Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Senderbau und HF Technik
Beiträge im Thema:
135
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr
Letzter Beitrag:
vor 10 Monaten, 1 Woche
Beteiligte Autoren:
kettenraucher, Oszillatormann, sachsenbastler, Elektronikbastler, Power-FM ne, Sachsenbastler, Stefan0719, ex_kettenraucher

Mittelwellen - Quarzsender

Startbeitrag von kettenraucher am 17.08.2016 09:18

So, jetzt, wo Oszillatormann den Anfang gemacht hat ziehe ich auch nach und habe auch mal versucht, einen Mittelwellensender zu bauen, der sich richtig laut modulieren lässt.

Ich bin gestern sicherlich mehrere Stunden mit Papier und Zettel am Tisch gesessen und habe den Sender entwickelt. Ich habe erst mal eine grobe Zeichnung gemacht, musste aber noch einige Korrekturen vornehmen. Ich habe den Sender dann auf dem Steckboard aufgebaut und weiter verbessert.

Das Ergebnis nach einigen Stunden sieht dann so aus:

Mittelwellen - Quarzsender

Der Sender benötigt einen 4,30 Meter langen Draht als Antenne.

Ein Trimmpoti zur Antennenanpassung ist nicht notwendig. Lediglich die Drahtlänge muss ziemlich genau 4,30 Meter entsprechen, denn ist die Antenne zu lang oder zu kurz, klingt der Transmitter verzerrt (wg. fehlerhafter Anpassung).

Man kann noch einen weiteren 150 Ohm Vorwiderstand am Plus-Pol zwischen der 9-Volt Batterie oder dem 12-Volt Netzteil in Reihe schalten, sollte der Sender leicht verzerrt klingen.

Der Klang ist kristallklar.

Das Gute ist, dass der Sender sich sehr laut modulieren lässt. Die Reichweite ist ausreichend für mehrere Räume.

Masse kommt an PE - Erde von der Steckdose, zwischen Masse vom Sender und der Steckdose muss ein 330 pF Kondensator geklemmt werden.

Problem: 1 MHz Schwingquarze sind relativ schwer erhältlich. Aber nicht unmöglich.

Fertige Quarzoszillatoren gehen in dieser Schaltung nicht und lassen sich auch nicht so laut modulieren.

Ich empfehle den Sender nachzubauen. Er hat keinerlei Frequenzdrift :hot:

@Power-FM: Ich habe dieses Mal die Bauteilwerte direkt auf den Schaltplan geschrieben. Das hattest Du ja immer bei mir bemängelt.

Viele Grüße
Kettenraucher

Die 50 interessantesten Antworten:

Ich habe mir das Video nicht ganz angesehen, nur den Schaltplan.

Wenn ich mal ganz ehrlich bin:
Ich bin (mal wieder) verwundert über diese Schaltung.

Abgesehen davon, dass sie sehr komisch gezeichet ist, verwundern mich:
- die 4 in Reihe geschalten Widerstände von der Basis zum Kollektor des ersten Transistors (auch wenn man erst auf den zweiten Blick überhaupt erkennen kann, dass die zum Kolletor gehen). Warum nicht einfach ein 100k-Ohm-Widerstand statt dessen ???

- Warum sind da in der "Endstufe" zwei Transistoren parallel geschaltet? Außerdem auch da wieder die Reihenschaltung von 3 Widerständen stat einfach einem richtigen, sowohl beim Kollektor als auch beim Basiswiderstand. Lag das am Materialmangel ;-) ?

- Wie erfolgt die Antennenanpassung? Es gibt ja keine Anpasschaltung...

Das wird wohl so alles irgendwie fuktionieren, ist aber viel Bauteilaufwand für ziemlich wenig Ergebnis (Leistungsmäßig).

von Power-FM ne - am 20.08.2016 10:49
@Power-FM: Die 5 Widerstände am ersten Transistor gehen nicht von Basis zu Kollektor sondern von + auf Basis. Denn der Kollektor von Transistor T1 geht ja nicht direkt auf Plus, sondern er trifft sich beim 150 Ohm Widerstand. Ich weiss, es ist alles ein bisschen unübersichtlich blöd gezeichnet. Ich musste tausend mal radieren und die Schaltung ändern, bis das mit 22 Volt so funktionierte wie es sollte und auch gut klingt. Ich war auch angenervt nach mehreren Stunden und wollte nur noch fertig werden mit dem Ding.

Ich hatte keinen 100k Widerstand da. Ausserdem kann man die Schaltung sonst nicht auf 9 Volt umbauen, weil der Sender mit 9 Volt sonst keine Modulation bringt Aber mit 9 Volt betreibe ich die Schaltung sowieso nicht sondern mit meinem 22 Volt Laptopnetzteil und ich gebe richtig viel Audio-Input in den Sender, damit der Klang richtig voll ist. Der klingt tatsächlich richtig verzerrungsfrei und lässt sich sehr laut modulieren. Ich habe mein WLAN-Radio fast auf Anschlag aufgedreht. Der brüllt also richtig rein. Im Video betreibe ich den ja nur mit einer Blockbatterie. Aber mit 22 Volt geht er richtig ab.

Ich bin selbst erstaunt, wie gut das geht. Am Pluspol muss noch ein weiterer 150 Ohm Widerstand als Vorwiderstand dran. Und wenn man die Schaltung mit 9 Volt betreibt kann man die beiden 3,3 k und den einen 47k Widerstand überbrücken, indem man eine Brücke vom letzten 47k auf den 150 Ohm Widerstand macht. Dann bringt er bei so wenig Volt mehr Modulation, es ist aber alles keine gute Lösung. Die Klangqualität ist dann auch nicht mehr optimal. Kein so schönes AM mehr! Aber im Verhältnis noch okay. Die „Eierlegende Wollmilchsau“ gibt es halt leider nicht auf der Welt.

Antennenanpassung ist nicht unbedingt notwendig. Das erledigt doch der 470 nF Kondensator, mit dem ich die HF auskopple. Wenn ich jetzt noch die Antenne weiter anpasse bringt das nochmals ein kleines kleines bisschen mehr Leistung, aber nicht mehr so viel, dass es sich lohnen würde diesen Aufwand zu betreiben und extra noch einen z.B. 0 - 90 pF Trimmpoti einzubauen. Aber wer möchte, kann das ja ruhig machen. Ich sehe darin keinen Sinn. Da kostet der Trimmpoti doch mehr, als was es am Ende dann bringt. Es sei denn, man hat noch sowas herumliegen. Durch den Quarz bleibt doch die Frequenz sowieso immer absolut konstant. Man könnte damit vielleicht aber die Feinabstimmung vornehmen.

Besser ist es doch, den Sender mit 22 Volt zu betreiben und mit einer richtig lauten Audioquelle mit viel Audio-Output den Sender dann modulieren. Dann klingt er wie eine echte Rundfunkstation, klanglich sowieso und auch von der Lautstärke nicht mehr von anderen Stationen zu unterscheiden.

Tatsächlich habe ich inzwischen Bauteilemangel:rp:.

Die Parallelschaltung der Transistoren ist absichtlich so gewählt, um mehr Leistung zu bekommen. Sonst bliebe mir ja nur eine Gegentaktendstufe. Ob das auch so gut funktioniert, das habe ich noch nicht ausprobiert. Aber vermutlich sogar noch besser. Ob man dann mit Übertrager arbeiten könnte, vielleicht tatsächlich. Dann kann man vielleicht richtig viel Output aus der Gegentakeendstufe saugen. Mir fehlen ein paar Bauteile. Ich würde das ansonsten einmal ausprobieren. Vielleicht macht das ja jemand anders.

Den Bauteileaufwand finde ich gering, für die Qualität. Aber vielleicht sehe ich das auch nur anders.

@Oszillatormann: Ich habe denen Eintransistor - Einfachsender noch nicht nachgebaut. Ich möchte ja Deinen grossen 250 mW abgleichfreien MW-Sender mit den BD 136 Transistoren nachbauen.

Ich habe schon so viele Mittelwellenschaltungen aufgebaut, diese Eintransistorsender bringen mir nicht genügend Power oder klingen dann oftmals verzerrt, oder sind leise und klingen sofort verzerrt wenn man die Audioquelle etwas lauter dreht. Das sind so meine Erfahrungen, die ich bisher so gemacht habe.

Wie jetzt der Eintransistorsender von Dir klingt weiss ich nicht. Ich habe den ja nicht nachgebaut und daher steht es mir nicht zu, das zum jetzigen Zeitpunkt zu beurteilen.

von kettenraucher - am 20.08.2016 17:21
@Power-FM: Was Du vermutet hast, ist eingetreten. Auf der Cu-Platine den Sender aufgebaut, und siehe da: Nix ging mehr.

Aber ich habe das Problem jetzt gelöst.

Es hat gefühlt mehrere Stunden gedauert, bis er auf der Cu-Platine mindestens genau so gut funktionierte wie auf dem Steckboard.

Aber jetzt läuft er. Er hat sogar noch mehr Reichweite. Ich empfange den Sender über 6 Stockwerke ohne Probleme.

Ich habe den Schaltplan korrigiert. Er ist zwar immer noch schwer leserlich, aber es dürfte lesbar sein, wenn denn jemand ernsthaft das Gerät nachbauen will.

Die Punkte, die verbunden werden, sind mit einem runden dicken Punkt auf dem Schaltplan alle markiert. Kein Punkt = keine Verbindung. Denn manche Punkte kreuzen sich, wo keine Verbindung ist. Dort ist dann auch kein Punkt. Aber das ist ja sowieso jedem Elektronikfachmann oder HF - Fachmann klar. Ich wollte es trotzdem nochmal schreiben.

Mit 22 Volt funktioniert der Sender am Besten. Man sollte ausserdem einen Vorverstärker oder eine kleine Audioendstufe benutzen, damit man den Sender richtig modulieren kann.

Korrigierter Schaltplan Mittelwellen-Quarzsender

von kettenraucher - am 23.08.2016 11:22
Guten Morgen!

So, durch irgendeinen Lärm wurde ich gerade aufgeweckt. Nunja, das ist zwar ärgerlich, aber was solls. Also gleich mal in meine Bastelecke verkrochen und weitere Tests durchgeführt. Und siehe da:

Wenn ich den Sender mit 22 Volt betreibe und mit viel Hub moduliere, sodass er aber immer noch verzerrungsfrei klingt, leuchtet sogar der Phasenprüfer schon ziemlich hell auf. Bei geringer Modulation glimmt er nur. Gebe ich aber etwas mehr Audio drauf, fängt der Phasenprüfer bei einer 4,30 Meter „langen“ Antenne richtig hell zu leuchten an. Wenn ich meine Schuhe ausziehe, :uaa: dann leuchtet die Lampe vom Phasenprüfer noch einen „Tick“ heller. Da staunte selbst ich nicht schlecht als ich sah, dass sogar dieser Spannungsprüfer aufleuchtet, und zwar mindestens genau so hell wie an der 230 Volt Steckdose. Das hätte ich von den 3 kleinen BC547C nicht erwartet.

Vermutlich bringt er, dem 3,3k Widerstand sei Dank, von T1 auf T2 / T3 nun richtig gut Power. Da sieht man mal wieder, wieviel Power man bereits aus so kleinen Transistoren herausholen kann.

Dass man mit den BD-Transistoren sogar Leuchtstoffröhren zum Zünden bringen kann, wusste ich bereits. Oder diese IRF540 MOSFET gehen auch ganz gut, sogar noch besser, wenn man die mit einem schönen Rechtecksignal ansteuert. Aber, dass der Phasenprüfer nur mit BC547C Transistoren so hell aufleuchten kann, das hätte ich nun wirklich nicht erwartet.

Evtl. kann man den Sender auch mit einem Labornetzgerät bis 30 Volt betreiben? Was glaubt ihr? Wahrscheinlich glüht der Phasenprüfer dann, wenn nicht vorher die kleinen BC547C - Transistoren abrauchen. Vielleicht schmoren dann die Kollektorwiderstände am T2 / T3? Jedenfalls, bei so viel Volt möchte ich dann aber nicht unbedingt das Signal auf dem Oszi sehen. Wobei ..... :lollol:


Einen schönen Tag Euch.

von kettenraucher - am 24.08.2016 03:12
Hallo Oszillatormann! Ich habe jetzt Deinen Test durchgeführt! Du kannst Dir das Video hier ansehen:

Leistungstest - quarzgesteuerter Mittelwellensender

Der Phasenprüfer leuchtet noch heller, wenn ich den so anschliesse, wie Du mir gesagt hast. Das wirst Du auch gleich im Video sehen. Danke für den Tipp. Er leuchtet sogar noch heller als in der 230 Volt Steckdose, wenn ich den so anklemme wie Du meintest. Unglaublich, was diese kleinen BC547C leisten können.

@Sachsenbastler: Wusste gar nicht, dass Du Elektriker bist. Ich habe schon desöfteren bei 230 Volt Stromschläge bekommen. Das hat aber wohl jeder Elektriker vermutlich schon einmal oder mehrmals erlebt. Das hängt dann immer davon ab, was man für Schuhe trägt, wie gross der Widerstand gegen Erde tatsächlich ist. Mit guten Gummisohlen passiert da aber nicht viel. Deshalb trage ich immer sehr gute Schuhe, wenn ich etwas mit Starkstrom oder andere Dinge mache. Aber auch schon Barfuss hat es mich erwischt. Das zwickt dann ganz ordentlich, da klebt man teilweise richtig dran. Also durchaus gefährlich. Am Schlimmsten war mal, als ich im freien bei strömendem Regen eine Drehstrom-Pumpe, genauer gesagt war das ein Kompressor mit einem Drehstrommotor, abgeklemmt habe. Ich ging davon aus, dass die Leitung gekappt ist. Bin dann ohne isolierten Schraubendreher ran, und plötzlich hing ich da, nur mit Sandalen. Das war schon ziemlich an der Schmerzgrenze, ich würde sagen fast schon lebensgefährlich. Mit einem Herzschrittmacher wäre es das wohl für mich gewesen.

von kettenraucher - am 24.08.2016 16:21
Klar, der Phasenprüfer zeigt nur an, ob mehr als 70 V Spannung da sind. Frequenz, Oberwellen usw kann meiner auch nicht messen. Das ist ein arme Leute Meßgerät. Ich habe meinen an die CB Funke gehalten. 4W an 50 Ohm sind 14,14 Veff = 20 V Spitzenspannung. Natürlich bleibt der Phasenprüfer aus. Auch ohne 50 Ohm Dummy bleibt er aus, obwohl dann sogar 40 V Spitzenspannung da sind. Im MW-Sender, der mit 22V läuft kann aus den Endtransistoren nur 22 Vss rauskommen weil hier kein Schwingkreis angeschlossen ist. Der Phasenprüfer müsste also aus bleiben wenn die Antenne abgelötet wird und der Phasenprüfer direkt die Kollektorspannung bekommt. Den Test kannst Du ja mal machen!

Erst die Induktivität des Antennendrahtes dürfte in Verbindung mit der Kapazität des Phasenprüfers die 22Vss auf 140 Vss hochtransformieren. Das der die dafür notwendigen 6 nF Kapazität hat oder für die Oberwelle 1,5 nF kann ich mir aber nicht vorstellen. Oder der Antennendraht liegt quer im Zimmer (das kann man im Video leider nicht sehen) und empfängt reichlich viel 50 Hz Brumm.

Das ganze ist natürlich kein Beweis, das die Sendeleistung groß ist: Ich habe mit meinem Multimeter auf AC Ampere den 50 Hz Strom durch den Phasenprüfer gemessen.Er glimmt schon mit 5 µA sehr gut sichtbar und ist bei 100 µA sehr hell. Weil er mit 50 Veff anspringt ist die Leistung daher 5µA * 50 V = 250 µW. Das bringt natürlich jeder BC548 mit Links.

von Oszillatormann - am 24.08.2016 18:12
Der Antennendraht liegt nicht quer im Zimmer. Er ist sehr weit vom Sender weg und geht eher vertikal, ziemlich steil nach oben.

Der Phasenprüfer wird ja erst richtig hell, wenn ich den Sender mit Audio moduliere. Das alleine beweist immerhin, dass es nicht der 50 Hz Netzbrumm ist.

Normalerweise werden Mittelwellensender bzw. die Endstufe im unmodulierten Zustand ja auch nie mit 100% gefahren, sondern im Schnitt nimmt man ein Viertel der gesamten Leistung. Bei einem 500 Watt Sender wären das dann nur 125 Watt. Ganze 375 Watt werden für die Modulation benötigt. Man spricht hier auch von der sog. Mittelstrichleistung. Das wären dann umgerechnet vielleicht so ca 187,5 Watt Ausgangssendeleistung. Ich hoffe, ich habe mich jetzt nicht verrechnet. Ich bin nämlich gerade in Eile. Ich habe etwas auf dem Herd stehen und laufe zwischen PC und Küche hin und her.

Nun wieder zurück zum eigentlichen Thema:

So kommt es dann bei mir, dass der Phasenprüfer richtig hell aufleuchtet. Aber das alleine beweist, wie Du ja auch ausführlich beschrieben und mit Mathematikaufgaben bewiesen hast, auch noch gar nichts.

Denn Du sagtest ja bereits: Die Induktivität des Antennendrahtes ist auch ausschlaggebend. Und so wird es auch sein. Da kann ich Dir nur beipflichten.

Ob jetzt am Kollektor bei abgelöteter Antenne auch der Phasenprüfer leuchtet. Wohl eher nicht. Weil dann ja das ganze Gesamtkonzept der Schaltung nicht mehr passt und die Antenne fehlangepasst wäre und keine Leistung aus dem Transistor kommt, was aber nicht der einzige Grund sein dürfte.

Aber wie gesagt: Leistung kommt schon heraus. Was man sich halt so erwarten darf bei so kleinen BC547C. Aber es ist dennoch beachtlich. Die Eierlegende Wollmilchsau gibt es halt leider noch nicht.

Aber hoffentlich bald!

von kettenraucher - am 24.08.2016 19:38
So, jetzt habe ich endlich Zeit gefunden, das zu testen. Das war ja heute ein verdammt heisser Tag. Ich war noch einkaufen bei Kaufland. Alleine das hat schon sehr viel Zeit in Anspruch genommen.

Ich weiss jetzt auch, warum es in warmen Gebieten kaum Entwicklung gibt. Das ist einfach bei dem Klima nicht möglich. Ich habe ja vor vielen Jahren auf Teneriffa gelebt und kam hier nach Deutschland nach vielen Jahren eher aus privaten Gründen zurück und könnte mir heute gar nicht mehr vorstellen, in so warmen Gebieten zu leben. Aber wahrscheinlich ist das nur subjektiv und wenn man dann 2 Wochen wieder dort ist, stellt sich der Körper schnell wieder um.

Was aber nicht heisst, dass ich da nichts gebastelt hätte. Ich habe, vor allem im Winter, als es manchmal tagelang durchgeregnet hat, viel gebastelt. Es ist also egal wo man lebt, aber im Grossen und Ganzen kann man schon sagen, dass sich dort das Leben überwiegend im Freien abspielt. Da ist einfach nicht so viel mit Entwicklung. Ohne Klimaanlage ist man, vor allem im Sommer wirklich verloren. Ich hatte damals eine Wohnung, die war zur Hälfte in eine Berghöhle gebaut. Das fand ich eine grossartige Leistung vom Architekten, das so zu lösen. Auch war der Gebäudekomplex so konstruiert, dass ständig der Wind durch die Gänge piff. Das hatte den Vorteil, dass ich in der Wohnung ohne Klimaanlage auskam und ich selbst bei hohen Aussentemperaturen eigentlich immer ein angenehmes Raumklima hatte. Also, das war natürlich schon super. Und ich hatte einen Swimmingpool. Den musste ich mir natürlich mit vielen anderen Mietern teilen, aber der war so gross und man muss ja auch im Süden arbeiten, so ging das ganz gut. Das war natürlich ein enormer Vorteil gegenüber Deutschland. Einfach mal nach Feierabend schnell in den Pool springen, oder ans Meer gehen. Das geht hier in Hamburg nicht. Ich kann zwar hier an die Elbe, aber das ist natürlich kein Vergleich. Aber trotzdem. Die wirtschaftliche Situation hat sich auch stark verändert. Es gab dann ja 2009 die Wirtschaftskrise. Inzwischen ist es so, dass Teneriffa ein immer beliebtere Reiseziel wird. Denn es ist dort sehr sicher. Ich würde trotzdem nicht mehr zurück nach Teneriffa gehen. Es gibt inzwischen auch nur noch befristete Arbeitsverträge und die Gehälter sind nicht das, was man sich so vorstellt. Ich hatte damals das Glück, dass ich dort sehr gut integriert war und Connections hatte, denn im Süden auf dieser Insel läuft alles unter der Hand, das fängt schon bei der Jobvergabe.an. Wenn Du dich offiziell bewerben musst, dann hast Du schon verloren. Man muss also Leute dort kennenlernen, die dort etwas zu melden haben und mit dem Bürgermeister sollte man sich auch nicht anlegen. Logisch :rp: Die Insel hat verschiedene Klimazonen.Man fährt 30 Kilometer mit dem Auto und es kann sein, dass man plötzlich eine Winterjacke benötigt, solche klimatischen Unterschiede gibt es auf der Insel. Wahrscheinlich hat deshalb auch Alexander von Humboldt diese Insel bereist. Es gibt auch einen Berg, den Teide. Das ist der höchste Berg in Teneriffa und auch in Spanien und dort liegt sogar im Sommer Schnee. Und unten am Meer baden die Menschen im Wasser bei 35° C. Das tolle an der Insel ist das ziemlich konstante Klima. Ich war schon in vielen Ländern. Aber ich würde sagen, Teneriffa hat das beste Klima auf der ganzen Welt.

Die Immobilienpreise auf Teneriffa sind leider immer noch zu hoch. Teneriffa hat keinen Käufermarkt sondern man fährt in der Regel besser, wenn man sich dort ein Appartement mietet. Man kann es auch schnell wieder abstossen und ist so absolut flexibel. Man kann auch als Deutscher einfach mal sagen, ich gehe für 6 Monate auf die Kanaren. Einfach dort überwintern. Das ist natürlich super und mit dem Flugzeug ist man in 4,5, maximal 5 Stunden von Deutschland auf der Insel. Das ist einfach Klasse. Und die Flugpreise sind gar nicht so teuer. Condor und Tuifly fliegen teilweise richtig günstig, auch Ryanair ist okay. Da gibt es zwar kaum Boardservice aber die Flugzeuge von Ryanair sind alle Boeing 737-800 und die paar Stunden Flug gehen schnell vorbei. Man kann sich ja einen Snack an Board kaufen, das ist alles kein Thema.

Ich kenne die Insel ja komplett auswendig. Vielleicht sollte ich mal einen Reiseführer schreiben. Wie dem auch sei.

Nunja, bevor ich jetzt hier noch stundenlang von meinem damaligen Leben auf Teneriffa erzähle und Euch die Vor und Nachteile aufzähle, fange ich jetzt mal lieber an, Euch von meinen neuen Testergebnissen zu berichten. Bin jetzt total vom Thema abgekommen, sorry. Ich könnte jetzt den Text hier entfernen. Aber ich poste das jetzt so und lasse Euch teilhaben an meinen Erlebnissen und Erfahrungen auf dieser Insel. Wäre ja schade, wenn ich den Text jetzt einfach schnell markiere und wieder lösche. Übrigens, es gibt sogar einen Bastelladen auf Teneriffa. Man bekommt dort alels mögliche. Nur elektronische Bauteile nicht, die muss man halt aus Deutschalnd bestellen. Das ist ein bisschen problematisch, denn die Insel gehört zwar zum Staatsgebiet einzelner EU - Mitgliedsstaaten, nicht aber zum Zollgebiet der EU. Denn es ist eine Sonderzone. :hot::hot::hot:

So, jetzt komme ich mal zum eigentlichen Thema zurück, zu meinem quarzgesteuerten Mittelwellensender.

Also @Oszillatormann: Ich bin hergegangen und habe zuerst den Test mit den Blockbatterien gemacht. Ich habe die Batterien zusammengeklemmt. Die Batterien waren nicht ganz voll sondern schon teilweise leergesaugt. Desweiteren habe ich nur noch 2 x 9 Volt-Blockbatterien gefunden. Da die Batterien ja nicht ganz voll waren, kam ich anstatt auf 18 Volt also nur auf knapp 15 Volt. Also, 7 Volt fehlen mir, bis ich dann auf 22 Volt wäre. Nun gut, ich habe trotzdem den Phasenprüfer / Schraubendreher direkt an die Baterien angeschlossen. Aber nichts passierte.

Dann bin ich hergegangen, habe den Sender abgeklemmt und habe den Phasenprüfer direkt an den PLUS - Pol vom 22 Volt Netzteil gehalten. Und siehe da, der Phasenprüfer fing an, ganz ganz schwach zu glimmen. Allerdings kann man es nicht als leuchten bezeichnen. Ich musste das Licht im Raum ausschalten, dass man überhaupt sehen konnte, dass da etwas glimmte. Also nicht der Rede wert. Das wirkte auf mich eher wie Brummstrom, was Du schon erwähnt und erklärt hast.

Ich wollte noch die beiden Blockbatterien an den Sender klemmen und dann nochmals an der Antenne messen, aber da hatte ich dann keine Lust mehr zu. Es ist einfach zu warm in meiner Wohnung heute, sodass ich mich wirklich kaum bewegen kann, vermutlich wurde schlecht isoliert und die Dachziegel wirken jetzt wie Wärmespeicher.

Nun gut. Ich bin dann hergegangen und habe, wie Du mir sagtest, die Antenne abgemacht. Ich habe zwar jetzt nicht das Gehäuse geöffnet, denn wie Du ja auf dem Video sehen konntest, habe ich das Ding in ein Gehäuse gepackt und dazu hatte ich jetzt echt keine Lust mehr, das nochmal aufzuschrauben.

Also bin ich hergegangen und habe die Antenne einfach mit einem Seitenschneider abgezwickt, und zwar bei ca 14 cm.

Danach habe ich wieder mit einer Krokoklemme den Phasenprüfer an den Schraubendreher angeschlossen und das andere Ende an Sendermasse.

Der Phasenprüfer leuchtete zwar nicht mehr so hell wie mit der 4,30 Meter langen Antenne, aber er leuchtete deutlich heller, als wenn ich den nur an 22 Volt anschliesse, oder an 22 Volt hinhalte. Er leuchtete so hell wie an einer 230 Volt Steckdose, vielleicht noch einen Tick heller.

Das beweist also jetzt endgültig, dass es wirklich HF - Power ist. Denn bei 22 Volt leuchtet der Phasenprüfer nicht wirklich. Der glimmt nur ein bisschen, aber er leuchtet nicht.

Mit dem kurzen 14 cm Draht hingegen leuchtet er schon ziemlich gut. Aber richtig hell wird er dann, wenn ich den zwischen die 4,30 Meter lange Antenne und der Sendermasse klemme. Dann glüht der „Lügenstab“ fast bei 22 Volt. Mit dem Labornetzgerät kann ich das nicht testen, das funktioniert nicht mehr. Das muss ich erst reparieren aber wie es aussieht geht da nichts mehr zu reparieren. Vermutlich ist der Trafo durchgebrannt, also, was mir da bleibt ist: Wegwerfen. Ich habe also momentan nur ein Laptopnetzteil mit 22 Volt hier und ein paar 12 Volt Trafos. Aber das ist nicht der Rede wert.

Baue Du doch den Sender einfach mal nach. Wenn es an dem 1 MHz Quarz scheitern sollte, ich habe noch einen hier. Aber diese Quarze bekommt man teilweise noch, wenn auch etwas schwer. Lieber wäre mir sowieso ein 999 kHz Quarz. Weiss jemand von Euch, wer die günstig schleifen kann bzw. wo man diese erwerben kann?

Gute Nacht für heute.

von kettenraucher - am 25.08.2016 23:35
Die Schaltung wurde inzwischen von mir korrigiert. Der alte Schaltplan wurde aus dem I-Net entfernt, weil er auf der CU-Platine nicht mehr richtig funktionierte. Der Oszilllator schwang nicht mehr an.

Der Quarz ist nun verbunden. Stimmt, es war anfangs tatsächlich eine Wunderschaltung, das ist es aber inzwischen nicht mehr. Der Schaltplan ist zwar etwas unübersichtlich gezeichnet, aber transparent. Ich musste ein paar Dinge ändern.

Deinen Test habe ich soeben durchgeführt Bei knapp 37 Volt, das jedenfalls zeigt mir mein Multimeter an. Der Lügenstab leuchtet leider nicht. Ich sehe da nichts leuchten.

Ich dachte anfangs, er glimmt leicht. Aber ich habe mich getäuscht. Er macht sogar nicht mal den Anschein eines Glimmens.

Und jetzt? Was nun @Oszillatormann?

Wollte mal nur ganz am Rand darauf hinweisen, dass Ich nicht Elektronikbastler bin, sondern Kettenraucher, wenn inzwischen auch abstinent ;)

Hier findest du noch den aktuellen Schaltplan. Der funktioniert. Garantiert!

Aktuallisierter Schaltplan zu quarzstabilisiertem Mittelwellensender

von kettenraucher - am 26.08.2016 17:11
Ich habe Deinen Namen aus Versehen verwechselt, sorry.
Deine Quarzsender MW - Videos auf YT habe beide angeschaut.
Ich habe meinen Meßsender mit 4m Antenne versehen, durchgestimmt von 1...30MHz und der Stromprüfer glimmte nicht ein bischen. Das Oszilloskop mit 10 MegaOhm Tastkopf - am Antennenende angeschlossen - zeigt von 1..5 MHz konstant die gleiche Amplitude an. Das ist exakt der gleiche Pegel wie er aus dem Meßsender ohne Antennenkabel kommt. Was anderes erwartet man auch kaum. Bei Frequenzen über 5 MHz steigt der Pegel an. Bei 10 MHz ist ein Maximum, der Pegel ist etwa 3 mal größer am Antennenende. Die 4m Kabel liegen bei mir allerdings einfach lieblos auf dem Teppichboden und bilden mit den parasitären Kapazitäten einen Tiefpaß mit Resonanzüberhöhung. Wenn Du die gleichen Verhältnisse hättest wären bei 10 MHz daher statt 22 Vss etwa 66 Vss am Kabelende meßbar. Dein Sender funkt aber auf 1MHz. Da gibt es garantiert noch keine Resonanzüberhöhung. Mein Stromprüfer leuchtet erst ab 140 Vss.
Kauf Dir noch ein paar 9V Blöcke (oder hole leere aus der Atlbatteriesammelbox, die haben auch noch Spannung und bestimmt 5µA übrig) oder schalte weitere Steckernetzteile in Reihe und ermittle die Ansprechschwelle deines Stromprüfers!

Oder - Achtung gefährlich, habe ich aber auch schon gemacht - nimm ein 1 Mohm Poti aus einem alten Röhrenradio und schließe das direkt an die Steckdose an!!!!!! Klemm den Stromprüfer an Schleifer und Potianfang (Potianfang an N-Leiter oder Schutzleiter, der FI Schalter fliegt bei 230µA Fehlerstrom nicht raus) an und drehe soweit auf, bis er leuchtet. Lebensgefahr, wie immer, aber billiger als diverse 9V Blöcke.
Meß mal den Durchgangswiderstand deines Antennesdrahtes mit dem Ohmmeter. Wieviel Ohm sind es?

von Oszillatormann - am 26.08.2016 18:12
Danke. Hehe. Wusste gar nicht, dass heute Werder gegen Bayern spielt. Aber ich habe heute noch gar nicht die Zeit gefunden, den Fernseher anzuschalten, geschweige denn sonst viel zu machen. Die Hitze steht hier und ich kann mich wirklich kaum bewegen. Ich glaube, ich gehe gleich mal vor die Tür, das ist hier heiss wie im Backofen.

Ich habe jetzt ein paar weitere Tests durchgeführt.

Sendermasse mit Schutzkontakt PE von der Steckdose verbunden. Dann wieder Phasenprüfer hingehalten, auch danach angeschlossen. Leuchtet genau so hell wie an der Heizung. Ich konnte jedenfalls keinen optischen Unterschied erkennen. Das ist auch, zugegebenermassen etwas schwierig zu beurteilen.

Danach habe ich den ohmischen Widerstand mit meinem Multimeter durchgemessen. Das Multimeter zeigt mir knapp 1 Ohm an, ohne dass ich die Drähte berühre. Ich habe die beiden Enden des Drahtes um die Messspitze gewickelt.

Dann habe ich Netzteile in Reihe geschalten. 1x das 22 Volt Netzteil, dahinter ein Netzteil, auf dem zwar 12 Volt Ausgang steht, es liefert aber im Leerlauf knapp 18 Volt, ein weiteres mit 13 Volt, ein weiteres mit knapp 10 Volt und die beiden halbleeren Batterien mit ings. 15 Volt. Ich habe am Ende 77, + - irgendwas an Volt gemessen. Also sagen wir mal 77 Volt. Es schwankt ein bisschen hin und her. Der Phasenprüfer glimmt bei 77 Volt ein bisschen vor sich hin. Wenn ich eine Batterie abklemme, und dann messe, habe ich 69,5 Volt. Dabei glimmt er genau so schwach. Also kein sichtbarer Unterschied. Wenn ich alle beiden Batterien weglasse, bleibt er komplett aus. Ich würde jetzt mal so grob sagen, bei 70 Volt fängt er an, zu glimmen. Aber nur zu glimmen. Du siehst ja auf dem Video, dass er sehr hell leuchtet. Viel heller, als jeder Phasenprüfer an der 230 Volt Steckdose.

Also man kann es gar nicht vergleichen, wie schwach er eigentilch an 70 Volt glimmt. Also nicht der Rede wert. Aber bei 70 Volt springt er tatsächlich ein kleines bisschen an. Er glimmt ein kleines bisschen. Darunter nicht.

Und was bedeutet das nun, @Oszillatormann? Was hast Du jetzt für Erkenntnisse? Was bedeutet das jetzt genau für meinen Sender?

Ich habe das Essen jetzt extra hinten angestellt. Der Test war mir wichtiger. Aber jetzt werde ich essen. Hacksteaks mit Nudelsalat, falls Du es wissen willst. :rp:

Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen.

Wie ist der aktuelle Stand? Ich kann ja gleich mal den TV anschalten. Mein altes Röhrengerät. Den kann man wenigstens noch selber reparieren.:rp:

von kettenraucher - am 26.08.2016 19:11
ok. Der Phasenprüfer ist normal und leuchtet nicht schon ab 30 oder 40V. Du musst wirklich viel Spannung an der Antenne haben. Wahrscheinlich ist es auch keine Brummspannung von 230V Kabeln. Die ist im Norfall auch sehr hochohmig kapazitiv eingestreut und sollte über den 470nF Koppelkondensator und die drei 150 Ohm Widerstände auf 22V abgeleitet werden.
Ist dein Ausgangskondensator wirklich 470nF? Oder ist da vielleicht nur 470pF (die werden genauso gut gehen weil die Antenne nur wenige 10 pF Kapazität hat) drin und das ganze ein Schreibfehler. Du musst wohl noch mal den Kasten aufschrauben und nachschauen.
Noch eine Idee: Dein Sender schwingt wild bei 10 MHz und Du hast das noch nicht gemerkt. Dann hätte es eine Chance, das der Antennendraht bei 10 MHz resoniert und die parasitäre wilde Schwingung auf 140Vss hochtransformiert. Jetzt ist Halbzeit und ich schau noch mal den Schaltplan an.

von Oszillatormann - am 26.08.2016 19:25
Nach diesem 3:0 Werder-Desaster noch eine Idee: Der 1MHz Quarzoszillator übersteuert die Endstufe hoffnungslos stark. Der Stromflußwinkel ist ganz groß. Deshalb kommen alle Oberwellen richtig laut aus den Kollektoren. Deine Antenne bekommt auch 8 9 und 10 MHz satt und resoniert schön auf Kurzwelle. Das würde es erklären. Meß mal über einen Hilfstiefpass: 100kOhm, wenn die noch ausverkauft sind gehen auch 47 kOhm und einen 100nF Kondensator (auch hier geht 10nf bis 1uF) nach Masse die Gleichspannung an den Kollektoren. Der Spannungsabfall über dem Hilfstiefpass ist vernachlässigbar weil dein Multimeter sicherlich 10 MOhm Eingangswiderstand hat. Die Kollektorspannung Ist hoffentlich etwa 11V. Und meß danach die Gleichspannung vor den drei 150 Ohm Widerständen, die wird wohl knapp 22V sein. Und dann noch die Basisgleichspannung von der Endstufe über den Messtiefpass ermitteln. Ist vielleicht nicht 0,7V sondern -3V oder sonstwas.

von Oszillatormann - am 26.08.2016 19:54
Es steht inzwischen 6:0.

Ich werde noch eben die Gleichspannung messen. Fussball läuft im Hintergrund. Da tut sich eh nichts mehr bei 6:0.

Ich habe gerade meinen Medion PLL Empfänger genommen. Der kann auch Kurzwelle und kann auch 10 MHz.

Bei 6 MHz ist ein schwaches Signal. Bei 10 MHz ist ebenfalls ein Signal. In 12 Metern Entfernung kann ich noch etwas mit eingezogener Antenne empfangen, aber nicht sonderlich gut und wirkt deutlich gedämpt, der Klang klingt auf 6 und 10 MHz total verzerrt, kaum noch hör und erkennbar, dass es mein Sender ist. Da habe ich wirklich schon schlimmere Sender gesehen. Also meiner Meinung nach vernachlässigbar und gerade noch so im Rahmen.

Ich werde jetzt noch eben diesen Test von Dir durchführen mit dem 47k Ohm Widerstand und gegen Masse messen und das Ergebnis gleich hier posten. Das ist dann aber auch mein letzter Test. :haha:

Ein Schreibfehler ist es nicht im Schaltplan. Es ist tatsächlich ein 470 nF Kondensator. Ganz sicher. Es steht sogar aufgedruckt auf den Kondensatoren, sowohl der Wert als auch der Code. Ich habe eben nochmal in der Tabelle nachgesehen. Es ist tatsächlich ein 470 nF. Ich habe die damals im Karton gekauft. Auf der Verpackung steht ebenfalls noch 470 nF. Im Schaltplan ist auch kein Fehler. Ich habe den mehrmals kontrolliert. Eben deshalb, weil mir in der Vergangenheit oft beim abzeichnen Fehler passiert sind. Das wollte ich unbedingt vermeiden.

Ich mache jetzt noch eben diesen Test und poste Dir dann das Ergebnis.

von kettenraucher - am 26.08.2016 20:19
@Kettenraucher: Schade, das Du den Sender nicht aufschraubst. Dann kommen wir nicht weiter. Ich behaupte dann, der Sender macht Oberwellen wie verrückt. Einige Oberwellen resonieren mit deiner Antenne auf Kurzwelle. Dann zeigt der Lügenstab die Leistung der Oberwellen an. Auf MW bleiben natürlich nur 22Vss an der Antenne. Ist auch schon eine Menge. Weil deine Oberwellen verzerrt klingen muß Rest-FM dabei sein. Der Störhub ist auf der 10 ten Oberwelle natürlich 10 mal größer als bei MW. Bei MW klingt es prima weil der FM Hub noch klein ist. Den Effekt kenne ich von meinen LC Sendern auch. Du müsstest allerdings auf irgendeiner Oberwelle enorme Reichweite haben, viel mehr als auf MW. Das hier der Antennendraht irgendeine Resonanz hat, die wichtig ist, hast Du ja selbst gesagt: Die Länge soll ja genau stimmen, sonst klingt es verzerrt.
Und das 4m Draht nicht auf MW resonieren weist Du selber. Bleibt also nur Oberwelle oder wildes Schwingen.

von Oszillatormann - am 27.08.2016 08:08
Ich habe mir die Mühe gemacht und die Sendeendstufe mit zwei BC550C nachgebaut. Ansteuerung erfolgte mit Meßsender auf 1MHz und variablem Pegel. Als Antenne habe ich 4,30 m Lackdraht angelschlossen und quer durchs Zimmer gespannt. Ich habe Multimeter, Oszi, Spektrum-Analysator, Weltempfänger und den allseits beliebten Phasenprüfer als Messgeräte bemüht.

Die Spannung an den Kollektoren ist 0,2V ohne HF Ansteuerung. Ist logisch, weil der Basisstrom über den 100 kOhm zweihundertmal kleiner ist als der mögliche Kollektorstrom aus den 450 Ohm und weil die BC550C mehr Verstärkung haben. Mit HF Ansteuerung gibt es Nadelimpulse am Kollektor mit 22Vss oder mit noch mehr HF Ansteuerung ein symmetrisches Rechteck mit 22Vss.

Egal was ich tat: Der Phasenprüfer blieb dunkel. Die Amplitude am Ausgang der BC550C ist bei 22V Betriebsspannung auch 22Vss. Am Ende der "Antenne" zeigen sich auf dem Oszi maximal 44Vss. Die Spannung klingelt ins negative wenn die Transistoren leitend sind und man sieht eine bedämpfte Schwingung mit einigen MHz während der leitenden Phase der Transistoren. Sieht aus wie bei jedem Schaltregler am Switch-Node im diskontinuierlichen Betrieb.
Mit 30V sieht man 60Vss am Antennenende. Das reicht nicht für den Phasenprüfer. Der Spektrumanlysator war lose kapazitiv an die Antenne angekoppelt. Er zeigte alle Oberwellen in voller Pracht bis etwa 15 MHz, abhängig von der Ansteuerleistung der Endstufe. Die Oberwellen kann ich auch wunderbar im ganzen Haus hören. Der Sender ist die reinste Dreckschleuder.

Warum @Kettenraucher dein Phasenprüfer leuchtet ist mir ein Rätsel. Kauf Dir ein Oszi und mess selbst.
Warum hast Du so einen großen Phasenprüferverschleiß? Wie gehen die kaputt?

von Oszillatormann - am 27.08.2016 13:17
Du konntest die Schaltung nicht richtig testen, denn die Endstufe läuft bei Dir nicht richtig, weil der 3,3k Widerstand fehlt. Du hast nämlich nur die Endstufe aufgebaut. Das wird so nicht funktionieren. Ist logisch, dass da kein Phasenprüfer leuchten kann. Von dem bisschen Saft leuchtet der nicht. Der geht ja erst bei über 70 Volt allmählich an. Das habe ich ja gestern extra ausprobiert nach Deiner Anleitung. Das haben wir ja inzwischen erörtert. Dir bleibt also wohl nichts anderes übrig, als die Schaltung komplett so nachzubauen, mit dem Quarz, mit allem was eben dazu gehört und dann modulierst Du den Sender mit einer starken Audioendstufe, so 3 Watt sollten ausreichend sein.

@Oszillatormann: Du wirst erstaunt sein, wie Dein Phasenprüfer „glühen“ wird, vor allem, wenn Du Antenne - Phasenprüfer - Sendermasse - anderes Ende - mit dem Phasenprüfer verbindest.

@Sachsenbastler: Hehe. Fang doch nochmal an. Leider bin ich mit Röhren nicht so fit. In meiner Generation war schon alles mit Transistoren. Manche sagen ja auch, ein richtiger Mittelwellensender mit Röhren aufgebaut sein. Ich kann mir aber vorstellen, dass es vom Aufwand her, mit Transistoren etwas problematischer wird. Aber man kann ja auch mit IRF540 oder IRF520 bereits sehr preisgünstig leistungsstarke MW-Sender aufbauen. Die Verhalten sich ähnlich wie Röhren. Bei MW ist wohl eher immer die Vorstufe das Entscheidende.

von kettenraucher - am 27.08.2016 17:42
Der Nachbau deiner Schaltung scheitert am fehlenden Quarz. Es gibt zig Quarzhersteller und Quarze werden u.a. mit Parallelresonanzfrequenz, Serienwiderstand, Belastbarkeit, Halterkapazität, Nebenresonanzdämpfung, Temperaturgang usw spezifiziert. Selbst wenn ich einen 1 MHz Quarz hätte wäre der höchstwahrscheinlich anders als dein 1 MHz Quarz. Das hätte zur Folge, das mein Oszillator vielleicht überhaupt nicht anschwingen würde oder mit anderem Pegel oder - weil die internen Transistorkapazitäten des Oszillatortransistors in deiner Schaltung für die Schwingung notwendig sind - mit anderer Kurvenform am Kollektor, d.h. anderen Oberwellenpegeln. Dann wird aber auch die Endstufe anders angesteuert und dann ist auch der Modulationsklirrfaktor anders.

Der Oszillator ist m.M. jedenfalls so nicht nachbausicher. Genauso wenig nachbausicher wie ich die Glimmlampe des Phasenprüfers nicht anbekomme, obwohl ich sogar auf 30 V aufgedreht habe, diverse Meßsenderpegel und -Frequenzen probiert habe. Mehr als 60 Vss sind eben auch theoretisch bei der so stark verkürzten Antenne kaum drin. Da gibt es keine L/4 Resonanz bei 1 MHz, die für Hochspannung sorgt.

Bei Dir gibt es einen anderen Effekt, den ich aber leider nicht verstehe. Du kannst doch zaubern!:cheers:

von Oszillatormann - am 27.08.2016 18:25
Du kannst Deinen Messsender wahrscheinlich auch nicht so laut modulieren wie ich diese Schaltung. Mit den Quarzen, da hast Du vollkommen recht. Dennoch glaube ich, dass die Schaltung anschwingen würde. Ich habe nämlich mehrere 1 MHz Quarze hier.

Klar, viele Quarze sind auch nicht so genau geschliffen. Aber bei mir funktionieren alle Quarze mit 1 MHz, auch wenn ich diese untereinander tausche. Man kann ja auch ein bisschen mit Kondensatoren arbeiten, wenn das gar nicht funktionieren sollte. Aber das ist doch eher unwahrscheinlich. Wenn die Quarze von einem guten Hersteller kommen, haben die in der Regel kaum Abweichungen.

Ich habe noch 1MHz Quarze zuhause. Brauchst Du einen?

Wahrscheinlich ist an Deinem Messsender auch noch ein Koppel-C am Antennenausgang und Du gehst vermutlich erst von dort mit dem 3,3k auf den Kollektor der Endstufe.

Ich glaube, das wird so dann niemals funktionieren. Wie dem auch sei. Ich habe ja auch längere Zeit mit der Schaltung experimentiert. Denn ich hatte lange Zeit keine Reichweite. Ich habe da wirklich mehrere Stunden drangesessen und das optimiert.

Auf jeden Fall: Seht seltsam das Ganze.

Danke, ich bin also jetzt der neue Elektronikzauberer. Vielleicht ist das ja noch eine Marktlücke und man kann hier irgendwelches Elektronikspielzeug auf den Markt werfen, was man in Asien billig produzieren lassen könnte. Ich muss mal nachdenken, ob mir da etwas einfällt. Vielleicht einen elektronischen Wunder-Zauber-Stab??? Mal sehen ....:haha::p:rp:

von kettenraucher - am 27.08.2016 19:23
Jetzt nach dem Frühsport kommen die gesammelten Erkenntnisse:
1) Ein Phasenprüfer leuchtet ab 70V. Kurvenform ist dabei egal. Es kann sein, daß HF, Oberwellen, Brumm, NF und Gleichspannung gleichzeitig anliegen und wenn die Summe davon 70V ist leuchtet die Glimmlampe.

2) ..."Datum: 26. August 2016 01:35
Dann bin ich hergegangen, habe den Sender abgeklemmt und habe den Phasenprüfer direkt an den PLUS - Pol vom 22 Volt Netzteil gehalten. Und siehe da, der Phasenprüfer fing an, ganz ganz schwach zu glimmen."

Dann kommt schon mal Brummspannung mit mehr als 70V aus deinem Schaltnetzteil. Das ist ziemlich normal, es sind vielleicht 110V von den Y-Entstörkondensatoren im Netzteileingang.

3) Datum: 26. August 2016 21:11
...Sendermasse mit Schutzkontakt PE von der Steckdose verbunden...
Das PE Massesymbol ist laut Schaltbild über 660pF mit den Emittern der Endtransistoren verbunden.
Was ist denn die Sendermasse? Die Emitter oder die Emitter über 660pF?

Wenn der Sender nicht galvanisch mit PE verbunden ist wird der Brummstrom aus dem Netzteil auch nicht kurzgeschlossen sondern vagabundiert durch die ganze Schaltung bis zur Glimmlampe. Da kommen vielleicht noch 60V an! Über diesen Brumm freut sich der Phaseprüfer und leuchtet schon fast:xcool:

4) Datum: 26. August 2016 22:49
..."Die Voltzahl schwankt zwischen 0, 8 und 11 Volt Gleichstrom, abundzu zeigt das Multimeter auch 17 Volt an." Gleichspannung gibts also auch. Die entsteht in der Endstufe. Ohne HF kommt aus meiner nur 0,2V Gleichspannung, weil die Transistoren in der Sättigung sind. Mit etwas HF gibt es kurze 1MHz Impulse mit 22Vss, der Mittelwert ist aber nur 2V. Mit HF bekomme ich bis zu 11V = halbe Betriebsspannung weil ein symmetrischer 1MHz Rechteck mit 22Vss aus den Transistoren kommt. Du hast sogar bis zu 17V Gleichspannung gemessen. Da freut sich der Phasenprüfer denn er wird von Netzteilbrumm und Gleichspannung "vorgewärmt" :xcool:

Die kurzen Pulse mit 2V Mittelwert bedeuten: Jede Menge Oberwellen sind da, die genauso stark wie die abgesenkte Grundwelle bei 1MHz sind. Da freut sich der Phasenprüfer noch mehr denn er bekommt auch Oberwellen und leuchtet schon bei kleiner Grundwellenleistung.:xcool:

24. August 2016 05:12

..."Wenn ich den Sender mit 22 Volt betreibe.. Bei geringer Modulation glimmt er nur"

Ganz ohne Modulation fehlt auch die "Gleichspannung" (genauer die mit der Modulation schwankende Gleichspannung = NF) am Senderausgang, die dem Phasenprüfer hilft.

Mein Phasenprüfer geht übrigens bei 70,1 V zuverlässig an. Bei 69,9 V geht er nicht an. Da ist ein ganz scharfer Knick in Glimmlampenkennlinie vorhanden. Wenn Du den nicht messen kannst bekommt der Phasenprüfer wohl zusätzlich Brumm oder Schaltnetzteil-HF aus den Netzteilen. Aus geht er bei etwa 8V weniger Spannung.

Ich denke, das ist das Geheimnis deiner Schaltung. Lege den Minuspol des Senders galvanisch verbunden auf PE, ohne deine 660 pF dazwischen. Betreibe außerdem den Sender ohne Schaltnetzeil sondern mit konventionellen Netzteilen. Schließe den Phasenprüfer an seinem Ende mit dem Krokokabel an Minus an. Dann bleibt dein Phasenprüfer aus.

von Oszillatormann - am 28.08.2016 10:02
Hallo Oszillatormann. Jetzt, nachdem auch das Mittagessen verdaut ist und es hier gerade ein sehr starkes Gewitter in Hamburg hat, dieses sich besonders auf Langwelle schon vor 2 Stunden durch ständige Knackgeräusche bei mir auf verschiedenen Funkfrequenzen angekündigt hat und ich nun Angst um meinen PC vor Überspannung haben muss, schreibe ich Dir trotzdem. Mir gingen in der Vergangenheit auch schon mehrmals die Geräte dadurch kaputt, Aber nunja.

1.) O.k.

2.) Genau, allerdings leuchtet er nur, wenn ich mit dem Finger den Phasenprüfer auch berühre. Wenn ich diesen direkt verbinde, bleibt er aus. Ist ja auch logisch, siehe Punkt 1. Glimmt er ja erst so ab 70 Volt und nicht schon deutlich darunter.

3.) Sendermasse ist Masse des Senders, aber eben nicht direkt von der Masseplatine abgegriffen, sondern 2x 330 pF Kondensatoren von Sendermasse auf einen leeren PIN und von dort dann zu Ground / PE oder Heizungsrohr. Also quasi Sendermasse über die beiden 330 pF Kondensatoren.
Das hat den Grund, weil die Audioqualität dadurch noch klarer wird. Ich trenne quasi damit kapazitiv „galvanisch“ den Sender. Es könnte auch sicherheitstechnisch unter gewissen Umständen relevant und sinnvoll sein.
Die Emitter von den beiden Endstufentransistoren gehen direkt auf Sendermasse, siehe auch Schaltplan. Nur die beiden 330 pF Kondensatoren sind dann quasi zwischen Masse von Senderplatine und PE Heizungsrohr geklemmt.

4) Die Grundwellenleistung ist so, dass der Sender eine Reichweite von 90 Metern bringt. Das habe ich ausprobiert. Wieviel mW das nun am Ausgang sind kann ich nicht beurteilen.

Du meintest ja, der Sender bringt viele Oberwellen. Ich habe das nun auch mal getestet. Er bringt tatsächlich viele Oberwellen. Eine richtige Schleuder meintest Du, sei das. :rp: Tatsächlich ist das SIgnal richtig lecker. Bei 6 MHz ist es ja noch im Rahmen, da bringt er dann etwas FM, meintest Du ja auch. Jedoch habe ich bei 17 MHz eine sehr starke Oberwelle entdeckt. Die besteht aus einem Mischprodukt aus FM und AM, aber fast mehr AM als FM. Ich habe versucht, die Oberwellen mit einfachen Filtern abzuschwächen. Das ist mir allerdings nur teilweise gelungen, leidet dann darunter auch die Klangqualität und die Reichweite auf Mittelwelle etwas.

Ich werde die Schaltung sobald ich etwas Zeit habe, kommende Woche nochmals aufbauen, weil Du meintest, die Schaltung sei so nicht nachbausicher. Ich werde es austesten, indem ich den Sender nochmals genauso, wie im Schaltbild aufgezeichnet, aufbauen werde, mit einem anderen 1MHz Quarz.

Leuchtet denn der Phasenprüfer bei Dir, wenn Du zwei 330pF Kondensatoeen bzw. einen 660pF Kondensator zwischen Sendermasse und Heizung klemmst und die Endstufe mit einem 22 V Laptop - Schaltnetzteil betreibst. Wenn das die Ursache ist, dann müsste es ja bei dir auch funktionieren.

Wie gesagt: Nächste Woche baue ich die Schaltung nochmals auf, weil ich wissen möchte, ob die Schaltung nachbausicher ist. Dann kann ich auch direkt an den Kollektoren messen.

Wenn ich den Phasenprüfer zwischen Antenne und direkt an PE von der Steckdose klemme, leuchtet er ebenfalls sehr hell. Dann ist ja theoretisch die Sendermasse voll durchgeschleift, oder denke ich jetzt falsch? Denn das andere Ende des Phasenprüfers / Masse GND geht ja dann nicht mehr über die beiden 330pF Kondensatoren, sondern das andere Ende des Lügenstabes hängt ja direkt an PE. Das ist doch dann so, als würde ich die beiden 330pF Kondensatoren brücken, oder ist das jetzt ein Denkfehler von mir?

Jedenfalls leuchtet er auch dann. Der glüht regelrecht.

Als nächstes nehme ich jetzt ein 12 Volt Netzteil. Das ist mein letzter Test für heute. Ich träume nachts schon vom Sender @Oszillatormann :mad:

@Oszillatormann: Hör zu. Ganz interessant. Mit meinem konventionellen Netzteil mit echtem Trafo, mit knapp 17 / 18 Volt Leerlaufspannung (schwankt etwas), wenn der Sender dran hängt, messe ich 15,8 Volt, also knapp 2,5 Volt weniger, wenn der Sender angeschlossen ist. Also habe ich mit diesem konventionellen Netzteil den Test gemacht. Phasenprüfer an Antenne und anderes Ende direkt an PE vom Stromnetz. Der Phasenprüfer leuchtet nicht mehr, allerdings blinkt er abundzu auf. Wenn der Sender nicht moduliert wird, bleibt er komplett dunkel. Aber mit Modulation blinkt er ein bisschen, wenn auch nur ganz schwach. Kommt wohl auf den Hub an. Also wohl, wenn er maximale PEP - Leistung bzw. Spitzenwerte bringt, blinkt er wohl kurz. Direkt an Sendermasse über die beiden 330pF Kondensatoren angeklemmt, das gleiche Ergebnis. Blinkt nur abundzu kurz auf. Muss sogar das Licht im Raum ausschalten, damit ich das sehen kann.

Deshalb gehe ich jetzt her und werde eine 9 Volt Blockbatterie nehmen und die dazu klemmen, dass ich auf mehr Volt komme und das Ergebnis gleich hier dokumentieren. Trafo wird der gleiche sein wie gerade, also ein ganz normales Trafo eben mit 4 gegeneinander geschalteten Dioden, kein Brückengleichrichter und einem kleinen Elko drin. Also eben ganz klassisch eben, nichts mit Schaltnetzteil oder so dergleichen oder ähnlichem Mist.

Also: Ich habe nun eine 9 Volt Blockbatterie dazugeklemmt. Die ist inzwischen schon ziemlich leer. Ich kam dann auf ca 17,6 Volt, nicht im Leerlauf sondern ich habe gemessen, als der Sender bereits angeschlossen war. Es gab keine Veränderung. Der Phasenprüfer blinkte abundzu leicht auf.

Ich wollte es wirklich wissen:

Mein Schaltnetzteil liefert ziemlich genau 22 Volt. Das habe ich gemessen. Schwankung ist + / - 0,1 Volt. So genau kann man das nicht sagen. Multimeter wurde nicht an einem Messplatz geeicht.

Nunja, auch egal.

Jedenfalls habe ich mit dem konventionellen Trafo nun zwei 9 Volt Blockbatterien dazugeklemmt. Ich habe unter Last an PLUS und MINUS gemesssen. Das Multimeter zeigte mir sogar mehr Volt an, als mit dem Schaltnetzteil. 22,2 Volt.

Also 0,2 Volt mehr, als mit dem Schaltnetzteil. Folglich müsste ja der Phasenprüfer nun richtig glühen, denn wir haben ja sogar 0,2 Volt mehr anliegen, als wie mit dem Schaltnetzteil.

Weisst Du was passiert ist: Der Phasenprüfer blieb ebenfalls aus, er blinkte zwar abundzu zur Musik auf, vermutlich bei der Peak Envelope Power - Leistung. Also dee sogenannten Hüllkurvenspitzenleistung. Er blinkt abundzu auf, leuchtet aber nicht dauerhaft.

Das heisst also: Ja, es kommt schon etwas Power aus der Antenne, immer noch genug für diese BC547C, reichlich Oberwellen mit dazu, aber dauerhaft leuchten will der Lügenstab nicht. Er hat uns belogen ,dieser Lügenstab.

Dieser Stab hat das Wort nicht umsonst verliehen bekommen. Na gut, ich könnte jetzt hergehen, das Signal mit weiteren Transistoren noch „hochziehen“. Dann wird auch irgendwann der Lügenstab wieder aufleuchten, dann aber korrekt. Aber bei der so sauberen, wunderschönen Amplitude, absolut oberwellenfrei, da ist das auf jeden Fall eine Überlegung wert :lollol:

Oszillatormann: Hätten wir das nicht schneller lösen können? Nunja, wir haben das Rätsel jetzt gelöst. Der Übeltäter ist das Schaltnetzteil. Am Ende zählt bei solchen Dingen oder bei der Fehlersuche immer nur das Ergebnis. Das haben wir jetzt.

Den Nachbau kann ich mir sparen. Wobei, die Nachbausicherheit. Vielleicht irgendwann.

Einen schönen Sonntag wünsche ich Dir / Euch allen noch!

Beste Grüße
der ehemalige Kettenraucher oder auch Alex^^







Ich habe eine weitere 9 Volt Blockbatterie dazugeklemmt. Ich habe dann

von kettenraucher - am 28.08.2016 15:33
Ich vermute, das Schaltnetzteil ist nicht korrekt aufgebaut. Es werden höchstwahrscheinlich hochfrquente Signale über den 22 Volt DC-Ausgang übertragen.

Das bestätigt nur wieder einmal meine Vorurteile gegenüber Billigprodukten aus .....

Mein Sender zieht das Signal dann erst richtig hoch. Es sind nicht die Oberwellen von meinem Sender, obwohl der auch reichlich davon produziert. Nein, es ist das Schaltnetzteil, das in meinen Sender einstrahlt und dann schlussendlich den Lügenstab zum leuchten bringt.

Und mein Sender verstärkt dann das Ganze und die ganze Mischung von Brummspannung etc.. Das bringt den Phasenprüfer letzten Endes zum leuchten.

Schlimm sind auch diese PowerLAN bzw. PLC Geräte. Also, WLAN über die Steckdose. Das sind richtige Strahlenkanonen. Das versaut einem den ganzen Kurzwellenrundfunk.

Dagegen sind die paar Oberwellen von meinem Sender ein Witz.

Vielleicht hast Du ja noch ein paar Anmerkungen, Oszillatormann. Würdest Du meine These bestätigen?

Einen angenehmen Sonntag wünsche ich noch!

von kettenraucher - am 28.08.2016 17:03
@ex_kettenraucher

Jetzt kommt der ultimative Test für Dich: Halte den Phasenprüfer mal von Schaltnetzteilausgang an PE, also mit Krokokabel am Phasenprüferfingeranschluß nach PE. Leuchtet er dann schön? Dann hast Du nämlich hochohmig 110 VAC am Ausgang des Netzteil als Gleichtaktspannung.
Leuchtet er vielleicht noch besser wenn Du ihn an Schaltnetzteil-Minus hälst und an PE, wieder mit Krokokabel am Phasenprüferfingeranschluß? Dann solltest Du für deine Tests schleunigst den Minusausgang des Schaltnetzteils auf kurzem Weg mit einem dicken Draht auf PE legen.

Die 660pF im Sender zwischen PE und Senderplatine müssen einfach gebrückt werden oder außen muß die Brücke von der Audiomasse an den PE dran.

Dann wird der Prüfer auch dunkel bleiben. Hoffe ich. Wenn er immer noch leuchtet entferne mal deine 17V Wackelgleichspannung mit einem Hochpaß: Da Du offenbar viele 330pF Cs hast nimm einen in Serie und einen 3,3 kOhm Widerstand dahinter nach Schaltungsminus. Dann sollte die NF und Gleichspannung auch weg sein und die HF nicht wirklich reduziert. Vor allem nicht die Oberwellen :haha:

von Oszillatormann - am 28.08.2016 17:18
@Oszillatormann: Ich hoffe, Du hast gute Nerven?

Ich machs kurz: Du wirst es nicht glauben, aber falls Du mir nicht glauben solltest. Ich kann gerne, wenn Du möchtest, auch noch ein Beweisvideo erstellen, wenn erwünscht.

Nun jedenfalls. Ich habe Deine Tests wieder durchgeführt und konnte nicht glauben, was ich da sah. Ich kann es immer noch nicht glauben und bin von dem Ergebnis total schockiert.

Der Phasenprüfer leuchtet, wenn ich den Pluspol am einen Ende des Phasenprüfers mit der Krokoklemme anschliesse und das andere Ende (also Fingerprüfkontakt des Phaenprüfers gegen Erde), also PE, mit einer Krokoklemme anschliesse. Er leuchtet so hell, wie am Sender.

Soweit so gut. Zwar nicht schön, so etwas sehen zu müssen, aber naja.

Aber jetzt kommt der Oberknaller.

Den Phasenprüfer nun am einen Ende an Minus angeschlossen. Das andere Ende wieder gegen Erde (PE) angeschlossen.

Du wirst es nicht glauben, was ich Dir hier schreibe: Der Phasenprüfer leuchtet. Genau so hell wie an PLUS.

Ich dachte zuerst, das kann nicht sein. Nochmal alles kontrolliert und getestet. Tatsächlich. Er leuchtet.

Ich muss echt lachen. Dabei ist das nicht mehr zum lachen. Da kriegt man es wirklich mit der Angst zu tun.

Ich würde behaupten, das Gerät ist lebensgefährlich. Zwar ist das Schaltnetzteil aus einem Laptop, der schon einige Jahre alt ist und wohl nicht mehr auf dem Markt ist. Allerdings wird diese Firma vermutlich auch weiterhin solche lebensgefährlichen Produkte auf den Markt bringen.

Ich werde deshalb hier jetzt einmal die Firma und die Modellnummer dieses Schaltnetzteils hier guten Gewissens hier veröffentlichen. Es handelt sich um die Firma Delta Electronics INC.

Model: ADP-45GB REV.P A

Hier ist das gute Stück: Es hat sogar ein TÜV - Prüfzeichen von TÜV Rheinland aufgedruckt. Woher das wohl kommt? Garantiert nicht vom deutschen TÜV? Falls doch ..... Aber das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Vermutlich eine Fälschung. Ausserdem hat es ein CE - Zeichen.

Hier habe ich einen Link gefunden zu dem Schaltnetzteil:

Lebensgefährliches Schaltnetzteil

Das mit dem dicken Kabel gegen PE. Das kann ich nur jedem Betreiber empfehlen.

Dieses Ding gehört aus dem Verkehr gezogen. Sofort.

ich denke, Du siehst das genau so.

Ich gehe jetzt in die Küche, erst mal Abendbrot essen und auf diesen Schock. Erst mal ein kühles.

von kettenraucher - am 28.08.2016 18:03
Stimmt, Du hast vollkommen recht @Oszillatormann. Total ungefährlich. Ich habe es gemessen. Da fliessen weniger als 100µA. Reicht aber wohl aus, um den Phasenprüfer so zum Leuchten zu bringen.

Dieses Schaltnetzteil hat mich ganz schön fies verarscht. :mad::mad::mad:

Das heisst, für meine Basteleien brauche ich in Zukunft ein neues Labornetzteil. Denn ich habe soeben mein Labornetzgerät überprüft. Das ist, jedenfalls für mich, irreparabel. Der Trafo ist definitiv durchgebrannt. Man kann auch Brandspuren erkennen. Wie das passieren konnte ist mir schleierhaft Aber auch egal nun. Jedenfalls ist die Wicklung verbrannt und beschädigt.

Ja. Und danke für Deine Hilfe nochmals @Oszillatormann. Das ging ja jetzt wirklich über Tage. Aber nun ist es ja definitiv geklärt.

Ich werde jetzt eher wieder als stiller Leser hier fungieren. Dieser Sender kommt mir schon nachts im Traum.

Gute Nacht.

von kettenraucher - am 28.08.2016 21:53
Das Forum hat Dir doch was genützt: Du bist ein Stück schlauer. Du wirst die Menschheit in Zukunft wahrscheinlich mit Phasenprüfermessungen verschonen. Vielleicht reparierst Du noch das Youtube-Video und sagst, das der Stromprüfer nicht allein von der HF angeht und nur mit deinem Supernetzteil leuchtet sonst denken die anderen Zuschauer, der Sender wäre wirklich so toll. Die Reichweite von 90m ist für Abgleichfreiheit aber wirklich schon gut. Wenn Du meine 250 mW Senderschaltung mal baust und sie nicht funktionieren sollte hören wir wieder voneinander.

Einen Wunsch habe ich noch: Mess mal die Spannung vom Sender PE Anschluß bis zur Masse der Audioeingangsbuchse mit deinem Multimeter im ACV Bereich. Das ist ja der Spannungsabfall über dem 660pF Kondensator zwischen den Massen. Da müssten einige 10V messbar sein aber wahrscheinlich weniger als 50V. Sonst würde der Stromprüfer an der Antenne dauerhaft leuchten, auch ohne Modulation.

Gruß
Oszillatormann

von Oszillatormann - am 29.08.2016 14:46
Hallo Oszillatormann. Auf jeden Fall. Ich bin Dir sehr dankbar. Ich lese ja trotzdem immer fleissig hier mit. Das Forum hat mir schon oft weitergeholfen. Auch jetzt wieder. Ich gehe Euch nicht verloren^^. :haha:

Danke für das Kompliment mit der Reichweite. Die Abgleichfreiheit kann ja auch nur so funktionieren, weil der Sender mit einem Quarz stabilisiert ist und dadurch immer die gleiche Frequenz hat. Wäre er durchstimmbar, dann ginge das schon wieder nicht. Jedenfalls halt nicht so. Aber das muss ich Dir ja nicht erklären. Die 4,30 Meter Antennendraht sind eben genau auf die Schaltung von mir so abgestimmt. Wenn ich den Draht zu lange mache, klingt er verzerrt. Logisch.

Das Phasenprüfervideo habe ich inzwischen gelöscht. Das versteht sich von selbst. Aber den Sender selbst bzw. den Schaltplan lasse ich im Netz, funktioniert er erst mal soweit. Sollte der Oszillator nicht anschwingen, kann man ja mit Kondensatoren experimentieren. Wer sowas nachbaut, der weiss doch sowieso, zumindestens grob, was er da tut und kriegt das auch zum Laufen. Glaube ich zumindestens.:rp:

Die Messung habe ich soeben durchgeführt. Im AC Bereich messe ich 0,00 Volt. Egal wie ich messe, gegen Erde, gegen Masse von Audio - In oder gegen Audio - In. Das Multimeter zeigt mir einen Wert von 0,00 Volt.

Messe ich im DC Bereich, zeigt mir das Multimeter spitzenwerte bis 0,06 Volt ohne Modulation. Mit Modulation messe ich maximal 0,10 Volt. Die zwei 660pF hängen allerdings zwischen Sendermasse und PE.

Ich baue die Schaltung die nächsten Tage aus Neugier nochmals nach, dann kann ich an den Kollektoren nach Masse messen, sofern der Nachbau denn überhaupt funktioniert. Dann wird sich zeigen, ob das halbwegs nachbausicher ist und ob der auch mit anderen 1 MHz Schwingquarze anschwingt. Ich habe sogar 5x 1 MHz Quarze, die in Russland hergestellt wurden, hier. Von einem Funkamateur habe ich die mal vor langer Zeit geschenkt bekommen. Die werde ich dann für den Versuchsaufbau testen.

Grüsse
Kettenraucher

von kettenraucher - am 29.08.2016 18:38
@sachsenbastler: Apropos: Als ich soeben Brotzeit gegessen habe, nebenbei TV geschaut habe, fiel plötzlich die Lampe bei mir aus. Die hatte schon länger so komisches Flackern. Ich habe aber nichts unternommen. Nun ist das Ding kaputt und ich habe die halt getauscht.

Während des Glühbirnen- / Sparlampenwechsels, es dauerte nur knapp 2 Minuten, ist mir eingefallen, dass ich vor einigen Monaten ein Video im Internet entdeckt habe. Da kann man wirklich nur noch den Kopf schütteln, was ich da gesehen habe.

Ich zeige Dir mal den Link hier:

Elektroexperte erklärt, wie man eine Lampe „korrekt“ anschliesst.

Zieh Dir das mal rein. Er hat die Phase auf das Gewinde gelegt, wobei doch die Phase immer im Inneren der Lampenfassung sein muss. Die Phase muss ja auch beschalten sein. Manche beschalten ja auch den Nullleiter. Wenn jetzt jemand das so nachmacht und vorher nicht freischaltet und einfach die Glühbirne wechselt und nicht aufpasst, der bekommt ordentlich eine gewischt.

Aber das ist noch nicht das Highlight seines Videos. Der Test von ihm mit dem Phasenprüfer toppt wirklich alles. Schade, dass er keine gewischt bekommen hat :haha: Das hätte dem Video den ultimativen Kick gegeben.

Sorry, aber das musste ich jetzt posten. :rp:

von kettenraucher - am 29.08.2016 19:32
@ Kettenraucher


Ja man muss schon genau hinschauen ! - egal ist in der Elektrotechnik garnichts !
Phase auf Nulleiter :joke: Der Mann ist ein Knallkopp und Wichtigtuer - aber kein Elektriker.
Das mit dem Prüfer geht und tut nicht weh solange man auf völlig trockenem Boden steht oder über 230V auf einer Isoliermatte.
Im übrigen sollte jede Lampe einen Lampenhaken haben. Man hängt die Lampe erst an den Deckenhaken und schliesst sie dann erst an.
Der gute Mann sollte mal meinen 6-flammigen Kronleucher solange hochheben bis alle 3 Kabel angeschlossen sind. Alle 6 Metallarme sind mit PE verbunden.

Im übrigen habe ich beim Leuchtmittelwechsel auch schon eine abbekommen.- Da sind Metallleitern nicht so gut. Man fragt dann immer wer hier vorher hier tätig war.
Seit 1988 bin ich aber nicht mehr in der Richtung tätig und deshalb nicht ganz auf dem neuesten Stand der Technik.

von sachsenbastler - am 29.08.2016 20:37
Das Lampenanschließ-Video ist allgemeingefährlich, wie Du schon schreibst, Kettenraucher.

Warum bei Dir im AC Bereich jetzt 0,0V von PE zur NF Masse sind ist mir schleierhaft. Überleg mal: Aus dem 22V Netzteil kommen knapp 100µA Brummwechselstrom raus wenn Du das Amperemeter zwischen PE und Netzteilminus klemmst. Das hast Du selbst gemessen. Das Netzteil wird auch über 50V Brumm-Wechselspannung liefern, wenn Du von Netzteilminus nach PE die Spannung misst. Sonst würde der Phasenprüfer nicht leuchten. Sag uns mal die Spannung!

Wenn Du den Wechselstrom durch die 660pF Kondensatoren auf PE ableitest muß ein großer Spannungsabfall darüber entstehen. Wenn Du 0 V misst wird der Strom vielleicht auf die Heizung abgeleitet weil die noch aus Versehen mit angeschlossen war bei der Messung. Oder er wird durch die eine angeschlossene NF-Quelle abgeleitet, weil die Verbindung mit Erde hat. Prüf das mal.

von Oszillatormann - am 30.08.2016 15:30
Stimmt, Oszillatormann. Du hast natürlich vollkommen recht. Es war mein Fehler. Ich habe vergessen, bei der Messung die Heizung abzuklemmen. Ich messe jetzt zwischen 9 und 11 Volt, das schwankt in diesem Bereich aber etwas hin und her. Also so ziemlich genau das,was Du schon geschrieben bzw. wohl berechnet hast.

Wenn ich von PE nun direkt auf Sendermasse messe, dann zeigt mir das Multimeter 17 Volt im AC - Bereich an.

Wenn ich aber die Spannung von Minus oder Plus am Netzteil nach PE Messe, dann kommt da kaum was. Vielleicht 4 Volt. Stelle ich das Multimeter auf Gleichspannung, dann kann ich maximal 10 Volt messen.

Kannst Du Dir das erklären?

Denkst Du, ich könnte die Reichweite erhöhen, wenn ich statt der Antenne den Sender an das Heizungsrohr klemme? Masse dann auf PE - Schutzerde. Zwischen Heizung und Schutzerde messe ich knapp 1 Ohm.

Mir ist auch aufgefallen, dass er zwar knapp 90 Meter Reichweite bringt. Aber nur in eine Richtung. Ich vermute, dass es daran liegt, weil ich den Sender ja mit Masse verbunden habe und die Heizungsrohre in der gesamten Wohnanlage, auch bei den Nachbarhäusern entlanglaufen, in die entgegengesetzte Richtung allerdings gibt es zwar auch Häuser / Wohnanlagen, allerdings ist das Gebäude hier zu dem von mir unterbrochen. Wahrscheinlich ist auch das der Grund für die Reichweite, denn Richtstrahlung habe ich ja keine an der Antenne, sondern nur den 4,30 Meter Draht. Aber ohne Masse geht es bei solchen Sendern nicht so richtig. Es geht zwar auch einige Räume ohne Masse, nur mit einem kleinen Gegengewicht, aber die Reichweite ist besser, wenn ich Sendermasse mit der Heizung verbinde, ist ja auch nur logisch.

von kettenraucher - am 30.08.2016 16:39
17V AC. Das klingt gut. Damit geht zwar kein Stromprüfer an, aber vielleicht ist dein Multimeter ja niederohmiger als 10 MOhm. Dann kommt deshalb nicht mehr Spannung zustande.
Vielleicht kommt auch mehr raus, wenn Du das Netzteil andersrum in die Steckdose steckst.

Eine Antenne benötigt immer zwei Pole. Das elektrische Feld entsteht stets zwischen zwei Polen. Bei deinem MW Sender gehen die Feldlinien von der Drahtantenne zu allen Massepotential führenden Leitern in der Gegend (Heizung, oder PE, je nachdem was du anschließt), den NF Kabeln die mit Masse verbunden sind, den Netzteilkabeln (hängen auch an der Sendermasse) und über die Netzteilkoppelkapazität auch noch in die Primärseitige 230V Verkabelung. Wenn viele Massekabel in eine Richtung liegen geht da auch viel Feld hin und deshalb hast Du eine Richtantenne.

..."Aber ohne Masse geht es bei solchen Sendern nicht so richtig.."
Ein Sender, der ohne Masse geht, braucht eine Rahmenantenne.

von Oszillatormann - am 30.08.2016 17:48
Okay. Dann werde ich das mal machen. Nachbausicher ist die Schaltung aber auf jeden Fall. Das kann ich nun auch bestätigen, habe ich den Sender nämlich gerade vorhin nochmals aufgebaut, mit einem anderen 1MHz Quarz. Der Oszillator fing sofort an zu schwingen. Also der Schaltplan von mir ist korrekt und funktioniert, habe ich mich nach diesem orientiert.

Dann würde ich mal sagen. Danke Oszillatormann für die Hilfestellung. Das Ding ist ja jetzt wirklich fast komplett durchgemessen.

Dann mal noch einen schönen Mittwoch Abend Dir / Euch allen hier. Die Sonne scheint ja noch hier im Norden und ich denke, ich nutze jetzt noch den Abend, um ein bisschen Zeit an der frischen Luft zu verbringen.

Vielleicht kann ich ja meinen Weltempfänger mitnehmen und wenn ich Glück habe kann ich den Sender im Park empfangen, Der ist nämlich nur knapp 100 Meter entfernt. Das könnte klappen.

Wir hören sicherlich wieder voneinander @Oszillatormann. Spätestens dann, wenn ich Deinen 250 mW Sender nachbauen werde.

Schönen Abend.

Gruss
Ex-Kettenraucher

von kettenraucher - am 31.08.2016 15:40
Hallo,

hier ist das "Original",

musste ein bisschen Grinsen, auf Seite 2 wurde ich gleich verdächtigt, das gebastelt zu haben, aber das war ich nicht. Auch diese ganzen Aussagen, Fragen und Probleme sind Dinge, die ich doch schon wusste.

Ihr solltet etwas netter zu Kettenraucher sein, er ist sehr freundlich, und bastelt vor allem viel (das ist in der Heutigen Zeit echt was wert). Macht seine Schaltungen doch nicht immer so runter, fertig, und was weis ich nur weil sie aus euren Wissenspunkten eventuell nicht so tolle sind.

Ich hab den Plan zum Quarzsender noch net gesehen, weis also net, was da aufgebaut wurde, aber als ich das mit dem Phasenprüfer hörte, da war mir eig. schnell klar, woran´s liegt...

Wie schon geschrieben wurde, haben DVD Player, VCR Geräte und co bekannte Y Kondensatoren eingebaut, dort dienen sie theoretisch zum rausfiltern von Brumm bzw. Masseschleifen. In der Praxis sorgen sie aber eher dafür, das man oft eine "Gewischt" bekommt am Scart Anschluss usw usv...

Steck Schaltnetzteile / Laptop Netzteile sind 2 Seitig aufgebaut, es gibt theoretisch eine galvanische Trennung zwischen der ein und Ausgangsseite. Diese wird durch einen Optokoppler gegeben, der die Regelung steuert, sowie durch die galvanisch getrennten Wicklungen am Übertrager. Allerdings befindet sich in diesen Netzteilen fast immer ein kleiner Keramik C (meistens zwischen 220pF und 1nF je nach "größe" des Gerätes bei idr. mind. 1kV Spannungsfestigkeit). Dieser C soll dafür sorgen, das die EMV Richtlinien eingehalten werden, er soll dafür sorgen, das die HF vom Schaltnetzteil "verheizt" wird, es nicht so strahlt usw usv. Doch leider hat dieser C den markannten Nebeneffekt, eben AC aus der Steckdose auf die Ausgangsseite zu übertragen. Bei fast allen Steck SNTs kann man den Test mit dem Phasenprüfer machen, und er wird leuchten - brückt man die SNTs direkt ("auf Heizungsrohr") kann es sogar kleine Funken geben, beim brücken...

Diese C´s werden in Kettenraucher´s Sender geholfen haben, das der Phasenprüfer leuchtet. Eventuell hat die HF noch etwas mitgemischt, das er etwas besser leuchtet. Ich unterstreiche jedenfalls Oszillatormann´s Tests mit dem Signalgenerator / der nachgebauten Endstufe

(Ich hab wie gesagt den Plan nicht gesehen). Wenn die Antenne nicht über irgendeine Art von Ladespule angekoppelt ist, oder über irgendeinen Schwingkreis, weis ich nicht, wo diese hohe Spannung herkommen soll, das der Phasenprüfer aufleuchtet. Die Antenne wird Resonanzen haben, im Kurzwellenbereich, und dementsprechend das Band zu machen. Bei 1Mhz ist auf UKW normalerweise Ruhe, aber bei Kurzwellenquarzen so ab 12Mhz macht sich das doch schon sehr bemerkbar.

Eventuell hätten es ja auch irgendwelche Querströme / sonstige Ströme sein können, die in Kettenraucher´s individueller Verkabelung vorkommen, das der Phasenprüfer daran leuchtet, aber auch ich wüsste nicht, wie man es mit bsp. 22-30V Schaffen kann, den Prüfer am Kollektor eines T´s leuchten zu lassen, OHNE vor den Phasenprüfer irgendeine Art Transormationsglied zu schalten. Ok, man kann einen HV T nehmen, und eine Spule im Kollektor und und und aber ihr wisst was ich meine.

Ich habe auch sehr viele Sender gebastelt, wirklich viele, aber ich stell sie kaum hier vor, weil ich denke, das die meisten hier das nicht Wertschätzen. Nicht falsch verstehen, aber wenn ich einen 4 Transistor KW Sender baue, der im Prinzip auf Grundschaltungen basiert, sicher, toll. Aber Leut wie Power FM und co dürften davon wenig beeindruckt sein, denn sie können das selber mindestens genausogut...

Daher nochmal, seid nicht so hart zu Kettenraucher, ich finds total toll, das er sich die Zeit nimmt, hier zu schreiben, seine Erfahrungen und Bastellein mit uns zu teilen usw usv...

Apropos senden, seit einigen Monaten kann man in den Niederlanden eine sogenannte "LPAM" Lizenz erwerben (kein Witz ich recherhier da ja viel weil aus der "Modulator Ecke kommend"). Man regestriert sich bei der dortigen "BNETZA", und zahlt glaube ich 1x 150€ für eine Frequenzzuteilung, und dann 500€ / Jahr "nutzungsgebühren". Die Frequenzen werden dann nicht fadenscheinig ausgegeben "Versuchsfrequenz, Testfrequenz" sondern sind EXPLIZIT zum Radiosenden ausgegeben. Dabei kann man für "Deutsche Verhältnisse" unfassbar hohe Leistungen beantragen, haben wir hier die "vielleicht legalen" -15dBµA/10m induktiv erlaubt, fängts dort bei 1W an und geht bis zu 100W (!!!)) Wie ihr im Partnerforum lesen könnt, sind natürlich entsprechend viele Stationen schon wie Pilze aus dem Boden gewachsen ;)

Auch in Belgien gibts es Pläne für eine LPAM regelung, und hey, wusstet ihr schon? In Neuseeland darf man seit 2010 mit 1W OHNE ANMELDUNG JEDERMANNFUNK auf UKW senden, deren UKW Band geht glaube ich von 88-105mhz oder so, und man darf dann auf den "BH1417" Frequenzen senden, also 87,9 107,6 usw usv... "Ausserhalb" deren ukw band, aber innerhalb der Empfangsbereiche vieler Radios...

Schaut die Gesetze gerne selber nach, sie klingen fast zu gut um wahr zu sein, aber ich recherchiere da echt sehr viel, da ein "freies Radio" für Bastler einfach genial wäre, nein keine 100W auf Mittelwelle, aber entlich für´s Röhrenradio und co, so spielerein wie sie in den USA sogar an Kinder gebracht werden (google Wild Planet Radio DJ) -- 100mW an einer 3m langen Antenne...

Quarze sind rare geworden, die 1Mhz Typen, aber die TTL Oszillatoren kann man einwandfrei als Signalgeber verwenden. Vielleicht kann man sie sogar öffnen (keine schöne Arbeit) und es ist ein 1Mhz Quarz drinn, ich mein aber, das bei denen auf höheren Frequenzen der Quarz schon in die Platine integriert ist, und somit kaum verwendbar.

Auch ein bisschen stöbern hilft, so gab´s bei Reichelt neulich noch "Restposten" (frisch aufgetaucht) an Resonatoren, die auf 1000Khz waren. Vielleicht 50 oder 100 Stück hatten sie, hab gerade geschaut, gibts schon wieder nichtmehr. Klar, Resonatoren sind nicht so gut wie Quarze, aber sie sind auch brauchbar und mit ´n bisschen Bufferun nach dem Oszillator fehlt sich da nix. Für Modulatorenzwecke kann man gut die 455Khz Resonatoren nutzen, die man leicht bekommt, dann einen Hochpass im 1-T Modulator einbauen, der gleich sendet, und das geht toll. Aber ok, wie gesagt "Modulatoren Ecke".

Achja, und das es mit 4,30m Antenne gut geht kann daran liegen, das diese rein zufällig einen genau passenden Widerstand mitbringt, das alles irgendwie passt... Normalerweise bei einer "guten" Endstufe sollte die Last in Grenzen recht egal sein.

Zum Abgleich gibts eigendlich total viele möglichkeiten. Ja, gut, das Oszilloskop, wenn alle darauf bestehen. Man kann sich aber auch kleine Schaltungen bauen, mit 2 Dioden oder 1 Diode + Transistor die dann eine LED steuern, die man in die Nähe der Antenne stellen kann, und wenn man über Kommunikationsempfänger (Kategorie VR120, ICR5) verfügt hat man eh schon gewonnen, einfach W-FM rein, Antenne abschrauben und und und, die werden dann echt wirklich... brutal taub... und für feinarbeiten gibts oft noch einen ATT und andere tricks, ant. Abgleich sollte da echt kein Problem sein.

Für Bastelarbeiten ist ein Labor NT eine gute Anschaffung, günstige Geräte mit 1Ampere aber 30V gibts schon ab 40-50Euro mit klassichem Trafo, aber auch SNTs gehen, mein SNT Labor NT (ok 3 stelliger € Betrag) da "glimmt nix" mit Phasenprüfer Test. Bei einem Stecknetzteil mit 3...12V in ein paar Schritten, das auch ein SNT ist, leuchtet der Phasenprüfer munter vor sich hin...

von Elektronikbastler - am 03.09.2016 17:50
Hi,

das Senderbau Forum unter der senderbau . ch .vu ist nichtmehr erreichbar, ich kam erst später auf die Idee, mal nach dem eigendlichen my snip Forum zu suchen...

Ich hab jetzt auchmal den verbesserten Plan zum Sender gesehen, der ist aber umständlich gezeichnet. Wenn du Verbindungen zeichnest, die 90° winkel machen, ist es nicht notwendig die durch einen Lötpunkt miteinander zu verbinden, das ergibt sich ja von selber, die Logik, das da eine Verbindung ist...

Ansonsten, mhm ja... bisschen komisch das die Endstufe in ner Art Linearbetrieb arbeiten soll aber ok, wenn´s bei dir geht. Oberwellenfilter und Anpasschaltung fehlen, aber das haben die anderen hier ja schon gesagt.

Der Sender hat noch viel Optimierungspotential, wie eben diese langen Widerstandsreihenschaltugnen durch R´s aus der Normreihe ersetzen. Außerdem auch die 3x 1nF nimm da doch einfach einen 3,3nF oder 2,7nF usw usv

Der 150Ohm könnte auch raus, und durch einen passenden C ersetzt werden und der 3,3k Rückkoppel R durch ein 10k Poti um Transistortolleranzen auszugleichen.

Im Oszillator fehlt der C von Basis nach Masse, Erfahrungsgemäss geht´s aber auch ohne, und naja... gut die Schaltung scheint ja zu funktionieren, und wenn die Reichweite passt ist doch schön für dich...

Parallelgeschaltene Transistoren für "mehr Leistung" habe ich schon oft gesehen, v.a. bei den Bausätzen von Ramsey, habe auch eine Endstufe hier von wenigen mW auf 0,5W wo die T´s (BC547 und 557 glaub ich sind drinn) parallel geschalten ist, das ist eine Endstufe, die keine 0,5W verspricht, sondern die auch bringt... aber naja...

Wollte mich nur zu Wort melden.

Es gibt leider wenig Stationen, wo ich auf der MW zuhöre, nur bei Radio538, der ja bald abgeschalten werden soll, hab ich ab und zu reingehört, da lief dann v.a. am WE / Abend eher meine Musik. So am Tag läuft aber auch nix bessres als bei lokalsendern auf UKW und er ist mir zu Werbung / Jingle überladen. Aber ja bald eh Geschichte, auf der 891Khz - wieder eine neue Frequenz für LPAM

Der Inhalt der Sendungen bleibt dem Betreiber überlassen, nur die Erlaubniss zum senden selber geht von der dortigen Behörde aus.

von Elektronikbastler - am 04.09.2016 15:59
@Elektronikbastler: Ich will ja keine Grossstadt versorgen, sondern nur mein Wohnzimmer und vielleicht noch ein paar andere Räume.

Dieser Ramsey ist doch auch so ein Transmitter aus den USA. Es gibt auch noch andere Transmitterhersteller für Homebroadcasting aus den Staaten, aus New Jersey aber die lassen das inzwischen auch in China produzieren.

Das soll jetzt keine Werbung sein, ich glaube, die Dinger sind auch anfällig, weil die einfach zu viel Mechanik verbaut haben und bei den alten Modellen gibt es permanent Probleme mit der Antennenanpassung, weil der Erfinder die Idee hatte, die Antenne über einen Stellmotor anzupassen, der aber verrückt spielt und total störanfällig ist.

Diese Ramseygeräte haben sicherlich eine manuelle Antennenanpassung. Ich kann mir kaum vorstellen, dass der Ramsey besser klingt als mein Quarzsender. Ausserdem kostet das Gerät 70 Euro. Für 70 Euro kann man viele Sender mit 1MHz Quarze bauen. Bei einem Stückpreis von geschätzt 4 EUR pro 1MHz Quarz baue ich da locker 15 Sender, die Kosten für die BC547 und Widerstände inkl.

Also, warum sollte ich mir das antun? In den USA kriegt man diese Transmitter teilweise so im Geschäft zu kaufen. So bin ich bei meinem letzten New Jersey Aufenthalt auf diesen Talkinghouse MW-Transmitter erst aufmerksam geworden.


Das ist keine Werbung sondern ein Link

Ob es jetzt noch Sinn macht, den 3,3k durch einen 10k Poti zu ersetzen? Ich glaube kaum. Die Transistortoleranzen kann man doch vernachlässigen. Ich vermeide grundsätzlich bei meinen Schaltungen mechanische Komponenten, weil ich der Meinung bin, wo viel Mechanik im Spiel ist auch sehr viel kaputt gehen kann. Und ein Poti ist nunmal ein mechanisches Bauteil.

Ein Oberwellenfilter bringt doch bei dem sowieso schon versauten Signal keine Verbesserung, sondern versaut einem nur das Signal auf der Grundwelle. Ich habe versucht, einen Oberwellenfilter einzubauen. Das hat auch, erstaunlicherweise, ziemlich gut funktioniert. Aber ich konnte ganz geringe Klangunterschiede auf der Grundwelle wahrnehmen. Ich bin dann zu dem Ergebnis gekommen, dass es sinnvoller ist, bewusst keinen Oberwellenfilter in den Schaltplan einzuzeichnen.

Dann optimiere doch mal die Schaltung. Man kann auch einen alten VW Golf II tunen, indem man die Steuerzeiten am Zündverteiler verstellt oder gleich den Zylinderkopf ein bisschen abfräst um die Verdichtung zu erhöhen. Natürlich wird dann der Motor auch wärmer. Da muss man dann halt ggfls. Vorkehrungen treffen. Oder bei neueren Modellen wird häufig das Steuergerät umprogrammiert / Eisnpritzmenge, Zündzeitpunkt usw.

Was ich damit sagen will? Man kann viel machen wenn der Tag lang ist.

Ich muss jetzt einkaufen.

Meinen Kühlschrank auffüllen! Übrigens: Man kann mit einem neuen, sparsamen Kühlschrank jährlich sehr viel Geld einsparen. Spätestens nach zwei Jahren ist der Kühlschrank durch das Ersparte abbezahlt und man fährt Gewinne ein. :rp:

Bei Lampen kann man auch viel Geld einsparen. Sparlampen oder LED Leuchtstoffröhren anschaffen. Die haben einen geringeren Energieverbrauch und man spart dadurch dauerhaft sehr viel Geld.

Viele Grüße
Kettenraucher

von kettenraucher - am 05.09.2016 18:17
Hallo an Beide

@ Kettenraucher

normalerweise sollte das funktionieren, mit dem Resonator. Ggf hat er ein anderes Anschwingverhalten als der Quarz, probieren geht über studieren. Er ist halt dann nicht ganz so stabil, und hat eventuell etwas Rest FM, denn Resonatoren lassen sich anders als Quarze ziehen. Ich hab aber geschaut, bei Reichelt gibt´s die Resonatoren schon wieder nicht mehr die wurden im nu ausverkauft.

Mir hats jetzt schon ein paarmal in den Fingern gekribbelt, deinen Sender nachzubauen (auf Steckboard aber ich weis was ich mach also wird's gehen und ich mag meinen einzigen 1Mhz Quarz net "verlöten") aber ich kam bis jetzt noch net dazu. Diese "meterlangen" Widerstandsreihenschaltungen, und manche Sachen finde ich halt blöd aufm Steckboard. 3 mal 1nF statt einfach ein 3,3nF und die 2x 47k in Reihe + X anstatt 100k...

@ Sachsenbastler

Wenn du einen vergleichbaren Oszillator auf Mittelwelle ändern willst musst du folgende Änderung machen...

Ich weis ausm Kopf (mein ich zumindest) das beim B018 die beiden C´s an Basis n56er sind also 560pF, tausch die mal durch iwas zwischen 22 und 100nF.

Ach pass auf ein 10mW Oszillator für Mittelwelle:

Emmiterwiderstand 1k Ohm bis 560Ohm
Kondensator zwischen E und C 330-470pF
Es Reicht ein 100k Widerstand von + auf Basis
Von Basis auf Masse gehen 22...100nF (was grad in der Bastelkiste rumliegt)
Im Kollektor ist eine Spule von 100...220µH (je nachdem wo genau im MW Band du senden willst)

Das bringt dir am Emitter sicher deine gewünschten 10mW, bei der Spule kanns sein das du eher 220µH brauchst, weil er mit 100 vielleicht über´m MW Band (1,8Mhz +) schwingt.

So eine Spule ohne Kern selberwickeln geht, es gibt auch Rechenprogramme, die dir sagen, wie viele Windungen du bei welchem Drahtdurchmesser / Spulendurchmesser brauchst (Schau dich mal im HF Labor von Kainka´s Elektroniklabor um, da gibt's irgendwo ein Spulen Rechenprogramm was dir dann die nH oder µH anzeigt wenn du eingibst Windungen, Länge und co.

So einen Sender modulieren ist aber dann eher schlecht, er wird dir nur FM machen, für AM wird die Schaltung entweder schwächer, oder schau dir die Supertollen Schaltungen von Oszillatormann an (der erste Sender war super absolut brauchbar). Du wirst nach der Schaltung Buffer brauchen, und die Endstufe modulieren müssen, und bei viel HF Wirst du sicher Probleme mit FM bekommen wenn du "nich weist was zu tun ist" :P

Ich hab die Schaltung jetzt net getestet, aber das sind Erfahrungswerte mit denen du idr. nix falsch machen kannst, spätestens wenn du zur L noch einen C machst (falls überm MW Band Schwingt) sollts passen.

Achso wenn du den B018 umbauen willst, also den Bausatz selber, tausch die 560pF an Basis durch größere, iwas Richtung >22nF, tausch den E-C C durch 330-470pF und mhmm... die Kollektorspule, unterbrech die Leiterbahn und bau eine Festinduktivität ein (Rot-Rot-Braun oder 221) und löte zur Gesamtschaltung einen 100nF parallel nah wo die Enden (+ und -) der 560pF´s sind.

von Elektronikbastler - am 30.09.2016 10:06
Danke für Deine Einschätzung @Elektronikbastler. Nunja, wenn Du den Sender nachbaust brauchst Du aber eine "starke" Audioquelle, oder Du musst halt noch einen kleinen Vorverstärker bauen oder wie auch immer. Das wirst Du spätestens dann sehen, wenn kein Audio aus dem Radio kommt und Du nur den unmodulierten Träger hast^^. Aber eine Audioendstufe dranhängen oder einen Vorverstärker bauen sind ja auch nur kleine Probleme.

Ich schätze, ich werde das mit den Resonatoren, wie Du auch schon meintest, ausprobieren müssen.

Auf dem Steckboard kriegst du den Sender von mir schon hin. Du kannst ja auch die Widerstände zusammendrillen. Ob man da jetzt statt den 3 x 1nF einen 3,3 nF einsetzen kann und die Widerstandsorgie durch etwas abweichende Werte ersetzen kann weiss ich nicht wirklich. Aber wahrscheinlich nicht. Der HF-gerechte Aufbau ist aber nicht so wichtig bei so einer tiefen Frequenz. Was meinst Du mit Frequenzstabilität?

Glaubst Du, dass der Sender mit dem Resonator dann anfängt zu wandern? Ich dachte, bei 1000 kHz sollte da nicht viel passieren. Aber ich habe den Artikel auf Wikipedia gelesen. Da wird es ja gut beschrieben. Wahrscheinlich bleibt mir nur ausprobieren.:rp:

@sachsenbastler: Wahrscheinlich ist es einfacher, wenn Du den allerersten Sender von Oszillatormann nachbaust. Das habe ich zwar auch noch nicht gemacht, aber der scheint wohl einfach und effektiv zu sein. Mit nur einem Transistor ist er ja verdammt schnell aufgebaut. Ich hätte den Sender bereits nachgebaut, allerdings fehlt mir die Diode mit der genauen Bezeichnung. Ich habe viele Dioden hier, aber nicht diese. Geht auch eine andere?

von kettenraucher - am 30.09.2016 14:52
Wenn Du noch 3x 470 nF Kondensatoren zwischen PE - Steckdose und Sendermasse klemmst und das andere Ende der Antenne an das Heizungsrohr klemmst, oder evtl. geht auch das Wasserrohr, dann ist die Reichweite noch viel besser. Oszillatormann hat mir den Tipp gegeben, dass der Sender evtl. an der Heizung ein noch besseres Abstrahlverhalten zeigt. Allerdings müssen die 3x 470 nF Kondensatoren zwischen Sendermasse und PE Steckdose in Reihe geklemmt werden.

Wenn man das nicht macht, hat man immer so ein komisches Knacken in der Modulation.

Woher könnte das kommen? Das knacken hört sich so an, als ob gleich der Oszillator aufhört zu schwingen. Seltsam. Habe noch keine Erklärung dafür.

Vielleicht hier jemand?

@Elektronikbastler: Der lässt sich schön laut modulieren. Da kannst Du richtig aufdrehen bis zum Clipping oder auch darüber. Das war mir sehr wichtig, eine laute Modulation. Vielleicht kannst Du den noch weiter verbessern oder evtl. auch mit anderen Bauteilen.

Es freut mich sehr, dass Du den nachgebaut hast. Sonst war es ja immer ich, dass ich Deine Schaltungen nachgebaut habe. Finde ich cool.

Ich will noch den Sender von Oszillatormann nachbauen. Mir fehlen immer noch Bauteile, Mal sehen. Bald kommt der Winter. Da ist wieder mehr Zeit. Wenn es draussen Schietwetter ist, dann kommt richtiger Bastelspass auf.

So, jetzt mal schlafen gehen. Schon spät^^:hot:

von kettenraucher - am 01.10.2016 22:35
So, wie versprochen, nun der ausführliche Bericht.

Ich habe mich also dazu entschlossen, Kettenraucher´s Sender nachzubauen. Das Design misfällt mir schon beim ersten Anblick in ein paar Punkten, vom Technischen Stand her (Erst wird der Oszillator moduliert, und dann die bereits modulierte HF verstärkt... normal moduliert man die Endstufe, zumindest in so Bastlerschaltungen da eine "ordentliche" linear PA aufwändig ist). Also kram´te ich die Teile raus, und schaute den Schaltplan an. Neben den bereits erwähnten Kuriositäten, wie vielen in Reihe geschaltenen Widerständen, anstatt eines Wertes aus der Normreihe, fand ich auch die Umschaltung um das Quarz mit den vielen Kerkos etwas seltsam. 330pF in Reihe zu 2x 330pF parallel. Ergibt also 330pF in Reihe zu 660pF. Ein Matheprogramm sagt dazu, das ergibt 220pF - also nahm ich 220pF ... Überhaupt ist der ganze Plan zwar verständlich, jedoch doch sehr verwirrend gezeichnet. Also habe ich mich erstmal hingesetzt, und den Plan nochmal ordentlich gezeichnet.



Nachdem das getan war, setzte ich mich hin, suchte alle Teile zusammen. Manche Werte habe ich einfach abgeändert, so ergeben die 2x 47k in Reihe mit den was warens... naja fällt mir gerade nicht ein "X in Reihe" Widerständen etwas über 100k, da nahm ich 100k. Für die 450Ohm nahm ich 470Ohm und statt der 2x 47k + 470R einfach jedesmal 100k. Warum?

Nun, es is kaum Praxisnah, wenn man bei einem Sender Werte so enorm optimieren muss, das es auf das "Ohm" genau stimmen muss. Kaum nimmt einer andere T´s passen die Werte wieder nicht. Ich habe selbst schon erlebt, das BC548B nicht gleich BC548B ist, und es von Typ zu Typ (Hersteller) tlw. gravierende Unterschiede gibt, wenn man Schaltungen "auf die Kante näht".

Also folgte der eigendliche aufbau auf Steckboard. Ja, es ist definitiv keine Schönheit, aber die HF kritischen Sachen sind recht kurz und niederohmig aufgebaut - UND hey... erstens gibt´s hier kaum Stufen, die viel Gain haben, und selber schwingen könnten (aufgrund ihrer Anzahl) und zweitens reden wir über NF... äh Mittelwelle... also sind etwas längere Leitungen da echt kein Prolem.



Der Oszillator schwang sofort an, beim ersten Test, lies sich auch Modulieren. Als Modulationsverstärker nutzte ich einen einfachen klasse A Verstärker, da ich aufgrund meiner Erfahrung ja weis, worauf´s ankommt. Dann baute ich noch die Verstärkerstufe dazu usw usv, machte Tests... nun, es ging, und auch nicht.

Ich mag hier ehrlich sein, ich hab vermutet, das es starke Linearitätsprobleme geben wird, oder der Fehler kommt, den ich in meiner Kindheit bei meinem Gebastel immer hatte "Verstärken tuts, aber dafür frissts die Modulation". Nun, ich bekam in etwa das Ergebniss. Nur sehr wenig NF, und als ich an der Schaltung rumbastelte (Potis für Arbeitspunkte hinzufügte) konnte ich die Schaltung auch gut und lautklingend aufbauen. Ich habe auch vermutet, das es an meinem Verstärker liegt, und habe extra einen LM386 aufgebaut, und dann auchnoch einen 1:10 nF Übertrager dahinter, denn der Oszillator brauch viel Spannung, das es geht. Aber irgendwie ging die Gesamtschaltung nicht. Ja, ich konnte gute und Laute Modulation machen, kostete mich aber enorm viel Leistung - und - der Quarz darf nicht schief angeschaut werden, sonst reisst die Schwingung ab.

Erst nach über einer Stunde basteln, und mich weiter mit der Schaltung auseinadersetzen (von komplett um designen zu wieder so aufbauen wie die Vorgabe ist) kam ich auf den Fehler, der mir in letzer Zeit öfter passiert (Schusselig??) das ich den NF Verstärker T verkehrtrum drinnen hatte, also E und C vertauscht - T umgedreht, und siehe da, die von Kettenraucher prophezeite, laute, klare Modulation.

Ich konnte mir nicht so ganz erklären, wieso die Schaltung auf einmal ging - ich meine, warum ging sie dann vorher nicht mit dem LM386? Wie auch immer, nun ging die Schaltung, und ich konnte Tests machen, da ich ein Labornetzteil habe, konnte ich die Schaltung an verschiedenen Spannungen ausprobieren. Klar, umso weniger Versorgungsspannung, umso lauter ist die Modulation. Dafür funktioniert die Schaltung zuverlässig bis runter auf 5V, und auchnoch bei 22V, wenngleich natürlich der 470Ohm langsam vor sich hin schmort, aufgrund des hohen Kollektorstroms.

Ohne Oberwellenfilter erzeugt der Sender - oh wie unerwartet - eine Menge Oberwellen, bis >10Mhz streuen sie deutlich alle 1Mhz in´s Kurzwellenband rein. Wegen der fehlenden Anpassung ist auch die Reichweite nicht besonders toll. Ich hatte zwar im Zimmer überall ein sehr starkes Signal (mit 12V, da mir der Schmor 470R bald auf die Nerven ging) jedoch wäre da mehr Potential drinnen, würde man die Antenne anpassen. Den beschriebenen Effekt, das die Modulation antennenabhängig wäre, beobachtete ich nicht, kann ich daher also nicht bestätigen. Bei meinem Aufbau war es *dann* so, das er unabhängig von der Antenne ging (Ich nutzte aus Faulheit übrigens BC548B...). Also egal ob Antenne lang oder kurz, Modulation immer gut.

Einen "Hammermäsig lauten" sender kann ich nicht ganz bestätigen. Sicher, er geht sehr gut, aber 100% Hub waren nicht drinn, weil auch meine NF Treiberstufe vorher verzerrte, wenn zu viel Bass kam, aber so gute 80% mit den richtigen Eingangs C´s konnte man durchaus bei definitiv brauchbarem Klang erreichen. Selbstredenderweise leuchtete der Phasenprüfer nicht, am Ausgang der Antenne. Auch mit einem PI Filter konnte ich ihn nicht zum leuchten bringen, dafür fehlen noch ´n paar Miliwatt...

Apropo Miliwatt, natürlich führte ich auch wieder eine schöne Leistungsmessung durch --- *Wink* hier an Power FM, dessen Kritik jetzt schon in meinem Kopf ertönt, bevor er das überhaupt gelesen hat...

Am Ausgang des Senders (bei 22V, wo er auchnoch gute Modulation hat, sie aber schon recht leise wird) eine kleine 5V/40mA Lampe von "HF out" nach Masse.

[[url=http://www68.zippyshare.com/v/wyTuZSwP/file.html][/url]

Ok, ist nicht viel aussagend (und sorry für das unscharfe Foto, ist ne Billigkamera, die ich derzeit aus Faulheit benutze :P)

Also das Labor NT direkt an die Birne angeschlossen, und "Augenmässig" geguckt, das sie ca. gleich stark leuchtet...

Das tut sie auch



Und zwar bei ca 2V 30mA... was ja in etwa 60mW wären, da ich aber nicht weis, wie genau die Messanzeige ist, und mir eine andere Zahl besser gefällt + "Reserven" kann ich sagen, der Sender macht gute 50mW... das ist nicht umbedingt viel, aaaaber!! Für eine Eigenkonstruktion in soeinem frühen Stadium ist das eine definitiv gute Leistung von Kettenraucher, wenn ich denke, wie lange ich damals im Jugendalter an solchen Schaltungen geforscht habe - aber - die Geschichten wären zu lange für hier.

Alles in allem scheinbar eine brauchbare Schaltung, naja, ein Oberwellenfilter wäre schonoch ein Muss. Reichweite schätze ich auf die schon beschriebene "wenn man´s drauf anlegt, mit einer 4m langen Antenne, kann man den Sender in 90m noch aufnehmen".

Optimierungspotential?
-> Oszillator duch 2. Transistor Modulieren (spart ne Menge NF Pegel den man sonst brauch)
-> Wenigstens einfacher Tiefpass am Ausgang

von Elektronikbastler - am 02.10.2016 14:34
Beim Geruch des schmorenden 470 Ohm Widerstandes ist Dir sicher schlagartig klar geworden, das hier die drei 150 Ohm Widerstände mit der dreifachen Verlustleistung besser aufgehoben sind. Die übrigen Vereinfachungen sind bestimmt ok.

Einen Keramikresonator habe ich noch nie verbaut, deshalb kann ich dazu Nichts sagen. Ich weiß nur, das die Resonatoren preiswerter als Quarze sind, schlechtere Temperaturstabilität und größere Abgleichtoleranz haben. Insgesamt halte ich die Stabiltät meiner LC Schaltungen (Einfachster AM Sender mit Rahmenantenne und Abgleichfreier MW Sender mit 250 mW) aber für ausreichend. Man braucht gar keinen stabileren Oszillator für MW und deshalb auch keine Resonatoren oder Quarze.

Der Nutzen des 220 pF in Reihe mit dem Quarz erschließt sich mir nicht. Normalerweise zieht man Quarzoszillatoren mit Serienkondensatoren auf die Sollfrequenz. Das dürfte nur wenige Hz bei einem 1 MHz Oszillator ausmachen. Wahrscheinlich kann man den 220 pF überbrücken und die Frequenz des Senders ändert sich nicht merklich.

von Oszillatormann - am 02.10.2016 16:27
Danke für Deine Ausführungen, @Oszillatormann! Dann weiss ich mit den Keramikresonatoren nun Bescheid. Dann denke ich, dass diese Resonatoren auch funktionieren werden.

Klar, Mittelwelle, da bräuchte man keinen Quarz. Aber die Schaltung ist halt nun mal so von mir entworfen worden. Eigentlich wollte ich gar keinen Sender bauen, das passierte eher zufällig. Es war ein verdammt komischer Tag, ich musste auf ein Paket warten und um die Zeit zu überbrücken wollte ich mir zuerst den Film "Fahrstuhl des Grauens" reinziehen! Da geht es um einen Fahrstuhl, dessen Elektronik total verrückt spielt und die Elektronik quasi wie ein Mensch lebt und sich selbständig gemacht hat. Nunja, jedenfalls war die Linse am DVD - Player verdreckt. Ich konnte den Film nicht weiterschauen, weil der Player ständig Aussetzer hatte (inzwischen habe ich den Fehler mit etwas Spiritus auf einem Wattestäbchen behoben. Ich habe damit die Linse gereinigt, er funktioniert nun wieder. Ja, so ist dann eben dieser kleine Heimsender entstanden.

@Elektronikbastler: Danke, dass Du den Sender nachgebaut hast! Du hast Dir ja richtig viel Mühe gegeben bei Deinen Ausführungen! Wirklich sehr ausführlich beschrieben.

Ja, was gibt es da noch viel zu sagen. Die ganzen Tests haben wir ja alle durch, das meiste ja mit Oszillatormann schon. Okay, Oberwellenfilter könnte man noch einbauen meintest Du, finde ich auch, hast Du recht, Aber muss es wirklich sein? Naja. Weiss nicht. Hier bei mir in der Wohnung strahlt PLC, alles verseucht. Ich wohne hier aber auch in einer Grosstadt. Ich weiss nicht, was ich da filtern soll. Okay, kann man ja machen, aber bei 50 mW? Manche mögen Pommes mit Majo, der andere mit Ketchup, der nächste ohne alles. :rp: Aber ich denke mal über einen Tiefpass nach. Hatte ich auch schon einen drin. Hab den wieder ausgebaut und nicht mit eingezeichnet, aus bestimmten Gründen. Die kannst Du Dir ja denken, bei 50 mW. Muss ich Dir ja nicht erklären. Du bist ja auch ein alter Hase wie wohl alle hier auf ihrem Gebiet.

Ich finde dieses Forum so toll,. weil man sich auch gegenseitig immer ergänzt. Man kann ja immer wieder neues erlernen. Elektronik ist viel Theorie, aber auch immer irgendwie Kunst. Ähnlich wie Musik.

Vielleicht kannst Du mir ja mal behilflich sein beizeiten mit einem kleinen TV - Sender, der vielleicht so 2 Zimmer reicht, so ca. 20 Meter wären ausreichend. Da komme ich sicherlich nochmals auf Dich zurück beizeiten. Momentan habe ich wenig Zeit, leider. Aber das ändert sich wieder.

@Sachsenbastler: Der Schaltplan ist glaub ich so weit mehr oder weniger nachbausicher. Ja, der ist halt etwas blöd gezeichnet von mir, musste auch, während ich die Schaltung entworfen habe teilweise immer daran herumradieren / ändern. Kennste ja. Da denkst Du, das geht so, dann 10 Minuten später wieder eine Änderung. Elektronikbastler hat den Plan ja nochmals neu gezeichnet und ein paar Werte abgeändert. Ob das jetzt viel daran ändert, ja und nein. Ich weiss, dass er mit 4 nF nicht mehr anschwingt, mit 3 nF allerdings schon. Also besser ist es, die Werte genau so zu übernehmen. 3,3 nF könnten schon grenzwertig sein. Aber okay. Hauptsache das funktioniert.

Oszillatormann hat das sehr grosse Hitzeproblem mit dem Kollektorwiderstand in der Endstufe bereits hier angesprochen. Ein einzelner 470 Ohm Widerstand kocht natürlich vor sich hin! Wenn man aber drei einzelne nimmt, hat man die dreifache Verlustleistung und natürlich das Problem mit der Wärmeableitung elegant gelöst. Denn gerade bei 22 Volt ist das ein Problem aber sicherlich auch schon bei 12 Volt.

Ich habe die Werte jedenfalls genau so von meiner Schaltung übernommen wie ich das eben aufgebaut habe und dafür garantiere ich auch, dass der Aufbau mit jedem 1 MHz Quarz funktioniert. Das habe ich mit vielen Tests ausprobiert. Die Lesbarkeit ist tatsächlich ein Problem, aber wer es ernsthaft nachbauen will, kommt damit klar. Sorry, ich zeichne es jetzt aber deswegen nicht nochmals neu. :lollol:

Viele Grüße
ex-Kettenraucher

von kettenraucher - am 02.10.2016 21:36
@sachsenbastler: Wo willst Du einen 1MHz Quarz kaufen? Wird schwierig. Sind teuer. Normalerweise ist der Quarz nur ein paar Cent wert, aber aufgrund dessen, dass die eben nicht mehr produziert werden, gleichzeitig aber auch kaum noch Nachfrage nach diesem Bauteil besteht, sind die eben teuer. So sind halt die Marktgesetze im Kapitalismus. Ich hab das auch nicht erfunden. Aber ist halt leider nun einmal so. Was soll man machen?

Aber irgendwo gabelst Du sicher so einen Quarz auf. Da bin ich mir sicher. Ich habe neulich alle verkauft. Meinen zweiten 1MHz Quarz habe ich verbaut, einen brauche ich zum testen. Hab leider keinen mehr.

Evtl. kannst Du einen Keramikresonator verbauen, die sind deutlich günstiger. Ob die Schaltung dann allerdings noch so gut läuft, ich denke ja und nein.

Elektronikbastler meinte hier doch einmal, mam könnte evtl. hergehen und einen Quarzoszillator öffnen, vorsichtig mit der Dremel oder so, und wenn man ganz viel Glück hat, kann man den 1MHz Quarz rausholen. Aber da habe ich echt keine Ahnung. Habe noch nie in meinem Leben einen Quarzoszillator zerlegt. Ist sicherlich eine schöne Sauerei.

von kettenraucher - am 03.10.2016 12:20
Hallo,

@ Heisser 470R Widerstand, das ist mir doch natürlich klar, mit den Verlustleistungen, der Widerstand hat auchnochnet geraucht, aber war schon unangenehm heiss. Ich habe ihn für meine Tests mal drinn gelassen

@ Kleiner Tv Sender. Ich hab mich jetzt Jahrelang mit dem Zeug beschäftigt, und ettliche Videosender durch, sowie Selbstbauten und habe nun auch entlich einen semi Professionellen Sender, der wirklich top ist, und genau meine Wünsche erfüllt, aber da ranzukommen wird sehr schwer. Es gibt ja bekannte Konsorten aller RF280, UT66 und co, aber mir ist aufgefallen das es im Prinzip nur 3 verschiedene Schaltungen gibt, eigendlich fast nur 2. Es gibt von der RF Serie einen Sender, der mit Quarz arbeitet, und eine sehr aufwändige Schaltung hat, die auch ein sehr sauberes Signal produziert (allerdings haben alle Sender aus dieser Serie Tonprobleme, die ton ZF ist zwar da, manche Tv´s mögen sie aber net, und sie ist auch sehr schwach). Dann gibts noch die "Reflect" RF280 Videosender, die imo zu den stärksten unter dieser Kategorie gehören. Doch alle arbeiten im Prinzip gleich (UT66 / RF280) vielleicht ist bei einem Sender 1 Transistor mehr drinn, die Kondensatoren und R´s sind natürlich unterschiedlich, aber "alle" arbeiten mit einem Oszillator auf F:2 der dann verdoppelt wird, fürs UHF Band, und gut ist. Freischwingend also. Ausser beim RF Sender mit Quarz sind auch bei allen die Antennen fehlangepasst. Dort sind ca. 30cm lange Teleskopantennen drauf, zieht man die raus, werden viele Nebenwellen abgestrahlt. Misst man aber die ideale Länge aus, so kann man ein durchaus praktikables Signal erzeugen.

Diese "Videosender" gibts ab und zu seltensterweise bei ebay, und wenns die gibt, dann hol ich mir die auch idr. wenn möglich gleich, und lasse sie der "eflose Community" zukommen. Ich hab selber mittlerweile einige auf Lager.

Das Problem ist AM-TV. Keine Ahnung wieso, aber es scheint einfach net sehr effizient zu sein. Einen 2,4Ghz 10mW sender kann ich ausm´ Zimmer raus 90m weit empfangen mit vergrieselter Farbe, einen UHF Sender mit auch ca. 10mW (8-12mW was in der Gegend) empfang ich höchstens 40-50m weit "so". Du brauchst also viel Leistung.

Es hängt auch davon ab, wie und wo du senden magst, freie Sicht? Durch Wände? Wände, so fiel mir auf, sind ein extrem großes Hinderniss. Ich kann (Egal ob VHF oder UHF) über 15m senden, mit UT66 und co, oder einem VHF selbstbau Sender, und hab keine Probleme, gutes Farbbild usw usv, aber die gleiche Distanz durch ein paar Wände - Signal extrem schlecht, egal ob VHF oder UHF.

In der Regel, wenn du einen Sender bauen möchtest (ich hab hier ja einen vorgestellt...) erwarte eine realisitische Reichweite von 1-2 Zimmern um das Zimmer herum, in dem du Sendest, und mit ganz rausgezogener Teleskopantenne...

Soviel dazu.

Bei ebay gibt´s grad ein 5er oder 7er Pack 1Mhz Quarzoszillatoren @ Sachsenbastler, du kannst die ja kaufen, und das Signal von deren Ausgang auf Basis des Oszillators einspeißen von Kettenraucher´s Sender...

Quarze u. Resonatoren sind selten in dem F. Bereich... Mehr kann ich dazu jetzt net sagen.

von Elektronikbastler - am 03.10.2016 14:17
Moin!

Ich muss mal sehen, wie ich das alles schaffe, auch zeitlich. Ich wollte eigentlich nur noch den Sender von Oszillatormann nachbauen und danach Feierabend machen, aber das sage ich mir immer. Ich habe ja auch schon mehrere Mittelwellensender. Es ist ja mehr die Experimentiererei und der Spass an der Sache. Ist halt ein Hobby von mir!

Ich kenne ja die EFLOSE community. Ich schaue mir ja quasi jedes Video an, auch von Stefan0719.

Nunja, den Videosender brauche ich auf jeden Fall. Am Besten noch einen Adapter / Wandler, sodass ich vom PC aus über die Grafikkarte das Bild auf den TV übertragen kann. Das Audio hole ich mir dann logischerweise von der Soundkarte.

Der Sender sollte so in 15 Meter Entfernung noch guten Empfang bringen, ohne Schnee im Bild. Mehr brauche ich nicht. Ich weiss aber auch, dass bei TV - Sendern 15 Meter so viel sind, wie bei Mittelwelle 300 Meter.

Ich habe neulich just for fun an meinem Kabelanschluss einen ganz normalen TV - Kabelverstärker angeschlossen und daran statt den mit dem TV zu verbinden einen langen Draht als Antenne angeschlossen.

Ich hatte in der ganzen Wohnung alle TV - Programme, über 20 Stück oder mehr, eben alles, was der Kabelnetzbetreiber so analog anbietet, quasi wireless. War ein netter Spass. Wenn ich vielleicht selbst einen Verstärker bauen würde könnte ich das Signal evtl. so weit verstärken, dass man gar keine TV-Kabel braucht. Aber dann könnte ich den Verstärker auch für den TV - Sender nehmen. Ich kann ja mal auf dem Bereich weitere Experimente tätigen.

Hast du einen einfachen, brauchbaren Schaltplan für einen TV - Sender zur Hand?

von kettenraucher - am 03.10.2016 22:48
Hallo,

Du brauchst für Tv Experimente vor allem erstsmal einen "Taschenfernseher". Oder "Mini Fernseher", such die 2 mal in ebay, und biete einfach auf verschiedene Geräte 5€, die dir zusagen. So hast du einen portablen Fernseher, die Geräte empfangen VHF 1 bis UHF. Biete einfach immerwieder 5€, denn manchmal hast du Glück, und bekommst die, aber mittlerweile - so fiel es mir auf - steigt deren Sammlerwert, und die Leute bieten wieder 30€ und mehr auf ein Gerät.

Es gibt, wenn du gut genug suchst, von UT66 und co Pläne, es gibt auch einen 2-Transistor Videosender, der aber bei mir bei mehrmaligem Aufbau nur durch eine kleine Modifikation funktionierte, und zwar funktioniert, aber man so wirklich nicht sendet. Da ist dann W-FM Bildbrummen drauf, das stört überraschenderweise die meisten Tv´s aber nicht.

Ich hab den mal aufgebaut, mit Collpits Ton Oszillator (wegen kein Spezialtrafo) er ging überraschend gut, für das was er ist. Also, google nach "Video Transmitter", da findest du eine 2- Transistor Schaltung, die von mir aus so aufbauen, mit 330nH oder so im Kollektor das du auf VHF 1 kommst, dann aber nicht die 2 Widerstände an Basis, sondern ein Poti (10k) als Spannungsteiler, und den mittleren Pin dann auch über 10k auf Basis, sonst wirds net viel mit gutem Bild, zumindest bei mir, bei mehrmaligem Nachbau.

Wie gesagt, schau mal ein paar Seiten zurück, "Elektronikbastlers kleiner Tv Sender" ich denke, das spricht dich an, du kannst ihn auch ohne Quarz bauen, aber das ist net... so ein Quarz ist schon bekommbar.

Ich würde dir eher zu UHF Sendern raten, aber da ist der Aufbau extrem kritisch, daher rate ich auch gleich wieder davon ab :P, ich hatte mal einen ATV Sender, gekauft, da musste dann das "Beinchen des Transistors 1,5cm lang sein, da es als Spule diente" - solche Geschichten.

Wenn man da selber irgendwie eine Platine macht bringt das nichts. Du kannst ja mit Modulator und Verstärker rumspielen, aber wirklich gut gehen wird das nich, zumindest net mit einem einfachen 0815 Mehrkanal Verstärker. Wichtig ist bei UHF, ist mir aufgefallen, die Antennenlänge. Ein Bruchteil Lambda 1/4 oder kleiner bringts am meisten.

Ja, wie gesagt, schau mal nach meinem Beitrag, du solltest aber auf jeden Fall auch den HF Verstärker mit aufbauen. Eventuell kannst du den R im Kollektor ja vergößern, um das 10-Fache und dann auch da mit einem Basis-Poti Spielen....

Ansonsten kann ich mich ja eventuell und unverbindlich an ne 2-Transistor Schaltung nochmal ransetzen, aber ich mag diese Schaltung nicht, ja, sie geht, aber sie ist einfach... nicht ordentlich

von Elektronikbastler - am 06.10.2016 15:12
Hallo,

ich hab´ mich jetzt nochmal mit der Schaltung auseinandergesetzt.

Ich habe wieder den Oszillator in meiner leicht abgeänderten, aber noch seehr nah an der Orignalschaltung Version nachgebaut. Also statt 3x 1nF 3,3nF genommen wie im Plan.

Dazu habe ich den Oszillator mit 9V betrieben statt 22V, weil ich ein paar Tests machen wollte.

Zuerst habe ich das getestet, was Kettenraucher schon die ganze Zeit durch den Kopf geht, nämlich, funktioniert der Oszillator auch mit einem Resonator? Ich habe derzeit keinen 1Mhz Resonator, aber immerhin 500Khz Resonatoren (Diese orangen Teile mit 2 Beinchen), und was
soll ich sagen, der Oszillator schwingt sofort an, und lässt sich nach wie vor gut und laut AM Modulieren. Es gibt etwas Frequenzmodulation, aber die ist sooo gering, das man sich absolut keine Gedanken drüber machen sollte. Weiterhin ist die Frequenz sehr stabiel, also "wandert" nicht, wie Kettenraucher vermutete, aber das war mir von Anfang an klar...

Weiterhin hab ich mal geschaut, ob man den Oszillator n bisschen ärgern kann, geht aber nicht.

Ich hab am HF Ausgang, wo normalerweise die Endstufe hinkäme einfach mit 330pF einen PI Filter angekoppelt. Dann verzerrt die Modulation zwar, aber wenn ich den auf Resonanz abgleich, ist sie wieder klar (und die Schwingung reist - anders als ichs ja provozieren wollte, nicht ab). Eine Lob also an Kettenraucher´s Schaltung, selbst mit 1Mhz Quarz bleibt die Schwingung stabiel.

Die Modulation hab ich mir auchnochmal genauer angehört, sie ist wirklich sehr klar, nicht ganz perfekt, aber definitiv brauchbar.

Kettenraucher, ich würde dir Raten, die Schaltung unter b-kainka de einzureichen, in abgeänderter Form. Nutze nur den Oszillator + Modulationsverstärker (also keine Endstufe) und dann an 9V. Am Kollektor des Oszillator T´s machst du einen 10pF hin, wo man dann einen alten Radio anschliessen kann. Nenn das dann "AM Modulator". Wenn du das da veröffentlichst, unter deinem echten Namen, oder Spitznamen das ist egal, findet die Schaltung sicher mehr Anklang, als wie wenn sie hier in einem eher unbekannten Forum vorgestellt wird.

Du solltest dir aber noch was überlegen, wie du das Problem mit der hohen notwendigen NF Leistung in den Griff bekommst. Für meine Experimente nutzte ich einen einfachen Klasse A Verstärker, so ausgelegt, das er viel Strom liefern kann und immernoch einigermaßen viel Spannung. Also eine 1-Transistor 2 Widerstände Schaltung. Problem is nur, das die bei 9V gut 5mA sowas brauch, das is doch recht viel.

Ich hab dann weiter gebastelt, und hab den 2. Transistor so umgebaut, das er den Oszillator direkt moduliert, wie ich das gemacht habe, möchte ich dir net sagen, da ich deinen "Bastlertrieb" provozieren möchte, wie auch immer, es hat sehr gut funktioniert, sehr laute und klare Modulation, und die Gesamtstromaufnahme ist deutlich gesunken.

Also, Resonator als Quarz - kein Problem.

von Elektronikbastler - am 09.10.2016 12:43
Hallo nochmal an Kettenraucher...

Was ich meine mit Moduliertes Signal verstärken zeige ich dir mal anhand dieses Bildes...



So viel Technik ist notwendig um aus einem bereits modulierten schwachen Signal im 1- stelligen mW Bereich ein ca 0,5W starkes Signal zu machen. Das nennt man eine linear Endstufe, ich habe die nicht selber gebaut, sondern gekauft. Schau dir mal die ganzen komplexen Übertrager an... Es gibt gute Gründe warum ich von sowas derzeit noch die Finger lasse...

Die Endstufe verspricht 0,5W, getestet habe ich sie aber nur bis gut 0,1W. Die Endstufe wurde mit einer Modulatorschaltung geliefert, ich hab am Ausgang mal einen PI Filter dranngemacht, und ´ne Antenne angepasst. Geht einwandfrei, aber bei zu viel Leistung schwang alles selber.

So eine Endstufe ist auch sehr effizient da wird nix heiss, da wird nix warm, sie zieht erst richtig viel Strom, wenn man auch viel Leistung macht. Wenn man sich an einem Labor NT mit der Strombegrenzung spielt sieht man auch schön die AM (Strombegrenzungs LED blinkt im Takt zur Musik).

Bei den einfachen Klasse A Stufen ist immer viel Ruhestrom da, ein BD139 bräuchte, um die Gleiche Leistung zu schaffen, wie diese Endstufe, ein vielfaches an Leistung, und wäre dann vermutlich schon an seiner Belastungsgrenze...

Daher ein Tip von mir an dich... Wenn du wieder tolle Sender entwickelst, moduliere mal in der Endstufe...

von Elektronikbastler - am 10.10.2016 14:59
Hallo zusammen! So, nun. Ich kann Euch erst jetzt antworten. Ich war zu beschäftigt mit anderen Dingen. Mein Langwellensender dudelt gelegentlich so vor sich hin, das Netzteil wird so heiss, dass man darauf fast Eier kochen kann. Auch der Kühlkörper des Transistors wird schön warm. Da ging wohl deutlich was schief. Aber was soll es. Er erfüllt immerhin seinen Zweck. Ich bin zur Zeit total demotiviert. Ich habe jetzt schon desöfteren Bauteile bestellt, aber nichts davon kam an. Auf dem finanziellen Schaden bleibe ich sitzen weil es nur als einfacher Briefversand / Bücherversand versendet wurde und leider nicht als Paket deklariert war, es aus diesem Grund auch keine Sendungsverfolgung gibt. Ich habe das Problem bei der Post gemeldet und dort reklamiert.

Die meinten, in einer Grossstadt kann es unter Umständen mal vorkommen, dass ein Brief auch mal wegkommt, was aber auch eher die Ausnahme wäre. Nunja, bei mir war es jetzt aber mehrmals. Sie haben mir aber versprochen, der Sache nachzugehen. Das beruhigt, aber ärgerlich ist es trotzdem. Ich habe Bauteile bestellt gehabt, wollte Oszillatormanns Sender nachbauen. Wie soll das gehen, wenn mir die Teile dafür fehlen? Wie dem auch sei. Ich muss wohl nochmals die Teile bestellen. Das hat mich natürlich schon etwas frustriert, weil das Projekt ja schon seit einiger Zeit geplant war. Man, das ist echt total ärgerlich. Ich werde es nochmal bestellen, dann aber als Paket. Das geht jetzt schon seit über einen Monat. @Oszillatormann: Geduld. Das Projekt steht und wird durchgezogen von mir! Ich weden den Sender dann von Dir auf Langwelle betreiben. Mittelwelle brauche ich nicht. Langwelle reizt mich mehr.

@Elektronikbastler: Es freut mich, dass der Sender gut ankommt und Du den gut findest. Ich habe sicherlich auch die gleichen Tests wahrscheinlich durch wie Du, ich habe ja auch noch einige Tage daran herumexperimentiert. Allerdings konnte ich den Test mit dem Resonator nicht durchführen. Aber jetzt hast Du das ja getestet und ich bin ehrlich gesagt erleichtert, dass das auch mit dem Resonator so gut funktioniert.

Dass ich direkt in der Endstufe moduliere habe, das habe ich auch getan. Aber aus irgendeinem Grund bin ich dann davon abgekommen. Ich weiss jetzt ehrlich gesagt nicht mehr, was der Grund war aber es gab irgendetwas daran, was mir nicht gefallen hat. Ich weiss es nicht mehr.

Diese lineare Endstufe, die Du hier vorstellst, gefällt mir Ich habe auch schon einige Schaltungsvorschläge gesehen diesbezüglich. Es ist nicht leicht, so eine lineare Endstufe selbst zu bauen aber auch nicht schwer. Das komplizierte daran ist, den Übertrager richtig zu wickeln. Aber das ist auch nicht wirklich schwer, denn man kann es ja ganz einfach ausprobieren wieviele Wicklungen man braucht. Das ist eher so eine nervige Spielerei und kann einem ganz schön den letzten Nerv rauben.

Die Seite von b-kainka ist gut. Vielleicht reiche ich die Schaltung dort ein. Danke für den Tipp. Die Seite kenne ich. Aber dann würde ich das wohl eher komplett so übernehmen, mit dem Hinweis, dass man eben noch einen Audioamplifier benötigt für die Modulation und Vorschläge, wo man für ein paar EUR so etwas fertig kaufen kann. Ohne die beiden Endstufentransistoren ist natürlich die Reichweite viel zu gering. Ich habe einiges experimentiert und wollte ja eine Schaltung, die so einfach aber auch effizient ist. Klar, Deine lineare Endstufe bringt sicherlich viel mehr Leistung, aber der Aufwand ist zu gross. Es soll ja einfach sein die Schaltung zu bauen und trotzdem gut funktionieren. Wer so einen Linearverstärker selbst aufbauen kann, das hast Du ja selbst zugegeben, dass das nicht unbedingt so einfach ist, der kriegt das sowieso hin und baut die Schaltung sich so zurecht, wie er es gern hätte. Wenn Du den Sender von mir also von Masse mit 2x 470nF Kondensatoren (keine Ahnung musst du ausprobieren) auf ERDE von PE legst und die Antenne direkt an die Heizung klemmst, hast Du im ganzen Haus einwandfreien Empfang. Du meintest, die Schaltung bringt 50 oder knapp 60 mW Output. Das reicht vollkommen, wenn Du statt der 4,30 Meter Drahtantenne den Sender an das Heizungsrohr klemmst. Da strahlt der dann die ganze Wohnungen voll, von oben bis unten. Ich habe das ausprobiert. Ich hatte sogar im Keller noch einwandfreien Empfang. Logisch, die Heizungsleitungen verlaufen ja auch durch das ganze Mehrfamilienhaus. :rp: Wichtig ist nur zwischen PE und Sendermasse diese weiteren 2 Kondensatoren. Ohne die Kondis knackt der Sender. Hört sich für mich so an, als ob gleich der Oszillator aussteigt aber nicht wirklich kann^^.

Meinen Bastlertrieb kannst Du momentan nicht provozieren. Ich bin immer noch total angenervt wegen den verlorenengegangenen Bauteilen. :uaa:

Du meintest ja, dass der Sender von mir sehr viel Audioleistung benötigt. Ich habe da natürlich auch einiges probiert. Man kann eine einfache Verstärkerschaltung aufbauen mit den BD Transistoren. Aber das ist auch alles zu viel Aufwand. Ich habe jetzt etwas entdeckt in Ebay. Eigenbau lohnt bei dem Preis nicht. Ich habe das durchkalkuliert. Man kann für 13 Euro einen guten MW Sender bauen, da habe ich den Audioamplifier, Resonator, Widerstände, BC548 Transistoren und Kondensatoren bereits mit eingerechnet. Und der Sender funktioniert mehr als brauchbar.

Audio-Amplifier


b-kainka könnte das ja dann so übernehmen. Viele haben zuhause sowieso eine alte Endstufe da. Die eignen sich perfekt, um den Sender zu modulieren. Da kann man dann auch die Bässe und Höhen einstellen. Wenn man einen alten Soundprozessor zuhause hat, schaltet man den am Besten noch vor den Sender, dann kann man 100% voll modulieren. Ob das dann allerdings noch ein Ohrenschmaus ist, das sei mal dahingestellt.:haha:

@Sachsenbastler: Dann heize schon mal Deinen Lötkolben vor! Langsam kommt der Herbst. Wie Du den Sender aufbaust weisst Du ja, oder? Du kannst Dir einfach so eine Kupferplatine kaufen fuer 1,50 EUR und die schneidest Du mit ner Dremel oder Blechschere in der Mitte durch. Die eine Hälfte nimmst Du als Platine, die andere Hälfte nutzt Du, um aus dieser Deine Klötzchen zu schneiden. Die Klötze klebst Du dann am Besten mit Sekundenkleber auf die Platine. Wie Du das anordnest, siehst Du hier in meinem Video. Das kannst Du genau so übernehmen. Evtl. musst Du noch 2 oder 3 Klötzchen dazukleben. Dass Du Dir nicht die ganzen Finger verklebst, solltest Du punktweise immer etwas Sekundenkleber auf die Platine geben und nichts auf die Klötze. Mit einem Schraubendreher drückst Du die dann kurz fest. Dann bleiben deine Finger sauber. Bevor Du anfängst mit kleben, würde ich mit Nagellackentferner einmal die Platine abwischen, sodass diese absolut fettfrei ist. Denn auf Fett klebt der Sekundenkleber nicht. Auch sollten die Klötze keine Erhebungen haben auf der Rückseite, sonst werden die nicht fest. Pass aber bitte auf Deine Finger auf. Sekundenkleber an den Fingern, das macht keinen Spass. :rolleyes:

Klötzchen auf die Platine kleben - Anordnung

@Stefan0719: Danke, echt Danke für das Angebot. Ich schreibe den Simon mal an. Mal sehen ob ich das heute noch schaffe. Sonst halt morgen. Muss ich den Sender dann noch zusammenlöten, oder ist der schon zusammengebaut?

Dein Solarsender, der ist ja echt witzig.:spos: Für mich leider kein Nachbauprojekt, weil ich hier im hohen Norden bin. Die Sonne lässt sich hier nicht so oft blicken. :aufreg:

Aber vielleicht könntest Du ja einen windbetriebenen Sender entwickeln. Dann wirds interessant für mich:rp:

Ich mache jetzt hier mal Schluss. Muss noch einkaufen.



Gruss
Kettenraucher

von kettenraucher - am 10.10.2016 17:30
@ Kettenraucher

Du sollst nur den Oszillator an sich bei kainka einrechen. Er ist zwar recht tollerant auf Sendeschaltungen, aber deine Schaltung in Ur Form wird selbst er nicht veröffentlichen, zum einen wegen der hohen Sendeleistung, zum anderen wegen des fehlenden Oberwellenfilters.

Reiche einfach die reine Oszillatorschaltung ein, mit 10pF am Kollektor und deklariere es als AM Modulator, das erfüllt dann den Zweck das man den "Sender" direkt mit einem alten Röhrenradio verbinden kann (die haben ja Anschluss für Antenne und Erde und idr. keine eingebaute Ferritantenne, die alten Radios).

Bei mir reichte der Oszillator alleine, mit 1,50m Antenne, die über PI Filter angepasst wurde, knapp im ganzen Zimmer, in der letzten Ecke war schon etwas Rauschen drinn, also passt schon.

Da du derzeit verständlicherweise (Bauteileverlust) wenig Basteltrieb hast kann ich dir ja mal die Sachen sagen.

Du brauchst nicht viel Audioleistung im Sinne von 10Watt, sondern viel Spannung. Bei mir funktioniert eine einfache Klasse A Verstärkerstufe einwandfrei (bei 9V).

Also ein weiterer BC547, der Kollektor geht mit 1k auf + zwischen Basis und Kollektor 100k, dann der 10µF geht auf den Kollektor (wo audio in ist) und an Basis wird über 2,2k + 100nF das NF Signal eingespeist. Mit der Schaltung bekomme ich sehr laute Mod, da brauch ich nich extra nen 10W Verstärker...

Die andere Alternative ists, den 2. BC547 zu lassen, den 3,3k rauszutun, auch den 10µF / 150R rauszutun und einach den 1k, der ja auf + ginge, dann auf Emmiter bei dem Oszillator...

dann brauchs wenig Strom, und moduliert ganz laut

Also 3,3k raus 150R + 10µF raus

neuen BC547 nehmen, Emmiter auf Minus, zwischen Kollektor und Basis 100k, und Kollektor über 1k auf Emmiter vom Oszillator T, und dann auch "nur den Oszillator" verwenden.

An basis des zusätzlichen BC547 über 2,2k + 100nF das Tonsignal einspeißen, aber du solltest es noch in seiner NF Bandbreite begrenzen, sonst "zischelts". Aber das Problem hat man ja auch in der Originalschaltung.

@ Sachsenbastler

Bei dem Sender von Kettenraucher handelt es sich nur um Mittelwelle, der geht auch auf Lochraster gut, wenn du dir wenigstens etwas Mühe gibst, die Teile nah beieinander zu halten und lange Leiterbahnen zu vermeiden. 1,5cm Drähte bei UKW währen so, als würdest du 1,50m Drähte auf Mittelwelle verwenden, das ist dann nimmer so gut wie du dir sicher denken kannst, wenn zwischen den Teilen 1,50m lange Drähte währen.

von Elektronikbastler - am 11.10.2016 08:00
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.