vermutlich ist die lange und schlechte Lagerung der Grund, dass die Batterie so viel an Power verlieren konnte! Oder die Batterie taugt nix. Keine Ahnung! Jedenfalls ist die alle. Ich habe mich auch ehrlich gewundert warum der Sender nicht anschwingt. Denn ich habe ja bereits experimentiert gehabt. Aber er wollte nicht richtig anschwingen! Na klar, ohne Saft geht nichts.

Ich habe mir überlegt, einen 1MHz in den anderen Sender einzubauen! Gerade bei digitalen MW-Radios kommt es mir sehr auf Frequenzstabilität an.

Heute Abend werde ich mich weiter mit Deinem Sender beschäftigen @Elektronikbastler.

Aber komme erst mal auf den Fehler! Wir suchen da in der Schaltung nach Fehlern und diskutieren über Kondensatorenwerte und Widerstandswerte, dabei ist die Batterie hinüber.

Bezüglich Widerstandswerte ablesen: Ich mache es immer so, dass ich mir schon lange abgewöhnt habe, die Ringe abzulesen. Meine Augen sind auch gar nicht so gut wie man meinen könnte!

Aber am wenigsten habe ich Lust, die Farbtabelle, Strich für Strich zu vergleichen in der Tabelle! Stattdessen messe ich einfach mit einem Multimeter die Widerstände aus. Das funktionierte bisher immer Bestens. Man sieht dann auch, wie hoch die Toleranzen von manchen Widerständen sind!

Ausmessen von Widerständen finde ich immer noch am Besten.

@PowerFm: Kondensatoren mit diesen Werten gibt es tatsächlich. Natürlich hast Du recht, dass es keine normalen Kondensatoren sind. Aber ich habe sehr viele Kondensatoren zuhause noch rumliegen.

@Elektronikbastler: Am Besten finde ich, wenn Du bei den Standardkondensatoren immer die Werte dazu schreibst, z.B. 104 etc. Eflose macht das gelegentlich so bei seinen Schaltungen! Das erleichtert ungemein.

Ansonsten kann ich diese Seite empfehlen! Eine tolle Tabelle.

Kondensatoren-Tabelle


Bis denn.

von kettenraucher - am 05.03.2016 13:48
Hi,

mit dem C der am Emmiter fehlt meine ich, du hast den Plan Fehler, den ich eigendlich deutlich "korrigiert" hatte mit eingebaut.

Einer der 820pF geht beim BC547 zwischen Basis und Emmiter, und der andere zwischen Emmiter und Masse (also parallel zum Emmiterwiderstand).

Bei deinem Foto sehe ich nur den 100pF (101) vom Emmiter auf den anderen Transistor "gehen" sonst keinen Kondensator nach Masse - wenn ich das leider recht undetalierte Aufbaufoto so anschau, mein ich...

Ich kenne die Werte schon auswendig, zumindest bei Kondensatoren ists keine Kunst, wenn man das "Regelwerk" mal kapiert hat, und bei 1/4W Widerständen kenn ich die meisten auswendig, und bekomme die "anderen" anhand ihres Farbcodes auch "aus´m Kopf raus" aber das kommt einfach davon, wenn man zu viel Lebenszeit in dieses "Zeug" steckt...

Einzig die blauen, Metallfilm, find ich noch ziemlich doof, da die andere codes haben als die Kohleschicht 1/4W.

Irgendwie siehts auf dem Foto auch so aus, als würde der "soll auf Masse" Kontakt der Spule einfach in der Luft schweben??

Den Effekt, den du beobachtet hast, vermutlich schwangen die Stufen, wegen der hohen Verstärkung...

Naja, wenn du willst, tüftel mal ein bisschen rum :)

Wie ich sehe, du hast deine Abonnenten Zahl schon verdoppelt, es wurde Werbung für deinen Kanal gemacht, hat scheinbar wenigstens ein bisschen was gebracht.

von Elektronikbastler - am 05.03.2016 16:38
@PowerFm: Ich wollte Dir da keinesfalls was. Habe mich nur wieder einmal etwas undeutlich ausgedrückt, das ist Alles:rp:

@Elektronikbastler: Danke, das ist ja super nett von Dir, dass Du / Ihr meinen Yt-Kanal bewerbt! Nur ist es allerdings so, dass ich ja gar kein Yt-ber bin.

In der letzten Zeit war es so, dass ich zur Zeit immer weniger zuhause bin und immer viele Stunden im Flugzeug verbringen musste oder irgednwo an Flughäfen, aus welchen Gründen auch immer.

Umso glücklicher bin ich, wenn ich dann auch mal Zeit finde, etwas zu basteln. Da bin ich froh, wenn ich dann mal abschalten kann.

Eigentlich wollte ich nur dieses eine Mittelwellen-Sender-Video erstellen. Ich fand die Schaltung einfach zu gut und zu einfach, sodass ich mir dachte, zusammen mit der kleinen Verstärkerschaltung muss das dokumentiert werden. Der Meinung bin ich übrigens nach wie vor! Ok, klar. Du sagtest ja bereits. Man könnte jetzt noch ein besseres Antennenanpassnetzwerk entwerfen, man könnte noch dies oder auch noch jenes. Aber für so eine kleine Schaltung so eine Reichweite ist schon super.

Der Sender von Dir ist jetzt zwar mit 9 Volt schon viel stärker aber dafür auch viel komplizierter aufzubauen! Beide sind gut. Aber von der Einfachheit im Aufbau ist der 22 Volt Sender klar im Vorteil.

Aber beide sind gut. Ich werde mir jetzt noch einen 1 MHz Quarz besorgen. Okay, die sind schwer zu beschaffen aber es gibt sie.

Ich habe auch so Mittelwellensender schon als Quarzoszillatorbausteine mit 4 Füsschen gesehen!, die quasi schon ein "fertiges" Signal liefern. Die gibts ja auch! Kenne wir ja alle.

Aber ich will den Quarzbaustein mit 2 Füsschen! Damit werde ich den Sender dann auf 1 Mhz stabilisieren! Er läuft zwar schon ziemlich stabil, aber + / - 1 khz ist bei einem Digitalradio auf MW, im Gegensatz zu UKW schon zu viel. Wobei man sich so etwas auf UKW heute auch nicht mehr leistet! UKW ohne PLL ist heute kaum mehr vorstellbar! Bei MW wird es erst interessant, wenn man digitale Mittelwellenempfänger nutzt! Bei den alten Goebbelsempfängern braucht man definitiv keine Frequenzstabilisierung! Der Sender hält sich stabil! Ich habe das getestet.

von kettenraucher - am 05.03.2016 20:46
@Elektronikbastler: Also, ich habe mich gerade vorhin nochmals mit Deinem Sender beschäftigt. Der läuft ja jetzt, wie ein paar Postings weiter oben geschrieben. Ich habe noch ein paar Änderungen vorgenommen! Die Antenne kann ich anpassen! Auch das funktioniert.

Aber wenn ich eine LED an die Antenne halte und die beiden Füsschen der LED mit den Fingern berühre, fängt die LED nicht an zu leuchten! Das heisst, es kommt zu wenig Power aus der Antenne! Selbst bei korrekt angepasster Antenne fängt die LED nicht an zu leuchten.

Wenn Power auf der Antenne ist, und das ist bei Mittelwelle ja das allerwichtigste, eben, dass da viel Saft kommt, müsste doch die LED leuchten.

Bei meinem anderen Sender ist es so, dass eine LED mit wenigen mW bereits glimmt.

Denkst Du, ich habe noch einen Fehler irgendwo in der Schaltung oder ist mit dieser Schaltung Schicht im Schacht?

Einen angenehmen Sonntag wünsche ich Euch @llen!

von kettenraucher - am 06.03.2016 13:45
So Leute! Heute muss ich mal richtig Frust ablassen! Habe bei der Polizei angerufen wegen der Laborprobe bezüglich den Donuts. Da meinte dann am Telefon ein anderer Polizist zu mir: Mit den Donuts wäre alles okay gewesen :rp::rp::rp:. Das fand / finde ich natürlich alles Andere als lecker! Der eigentliche Beamte, bei dem ich die Probe ursprünglich abgegeben hatte, war telefonisch gar nicht mehr zu erreichen, bzw. wollte der vielleicht nicht mit mir sprechen? Wie dem auch sei! Mit den Donuts war ALLES IN ORDNUNG! Alles war in Ordnung. Die waren so lecker! Mhh. Richtig lecker!:hot:

von kettenraucher - am 09.03.2016 18:40
@ Kettenraucher

Tja, so ist das manchmal mit der Polizei ! Die haben auch anderes zu tun-
ich denke nur an die vielen Schutzsuchenden.

Oder Du hast vorher Drogen u. Alkohol konsumiert, dann wird mir auch immer schlecht.

Andere Frage: wenn ich mich hier anmelde, sprich registriere, sehe ich dann Deine privat email ?
Hier im Forum möchte ich mich nicht für immer verewigen.
Da ich das mal erwähnt habe würde ich Dir wenns klappt ein Foto und den Schaltplan zukommen lassen von meinem Super-TX. Er ist sehr primitiv, funktioniert aber bestimmt auf Anhieb sogar auf Lochraster.- ist aber nicht MW ! - Wenn Mutti beim Bäcker ansteht und schaltet ein Taschenradio ein, kann man seine Wünsche noch durchsagen !
:lollol:

von sachsenbastler - am 09.03.2016 19:00
Hallo,

Irgendwie ists ja schon interessant, wie das Thema sich entwickelt. Der eigentliche Themen ersteller astihome hat irgendwie Garnichts mehr beigetragen, die letzten Tage (Ok, er wollte wissen wie es um seine Schaltung steht, bekam Antworten aber hier auch konkrete Bauvorschläge) und Kettenraucher hats nachgebaut und und und.

Zuerstmal, wenn du dich im Forum anmeldest siehst du nicht Kettenraucher´s private Emailadresse, da er ja auch unangemeldet schreibt. Ihr müsstet quasi beide "blau" sein - also im Forum - um die Email zu sehen, die seht ihr dann aber auch nur, wenn sie nicht versteckt ist...

Ich vermute mal, das es sich bei deinem Bauvorschlag wieder um irgendwas mit Röhren handelt, ich habe zwar auch schon mit denen experimentiert, aber besonders gute Reichweiten habe ich bis jetzt nicht erzielt (klar, waren ja nur Batterie Röhren). Es ist aber absolut erstaunlich, mit welch geringem Bauteilaufwand man einen einfachen AM Sender hinbekommt. Da muss man sich nicht mal mühe geben, und mit den Kondensatoren tricksen (niederohmig). Einfach über Gitter 1 den Oszillatorkram machen lassen, und auf Gitter 2 die Modulation - und schon geht's...

Blöd ist halt bei Bauvorschlägen (die, die ich kenn) das man "immer"? Irgendwelche Spulen selber wickeln muss, oder spezielle Trafos brauch - meiner Erfahrung nach. Auf der anderen Seite hab ich gelesen, das Röhrensender mit ein paar hundert V Anodenspannung quasi gerade für zu kurze und hochohmige Antennen sehr gut gehen sollen.

Wie auch immer...

Ich erinner mich noch an dein Video, @Kettenraucher wo du damals deinen MW Sender gezeigt hast, den mit Verstärker. Es war eine Meterlange Antenne angeschlossen, und die Reichweite war generell nicht soo der Hit, zumindest weit weg von dem, was mit einer 8m Antenne möglich wäre...

Bei meinem Sender versorgst du ein ganzes Haus mit einer 1,50m Antenne problemlos, natürlich kein Hochhaus, ich meine ein "Normales" Einfamilienhaus, das geschieht durch Anpassung.

Ich weis schon, was du meinst mit LEDs die irgendwie leuchten, aber die würde ich eh aus der Antennenleitung raustun, denn die erzeugen eine Menge Oberwellen (die der Sender ohnehin haben dürfte das kannst du ja mit deinem einfachst Radio von Medion mal testen).

Ich kanns jetzt nicht sagen, da ich´s nicht getestet habe, aber "Bauchgefühlmässig" sollte eine Rote LED schon aufleuchten, wenn die Antenne auf Resonanz ist, und du sie hinhältst - soll heissen, einen Pin in der Hand halten, anderen an die Antennenleitung halten. Es gäbe ja auch Möglichkeiten, den Sender zu verstärken, aber ich habe mich für die Leistung bewusst entschieden, da sie ein guter Kompromiss aus "läuft lang mit 9V Akku" und Reichweite ist. Wie gesagt, von 0.1 zu 3 oder 4W ist schon ein deutlicher Unterschied, aber so "super" ist die Reichweite dann auch nicht (Wenn man jetzt den Sender von seinen 20mW oder so, die er hat, unbedingt auf 200 aufmotzen wollen würde)..

Ich kann ohne Konkrete Infos nich sagen, ob der Sender nun geht oder nicht. Von meiner Seite her geht er ziemlich sicher, da er nicht nur bei mir einwandfrei ging, sondern es auch einfach Grundschaltungen sind, die "so" funktionieren (Feld-Wald Weg Wiesenschaltung).

Es könnte natürlich sein, das bei dir die 1nF´s tatsächlich so viel Kapazität dazumachen (insg. ja 360pF zu viel) das es Probleme macht, aber ich kanns mir jetzt net soo vorstellen.

Wenn die Reichweite und die Modulation passen (mit 1,50m Antenne in deiner ganzen Wohnung empfang) sowie eine deutliche Resonanz zu finden ist (Spannung am vorgeschlagenen Messpunkt ändert sich um gut 2V, weis das jetzt nichtmehr) und die Modulation klar und laut ist (Hab dein Video vom Heimsender gesehen, im Gehäuse, der verzerrt ja ziemlich - nix für ungut) dann passts so weit, wenn dann die LED immernochnet geht, ist er wohl echt zu schwach... Dann könntest du versuchen die Leistung zu erhöhen...

Den 100Ohm Brücken, die Spannung auf 12V erhöhen (22V weis ich net) und den was wars- 100k? oder so verkleinern... Es sollte halt bei 12V nicht mehr als 7V anliegen am besten immer 1/2 Betriebsspannung mit angepasster Antenne.

Dann musst du aber auch "lauter machen" denn wenn du mehr Leistung hast, brauchst du auch mehr NF Treiberleistung. Bei meinem 12W Kurzwellensender, der auch einen Transistor für die Modulation nutzt brauch ich schon einen "richtigen" Audioverstärker, um den zu modulieren (Richtung TBA810) mit einfach nur Kopfhörer kommst da nicht weit (ausser du drehst runter auf 1W dann ists aber immernoch leise)

von Elektronikbastler - am 09.03.2016 19:13
Blau sein! Der war gut!

Bezüglich Röhren! Mein Vater hat ja früher bei R&S gearbeitet! Der meinte mal zu mir, dass man die ganz grossen Sender mit ganz viel Leistung auch heute teilweise noch mit Röhren baut. Gründe seien angeblich Betriebssicherheit und Kühlung sowie Leistung! Röhrensendeverstärker wären da besser geeignet. Ok, das war aber vor 10 Jahren als er das mal so am Rande erwähnte, weil ich mal beim Mittagstisch fragte, warum die großen Sendeanlagen statt Transistoren oftmals Röhren nutzen.

Inzwischen hat sich ja viel geändert und neulich war ich auf der Website von R&S und da sah ich, dass die nur noch volltransistorisierte Sender anbieten!

Daher denke ich, kann man das heute nicht mehr so gelten lassen! Aber trotzdem. Sicherlich gibt es noch einige Röhrensender, die auch heute noch in Betrieb sind. Vor allem glaube ich, in den USA / Kanada und England findet man solche Röhrensender zuhauf! Es gibt auch auf YT ein paar Videos davon!

@Sachsenbastler: Zeig doch mal Deinen Sender hier. Kannste doch hochladen die Bilder! Wir / ich sind / bin gespannt auf Deinen Sender!

@Elektronikbastler: Zu Deinem Sender! Der läuft natürlich und bringt einen sehr schönen Klang! Danke Dir! Klar, die Reichweite könnte man sicherlich noch verbessern. Aber Du kennst das ja sicherlich. Sobald das Ding dann einwandfrei funktioniert landet es wieder irgendwo in der Ecke.

Ich werde mir mit dem BD139 noch eine kleine Endstufe bauen! Mit Kühlkörper drauf, logisch. Ich habe da noch mehrere Kühlkörper herumliegen. Da sollte dann schon ein bisschen Leistung zu entnehmen sein.

Oberwellen macht der Sender von mir aufjedenfall! Die Verzerrung kommt vermutlich daher, weil ich am Audioeingang übersteuere! Eigentlich sollte der nicht übersteuern! Aber mit einem starken Pegel kann man auch zusätzlich Reichweite schaffen! Das war vielleicht ein bisschen übertrieben und zu gut gemeint mit der Lautstärke. Aber ich erwähne es ja auch und erkläre ja, warum das so verzerrt.

Dein Sender ist aufjedenfall klanglich besser! Aber auch deutlich schwieriger aufzubauen für Anfänger! Das musst Du zugeben.

Wahrscheinlich sind Röhren die beste Lösung für Mittelwelle! Ich werde vielleicht beginnen, damit zu experimentieren!

Neulich sah ich in E..y einen Sender. Da verkaufte einer einen MW-Sender mit 100/500 Watt (umschaltbarer) Sendeleistung. Ich hätte mir den Sender beinahe gekauft. :rp:

Kein Witz!

500 Watt! Damit hätte ich schon die Raumluft heizen können ^^

Problem wäre dann wohl die Antenne. Mit ein bisschen Draht und einem kleinen Drehkondensator zur Anpassung ist es damit dann sicherlich nicht mehr getan:?:

Schönen Abend noch!

von kettenraucher - am 09.03.2016 22:22
Hallo,

diverse Sender verfügen Heutzutage noch über Röhrenendstufen - auch - UKW Sender, das ist nichts besonderes mehr. Alleine der Mietbare Channel292 Sender verfügt über eine Röhre (10kW) und so viel ich weis, auch der Kurzwellensender in Wien, über den Radio DARC seine Sendungen verbreitet...

Bei Sendern ist es immer soeine Sache - es gehört die Überwindung der eigenen Überzeugungen dazu. Ein Hauptteil meiner Motivation, solchen Kram zu bauen, ist es das ich mich oft Gedanklich wieder als "Jungen Bastler" sehe, der genau solche Schaltungen, wie ich sie Heute brauche gebraucht hätte. Ich meine, was waren das für Zeiten, hauptsache irgendwie Senden, damals, ohne Internet, und "nur" mit dem dicken (5cm oder so) Minispione Buch bewaffnet. Da war der Wissensstand ungefähr so "gut, wir haben keinen BC237, aber wir wissen, durch Kosmoskasten, das da irgendwie Dioden drinn sind" also nimmt man 2 X beliebige Dioden, steckt sie "so" zusammen wie einen Transistor, und schliesst das ganze an - geht nicht, oh wieso geht das nicht...

Mein Sender, mit einer ordentlichen Aufbauanleitung (Fotos, Schritt für Schritt) oder notfalls sogar auf einer Lochrasterplatine "Fototechnisch gut dargestellt" führt zum Ziel, und funktioniert. Ich meine, im Minispione Buch sind auch ´n paar Mittelwellensender, aber irgendwie sind die alle nicht so toll... während mein Sender auf den Punkt gebracht ist.

Irgendwie haben es dir klasse A Endstufen angetan, was - wenn du umbedingt einen "Leistungs" Sender haben willst, warum organisierst du dir dann nicht den 4013, und baust power FM´s Sender in abgeschwächter Version nach (Anstatt dem freischwingenden Oszillator kannst du einen Quarzoszillator nehmen, soeinen rechteckigen mit 4 Pins, oder auch eine Transistorschaltung, wenn das zu schwer ist). Als Endstufe nimmst du den IRF510, wie Vorgeschlagen, und als Audiomodulator kannst du dir was einfallen lassen. Einfach einen "Boxen Verstärker" nehmen, wie er in einfachen Aktivboxen zu finden ist, und den Endstufenteil dann vor dem Ausgangselko anschliessen, das geht, und macht dann eher 0,5W als der Heizende BD139...

Klar, es kommt immer drauf an, wie viele Kompromisse man eingehen will, ich hab neulich auch in der Richtung experimentiert... aber das Verhältniss ist hier gefühlt eher 1:10... 2,5W verheizen, für 250mW HF out, der BD139 ist nicht sehr "Happy" darüber...

Ich mein, klar, experimentiere, und habe Spaß, das ist der Sinn der Sache, aber wundere dich nicht, wenn dann nicht die gewünschte Leistung rauskommt, oder alles irgendwie mehr schlecht als recht funktioniert - ich bin diesen Weg auch gegangen, über Jahre... und bin jetzt da, wo ich Heute bin, und gebe eben aus diesem Grund Tips, solche Bastellein sind meistens verschwendete Zeit...

Oder ... Such dir soeinen 1Mhz TTL Oszillator...
Den Betreibst du wie vorgesehen über einen 7805 mit 5V
Am Ausgang baust du einen 2N2222A hin, oder von mir aus einen BC547, der 2N2222A brächte mehr Leistung.
Das machst du so, das der Ausgang des TTL Oszillators über 2,2nF auf Basis des Transistors angeschlossen wird. Am Transistor, Basis auf Masse, baust du dann eine 1N4148 ein, und zwar "Verkehrtrum" sodass der Ring zur Basis Zeigt...

Dann Steckst du ein Kühlblech auf den Transistor, das wird er brauchen...

Nun nimmst du eine alte Ferritantenne aus einem Radio - mitsammt dem Drehkondensator, schaust, da müsste eine Mittelwellen Spule sein, die dürfte so 200-300µH haben.

Vor diese Spule wickelst du selber noch eine, die etwas weniger Windungen hat, und so auf 20-30µH kommt, zu der Schaltest du 680pF parallel (ist vermutlich net Resonanz aber der Kondensator geht gut, oder 2 1nF in Reihe und parallel, oder 1 1nF parallel - testen)...

So, jetzt kannst du schonmal mit dem Folientrimmer die Antenne anpassen, aber du brauchst ja noch einen Modulator... Eventuell hast du irgendwo noch einen "10W Verstärker" Bausatz von Conrad oder so rumliegen, oder einen "aufgebauten" TDA 2003..

Den Verstärker verbindest du mit 12V, masse mit Masse deines Senders...

Den Verstärker Ausgang VOR dem Elko (also direkt am IC pin) legst du auf ein ende der "20-30µH Spule" - und das andere Ende der Spule auf Kollektor des 2N2222A. Am Verstärker Ausgang noch 100nF auf Masse, das die HF nicht in den Verstärker fliesst...

Wie auch immer, bei 6-7V (12-14V am Verstärker + Eingang) macht das ziemlich sicher 250mW ... mit einer 2m Antenne so 150m Reichweite...

Es gibt viele Möglichkeiten zu basteln, aber verfahr dich nicht in diesen klasse A, und "freischwingenden Oszillator ohne Kentnisse" verstärken... Sonst verschwendest du auch u.U Jahre mit dem Kram - wie ich - weils net gescheit geht, FM´t oder hier net geht, oder da net geht... "Ich mein ja nur".

Eventuell kann man meinen Sender auch auf 250mW aufmotzen, wenn du die jetzige Endstufe mit 470Ohm oder so direkt auf masse legst, und den modulator T wegmachst, und dann noch eine weitere Stufe dahinterbaust, und die im Kollektor modulierst, aber naja wie auch immer..

Mittelwelle is da echt sehr undankbar, hab gelesen, da haben welche auch mit 150mW gesendet - aber - an einer 40m langen Antenne, wenn ich das richtig interpretiere - und die kamen auch nur "200m weit"... trotz so langer Antenne...

Mit 4-5W hast du nur sehr viel Spannung an der Antenne (lichtbögen machbar) aber bei 2,50m Antennenlänge trotzdem keine tolle Reichweite, wechsel da einfach zu Kurzwelle, gerade hohe Frequenzen um die 15Mhz sind sehr "dankbar" und die meisten, heutigen wie älteren Radios können das noch empfangen (oder 12Mhz das geht auchnoch).

Du hast schon eine 1,50m Antenne angeschlossen, und nicht die 8m Antenne oder? Weil das ist da wichtig, das die Antenne so "kurz" ist, bei 8m müsstest du den Ausgangsfilter ändern.

Power FM,

dazu gibt´s eine schöne Schaltung im "Kosmos Electronic Professionall". Ein Audion für Mittelwelle, mit dual gate fet. Mit dem Kommentar, Rückkopplung nicht zu weit aufdrehen, maximal 1m Antenne drann. Der Audion funktioniert sehr gut, empfing auch mit kleiner Antenne schon einen "nicht Ortssender, aber guter Pegel Sender" (Bei den detektor Rx-en Rührt sich da garnix, vergleichsweise). Wie auch immer, wenn man die Rückkopplung zu weit aufdrehte, schwang das ganze - man musste es nur entweder leicht abändern, oder direkt an einem der gates modulation einspeisen, und hatte einen kleinen AM Sender, der auch saubere AM macht - mit nur Kosmoskasten Teilen...

Ich mag solche teile "nicht nicht" aber ich denke halt, wer Heutzutage noch Schaltungen entwickelt, mit der Intention, das diese auch nachgebaut werden, der sollte mit ein planen, keine "seltenen" Teile zu verwenden. Wie mit den Trimm C´s, wo du vor Monaten oder so geschrieben hast (oder Jahren) die wirds "immer" geben, und nun merkst du selber, das die Bestände Kontinuirlich zurückgehen... Ich rede von den "großen" Folientrimmern, außer in Spezialanwendungen - wo brauch man die? Sicher nicht im Smart Phone, Laptop o.ä.

Mhh, ich hab schon wieder viel zu viel geschrieben.

von Elektronikbastler - am 10.03.2016 18:47
Das sind tolle Inspirationen, die Du uns / mir hier mit auf den Weg gibst.

Diese Quarzoszillatormodulationen kenne ich auch. Das Problem ist aber, dass die sich gar nicht so gut modulieren lassen. Dafür sind diese Sender aber relativ einfach im Aufbau und das Signal ist in der Regel auch ein sauberes Sinus, das diese Oszillatoren liefern. Ich bin aber kein Fan von diesen Dingern. Aber wenn es schnell gehen muss ist das aufjedenfall eine tolle Sache.

Ich habe jetzt Deinen Sender soweit fertig, dass ich sagen kann: „Jetzt passts!“

Wie Du schon oben erwähnt hast, habe ich zur klassischen Kollektormodulation gegriffen. Die Kollektorstrommodulation habe ich mit 2x 150 Ohm Widerständen in Reihe zu + realisiert. Ausserdem habe ich die beiden parallel geschalteten BC547 Transistoren mit einem 100 kΩ Widerstand von + auf Basis gelegt!

Am Antennenanpassnetzwerk habe ich noch ein paar Kondensatorwerte verändert!

Ausserdem musste ich noch einen Kondensator am Oszillator auf Masse legen, da der Sender, sobald ich diesen an der Soundkarte des Computers angeschlossen habe, nicht mehr richtig funktionierte! Das funktioniert jetzt aber auch!

Ich habe herausgefunden, dass der Sender am besten mit 17 Volt läuft! 22 Volt sind zu viel. Da macht er dann Frequenzdrift! Aber klanglich ist er bei 22 Volt perfekt! Aber ich kriege den Sender dann nicht mehr richtig stabil was die Frequenzstabilität betrifft!

Wie dem auch sei, Ich könnte den Sender ggfls. über einen 1 MHz Quarz stabilisieren, dann könnte ich den Sender mit 22 Volt betreiben! Den Quarz kann ich sicherlich etwas ziehen! Mal sehen! Aber warum diesen Aufwand betreiben, 17 Volt sind genug. Damit versorge ich, wie Du sagtest, die ganze Wohnung. Ich glaube sogar eher, er hat eine Reichweite von mehreren Etagen. :rp:

Die Antenne lässt sich problemlos anpassen! Ein 1,50 - 2 Meter langer Draht reicht hierzu völlig aus, ich kann aber auch einen etwas längeren Draht nehmen. Dann muss ich halt die Antenne neu anpassen!

MIt 17 Volt ist der Sender absolut frequenzstabil. Auf einen Quarz kann ich da wirklich verzichten!

Er läuft natürlich auch mit 9 Volt! Ich bin so verfahren, dass ich den Sender / Bauteile, die ich noch ändern musste mit 9 Volt auf die höchste Reichweite abgestimmt habe!

Betrieben wird er jetzt mit einem 12 Volt Netzteil, das aber ca. 17 Volt liefert! Oftmals sind ja die Herstellerangaben fehlerhaft! Wenn auch keine Last am Netzteil hängt kann es durchaus mal vorkommen, dass die Voltzahl etwas höher liegt! Die Spannung auf dem Stromnetz 230 Volt schwankt ja auch gelegentilch, manchmal sogar um einige Volt, tagesabhängig!

Ich habe ein kleines Video gemacht! Das Video ist leider nicht so gelungen. Die Kamera am Handy war aus unerklärlichen Gründen falsch eingestellt. Wahrscheinlich habe ich das unabsichtlich verstellt. Naja das kann ja mal passieren. Ich hatte auch keine Lust mehr, das Video nochmals neu aufzunehmen. Wie dem auch sei.

Auch war der Sender noch nicht ganz fertig, als dieses Video entstanden ist! Aber trotzdem. Ich betreibe den Sender im Video auch nur mit einem 9 Volt Netzteil. Aber dennoch ist die Reichweite schon einige Stockwerke, jedenfalls in der ganzen Wohnung ist der Sender empfangbar.


Das war jetzt erst einmal mein letzter Mittelwellensender, den ich gebaut habe! Jetzt kommt der Sommer. Da macht man andere Dinge,

Ja, Elektronikbastler: Nochmals vielen Dank an dieser Stelle für diese tolle Schaltung. Ich musste die Schaltung zwar noch ein bisschen abändern! Aber das ist ja auch klar gewesen. Meine Bauteilwerte hatten zum Teil enorme Abweichungen. Aber jetzt läuft er! Super Sender! Klasse Klang! Gute Reichweite! Mein bester Sender bisher. Er läuft aktuell auch gerade. Ich versorge damit ein paar ältere MW-Radios. Einfach perfekt.

Das war jetzt erst einmal mein letzter Mittelwellensender, den ich gebaut habe! Den packe ich aufjedenfall noch in ein Gehäuse! Dann ist die Platine geschützt. Jetzt kommt langsam der Frühling / Sommer. Da macht man dann wieder andere Dinge, z.B. mal grillen im Park oder keine Ahnung.

Hier das Video. Damit Du siehst, dass er auch läuft :haha:

Elektronikbastlers durchstimmbarer Mittelwellensender - Nachbau-Viideo

Schönes Wochenende Euch!

von kettenraucher - am 11.03.2016 13:49
Hallo,

Ich fand jetzt mal Zeit, deine Videos anzusehen, danke für diese. Allerdings habe ich schon wieder viele Anmerkungen.

Ok, ich muss diese etwas revidieren, da ich im 2. Video ja deinen Schaltplan gesehen habe. Ich sag´s mal so, wenns bei dir Funktioniert "gut", aber deine Änderungen sind "naja".

Hättest du den Sender 1:1 so aufgebaut wie ich ihn entwickelt habe, hierfür mache ich die Anmerkungen:

Die LED Am Ausgang müsste umbedingt raus, ja, die Tune Anzeige geht so, aber eine einfachere Methode, wenn du keine geeigneten Messmittel hast, ist es einfach einen Radio ca. 1m benen die Antenne zu stellen, und ihn so neben die Frequenz zu stellen (Sender ohne Musik) das er rauscht, aber das rauschen minimal leiser ist, weil noch etwas Signal hergeht. Nun einfach am trimm C auf minimales Rauschen abgleichen. Wie gesagt, der Radio muss dabei neben die Frequenz gestellt werden, in deinem Fall z.b. 839Khz. Mit etwas Übung geht das ganz gut. Es gibt auch elektronische Schaltungen, die dann per LED die Anzeige machen, die gehen aber anders. Eine LED am Ausgang auf Masse ist extrem kontra Produktiv, da sie A: so gut wie die ganze Leistung "Frisst" und B ´ne Menge Oberwellen erzeugt, trotz PI Filter.

Außerdem könntest du noch auf die "Falle" reinfallen, denn in deinem Video sieht man, das es 2 Stellungen gibt, wo die LED angeht. Eine davon, da ist die Antenne auch auf Resonanz, aber der PI Filter wirkt wie ein Hochpass, und du würdest knapp 1,7Mhz stärker abstrahlen als die 844Khz.

22V mit diesen Transistoren halte ich für wenig Sinnvoll, relativ sicher kann es passieren das die dir je nach Schaltung "Thermisch davonlaufen" und durchbrennen, auch würde ich dem BC547 net zu viel zutrauen. 0,5W mit einem Transistor habe ich schonmal geschafft - aber - das war auf Langwelle, und der Transistor wurde auch entsprechend heiss...

Es gibt zwei einfache, recht unpräzise Methode die Leistung in etwa abzuschätzen.

Erstens kannst du den Strom und die Spannung Messen, die an der Endstufe anliegt, doch das sagt noch nichts über den Wirkungsgrad aus. Gehen wir bei einer reinen Klasse C Endstufe im Schaltbetrieb mal von 50% aus - ich weis, das die in Echt mehr haben, aber es sollte eine "im wenigsten Fall" schätzung werden, dann kannst du einfach über P = U x I die Leistung ausrechnen, die da fliesst, und dann durch 2 teilen...

Die andere Möglichkeit ists´ eine kleine Lampe hinzumachen, zum Beispiel eine von Reichelt mit 5V 40mA (200mW) und zu gucken, wie stark sie leuchtet. Dann am Labor nt mit Messgerät eine 2. - gleiche - Lampe dazuschalten und gleich stark leuchten lassen, dann über die P = U x I Formel nachrechnen, wie viel Leistung das ist.

Natürlich sind diese Methoden sehr ungenau, aber sie geben wenigstens eine Tendenz an, an der man sich Orientieren kann...

Wenn du wirklich einen Starken Sender haben willst, der rel. einfach aufzubauen ist, bau den 5W AM Sender mit dem 4060 nach, den du ja schon kennst. Hier brauchst du dann aber einen richtigen, gescheiten, trimm C und für Testwecke auch ein Netzteil mit Strombegrenzung, falls du Fehler machst.

Ich hatte bei einem 3W Kurzwellensender mit BD139 Endstufe (habe ein mehr oder weniger semi professionelles Leistungsmessgerät für Sender daher weis ich die 3W) das Problem gehabt, das mir die Schaltung "Thermisch davonlief". Da wurde der BD139 warm, dadurch floss mehr strom, er wurde noch wärmer, und es floss wieder mehr Strom... soche Probleme hast du eventuell auch.

Zu deiner Verbesserung mag ich nichts sagen, nun ja, sie funktioniert, und du bist froh drüber - passt doch :)

von Elektronikbastler - am 15.03.2016 09:43
Achja,

Transistoren parallel schalten habe ich schon öfter gesehen / erlebt. Scheinbar bringts was, aber ich konnte bis jetzt keine Erkentniss machen, auf "dieser Ebene". Höchstens in Spannungswandler schaltungen von 12V auf 230V mit 500W - die noch mit "alten" 2N3055 aufgebaut waren. Dort waren pro Seite 10 oder so parallel, aber auch mit mili-ohm Emmiter Ausgleichswiderständen.

Im Ramsey AM1C sind z.B: in der Endstufe 2 2N3904 parallel. Was das bringen soll, entschliesst sich meinem Verständniss, da in vielen anderen .1W Sendern 1 Transistor völlig ausreicht (das tut er auch). Wie auch immer...

Bei deinen Sendern für Mittelwelle sehe ich oft auch Spulen wie bei UKW Sendern - mir entschliesst sich die Funktion dieser absolut garnicht, außer der Optik zugute. Auf Mittelwelle machen solche Spulen rein garnichts, sie wirken wie eine Drahtbrücke.

Der eflose umgebaute Sender sollte einfach so betrieben werden, wie er entwickelt wurde. "So" wie im Aufbau, an einer 9V Batterie. Die Schaltung wurde so ausgelegt, das der Arbeitspunkt genau so stimmt, das sie bei 9V trotz freischwingendem 1 Transistor Oszillator saubere AM macht - eflose hat das mal nachgemessen mit Oszi, sogar die "nach unten" Halbwelle wird moduliert. Steigt die Spannung "krass" an, wie bei dir gibt das zwar mehr Leistung, aber der Arbeitspunkt verstellt sich wieder, und es wird unerwünschte FM erzeugt. Du könntest die Schaltung auch "so" lassen, und sie einfach auf 9V lassen, und den 47k rausbauen und durch 10k oder so ersetzen, das käme auf´s gleiche raus - doch dann gibt´s wieder FM.

Die Originalschaltung geht sehr gut, mag sein das sie keine 100% AM macht, bevor sie verzerrt, aber 85-90 schafft die meines Erachtens nach, und bei mir am entspr. Empfänger herrscht trotz freischwingender Schaltung wie schon gesagt auf "FM" absolute Stille... so wie es sein muss, und das ist auch keine 0815 100x kopiert Schaltung, sondern da wurde sich schon was dabei gedacht, beim entwickeln.

1Mhz TTL Oszillator kannst du Sender bauen, ja, wie schrieb ich weiter oben.

Der Aussage, diese Oszillatoren liesen sich nicht gut Modulieren stimme ich mit gemischten Gefühlen zu. Ich hatte bis jetzt einen "80m Band" Quarzoszillator, der nur an die 80% Modulationsgrad zu liess, darüber verzerrte er, trotz gut angepasster Antenne und passender Modulatorschaltung (1 Transistor in Reihe zur 9V Batterie mit variabler Spannung) - aber - ansonsten geht das eher gut, man kann die meisten schon recht laut modulieren, und der Klang ist idr. auch sehr gut... Leistungen liegen ca. im 10 - 20mW bereich würd ich jetzt spontan schätzen ist halt Frequenzabhängig. Wichtig ist nur, das du net über 5V gehst, ok, oftmals "überleben" sie 9V aber mir kam mal einer an 15V, versehentlich, der wollte dann nimmer...

Es hängt immer enorm davon ab wie gut du die Antenne abgleichst, welche Reichweite du bekommst, und natürlich auch von der Antenne selber.

Mit einem 10m Afu Band Quarz Oszillator und einem 2x 1,50m Dipol (1,50m Draht an Masse, 1,50m Draht als "Strahler" und das mit PI Filter angepasst) waren 1,5km Reichweite bei freier Sicht kein Problem, und auch ein bekannter AFU hat Tests mi den Teilen gemacht (iirc allerdings in CW) und kam auf ein paar km Reichweite.

von Elektronikbastler - am 15.03.2016 09:52
Du denkst also nicht, dass die Spulen geringfügig Oberwellen aussieben? Ich habe mir eingebildet, ich hätte eine Abschwächung bemerkt, wenn auch nur geringfügig! Wie gesagt, ich habe hier keine Messgeräte mehr zur Verfügung und kann das nicht messen. Ich greife einfach auf Erfahrungswerte zurück. Und selbst wenn es dann nur eine Drahtbrücke ist, wie Du schon sagtest: Das Auge isst doch auch mit :rp:

Mit Mittelwelle habe ich nicht so viel Erfahrung. Aber ich habe mich jetzt einige Monate mit diversen Schaltungen beschäftigt und habe verstanden, worauf es im Großen und Ganzen ankommt.

Dieser super 5 Watt-Sender! Den baue ich aufjedenfall auch noch auf. Aber das wird vor dem nächsten Winter garantiert nichts mehr.

Diese LED im Antennenausgang. Da gebe ich Dir vollkommen recht! Die frisst natürlich Power. Klar, von nichts kommt nichts und mit Spucke leuchtet so eine LED auch nicht auf! Die frisst natürlich. Jetzt stellt sich mir aber die Frage an Euch: Wieviel Reichweite geht wegen der LED im Antennenanpassnetzwerk am Antennenausgang flöten? Ich habe mir eingebildet, dass es nicht wirklich ins Gewicht fällt!

Es ist so, dass am Ende der Antenne problemlos eine LED aufleuchtet, wenn ich den Antennendraht an den einen Pol der LED halte und mit meiner anderen Hand die beiden Pole der LED mit dem Zeigefinger berühre! Noch heller leuchtet die LED auf, wenn ich, sorry, ich sags jetzt mal so, etwas "Spucke" :eek: auf den Finger mache! Dann wird es plötzlich ganz hell:zng::hot:

Meine Spucke ist scheinbar sehr leitfähig.:haha:

von kettenraucher - am 15.03.2016 14:58
@Sachsenbastler: „Das Auge isst mit.“ Damit meinte ich einfach, dass die Platine im schlechtesten Fall durch die Spule einen kleinen Schönheitsschliff bekommen hat. Schliesslich hat Elektronikbastler ja recht und diese Spulen werden ja in der Regel nur bei UKW verwendet, z.B. als Oberwellenfilter mit Kondensator auf Masse, dann die nächste Spule, dazwischen wieder ein Kondensator usw. etc. Beim Essen sagt man doch auch den Spruch: „Das Auge isst mit“, wenn man eine schön zugerichtete Speise bekommt. Ich meinte damit, dass Funktion eben auch nicht immer alles ist.

Manche Elektronikhersteller bauen ihre Geräte ja auch in wunderschöne Gehäuse, aber technisch gesehen ist das Produkt Müll. Wie dem auch sei.

@Elektronikbastler: Das mit den BC547C parallel. Das funktioniert in der Tat sehr gut bei Mittelwellensendern! Du kriegst halt auch mit so Kleinsttransistoren schon etwas Leistung. Aber mehr als 2 Transistoren will nicht so richtig funktionieren! Dass manche Bastler / Elektroniker den Emitter in Reihe mit einem Widerstand auf Masse legen liegt vermutlich daran, dass sie dadurch einen Ausgleich zwischen den beiden / einzelnen Transistoren schaffen wollen, da ja nicht jeder Transistor genau die gleichen Werte hat, sondern geringfügige Abweichungen. Es könnte dann mitunter sein, dass ein Transistor mehr Arbeit verrichten muss als der Andere! Aber das spielt doch hier gar keine Rolle. Wenn ich noch mehrere BC547C Transistoren hinter den beiden parallel geschalteten Transistoren schalte, explodieren diese! Mir flogen vorgestern die beiden BC547C um die Ohren! Es gab einen lauten Knall als ich die Antenne auf die Basis angelegt habe. Es stank dann ziemlich nach verbrannter Elektronik! Ich muss ja zugeben, dass ich den Geruch von durchgebrannten Bauteilen liebe, aber trotzdem war es ärgerlich! Okay, der Transistor kostet nur ein paar Cent und ich habe sehr viele von denen zuhause herumliegen, aber trotzdem: Jedesmal ist das ärgerlich.

Es ist sicherlich auch nicht die feine englische Art Transistoren parallel zu schalten, da kommt sicherlich auch viel HF-Müll hinten bei raus, ist doch vermutlich das Signal totalst übersteuert. Aber ich weiss, dass man FET Transistoren parallel schalten kann! Das funktioniert problemlos!

Ich würde das Signal mit den beiden parallel geschalteten BC547C einmal gerne am Oszi messen, aber vielleicht ist es besser so, dass ich die Möglichkeit nicht mehr dazu habe. Evtl. baut Eflose, wenn ich viel Glück habe, den Sender einmal mit meiner Schaltung nach und hängt den Sender dran! Der hat ja ein Oszi. Er war, so viel ich in seinen Videos mitbekommen habe, sowieso auf der Suche nach einem guten, brauchbaren Mittelwellensender für die Wohnungsversorgung! Ich glaube das ist sein Sender, den er schon so lange sucht. Das würde mich interessieren was da hinten an der Antenne bei rauskommt! Sicherlich kein sauberes Signal mehr! Aber das ist gar nicht so wichtig! Viel wichtiger ist hier der saubere AM-Klang! Das liefert der Transmitter. Der Sender hat eine begrenzte Reichweite. Er eignet sich Ideal, um jedes Radio in der Wohnung problemlos zu versorgen und frequenzstabil ist er ebenfalls und das, ohne Schwingquarz. Was will ich mehr?

Diese Quarzoszillatoren: Das ist halt so eine Sache. Da hast Du eine feste Frequenz. Ich weiss nicht so recht, das ist nicht mein Fall. Das hat mir noch nie gefallen. Aber ich kenne das Problem mit der Stromversorgung! Die Dinger sind extrem empfindlich! Etwas zu viel Volt am Netzteil eingestellt, und der Oszillatorquarz ist kaputt! Das geht schneller, als Du schauen kannst. Nicht mein Fall.

von kettenraucher - am 16.03.2016 13:59
@Sachsenbastler: Kein Wunder, dass heutzutage von der jungen Generation kaum noch einer weiss, wie ein Lötkolben aussieht, geschweige denn, was man mit einem Lötkolben so alles machen kann.

Bei dem Fernsehprogramm im deutschen TV ist es aber auch kein Wunder.

Das zusammenbauen des Senders war kein Problem @Sachsenbastler. Ich könnte den Sender jetzt in 40 Minuten komplett so zusammenbauen, inkl. Einbau ins Gehäuse! Man muss diesen ja nur noch nachbauen. Total easy! Schlimm ist es ja nur beim ersten Aufbau, bis der Sender dann einmal richtig läuft. So hatte ich anfangs z.B. ja das Problem, dass er gar nicht anschwingen wollte. Das könnt Ihr ja auch nachlesen.

PowerFM gab dann ja die ersten Tipps. Dann lag er einige Tage in der Ecke, bis ich den Sender dann wieder herausgekramt hatte. Als nächstes gab es ein Problem mit dem Audiosignal.

Sobald ich den Sender am PC angeschlossen hatte, lieferte er mir kein richtiges HF-Ausgangssignal mehr. Aber im Batteriebetrieb, also der Sender hängt am Netzteil, aber die Audioquelle wird mit einer Batterie gespeist, z.B. über ein Smartphone oder mit einen mp3 Player funktionierte er einwandfrei. Aber sobald ich den Sender an der Soundkarte vom PC angeschlossen hatte, war kein HF-Signal mehr da. Ich hatte sehr viel rauschen und ein total verzerrtes Audiosignal. Das war ein bisschen kompliziert, dieses Problem zu lösen.

Aber auch das funktioniert jetzt!

Dann gibt es ja auch so Spezialisten, die trennen dann PE vom Gehäuse des PC. So etwas ist aber streng verboten. Alleine schon wegen der eigenen Sicherheit. Aber ich habe so etwas alles schon gesehen. Solche tödlichen Basteleien sieht man immer wieder in so manchen Hinterhof-Tonstudios. Damit wollen Sie Brummschleifen dilettantisch entfernen, die oftmals zwischen verschiedenen Komponenten, z.B. Mischpult, Verstärker Equalizer usw. auftreten.

Okay, wieder viel zu viel Text geschrieben.

von kettenraucher - am 16.03.2016 14:24
Hallo,

schönes Thema hier. Wenn man die Leistung bei so einem Kleinleistungssender relativ einfach bestimmen möchte, dann würde ich wie folgt vorgehen:

Ungefähr abschätzen, wie "Watt" die Schaltung wohl bringen mag. Wenn man meint, dass diese Schaltung ca. 2 Watt liefert, dann besorge ich mir ein paar rein ohmsche!! Widerstände von 5 Watt. Wäre ja blöde, wenn der sich gleich in Rauch und Flammen auflöst.

Vorgehensweise:
Ich messe die Leerlaufspannung mit einem Oszilloskop und bringe die Spannung mit einem Lastwiderstand am Ausgang auf die Hälfte. Anschließend wird die Leistung am Ausgang errechnet.

Beispiel:
Im Leerlauf bringt die Endstufe 20Vss. Jetzt muss ich den Ausgang so belasten, dass die Leerlaufspannung um 50% absinkt. Das probiert man durch verschiedene Widerstände aus. Habe ich den Wert gefunden, z.B. 22 Ohm, dann weiß ich jetzt folgendes: Der Innenwiderstand der Endstufe liegt bei 22 Ohm. Da ich ja die Hälfte an Spannung habe, also 10Vss, kann ich auch deren Leitung errechnen.

10Vss / 2 = 5Vs
Effektivspannung = 5Vs / Wurzel 2 = 3,536 V
Leistung = U Quadrat / R = 3,536V * 3,536V / 22 Ohm = 568 mW

Zum Thema Leistungsanpassung ein paar Links dazu:

https://de.wikipedia.org/wiki/Leistungsanpassung
https://www.youtube.com/watch?v=BJLlXUD6CsM

von RalphT - am 16.03.2016 18:05
Ja, ich bin es mal wieder! Ich habe gestern versucht, mit einem BD139 NPN Transistor (habe noch einige davon zuhause rumliegen) den Mittelwellensender aufzurüsten, sodass dieser noch ein bisschen mehr Dampf bringt. Es handelt sich um diese Schaltung hier:

Diese Schaltung

Allerdings funktionierte es nicht. Was mache ich falsch? Ist der Transistor nicht geeignet oder muss ich die letzte Stufe statt zwei Transistoren parallel diese im Gegentakt betreiben um den BD139 ansteuern zu können?

Wer von Euch kann mir eine Schaltung aufzeichnen, sodass ich den BD139 ansteuern kann.

Ich wollte nicht auf MOSFET zurückgreifen, z.B. irf510.

Bitte mit BD139. Das sollte eigentlich schon möglich sein. Wer hat eine Idee? Den Schaltplan findet Ihr ja in dem Videolink, etwas weiter oben in meinem Posting.

von kettenraucher - am 14.05.2016 12:04
Hallo,

Klasse A Verstärker bringen´s da einfach net so, es kommt auch sehr auf die Anpassung der Stufen an. Mit viel heizen bekomme ich aus ´nem BD139 ca 250mW raus das ist schon einiges mehr als ein BC547.

Du solltest die Schaltung eh überarbeiten, der 1 Transistor Sender war nicht für sowas gedacht...

Es gibt genügend Schaltungsbeispiele, üblicherweise wird ja die letzte Stufe im Kollektorstrom moduliert, bei Mittelwelle nimmt man eher Mosfets.

Ich hab mit dem BD139 auch so meine Probleme, habe einen 3W und einen 1W Sender mit dem gebaut, der 3W war im 49m Band. Der Transistor wurde schnell sehr heiss, auch bei 1W...

Es liegt an der Ansteuerung, ich sah den mal in einem CB Funkgerät als Endstufe, das mindestens 0,5W AM machte, ohne Kühlkörper...

Wie auch schon gesagt, für mehr Reichweite nutze die Kurzwelle, 49m Band können die meisten Radios und da reichen 100-200mW an einer 2-3m langen, angepassten Antenne schon für ´nen Kilometer Reichweite mit einem guten Radio. Mit dem, den du hast - mhm - vllt 150-200m.

von Elektronikbastler - am 25.05.2016 00:00
Noch immer kein vernünftiger Plan und keine Beschreibung, was du überhaupt vor hast (WO soll der BD139 rein? HF-Endstufe, Modulator), und wieso du zu der Annahme kommst dass sich die Leistung durch diesen Transistor erhöhen würde.

Zum BD139 sei gesagt:
Der macht (auch wenn das wahrscheinlich kaum mal Jemand gemacht hat) sogar auf UKW noch ~ 80 mW, je nach Ansteuerung vielleicht auch noch mehr. Natürlich nur im C-Betrieb. Habe ich hier im Forum irgendwann auch schon mal geschrieben.

Auf Mittelwelle geht er natürlich auch. Aber es muss dafür eben C-Betrieb sein. Wenn es ubedingt linear sein muss, dann geht AB-Betrieb (wie bei einem Audioverstärker), um zumindest halbwegs Leistung zu erreichen noch einigermaßen, aber reiner A-Betrieb bringt nichts, jedenfalls bei solchen kleinen Betriebsspanungen.

von Power-FM ne - am 25.05.2016 11:38
Die Ansteuerung ist nicht mehr oder weniger "kniffelig" als bei anderen Transistoren auch.

Im deinem verlinkten Videoplan :rolleyes: stehen (nach wie vor) keine Werte an den Bauteilen, da stehen nur Teilenummern (T1, C1 usw. ) dran, die Bauteilwerte stehen nur in einer Stückliste..
Alles andere als Übersichtlich. Besonders noch in einem Video, wo man noch nicht mal alles gleichzeitg sehen kann...

Dass bei deiner Schaltung, die im A- oder B- Betrieb arbeitet (ich mache mir jetzt garantiert nicht die Mühe und suche durch vor und zurückspulen die Bauteilwerte raus, daher ist es schwer zu sagen ob A oder B...) und einen rein ohmschen Arbeitswiderstand hat, niemals eine HF-Ausgangsspannung erreichen kannst, die größer als die Betriebsspannung ist, solltest du eigentlich wissen. Auch nicht mit einem MOSFET oder einem noch so tollen Transistor.
Das geht nur im C-Betrieb oder A / AB-Betrieb mit Spulen / Schwingkreisen als Arbeitswiderstand. Und das ist in deiner Schaltung nicht gegeben.

von Power-FM ne - am 27.05.2016 19:06
Die ganze Schaltung ist, ums mal nett zu sagen eh sehr speziell. Aber hey, jeder fängt mal klein an, wenn ich an meine ersten Sender denke ist mir da Kettenraucher schon um 5-8 Jahre vorraus.

Ich hatte mich ja damals hingesetzt, und geguckt, mit welcher Schaltung man wie viel Leistung erzielen kann, ich habe auch die "Heizung" verwendet und bekam so effektiv 100-200mW Leistung raus, bei vermutlich dem mehr als 10-fachen als Stromaufnahme.

Der Ansatz kann ja ganz woanders sein - eventuell belastet die neue Stufe die Vorstufe schon so stark, das alleine die Vorstufe schon garkeine saubere Modulation mehr rausgibt, und wenn das der Fall ist, kann der BD139 halt nichts verstärken, was nicht vorhanden ist.

Am besten wäre es, wie üblich, den BD139 zu modulieren, aber ich bin mir ziemlich sicher, das dann der eh in deinem Aufbau schon vorhandene FM Anteil zu groß wird.

An der Frequenz liegts nicht, bei ebay gibt´s nen UKW Sender mit wohl 2x BD135 im Gegentakt, der Transistor war schon in CB Funkgerät verbaut als Endstufe für gut 0,5W+ und ich selber habe schon 3W auf 6,144 und 1 bis 1,2Watt auf 15Mhz warens glaube ich aus dem rausgebracht. Bei der Leistung ists halt dann ohne Kühlblech absolut nichtmehr möglich...

Die "ideale" Leistung bei Mittelwelle ist übrigens für Hausgebraucht die auch in den USA Sendern angewandte 0,1W Lösung. An einer 2-3m langen Antenne mit Heizung als Gegengewicht reicht das für die eigene Wohnung + 40m außerhalb. Wie du ev. von meinen Tests weist, selbst mit einigen Watt gehts nicht nennenswert weiter. Klar, hier merkt man schon die Faustregel Leistung x10 = Reichweite mal 2 aber das wäre ein Sprung von 0,1W auf 1W und der ist nicht eben so getan, bei soeiner einfachen Schaltung...

Wenn du umbedingt "danach" verstärken willst, bau dir den einfachen Linearverstärker, der vor ein paar Tagen bei eflose hochgeladen wurde, von vk2zay. Dafür benötigst du halt Übertrager. Ich habe den auch hier, kam mit einem Modulator von einem Profi zusammengebaut mit Doppellochkernen.
Der ist wirklich gut, er verstärkt ein Modulator (direkt ans Radio anschliess) Signal so weit, das gut 100-120mW rausbekommt. Der Verstärker könnte auch mehr, laut Verkäufer bis 0,5W aber bei mir war das Problem dann, wenn die Leistung zu hoch wird, sendete die Antenne in den ungeschirmten Modulator - der Verstärker schwang selbst.

Die Schaltung ist wirklich sehr gut, man sieht auch am Labor NT wie die Stromaufnahme (gerade bei "meiner" Musik) sehr deutlich schwankt durch die AM.

Wenn du umbedingt einen Sender bauen willst, mach es so, wie es VIELE mittlerweile taten. Vor 1-2 Monaten brachte eflose wieder einen neuen Kurzwellensender raus. Den haben bereits viele nachgebaut, vor 1, 2 Wochen war ich auf dem eflose Team speak - jemand testete den Sender (allerdings nur CW ohne Träger) auf der typischen 3,579Mhz Frequenz. Sendeleistung dürfte sich im Bereich um die 10,15Watt bewegt haben. Sowohl "hier" also in Deutschland als auch auf den typischem web SDR Enschede war das CW Signal sehr gut aufnehmbar.

Du kannst den Sender ja nachbauen, und ihn an 12V betreiben, bau einen Linear Modulator vor die Endstufe (das PWM Zeug geht net so gut meint eflose). Zum Beispiel "Pollin Audioverstärker" für 2,95€ oder 2,50€. Das ist nur ein TDA2003. Bau den Sender von eflose auf, und dann - anstatt Drain direkt auf + zu legen - lötest du drain an den Ausgangspin des TDA2003...

Schau aber bei den Schaltplänen, er hat mehrere vorgestellt, für die TDA2003 Version natürlich den ohne PWM funktion nachbauen.

Das macht sicher mindestens 2Watt, da würde ich mich sogar wetten trauen, aber wenn du dann entlich viel power hast wirst du auch die anderen Problemchen sehr bald merken, schon bei 2W, durchgebrannte Drehkondensatoren, PC Lautsprecher die zum Radio werden ob du willst oder net...

von Elektronikbastler - am 28.05.2016 09:03
Der letzte Satz hat mich aufmerksam gemacht !

Besonders in den Wintermonaten höre ich auf meiner " zugedrehten" Logitech PC Soundanlage Gespräche, Stimmen, manchmal arabisch klingende Musik.

Wie kommt das ? Hier im Umkreis von 1Km sendet niemand.
Allerdings gibt es in einer Entfernung von 200m einen Telefon oder Handyumsetzer u. Verstärker samt terristischem Internet in alle Himmelsrichtungen. Hier leuchtet in etwa 10m Höhe eine Dauer Betriebsanzeigeleuchte.

Ich denke die ringförmig im Haus verlegten Stromkabel wirken als Antenne. Das komische ist nur, wenn ich den Lautstärkeregler ohne ein NF- Signal aufdrehe verschwinden diese " Erscheinungen" !

von sachsenbastler - am 28.05.2016 10:03
Ein guter Plan.
"Das komische ist nur, wenn ich den Lautstärkeregler ohne ein NF- Signal aufdrehe verschwinden diese " Erscheinungen" !" Das klingt danach, daß die NF Eingangsstufe , das Eingangskabel zum Poti, der Widerstand Potischleifer bis Potimasse, und die Masserückleitung zur Vorstufe eine Rahmenantenne bilden, die den Araberrundfunk empfängt. Die Demodulation passiert im Vorstufenhalbleiter, der anscheinend keine EMV-Entstörung für Kurzwelle bekommen hat. Die Rahmenantenne hat die höchste Güte, wenn der Widerstand des Potis 0 Ohm ist. Deswegen ist der Empfang dann am Besten.

von Oszillatormann - am 28.05.2016 12:17
@Sachsenbastler: Evtl. gibt es auch irgendwo ein Masseproblem oder etwas mit der Abschirmung passt nicht. Jedenfalls wird Deine NF - Stufe zum Kurzwellenempfänger. Ich kenne auch dieses Phänomen. Wahrscheinlich wirkt Dein Audiokabel als Antenne oder Du musst einen Kondensator parallel klemmen irgendwo.

@Oszillatormann: Diese Rahmenantennen habe ich auch schon irgendwo im Netz gesehen. Das fand ich auch interessant. Bei einem anderen lizensierten Funkamateur habe ich mal gesehen, wie er seine Dachrinne mit einem Abflussrohr aus Kunststoff gegen Erde isoliert hatte und das Regenrinnenrohr, das ja aus Kupferblech ist, als L-förmige Sendeantenne nutze. Mit besten Ergebnissen.

@Elektronikbastler: Den EFLOSE-Sender habe ich gesehen. Ich schaue regelmässig alle Videokanäle durch, ob es neue Videos gibt. Auch diesen Sender werde ich aufbauen. Ich weiss nur noch nicht, wann es mir zeitlich möglich ist. Mit meinem letzten AM-Mittelwellensender bin ich eigentlich ganz zufrieden. Er bringt wirklich einen sehr schönen Klang, auch die Reichweite ist sehr gut. Der geht mehrere Zimmer. Mein billiger Digital-PLL-Empfänger nimmt sogar in 100 Meter Entfernung ausserhalb des Gebäudes noch Reste auf. Ein bisschen was kommt also schon aus der Antenne raus. Wenn ich eine LED an die Antenne halte, leuchtet die bereits schön hell, wenn ich die Finger etwas feucht mache leuchtet die LED noch besser. Ich müsste mal mein Equipment mitnehmen und dann könnte ich den Sender mal ordentlich ausmessen.

@Power-FM ne: Den Plan scanne ich noch ein. Ich muss alle Werte dazu erst übertragen. Ich war letzte Woche vom 16. bis 23. Mai 2016 in Liberia und habe dort eine christliche Sendeanlage im Kurzwellenband, also sprich eine Kurzwellensendeanlage überprüfen / neu einstellen / einmessen müssen. Der Sender hatte kein gutes SWR mehr. Mal sehen, wie lange das anhält. Ich bin jedenfalls sehr viel im Ausland im Einsatz, vor allem in Spanien. Deshalb bin ich immer froh darüber, wenn ich mal ein paar Tage zuhause in Deutschland sein kann und etwas basteln kann. Zu empfangen ist der Sender, den ich repariert habe, übrigens auf 4760 kHz. Wenn man Glück hat, nachts, aufgrund der Spiegelung. Ich werde heute Abend mal reinhören ob da was hier in Deutschland ankommt. Ich habe das nur vor Ort getestet. Da ging er einwandfrei.

von kettenraucher - am 28.05.2016 13:54
So, jetzt bin ich immer noch nicht dazu gekommen, den Plan einzuscannen. Aberr ich denke, dass ich es die nächsten Tage schaffen werde! In der Firma, in der ich arbeite, gibt es derzeit Umstrukturierungsmaßnahmen, vielleicht werde ich auch aufgrund eines medizinischen Leidens, - habe Probleme mit dem Rücken, - in die Verwaltung versetzt. Das heisst dann, Papierkram den ganzen Tag bearbeiten. Vielleicht lasse ich mich auch aussteuern.

Dann ist es jedenfalls vorbei mit Reisen und damit auch, an Technik herumzuschrauben. Das sagte mir heute jedenfalls der Betriebsarzt. Wie es aussieht, scheint das leider so zu sein, dass ich die Arbeit nicht mehr ausführen kann. Ich musste ja zeitweilig auf sehr hohe Sendemasten steigen, zum Teil bis auf 300 Meter Höhe, abhängig je nach Sendeanlage, Wellenlänge usw., das kennt Ihr ja.

Jedenfalls habe ich jetzt erst einmal wieder 2 Wochen Urlaub. Ich habe heute morgen einen Fernseher gefunden, der stand am Strassenrand mit einem Schild drauf, „zu verschenken“. Ich war erst skeptisch, denn es handelte sich bei dem Fernseher um einen kleines Röhrenfernsehgerät. Aber ich habe den TV dann trotzdem mitgenommen, obwohl ich zu dem Zeitpunkt davon ausgegangen bin, dass er wahrscheinlich nicht funktioniert. Ich habe mich schon auf das Schlachtfest gefreut und dachte mir: Als Teilespender kann ich den ja sowieso verwenden. Der TV ist schön klein, war aber dennoch recht schwer vom Gewicht her.

Als ich dann zuhause angekommen bin, noch nicht mal richtig zur Tür hereingekommen bin, habe ich den Fernseher sofort an das Stromnetz angeschlossen und war erschrocken. Ich war total erschrocken. OH NEIN, das Ding funktioniert. Ich kann nicht daran rumbasteln. Nicht ausschlachten, nicht versuchen, den TV zu reparieren. Das habe ich nämlich früher immer sehr gerne gemacht. Alte Röhrenfernsehgeräte repariert. Meistens hatte ich damit Erfolg. Mit der Zeit kriegt man ja auch Übrung darin.

Aber nein. Der TV lief. Ich habe dann eine Stunde gewartet, ob er denn vielleicht von selbst abschaltet aufgrund eines Defektes etc. Aber nein, der TV läuft. Einwandfrei. Das Problem daran: Er blockiert jetzt meine Werkbank. Wo soll ich jetzt weiter meine Schaltungen zusammenbauen, wo soll ich experimentieren. Ich habe keinen Platz mehr. Leute. Ich muss also jetzt von irgendwo her einen Tisch besorgen. Damit der Fernseher schnell von der Werkbank verschwindet.

Klar, ich könnte den TV auch in den Abstellraum stellen. Aber einmal einen Fernseher hier im Raum, mal abgesehen vom Wohnzimmer, möchte man den Luxus nicht mehr missen. Also, gedulde Dich @Power-FM :rp:

Ich freue mich schon, wenn ich den Tisch habe, während meiner Bastelexperimente nebenbei auch noch Fernsehen zu können. Da kommt sicherlich Freude auf.

Ich habe jetzt dann ganz viel Zeit, so wie es aussieht. Jetzt kommt sowieso der Sommer. Da hat man keine Lust bei der Hitze in der Wohnung gross etwas zu basteln, geschweige denn einzuscannen oder so. Irgendwann werde ich den Plan einscannen. Ganz sicher!

Gute Nacht für heute!

von kettenraucher - am 02.06.2016 21:26
... und empfängt auch Digital ;-).

Übrigens bezüglich Geräten vom "Schrott" oder Geräten, die ich draußen gefunden habe (Radios, TVs, alles Mögliche):
Ich habe auch einiges mitgenommen zum Aufarbeiten oder, falls das nichs wird zum Ausschlachten.
Allerdings war es bei mir sogar so, dass JEDES Gerät bisher völlig in Ordnung war und außer Reinigung nichts gemacht werden werden musste.

Besonders stinknormale HiFi-Vollverstärker werden zur Zeit wohl gerade besonders gerne weggeschmissen, obwohl sie noch völlig in Ordnung sind.
Wohl einfach nur, weil sie (genau wie Röhrenfernseher) einfach nicht mehr "in" sind...

von Power-FM ne - am 04.06.2016 17:47
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