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Senderbau und HF Technik
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vor 1 Jahr, 4 Monaten
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vor 1 Jahr, 4 Monaten
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kettenraucher, Power-FM ne

[abgetrennt] Langwellensender von Kettenraucher...

Startbeitrag von Power-FM ne am 05.08.2016 19:11

Wegen den Merkwürdigkeiten in dem Langwellen"sender" von Kettenraucher wäre es vielleicht besser ein neues Thema zu eröffnen damit nicht alles durcheinander gerät.

Dennoch mische ich mich da jetzt auch mal ein:
Erst mal: Wie immer Schaltplan ohne Bauteilwerte, Werte nur in der Stückliste, alles nur auf Youtube, tlw. keine Schaltzeichen sondern "Bauteilzeichnungen" verwendet, Beschriftungen kaum zu lesen > Unübersichtlicher und umständlicher geht's nicht.
Aber nun gut, mehr als darauf hinweisen kann man halt nicht ;-)...

Die Beschaltung von dem T3 in der Schaltung ergibt übrhaupt keinen Sinn, woher soll der Transistor abgesehen von der schon angesprochenen Geschichte mit C auf Plus und E auf Masse seine Vorspannung an der Basis bekommen? Was soll der Transistor überhaupt genau machen? Mit Kollektordrossel oder Schwingkreis am Kollektor wäre es (fast) eine Klasse-C-Endstufe. Aber auch nur fast, da es keinen Gleichstromweg von der Basis nach Masse gibt. Abgesehen davon wird ja schon der Oszillator moduliert, also ist ein C-Verstärker wegen der extremen Verzerrung ja eher unsinnig.
Auch der Treiber / Puffer(T2) arbeitet ja schon ohne Vorspannung an der Basis... Irgendwie komisch das alles (oder falsch abgezeichnet?).
So wie die Schaltung jetzt da steht, würde ich sagen, alles was rechts von C8 ist, kann man auch genau so gut ganz weglassen ohne dass sich die Funktion verändern wird, sehr wohl aber die Stromaufnahme ;-).

Antworten:

Re: Langwellensender von Kettenraucher...

Alles nach dem C8 weglassen geht nicht wirklich. Wenn Du alles nach dem C8 weglässt dann musst Du das Radio direkt neben den Sender stellen. Ich brauche aber auch in anderen Räumen Empfang. Ja, die Stromaufnahme ist beachtlich. Der Sender zieht 0,26 A. Ich habe berechnet, dass der Sender 3 Watt pro Stunde verbraucht wobei der Kühlkörper schon extrem warm wird. Das Netzteil wird dabei kochend heiss. Bei Dauerbetrieb wären das am Tag 72 Watt, im Monat also 2160 Watt, also knapp 2,2 Kilowattstunden Verbrauch bei Dauerbetrieb, wenn der Sender 30 Tage im Monat 24 Stunden durchläuft.

Irgendwas stimmt da wohl noch nicht ganz.Ich glaube, wenn ich jetzt auch noch eine Kollektordrossel einbaue dann geht der Transistor in Rauch auf.

Wenn ich einen Emitterwiderstand einbaue wird der so heiss, dass er einfach sofort abraucht. Vielleicht sollte ich einen Widerstand verwenden der das aushält. Ich habe leider mit den wenigen Bauteilen keine andere Lösung gefunden, ausser das mit den Übertragern. Mit der Kollektordrossel geht wahrscheinlich der Transistor sofort kaputt.

Vielleicht müsste man die Schaltung mit einem MOSFET in der Endstufe aufbauen. Ich wollte es eigentlich mit einem Übertrager versuchen. Diese MOSFETS verhalten sich ähnlich wie Röhren. Ich glaube, da kann man mehr herausholen. Aber ich lasse die Schaltung jetzt so wie sie ist, immerhin funktioniert sie ja mehr oder weniger, wenn auch noch nicht perfekt.

Langwelle scheint noch viel komplizierter zu sein als Mittelwelle. Bei Langwellensendern scheint ja die Bodenwelle von extremer Bedeutung zu sein. Ich kann ja mal ein Experiment mit einem MOSFET machen. Aber wie passe ich dann die Antenne korrekt an? Ich spiele hier mit Kondensatoren herum und die Reichweite hat der Sender ja nur, weil die „Antenne“ an der Heizung hängt und die Masse an PE vom Stromnetz. Es soll ja aoch Spezialisten geben, die koppeln die HF auf Phase ein, indem sie einen 1000 Volt 1 KV Kondensator zwischenschalten.

Es gab doch mal diese alten Babyphones, die haben teilweise auch im Langwellenband gefunkt und wurden teilweise so konstruiert. Ich habe das tatsächlich vor einigen Jahren mal bei einer Schaltung so gesehen, vielleicht war das ein Chinaexport. Da wurde tatsächlich die Phase Aufmoduliert.

Ich finde es besser den Nullleiter zu benutzen, wird er in der Regel ja auch bis zum nächsten Transformator durchgeschleift. Ausserdem ist es nicht lebensgefährlich, im Gegensatz zur Phasen-beschaltung / Aufmodulierung.


Nur beim TN-C System kommt der Nulleiter und die Erde ja zusammengeführt von der Trafostation zum Haus. Erkennbar ist das auch am blauen Ring am Ende des Drahtes:

https://de.wikipedia.org/wiki/PEN-Leiter


Dieser PEN-Leiter wird dann aber in der Regel im Keller(Hausanschluss) bereits aufgeteilt in einen Null-Leiter und einen PE-Leiter, oder aber spätestens im Zählerschrank. Diese Leiter dürfen, nachdem sie aufgetrennt wurden, auf keinen Fall mehr dahinter zusammengeführt werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/TN-System


Ich kann ja schlecht jetzt einen 350 Meter Sendemasten aufbauen. Wenn ich die Antenne bei so niedrigen Frequenzen korrekt anpasse müsste ich ja so nah wie möglich an der Antenne den Sender anpassen, vielleicht dann mit einer Kondensatorplatte, wenn ich denn irgenwann einmal hohe Sendeleistungen hätte. In meinem Fall brauche ich das nicht, bei dem bisschen, was da rauskommt..Ich glaube, so etwas lässt sich gar nicht so einfach realisieren, anders als bei Kurzwelle wo man einfach nur ein bisschen Draht aufspannt und schon mal locker 5 oder 10 Watt mit einem durchschlagfesten Drehkondensator im Anpassnetzwerk in den Äther blasen kann.

Das Erdnetz scheint bei Langwelle das allerwichtigste zu sein. Das wird immer unterschätzt. Umso feuchter der Boden, umso besser und umso eine grössere Reichweite erhält man. Und im Winter bei gefrorenem Boden könnte ich mir sogar vorstellen, dass die Reichweite noch grösser wird.

Da bleibt jetzt nur noch die Frage, wie ich möglichst viel Power aus den Transistoren sauge? Bei Mittelwelle habe ich das inzwischen schon durchschaut, wie man das macht.

Aber ich habe gesehen, dass bei Langwelle sich alles anders verhält. Probiert es doch einfach mal aus. Man kann wohl mit Übertragern, also der sogenannten Impedanzanpassung sehr viel erreichen. Ich müsste also zwischen den einzelnen Stufen spätestens ab jetzt oder gar schon ab dem T2 mit HF-Übertragern arbeiten. Ich wüsste nicht, wie ich das sonst realisieren könnte. Die absolut korrekte Anpassung zwischen den einzelnen Stufen scheint hier wohl der Schlüssel zu sein. Und dann hat man sicherlich dennoch eine sehr grosse Verlustleistung. Das scheint wohl sehr viel Experimentierarbeit zu sein, mit diesen Übertragern. Vielleicht kann ich mich ja mal im Winter ernsthaft dahinterklemmen und mich damit beschäftigen. Die Räumlichkeiten hier bei mir lassen solche Basteleien kaum zu. Aber nichtsdestotrotz: Langwelle hat es wirklich in sich. Dagegen ist Mittelwelle harmlos. Umso tiefer es mit den Frequenzen geht, um so interessanter wird das Ganze. Jedenfalls ist das meine subjektive Wahrnehmung.

Das nächste Problem mit dem ich zu kämpfen hatte war ein Brummton auf der Sendefrequenz. Ich hatte zuerst den Gleichrichter direkt auf die Kupferplatine gelötet. Das erzeugte allerdings ein lautes Brummen, wohl von der 50 Hz Netzfrequenz. Also musste ich den Gleichrichter von der Senderplatine separieren. Damit nicht genug. Ich musste also auch noch Mantelstromfilter mit Ferritkernen wickeln um den Netzbrummer auszufiltern. Und als ob das nicht schon genug wäre: Nein, ich musste auch noch 2 weitere Elkos einbauen! Zwar hatte ich ja schon einen 2200µF Elko eingebaut, aber das reichte dem Sender nicht. Ich musste noch zwei weitere Elkos einbauen so dass ich jetzt glaube bei knapp 9000µF bin. Das ist ganz schön heftig. Das Brummen ist jetzt weg.

Wahrscheinlich wären diese Probleme mit einem externen Netzteil so nicht aufgetreten.

@Elektronikbastler: Ja, das mit dem Phasenprüfer stimmt. Der leuchtet tatsächlich auch schon bei weniger Sendeleistung, vorausgesetzt man passt die Antenne korrekt an. Aber das heisst noch lange nicht unbedingt, dass man auch immer gleich Reichweite hat. Nur weil da ein Phasenprüfer leuchtet, bedeutet es erst einmal nur, dass man viel Saft auf der Antenne hat. Die Reichweite hängt auch von der Antenne ab. Diesen Mittelwellensender den ich da gebaut habe kann ich auf einen ca. 2,50 Meter kurzen Draht anpassen, also nur ein bisschen Draht. Ich kann den Sender dann aber trotzdem gut empfangen. Und nicht nur ein paar Zentimeter sondern wirklich auch in benachbarten Räumen ohne Rauschen. Wenn ich aber einen 20 Meter Draht an den Sender mache und diesen Draht abspanne und den Sender danach neu anpasse dann geht der Sender einige hundert Meter. Ich habe noch Reste in 300 Metern empfangen, und das, obwohl hier bei mir wirklich überall Beton und hohe Häuser stehen. Das heisst also im Umkehrschluss: Ich kanne die Antennenlänge sehr wohl faken und ich kann sehr viel manipulieren, indem ich die Antenne anpasse und dadurch viel erreichen, aber die Verluste sind trotzdem enorm. Eine richtige Antenne, diese korrekt angepasst, bringt im Endeffekt immer mehr.

@Power-FM: Bezüglich der Langwelle: Du hast Recht. Das geht zu sehr durcheinander. Das bringt die Diskussion von Oszillatormanns Sender durcheinander und ist sonst total irreführend. Vielleicht kannst Du bitte die Beiträge ja von mir in ein neues Thema verschieben? Man findet ja auch bisher kaum Themen zu Langwelle im Netz. Das finde ich schade.

So. Das war jetzt viel zu viel Text wieder. Schönes Wochenende!

von kettenraucher - am 06.08.2016 03:04
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