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Senderbau und HF Technik
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Oszillatormann, kettenraucher, sachsenbastler, Power-FM ne, Stefan0719, kettenraucher.

Abgleichfreier LW Sender mit 250 mW

Startbeitrag von Oszillatormann am 07.08.2016 12:18

Weil hier über LW diskutiert wird habe ich meinen MW Sender kurz auf LW umgebaut. Dazu werden im Oszillator einfach vier Kondensatoren gewechselt und L3 und C9 vergrößert.
Also ein schnell gemachter Umbau:



Die Reichweite des Senders ist leider nicht mehr sehr groß, weil die Antenne nicht proportional zur Wellenlänge mitgewachsen ist sondern unverändert vom Mittelwellensender übernommen wurde. Ich kann den Sender in 30 m Entfernung noch rauschfrei empfangen. In 90 m Entfernung geht aber schon Nichts mehr. Die Theorie sagt, daß die Feldstärke im Nahfeld leider proportional zum Abstand hoch drei abnimmt. Dreifache Entfernung gibt damit 1/27 der Feldstärke. Das kann man gut nachvollziehen.

Antworten:

Und wenn Du die Antenne an das Heizungsrohr hängst und die Masse gleichzeitig auf PEN? Früher haben die ja Drahtfunk gemacht. Aber bei dem mit PLC-Technik verseuchten Stromnetz ist das so eine Sache. Einen Kurzschluss wirst Du aber zwischen Antennenausgang und Masse dennoch nicht haben, weil in der Regel ja der Nullleiter vom Heizungsrohr nie 100% 0 Ohm zum PEN vom Stromnetz - Erde hat. Der Erdungswiderstand hat bei guten Erdern vielleicht 2 Ohm, es hängt sicherlich auch viel von der Beschaffenheit des Bodens ab. Und sicherlich auch, wie tief der Erder im Boden eingebracht wurde. Das gleicht sich ja gegenseitig aus.

Das hier ist vielleicht ein ganz lesenswerter Artikel auf Wikipedia.

Trägerfrequenzanlage Artikel Wikipedia

Ich finde es interessant, dass Du den Test mit Langwelle gemacht hast. Denn das Ergebnis finde ich mehr als erstaunlich, dass bei Dir bereits bei 30 Metern nichts mehr funktioniert. Mein Langwellensender geht gut 50 Meter. Also auch nicht wirklich weiter. Aber Du strahlst Dein SIgnal ja wie ich das verstanden habe über eine richtige Antenne ab, ich hingegen über das Heizungsrohr. Aber sobald ich an der Hauptstrasse stehe, ist auch hier das SIgnal komplett verschwunden. Aber im Hof und vor dem Gebäude ist er noch empfangbar. Also, klemm Deinen Sender doch mal mit Antenne an das Heizungsrohr und mit Erde an PE von der Steckdose. Dann geht er sicherlich bis zur nächsten Trafokopfstation. :drink:

von kettenraucher - am 07.08.2016 14:25
Oder jedenfalls dann, wenn Du die Antenne an PEN klemmst und die Heizung als Erde nimmst^^. Aber vielleicht ist dann die Modulation verzerrt wenn du das umdrehst?

von kettenraucher. - am 07.08.2016 14:26
Oder was mir gerade noch eingefallen ist: Du versuchst jetzt die Antenne mit Filtern weiter anzupassen? Aber ob das so viel bringt? Ich weiss nicht. Ich glaube die Heizung ist besser.

von kettenraucher - am 07.08.2016 14:37
Die Loopantenne ist eine symmetrische Antenne. Die braucht keine Erde.
Abgesehen davon kann man bei diesem Sender nicht die Heizung oder PE als "Antenne" anklemmen.

Die Antenne ist in diesem Sender gleichzeitig die Schwingrkeisspule, gerade das ist ja das, was den Sender sozusagen Abgleichfrei macht.
Man könnte die Spulenmaße vergrößern um den Wirkungsgrad zu verbessern, aber das Gebilde müsste dann deutlich größer werden.

von Power-FM ne - am 07.08.2016 14:59
Hey, stimmt vollkommen was Du da sagst @Power-FM. Sorry! Danke, dass Du mich darauf hingewiesen hast. Klar, deshalb entfällt ja auch die Antennenanpassung mit dem PI-Filter, logisch. Sorry.

Das sind jetzt natürlich ganz andere Ausgangsvorraussetzungen.

Wenn das so ist, dann würde ich sagen, dass der Sender sich gar nicht wirklich für Langwelle eignet. Der Leistungsverlust ist doch einfach viel zu gross und der Wirkungsgrad zu schlecht.

Was mich aber noch von Oszillaormann interessieren würde: Wie sieht es dann mit der Frequenzstabilität aus? Hält er denn die Frequenz absolut konstant? Mein MIttelwellensender ist z.B. konstant auf einer Frequenz. Der Langwellensender hingegen driftet abundzu leicht, aber nur bei hohen Temperaturschwankungen. Denn ich will den Sender ja auf jeden Fall nachbauen. Aber natürlich nur für das Mittelwellenband. Ich könnte mir vorstellen, dass der Sender leicht die Frequenz verändert, also ggfls. driftet bei Berührungen der Antenne oder äusseren Wettereinflüssen. Ist das so?

von kettenraucher - am 07.08.2016 15:51
Danke PowerFM für deine schnelle Erklärung.
Die Hausloop von PE zur Erde hat irgendeine Induktivität. Die bestimmt dann meine Sendefrequenz. Ich teste das nachher. Wenn der Loopdurchmesser der Hausinstallation viel größer als meine 4m² sind wird es besser funken.
Die Frequenzstabilität ist super. Noch viel besser als auf MW weil die Schwingkreiskondensatoren jetzt viel größer sind als im MW Oszillator und deshalb der Transistor mit seinen internen Kondensatoren weniger Einfluß hat. Außerdem ist die Frequenz viermal niedriger und deshalb die Drift auch viermal kleiner. FM ist ein Fremdwort für diesen Oszillator.

von Oszillatormann - am 07.08.2016 16:03
Ich war ja neulich zu Besuch in New Jersey in den USA. Da habe ich gesehen, dass sie dort auch AM - Transmitter verkaufen. Man kann die dort ganz offiziell betreiben. Finde ich eine super Sache. Ich hoffe, das kommt hier auch demnächst. Nunja, jedenfalls ist das besondere an diesem Gerät, dass man bei diesem AM - Mittelwellensender die Frequenz digital eingeben kann. Die Antennenanpassung erfolgt durch den Ferritstab, der sich, je nach Sendefrquenz elektrisch gesteuert mit einem Stellmotor einstellt. Ob das aber vielleicht sehr störanfällig ist, das sei mal dahingestellt. Überall, wo viel Mechanik im Spiel ist kann natürlich viel kaputt gehen. Hinzu kommt, dass in den USA das Mittelwellenband im 10 kHz-Raster arbeitet, wir haben in Deutschland 9 kHz. Bei uns in Deutschalnd gehen mit dem Gerät also nicht alle Frequenzen bzw. nur versetzt per Feinabstimmung am Radio.

von kettenraucher - am 07.08.2016 16:15
Das ist das besagte Gerät

von kettenraucher - am 07.08.2016 16:15
Aber Du hast enorme Leistungsverluste auf Langwelle. Wäre es nicht sinnvoller, die HF über das Stromnetz einzukoppeln. Es gab doch früher Lichtantennen. Man könnte doch über einen 1000 Volt 1KV Kondensator mit möglichst viel pF, (müsste man ausprobieren) die HF auch auf die 230 Volt Phase aufmodulieren. Ok, nicht mit deinem Sender aber mit meinem müsste es machbar sein.

Du sagtest, du kommst 30 Meter weit. Das ist schon ganz schön ordentlich auf Langwelle. Aber der Wirkungsgrad ist nicht gerade optimal. Kannst Du das noch verbessern? Auf Langwelle kann man fast tagesunabhängig enorme Reichweiten bekommen. Nachts natürlich noch besser. Du hast sicherlich eine Idee.

von kettenraucher - am 07.08.2016 16:20
Jetzt habe ich statt der Loop die Heizung an C11 angeschlossen. Die Schaltungsmasse ist über ein angeschlossenes Oszilloskop mit der Schutzerde verbunden. Der Gleichstromwiderstand zwischen den Heizung und Schaltungsmasse ist ca 1 - 2 Ohm. Der Sender sendete sofort los, Frequenz knapp unter 150 kHz. Ich habe C11 auf 33 nF reduziert und 156 kHz Sendefrequenz stellten sich ein. Die Reichweite war etwas schlechter als mit der 210 cm großen Loop. Kurzer Abendspaziergang folgte: In 30 m Entfernung ist der Empfang schon angerauscht und in 60 m Entfernung fast Nichts mehr hörbar. Es hängt natürlich extrem stark von der Länge der Leitungswege im Haus ab, wie groß die Reichweite ist. Für mehr Reichweite würde ich an der Hausfassade eine Riesenloop befestigen, dann gehts auch besser. Viel hilft viel.:)

von Oszillatormann - am 07.08.2016 18:56
Wie man Langwelleantennen mit anständig Wirkungsgrad baut wußten schon unsere Atlvorderen. Google mal: alexanderson mehrfach abgestimmte antenne.
https://www.nonstopsystems.com/radio/pdf-hell/article-hell-grosssender.pdf
Oder hier: http://www.tuberix.de/site/2_anlagen/4_goliath/04_antenne.htm

von Oszillatormann - am 07.08.2016 19:04
Interessant. Die Menschen waren früher ja auch nicht blöder als heute :rp::-)

ich habe neulich eine wissenschaftliche Studie durchgelesen. Dort stand geschrieben, dass Forscher herausgefunden haben, dass Frauenstimmen sich mit einem höheren Modulationsgrad modulieren lassen und man dadurch die Reichweite der Mittelwellensender / Langwellensender und auch auf Kurzwelle nochmals deutlich anheben kann. Es waren Modulationsgrade von bis zu 116% möglich, also 16 % über dem vollen Modulationsgrad 100%.

Erstaunlich oder?

von kettenraucher - am 09.08.2016 20:19
Bei Vogelstimmen (nicht Vogelspinnen ) habe ich einen Modulationsgrad von 225% erreicht.

Es klingt manchmal wie SSB ::cheers: -aber nur mit Echomike :xcool:

von sachsenbastler - am 09.08.2016 20:37
Vogelstimmen mit Echomike. Wer das hört glaubt an Außerirdische...

von Oszillatormann - am 10.08.2016 14:38
Es gibt noch eine theoretische Möglichkeit, die Loopantenne zu verbessern: Einfach einen riesigen Ferritkern reinstecken. Die Größe eines Trabbis sollte er schon haben.

von Oszillatormann - am 10.08.2016 14:40
@ Oszillatormann

Das mit der Vogelstimme war nur ein Spass- auch an Kettenraucher.

Ich hatte vor Jahren beim Giessen auf unserem Friedhof eine sehr lautstark singende Nachtigall entdeckt. (etwa 150m entfernt ).
Da habe ich mich um 21.30 Uhr rangeschlichen, habe meinen Pipsi installiert und eingeschaltet.
So konnte ich von zu Hause aus noch gut eine halbe Stunde dem Gesang lauschen. Allerdings musste ich die NF ziemlich aufdrehen und habe ab und zu auch ein Auto gehört u.a..
Dadurch bin ich auf die Vogelstimme gekommen. :rp:

Nun zur Loop- Ich habe auf dem Schreibtisch eine 8-pfünder Kanonenkugel stehen, Durchmesser 17cm. Könnte das der gesuchte Ferritkern sein ?? - oder ist da mehr Schlacke als Eisen drin ?

von sachsenbastler - am 10.08.2016 16:41
Das ist genau das absolut richtige Teil. Kugelform ist noch viel besser als Stabform. Nimm Die Kanonenkugel sofort. Wickel da etwa 2 m Draht drumrum als Spule. Das gibt 4 Windungen hochpermeable Suprainduktion. Diese Wicklung als Oszillatorspule und Du wirst eine Loopantenne mit etwa 100 facher Reichweite bekommen.

von Oszillatormann - am 10.08.2016 18:38
Eine Loopantenne in Kugelform und dann 100- fache Reichweite- das ist Klasse !!

Also Eisen ist es, ich hab den Magneten kaum wieder abgekriegt. Aber der Durchmesser ist nur

11,4cm- da krieg ich wohl nur 50- fache Reichweite ??

Ich hab noch eine weitere Idee, evtl für die MW 1600Khz.- eine 1/100 Lambda GP mit Verlängerungsspule. Müsste doch auch gehen ??
Also ich hab vor 45 Jahren 8m Kupferlitze zwischen 2 Bäume gespannt und das ging och :xcool:

von sachsenbastler - am 10.08.2016 20:11
Wickel die 2m Draht um die kleine Kugel Du wirst 6 Windungen bekommen. Schließe die Kugelspule an den Langwellenoszillator an. Wenn er an schwingt sendet er auch! Ein Spaziergang mit Hund und Radio klärt die Reichweite. Und nicht vergessen: Mit weniger Windungen wird die Frequenz höher.

von Oszillatormann - am 11.08.2016 04:54
Wo soll ich denn den Hund hernehmen ?- ich hab nur eine Katze !

Frage: Geht das ganze wirklich ?- Vielleicht für KW ?

von sachsenbastler - am 11.08.2016 06:01
Einfach ausprobieren!

von Oszillatormann - am 11.08.2016 10:21
Neuer Vorschlag: Wickel die 2m Draht um deine Katze, klemme ein Blatt Papier und einen Bleistift darunter und schick die allein raus. Wenn Du Glück hast und die Katze noch mal zurückkommt hat ein freundlicher Mitmensch außer Beleidigungen noch eine QTH Angabe mit dem Fundort des Tieres draufgeschrieben. Dann gibts Du bei GoogleMaps das QTH ein und mißt die Reichweite der Katze zu Haus am PC im Trockenen.

von Oszillatormann - am 11.08.2016 14:46
Darauf muß jetzt nicht geantwortet werden - Wir sind natürlich keine Tierquäler. Außerdem wäre die Reichweite der Katze wahrscheinlich größer als die des Senders...

von Oszillatormann - am 11.08.2016 18:18
wiso im Trockenen ? - es regnet wohl ?

Ich mach dann erstmal Sendepause und lass wieder die Experten ans Ruder.
Im übrigen bastle ich nicht mehr, auch nicht als Hobby- höchstens in akuten Notfällen.
Mein Ziel: klein, leicht, portabel, hohe Reichweite ist längst geschafft, sogar in doppelter Ausführung.
Daher passt auch der Name nicht mehr so richtig. Besser wäre Katzenbetreuer o.ä.

von sachsenbastler - am 11.08.2016 20:07
Um mal wieder zumindest ein bisschen ernster zu werden ;-):

Ich habe soeben mal einen "Mikro"-Langewellensender gebaut.
Ging ganz einfach: Ich habe die Schaltung von Oszillatormann für den "einfachsten AM-Sender mit Rahmenantenne" genommen http://20469.foren.mysnip.de/read.php?15777,2710157 .

An der Schaltung habe ich nur ein einziges Teil verändert: Die Rahmenantenne.
Dort kommt jetzt eine Loop mit 5 m Seitenlänge (!) zum Einsatz. Ich weiß, so eine Antenne kann man nicht mehr mal eben an eine Zimmerwand kleben ;-) .

Die Frequenz landet dadurch automatisch im Langewellenbereich, die Reichweite ist 50 m gut und ab 100 m ist das Signal nicht mehr nachweisbar.

von Power-FM ne - am 12.08.2016 18:58
Ob das wirklich so geht weiß ich nicht. Wenn die Kugel viel Schlacke enthält hast Du auch viele kleine Eisenteilchen in der Kugel. Dann fließen weniger Wirbelströme. Das hilft. Eine reine Eisenkugel hat bestimmt zu hohe Wirbelströmeverluste, dadurch die Spule zu kleine Güte. Dann wird der Oszillator nicht an schwingen. Also probiere es aus.

von Oszillatormann - am 12.08.2016 19:22
Die Loop mit 5m Kantenlänge ist auch eine mechanische Herausforderung. Wie hast Du die denn befestigt?

von Oszillatormann - am 13.08.2016 12:31
Zwei Angelruten aufgestellt und mit Hilfe von Seilen sozusagen aufgehängt und "geformt" ;-). Sollte aber eigentlich was anderes werden, die Idee mit dem Langeweile-Sender kam mir später erst ...
Hängt wahrscheinlich auch nicht alles in "einer Bahn", aber läuft.

von Power-FM ne - am 13.08.2016 13:57
Gute Idee. Dann hing die untere Seite der Rechteckloop im Garten knapp über dem Rasen?

von Oszillatormann - am 13.08.2016 16:21
Ich habe neulich eine 4m Loop einfach in den Garten gelegt und die Güte auf MW gemessen. Auch wenn das die falsche Polarisation wird, ich wollte es einfach wissen. Das Ergebnis war sehr bescheiden, noch nicht mal 10. Als Leiter hatte ich den Schirm von 75 Ohm Koax benutzt mit ca 5mm Durchmesser.

von Oszillatormann - am 13.08.2016 16:25
Zu meinem Aufbau:
Mein Loop steht auf dem Kopf. Die Einspeisestelle ist oben, der Sender steht auf dem Dachboden und wird über wenige Meter verdrillten "Klingeldraht" zur Loop geführt. die niedrigste Stelle der Antenne ist nur ca 1,5 über dem Boden.
Interessant ist, dass dieses riesige Gebilde, das mechanisch natürlich alles andere als stabil ist und sich immer etwas bewegt, dennoch als Oszillatorspule keine im Radio wahrnehmbaren Frequenzschwankungen verursacht. Jedenfalls nicht, wenn man im Langwellenbereich arbeitet, so wie ich bei meinem Test.

von Power-FM ne - am 13.08.2016 18:55
Dann speise das Teil doch mal aus der 250 mW Senderschaltung und dann noch auf MW. Dürfte über 1 km Reichweite mit gutem Rauschabstand bringen. Die Loop hat vielleicht 100uH, so daß C11 von 1,5nF auf 220pF oder so reduziert werden muß. Die anderen Cs (erstmal der 47nF) werden dann auch kleiner damit der Oszillator anschwingt. Die Experimente nehmen also ihren Lauf...

von Oszillatormann - am 13.08.2016 19:28
Ja, aber dafür muss ich mir erst mal ein paar BD136 besorgen ;-). Das sind so Teile, die habe ich nicht rumliegen, da ich die im grunde nie brauche...

von Power-FM ne - am 14.08.2016 15:40
Ich habe da jetzt doch noch eine Frage bezüglich diesem Langwellensender von Oszillatormann.

Meine Fragen sind:

Wie kann es sein, obwohl der Sender ja einige hundert mW Output bringt, die Reichweite jedoch "nur" noch 90 Meter beträgt, selbst wenn man den Sender anstelle der Loop an das Heizungsrohr klemmt?

Denn mein Langwellensender geht ebenfalls bis knapp 100 Meter perfekt her, selbst noch im Freien, verschwindet dann aber plötzlich.

Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass bei mir so viel HF Output kommt. Das einzige, was bei mir kochend heiss wird, ist der Kühlkörper vom BD139.

Kann mir das einer hier erklären wie das sein kann mit der gleichen Reichweite?

Würde diese hier gezeigte Schaltung in der nächsten Zeit gerne einmal nachbauen, zu Versuchszwecken.

Aber warum ist das so, dass beide Sender ungefähr gleiche Reichweite haben?

Grüße
Kettenraucher

von kettenraucher - am 02.11.2016 11:17
Die Antwort liegt eigendlich auf der Hand.

Oszillatormann´s Antenne ist gerademal ein paar Meter groß, während sich das Heizungsrohr im ganzen Haus verteilt, also viel größer ist, und auch die "vagabundierende HF" am Heizungsrohr entlangeführt wird, und von dort weiter ausgestrahlt wird.

Ähnliche Experimente habe ich als Kind gemacht, dort war im nahen Wald ein recht langer Drahtzaun. Wenn ich dort einen Sender angeschlossen hab, mit wenigen mW, der so nur ein paar Meter Reichweite hatte, konnte ich ihn auf einmal 50m und weiter entlang des Zauns empfangen, solange ich mich dem Drahtzaun nähern konnte, war empfang.

Vermutlich hast du bei dir einen ähnlichen Effekt, das die HF über Drähte weiterfliesst und du sie dann Empfängst, weil die Drähte irgendeine Verbindung zum Heizungsrohr (sei es über PE o.ä.) haben.

Bei Oszillatormann´s Sender wird die HF definiert induktiv von der Drahtschleife abgestrahlt, und wandet nicht über das Heizungsrohr oder ähnliche Quellen.

von Stefan0719 - am 02.11.2016 16:36
Zitat
Oszillatormann
Jetzt habe ich statt der Loop die Heizung an C11 angeschlossen. Die Schaltungsmasse ist über ein angeschlossenes Oszilloskop mit der Schutzerde verbunden. Der Gleichstromwiderstand zwischen den Heizung und Schaltungsmasse ist ca 1 - 2 Ohm. Der Sender sendete sofort los, Frequenz knapp unter 150 kHz. Ich habe C11 auf 33 nF reduziert und 156 kHz Sendefrequenz stellten sich ein. Die Reichweite war etwas schlechter als mit der 210 cm großen Loop. Kurzer Abendspaziergang folgte: In 30 m Entfernung ist der Empfang schon angerauscht und in 60 m Entfernung fast Nichts mehr hörbar. Es hängt natürlich extrem stark von der Länge der Leitungswege im Haus ab, wie groß die Reichweite ist. Für mehr Reichweite würde ich an der Hausfassade eine Riesenloop befestigen, dann gehts auch besser. Viel hilft viel.:)



Er schreibt in dem Posting aber, dass er es auch am Heizungsrohr versucht hat. Und dort sei der Empfang bereits nach 30 Meter angerauscht und in 60 Meter fast nichts mehr zu empfangen.

Das mit dem Heizungsrohr ist mir schon grundsätzlich klar was Du damit meinst. Solche Spielereien kenne ich auch.

Im Übrigen ist es auf Langwelle sowieso sehr schwierig, Reichweite zu bekommen, ohne dafür nicht ordentlich mit Leistung zu arbeiten. Ich habe mal irgendwo, ich weiss nicht mehr wo, eine Schaltung mit FETs gesehen, er behauptete, er hatte 800 Watt auf Langwelle und dabei kaum Verlustleistung.

Das sieht dann natürlich ganz anders aus, aber der Erfinder meinte darin, es sei ein Problem bez. der Antennenanpassung bei solchen Leistungen. Er hat auch mit einer Ladespule gearbeitet. Die Anenne konnte ich leider nicht sehen. Wie er das gelöst hat weiss ich nicht, aber evtl. geht ein langes Regenrohr. Dann hat man ggfls. eine gedrehte Inverted-L Antenne. Man könnte es ja mit Kunststoff gegen Erde isolieren. Also es gibt Möglichkeiten.

Aber was ich eben nicht verstehe ist: Warum reicht der LW-Sender von Oszillatormann selbst am Heizungsrohr nur 60 Meter? Er hat ja wohl mehr HF-Output als ich. Sehr seltsam.

von kettenraucher - am 02.11.2016 17:02
So, ich habe vorhin mal ein paar Tests durchgeführt auf Langwelle:

Folgende Ergebnisse habe ich erzielt. Weitere Tests werden dann folgen, sobald ich den Sender von Oszillatormann nachgebaut habe.

Die Testergebnisse sehen wie folgt aus:

1). Umso niedriger die Frequenz, desto grösser wird die Reichweite. Allerdings nur, ab einer gewissen Sende / Abstrahlleistung, sofern man dann den Effekt der Bodenwelle auszunutzen kann. Dabei ist es wohl auch von grösster Bedeutung, wie die Bodenbeschaffenheit ist. In der Wüste dürfte es verdammt schwierig sein, einen Langwellensender zu betreiben. :rp:


2). Umso niedriger die Frequenz, desto mehr Leistung wird benötigt, um die gleiche Reichweite auf der niedrigen Frequenz zu erhalten wie auf einer etwas höheren Frequenz.

Beispiel: Sagen wir mal, bei 151kHz reicht der Sender am Heizungsrohr gerade einmal 12 Meter und ist dort bereits etwas angerauscht, so ist er auf 248kHz noch in knapp 100 Meter bei gleicher Sendeleistung klar empfangbar.

Ich habe gerade vorhin diese Testreihe durchgeführt und kann dies bestätigen. Ich habe an der Sendeleistung meines "Modulators" nichts verändert, ausser, das frequenzbestimmende Bauteil (Kondensator) getauscht.

Ich hatte bei 151kHz bereits nach 12 Metern angerauschten Empfang. Der Langwellensender hing am Heizungsrohr.

Danach habe ich den Test auf 248kHz durchgeführt. Den Sender konnte ich noch in knapp 100 Meter klar empfangen.

Wenn ich den Sender allerdings an eine Sendeantenne (Draht) anschliesse mit z.B. 10 Meter Draht, kann man den Sender in einer Entfernung von 1,60 Meter von der Sendeantenne noch schwach erkennbar mit Musik empfangen. Dabei ist die Drahtlänge gar nicht so entscheidend, es reicht vermutlich auch ein 5 Meter Draht als Sendeantenne.

Nach 1,60 Meter nehme ich kein Signal mehr auf.

Das bedeutet dann aber auch wiederrum im Umkehrschluss, da der Langwellensender ja am Heizungsrohr angeschlossen knapp 100 Meter in bester Qualität reicht, dass es nicht allein das lange Heizungsrohr sein kann, dass der Sender eine solche Reichweite besitzt. Denn im Abstand zum Heizungsrohr selbst müsste der Sender dann ja in der Wohnungsmitte ebenfalls nicht mehr empfangbar sein. Denn die Rohre verlaufen alle in der Wand. Ich kenne dessen Leitungsverlauf genauestens. Ich habe die Reichweite des Senders mit einem batteriebetriebenen Radiogerät getestet, sodass keine HF über das Leitungsnetz (Netzteil etc.) zurückgeführt werden kann und der Test evtl. dadurch beeinflusst wird.

Oszillatormann meinte ja auch bereits, viel hilft viel. Dieser Aussage kann ich nur beipflichten, jedenfalls, was die Antennenanlage / Grösse auf Langwelle betrifft. Die Sendeleistung mal ausgenommen. Das ist wieder eine andere Geschichte.

Wenn der Sender allerdings am Heizungsrohr angeschlossen wird, ist er selbst noch im Freien, einige Meter vom Haus empfangbar.

Also deutet das Ganze doch vielmehr darauf hin, dass ich ein massvies Problem mit der Antennenanpassung habe.

Wahrscheinlich reicht mein 10 Meter Draht einfach nicht, um die Antenne ordentlich anzupassen. Das Heizungsrohr hingegen ist wohl lang genug, reicht es ja durch das ganze Haus und hat auch eine Verbindung gegen Erde. Wieviel Ohm das jetzt genau sind, ich habe es aktuell nicht gemessen und weiss es daher nicht mehr und ich habe jetzt auch keine Lust, das zu tun, weil es mich einfach nicht interessiert. Lassen wir es mal ein paar Ohm sein. 2 Ohm, keine Ahnung.

Sendermasse hing übrigens immer an PE von der Steckdose.

Ich kann auch Sendermasse anstatt an die Steckdose an das Heizungsrohr klemmen und die Antenne im Gegenzug an PE - Erde klemmen. Das macht keinen nennenswerten Unterschied von der Reichweite.

Evtl. aber, wenn ich die HF auf die 230 Volt Leitung mit einem 400 Volt 1KV Kondensator aufmoduliere, indem ich einfach am 230 Volt Leiter zwischen Antenne und 230 Volt Leitung diesen Kondensator klemme. Ggfls. habe ich dann im ganzen Strassenzug bis zum nächsten Trafohäuschen Emfang? Was glaubt Ihr? Vielleicht ist der 50Hz Netzbrummer sogar noch inklusive? :hot:

Wenn ich allerdings die Antenne vermutlich weiter anpasse, verliere ich Sendeleistung. Ich müsste dann quasi noch mehr Sendeleistung hineinstecken, dass ich am Ende mehr Output bekomme, z.B. an einem 5 oder 10 Meter langen Draht.

Ich glaube, wenn ich jetzt dieses Signal weiter verstärken möchte, müsste ich noch weitere Verstärkerstufen bauen und wahrscheinlich wird der Schlüssel für eine starke Sendeleistung am Ende sein, dass ich diese Stufen dann perfekt untereinander anpasse. Das dürfte schwierig, aber nicht unmöglich sein und könnte theoretisch bei einem sauberen Ausgangssignal mit einer induktiven Kopplung über Trafos erreicht werden.

Das war es erst einmal von mir!

Ich bin gespannt auf Eure Antworten. Hat noch jemand anders, ausser mir, irgendwelche nennenswerten Tests auf Langwelle gemacht?

Dieses Frequenzband fasziniert mich von allen Frequenzbändern am meisten.

Es gibt auch relativ wenig Lektüre öffentlich darüber, im Gegensatz zu Kurzwelle.

von kettenraucher - am 03.11.2016 15:29
Lang und Mittelwelle sind katastrophal was die Antennenkonstruktionen betrifft.

Ich habe damals mit Piratensender Leuten aus .nl gerdet, und auch Fotos oder Videos gesehen.

Dortige PI Filter waren oft Spulen auf Plastikrohren mit 10cm Durchmesser und 30cm Länge, und

dann mit 1,5mm² Installationsdraht gewickelt - um - die Verlustleistung (hohe Blindströme) gering

zu halten.

Meine Eigenen Experimente mit Mittelwelle liefen eigendlich immer alle auf das gleiche raus.

Entweder hohe Verlustleistungen im PI Filter selber, oder es ist nur sehr ineffizient möglich, das

Signal auf die Antenne zu bekommen. Dabei bringt natürlich mehr Antenne (Länge) mehr, aber

wirklich nennenswerte Reichweiten habe ich auch nicht rausbekommen. Je nachdem werden

entweder die C´s im PI Filter warm, wenn man die stark genug macht, wird die Spule warm,

deren Kern, und selbst wenn man eine Spule mit "dünnem" 0,3mm oder so Draht wickelt, eine

Luftspule, das der Kern net warm werden kann, wird die warm.

Wie du ja bei meinem Video vom 5W Sender gesehen hast ist die Reichweite gering, es wird

einfach zu wenig abgestrahlt. Der Anschluss der Antenne verstellt den PI Filter Ausgangs C

stark, also scheint schon einiges an Energie in die Antenne zu fliessen, aber eben nicht genug.

Solch tiefe Frequenzen sind da eine Wissenschaft für sich, und Langwelle ist noch viel schlimmer.


Bei deinem 10m Draht herrscht massive Fehlanpassung vor. Bei meinem Langwellensender

habe ich einen Trafo gemacht, mit 1:100. Also 100µH zu 10.000µH, so bekomme ich auf den

LW Frequenzen eine Resonanz, und kann auch mit geringer Leistung (50mW) 1-2 Zimmer (also

ein paar Meter Reichweite) an einem angepassten 1m langen Draht erzielen. Allerdings ist hier

der Effekt der hohen Spannung noch viel größer ausgeprägt. Bereits mit 0,5W - also 1/10 des

1,2Mhz Senders kann ich an der Antenne kleine Lichtbögen machen, und ein Trimm C schlug

nach ca 30 mins Betrieb durch (abgestrahlte Leistung stark verringert, lässt sich nurnoch

schwergängig drehen) während 0,5W hier selbst mit einem einzigen BC547 möglich sind, da wir

bei 200Khz ja eher noch von Schaltnetzteilfrequenzen reden, als von "Funk". Du solltest

umbedingt anfangen, mit PI Filtern zu arbeiten, sie werden deine Reichweiten um ein vielfaches

erhöhen, und die Schaltung ist echt nicht schwer. Auf der Senderseite ein C mit ein paar hundert

pF bis wenige nF - dann eine Spule - und ein verstellbarer C... Wo Spule und verstellbarer C

sich treffen ist die Antenne. Wenn du auf Resonanz abgleichst "zieht" die Antenne richtig

Strom aus deiner Schaltung, Strom der dann auch abgestrahlt wird. So könntest du mit deiner

10m Antenne vermutlich auf Langwelle mit 0,2W so um die 50..100m Reichweite raus holen mit

etwas Glück, aber da würd ichs noch eher auf Mittelwelle versuchen.

Die Reichweitenunterschiede @ deine Tests hängen ganz einfach von Bauunterschieden ab,

wie die Leitungen verlegt sind.

800W effizient mit Mosfets ist absolut kein Thema, es gibt genug Schaltungen, Royer converter (Leistungen im kW Bereich bei hoher Effizienz) Class E etc pp

schau da mal bei den SSTC bastlern nach, falls du das noch nicht kennst. Die haben dann so Spielchen wie 1200W auf 4Mhz - aber anstatt die Energie auf eine Antenne zu geben, wird sie
mit einer art Ladespule - Teslaspule - auf einen Punkt konzentriert. Das Ergebniss: Durch die hohe Spannung entsteht (bei 4Mhz) eine art Flamme wie von einer Kerze, die aber "elektrischer Natur" ist. Profis modulieren das ganze dann noch, und man hört aus der "Flamme" Sprache oder Musik in ziemlich guter Qualität.

Ich habe selber Versuche mit Teslaspulen gemacht, allerdings nur Mittelwelle mit 50-60Watt... Das strahlt dann schon ganz ordentlich (natürlich nur in der Nähe der Teslaspule, senden tut´s aber auch wie ein Radiosender - aber obwohl da 50-60W sind vielleicht so stark wie ein 100mW Sender da ja die Antenne fehlt)

von Stefan0719 - am 03.11.2016 16:52
Also ich frage mich heute noch, wie ich mit einer Radioröhre RENS 1374D und 350V Anodenspannung und 8m Cu- Litze 10km Reichweite und mehr erreicht haben soll -laut Protokoll der Behörden. Frequenz 1550- 1620Khz.

@ Kettenraucher
Was sagst Du zu meiner Idee ca. 35-40m Cu- Litze auf eine Wäschespinne aufzuwickeln ?
Das hat wohl keinen Sinn , weil der Durchmesser der Antenne Max. 1,40m wäre ?
Das ginge vielleicht für CB Funk. Und dann müsste man das Gestell waagerecht aufbauen, sonst
sendet man in den Himmel-:rolleyes:

von sachsenbastler - am 03.11.2016 18:06
Okay Stefan. Über Deinen Vorschlag mit der Antennenanpasung denke ich mal drüber nach. Aber vielmehr Reichweite wie 100 Meter, die ich ja eh schon habe, wird da nicht bei rumkommen.

Diese Lichtbögentests kenne ich auch. Du hast dann halt verdammt viel Saft auf der Antenne. Aber Reichweite hat man ja trotzdem keine.

Ich habe gerade ein altes Kabel von einem Rasierapparat gefunden. Die kennst Du doch sicherlich. Ich habe einfach ein kleines Stückchen Draht verdrillt und das reingesteckt, gemessen wo Phase ist und einen 1KV Kondensator zwischen Phase und Antenne.

Sicherheitshalber habe ich gerade mit meinem Multimeter gegen Erde gemessen. Das Multimeter zeigt mir 0,00 Volt an, der Kondi blockt also gut ab. Was anderes habe ich mir auch nicht erwartet.

Die Testergebnisse gebe ich Dir heute Abend. Ich muss jetzt erst mal was in meinen Magen kriegen.

Ich werde danach einen kleinen Abendspaziergang tätigen und dann sehen wir mal, ob es bis zum nächsten Trafohaus reicht. Das wäre ja schon mal ein guter Anfang.

Ich lasse es Euch wissen.

von kettenraucher - am 03.11.2016 18:14
Wie versprochen, das Testergebnis. Antenne auf Phase von 230V mit Kondensator aufmoduliert, Sendermasse auf PE von Steckdose, Reichweite viel schlechter, Klang schlecht.

Sendemasse an Heizung geklemmt, Antenne auf Phase 230 Volt. Reichweite ebenfalls knapp 100 Meter, danach kein Empfang mehr möglich. Klang etwas schlechter, irgendwie leicht verzerrt.

So, genug getestet erst einmal.

Schlussfolgerung für mich: Heizungsrohr als Antenne besser geeignet. Vielleicht einmal mit etwas mehr Leistung arbeiten.

von kettenraucher - am 03.11.2016 21:23
@sachsenbastler: Ich kenne das Datenblatt dieser Röhre nicht. Aber wenn die ordentlich Output liefert (einige Watt) können 10 Kilometer schon möglich sein. Röhren eignen sich für Mittelwelle besser und es gibt viele einfache Schaltungen, mit denen sich relativ einfach grosse Reichweiten erzielen lassen.

Sobald Du eine Raumwelle hast und bestimmte Dinge dann aufeinandertreffen, kannst Du sehr weit empfangbar sein. Das können dann schon 10 Kilometer sein oder auch mehr sein.

Dass die Dich gemessen haben liegt sicherlich auch daran, weil die BNetzA viel empfindlichere Empfangsgeräte haben als Du oder ich. Es gibt ja heutzutage auch an bestimmten Punkten festinstallierte Peilanlagen.

Du warst auch nicht im unteren Mittelwellenband sondern schon etwas weiter oben. Da ist es durchaus möglich, dass Du noch in 10 Kilometer Entfernung empfangbar warst. Du scheinst wohl ein gutes Händchen mit Röhren zu haben. Ich glaube, dass sich für Mittelwelle auch eine Dachrinne ganz gut als Antenne eignen könnte die gegen Erde isoliert ist.

Mit der Wäschespinne habe ich noch keine Erfahrung. Vielleicht kann Stefan0719 mehr dazu sagen?

Ich hänge meinen Mittelwellensender immer an die Heizung. Da bringt er die besten Abstrahleigenschaften. Bei ca 0,50 oder 0,60 mW ist dann der Empfang wirklich wunderbar in allen Stockwerken. Ist aber nur Grundstücksfunk. Mir reicht das! Ich will ja keinen Radiosender gründen. Jedenfalls noch nicht.:rp:

Schönen Abend!

von kettenraucher - am 03.11.2016 22:18
@ kettenraucher

Das war nicht die BNetzA, das war 1976 in der sächsischen Messestadt !

Schliesse doch Deinen Sender mal in einem 6 oder 8 Geschosser an, der 4 oder 6 Eingänge hat und eine zentrale Heizung oder Wasserversorgung hat.
Ich hatte damals wohl auch die Heizung als Erde genommen - das funkte manchmal ordentlich. Das Haus war eine grosse Villa mit 5 Etagenwohnungen.

von sachsenbastler - am 04.11.2016 06:58
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