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Senderbau und HF Technik
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Erster Beitrag:
vor 11 Monaten, 2 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 11 Monaten
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Power-FM ne, Oszillatormann, Power-FM

"Hochmisch-Superhet" mit Röhren

Startbeitrag von Power-FM am 10.12.2016 20:38

Ich habe an den letzten Zwei Samstagen mal seit längerer Zeit wieder etwas rumgebastelt.

Ich muss vorneweg sagen, ich habe kaum Ahnung von Röhrentechnik, sehr viel Respekt vor hoher Spannung (daher kommt hier auch keine vor ;-)), die Schaltung ist nur ein erster Versuch, der (noch) einige Nachteile hat. Umso erstaunlicher, dass es (fast) auf Anhieb funktioniert hat ...
[attachment 408 Superhet.GIF]
Ich hoffe mal, dass ich keine der typischen Abzeichenfehler gemacht habe.

Die bunte Mischung verschiedener Röhren kommt eigentlich nur aus Materialmangel zustande ;-).
Das mit der 1T4 ist etwas doof wegen der anderen Heizspannung, aber ich hatte nur noch die.
Die EF95 sind keine echten sondern irgendwelche russischen Vergleichstypen.

Erstaunlicherweise ist der Empfang mit nur 3 m Draht als Antenne schon auf dem Niveau von einfachen Transistorradios (und ehrlich gesagt schon wesentlich besser als bei meinem ersten Transistorradio nach dem gleichen Prinzip). Auch wenn ich vielleicht mangels Wissen nicht alles "richtig" gemacht habe, es "spielt" jedenfalls.
Die Anodenspannung 18 V habe ich gewählt weil och so die Heizungen gut imn Reihe schalten konnte um auf die 6 Volt zu kommen.

Natürlich ist noch einiges nicht so ganz "toll":
- Der Lokaloszillator gelangt voll mit auf die Antenne
- Lautsprecherbetrieb geht mit der kleinen Anodenspannung nicht so wirklich, Kopfhörerempfang ist aber schon recht laut möglich
- Es werden keine besonderen Bauteile verwendet bis auf den Trimmer in der ZF-Stufe und den Abstimm-Drehko
- Da ich (noch) keinen Tiefpass am Eingang verwende, stören starke KW-Sender tlw. etwas rein
- Die ganze Schaltung hat einen (leichten, aber doch hörbaren) 50 Hz Brumm, aber das schiebe ich mal auf meinen Aufbau
- die Antenne fängt ebenfalls viel 50 Hz-Brumm ein, da müsste ich noch einen NF-Kurzschluss (Spule nach Masse) einbauen
- Einstellung des Demodulators bis kurz vor den Schwingeinsatz ist sehr fummelig
- Antenne ist nicht enkoppelt, daher kann es zum Schwingeinsaz kommen wenn man die Antenne berührt.
- Der Abstimmbereich des Lokaloszillators ist viel zur groß und der ist das Abstimmen recht schwierig
- Es gibt keine AGC, starke Sender verzerren während schwache sehr leise wiedergegeben werden

Das Prnizip der Schaltung ist eigentlich ganz simpel. Das Signal von der Antenne wird auf ca.4,2 MHz hochgemischt und dann von einer Audionstufe (rückgekoppeltes Audion) demoduliert.
Das ganze hat genug Verstärkung so dass eine HF-Vorstufe nicht nötig ist. Die Selektion durch den Audion-Demodulator mit dem entdämpften Schwingkreis ist auch ausreichend für normale Anwendungsfälle.

Antworten:

Astreine Schaltung. Glückwunsch. Und man überlebt sogar das Anfassen an die Anodenspannung.:xcool::spos::cheers:

von Oszillatormann - am 12.12.2016 16:19
Der größte Nachteil ist halt, dass man mit so kleiner Anodenspannung keinen Lautsprecherempfang hinbekommt, oder zumindest nicht so wirklich brauchbar.

Ich betreibe die Schaltung darum mit einem LM368 als Endstufe. Es ist also kein vollständiges "Röhrenradio" ;-).

von Power-FM ne - am 27.12.2016 19:33
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