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Senderbau und HF Technik
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Erster Beitrag:
vor 2 Monaten, 4 Wochen
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Röhrensender, Elektronikbastler, Power-FM ne, Oszillatormann

1 Watt Mittelwellensender mit Transistorendstufe

Startbeitrag von Röhrensender am 31.03.2017 19:24

Hallo Zusammen!

Ich habe den 1 Watt Mittelwellensender von Power FM von der Senderbau Seite nachgebaut. Der Oszillator schwingt, allerdings gibt es keine richtige Grundwelle, sondern unzählige Oberwellen im ganzen Frequenzband.

Ich vermute das die Kapazität C5 und C6 (47pf zu 270pf) nicht passt. (Eher 270pf zu 270pf).
Auch bei der Spule L1 habe ich keine Werte gefunden.

Hat jemand die Schaltung vom Power FM schonmal nachgebaut und hat Erfahrungswerte?

Viele Grüße

Röhrensender.

Antworten:

Hallo,

Power FM´s Schaltungen sind immer sehr eigen - funktionieren aber meistens.

Daher auch die etwas abstrakten Kondensatorwerte.

Wenn du mehrere "Grundwellen" hast ist die Spule eventuell zu groß, die du eingebaut hast, und du empfängst die Oberwelle (Oszillator auf 100khz dann empfängst du alle 100Khz ein Signal).

Ich würde für die Spule mal Festinduktivitäten mit Werten um die 150...330µH versuchen.

Auch ist der Aufbau entscheidend - also HF Platine und dieser ganze "Kram" auf dem Steckboard schwingt so etwas gerne Selber.

Im Plan fehlen außerdem die ganzen Abblock C´s um den 7808 - diese eventuell noch einbauen (100nF gg Masse)

von Elektronikbastler - am 01.04.2017 15:00
Ich habe die PN dazu gelesen. Es gibt da nur ein Problem: Ich weiß es nicht mehr.

Hast du den Abstimmteil mit der Varicap auch gebaut (mit einer echten BB112)? Weil genau da bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich den überhaupt gebaut hatte, oder nur dazu gezeichnet habe.

Was ich noch weiß ist, dass dieser Sender nur mit doppelt und dreifcher Abschirmung und Antenne weit vom Sender entfernt keine FM-Probleme hatte. Ich hatte daher die Schaltung später noch mal so umgebaut, dass der Oszillator auf der doppelten Frequenz läuft und dann durch 2 geteilt wird. Damit gab es dann auch keine FM mehr wenn die Antenne direkt neben dem Sender lag.

Ich bin mir aktuell nicht mal mehr sicher, ob ich meinen Aufbau überhaupt noch habe, kann also auch nicht mal eben was nachgucken...


Zitat
Elektronikbastler
Power FM´s Schaltungen sind immer sehr eigen

Das sagt der richtige :haha:

von Power-FM ne - am 01.04.2017 18:18
Hallo Zusammen,

vielen Dank schonmal für eure Antworten.
Ich habe nun herausgefunden, das der Oszillator nicht anschwingt, anscheinend hat sich eine der nachgeschalteten Stufen in einen Oszillator verwandelt und diesen "Lattenzaun" an Oberwellen produziert.

Nun versuche ich den Oszillator zum anschwingen zu bewegen.

Als Varicap nutze ich eine LED, mal schauen wie das Bild am Spektrumanalyzer aussieht wenn der Oszillator schwingt.

Viele Grüße

Röhrensender.

von Röhrensender - am 01.04.2017 20:01
Entferne den ganzen Teil der Varicap-Ankopplung am besten zunächst einfach mal. Die Spule L1 würde ich mit 100uH annehmen (der Oszillator war meiner Erinnerung nach für das obere Mittelwellenband ausgelegt).

In der Simulation zumindest schwingt der Oszillator dann auf ca. 1,6 MHz ( C 3 und alles links davon weggelassen, Trimmer-C als 60pF angenommen).

von Power-FM ne - am 02.04.2017 07:25
Ja 100µH kannst du nehmen da wirst du aber gefühlt den 60pF Drehko voll reindrehen müssen, das er in´s Mittelwellenband kommt (der 47pF Rückkoppel C is halt echt arg klein). Ansonsten die C´s beim FET einfach generell mal vergrößern und auch den source Widerstand testweise mal auf 2,2k vergrößern

Aber lass es mal so und probier erstmal ohne varicap und nur mit Spule + Drehko.

von Elektronikbastler - am 02.04.2017 10:29
Hallo Zusammen!

Ich habe den Oszillator samt Varicap zum schwingen gebracht, er hat eine Spule von 22µH bekommen und müsste nun im 49m Band schwingen, sicher kann ich das aber nur nachher mit dem Spektrumanalyzer überprüfen.

Der Drehkondensator von 60pf scheint mir für KW auch besser geeignet zu sein, ich baue den erstmal
als KW Sender auf, mit einem 500pf Drehko müsste die Schaltung dann auch für Mittelwelle gut funktionieren.

Grüße

Röhrensender.

von Röhrensender - am 02.04.2017 10:40
Zitat

Ja 100µH kannst du nehmen da wirst du aber gefühlt den 60pF Drehko voll reindrehen müssen, das er in´s Mittelwellenband kommt (der 47pF Rückkoppel C is halt echt arg klein).

Da dem ja (bei entsprechender Beschaltung) die Varicap wiederum parallel liegt, würde man dann mit Varicap theoretisch auch niedrigere MW-Frequenzen einstellen können. So war's wahrscheinlich mal geacht bzw. vielleicht sogar aufgebaut ;-).

von Power-FM ne - am 02.04.2017 11:18
Hallo Zusammen!

Ich habe den Mittelwellensender soweit fertig, allerdings macht er fast keine
Trägerleistung (max. 1mW).
Die Stufe mit dem 2N2222 macht keine Verstärkung, mir kommt der Spannungsteiler 3,3 K-Ohm zu 10 K-Ohm am 2N2222 merkwürding vor, passt der Verhältnis hier überhaupt?

Grüße Röhrensender.
[attachment 435 1WattAMSender.jpg]

von Röhrensender - am 04.04.2017 17:21
Wie gesagt, ich kann jetztr nur von der Simulation sprechen, da funktioniert es so wie im Plan. Ganz ein Watt bekomme ich am Ausgang nicht, aber so ca. 700-800 mW @ 50 Ohm.

von Power-FM ne - am 04.04.2017 18:20
Hallo Zusammen!

Ich bin noch nicht weiter mit der Schaltung. Deswegen überlege ich, ob vielleicht die Schaltung des durchstimmbaren 49m KW-Senders von "elektronikbastler" geeigneter ist.

@ elektronikbastler, hast du deine Schaltung mal aufgebaut, wie gut funktionierte die, auch bezüglich Reichweite?

Viele Grüße

Röhrensender.

von Röhrensender - am 05.04.2017 14:56
Hallo,

ich meld mich nur mal kurz rein.

Mein Sender macht ca 1-2km Reichweite mit 2m Drahtantenne, er ist aber für den Anschluss einer kurzen Antenne gedacht. Man kann natürlich die Endstufendrossel entsprechend verkleinern, dann kann man ihn auch auf 50Ohm bekommen.

Ich habe die Schaltung zuerst aufgebaut und dann den Plan gemacht...

Ein Aufbau auf HF Platine ist vorteilhaft.

An PowerFM´s Sender sehe ich jetzt keine Probleme... er sollte eigentlich schon gehen.

Gut die Kopplung mit dem 4,7k ist jetzt net so meins aber der Rest "müsst schon irgendwie gehen".

von Elektronikbastler - am 05.04.2017 18:20
@elektronikbastler, wie kann dein Kurzwellen Sender auf ca.5900 kHz - 6200 kHz im 49 m Band schwingen mit einem Schwingkreis 15pf und 10uH. Ich komme da auf ca. 12900 kHz?

Passt der Schwingkreis mit diesen Werten überhaupt?

Grüße Röhrensender

von Röhrensender - am 06.04.2017 06:21
Hallo,

ich meld mich erneut kurz rein...

Vorerst mein Kurzwellensender funktioniert, ich hab den sogar noch irgendwo rumliegen, und könne ihn ggf nochmal testen.

Man muss sich nicht zu sehr auf den LC resonance Calculator verlassen, rechnerisch stimmt das sicher.

Bei meinem Sender sinds nicht nur 15pF

Zu den 15pF sind ja noch die 18pF also sinds schonmal 33pF

Dann ist die Spule sehr "hart" angekoppelt mit 220pF, die über die beiden Kondensatoren beim Transistor auch nochmal mehr Kapazität "sieht".

Also kommt da schon einiges an pF zusammen, nicht nur die 15pF...

Der Sender ist eben für "Hausfunk" "Nachbarschaftsrundfunk" gedacht.

Man kann ihn mit einem bessren Kurzwellenradio 1-2km weit hören, allerdings verstehe ich darunter, das man z.B. Sprache noch verstehen würde, aber schon je nach Distanz deutlich Rauschen dabei ist. Wirklich gut geht der Sender vielleicht 300m weit...

Durch ändern (verringern) der µH in der Spule beim 2N2222A kann man die Endstufe auch auf 50Ohm runterbekommen, aber man muss halt entsprechend dann einen Oberwellenfilter drannbauen.

Bei Power FM´s Sender fiel mir beim 2. Betrachten auchnochmal die 10k 3,3k Kombi auf, eventuell muss man die wirklich andersrum hinmachen.

Wie auch immer,

ich wollte nur sagen das der Sender funktioniert, ich lege sehr großen Wert darauf, das meine Schaltungen vor Veröffentlichung auch ausreichend geprüft werden.

Wichtig ist bei einem Nachbau nur darauf zu achten, das der Aufbau gut ist (Oszillator gut Massebezogen ggf sogar etwas geschirmt) sonst kann es passieren, das FM entsteht weil die Antenne auf den Oszillator rückwirkt.

von Elektronikbastler - am 08.04.2017 16:21
Hallo Elektronikbastler!

Den zusätzlichen Kondensator im Oszillator hatte ich tatsächlich übersehen.
Es freut mich, das du deine Pläne prüfst, bevor du sie öffentlich machst, leider machen das viele nicht so.
Ich habe auch schon viele Schaltungen nachgebaut, die nicht oder nicht richtig funktioniert haben, was dann sehr ärgerlich ist.

Da ich bisher mit dem umgebauten Mittelwellensender nicht weitergekommen bin, habe ich deinen Kurzwellensender nachgebaut. Zuerst nur den Oszillator, der zu meiner Zufriedenheit sauber anschwingt und sich auch komplett abstimmen lässt ohne abzuschwingen.
(Das war u.a. beim MW Sender ein bisher nicht gelöstes Problem, dazu kam ein "Lattenzaun" an Oberwellen und Nebenwellen).

Auch die nachfolgenden Stufen funktionieren soweit, der Träger sieht am Ausgang auch noch sauber aus.
Gerne möchte ich am Ausgang nicht vom 2N2222 auf die Antenne gehen, sondern noch eine Stufe dahinter schalten, z.B. den BD137.
Versuche gerade die Schaltung in dem Punkt zu erweitern.

Vielen Dank schonmal für deine Hilfe.

Grüße Röhrensender.

von Röhrensender - am 08.04.2017 22:19
Hallo,

ich melde mich mal wieder rein...

Ich habe jetzt die Zeit gefunden, des Meister´s Sender nachzubauen (PowerFM) zumindest auf
experimentellem Niveau.

Ich meine, das ich nur die Stufen an sich geprüft habe, kein Aufbau mit "Leistung auf der Antenne" o.ä.

Hier meine Beobachtungen:

-> Der Oszillator schwingt sauber an, macht ein tolles Signal, keine Einwände

-> Selbst mit 68pF statt 60pF Komme ich auf >1700Khz ("Analogradio Schätzeisen")

-> Erst Kondensator auf 100pF Vergrößern lässt ihn mal in die Gegend um 1500Khz kommen

(Tests mit 100µH Induktivität).

Ich habe mich sonst an die Werte gehalten auch den "exotischen" 270pF verwendet.

-> Bufferstufe 1 funktioniert einwandfrei

-> Bufferstufe 2 funktioniert auch einwandfrei (mit erwähnter 27µH im Kollektor...)

-> Nach dem BD139... (statt BD137 aber die 135 bis 139... sind eh im Prinzip gleich)

"0W" "Keine Leistung" dabei habe ich das so getestet, das ich anstatt der Spule einfach eine

LED zwischen Kollektor und + geschalten habe (mit Widerstand) um zu gucken ob der Transistor

durchschaltet, weil ich da "schon so eine Vermutung" hatte. Und siehe da, ziehe ich den 50Ohm

raus (bei mir warens 47Ohm aber OK @ Tolleranzen) ist Leistung da, ersetze ich den 50Ohm

durch eine 1N4148 (Kathode auf Basis) funktioniert die Schaltung einwandfrei, der BD139 würde

warscheinlich ettliche hundert mW machen, würde man jetzt noch die 220µH rein.

Der 50Ohm ist also zu klein, und zieht zu viel HF weg, die B-E Spannung wird nicht ausreichend

bereitgestellt.

Überhaupt ist einiges an dem Design für PowerFM´s Professionalität etwas ummm "seltsam". Er

will die Endstufe auf 50Ohm zwingen (mit Widerstand) hat aber davor 27µH drinnen, die

vermutlich einige Hundert Ohm Widerstand haben. Viel Fehlanpassung allein hier schon.

Die 27µH macht aber ordentlich Spannungspegel, und so schaltet der BD139 schon gut durch,

wenn man einfach "garkeinen" Widerstand oder irgendwas an Basis hinmacht.

Da ich einfach "basteln wollte" war mir natürlich sofort danach, den Sender auf "Haussender"

Niveau umzustricken. Also BD139 weg, und den 2N2222 Moduliert. Der 0-8-15 Modulator mit

einem PNP Transistor, der vor der 27µH in Reihe zu + geschalten ist mit Abblock C´s (blabla

Ihr wisst schon was ich mein).

Beim Anschluss einer Drahtantenne an die 27µH Drossel - am Kollektor - hatte ich selbst auf´m

Steckboard sofort einen brauchbaren AM Sender. EXTREM laute Modulation möglich, TOP

Sound, und Frequenzmodulation "gibt´s nicht"... Zumindest kann ich´s noch so genau auf die

Grundwelle einstellen, un des geht einfach immer TOP her.

Empang im Zimmer überall erste Sahne mit 1,50m Antenne und "PE" als Erdung, sowie

Versorgung der Schaltung aus´m 9V Block.

Allerdings war der Sender noch nicht fertig, da MUSS noch ein PI Filter ran, zum Antenne

anpassen, und Oberwellen rausfiltern - oh oh doch dann gabs Probleme...

Sobald ich die Antenne auf Resonanz bekam, machte es nurnoch "ssscchhhh" einige hundert

Khz breit, sobald ich das Antennenkabel mit der Hand umfasste war Ruhe (wg Fehlanpassung)

Was da passiert? Nun den Effekt kenn ich...

Die vielen Kollektorschaltung Stufen mit ihrer Geringen Spannugsverstärkung sind zwar OK,

an der Antenne tritt aber dann gern mal mehr Spannung auf als am Oszillator, die Spannung

"Empfängt" die erste Stufe, und alles schwingt sich auf und man hat einfach Zig Signale unter

denen irgendwo die Grundwelle versteckt ist.

Ich hab´s letzentlich hinbekommen, indem ich den 100nF (auf Basis) des 2N2222 raus hab und

einfach da den 3,3k rein hab und den 10k auch raus, außerdem beim 220R den parallel C weg.

"Dann gings" aber hat enorm Leistung gekostet - aber naja -war nur eine Rumspielerei....


Was ich sagen will, der Sender geht verutlich, wenn du den 50Ohm raustust, und durch einen

höheren Widerstand ersetzt oder Mhmmm... 10...15K von Kollektor auf Basis des BD137 machst.

Oder eben statt dem 50Ohm eine 1N4148 einbauen, und die so machen, das die Kathode zu

Basis zeigt.

Den Sender musst du dann aber extrem gut geschirmt von der Antenne aufbauen. Das heist er

möchte dann schon ein Gehäuse aus Metall (oder Leiterplatten) das ohn komplett umschließt,

und idealerweise die Antenne auch ein gutes Stück weg von der Schaltung. Garnichtmal so

wegen FM, da wird genug gebuffert, aber wenn du da mit 0,5W oder mehr auf eine Angepasste

Antenne gehst ... da sehe ich jetzt schon das es nur wieder extremst schwingt...und sich selber

stört.


Bezüglich meinem Sender...

Du kannst schon eine BD137 Endstufe drannbauen, wenn du willst - bedenke aber das der

Modulator dafür ausgelegt ist kleine Leistungen "zu treiben" und du in deinem Fall dann auch

einen anderen (stärkeren) Modulator nimmst. Das beste wäre es, die Spannung einfach stark zu

erhöhen. Mit 15V habe ich "in meinen Messungen" die sicher nicht präzise waren damals (ich

weis mittlerweile viel mehr als ich damals wusste, als ich den Sender entwickelt habe) kamen

ca. 0,5Watt raus. Wenn du mit der Leistung rauf gehst, musst du auch die Spulen ändern.

Solche Festinduktivitäten im PI Filter z.B: werden dir dann nämlich durch die HF AC warm...

Bei einem 1W Mittelwellensender habe ich mir auch mal die Finger verbrannt, als ich die

PI Filter Spule angelangt habe, so viel Strom fliesst da obwohls NUR "HF AC" ist und keine DC

Einfach gesagt willst du z.B: 1Watt, musst du Luftspulen wickeln oder auf T50-2 Kernen Spulen.

Weiterhin musst du die Schaltung dann wirklich extrem gut geschirmt aufbauen (wenn sie

freischwingend sein soll) das Heist den Oszillator regelrecht in 2-3 Lagen Platinen "einpacken"

(z.b. den Oszillator auf einer Platine bauen, unter die Platine dann eine 2. Platine als Masse und

um die rum nochmal ein Gehäuse aus Platinen) und idealerweise die HF über einen

Ausgangsübertrager (geht auf T50-2) auskoppeln.

Oder du ersetzt die Spule durch einen Quarz. Einfach bei "gate" dann ein Quarz auf Masse

müsste gehen, oder parallel zur Spule / Drehko und dann auf "Resonanz drehen". Dann muss

der Oszillator nicht so MEGA geschirmt sein, und es sollte noch ok sein @ FM

Konkret, wenn dich nur der reine Schaltungsaufwand interessiert.

Vom 2N2222A legst du nun eine recht kleine Spule (3,3...6,8µH) auf einen 100nF - der andere

Pin des 100nF geht auf Masse. Wo sich 100nF und die Spule treffen gehen 50...100Ohm auf+


Am Kollektor des 2N2222A geht dann ein 1....3,3nF auf Basis deines BD137, der wiederrum

10k zwischen Kollektor und Basis hat. Alternativ zu den 10k geht auch die Version mit der

1N4148 von Basis auf Masse, aber ich bin absolut kein Fan von Klasse C, weil das sehr serh

gern selber schwingt...

So solltest du 1W+ aus der Schaltung rausbekommen (du musst natürlich die Kollektorspule im

BD137 entsprechend auslegen und auch genügend Modulatorspannung zur Verfügung stellen und eine Luft oder Ringkernspule im Kollektor mit 5...8µH einbauen und den T natürlich sehr gut
kühlen)


Ich geb aber gern zu, das ich keine Konkreten Tests gemacht habe, die Werte sind Werte aus

meiner Jahrelangen Bastelpraxis. Mit einer vergleichbaren Schaltung habe ich mal 3,5Watt aus

so einem BD139 rausgeholt, es war aber ziemlich mistig, weil der T entsprechend heiss wurde,

und man bei "wenn ich mit Power senden möchte" - Bedarf wirklich bessere Schaltungen (>5W,

einfach aufzubauen, arbeiten mit MOSFET als Endstufe) finden kann. Mein Sender ist so zu

nehmen wie er ist, als "Heim / Nachbarschaftssender" Die Oberwellen sind bei korrektem

Abgleich gut unterdrückt, er macht sehr wenig FM, so, das es auch im Sony ICF7600 "nicht

Blubbert" und alles passt so weit. Wer sich über 100te KM im "Web SDR" hören mag findet dazu

entsrepchende Senderchen (die dann aber auch 24V +Ub sehen wollen und etwas

Bastelerfahrung benötigen).

Ich hoffe ich konnte etwas weiterhelfen


Ich hab in letzer Zeit viel mit dem Gedanken gespielt, hier auf der Senderbauseite so etwas ähnliches zu machen wie damals die MWA - natürlich in abgeschwächter Form. Ich weis nicht, ob ich das machen sollte, ob ich Lust und Zeit dafür finde, und ob man für die Hauptseite noch beiträge einreichen kann.

MWA "Mediumwave Alliance" war eine Seite die die Grundlagen von MW und KW Sendern gut erklärt hat, was ist mitm oszillator, warum brauch ich einen Buffer usw usv...

Ich hätte folgende Projekte für die Seite

-> Mittelwellen modulator "theoretisch legal" ohne Spulen
-> "Mittelwellen Modulator" Anfängerschaltung mit 1 Spule
-> Kleiner "Mittelwellen Haussender" mit 100mW
-> 1W Mittelwellensender "für Anfänger"

von Elektronikbastler - am 09.04.2017 10:23
Stimmt! Das mit dem 50 Ohm-Widerstand ist tatsächlich ein Designfehler - oder vieleicht eher Abschreibfehler. Ich weiß nicht mehr, was von beiden es war.

von Power-FM ne - am 09.04.2017 14:35
Hallo Elektronikbastler!

Ich habe den Kurzwellsender von dir jetzt bis zum 2N2222 aufgebaut (ohne den Modulator Teil, da ich ja noch den BD137 einbauen möchte)
Der 2N2222 bekommt über einen 15Ohm Kollektor Widerstand 15V Betriebsspannung.

Am Ausgang messe ich mit dem Spektrumanalyzer ca. 10mW reine Trägerleistung, ist dieser Wert pausibel, oder müsste da schon mehr rauskommen?

Grüße Röhrensender.

von Röhrensender - am 09.04.2017 18:31
Hi,

der 2N2222A geht nicht mit 15k direkt auf +

der hat im Plan 22k zwischen Kollektor und Basis da ist ein riesen Unterschied.

Versuch doch mal den Widerstand ganz rauszunehmen und einfach eine 1N4148 mit Kathode

auf Basis einzubauen, wenn du den 2N2222 als reinen Treibertransistor hernimmst.

Außerdem wenn die 22µH drinnen ist wird er in ein 50Ohm Messgerät sehr wenig Leistung

reinsenden, da müsste man erst mit PI Filter runtertransformieren.

Wie gesagt ist der Sender so ausgelegt wie er ist - mit 10mW komme ich keine 1-2km weit.

Wenn du einen starken KW Sender willst guck mal bei eflose oder Stefan0719 nach.

von Elektronikbastler - am 10.04.2017 07:00
Hallo Elektronikbastler,

Ich hatte die Schaltung nun auf den BD137 erweitert, Leistung macht das ganze Ding immer noch nicht richtig, es kommen ca. 100mW am Ausgang des BD137 raus.

Anbei mal der Plan. Da ich aufgrund der bisherigen Misserfolge noch keinen Modulator gebaut habe,
bekommt der Endstufen Transistor erstmal ganz normal Betriebsspannung (rot eingezeichnet der Abgriff) bis das Ding vielleicht mal eine passable Trägerleistung liefert.

Mit deiner Original Schaltung konnte ich am Ausgang vom 2N2222 nur 10mW messen.

Hast du noch Änderungsvorschläge für die Schaltung?

Ansonsten weiß ich auch nicht mehr weiter als das Ding in die Tonne zu kloppen. :mad:

Danke trotzdem schonmal,
Grüße Röhrensender

von Röhrensender - am 11.04.2017 21:36
Beim 2N2222 ist die falsche Spule im Kollektor

Es fehlt der Kondensator zwischen 15R und Spule nach Masse

Der BD137 ist komplett falsch verdrahtet.

Wenns nicht geht, dann geht's halt nicht ich kanns jetzt auch nicht richten

von Elektronikbastler - am 12.04.2017 09:54
---

von Röhrensender - am 12.04.2017 15:04
Hallo Elektronikbastler!

Ich habe mal versucht deine weiter oben im Thread genannten Verbesserungsvorschläge auf den Plan umzusetzten.
Anbei das Ergebnis.
Passt der so, habe ich etwas, insbesondere bzgl. dem BD137 falsch verstanden?

Vielen Dank schonmal für eine Hilfe, ich bin wieder ein bisschen mehr optimistisch das ich den Sender doch noch ans laufen bekommen.

Viele Grüße, Röhrensender.
[attachment 438 KWSendererweitert.jpg]
[attachment 440 KWSendererweitert.jpg]

von Röhrensender - am 12.04.2017 15:06
Zitat
Röhrensender
Mit deiner Original Schaltung konnte ich am Ausgang vom 2N2222 nur 10mW messen.

Das kann auch durchaus stimmen. Beachte, dass der Sender von Elektronikbastler keinen 50 Ohm-Ausgang hat, dein Messgerät (Spektrum-Analyzer) aber 50 Ohm am Eingang sehen will.

von Power-FM ne - am 12.04.2017 16:52
Der BD135 / 136 / 137 / 138 ist ein ganz instabiler Transistor. Er hat starke Rückwirkung und damit starke Schwingneigung. Für das 49m Band kann man laut Simulator damit nur in Basisschaltung einen brauchbaren Verstärker bauen, der nicht sofort wild schwingt. Dazu muß die Basis die Gleichspannung niederohmig bekommen, z.B aus 1000 Ohm und mit 100 nF gegen Masse abgeblockt. Der Eingangswiderstand in den Emitter ist etwa 1 Ohm bei 15V Betriebsspannung und 150 mA Ruhestrom.
Die Transformation vom Treiber auf diesen niederohmigen Eingang macht keinen Spaß und geht nicht auf die Schnelle. Sollte es gelingen macht der BD136 aus
1mW 100 mW (20 dB mehr)
10 mW etwa 800 mW (19 dB mehr)
und aus 30 mW 850 mW (14 dB)

Fazit: Der Transistor ist Sch...

von Oszillatormann - am 12.04.2017 19:16
Hallo,

Neulich hathe ich einfach einen schlechten tag, daher die etwas flappsige Antwort.

Deine neue Version stimmt so weit.

Allerdings würde ich keine 15V auf den bd137 geben der wird sehr schnell kaputt sein dabei.

Mehr als 7...8 V würde ich nicht anschliessen. Also 15...19v im Modulator.

Ausserdem würde ich einen einfachen Modulator verwenden.

Nimm doch einen bd 140 in Emmitterschaltung und ein 100k Poti mit 1k zwischen Basis und Schleifer als Modulator. Die nf speist du dann über z.b. 10 mü äff und 100r in Reihe zum Elko an Basis ein . Du wirst aber etwas nf treiberleistung benötigen...

Ach übrigens...Oben beim bd137 oberhalb der spule muss noch ein 100nf auf masse

Der Modulator mit tl072 ist sicher super, aber wg seiner Komplexität baut man auch leicht Fehler ein.

Nochmal ... der Sender hat im original mehr als 10mW. Du hast falsch gemessen siehe auch Beitrag von Oszillatormann.

10dbm 10mW 20dbm 100mW und dann kommt ja noch das mit der fehlanpasung dazu...

Wie gesagt auch an oszillatormann ich hab mit ne bd139 3,5W geschafft auf 7,6mhz.

Der T wurde aber übelst heißt und musste gut gekühlt werden. Die 3,5w gemessen an 50R. Also 20x1k parallel.

Dein pi Filter und alles..

Du wirst nicht weit kommen, auch nicht mit 1W.

Ich habe Tests gemacht.

1,5W
18m Antenne horizontal
7,6mhz

Nach 2,5km ging der Sender noch her....aber viel rauschen.

Gleicher Sender und antenne, Leistung später auf 10w gedreht... hör ich im Zug hundert km entfernten Web sdr...

Also erwarte nicht zu viel. Wenn schon viel power, dann auch eine ordentliche aussenantenne. Dafür müsstest du aber wieder den pi ilter ändern...

Wegen leistung...mh ohne pi filtern mal in fahrradlampe über 100nf am Kollektor des bd137hin gg masse. So ein Fahrrad Rücklicht mit 6v 0,1a dann diese ja, die wird leuchten... dann siehste auch ooh.. mehr als 0,1w.

So genug text...Posten am Tabletten mit bildchirm taststur...

von Elektronikbastler - am 14.04.2017 09:35
@Elektronikbastler:
Ich glaube gern, das der BD139 3,5W bei 7,6 MHz liefert. Das Problem bei dem Transistor ist die mangelhafte Stabilität. Wenn die Lastimpedanz stark verändert wird, dürfte der BD139 schnell anfangen, wild zu schwingen. Wenn deine Endstufe schön läuft, poste bitte das Schaltbild.

Gruß,
Oszillatormann

von Oszillatormann - am 20.04.2017 13:51
Es geht schon, ich habe mit den genannten Transistoren auch schon kleine Endstufen gebaut die problemlos funktioniert haben, wenn sie 50 Ohm am Ausgang gesehen haben (Antenne mit Match nach 50 Ohm und Dummy). Eigentlich nicht großartig anders wie mit anderen ähnlichen Transistoren.

Aber viel ist mit diesen NF-Transistoren halt eh nicht zu holen...

von Power-FM ne - am 20.04.2017 18:21
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