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Senderbau und HF Technik
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Einfachster AM Sender mit Rahmenantenne

Startbeitrag von Oszillatormann am 29.05.2016 15:30

Hier ist die einfachste Schaltung eines AM Senders. Für einfache Experimente mit Rahmenantennen eine schöne Schaltung, die im Haus ein sehr starkes Signal erzeugt. Die Reichweite ist ca. 150 m und zeigt, wie effizient eine Rahmenantenne funktioniert. Klanglich ist von der Einfachkonstruktion nicht viel zu erwarten. Bei zu viel NF geht der Oszillator einfach aus, dadurch entsteht in den Lautstärkespitzen Übermodulation. Ausserdem entsteht etwas Rest-FM von ein paar 100 Hz. Auch das hebt den Klirrfaktor an.
Die Rahmenantenne mit einer Windung besteht aus Schaltlitze (0,5 mm Durchmesser), die viereckig an die Zimmerwand geklebt sind. Die Wirkfläche der Rahmenantenne ist 0,8 m * 0,8 m = 0,64 m².

Die Diode verhindert, das der Transistor in die Sättigung gerät und reduziert dadurch die Rest-FM.
Der 10 Ohm Widerstand sorgt für HF-Gegenkopplung und hat den gleichen Zweck.
Die gemessene Güte der Rahmenantenne ist etwa 8.
Der Sender läuft am Besten mit 12V zieht dann 9mA.

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Ob die OA191 funktioniert weiß ich nicht. Das ist eine Germaniumdiode, die wahrscheinlich einen großen Leckstrom hat. Dann liefert nicht nur der 470 kOhm Widerstand den Basisstrom sondern der Dioden - Leckstrom ist auch noch parallel da. Wenn am 330 Ohm Widerstand etwa 3V stehen ist es in Ordnung, der Leckstrom stört dann nicht. Das spannende an der Schaltung ist eigentlich zu sehen wie hoch die Reichweite dank der Rahmenantenne ist. Die funktioniert um Größenordnungen besser als ein 80 cm langer Vertikalstrahler einem Heizkörper als Masse. Das zeigt auch eine einfache Rechnung: Ein Vertikalstrahler mit 10pF Kapazität hat bei 1 MHZ 15,9 kOhm Impedanz. Bei 10 V am Strahlerfußpunkt fließen 628 µA in den Draht rein. Am Drahtende ist die Stromstärke Null, deshalb strahlt vom Vertikalstrahler nur etwa die untere Hälfte, also 40 cm Länge.
Die Loopantenne hat 12µH und damit bei 1 MHZ 75,3 Ohm Impedanz. Bei 10 V HF fließen 133 mA durch die Loop, und das auf voller Länge.
Der Strom durch die Loop ist 133 mA / 628µA = 211 mal größer. Das sind 46 dB. Da nur der halbe Vertikalstrahler strahlt, fehlen noch einmal 6dB, so daß die Loop 52 dB im Vorteil ist. Die Spannung um Fußpunkt des Vertikalstrahlers müßte statt 10 V 422 mal größer sein für gleiche Reichweite, also 4220V. Leider kann kein Pi-Filter mit handelsüblichen Bauteilen so weit hoch transformieren, regulär schaffen sie maximal 10 fache Aufwärtstransformation. Der Vertikalstrahler funkt also auch theoretisch Größenordnungen schlechter als die Loop.

von Oszillatormann - am 30.05.2016 17:53
Ich kann das mit der Rahmenantenne zumindest indirekt und ganz amateurhaft bestätigen.
Ich hatte mal halbwegs sowas wie eine Rahmenantenne auf der Mittelwelle verwendet. Das war ein Draht, der am Dachboden einmal außen herum ging und "irgendwie" (ob da zumindest halbwegs Anpassung vorlag weiß ich nicht, ich gehe eher davon aus das nicht ;-)).

Das war die einzige Antenne, mit der ich es auf der Mittelwelle (mit schon "größeren" Leistungen wie 5-20 Watt) überhaupt aus dem Dorf heraus geschafft habe.
Zwar immer noch nicht gerade so, wie man sich die Reichweite mit 20 Watt vorstellt (verglichen mit z.B. UKW oder Kurzwelle), aber zumindest "spielte" die Antenne überhaupt. So 3-4 km ging der brauchbare Empfang im Autoradio.
Mit allen anderen Konstrukten ("Spulenantenne", verkürzte Drahtantennen, die tlw. aus durchaus schon recht viel Draht bestanden aber im Verhältnis zur Wellenlänge immer noch viel zu kurz und tief waren) bin ich selbst mit 20 Watt nur ~ einen Kilometer weit gekommen, wenn überhaupt. Und auch an den Drähten konnte man durchaus kleine Lichtbögen erzeugen, Leuchtstoofröhren zum leuchten bringen und ähnliche Geschichten (was ich damit sagen will: Solche Spielereien sagen absolut nichts über die Abgestrahlte Leistung aus, auch wenn viele das denken).

Trotzdem bleibt die Mittelwelle für mich immer noch das "Magische Band". Ich weiß einfach zu vieles NICHT und bekomme in dem Bereich auch immer noch vieles NICHT hijn.

von Power-FM ne - am 30.05.2016 19:22
o.k. - Danke für die Antworten.

Bei der Diode hatte ich mir so etwas schon gedacht. Da werde ich mir wohl eine besorgen müssen.

3 Fragen sind bei mir allerdings noch offen:

- Warum steht an der Rahmenantenne + und - ?

- Von welcher Seite sollte die 1,20m Zuleitung kommen- 10nf oder 470K ?

- wieviel NF braucht man- reicht ein 2 stufiger Mikrofonverstärker, hab auch 3-stufig ?

Die Schaltung ist so ausgelegt, dass ein Anschluss einer PA nicht möglich ist ?

Als Vorarbeit werde ich mir schon einmal einen entsprechenden Sperrholzrahmen zusammenzimmern, dann kann man das Ganze später auch mal in der Natur aufstellen.

von sachsenbastler - am 30.05.2016 19:31
@PowerFM: Deine 40 m lange Dachbodendrahtantenne hat mich letztlich dazu inspiriert, das mal auszuprobieren.
@Sachsenbastler: Die Diode soll wildes Schwingen verhindern indem der Transistor daran gehindert wird, in die Sättigung zu kommen. Das kann eventuell deine OA101, wenn der Arbeitspunkt nicht wegdriftet. Die höchste Ausgangsleistung gibts mit 12V Betriebsspannung bei 6V am Emitter. Unmoduliert muß die halbe Amplitude rauskommen, deshalb ist 3V am Emitter eine sinnvolle Betriebsspannung.
Das Spulenschaltsymbol meines Schaltplanmalprogrammes hat + und - Zeichen, deshalb steht das an der Antenne. Ist hier völlig belanglos.
Die Antenne incl Zuleitung besteht aus einem 5,60 m langen Stück Schaltlitze. Da ist nichts geschirmt. Ich habe die 1,20 m Zuleitung verdrillt mit 12 Schlägen, alle 10 cm eine Verdrillung. Da Nichts geschirmt ist erübrigt sich die Frage, woher die Zuleitung kommt.
Der NF-Pegel muß 6Vss betragen, damit am Emitter die Spannung von 0...6V ausgesteuert wird. Vss sind 2 V eff. Die NF-Quelle muß niederohmig sein, damit die angeschlossenen Kondensatoren C2 und C3 zügig umgeladen werden können. Sonst wird der Klang zu dumpf. Deshalb habe ich R11 auch zu 2,2 kOhm gewählt. Der schließt die HF nicht kurz und die NF geht bis 4 kHz noch drüber. Das reicht für MW knapp aus. Als NF-Quelle sollte der Cinchausgang eines Hifi-CD-Spielers funktionieren. Der bringt 2V und hat vielleicht auch nur 1 kOhm Innenwiderstand.
Ein Mikrofonvorverstärker muß von 1mV auf 2V hochverstärken. Dafür braucht man zwei Stufen.
Oder noch besser den Ausgang einer PC Soundkarte und als Audioprozessor die Software Stereotool

von Oszillatormann - am 30.05.2016 20:00
Habe es eben mal nachgebaut (auf Lochraster hingerotzt). Wirklich erstaunlich die Reichweite mit Loop und so einer "Leistung". Jedoch, 150m? Weiß net...

Bei 12 V messe ich (ohne Modulation) an dem mit "Ve" bezeichneten Punkt nur 2 V (bei 9 V nur 1 V). Woran liegt's? Verbesserungswürdig?

Mit einem mp3-Player ist das mit der Übermodulation schnell passiert. Wenn ich weit genug zurück drehe fällt auf, dass mein bester AM Empfänger (Tokyo Skylark Double Conversion) an der Stelle wo der Träger am stärksten ist, die leiseste Wiedergabe liefert. Stimme ich ein wenig daneben (am besten davor) ab wird's lauter. Was ist das für ein Phänomen? Hat der Empfänger den pingeligsten AM-Demodulator und es liegt am FM-Anteil?

von try_n_error_ne - am 30.05.2016 22:49
Ich bin auch noch mal rausgegangen und habs nachgemessen: Im Sony ICF SW7600 gibts in 90 m Entfernung noch geschätzte 3 dB S/N bei Modulation mit 600 Hz und gefühlten 5% Klirrfaktor. Ich habe an Ve 2,7 V bei mir, der Transistor ist ein BC184C. Bau einen BC109C, 184C, 239C 548C oder sonst einen der Stromverstärkungsgruppe C ein. Dann gibts mit dem gewählten kleinen Basisgleichstrom auch mehr Spannung am Emitter. Oder ändere den 470 kOhm Widerstand auf z.B. 330 kOhm
Dein Rest-FM Phänomen habe ich nicht. Vielleicht entsteht das Problem weil du ein 20 kHz breites NF Spektrum modulierst und dein Empfänger bei Verstimmung gewissermassen breitbandiger wird. Wenn der Empfänger z.B +-3kHz Bandbreite hat wird er bei Verstimmung um 2kHz +5kHz und - 1khz noch demodulieren. Dadurch klingt es brillianter mit 5 kHz Bandbreite

Wenn ich den Kopfhörerausgang der Stereoanlage mit einem UKW-Sender als Tonquelle nehme klingt es ganz passabel. Der Ton wird allerdings bei zu hoher Lautstärke im Rhythmus der Bässe angekratzt, weil bei annähernd 100% Modulationsgrad die HF ganz aussetzt.

Für doppelte Reichweite muß man eine doppelt so große Loop verbauen. Die hat dann mehr L, es braucht weniger C und die Frequenz hängt dadurch mehr vom Transistor und der Antennenumgebung ab. Deshalb ist die Schaltung wie sie ist. Sie soll zeigen, wie schön eine Rahmenantenne funktioniert und hat deshalb auch keinen Abgleich bekommen. -:)

von Oszillatormann - am 31.05.2016 13:13
Der AM Sender braucht noch einen großen Bruder mit mehr Reichweite. 500 m habe ich mit 25mW Sendeleistung aus einem Messsender erreicht. Die Antenne dazu sieht so aus:

Für 1.0 MHz Sendefrequenz:
L = 14uH Rahmenantenne = 1 Wdg 4 * 210 cm
an die Zimmerwand geklebt
zzgl 1,20 m Zuleitung
Gesamte Drahtlänge = 10,80 m
Aus Koaxkabel mit 1,5mm Schirmdurchmesser, nur Schirm benutzt,
oder aus Schaltlitze mit 1,5 mm Durchmesser.
gemessene Spulengüte Q = 60. 14uH=j88Ohm+1,46 Ohm

Die Antenne wurde mit zwei Kondensatoren auf 50 Ohm angepasst: 1,5nF parallel zur Antenne und über 337 pF lose angekoppelt, Resonanz bei 995 kHz mit 30 dB Anpassung.
Die Spannung an der einen Windung ist 40 Vss bei 25mW und 80Vss bei 100mW bei voller Modulation. Durch die Spule fließt daher bei 80Vss und j88 Ohm 0,9Ass. Die Wirkleistung im äquivalenten 1,46 Ohm Widerstand ist Iss² * R / 8 = 147 mW.
Der Messsender liefert aber nur 100mW. Da hat sich eine kleine Ungenauigkeit eingeschlichen.
Der Messsender ist seit Jahren nicht mehr kalibriert. Die Gütemessung ist vielleicht nicht exakt. Die Induktivität stimmt nicht genau. Das Oszilloskop ist nicht genau bei der Messung von 80 Vss. Es gibt viele Fehlermöglickeiten. Auf jeden Fall habe ich in 500 m Entfernung noch ca 0 dB S/N im Empfänger. Für 5km Reichweite braucht man dann wohl etwa 100 fache Leistung = 2,5W.

von Oszillatormann - am 03.06.2016 16:05
Hallo,

Ich habe jetzt Gestern nach der Arbeit den Sender auchnoch aufgebaut. Allerdings nur auf Steckboard "dafür aber" so, das die Teile eng an eng sind und eher der HF gerechte Aufbau im Vordergrund steht, als ein optisch ansprechender Aufbau.

Ich testete die Schaltung mit einer 15µH Spule, vermutete eigendlich, das es mit der nicht funktioniert, da diese eventuell verglichen mit einer Drahtschleife einfach nicht "gut genug" wäre.

Doch der Sender schwang sofort an, ich testete auch kurz Audio modulation an Basis, schien alles zu passen.

Ich habe dann eine Drahtschleife gemacht, allerdings nur sehr schnell. Ich habe zwar den benötigten Draht hier, aber ich möchte ungern meinen "guten Schaltdraht" zu einer Antenne verbasteln. Also habe ich eine sicherlich suboptimale Konstruktion gemacht, einach viele Kroko Klemmen in Reihe und das dann als Antenne genommen. Später hatte ich ein Gebilde mit vielleicht 4-5m Drahtlänge und einem Durchmesser von ca 0,8-1m (allerdings schief und scheps ...).

Bei mir schwang das auch, aber ich musste ca 500pF parallel machen zur Spule, um in´s Mittelwellenband zu kommen, sonst schwang es je nach Aufbau bei >1,6Mhz. Das liegt aber garantiert an meinem Aufbau, keine Frage.

Ich habe die Basismodulation nicht weiter verfolgt, und habe gleich die Schaltung erweitert. Ich habe vor die Schaltung einen Transistor in Kollektorschaltung mit Basisspannungsteiler gemacht, und dazu noch einen Modulationsverstärker. Außerdem war ich so frei, die Schaltung "dann" (also den Oszillator) mit 15V zu versorgen (30V am Labor NT) um meine schlechte Antenne wieder auszugleichen.

Nun was soll ich sagen. Die Schaltung funktioniert hervorragend. Bei 30V nahm die Gesamtschaltung 0,01A auf - hier gibts aber zu bedenken, das ja nur 15V davon am Oszillator waren, und auch ein NF Verstärker in Emmiterschaltung von diesen 30V gespeist wurde. Die Effektive Sendeleistung dürfte also wirklich nur im unteren 2-stelligen mW Bereich liegen.

Wie auch immer - der Sender hat in meinem Nachbau hervorragend funktioniert. Vielleicht macht er nicht ganz 100% AM (zu laut und es gibt Verzerrungen) aber die AM Reinheit ist bei der Mehrheit der Radios brauchbar. Man kann es zwar so hindrehen, das es tendenziell leiser wird (wegen FM) aber immernoch so laut ist, das man einwandfrei mit dem Sender arbeiten kann. Wirklich viel viel besser als andere "1 Transistor" MW Sender, die oftmals nur UKW Sender mit neuen Werten sind und "irgendwie" gehen (Zum Beispiel Kemo Sender, Jogis Röhrenbude).

Da ich müde war von Arbeit, und auch nichtmehr zu viel testen wollte, machte ich neben den Modulationstests ein paar oberflächliche Tests. So testete ich die Reichweite, mit verschiedenen Spannungen, und einem Radio der eine recht kleine Antenne besitzt. Kann nicht mit einem Sony mithalten. An 9V bekam ich so 15m Reichweite aber schon mit betonten Rauschen, bei 15V bekam ich ca 30m Reichweite, obwohl der Sender netmal "genau" auf dem Kanal lag (tendenziell auf "Frequenz 1" aber zwischen Frequenz 1 und 2 wenn man so will).

Ich glaube ihm, das er 90m mit der Schaltung schafft, es kommt halt auf viele Faktoren an. Was versteht man unter Reichweite? Das es noch leise rein rauscht, oder das es einwandfrei hergeht?

90m hätte ich auch mit meinem gestrigen Aufbau geschafft, hätte ichs wirklich drauf angelegt. Allerdings halt so, das man Sprache zwar verstehen könnte, aber überwiegend Rauschen vorhanden wäre.

Was mir noch auffiel. Die Reichweite, die der Sender gestern hatte ist "meinem Gefühl nach" in etwa gleich mit einem der 40-50mW hat an eine 2m langen Antenne, die gut angepasst ist.

Hält man nun (beispiel) einen Walkman an diese 2m lange Antenne, wählt Kassette, legt aber keine Kassette ein, und drückt auf "Play" kann man im Kopfhörer die Modulation hören. Wieso brauch ich nicht zu erklären "hier". Wie auch immer, bei der Induktionsschleife war absolut nichts im gleichen Test zu hören, auch wenn man den Walkman quasi direkt an die Kabelisolierung hielt.

Bei der Schaltung ists halt soeine Sache, wie schon gesagt, mit 40-50mW an einer 2m langen Antenne, die ich über einen PI Filter anpasse, bekomme ich in etwa die gleiche Reichweite. Allerdings hat die Schaltung den Vorteil das sie effizienter ist, und durch die Art ihrer Antenne kein Gegengewicht braucht, die Antenne auch "versteckt" werden kann (die 2m müssten voll ausgelegt sein, vertikal)

Ein ganz anders Problem hatte ich, nämlich das 2 / 3 getesteten Radios (allsamt nicht vergleichbar mit der Empfansleistung eines GUTEN Mittelwellenradios, aber auch net umbedingt Schrott) das sie in der Nähe der Induktionsschleife einfach übersteuerten. Die Modulation wurde "gefressen" etc pp.

Oberwellen habe ich net getestet, vermute abe stark, das diese allsamt sehr gut unterdrückt sind bei dieser Konstruktion - sehr gut bzw. "brauchbar".

Ich hab mich dann gut 20 mins hingehockt, und mich gefreut, das nun auf einmal ein Sender auf Mittelwelle ist, der schöne (Geschmachssache...) elektronische Musik sendet, und dieser auch gelauscht. Nachdem ich mit dem Test fertig war, testete ich nochmal die Basismodulation im Detail.

Dafür ersetzte ich meine Koppelschleife wieder durch eine 15µH Induktivität, und nahm auch den 500pF raus (da kommt man so auf 1,1 bis 1,25Mhz weis den Wert nimmer genau). Anschließend modulierte ich den Sender an Basis, mit besagtem 2,2k und 2 - 3 100nF parallel (also 0,2 bis 0,3µF reicht ja voll vom Bass, mir zumindest).

Wenn ich meinen CD Spieler am Kopfhörerausgang auf Lautstärke 31/31 stelle ist der Sender ca 1/2 so laut wie eine normale Radiostation. Durch erweiterung des Senders um einen NF Vorverstärker (in Emmiterschaltung um die Spannung zu verstärken) erreiche ich eine sehr laute, sehr klare Modulation. FM - Frequenzmodulation - ist echt kein Problem. Auch mit Basis Modulation ist diese so gering das man am Radio bestenfalls mit Absicht eine Stelle justieren kann an der es tendenziell leiser wird, aber bei weitem nicht störend wirkt. Mit meinem Sony7600 habe ich das aber nicht getestet, da merkt man FM viel eher durch Blubbern, ich schätze aber, wenn man´s net übetreibt mit der Modulation dürfte es selbst dort passen.

Ich habe auch getestet, selbst bei sich verstellender Betriebsspannung um + / - 3V bleibt alles brauhcbar stabiel.

Alles in allem ein außerordentlich guter Sender - vor allem für Einsteiger. Die Klangqualität kann zwar nicht mit einer offiziellen Station mithalten (möchte man 100% am) aber auch 90% oder was auch immer der macht klingen schon sehr gut, es macht einfach Spaß da zu zuhören. Der Sender erreicht problemlos die ganze Wohnung, mit einer Antenne, die man - wenn man so will - aus dünnem Draht in einem Bilderrahmen "verstecken" kann...

Absolute! Empfehlung für Einsteiger diese Schaltung nachzubauen.

Noch was am Rande.

Ich war nacher sogar etwas frustriert. Ich kann es auch "1 Transistor Sender bauen" die trotz "freischwingend" und "nur 1 Transistor, Oszillator wird moduliert" saubere AM machen, mit einem enorm geringen FM Anteil, den sogar der Sony 7600 nicht "meckernd" beanstandet.
Allerdings habe ich dafür echt Jahrelang geforscht. Immermalwieder hier probiert, da probiert - und jetzt habe ich einige Sender entwickelt, die brauchbar funktionieren.

Allerdings sind diese meistens mit Kompromissen verbunden. Wird die Frequenz größer verstellt, muss man ggf Spannungen nach justieren usw usv und sie arbeiten an einem "kritischen Punkt" heist, wenn die Batterie Spannung beispielsweise von 9 auf 8,7V absinkt macht sich das gleich deutlich in der Modulation bemerkbar (wird lauter bis Abriss). Klar man kann eine LED einsetzen, den Oszillator für 1,6V designen - tat ich auch, geht - ist aber geschummelt.

Es ist frustrierend, wenn man jahrelang an was arbeitet, und dann kommt ein PROFI - wie Oszillatormann daher, und "wirft mal einfach so eine Schaltung in den Raum" die gern zugegeben problemlos mit dem besten, was ich nach Jahren hervorgebracht hat konkurrieren kann und durch ihre Hervorragende Leistung sogar ein Stück besser ist.

Ich habe auchnoch ein Foto gemacht, vom Aufbau aufm´ Steckboard. Aber ich vermute, ihr glaubt mir auch so, das ich´s getestet habe.

Nochmal, eine super! Schaltung für Einsteiger.

von Elektronikbastler - am 04.06.2016 14:18
Da das aktuelle Wetter das Betreten (und erst recht das Arbeiten in) meinem "Bastelraum" unmöglich macht, wird das zwar vorerst nichts, aber ich werde es auch irgendwann mal nachbauen.

@ Elektronikbastler

Deine "Sender" sind doch soweit ok. Nur die 1,2 m Drahtantennen wegen dem Wirkungsgrad und der nötigen HF-Erde halt nicht, aber das haben wir ja schon oft genug diskutiert.

Verpasse deinen Sender auch so eine Loopantenne, und (davon gehe ich stark aus) wird sich die Reichweite bestimmt verbessern. Eine ähnliche Erfahrung hatte ich ja damals auch gemacht.
Der Wirkungsgrad der Loop ist besser, weil "Strom strahlt", und bei der Loop fließt mehr Strom und das auch durch die ganze Antenne, wurde ja oben schon erklärt (da hätte ich eigentlich auch alleine mal drauf kommen können, aber ich binn ja auch nicht der hellste ;-)).

Ich wollte ja auch noch mal eine "riesig" große Loop bauen, leider ist es dazu (noch) nicht gekommen.

von Power-FM ne - am 04.06.2016 17:43
Freut mich, das Ihr Euch auch über die Effizienz einer Loopantenne freut.
Den kleinen AM Sender mit 90m Reichweite habe in der Entfernung nur noch völlig verrauscht mit 0 dB Störabstand empfangen. Für Musik ist das unbrauchbar. Die Krokoklemmenreihenschaltung hat sicher viel mehr Serienwiderstand und wird deshalb vielleicht etwas schlechter funktionieren als ein 5,60 m langes Drahtstück. Bei einer Rahmenantenne ist die Wirkfläche entscheidend. Je mehr, desto besser der Wirkungsgrad. Das Inet sagt, daß bei kleinen Antennen mit Verdopplung des Durchmessers der Wirkungsgrad 9 dB steigt.
Der 1 Transistorozillator mit der großen Loop ist leider nicht modulierbar weil die hohe Betriebsgüte der Loop zu langer Oszillatoranschwingzeit führt. Noch nicht mal 1 kHz sind vernünfitg sauber modulierbar.
Die große Loop mit 2,1 m Kantenlänge werde ich deshalb mit eigener Endstufe mit BD135 füttern.

von Oszillatormann - am 04.06.2016 18:34
Hi,

ich meinte das mit Frust garnicht auf meine Antennen bezogen, eher auf den 1-Transistor AM Sender. Viele Schaltungen von anderen Bastlern habe ich getestet, und sie machen FM, nur ganz wenige funktionieren brauchbar (mit 1 Transistor + LC).

Ich habe Heute nochmal explizit Experimente zu Rahmenantenne gemacht, und naja, ich empfand sie im Verhältniss Drahtlänge / Reichweite jetzt nicht schlechter oder besser als einen normalen Sender.

Zuerst habe ich eine Antenne gebaut mit vielleicht 1,20-1,50m 10mm² PE Leitung. Ich weis die genaue Länge nicht, aber ich habe diesen dicken Draht extra mal für ´ne mag. Antenne gekauft.

Also eine Schleife daraus gemacht. Als Schaltung habe ich die "Schaltung für Faule" genommen - einfach ein 1Mhz TTL Quarzoszillator, an dessen Ausgang ein BC548B in klasse C Schaltung. Wenn man´s drauf anlegt kann man da ca. 250mW "rausquetschen". Ich habe den Sender rein Stromaufnahmetechnisch (Endstufe) so im Bereich um 100-150mW betrieben. Verluste mit eingeschätzt.

Die Drahtschleiffe liess sich auch anpassen, die Stromaufnahme änderte sich bei Resonanz usw usv - doch die Reichweite war jetzt auch nicht umbedingt größer, wie besagte 1,50m Draht mit PI Filter bei der Leistung. Ich habe die Drahtschleiffe zwischen Modulator out und Kollektor des Endstufen T´s und natürlich auf Modulatorseite mit 100nF gg Masse abgeblockt.

Ich habe auch längere Drähte probiert, aber das Wetter war nicht so toll, also habe ich noch anderwertig gebastelt.

Später hatte ich dann doch mehr Zeit als erwartet, und ich habe nochmal eine Rahmenantenne "richtig ordentlich" aufgebaut, Rechteckig, vielleicht 1 bis 1,20m lang mal 80cm hoch mal (oben) wieder 1 bis 1,20m. Bin da schlecht im Schätzen aber war schon "relativ groß".

Den Sender wieder so wie vorher, und in der Mitte der Antenne über ein 10cm oder so langes, kurzes, verdrilltes Schaltlabel eingespeißt.

Es gab mit dem richtigen parallel C eine deutliche Resonanz (´n paar nF warens glaub ich so 3,7 weis nimme iwas in der Gegend). Die Leistung die nun in die Endstufe floss (elektrisch) war 6V 25mA. Ich hätte auch mehr machen können, aber das ergibt ja rechnerisch schon >100mW und die Antenne soll sich ja dadurch beweisen, das sie mit wenig Leistung viel strahlt.

Oberwellen habe ich diesesmal geprüft. Diese sind "ok" unterdrückt, nicht umbedingt gut - aber definitiv gut genug, das man mit der kleinen Leistung senden kann.

Doch die Reichweite war wieder nicht soo der hit. Ich nahm wieder meinen mittelguten Radio (einen ganz guten nehmen erachte ich in solchen Fällen für "Praxistaugliche" Ergebnisse für wenig Sinnvoll).

Jedenfalls ging ich trotz rel. starkem Regen wieder raus, doch so 50m oder so, da rauschte es schon wie noch was. Ich bin dann extra durchs nasse + hohe Graß um den Radio so parallel zu meiner Antenne zu bekommen, wie nur möglich, aber das brachte auch nicht viel mehr Gewinn. Ok, ich merkte später, das die mod recht leise war (vllt 70% vergessen lauter zu machen) aber das ändert ja nix an der generellen Signalstärke.

Der Radio "übersteuerte" bei der Drahtschleife ab ca. 1m vorher warens 15-20cm.

Ich hab dann zum Spaß auf 20V aufgedreht, was aber eher 18-20V schwankend waren (Strombegrenzung an), dann übersteuerte der Radio schon so ab 1,25 bis 1,40m. Einen weiteren Test wollte ich aber net machen.

Was ich sonst noch probiert habe: Eine LED parallel halten, leuchtet sehr stark, gleich wieder weg, das die net Kaputtgeht. Eine 6V 3W Softlite lampe frisst die ganze Sendeleistung, "rührt sich aber net" eine 6V 0,1A Lampe leuchtet ca 100-150mW mäsig stark wenn ich sie zur Drahtschleiffe bzw. den parallel C´s (die sich übrigens schwach, aber doch spürbar erwärmten) dazuhalte. (Erfahrungswerte)

Achja, die Oberwellen habe ich induktiv geprüft, und kapazitiv. Kapazitiv waren sie stärker als induktiv, warum auch immer - toll ist die Filterung nicht aber man kanns schon lassen...

Sicher mag eine Antenne so gut sein, ich mag das nicht verneinen, aber bei meinen Experimenten kam eher raus, das sie "anders" ist - anders in ihrer Handhabung. Man benötigt kein Gegengewicht, und sie funktioniert logischerweise sehr gut bei Radios mit Ferritantenne. Ein Haus ist auch mit wenig Leistung problemlos versorgt. Doch wirklich "viel besser" als eine Drahtantenne ist sie nicht. Ich habe experimente gemacht, mit einer 2,50m Drahtantenne. Ich habe mit wirklich gut (durch Trafo nicht Festinduktivitäten) angepasster 2,50m Drahtantenne in etwa die gleiche Reichweite, wie ich jetzt mit meiner 1,20m x 80cm oder so Loop hatte.

Attraktiv ist sowas als induktionsschleiffe. Da merkt man den Effekt wirklich gut. Bei einem Modulator mit vermutlich maximal 1mW Sendeleistung konnte ich mit einer recht kleinen Drahtschleife problemlos >1m weit in super Qualität senden. Da rendtiert sich ein aufwendiger PI Filter nicht.

PS:

Hat ja nix mit dem Thema zu tun, aber ich hab zufällig gesehen, das es bei Reichelt derzeit 1000Khz Resonatoren mit dem Kommentar "Restposten" gibt. Solltet ihr euch kaufen, ist natürlich net so gut wie ein 1Mhz Quarz (die mittlerweile Sammlerwert haben...) aber für solche QRP Spielerein immer gut.

PPS: Ich bin mir auch sicher, das die magnetischen Antennen gut sind, ich hab halt nur bis jetzt andere Erfahrungen gemacht mit meinen Praxistests. Wenn man einen Rahmen hat mit an jeder Ecke 2Meter oder mehr ist das sicher gut - auf der anderen Seite - auf einem Ringkern einen entsprechenden Trafo wickeln und so weiter da bekäme man bei 8m Drahtlänge (4x2m) auch 500m hin wenn´s nur "reinrauschen" soll, das schaff ich auch mit 2,50m und 2-3W Leistung.

von Elektronikbastler - am 05.06.2016 15:24
Also ich habe mich jetzt entschlossen den AM- Sender in der Urform in einem meiner Plattenspieler Ziphona Türkis 524 unterzubringen.
Platz ist genügend da, selbst für den 12V Trafo. Die Rahmenantenne kann mit den Maßen 45cmx4
im Gehäuse untergebracht werden.

Wie weit muss die Spannung geglättet sein ?
Die Reichweite ist dann nicht so entscheidend.
Wenn ich dann eine Platte von Bryan Ferry auflege- kann ich sagen ,guckt ma-die bring das och grad im Radio- gomisch ??

von sachsenbastler - am 06.06.2016 08:25
Mach das mal. Wenn die Spannung 1% Welligkeit hat wirst du auch 1% AM bekommen. Für 50 dB Störabstand brauchst du 0,3% Restwelligkeit, d.h. 36 mV.

Ich habe das FM Problem nachvollziehen können: Bei Übermodulation mit mehr als 6Vss kommt der Transistor in die Sättigung. Dadurch entsteht FM. Ein NF Verstärker, der selbst nur mit 6V versorgt wird kann auch höchstens 6Vss liefern und geht deshalb gut als Begrenzer.

von Oszillatormann - am 06.06.2016 18:30
Der Schwingkreis im Einfachsender besteht aus L1, C1, C2, C3. Alle vier Teile sind für die HF in Reihe geschaltet und die Schwingfrequenz errechnet sich deshalb aus der Serienkapazität und L1.
Wenn Du die Rahmenantenne verkleinerst änderst Du ihre Induktivität. Behalte die Originaldrahtlänge von 5,60 m bei und wickele damit zwei Windungen oder drei Windungen in deinen Plattenspieler. Dann bleibt die Induktivität mehr beim ursprünglichen Wert und damit die Frequenz im Mittelwellenbereich.

von Oszillatormann - am 06.06.2016 18:41
Ok. - dann werde ich die gesamten 5,60m Litze da reinwickeln.
Die Innenmasse sind auch höchstens 0,29cmX 0,36cm ,da habe ich mich auch verschätzt. Die Diode gibt es nur in Leipzigs Innenstadt ohne Porto und muss noch gekauft werden.
Und dann brauch ich 1 Tag Regenwetter zum basteln. Bis heute musste ich jeden Tag giessen.
Hier sind in den letzten 5 Tagen nur 3-4L /m2 gefallen ! - Das ist kein Witz :(

von sachsenbastler - am 06.06.2016 20:40
Hallo und Danke nochmal für die Tipps nach meinem damaligen Post. 330 k statt 470 k schaffte Abhilfe (einen "C" eingestuften Transistor hatte ich nicht zur Hand). Spannung am besagten Messpunkt nun knapp 2,8 V.

Meine Frage, "wo" nun eigentlich der Schwingkreis ist (Serienresonanz war mir irgendwie schon klar) ist ja nun zufällig auch beantwortet ;)

Habe nun das Senderchen auf dem Dachboden installiert, wo es ich durch den alten Kamin per Steuerleitung (die da eh schon liegt wg. meinem Antennenumschalter) mit Spannung und Audio versorge. Die Plus-Zuleitung ist am Sender verdrosselt (wäre das überhaupt nötig gewesen?) und die Spannung per Zener-Diode auf 12 V gebracht. Sie kommt aus einer billig-12V-Wandwarze, die im Leerlauf 16 V liefert (und "Leerlauf" hat man bei 9 mA Stromaufnahme ja quasi noch ;) ). Das Haus (4 Wohngeschosse) wird nun bis in den Keller versorgt. Dort rauschts allerdings schon sehr stark - bei mir im 2. Stock ist es aber noch prima.

Das Modulationsproblem (bei der Stelle des stärksten Trägers) hat sich auch verbessert. Ich glaube weniger weil der Empfänger jetzt nicht mehr mit zu starkem Pegel zugestopft wird, sondern eher wegen der irre langen Audio-Zuleitung - ca. 20 Meter (!)... Das entsteht sicher eine ordentliche Kapazität, die die Höhen klaut. Habe ich den einen Lösungsansatz von Oszillatormann
Zitat

Vielleicht entsteht das Problem weil du ein 20 kHz breites NF Spektrum modulierst

richtig interpretiert? Verstehe eh kaum die Hälfte von dem was ihr Profis hier vom Stapel lasst ;)

Hätte da noch eine Frage, bzw. Anregung: Eine Loop scheint ja irgendwie "die Waffe" zu sein bei derart niedrigen Frequenzen. Wäre es nicht interessant dem auf der Homepage vorgestellten 1 Watt Mittelwellensender eine Loop als Antenne zu verpassen? Ehrlich gesagt vermisse ich dort sowieso einen - wenigstens kleinen - Tipp/Vorschlag oder Link für ein Antennenkonzept, damit ich mir (ohne Dummy, mit eigenen, aus der Ahnungslosigkeit geborenen "Antennenphantasien") nicht nicht gleich wieder den Endtransistor zerschieße ;)

Nun ist hier im Falle des Einfachstsenders die Loop ja nun mal Bestandteil des Schwingkreises selbst und eine Loop als Antenne, an einem vermutlich auf 50 Ohm ausgelegten Ausgang, eine ganz andere Baustelle - oder? Wie sähe sowas aus? Wie müsste man da vorgehen? Käme das an eine, wie auch immer, toll angepasste Drahtantenne heran? Zumindest müsste doch der Vorteil des genügsameren Standortes (ich habe aufgeschnappt, dass eine Drahtantenne bei den Frequenzen nicht hoch genug hängen kann) und des geringeren Platzbedarfes bestehen...?

Oh - wieder so viel - sorry...

von try_n_error_ne - am 07.06.2016 16:45
@ Sachsenbastler

Wenn du den Sender in einen Plattenspieler einbauen willst, würde ich das ohne Rahmenantenne machen. Anstelle der Antenne kannst du auch eine kaufbare Festinduktivität nehmen, 15µH gehen da statt der 12µH - dann wird die schaltung sehr kompakt. Wenn du die Rahmenantenne liegend montierst hast du das Problem, das sie nach unten Strahlt, und je nach dem wo du den Plattenspieler hinstellst sich die Frequenz verstellt. Du kannst auch einfach eine Lufstpule mit 12µH wickeln auf ein Plastikrohr oder "klassisch" auf eine Klopapierrolle. Du wirst einen Vorverstärker mit mehreren Transistoren benötigen, wenn der Plattenspieler keinen line-ausgang hat. Einen Phono entzerr Verstärker, und einen Verstärker dann zwischen Phono Verstärker und Sender. Mit selbst der kleinsten Festinduktivität (MICC) habe ich mit dem Sender gut 50cm brauchbare Reichweite, die Reichweite wird natürlich größer, wenn die Spule physikalisch größer wird. Auch gingen vermutlich ein paar Windungen Draht auf einer alten Ferritantenne sehr gut. Die Drahtschleife da irgendwie reinquetschen halte ich für sehr suboptimal.

@
Try´n Error

Wenn das bei dir mit 330k geht ok, ich hatte mal testweise 22k drinnen, statt 470k, weil bei meinen Sendern die R´s gerne extrem klein sind (unter 10k) dann geht das bei mir sehr gut. Bei 22k erhalte ich aber irgendwie fast SSB? Schwer zu beschreiben, es ist irgendwie kein FM irgendwie aber auch eine komische AM - mit 470k gehts schon ganz gut. 330k habe ich net probiert.

Der Schwingkreis besteht bei dem Sender aus der Loop Antenne -was ja nicht schwer zu erraten war - und den Kondensatoren um den Transistor, also den 10nF´s 3,3nF und 100nF. Alle sind miteinander verbunden, und definieren so (da sie in Reihe geschalten sind) die Frequenz des Senders. Es handelt sich um einen Clapp Oszillator, nur das die Oszillatorspule nicht wie üblich auf Masse geht, sondern auf Plus. Da dort aber der 100nF Kondensator ist, kann die HF über selbrigen fliessen. Ich weis, ist nur eine 0815 Erklärung aber...

Z Dioden wäre ich vorsichtig, die gehen sehr schnell kaputt. Ich hatte welche drinnen zur Spannungsstabilisierung in einem Röhren-Wandler. Einfach als "Last". Obwohl nur wenig Strom floss, waren die Z Dioden bald kaputt (offen). Ich habe rausgefunden, wenn man sie nur etwas überlastet, gehen sie gleich kaputt. Du kannst den Sender ja auch mit mehr Spannung versorgen, oder die Z Diode einfach durch einen Widerstand ersetzen und einen Puffer Elko einbauen, aber Z Diode finde ich Subpotimal. Wenn dann noch die Schaltung mit Z diode + 1 Transistor.

Je nach Montage der Rahmenantenne ist das auch net optimal, da sie eine art "Schwache Zone" hat, wo das Signal net gut hergeht, eventuell würde es besser gehen, wenn du sie Horizontal / schräg postionierst. Mehr als 10-20m gute Reichweite würde ich auch net erwarten, so wars zumindest in meinen Tests trotz in dem Fall kaum hilfreicher freier Sicht zur Antenne.

Ob das Problem bei deinem RX FM oder Pegel ist kannst du doch ganz leicht herausfinden. Wenn du den Empfänger so einstellst, das es verzerrt, und dich dann vom Sender entferntst, und die Verzerrung verschwindet, ists Pegel, bleibt sie, ists FM. Der Sender arbeitet aber ausreichend genau, um bei einfacheren Radios gut zu funktionieren.

20Khz und co Modulation heist das auch Audiofrequenzen bis zu dieser Frequenz übertragen werden. Das kann zu Verzerrungen führen, aber hauptsächlich macht es die Nachbarkanäle dicht. Wenn du auf 1000Khz Sendest, und gerade ein 20Khz Tonsignal überträgst, dann "stört" der Sender auch bei 1020 und 980Khz. Natürlich liegt Musik zwischen diesen Frequenzen, also störst du immer um besagten Frequenzbereich. Normalerweise nimmt man dafür einen NF Tiefpass, der ab 4,5Khz Frequenzen stark bedämpft.

Wenn du einen einfachen Sender bauen möchtest, mit einem vielfachen der Leistung möchte ich etwas Eigenwerbung machen - sicher - du kannst den Sender nachbauen, und die Loop da auch sicher anschließen. Wenn der Sender 50Ohm rausgibt, denke ich mir, kann man es so machen, das man den Schwingkreis mathematisch auf 50Ohm auslegt. Ein Schwingkreis (L + C) hat ja einen Widerstand. Diesen kann man berechnen (lassen) wenn dein Sender also 50Ohm rausgibt, dann wähle die Werte von L + C so, das nach Rechenprogramm dieses Teil auf 50Ohm hat...

Am einfachsten (wenn feste Frequenz ok ist) ist aber die Schaltung mit einem TTL Oszillator. Ist dann zwar immer fest auf 1Mhz, aber dafür hats locker 100mW statt 1,6, und ist viel leichter als der 1W Sender.

Du brauchst dafür nur einen 1Mhz TTL Oszillator, einen BC547 oder 8 und einen BC557 oder 8

den BC547 baust du über 1nF am Ausgang des TTLs hin, mit einer 1N4148 "verkehrtrum" von Basis nach Masse.

Zwischen Kollektor des BC547 und Kollektor des BC557 ist dann die magnetische Antenne (2m Drahtschleiffe + parallel C). Der Kollektor des BC557 geht mit 100nF noch auf Masse.

Dann einen Widerstand am BC557 zwischen Basis und Kollektor, so ausprobieren das UB:2 an der Schleife anliegt (kollektor gegen Masse).

Auf Basis dann über was weis ich 1µF + 2,2k die NF einspeissen am BC557, fertig

das ist wirklich von der Strahlungsleistung her VIEL stärker als der gezeigte Sender, trotzdem ist der gezeigte Sender toll, das möchte ich hier nicht bestreiten.

Du brauchst für die Schaltung von mir 12V sowie einen 7805 für den TTL

von Elektronikbastler - am 08.06.2016 10:34
@ sachsenbastler und Elektronikbastler : Zur Richtwirkung: Die Rahmenantenne ist im Prinzip eine sehr große Ferritantenne. Die Wicklung hat aber nur eine Windung und der gedachte riesige Ferritstab dann rechteckigen Querschnitt 80*80 cm und gedachte mehrere m Länge. Wenn das Ferritmaterial mit µ=0 gewählt wird (also Luft ist) hast du die Rahmenantenne. Die strahlt mit der gleichen Richtwirkung wie eine Ferritantenne. Du möchtest die Loop bestimmt horizontal in den Plattenspieler einbauen. Der gedachte Ferritstab ist dann senkrecht und deshalb wird Richtung Erdmittelpunkt und in den Himmel kein Magnetfeld abgestrahlt. ("..Wenn du die Rahmenantenne liegend montierst hast du das Problem, das sie nach unten Strahlt.".ist deshalb genau falsch) Leider ist aber die Polarisation des erzeugten Magnetfeldes vertikal. Deshalb werden Radios in der Nähe des Plattenspielers nur wenig empfangen. Die Radios haben alle eine horizontale Ferritantenne eingebaut. Du müsstest die Radios senkrecht drehen, damit deren Ferritantennen auch senkrecht stehen, dann wäre der Empfang perfekt. Es ist also keine gute Idee, die Loopantenne horizontal zu wickeln. Nimm lieber einen Ferritstab und wickle da 15µH drauf. Normale MW Wicklungen für 500pF Drehkos haben 200µH. Du musst daher eine vorhandene Wicklung abwickeln auf den Wurzel ( 200/15) = 3,65 ten Teil. So ungefähr...

@Elektronikbastler und try_n_error_ne: : Der skizzierte 100 mW TTL Sender wird so wie beschrieben kaum weiter funken als der Einfachsender: Im Einfachsender werden maximal 8Vss an der Loop erzeugt und in deiner Schaltung 12 Vss. Das sind 3dB mehr Leistung, die werden nicht wirklich bemerkbar. Wenn wirklich statt 1,6mW 100mW an die Loop angelegt werden sollen, muß die Spannung von 8Vss auf 8 * Wurzel(100/1,6) = 63,2 Vss vergrößert werden. Das geht aber nur mit einer Drei-Teile-Anpassschaltung aus zwei Kondensatoren und der Loop: Ein C parallel zur Loop und ein kleiner C zur losen Ankopplung. Diese Schaltung hat keinen Gleichstromdurchgang und deshalb funktioniert deine beschriebene Transistorendstufe damit nicht. Da muß also wenigstens noch eine Gleichstromdrossel parallel.
Weil die Mimik auf die Schwingfrequenz abgeglichen werden muß und ich dieses Forum mit einem abgeichfreien Sender für Genuss sofort bereichern wollte, habe ich so etwas nicht realisiert. Das schöne am selbstschwingenden Oszillator=Endstufe-Einfachsender ist ja, das die Sendefrequenz automatisch sich auf die Resonanz der Antennenanpassung abgleicht. Das hier auch angepasst wird sieht man am Stromverbrauch. Durch die Loop fließt ein viel größerer Strom als der Sender an Gleichstrom aufnimmt. Der Strom stammt dank Resonanzerhöhung aus den Kondensatoren des Schwingkreises.

von Oszillatormann - am 08.06.2016 18:09
@ Elektronikbastler: Danke für Deine Ausführungen. Komisch - ich habe schon viele Oszillatoren mit Vorwiderstand und Z-Diode stabilisiert. Bisher hat sich noch keine verabschiedet... Die Loop habe ich natürlich horizontal aufgehängt da sie ja nach unten strahlen soll.

Zitat

Wenn du einen einfachen Sender bauen möchtest, mit einem vielfachen der Leistung ...

Dieser Passage kann ich leider nicht folgen. "du kannst den Sender nachbauen" - damit meinst Du sicher den 1 W Mittelwellensender von der HP - "und die Loop da auch sicher anschließen". Welche "die Loop"? Es geht ja eigentlich darum wie eine Loopantenne an diesem Sender dimensioniert werden müsste. Ich kann doch sicher nicht einen Draht beliebiger Länge zur Loop machen und hoffen, dass sich das durch einen parallelen Drehko anpassen ließe? "Wenn der Sender 50Ohm rausgibt..." es war eigentlich eine Vermutung dass- und noch eher eine Frage ob die Endstufe für eine 50 Ohm Antenne ausgelegt ist. Sicher meinst Du in den nächsten Sätzen mit "Schwingkreis" nicht den des Oszillators (denn was sollte es auch für einen Sinn haben, den Oszillator-Schwingkreis auf 50 Ohm zu bringen, wenn noch weitere Stufen folgen)? Vielmehr die Anordnung Loop und parallel-C soll ebenfalls 50 Ohm haben. Ist das etwa alles? Unberücksichtigt bleibt dabei aber doch die Frequenz?

"...und ist viel leichter als der 1W Sender" - nun, damit meinst Du sicher nicht das Gewicht ;) Du schätzt mich schon richtig, nämlich als Laie ein. Jedoch halte ich den 1 W-Sender für ein sehr einfaches und überschaubares Projekt (bis auf die Antenne). Andererseits fehlt mir dann doch das theoretische Wissen um Deinen "schriftlichen Schaltplan" zu verstehen. Dass die Beschreibung vollständig ist und nur ich weitere Informationen vermisse, beweist die Reaktion von Oszillatormann (die ich wiederum nicht kapiere), der aus dem Stand heraus gleich in der Schaltung 'rumrechnen kann :xcool:... Ich möchte dazu noch anmerken, dass ein unspezifisches Verstärken von Quarzoszillatoren (zumindest in meinen Experimenten) ein recht gruseliges Oberwellenspektakel ergibt (da war so ein 1MHz Oszi schnell mal der bessere Marineband- und Kurzwellensender)...

Mich würde mal interessieren, in welchen Richtungen man Antennen-Experimente an dem 1 W-Sender von der HP durchführen könnte.

von try_n_error_ne - am 08.06.2016 21:55
Hi, ich schau nochmal kurz rein.

Ich war Gestern in Eile, hatte also vergessen noch auf die Frage zu antworten wegen der Verdrosselung: Da du ja eine induktive Sendung hast benötigst du keine Drosseln für deinen Sender.

Z Diode hatte ich in einer Schaltung von 6 auf 50V eine mit 20 und eine mit 30V in Reihe (weil ich 50V nicht gefunden hatte) nach einiger Zeit betrieb bemerkte ich, das die Schaltung überhaupt keine Stabilisierung mehr hat, und >60V je nach angelegter Spannung rausgibt. Die Z Dioden waren einfach am Wandlerausgang als "Ballast" angeschlossen, und wurden mit vielleicht 1-2mA belastet, wenn überhaupt. Dennoch brannten sie durch, weil sie wohl minimal überlastet waren, wie ich durch recherchen herausfand.

Z Diode zur spg. Stabilisierung hab ich auch bsp im UT66 gesehen, für den Oszillatorteil.

@ Berechnungen zur Antenne

Mag sein das die Mathemathik sich hier wieder besser auskennt, als ich mich. Aber in der Praxis war der Unterschied (Bedenke Antenne hat parallel C für Resonanz)

Originalsender: Radio übersteuert ab ca 10cm zur Antenne
Neuer Sender: Radio übersteuert ab ca 1m zur Antenne

Originalsender: 15m Reichweite - Signal zwar noch gut verständlich, deutliches Rauschen
Neuer Sender: 15m Reichweite - Signal einwandfrei, ohne Anzeichen von Rauschen.

Scheinbar bringens die wenigen dB hier schon sehr stark...

Könntest du den Sender so modifizieren, das er 300-500m weit ginge, mit der mag. Antenne, und brauchbar? Es hat ja keiner gesagt, das unsereins mit so wenig Leistung senden soll :P

In einem anderen Forum - schon komisch - wird von einem BNETZA Mitarbeiter auf einen (imo schlecht formulierten) Brief geantwortet. Der MA behauptet, bei einer erlaubten Feldstärke von -8dbµA / 10m habe er mit 10mW in eine 1m Durchmesser Rahmenantenne gesendet, und das gemessen. Die Werte wären unter den erlaubten Grenzwerten. So wäre also der 1,7mW Sender auchnoch darunter? Wäre ich mir net sicher. Da ich viel auf dem Gebiet recherchiere, weiterhin werden -15dbµA genannt für andere Frequenzen da ist der Richtwert, wenn´s in 10m noch ganz schwach rein stört ists ok...

von Elektronikbastler - am 09.06.2016 08:14
Hier war der Wunsch nach einer Anpassschaltung einer Rahmenantenne auf 50 Ohm:




Das Problem ist dabei, das die Rahmenantenne wegen der hohen Güte von ca 55 auch sehr schmalbandig ist. Das VSWR der Schaltung ist bei
995 kHz 1:1
991,4 - 998,8 kHz 1:1,5
988 - 1002 kHz 1:2
984 - 1006 kHz 1:3

Wenn man die Frequenz aus einem separaten Oszillator einspeist muß sie schon sehr genau die Resonanz treffen, damit die Endstufe keine Probleme bekommt und der volle Gewinn der Antenne zum Tragen kommt. Schon bei 11 kHz Fehler ist die Stehwelle an der Grenze zum roten Bereich!

von Oszillatormann - am 09.06.2016 18:04
Hallo,

Nun, ich habe meine Antenne auch mehr oder weniger so gebaut. Zwar war sie nicht die besagten 2 Meter irgendwas pro Draht aber auch recht groß.

Stört das eigendlich nicht, wenn man die direkt an die Wand baut? Manche Häuser haben doch Stahlbetonwände... Ich habe meine Antenne extra nicht an die Wand gebaut, sondern mit Plastikrohren "in der Luft" recht frei stehend aufgebaut.

Ansosnten merke ich jetzt keine großen Besonderheiten bei deinem Aufbau, bei mir war die Antenne quasi wie deine - nur kleiner - und ohne den 330pF. Ich hatte auch einen parallel C drinnen, um sie auf Resonanz zu bekommen, und eine (rein dB technisch) starke erhöhung der Sendeleistung im Resonanzfall war bei mir auch sehr stark zu bemerken. Allerdings war die Resonanz nicht so scharf wie bei dir beschrieben. Ich konnte 1nF dazustecken, und das Feldstärkemessgerät zeigte kaum eine Änderung an. Sonst hätte ich die Antenne auch mit trimm C ideal auf Resonanz gebracht.

Ich sollte das ganze nochmal re - reviewen. Eventuell nehm ich ja doch mal meinen guten Schaltdraht her, als Antenne...

Allerdings frag ich mich auch wg dem Durchmesser. Mag. Antennen müssen doch immer super hohen Durchmesser des Drahtes haben. Beispiel Fahrradfelge, oder alte Kupfer Rohre zu einer Schleife gebogen etc pp.

Koaxkabel 1,5mm - RG174? Nurmal Interessehalber, weil von dem hab ich locker noch 90m oder so rumliegen.

Du solltest deine Schaltung mal mit einem NF Vorverstärker versehen (Emmitterschaltung) die Luftspule raus, und dafür eine Festinduktivität und einen trimm C reintun. So 15µH, dann kam ich irgendwo auf 1,1 bis 1,2Mhz und die Reichweite war selbst mit einer kleinen Spule gut. Dann das ganze auf kainka´s Seite einreichen (er veröffentlicht Vorschläge idr. unter dem Namen des Einsenders) auf seiner Website ist auch eine Kontaktadresse...

Mach noch ne gute Beschreibung dazu, eventuell ein Foto vom Modulationsdreieck (das bei dem Sender sicher nicht supergut, aber definitiv brauchbar aussehen würde für Hobbyzwecke) und "es ist warscheinlich" das noch mehr Leute - vor allem Radiosammler - das nachbauen werden.

Ich weis ja nicht, wie die Schaltung bei anderen performt, aber ich hatte sie (sehr eng) auf Steckboard aufgebaut, und mit "kritishem Auge" begutachtet (Praxistauglichkeit, mit Festinduktivität...) und war echt sehr zufrieden.

von Elektronikbastler - am 10.06.2016 07:47
Hi Oszillatormann,

kannst Du mir zeigen oder in kurzen Schritten erklären, wie Du auf den Wert von 330 pF gekommen bist?

Ich bin gerade am überlegen, wie man sich das erklären kann. Der Xc vom 330 pF beträgt ja bei der Resonanzfrequenz ca. 440 Ohm. Ich komme momentan noch nicht dahinter, dass man hier eine Leistungsanpasung von 50 Ohm hat.

Übrigens eine tolle Schaltung. Das wäre eine leicht nachzubauende Schaltung für die Philips Experimentierkästen der EE-Reihe gewesen. Und dann noch dazu das Mittelwellenradio.
Für die die das nicht kennen, hier ein Link dazu:

Lehrbaukästen von Philips

von RalphT - am 10.06.2016 15:01
Zu Euren Fragen:
..manche Häuser haben doch Stahlbetonwände." Ich habe eine Kalksandsteinwand mit Gipsputz und Tapete, daran die Loop mit Tesafilm geklebt und dann vermessen. Ich kenne nur Stahlbetondecken, keine Stahlbetonwände.

"...nur kleiner - und ohne den 330pF" Bei der Loop ist Durchmesser alles! Ich habe weiter oben geschrieben, daß im Inet steht, eine Verdopplung des Durchmessers bringt 9dB. Das ist die 8 fache Leistung. Der 330pf ist elementar wichtig. Ohne 330 pF ist die Spannung an der Loop gleich der Quellenspannung. Bei deinem 100mW 12V Sender sind an hochohmigen Lastwiderständen 12Vss möglich und an Schwingkreisen 24 Vss. Durch den 330pF Kondensator wird die Spannung an der Loop größer als an der Quelle. Bei diesem Beispiel wird die Spannung an der Loop etwa 13 dB größer (entspricht 20 facher Leistung) als bei kurzgeschlossenem 330pF C. Und 20 fache Leistung bekommt man doch gern geschenkt.

"...müssen doch immer super hohen Durchmesser des Drahtes haben" Die Bandbreite der Loop ist jetzt schon sehr klein. Die Modulationsseitenbänder in 4 kHz Abstand kommen noch eben ungeschoren rüber. Eine pingelige Sendeenstufe könnte beim SWR 1:2 (das sind 100 Ohm statt 50 Ohm!) schon anfangen wild zu schwingen. Der kleinste Fehlabgleich oder Temperaturabhängigkeit irgendwelcher Bauteile macht dann Probleme. Deshalb würde ich den Draht für MW nicht dicker machen. Ist nur unnützer Geldrausschmiß. Und ein dickes schwarzes RG214 an der Wohnzimmerwand führt auch nicht zu Akzeptanz bei der besseren Hälfte.

"...1,5mm - RG174?)" Das kannst Du bestimmt auch nehmen, dürfte schon dicker und besser sein als mein frimeliges Koaxkäbelchen. Wenn Du 90 m davon hast bau damit die Superloop, einmal um den Wohnblock drumrum. Dann hört Dich mit 10 mW wahrscheinlich eine Kleinstadt. Wenn du die Resonanz dann findest. Und die Anpassung hinbekommst. Und das ohne Messgeräte. Eine echte Herausforderung für Männer.

....Auf Kainkas Seite mein Name? Keine gute Idee. Ein Trimm C in meiner Schaltung muss einige nF Kapazität haben damit man die Frequenz gut verstellen kann. Solche Trimmer gibt es nicht. Und die üblichen hochohmigen Schwingkreise habe ich hier wegen der Handempfindlichkeit etc nicht verbaut.

"...Der Xc vom 330 pF beträgt ja bei der Resonanzfrequenz ca. 440 Ohm": Da gibt es einen Trick. Die Loop und der 1,5nF C sind bei 995 kHz nicht in Resonanz. Die Resonanz ist höher, bei etwa 1,15 MHz. Bei 995 kHz sind Loop und 1,5nF C noch induktiv. Die Impedanz ist genau - tataaaa - j440 Ohm + 50 Ohm. Mit dem vorgeschalteten 330pF C werden die j440 Ohm induktiver Anteil kompensiert. Deshalb ist die Eingangsimpedanz reelle 50 Ohm ohne Blindanteil. Gerechnet wird sowas am schnellsten mit Simulationsprogrammen.

Die Philips EE Kästen kenne ich auch, mit dem EE1003 / 1004 /1005 bin ich groß geworden.

"...In einem anderen Forum - schon komisch - wird von einem BNETZA .." Welches Forum bitte?

von Oszillatormann - am 10.06.2016 19:42
Anpassungsschaltungen in der HF Technik werden mit Hilfe des Smith Charts berechnet.
Eine Suche nach Smith Matching Programm hilft weiter.

Kostenlose Impedanz Matching Programme gibt es hier:
Mororola Impedance Matching Programm MIMIP: http://www.qsl.net/yo4hfu/Matching_Impendance.html
MIMP lief unter DOS und heute in der DOSBOX
http://tools.rfdude.com/RFdude_Smith_Chart_Program/RFdude_smith_chart_program.html
http://www.nuhertz.com/software/zmatch

von Oszillatormann - am 11.06.2016 12:29
Wg Häuser und Stahlbetonwand, ich kannte mal wen, der hatte da Probleme, er sagte, die haben Stahlbetonwände - keine Ahnung weis nichtmehr. Jedenfalls war bei ihm der Empfang eher net so toll...

Ok, den Sinn des 330pF verstehe ich, ich kenns ja von meinen Modulatorschaltungen her. Wenn man da den Schwingkreis "hart" ankoppelt, dann gibts keinen scharfen Resonanz Punkt, sondern alles ist eher so "wischiwaschi". Koppelt man die Spule - Schwingkreis aber extrem lose an, dann ist die Resonanz sehr scharf.

Akzeptanz bessrer Hälfte habe ich noch net, aber mich selber störts wenn da überall Kabel sind undso, ich hab auch net soo viel Lust da längere, und dauerhafte Aufbauten zu verbauen. Es reicht schon, wenn für Experimente mal ein bisschen was aufgebaut wird.

Ich weis net, ob man bei soeiner großen Spule noch gut Resonanz hinbekommt, vermutlich. Aber dann ist ja der Widerstand auch recht hoch, und es fliesst nichtmehr so viel Srom

Ich verstehe net, warum du deine Schaltung so schlecht machst. Sicher ist die net perfekt, aber sie hat mich echt sehr beeindruckt. Es muss garnichtmal sooein großer C sein, ich konnte schon mit 500pF die Frequenz einigermaßen verstellen. Du stellst da viel zu hohe Anforderungen. Schau doch mal bei google Bildersuche nach "AM transmitter" was da teilweise für Katastrophen ^^ als Schaltungen verkauft werden, du kannst die Schaltung ja auch unter einem Pseudonym einreichen. Ich würde sie auf jeden Fall als Bereicherung sehen, und wär mir sicher, die fände auch Anklang

Philips Kästen weis ich jetzt den Bezug net, aber ok. Ich bin da eher der "Kosmos Typ", ein Blick über den Tellerand schaded aber natürlich nicht.

Mich störts das es nie den ULTIMATIVEN Kasten gab, ich habe manche selber ausprobiert, bzw. Sammle, aber natürlich hab ich noch net alle...

So gab es 1967 / 1968 einen Kasten von Polytronik "der Junge Funktechniker" (gibt ganze Anleitun zum Download, wenn man sucht) Zwar nur 1 - Transistor, aber dafür viele Schaltungen. Dort wurde explizit das Senden auf 135Khz erlaubt. Man muss aber Sender direkt mit Radio verbinden. Frage, welcher Radio kann offiziell 135Khz Empfangen? Ich hab lang recherchiert, die einzigen Radios, die das eventuell konnten waren "Drahtfunk" Radios, aber normale Modelle - natürlich Röhrenradios - da ging der beste bis 140Khz runter. Dann steht in der Anleitung, wenn der Radio die Frequenz net kann, dann soll man auf 270Khz einstellen, die ja "jeder" Radio kann. Warum dann nicht gleich 270Khz erlauben. Das is sehr lang her, aber ich glaub bei den 50nW UKW Sendern liefs genauso, man beschäftigt sich damit, aber es kommt Mist raus. Ich wär dafür - Sender 10cm Antenne, 1mW erlaubt und die Hersteller "ermahnen" sie mögen sich doch eher an 0,3 - 0,4 mW orientieren...

Andere Kästen waren immer naja, der kosmos Radiotech ist DER Kasten über Funk überhaupt. Man kann (Rechtslage ??!?!?!?) Sowohl UKW als auch Mittelwellensender bauen - ganz offiziell. Da steht nur drinnen, an Mittelwellensender keine lange Antenne, UKW Sender garkeine Antenne... Klar, die Sender sind extrem schwach - gehen wenn überhaupt wenige Meter weit. Trotzdem, auf welcher Grundlage? Das einzige was drinn stand war eine Geschichte, was einer Fiktiven Person beim Piratensenden passiert (stört Flugzeug)

Radiotech hat Superhets, und alle gängigen Radios drinnen, sehr gut erklärt ABER - kein Wort über Kurzwelle, Kein Quarz, kaum Oszillatorschaltungen... Und natürlich alles mit IC´s

In anderen Kästen konnte man dafür Transistor Superhets mit AGC (Schwundregelung) bauen. Warum wurde das nicht alles einfach mal in einem Kasten zusammengefasst...

Aktuell "Radio Baukasten" von Franzis, dort kann man auch alle Radios bauen vom Detektor bis zum Superhet, aber der Kasten ist leider sein Geld net wert. Die Schaltungen funktionieren "schon" aber eher schlecht als recht, es fehlt EXTREM an Erklärungen... Gut, ich bin da auch etwas polarisiert, weil ich mal über Franzis was rausbringen wollte, und "er" den Zuschlag bekam. Wenn ich Heutzutage, oder 2013 einen Radio Kasten machen würde, dann von mir aus mit dem 4007 IC, der dort verwendet wurde, aber bitte dann auch mit einer CD ROM die wirklich absolut gute und viele Tips gibt, wie man dann "in echt" ein 70er Jahre Transistorradio abgleichen kann (was es mit den spulen auf sich hat, rot LO, Gelb 1ZF usw usv ja, ich weis das, aber Leute, die den Kasten kaufen stehen danach vor soeinem Radio wie der "Och´s vorm Berg"). Klar kostet eine CD Rom wieder Geld, aber dann sollen sie sich die Anleitung sparen (immerhin 5mm dick oder so) und gleich ALLES auf CD machen... Wie auch immer

BNETZA Mitarbeiter hier http://www.radiomuseum.org/forum/fuer_die_legalisierung_des_mw_am_funklautsprechers.html

von Elektronikbastler - am 11.06.2016 16:09
@Elektronkbastler
Stahlbetonwände gibt es schon - allerdings in Höchhäsuern mit 7 oder mehr Etagen... Ich muss ja oft genug durch sowas bohren in der letzten Zeit ;-).

Und Bezüglich "einen Namen machen" oder "Ruhm ernten": Nicht jeder möchste das überhaupt. Ich zum Beispiel überhaupt nicht.
Davon abgesehen, dass man das mit simplen Transistorgrundschaltungen auch nicht kann, es sei denn, man ist der Erfinder der Grundschaltung an sich (aber die sind alle schon vor 70 Jahren erfunden worden :p ).

von Power-FM ne - am 11.06.2016 18:31
Ich habe es jetzt auch mal gebaut und kann alles bestätigen.
AM nicht perfekt, aber gut genug für den "Hausgebrauch".
Reichweite ist bei mir im Störungsverseuchten Gebiet so ca. ca 30 m mit "Musiktauglichem" Empfang. Das ist für eine 1-Transistor-AM-Schaltung schon eine Hausnummer!

Ich habe die Schaltung 1:1 nachgebaut, nur meine Loop besteht auch aus Krokoklemmen. Sendefrquenz 1395 kHz.

von Power-FM ne - am 12.06.2016 14:43
Zitat
Oszillatorman
"...Der Xc vom 330 pF beträgt ja bei der Resonanzfrequenz ca. 440 Ohm": Da gibt es einen Trick. Die Loop und der 1,5nF C sind bei 995 kHz nicht in Resonanz. Die Resonanz ist höher, bei etwa 1,15 MHz. Bei 995 kHz sind Loop und 1,5nF C noch induktiv. Die Impedanz ist genau - tataaaa - j440 Ohm + 50 Ohm. Mit dem vorgeschalteten 330pF C werden die j440 Ohm induktiver Anteil kompensiert. Deshalb ist die Eingangsimpedanz reelle 50 Ohm ohne Blindanteil. Gerechnet wird sowas am schnellsten mit Simulationsprogrammen.


Erst mal danke für die Info. Auf den Trick mit dem verstimmten Kreis wäre ich nicht gekommen.
Das Programm habe ich mal angesehen. So ganz blick ich da noch nicht durch, aber ich forsche da noch weiter.
Mit Smith-Diagramme arbeiten hatte ich auch mal gelernt. Leider ist das schon wieder 25 Jahre her. Habe vieles vergessen.

Also die Antenne als Loop und deren Anpassung muss ich mal an den 1-Watt Sender probieren. Ihr macht mich da richtig neugierig.

von RalphT - am 13.06.2016 10:17
Die 30m Reichweite mit gutem Klang treffen es gut. Ich habe in 30m Entfernung auch noch ein dickes Signal mit gutem Rauschabstand. In 90 m ist geschätzt Signal=Rauschen, also S/N 0 dB. Das ist für Musik absolut unbrauchbar.

Mit einem BD138 kann ich keinen vernünftigen Leistungsoszillator bauen. Beim Modulieren des Arbeitspunktes rennt der Träger von 1MHz aus 50 kHz weg, auch wenn der Transistor nicht in der Sättigung ist, also viel zu viel FM. Leider driftet die Resonanz auch im Verstärkerbetrieb um 20 kHz fort. Die schmalbandige Loop, aus einem BD138 gefüttert, ist damit Geschichte.

von Oszillatormann - am 13.06.2016 18:22
Ich hatte ja geschrieben, dass ich die Loopantenne mal an einen 1W-Sender testen wollte.

Zuerst eine Spule mit Ferritstab und Kondensator. Reichweite ca. 5-10m.
Dann eine Loop mit RG-58 2m x 1m. Reichweite ca. 50m.
Dann eine Loop mit 10m x 2m. Reichweite ca. 200m.

Bei der großen Loop war hier in der näheren Umgebung Feierabend. Der Sangean tat sich sehr schwer. Mein Oszilloskop musste ich abklemmen, da die abgestrahlte Leistung sich mit dem Gerät verschlechterte. Weiterhin war die Modulation fast weg. Ich nehme an, da dieser Sender nicht abgeschirmt auf einer Platte aufgebaut ist, dass die Loop dann in die Vorstufen des Senders einstrahlte. Ging man mit Hand über den Sender, hatte das große Auswirkungen auf die Modulation.

Das Oszilloskop hatte ich immer an der Spule angeschlossen, um die Spannung am Schwingkreis zu messen. Hier gab es große Unterschiede. Je, wie ich den Kreis verstimmt hatte und welche Antenne angeschlossen war, gab es Spannungen von 30Vss bis zu 100Vss.

Den RG-58 Draht habe ich über eine Reihenschaltung mit Widerstand versorgt, um den realen Widerstand zu bestimmen. Hier kam ich nur auf ca. 0,25 Ohm. Kann das sein? Ist das RG-58-Kabel so gut?

Einen Wert von ca. j 44, bei etwa 900 kHz hatte die Spule, Das kam ja ungefähr hin.

Auf jeden Fall ein sehr spannende Sache mit der Loop. Die große Loop habe ich erst einmal abgebaut, da ich erst das Gerät in ein Gehäuse einbauen muss. Dieser Aufbau bringt so nichts.

Auch konnte ich feststellen, dass eine Flächenvergrößerung einen großen Reichweitengewinn bringt.

Das erst einmal zum Wochenende.

von RalphT - am 18.06.2016 15:08
Hallo,

die Schaltung habe ich auch nachgebaut, da ich die vorgeschlagenen Transistoren nicht habe, habe ich BD141/161 verwendet, und mit denen scheint die Schaltung sogar mehr als 1W zu bringen.

Verschwindende Modulation heist, das die Endstufe schwingt und oder die Treiberschaltung das Antennensignal empfängt, und sich selbst mit selbrigem zudrückt,

Ich hatte vergleichbare Probleme beim Versuch da eine Antenne anzuschließen (keine mag loop).

von Elektronikbastler - am 19.06.2016 06:41
@RalphT: ...Hier kam ich nur auf ca. 0,25 Ohm. Kann das sein?" Das kann sein und mit deinen j44 Ohm ist die Güte dann 44/0,25 = 170. Das ist schon sehr viel. Wie hast Du denn an den 18 Ohm Senderausgang angepasst? Ich messe hier die Anpassung mit Richtkoppler und skalarem Netwerkanalysator. Weil deine 2m² Loop mit 1W nur 50m schafft hast Du wahrscheinlich nicht angepasst oder nicht richtig angepasst. Ich habe mit meiner 2,10m* 2,10m Loop 300 m Reichweite bei 1 MHz mit noch ca 20 dB Signal/Rauschabstand und mit angepasster 380 mW Sendeleistung. Die Spannung an der Loop ist dabei ca 140 Vss.
Weil das magnetische Feld im Nahbereich bis Lambda Entfernung mit Abstand ³ schwächer wird muß man für 3,16 fache Entfernung die Sendeleistung um 30 dB erhöhen. Das ist nicht so einfach. Eine doppelt so große Loop verbessert aber schon um 9dB die Feldstärke.

von Oszillatormann - am 20.06.2016 06:28
Tja, was soll ich sagen, angepasst habe ich das mit Sicherheit nicht richtig. Mit dem Programm MIMP kam ich noch nicht klar. Mit Messgeräten kann ich nur mit einem Hameg Oszilloskop, Signalgenerator bis 2 MHz und einen Multimeter dienen.

Ich habe das mal so ansatzweise probiert, wie du es weiter oben schrieben hattest:
Das L von der Loop habe ich dadurch ermittelt, in dem ich die Loop und Kondensatoren in Form eines parallen Schwingkreis mit einem Messgenerator auf Resonanzmaximum gestestet habe.

Dann habe ich den Kreis so verstimmt, dass die Resonanzfrequenz gut oberhalb meiner Sendefrequenz war. Dann den Einkoppelkondensator so dimensioniert, dass am Loop die maximale Spannung war.

Ist natürlich klar, dass das ein Schuss ins Blaue war.

Vielleicht kannst Du mir noch mal erklären, wie MIMP zu bedienen ist. Dort wird ja nicht viel abgefragt.
Zuerst fragt das Programm, wieviel Frequenzen man eingeben möchte. Das habe ich mit "1" beantwortet. Dann fragt er nach dem Innenwiderstand und schlägt 50 Ohm vor. Das habe ich mit 18 Ohm verändert. Anschließend kommt der dritte Schritt, wo die Schaltung angewählt werden soll. Hier habe ich den parallen Schwingkreis ausgewählt und dort die Werte für L und C, eingetippt, die der "verstimmte Schwingkreis" oberhalb der Sendefrequenz hat.
Jetzt könnte man ja die rechte Maustaste klicken und er zeichnet das Smithdiagramm.
Hier komme ich nicht mehr weiter.

Vielleicht habe ich schon falsche Werte dem Programm übergeben.

von RalphT - am 20.06.2016 10:32
Ich habe MIMP in der DOSBOX reaktiviert, komme aber überhaupt nicht mehr mit klar. Sorry, heute keine Hilfe.

Dafür wächst der BD138 Oszilllator wieder. Die 50 kHz Verstimmung kamen daher, weil ich eine 15uH Festinduktivität als Loopersatz genommen hatte. Die Spule bekam über 100 Vss, wurde schön warm und war in der Sättigung. Daher kam die Verstimmung und FM zustande.

von Oszillatormann - am 20.06.2016 18:14
So! Ich habe mich vor einer Stunde hingesetzt und habe mal den Sender von Oszillatormann nachgebaut. Ok, anfangs war gar kein Audo zu hören. Ich dachte, was ist los. Also los gehts: Fehlersuche....! Dann fiel mir nach knapp 5 Minuten auf, dass ich vergessen habe, den R11 mit der Basis vom Transistor zu verbinden. Also habe ich nochmal den Lötkolben angeheizt und habe das getan und siehe da: es krachte fürcherlich laut in meinem Medion Weltempfänger auf 1422 kHz. Also, etwas mit der Lautstärke vom mp3 Player herruntergegangen und siehe da: Musik!

Ok, der Sender hat im Nahfeld ein sehr starkes Signal. So stark, dass sogar die 230 Volt Stromleitung einkoppelt und noch andere Störer und vom Nachbarn das PLC. Ich hatte einen üblen Netzbrummer im Audio, je nachdem, wie ich die Rahmenantenne platziere. Aber absolut brummfrei habe ich ihn leider nicht bekommen, egal wie ich die Rahmenantenne lege!

Wenn ich die Rahmenantenne bewege (hatte sie nur lose dran), wechselt die Frequenz (logisch).

Nunja, ich brauche es absolut frequenzstabil. Ich müsste also hergehen und die Antenne mit Tesafilm befestigen. Aber besser ist doch vielleicht, den Sender am Heizkörper anzuschliessen über einen Kondensator, das sollte ja auch funktionieren. Ich habe es aber nicht versucht.

Wie dem auch sei: Ich bleibe bei meinem quarzstabilisierten Mittelwellensender. Der hält die Frequenz absolut stabil. Das ist mir wichtig! Und mit meiner knapp 7 Meter langen Drahtantenne komme ich genauso weit.

Grüsse
kettenraucher

von kettenraucher - am 20.03.2017 17:15
Dann doch lieber einen AM-Sender mit einem 1MHz Quarzoszillator, gespeist vom PC. Am Antennenausgang noch mit einem 470nF auskoppeln und an das Heizungsrohr hängen. Und fertig ist der frequenzstabile AM - Transmitter. Man kann damit, je nachdem, wie die Rohrleitungen in der Wohnung / Haus etc. verlaufen, schon eine ganze Wohnung und evtl. auch ein ganzes EFH oder zumindestens aber mehrere Räume versorgen.


AM-Sender mit Quarzoszillator, gespeist mit 5 Volt vom USB Anschluss am PC!

von kettenraucher - am 20.03.2017 17:43
Ich hatte zwar nur die Mittelwellenversion gebaut, kann aber Stabilitätsprobleme absolut nicht bestätigen.
Klar, die Drahtschleife muss mechanisch "fest" sein, bei Bewegung ändert sich die Frequenz. Das ist aber zu schaffen!
Dieser Sender hat ja geradde den Vorteil, dass man KEINE Erdung braucht, da er eine symmetrische Antenne verwendet.
Die Sendermasse mit der Heizung oder Erde zu verinden hat keinen Sinn.

von Power-FM ne - am 22.03.2017 06:40
Ahja: Was mir allerdings positiv an diesem Sender aufgefallen ist: Er hat eine sehr gote Oberwellenunterdrückung. Wohl eben wegen der Rahmenantenne. Ich bin allerdings der Meinung, dass man auch mit einer verkürzten Drahtantenne grosse Reichweiten auf Mittelwelle schaffen kann. In den USA gibt es ja zahlreiche Sendeanlagen mit sehr verkürzten Antennen, die brauchbare Reichweiten schaffen.

von kettenraucher - am 22.03.2017 10:43
Oh, hier ist was passiert! Der MW Sender geht auch als Brummgenerator oder als Induktivitätsmeßgerät. Er macht bei der vierfachen Induktivität der Rahmenantenne die halbe Frequenz. Es tut mir leid, das Du keinen vollen Erfolg hattest mit brummfreiem Signal. Vielleicht musst Du mal ein stabiliertes Netzteil nehmen oder testweise Batterien. Eine Brummquelle ist im Schaltbild jedenfalls nicht eingebaut.

von Oszillatormann - am 23.03.2017 17:00
Hier habe ich gerade gefühlte 30 °C in der Wohnung, (wohne unter Dachgeschoss). Ist zwar schön, aber im Sommer nicht so toll (Dachplatten heizen sich auf und speichern die Wärme), was zur Folge hat, dass ich jetzt gerade nicht einschlafen kann.

Also nochmal auf Fehlersuche gegangen bei dem Sender von Oszillatormann. Nunja, was soll ich sagen?: Habe wieder das Netzteil angeschlossen. BRUMM. Habe dann mal eine 9 Volt Batterie drangehängt. Das Brummen war sofort weg. Man könnte sogar behaupten. Totenstille! Scheint also, wie Du bereits vermutet hast, am Netzteil zu liegen. Ich hätte jetzt gesagt, ich probiere mal mehrere 1000uF Elkos und hänge die zwischen PLUS und MINUS. Aber ich habe momentan nicht solche Elkos mit so hohen Werten hier. Das Netzteil kann ich nicht öffnen, da komplett vergossen in Plastik. Müsste ich aufsägen = zu viel Aufwand und danach wäre dann das Gehäuse beschädigt und ich könnte es aus Sicherheitsgründen nicht mehr wirklich verwenden. Aber ich vermute mal, dass da gar kein einziger Elko verbaut ist, weil auch kein Strom gespeichert wird, wenn ich den Netzstecker aus der Steckdose ziehe. Multimeter zeigt sofort 0,00 V an, wenn ich den Stecker gezogen habe. Wäre ein ELKO verbaut, würde das Multimetermessgerät ja noch etwas anzeigen.

Jetzt habe ich noch einen weiteren Sender mehr, dieses Mal mit einer Rahmenantenne! Danke!

Grüsse
kettenraucher

von kettenraucher - am 25.05.2017 23:27
Ich war gestern Abend noch kurz bei Conrad. Habe da eine Filiale fussläufig bei mir um die Ecke. Habe da ein Funkgerät gesehen von Motorola. Es heisst TLKR T80. Auf der Verpackung steht 10km Reichweite. Scheint wohl ein PMR-Gerät zu sein. Die Dinger funken ja auf ca. 446 MHz. Hat das Gerät wirklich 10km oder ist das nur eine Mogelpackung? Was meint Ihr? Es gibt dort bereits Geräte ab 27,00 EUR. Allerdings haben die billigeren Funkis angeblich weniger Reichweite. Was ist davon zu halten? Wahrscheinlich beziehen sich die Reichweitenangaben doch nur auf freies Feld (Sichtverbindung oder von einem hohen Berg aus getestet)? Wie sind die Reichweiten in der Stadt? Und wieviel mW Sendeleistung haben die Geräte maximal. Laut Norm dürfen die Geräte ja nur maximal 500 mW ERP Sendeleistung haben. Ich hätte mir beinahe schon so ein Gerät mitgenommen. Will aber erst noch Eure Expertise von anderen Spezialisten hier einholen.

Jetzt aber gehe ich erst mal etwas raus an die frische Luft, das schöne Wetter geniessen! Vom Löten kriegt man Atemwegsprobleme. Mein Körper zeigt allergische Reaktionen, wenn ich zu viel von diesen Dämpfen einatme.

Grüsse
kettenraucher

von kettenraucher - am 27.05.2017 13:16
Nach meinen Recherchen Testergebnisse und Kundenrezesionen gibt es für diesen Preis nichts besseres !
Die 10Km werden in der Regel nicht erreicht. aber 8km Sicht reichen auch !
Das geringe Gewicht und die Funktionen sind beeindruckend. - Da rückt der Eigenbau immer weiter nach hinten und bekommt dann einen Museumsplatz :)- einziger Vorteil, mit jeder UKW- Kiste empfangbar.
Ich könnte mir vorstellen, das im Hochgebirge bei Klettertouren diese PMR Geräte ständig benutzt werden.
Kann man sich da nicht in die Watzmann- Baude setzen ein Bier trinken und möglicherweise einiges mithören ??

von sachsenbastler - am 27.05.2017 15:35
Moin, @lle zusammen!

Wahrscheinlich sind die Reichweitenangaben teilweise auch geschönt, um die Verkaufszahlen nach oben zu treiben. :rp:

Diese PMR-Geräte dürfen ja glaub ich "nur" maximal 500 mW Output machen. Wahrscheinlich wurden die Reichweitentests von einer exponierten Lage aus durchgeführt, in nicht bebautem Gebiet.

@Oszillatormann: Mal eine ganz andere Frage: Diese Keramikresonatoren haben untereinander teilweise 1 bis 2 kHz Abweichung von der aufgedruckten Frequenz auf dem Bauteil. Ich habe die in meinem Keramiksender untereinander getauscht und war erschrocken, wie sehr diese doch untereinander abweichen. Und nicht nur in der Frequenz selbst, sondern teilweise ist sogar die Modulation mit einem anderen Resonator dann entweder total übersteuert, oder aber, man muss einige Widerstände von PLUS auf Kollektor in den Modulationsvorverstärker einfügen. Das kann ja nur daher kommen, dass die Resonatoren unterschiedlich hohe Amplitudensignale ausgeben. Denn die Treiberspannung verändere ich ja nicht. Ich tausche ja lediglich den Resonator aus.

Ich dachte zuerst, dass ich mit meinem Lötkolben durch die zu hohe Löttemperatur den Resonator evtl. beschädige. Aber das ist nicht der Fall. Es scheinen tatsächlich Fertigungstoleranzen vom Hersteller selbst zu sein. Ich habe jetzt leider gerade kein Datenblatt zur Hand. Aber nichtsdestotrotz funktioniert das mit den Resonatoren super, wenn auch jeder Resonator eine etwas andere Frequenz aufweist. Ziehen kann man die Resonatoren auch. Allerdings ist davon dringend abzuraten, da dann Stabilitätsprobleme auftreten. Was auch auffällt ist, dass der Sender mit dem Keramikresonator seine 100% Modulation erst nach ca. 20 Sekunden erreicht. Vermutlich hängt das alles mit dem Resonator zusammen. Wenn er dann aber nach ca. 20 Sekunden warmgelaufen ist, hält er auch die Modulation und auch die Frequenz absolut stabil. Da ich so begeistert bin von dem Sender, habe ich mir erlaubt, diesen in ein Gehäuse zu bauen.

Der Sender wird hier mit einem 24 Volt Netztrafo betrieben, der auf der Sekundärseite allerdings statt 24 Volt knapp 30 Volt Output unter Last ausgibt. Im Leerlauf messe ich knapp 44 Volt, ohne Last. Die Elkos sind auf nur 35 Volt ausgelegt, können aber die hohe Leerlaufspannung vertragen und die hohe Leerlaufspannung stellt somit kein Problem dar. Anders würde das aussehen, wenn ich unter Last die Elkos dauerhaft mit 44 Volt statt mit max. 35 Volt betreibe. Und das sollte man ja ebenfalls auch nicht, sondern man sollte ja nie bis an die maximale Belastbarkeit gehen. Mit 30 Volt liege ich also noch 5 Volt darunter, also alles in Ordnung. Aber im Leerlauf stellt die hohe Spannung kein Problem dar. Die Hersteller geben ja auch meistens noch einige Prozent beim Fertigungsprozess dazu, geben aber dann auf dem Bauteil immer etwas weniger Belastbarkeit an, als die Elkos tatsächlich aushalten.

Abgesichert habe ich den Sender auf der Sekundärseite mit einer Sicherung, Träge, 250 mA. Der Trafo selbst schafft bis zu 225 mA laut Herstellerangaben und der Sender zieht im Betrieb zwischen 170 und 180 mA Strom. Wenn ich einen Vollschluss herbeiführe, fliegt sofort die Schmelzsicherung, so wie es sein soll. Da fliessen dann, ich schätze, vielleicht bis zu knapp 500 mA kurzzeitig.

Am schwierigsten war es, die Kaltgerätebuchsen in das Gehäuse hineinzufrickeln. Aber auch das habe ich mit einer kleinen Feile hinbekommen.

Und hier ist jetzt das schöne Gerät. Damit werde ich jetzt meine alten Volksempfänger und tragbaren Mittelwellen PLL-Radios beschallen.

Ich habe insgesamt 3 Stück von diesen Sendern gebaut, die alle identisch sind, weil ich noch einige Leergehäuse übrig habe aus Restbeständen, die ich mal aufgekauft habe und meine 1000 kHz Resonatoren auch verbauen wollte.

Ein schönes Wochenende, Euch @llen zus@mmen!

Ich bin gespannt auf Eure Kritik. Darf aber auch gerne ein Lob sein ^^ :haha:

















Viele Grüsse aus dem hohen Norden, hier aus Hamburg
kettenraucher

von kettenraucher - am 02.06.2017 12:23
@ Kettenraucher

Respekt, Respekt bei diesen Temperaturen feilen und löten !

Mir läuft der Schweiss auch so schon runter, die 300mLiter Regen vor 2 Tagen brachten kaum
Abkühlung.
Da ich kein Netz brauche, werde ich mal versuchen aus der Hängematte zu funken :cool:
Ich habe aber berechtigte Sorge, daß sich das Schaukeln auf die Frequenz überträgt !
Mein Flaschenboot ist leider auch noch in der Entwicklungsabteilung.
Viele Grüsse aus Sachsen ( gefühlt wie Zentralasien )

von Sachsenbastler - am 02.06.2017 13:31
@sachsenbastler: Probiere es doch einmal mit einem kühlen Bierchen. Ich lege die Flaschen immer in das Gefrierfach bei diesen hohen Temperaturen. Du darfst dann natürlich mit der ganzen Bastelei nicht vergessen, oder in Deinem Fall, das Schaukeln in der Hängematte, das Bier nach spätestens 45 Minuten wieder aus dem Fach zu holen. Sonst hast Du am Ende ein leckeres Eis. :hot:

von kettenraucher - am 02.06.2017 16:04
Hallo,

ich melde mich nach einiger Abwesenheit auch mal wieder in die Runde.

Bei PMR Funkgeräten muss man halt auf die Antenne achten. Diese sollte möglichst lang sein. Selber die Antenne verlängern bringt oft nur eine verschlechterung (oder gleichbleibende Leistung) denn die kurze Antenne ist gut angepasst, bei längerer Antenne kommt´s zur Fehlanpassung, was ja nicht erwünscht ist.

Ich habe mir die Geräte angeschaut, und finde die Antenne etwas kurz. Ich kann sehr das DNT-WT77 empfehlen. Es hat eine klappbare (recht lange) Antenne und bringt viele Funktionen mit.

Der Betrieb über 4 Micro Akkus sorgt für gute Sendeleistung und lange Betriebsdauer. Über eine einfache Tastenkombination kann man zwischen PMR und LPD Umschalten, es ist also sogar ein Kombigerät. Das funkgerät was ich meine ist der Nachfolger vom "Team WT-405" das ich zuerst hatte. DNT-WT77 ist auch unter "Conrad WT77" oder "Team WT77" zu finden.

Bei dem Gerät das ich gebraucht erstanden habe gibt´s sogar bei LPD noch die Zusatzoption die Sendeleistung von "lo" auf "hi" zu schalten, so hätte man dann (vermutlich) ein AFU Gerät, da "hi" vermutlich 0,5Watt ist und "lo" 10mW. Aber (Prüfungsfrage) Der Amateurfunker darf ja
mit seinen AFU Geräten nicht mit CBlern oder sonstigen "freie Funkern" funken ;)

Das LPD Band spielt sich im 70cm Band ab wo auch Thermomether, Drahtlose Kopfhörer uvm zu finden ist - aber auch - im 70cm AFU band. Allerdings beträgt die Leistung nur 10mW

Ich ziehe (persönlich) das WT77 sogar dem VIEL teurerem Alan456 vor. Letzteres ist halt eher für "Praxiseinsatz" als "Hobbyfunken". Es ist ein sehr robustes Gerät mit sicherlich guten Eigenschaften, allerding´s gibts viel zu viele (in meinen Augen unnötige) Einstellmöglichkeiten, es ist auch etwas kompliziert zu bedienen, und eines meiner 2 Geräte ging einfach Spontan kaputt ohne ersichtlichen Grund (es gibt nurnoch den Einschalt Ton, kein Empfang auch nicht mit MON Senden tuts aber noch)

Reichweite von PMR ist in der Praxis von den Funkgeräten / Kompaktgeräten die Beste.

In der Stadt habe ich selber keine Tests gemacht, aber auf dem Land sind´s in der Praxis immer ein paar Kilometer, wobei immer zu verstehen ist, was Reichweite bedeutet. Bedeutet das, das man in jeder Situation immer Erreichbar ist, würde ich die Reichweite auf´m Land auf max 1km beschränken - oder - bedeutet Reichweite, das man das Signal mit gutem Ausrichten der Antenne noch empfangen kann... Dann kann ich keine präzisen Angaben machen ausser >5km.

70cm UHF Funk blüht natürlich vom Berg aus auf, und so kann ich ohne Probleme + Reproduzierbar mit einem "Gelegenheitsfunker" Funken (vom Berg aus freie Sicht) der sich von meinem Standort 50km entfernt befindet (wir haben´s Nachgeschaut). Das Signal wäre "S9 / R5" wenn man so möchte, aber ein gutes UHF Beispiel ist dann das, das wenn ich an einem Berg nur etwas tiefer gehe (und Bäume dazwischenkommen aber hinter den Bäumen wäre wieder freie sicht) - dann wird der Empfang schon massiv schlechter, und man muss sich eine "gute Lücke" suchen. An der höhe liegts nicht, denn auf einem anderen Berg, der nicht so hoch ist, - nur ohne Bäume - hab ich auch einwandfreien Empfang.

Ich denke das es noch viel weiter geht als 50km. Ich konnte es allerdings noch net weiter testen.

Anders hatte ich Funkgeräte schon gehabt so ganz billige Teile mit 2cm Antenne, die haben nach 250m schon gerauscht bzw. Verbindung komplett weg möglich.

Es gibt ja auchnoch Freenet bei 149Mhz, die Geräte sind allerdings teuer. Hier habe ich auch reporduzierbar 100km geschafft, es gibt eine kleine aber recht fixierte / kompetente Funkgergruppe (hier in der Gegend zumindest) die sich darauf spezialisiert hat. Da hört man dann DTMF Töne, hat Gateways oder eben "Fachpersonal" am anderen ende. Man muss aber schon auf´n Berg im Tal geht nichts her.

Leider gibt´s Heutige Geräte nurnoch mit Zwangs LI Akku, deswegen hab ich keins mehr, ich bin da nicht so der Fan dieser Technologie. Vor allem hatte ich mal ein teures "Team" Funkgerät, bei dem dann nach 2 Monaten (Ausgeschaltet!!!) im Schrank stehen immer der ... LI Akku leer war...

Auf Freenet hört man zudem sehr viele Arbeiter und es wurde primär auch als "Betriebsfunk Light" Entwickelt und nicht für die Funkbastler.

Bei PMR ist alles mögliche dabei, Fahrschulen sowieso, Gleitschirmflieger Kurs / Lehrer - viele Kiddies... ... Urlauber usw usv..

Wichtig ist (wenn man reinquasseln will) Das manchmal CTSS genutzt wird. Wenn das eigene Funkgerät nicht den gleichen CTSS Sendet, empfangen die anderen einen zwar Physikalisch, ihr Funkgerät macht aber "nicht auf" und man wird nicht gehört. Das TEURE Alan456 kann natürlich CTSS, zeigt bei empfangenen Stationen den verwendeten Code aber nicht an. Das Billigere WT405 bzw. WT-77 empfängt die Station, zeigt den Subcode CTSS an, und wenn man dann sendet, wird der code gleich übernommen.

Richtigen Bastelfunk gibt´s auf CB aber hier ist man ohne gute Antenne UND guten Standord schnell aufgeschmissen (sehr hoher Frustfaktor möglich). Zudem verhält sich´s einfach komisch.

Ich "kann" mit 50mW 50km weit Funken (ebenfalls Google Maps geguckt) wenn der andere eine Hochantenne und freie Frequenz hat hört er mich noch mit "S3". Ich selber verwendete eine 2m lange antenne aus 1m Teleskopantenne + 1m Gegengewicht...

Aber wenn ich dann noch ne bessre Portabelantenne hab, man mich 100km weit hört blieb mir das, was einen großen Teil im CB Funk ausmacht bis jetzt wohl verwährt, nämlich sporadic E...

von Elektronikbastler - am 04.06.2017 07:46
Zum AM Sender.

Ich habe mir das Foto angeschaut, die Arbeit ist wirklich sehr ordentlich geworden, sage ich offen, das Äußere schöner als das Innere.

Wenn es ein Metallgehäuse ist, wäre es natürlich wichtig (da es dann Schutzklasse 1 ist) den PE Anschluss noch mit anzuschließen, also mit dem Gehäuse zu verbinden, und wenn mans ja genau nimmt müsste man das dann mit einem sehr teuren Elektro Prüfgerät Prüfen, also Isolationsprüfung an´s Gehäuse und ob der PE Widerstand ok ist ...irgendwie so - ist lange her die Ausbildung...

Den Elan finde ich aber toll das du so viel basteltst.

Zur klanglichen Beurteilung kann ich nichts sagen. Natürlich klingt der eigene Sender grundsätzlich immer gut, aber ich gehe an meine Schaltungen - da ich ja nachbau oder irgendeine Form der Reproduktion erwarte, wenn ich sie entwickle - immer sehr kritisch ran.

Modulation teste ich so, das ich einen Kommunikationsempfänger nehme, und viele Abschwächer rein mach, Antenne oft sogar ganz abstecke. Dann begebe ich mich an die Reichweitengrenze des Senders, und vergleiche das signal mit Schmalband FM. Ich positioniere mich so, das ich bei N-FM gerade noch etwas verstehen würde (das ist dann oftmals ein Signal, das schon extrem knistert - rauscht - aber wäre mod auf FM da, würde man sie noch hören). Dann Schalte ich um auf AM. Wenn ich wirklich "100% AM" habe dann ists so, das, sobald man auf die Sendefrequenz dreht - das man dann einen leisen aber deutlichen Unterschied hört, zwischen "Rauschen und da ist ein Signal" - und - bei 100% AM hört man dann sofort trotz extrem schwachem Signal schon die mod raus.

Sobald man weniger % Hub hat macht sich das so bemerkbar, das man zwar einen Rausch Unterschied hört, aber keine mod, und man erst viel mehr pegel brauch bis die Mod leise durchkommt.

Ich mein ja nur bezüglich dem.

Das der Resonator "Wandert" kann ja an deiner Schaltung im generellen liegen, wo irgendwelche Transistoren immer im fast Kurzschlussbetrieb betrieben werden, und entsprechend heiss werden. Entweder erwärmt sich der Oszillator Transistor (oder Teile um ihn herum vor allem Keramik C´s) und das "zieht" den Resonator dann, oder durch die sich aufheizende Endstufe ändert sich ihr Arbeitspunkt, ihre Stromaufnahme und somit die Versorgungsspannung...

Irgendsowas wird´s schon sein. Wie weit man Resonatoren ziehen kann, da hab ich jetzt andere Erfahrungen als du gemacht, 10khz sind da schon drinn aber O-K.

Du solltest deine Sender irgendwo anders vorstellen. Klar ist das hier das Senderbau Forum, aber gerade in Kombination mit dem VE Radio wäre so etwas eher z.B. im "Dampfradioforum" aufgehoben. Allerdings musst du dann den Sender umbauen und einen Abschwächer dahinter machen - für Direktanschluss an´s Radio - denn je nach dem sind Sender dort nicht gerne gesehen, und die Themen werden gelöscht. Also je nach dem, manche Sender sind scheinbar trotz ihrer offensichtlichen nicht benutz Erlaubniss ohne Sonderzulassung nicht erlaubt, darüber darf man dann aber 2 Seiten diskutieren, und wer anders stellt 1 Sender vor, Thema sofort geschlossen.

Ich denke, du solltest dich Weiterenwticklen und mal mehr in´s Thema Empfänger gehen. Sender hier, Sender da - schön und gut - aber selber mal einen Empfänger bauen?

Du kannst ja mit deinen Gehäuse Berabeitungsfertigkeiten einen Multiband Radio auf Superhet Basis bauen, in Monatelanger arbeit immerwiedermal etwas dazubauen, sodass du am Schluss z.B. einen Radio hast der von 150Khz Langwelle bis 30Mhz in Abschnitten geht...

Klar auf MW und LW ist nich viel los aber es geht ja um den Bastelfaktor, zudem hast du dann ja eigene Sender.


Achja noch was zum 85Mhz Handy

In Deutschland ist derzeit im AFU wieder das 4m Band zugelassen, also Frequenzen um 70Mhz. Das kann zwar ein Verdrehter Radio noch nicht empfangen, aber ich hatte mal einen Empfänger, dessen UKW Band ging irgendwo von 58 bis 76Mhz oder so, es gibt also irgendwo Radios bei denen das im "UKW Band" liegt.

Es gibt diverse Funkkopfhörer die auf ca 85Mhz Senden - natürlich Chinaware, für die die BNETZA explizit ein Verbot ausgesprochen hat. Trotzdem ist mir 1 Gerät bekannt das bei Amazon verkauft wird, das munter betrieben wird. Eigene Tests an 2 solcher Geräte (im "Testinteressierten Interesse") zeigten, das beide ungefähr bei 86Mhz senden - je nach Batteriespannung und Position (das sind einfach FM Sender und im Kopfhörer Scan Radio)

Während ein Sender wenigstens so schwach ist, das er in der Praxis keinen stören sollte - mit wenigen Metern Reichweite - ist ein anderer so stark das man ihn je nach Aufstellort problemlos >1km hören kann.

Es gibt also schon offizielle Produkte, und gäbe es ein 85Mhz Funkgerät bringt dir das an deinem Radio auch nicht viel, weil er viel zu breite Filter hat. Ausser es stört dich nicht, das man den Radio sehr weit aufdrehen muss um was gut zu hören, und sobald keiner Sendet rauschts extrem laut. Von der Trennschärfe sprech ich erst garnicht :P

Was wurde eig. aus dem Tv Videosender Projekt

von Elektronikbastler - am 04.06.2017 08:05
Die Resonatoren wandern nicht, sondern haben von Natur bzw. produktionsbedingt geringfügige Abweichungen untereinander. Ich weiss nicht, ob es am Hersteller liegt. Dass es an meiner Schaltung liegt glaube ich nicht.

Das TV Videosender - Projekt liegt momentan auf Eis. Ich habe mir einen neuen, ganz grossen Flachbild-TV gegönnt. Das Gerät hat alle modernen Features, die man sich so erwarten darf von einem neuwertigen TV.

Allerdings werde ich das Projekt "TV - Videosender" früher oder später trotzdem wieder angehen. Auf der Platine waren ja irgendwie die Widerstände vertauscht bzw. keine Ahnung. Ich hatte ja beim Zusammenbauen damals keinen Plan und habe die gedremelte Platine, die auch nicht mit Bauteilwerten beschriftet ist, damals mehr oder weniger auf "gut Glück" einfach so zusammengesteckt. Jedenfalls funktionierte der Sender dann am Ende auch nicht.

Angenehme Pfingstfeiertage wünscht
kettenraucher

von kettenraucher - am 04.06.2017 14:03
Noch ein Nachtrag zur Aussage, das Gehäuse wäre aussen toll innen eher "naja"

Die Aussage bezog sich nicht auf die Schaltung / das Schaltungsdesign, sondern darauf, wie der

innere Aufbau ist. Anstatt der Platine mit dem "Drahtverhau" wäre es besser gewesen sich die

Zeit zu nehmen und eine Platine zu dremeln oder kratzen oder "mit Elko und Nagel

freizubrennen" bei der die einzelnen Stufen nebeneinander aufgebaut sind, sichtbar getrennt

sind.

Also Oszillator | Buffer | Endstufe ... so in der Richtung, das ganze natürlich ordentlich

(Widerstands Farbringe schauen alle in die gleiche Richtung usw usv) und dann am besten

über jeder Stufe mit Edding oder so beschriftet "Oszillator... Buffer..."

In den Deckel dann noch einen Schaltplan reinkleben und fertig. Das meinte ich mit "innen nicht

so toll" nicht das eigene Schaltungsdesign.


Bei meinem Tv Sender muss ich noch sagen das die Schaltung ja funktioniert. Eventuell ist halt

einfach irgendwo eine Lötbrücke weil Dremel Abstände zu gering sind o.ä. Der Tv Sender hat

auch eher "Bastelnutzen" als realen Nutzen, naja, ausser man will z.B. Taschen Tv´s drahtlos

versorgen. Das habe ich mal eine Zeit lang gemacht, quasi aus "Retro Gründen" den

Videosender an DvD Player und dann über ein paar Meter Distanz zum Taschen Tv gesendet,

und im Bett liegend Film angeschaut o.ä. Viele Taschen Tv´s haben zwar eine schlimme

Bildqualität, aber es gibt (Heute mehr oder weniger geschenkt, damals EXTREM teuer) auch

einige Modelle mit "ganz ok" Bildqualität.

von Elektronikbastler - am 11.06.2017 06:45
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