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Senderbau und HF Technik
Beiträge im Thema:
2
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
carkiller08, OkiDoki2

433MHZ

Startbeitrag von OkiDoki2 am 18.04.2016 05:27

Hallo zusammen,

ich hab mal eine Frage, die nicht direkt mit dem Senderbau zu tun hat. Es geht um eine Funkübertragung zwischen Plattformwaage und einem Waagenterminal auf 433Mhz. Bei dieser Anwendung wird quasi das Waagensignal von der Plattform zur Anzeige gefunkt und man benötigt kein Kabel. Hierzu würden wir gerne ein Modul aus China verwenden. Dieses hat aber keinerlei Zulassung. Darf jetzt dieses Modul in Deutschland verwendet und vertrieben werden oder nicht?

Vielleicht kennt sich ja jemand mit den ganzen Vorschriften aus...

MfG OkiDoki

Antworten:

Da gibt es wohl mehrere Punkte zu beachten.

Funkrechtlich geht es zunächt mal um die Nutzung eines ISM-Bandes , die bei Einhaltung von Strahlungsleistung, ggf. Modulationsart und - bei Datenübertragung - ggf. der Funkdauer keiner Zulassung bedarf.

Zitat
Frequenznutzungsplan Bundesnetzagentur
Frequenznutzungs-bedingungen:
Übertragung von Daten und Tonsignalen über kurze Entfernung
Maximal
zulässige äquivalente Strahlungsleistung:10 mW ERP

Nutzungsbestimmung(en):
D150 D282 3 5 10 19 31

D150
Die Frequenzbereiche 9
– 10 kHz, 13 553 –
13 567 kHz, 26 957 –
27 283
kHz, 40,66 –
40,70 MHz, 433,05 –
434,79 MHz, 2 400 –
2 500 MHz, 5 725 –
5 875 MHz und 24 –
24,25 GHz sind für ISM
-Anwendungen bestimmt. Funk-
dienste, die innerhalb dieser Frequenzbereiche wahrgenommen werden,
müssen Störungen, die durch diese Anwendungen verursacht werden, hinnehmen.


D282
Die Frequenzbereiche 435 –
438 MHz, 1 260 –
1 270 MHz, 2 400 –
2 450
MHz und 5 650 –
5 670 MHz sind zusätzlich dem Amateurfunkdienst über
Satelliten auf sekundärer Basis zugewiesen. Andere sekundäre Funkdienste
in diesen Frequenzbereichen sind gegenüber dem Amateurfunkdienst über
Satelliten bevorrechtigt. Weltraumfunk
stellen des Amateurfunkdienstes über
Satelliten, die in diesen Frequenzbereichen arbeiten, müssen über geeignete
Vorrichtungen verfügen, die es im Fall von Störungen erlauben, die Ausse
n-
dungen dieser Weltraumfunkstellen zu steuern, damit Störungen bei ande
ren
Funkdiensten in diesen Frequenzbereichen sofort beseitigt werden können.
Die Benutzung der Frequenzbereiche 1 260 –
1 270 MHz und 5 650 –
5 670
MHz durch den Amateurfunkdienst über Satelliten ist auf die Richtung Erde –
Weltraum beschränkt

3 In den Frequenzbereichen 9 –
14 kHz, 72
– 112 kHz, 115
– 126 kHz, 3
500
– 3 800
kHz, 4
063
– 4 438 kHz, 5
900
– 6525 kHz, 7
300
– 7 350 kHz, 8
195
– 8 815 kHz,
9 400
– 9 900 kHz, 11
600
– 11 650 kHz, 12
050
– 12 100 kHz, 12
330
– 13
200 kHz,
13
570
– 13
600 kHz, 13
800
– 13
870 kHz, 15
600
– 15 800 kHz, 16
460
– 17 360
kHz, 17
480
– 17
550 kHz,
18
900
– 19
020 kHz, 22
000
– 22
720 kHz, 25
070

25
110 kHz, 26
100
– 26 175 kHz, 28
000
– 29 700 kHz, 34,35
– 36,55 MHz, 38,45 –
39 MHz, 137 –
138 MHz, 144 –
223 MHz, 410 –
862 MHz, 1
525
– 1 535 MHz, 1
660,5
––
1 700 MHz, 2
290
– 2 300 MHz, 3
400
– 3 600 MHz, 5
150
– 5 255 MHz, 5
850

6525 MHz, 14 –
14,62 GHz, 15,23
– 15,35 GHz, 17,3
– 17,7 GHz, 23 –
23,6 GHz, 31

31,3 GHz und 66 –
71 GHz werden Einzelfrequenzen für militärische Zwecke genutzt.


5 ISM
-Anwendungen können Frequenzbereic
he mitbenutzen, die Funkdiensten im Fr
e-
quenzbereich 9 kHz
– 300 GHz zugewiesen sind, wenn die für diese Nutzung er
-
forderlichen Frequenzen aufgrund des gewünschten physikalischen Effekts vorge
-
geben und nicht frei wählbar sind. Die Grenzwerte der zulässigen Abstrahlung und
sonstigen störrelevanten Parameter für diese ISM
-Anwendungen werden aus der Sicht
der Funkverträglichkeit in der erforderlichen Frequenzzuteilung festgelegt. Die ISM
-
Nutzungen nach dieser Nutzungsbestimmung dürfen keine Störungen bei ge
genwärtig
und zukünftig betriebenen Funkanlagen und Funkdiensten verursachen. Die Mitnut-
zung von Frequenzen durch ISM
-Anwendungen in Frequenzbereichen, die sicherheit
s-
relevanten Funkanwendungen gewidmet sind, ist ausgeschlossen.

10 Die Frequenzbereiche 6
765
– 6 795 kHz, 13
553
– 13 567 kHz, 26
957
– 27
283 kHz,
40,66
– 40,70 MHz, 433,05 –
434,79 MHz, 2
400
– 2 483,5 MHz, 5
725
– 5 875 MHz,
24
– 24,25 GHz, 61
– 61,5 GHz, 122
– 123 GHz und 244
– 246 GHz können durch
Funkanlagen geringer Reichweite mitgenutzt werden

19 Im Frequenzbereich 430
– 440 MHz können Einzelfrequenzen für militärischen nicht
-
navigatorischen Ortungsfunk mitbenutzt werden.


31 Die Frequenzbereiche oberhalb von 30 MHz können von Funkanlagen geringster Lei
s-
tung mitgenutzt werden. Bei der Auswahl der Frequenzbereiche sind die erhöhten
Schutzanforderungen von sicherheitsrelevanten Funkanwendungen zu gewährleisten.
Die Frequenzbereiche, Grenzwerte der zulässigen Strahlungsleistung und sonstigen
störrelevanten Parameter von Funkanlagen geringster Leistung werden im Frequenz
-
nutzungsplan oder der erforderlichen Frequenzzuteilung festgelegt. Funkanlagen ge
-
ringster Leistung dürfen keine Störungen bei anderen gegenwärtig und zukünftig be-
triebenen Funkanlagen und Funkdiensten, denen die entsprechenden Frequenz
-
bereiche auf primärer oder sekundärer Basis zugewiesen sind, verursachen. Störun-
gen durch diese anderen Funkanlagen und Funkdienste müssen von Funkanlagen g
e-
ringster Leistung hingenommen werden.



Ob so ein Modul jetzt eine extra Zulassung braucht, wenn es in ein Gerät mit eingebaut wird,
weiss ich nicht mit Sicherheit. Ein CE-Zeichen darauf dürfte aber von Vorteil sein.

Es kommt hier noch dazu , dass es wohl um einen gewerblichen Einsatz und/oder die mögliche
Herstellung der Waagen in Serie geht.
Dann kommen sicher noch weitere Vorschriften hinzu, die es zu beachten gilt .

von carkiller08 - am 18.04.2016 15:06
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