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Senderbau und HF Technik
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vor 4 Wochen
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vor 2 Wochen, 2 Tagen
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Oszillatormann, Power-FM ne, RalphT, kettenraucher

NF Kompressor

Startbeitrag von Oszillatormann am 19.11.2017 19:30





Anbei die Schaltung und ein Photo eines einfachen NF Kompressors.
Er läuft mit 9..15V aus einem verbrummten Netzteil und braucht nur ein paar mA. Genutzt wurde die Schaltung für E-Gitarre, dürfte aber auch gut für eine NF Aufbereitung für MW funktionieren.

Antworten:

Das war wohl nix. Hier sind die Bilder:
https://share-your-photo.com/7f995dff97
https://share-your-photo.com/ed120cbd82

von Oszillatormann - am 19.11.2017 19:32
Danke fürs Hochladen.
Ja, da sieht man, das ist richtig "Old School"!. Schöne BC 239 Typen (rauscharm) und die Platine schön mit den alten Widerstandsfarben von früher aus den 70ern. Ja, das waren noch Zeiten.
Das werde ich mal bei Gelegenheit aufbauen. Ich habe mal eben scnell mir die Typen angesehen. Den FET und die beiden Dioden habe ich auf jeden Fall nicht da. Mal gucken, ob da auch der BF 245 für geht. Vergleichstabellen habe ich hier.

von RalphT - am 20.11.2017 04:43
Damit koennte ich meinen Sender noch hoeher aussteuern. Schoene Schaltung, @Oszillatormann.

von kettenraucher - am 20.11.2017 12:06
Bitteschön. Die Schaltung war für E-Gitarre und brauchte 1 MOhm Eingangswiderstand, deshalb den FET-Impedanzwandler im Eingang. Für alles andere tuts auch ein BC239 als Impedanzwandler. Damit wäre der FET schon mal ausgebaut. Oder überhaupt kein Impedanzwandler. Dann hat man eben 3,3 kOhm Eingangswiderstand. Und die Schaltung wird dann viel höhere Maximalpegel vertragen, weil der FET nicht mehr verzerrt. Die Dioden waren bei mir AAxxx Germaniumdioden. Weil die im Schaltbildmalprogramm nicht vorhanden sind, habe ich irgendwelche Schottkydioden eingzeichnet. Wahrscheinlich gehen auch 1N4148, wenn man die Verstärkung R13 etwas kleiner macht.
Manche Bauteilwerte sind etwas krumm, weil ich damals wahrscheinlich gerade kein anderes Bauteil hatte.

von Oszillatormann - am 20.11.2017 14:59
Die Schaltung werde ich im Dezember mal eben auf meinen Phillips Experementierkasten aufbauen und auf jeden Fall die Tonqualität testen. Bin sehr gespannt.

von RalphT - am 26.11.2017 08:07
Die Schaltung hat sehr starke Ähnlichkeit mit meinem 2-Band-Limiter, nur den FET am Eingang gibt es nicht und als "regelbaren Widerstand" habe ich einen FET statt einen normalen Transistor drin. Mit einem normalen Transistor hatte ich das auch erst probiert, jedoch verzerrt das NF-Signal damit doch ziemlich, wenn der Limiter weit herunterregeln muss (=also wenn das Eingangssignal sehr groß ist).

Am Eingang wird bei mir in zwei Frequenzbänder geteilt, für beide Bänder gibt es einzelne Kompressor/Limiter, am ende wird wieder zusammengeführt.

Und das ganze dann noch mal doppelt wegen Stereo ;-). Verwendung ist natürlich für UKW. Eingestellt ist es so, dass es im Hochjtonbereich schneller anspricht als im Tieftonbereich, die Preemphasis sitzt VOR dem Limiter.
Dadurch wird der Hochtonbereich sauberer Übertragen und es kommt nicht zu "Spuckeffekten" bei hohen Tönen bzw. Sprache mit viel Höhen.

"Richtige" Radiosender machen es vom Prinzip her nicht anders, nur mit besserer Technik ;-).

von Power-FM ne - am 27.11.2017 18:18
@Power FM: Die Regelung verzerrt nur minimal, das ist gerade der Trick an der Schaltung: Ich habe in einem Philips Kasettenrekorder aus den 70 er Jahren diese Regelung mit einem Darlingtontransistor entdeckt. Q1 und Q3 bilden den Darlingtontransistor und dieses Stellglied ist viel klirrärmer als ein einfacher Transistor. Mann kann etwa 40 mVeff NF am Kollektor von Q1 stehen lassen bis zur 1% Klirrgrenze. Das funktioniert so gut, das ich in den 90ern auch ein Produkt mit diesem Limiter entwickelt habe, das in Serie ging. Weil der Pegel am Transistor mit 40mV schon recht groß ist, kann Q2 noch etwa 90 dB Signal-Rauschabstand liefern.

Dein 2 Band Limiter ist bestimmt viel aufwändiger und klingt dafür optimal, gerade weil auch die Preemphase davor ist. Schade, das das Schaltbild verschollen ist. Welche Grenzfrequenz / Filtersteilheit hatte den deine Frequenzweiche?

von Oszillatormann - am 27.11.2017 19:43
Falls ich irgendwann mal Zeit haben sollte (haha) zeichne ich den Schaltplan mal aus meiner Platine heraus zurück.

Die jeweiligen Limiter waren aber fast genau so wie deiner, nur eben mit FET als "steuerbaren Widerstand", die Frequenzweiche war nicht so besonders aufwendig und sicher auch nicht perfekt, aber für meine Zwecke auseichend.

Dass mit der Darlingtonschaltung werde ich aber wohl auch mal (irgendwann) probieren. Darauf bin ich bei meinem Gebastel natürlich nicht gekommen.

von Power-FM ne - am 30.11.2017 17:46
So einen Luxuslimiter würde ich heute mit ein paar Vierfach-OPs und den Darlingtons aufbauen. Aber nur in Mono. Bei Stereo müßten die Darlingtons ja genau gematched werden, damit die Balance nicht ständig hin und her wandert beim Abregeln.

von Oszillatormann - am 01.12.2017 16:36
Nee, einen Mehrband-Limiter will ich niht mehr bauen (habe ja schon einen ;-) ), aber ich bräuchte noch einen Mikrofon-Limiter (habe zwar auch einen fertigen, aber selber bauen macht mehr Spaß).

von Power-FM ne - am 01.12.2017 18:49
Der Gitarrenlimiter rauscht bei dynamischen Mikrofonen natürlich zu laut. Du kannst dem statt des FET-Impedanzwandlers einen einstufigen Transistorverstärker vorschalten. Dann ist er rauscharm. Wenn die Verstärkung Dir dann reicht...

von Oszillatormann - am 01.12.2017 20:08
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