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Senderbau und HF Technik
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Erst einmal der letzte Mittelwellensender von mir

Startbeitrag von kettenraucher am 19.11.2017 22:33

Ich möchte hier noch einen Mittelwellensender vorstellen, der es vielleicht wegen seiner Einfachheit wirklich verdient hat, veröffentlicht zu werden. Ich habe den Sender heute entwickelt. Das Wetter war ja auch nicht so besonders einladend, da dachte ich mir, ich könnte doch mal einen einfachen, aber dennoch einen brauchbaren AM-Sender entwerfen.

Herausgekommen ist das hier:


Quarzoszillator AM Transmitter 1MHz


Er funktioniert in der Tat sehr gut.

Ich habe dieses Mal auch darauf geachtet, dass ich wirklich nur Bauteile in der Schaltung verwende, die jeder leicht beschaffen kann.

Es ist ratsam, noch einen 330pF Kondensator nach dem ersten 150 Ohm Widerstand am Audioeingang auf Masse zu legen.

Desweiteren empfehle ich am ersten 150 Ohm Widerstand von Plus auf PIN 14 noch vor den 150 Ohm Widerstand zwei weitere 47 Ohm Widerstände in Reihe zu legen. Das beseitigt Schwankungen in der Modulation (ausprobieren).

Ausserdem empfehle ich, noch einen 100nF Kondensator nach dem ersten 47k, also genau dort, wo sich der erste 47k Widerstand mit dem zweiten 47k Widerstand von Basis auf Kollektor in der NF Vorverstärkerstufe trifft, auf Masse zu legen. Das gibt dem Sender noch die nötige Reststabilität in der Modulation. Das Problem ist erst später aufgetreten und ich konnte diese kleinen Korrekturen deshalb nicht in den Schaltplan mit einfügen. Ich bitte hier vielmals um Entschuldigung.

Betriebsspannung: 12 Volt DC

Ich werde mir jetzt erst einmal einen guten Rotwein gönnen. :haha:

Einen schönen Sonntagabend wünsche ich Euch!


...und jetzt bin ich natürlich gespannt auf Eure Kommentare :rp:

Die 50 interessantesten Antworten:

Ja, das ist doch schon recht grenzwertig. Kommt mir etwas bekannt vor Jetzt nicht die Schaltung, sondern was am Ende auf die Antenne gegeben wird. Im Nachbarforum gab es dazu eine rege Diskussion. Guggst du hier:

Radioforum

Das Problem, sind hier doch die sauberen Rechtecke am Ausgang. Ich hatte dort angenmerkt, dass am Ausgang eh nicht viel Dampf anliegt. Nur wenn man das an einen 20m-Draht und an als Erde an der Heizung betreibt, dann haben auch viele andere was davon.
Ich wäre bei dieser Art der Bastelei doch sehr vorsichtig. Aufm platten Land, Bauer Harms ist 2km weg, da kann man das evtl. noch tolieren, aber in der Stadt??

Dort schrieb einer, dass ein ihm bekannter Funkamateur im vorgerechnet hätte, wie weit die Oberwellen noch Schaden anrichten. Soll ganz beträchtlich sein.

Ich probiere, bastel auch sehr gerne, aber den Blick auf das Oszi und mit dem Sangean, die ersten Oberwellen überprüfen, dass mache ich dann schon.

von RalphT - am 20.11.2017 16:31
Ok Ok, dass er richtig lecker Oberwellen raushaut noch und nöcher, das habe ich gestern auch schon bemerkt. :rp: Aber man gönnt sich ja sonst nichts. :haha:

Im UKW Bereich konnte ich aber keine Oberwellen mehr feststellen. Ich glauibe, ich konnte gar nichts finden bei 12 Volt. Die 6te Oberwelle hatte ich im Kurzwellenband noch ziemlich stark bei 6MHz. Wahrscheinlich wird sie ab 20MHz dann aber deutlich schwächer. Das kann ich ja mal bei Gelegenheit überprüfen.

Mit meinem Medion PLL Radio kann ich, Gott sei Dank, das 9kHz Raster auch in 1kHz Schritten feinjustieren. Also kann ich problemlos von 999kHz auf 1000kHz wechseln. Nachts kann es sein, dass es zu leichtem Interferenzpfeifen kommt, aber das ist selten und im Grunde vernachlässigbar. Wenn man die Schaltung auf 30 Volt aufdreht kommt noch etwas mehr an der Antenne raus. Wie es dann mit den Oberwellen aussieht, weiss ich nicht. Man müsste sonst am Ende nen Sinus draus machen was ja möglich ist und mit Filter arbeiten und das ausfiltern, aber dann wird die Schaltung schon wieder komplexer. Es sollte ja einfach und effektiv sein.

Evtl. könnte man hergehen und den Quarzoszillator vorsichtig aufsägen oder mit einem Dremel öffnen und dann versuchen, den Quarz auf 999 kHz zu ziehen. Aber das ist eine schönes Fummeleii und nicht alle Quarze lassen sich gut ziehen. Vielleicht probier ich das aber irgendwann einmal aus.

Einen schönen Abend wünsche ich noch.

von kettenraucher - am 20.11.2017 20:40
Quarzoszillatoren aufsägen- ui, ui ,ui !

Ich war am Wochenende mal woanders, trotz schlechten Wetters.
In einer Großstadt wo ein Sechsgeschosser neben dem anderen steht wäre ich auch vorsichtig.
Selbst Funki würde hier nicht länger als 5min. laufen. (Jetzt 4 Downloads )

Aber als Testgelände jeder Art von "Transmitterchen" kann ich nur ein einsames bayrisches Kuhdorf empfehlen. Wenn möglich auf 400-500m Höhe wo nur einmal am Tag der Bauer mit dem Traktor u.
Mittags der Postbote vorbeikommt !
Radiosendungen sind hier ebenfalls -nicht - verboten- weil sie sinnlos wären; es fehlen die Hörer.
- oder irre ich mich da ? - wäre möglich :cheers:
Die Wirtin sagte, es kommt so selten Musik mit der Ziehharmonika im Radio.

von sachsenbastler - am 21.11.2017 11:01
ALso mal zur Klarstellung :

Eigentlich hatte ich einen Kasten aus Holz gemeint, grün angestrichen, obendrauf evtl. noch ein Osterküken, oder Vöglein.
An eine Antenne habe ich übrigens noch keinen Gedanken verschwendet. - HF sucht sich immer seinen Weg ! - meist ins Freie.

Wenn man es professionell machen wollte: ein vergoldetes Chassis
verschiedene Drehknöpfe
ein beleuchtetes Milliampermeter

Ich glaube eher, es wird eine kreuz und quer Freiluftverdrahtung mit minimalem Aufwand.
- Am Ende zählt nur Leistung und eine glasklare Modulation wie aus einer Marshall- Box.
Wahrscheinlich wird es wie bei Funki. Nach dem ersten Probelauf dauert es noch ein Jahr bis zur endgültigen Marktreife. :joke:

von sachsenbastler - am 01.12.2017 20:49
1. Testlauf- absolut nüscht !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Das Netzteil bringt trotz 100K 1W Vorwiderstand bei Einstellung 240V knallhart 316V !!!!!!! :eek:
Ich könnte hier einen Grossuper mit 30W Ausgangsleistung anschliessen. !!
Im weiteren bin ich mir im Zweifel: ich habe für 100pf folgenden verbaut----

runder Scheibenkondensator 12mm Durchmesser hellgrau, brauner Farbklecks mit der Bezeichnung 100K ------------------------- ist das richtig ?????????????????????????
---------- oder sind das nF

Im übrigen, ist das ein Durcheinander von Drähten wie in einem Fischernetz- mache ich kein zweites mal !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Fazit: nehmt lieber einen 80V Trafo und eine Batterieröhre - das ist wohl für AM doch deutlich günstiger. - Sendehäuschen :cool:

von sachsenbastler - am 10.12.2017 12:15
@ carkiller08

Also ich habe mich ein paar mal vermessen mit der Anodenspannung. Habe den Trafo auf 220V gestellt und 2 x 100KOhm parallel in die Anodenleitung - Spannung jetzt nur 115V !!!!
Dann habe ich die Koppelspule Anschlüsse gedreht.
Die Verbindung am Trafo zwischen Minus und Heizung getrennt.

-:xcool: Und schon geht es wunderbar, lässt sich ziehen zwischen 3578- 3585.
Wenn ich keinen Weltempfänger mit Indikator hätte- übersieht man den Träger- nichts zu hören !!!!! - Vielleicht funktioniert es auch noch mit einem 6,--- Mhz Quarz.
- ohne Antenne mindestens 30m!
In die Anodenleitung will ich aber 22- 30k - wie Du mir empfohlen hast ! - reinmachen habe nur keinen mit der Belastbarkeit .
Der NF trafo ist auch angeschlossen, vielleicht reicht ein Transistorverstärker- aber dafür lasse ich mir jetzt Zeit.

von sachsenbastler - am 11.12.2017 19:56
Warum denn nicht der 1.4.? Das würde zumindest etwas Sinn ergeben!
Aber Scherz beiseite: Denkst Du Dir den Schaltplan eigentlich aus, oder basiert dieser auf einer erprobten Schaltung?
Den Plan würde ich gerne mal anschauen, und vielleicht lässt sich ja damit ein wenig sinnlose Bastelarbeit vermeiden. Aber eines kann ich jetzt schon anfügen: Sender testet man bei der Erprobung keinesfalls an der (nicht abgestimmten) Antenne - obgleich ich aufgrund eigener (früher) Erfahrungen diesen Umstand durchaus nachvollziehen kann: Die Faszination der Wirkung selbst produzierter Hochfrequenzenergie und deren mysteriöse Verbreitung, sondern an einer Kunstantenne mit definiertem Widerstand.
Zum anderen ist jedwedes Wattmeter, insbesondere im Verwendungsbereich mit undefiniertem Antennenwiderstand, völlig ungeeignet eine auch nur annähernd geeignete Aussage über die Leistung, hier offensichtlich Senderausgangsleistung, zu treffen.
Und zum Thema Spule: Soll das ein VFO werden? Mit einer Röhre? Und die willst Du auch noch modulieren, mit einem „zu 80% ungeeignetem Trafo“ (Zitat)? Was soll denn dabei 'rauskommen???

von Onkel_Dagobert - am 15.12.2017 21:35
Also doch der 1.4….! Zur Entschlüsselung der Rätselsprache gehe ich mal davon aus, dass es sich bei „der 80m SSB Sender nach der Phasenmethode“ um diese Schaltung handelt:
http://dl4cs.de/userfiles/images/schaltbilder/ssb-phasensender.gif

Das heißt konkret, Du verwendest nur den Quarzoszillator des 80m SSB-Senders nach der Phasenmethode. Die Phasenmethode hast Du aber nur deshalb erwähnt, weil das da so steht und allenfalls zur Verwirrung beitragen könnte, zumal damit natürlich Deine Amplitude, die Du ja später noch modulieren möchtest, weggefiltert würde… Und dann? Wie soll das Signal zur Antenne gehen? Auskoppelung? Zweite Stufe? Viele Fragen, keine Antworten.

Also, normalerweise denkt man sich solch einen Schaltplan vorher aus, bevor man mit der wilden Bastelei beginnt. Wie ich auf den 1.4. komme? Wie kommst Du ausgerechnet auf den 1.3.???
Meine Theorie geht so: Du willst dem Titel des Threads nach zu urteilen einen Mittelwellensender bauen, nimmst dafür aber nicht, was nahe liegend wäre, den Schaltplan eines 160m AM Senders, sondern den eines 80m SSB-Senders nach der Phasenmethode.
Dein Oszillator arbeitet aber am besten auf 7 MHz, wohl weil Du in Ermangelung anderer Kristalle nicht prüfen kannst, ob er nicht noch viel besser ganz woanders schwingt. Ohne diesen Umstand hier näher beleuchten zu können hast Du Dich allerdings von Deinem anvisierten Ziel, einen MW-Sender zu bauen, noch weiter entfernt, als es die Verwendung der 80m Schaltung bereits vermuten ließ! Also, wenn das so weiter geht, wird selbst der 1.4. kritisch, obgleich das zumindest ein passender Tag gewesen wäre…

Zu Deinen alten Radiokondensatoren: Das alte gammelige Zeug gehört sämtlich ins Museum oder in den Müll. Bei weiterer Verwendung handelst Du Dir höchstens unnötige Probleme ein!
https://www.youtube.com/watch?v=67M7fsbLUIU
Which Capacitor Do I Use?

Zur Anodenspannung: Diese ist weitestgehend unkritisch, egal ob 300 oder 350V DC, das stört die Röhre nicht. Aber, die goldenen Lösung ist das alles natürlich nicht, oder, wie ich kürzlich unter einem dieser Videos bzgl. Ameco AC-1 las: Leistungsoszillatoren, zumal moduliert, das ist Technik der 30er Jahre! Kann man machen, aber zum einen wird der Quarz womöglich schnell überlastet, zum anderen ist die Frequenz nicht stabil.

Noch zu Ua: Wesentlich wichtiger ist der Blick auf die Toleranzen in Hinsicht auf die Spannungsfestigkeit bei den Siebkondensatoren. 10% sollten da noch drin sein.

Frequenzen in den Amateurfunkbändern würde ich grundsätzlich meiden, denn damit handelst Du Dir schnell Ärger ein. Man wundert sich manchmal, wie weit solch ein Senderlein reicht!

Sendererprobung grundsätzlich nur am Dummyload. Und ja, man kann die Leistung wirklich messen, immer, da gibt’s nix zu schätzen, abgesehen mal davon daß das im Grunde auch völlig egal ist, zumindest aber in dieser Bauphase. Und wenn man da noch 2 oder 3 Stufen dran hängt, dann sind’s auch schnell mal 50 oder 100 Watt, das ist keine Hexerei.

Und dann noch: Die Spule im Oszillator ist schon mal ein Problem, sehe ich gerade, denn damit, und das steht ja zu allem Überfluß auch schon dabei, wird die Resonanz auf 3.7MHz optimiert. Und ich dachte Du schon, Du willst damit auf die Mittelwelle… v/s 7MHz aktuell! Also Murks.

Deutlich sinnvoller wäre ein Oszillaror ohne frequenzbestimmende Bauteile, in einer Ausführung mit mindestens zwei Stufen, wobei der Oszillator stabilisiert auf 150V Anodenspannung laufen sollte, entweder mittels Zener-Dioden oder Stabi-Röhre..

http://dl4cs.de/?Amateurfunk-Sender___AM-Roehrensender_fuer_10m
http://dl4cs.de/?Amateurfunk-Sender___CW%2FAM-Roehrensender_fuer_80%2F40m
http://www.jogis-roehrenbude.de/Sender/KW-SenderEL36.htm
http://sm0vpo.altervista.org/tx/2tubetx.htm
http://home.alphalink.com.au/~parkerp/projects/proj2v40.htm
http://members.home.nl/radiomorningstar/6%20Watt-a.GIF
http://www.qsl.net/n6ev/57-177S.jpg


oder wenn schon als Leistungsoszillator, trotz der bereits beschriebenen Nachteile, dann schon was erprobtes, wie:
http://www.jogis-roehrenbude.de/Sender/EL84-Sender.htm
den VFO kann man durch einen Xtal Osc. ersetzen, RIP Jack Donio
http://www.jogis-roehrenbude.de/Sender/AM-Testsender.htm

https://www.youtube.com/watch?v=xs8B9m4_BuI
https://www.youtube.com/watch?v=YsvMJq0JVc4


oder direkt so was, lässt sich leicht für MW adaptieren:
http://www.am-forum.nl/upload/100watt%20sw%20807%20transmitter.pdf

von Onkel_Dagobert - am 18.12.2017 02:35
Bau doch meinen Ein-Transistor-MW Einfachstsender, den ich hier im Forum gepostet habe, mit deiner Triode. Der Sender war hier:
Einfachster AM Sender mit Rahmenantenne vom 29.05.2016

Das Umdimensionieren der Bauteilwerte ist dann deine Aufgabe. Du wirst das schaffen. Zumindest bis Sylvester. Es muß für deine hohe Betriebsspannung alles hochohmiger werden. Der Rahmenantenne würde ich die 5 fache Windungszahl geben, sie hat dann 5...25 fache Induktivität, je nach Kopplung zwischen den Windungen. Die Kondensatoren alle 10 mal kleiner machen, die Widerstände verzehnfachen, den Arbeitspunkt für die Triode schön einstellen und vielleicht geht es dann schon...

Als Luxusvariante kannst Du Dir die Schaltung vom 27.07.2016
Abgleichfreier MW Sender mit 250 mW
zu Gemüte führen. Da gabs auch keinen Modulationstrafo, sondern eine Gleichstromreihenschaltung von Oszillator und Modulator.

von Oszillatormann - am 20.12.2017 08:12
Bau doch einen NF Verstärker. Der schwingt bestimmt aus Versehen...:D
Du weißt doch, daß alle Verstärker gern schwingen und dagegen extra die Neutralisation erfunden wurde. Neben der Kaskode und der Gitterbasisschaltung. Und am schwingfreudigsten ist Kollektorschaltung. Die hat schon fast von allein (genau gesagt dank CBE und CCE) einen negativen Eingangswiderstand bei HF. Da schließt Du nur noch einen Schwingkreis am Eingang an und los gehts. Also ECC85 nehmen, Anode an +200V, direkt an den Netzteilelko. An die Kathode ein 100 Ohm für den Arbeitspunkt, dahinter den Gitterableitwiderstand anklemmen, und dann den Kathodenlastwiderstand (22 kOhm) nach Masse. Fertig ist der Arbeitspunkt. Und dann noch schnell die Kondensatoren drumrum und Spule ran. WIR SCHAFFEN DASS :D:cool::cheers:

von Oszillatormann - am 21.12.2017 21:05
Meine Platine ist fast fertig bestückt. Es fehlen nur leider noch wenige Teile. Ich dachte, ich hätte schon einiges an Teilen, aber ich habe wohl doch nicht alles. 4 Widerstände hatte ich nicht und beim Löten ist nir aufgefallen, dass ich bei der Herstellung der Platine doch ein paar kleine Fehler gemacht hatte. Ich hatte bei der Auswahl der Bauteile nicht auf die Packages geachtet. Manche Kondensatoren hatte ich nicht im RM 2,5. Auch bei einem Trimmpoti (R30) hatte ich einen anderen Typ genommen. Kann man auch weiter oben im Bild gut sehen. Ein Poti passt nicht in die Bohrungen hinein. Das habe ich dann einfach auf die Bohrung gelötet. Ist ja nur ein Prototyp.

Morgen haben die Läden wieder auf und dann will ich mal bei Conrad und Reichelt vorbeischauen.

von RalphT - am 26.12.2017 14:09
Frohe Weihnachten und schon heute mal nen guten Rutsch in das neue Jahr 2018.


Ralph: Die Platine sieht ja ganz ordentlich gefertigt aus.

@Power-FM: Wahrscheinlich ist es sinnvoller, wenn Du die Endstufe mit einem separaten Netzteil etwas entfernt vom Modulator betreibst oder jedenfalls zwei Transformatoren nutzt, einen für den Modulator und einen für die Endstufe sowie zwei getrennte Platinen. Dann dürfte das auch mit hohen Sendeleistungen ziemlich gut funktionieren. Das ist jedenfalls meine Erfahrung. Aber mit der Reichweite ist das immer noch so eine Sache. Ich hatte das Problem, dass bei etwas höheren Sendeleistungen die Musik dann auch aus den Aktivboxen kommt.

Bei Langwelle ist es sogar schon bei ca. 0,5 Watt Sendeleistung in der näheren Umgebung der Antenne so schlimm, dass mein TFT-Monitor am Computer plötzlich Streifen produziert, ähnlich wie ein uralter Röhrenmonitor mit der edlen und seltenen Streifenmaske, bei dem die Ablenkeinheit defekt ist. Problem an der Sache nur, dass es ein TFT ist :rp:

Jedenfalls kann man mit solchen Sendern das alte TV-feeling wiederherstellen. Genuss pur!

@Sachsenbastler: Den Aufwand, den Du da betreibst mit den Röhrendingern. Da kannst du doch gleich diesen 1MHz Quarzsender von mir nachbauen. Das dauert ca. 30 Minuten, er erzeugt so viele Oberwellen, dass Du quasi von 1 MHz bis 20 MHz einen echten Universalsender hast, der auch auf Mittelwelle locker 100 Meter Reichweite erreicht. Dass er statt auf 999 kHz auf 1 MHz schwingt kannst du sowieso vernachlässigen, jedenfalls dann, wenn Du sowieso ein analoges Radio nutzt. Das Interferenzpfeifen tritt nachts auch nicht mehr auf, da ja alle Mittelwellensender in Deutschland inzwischen abgeschaltet wurden. Und selbst, wenn Du irgendeinen Sender aus dem Ausland hier noch empfangen würdest, so ist die Sendeleistung von diesem 1 MHz Sender in der näheren Umgebung immer noch so stark, dass es keinen Einfluss hätte auf die Klangqualität.

Ich gönne mir jetzt, an diesem gesegneten, zweiten Weihnachtsfeiertag, einen wunderbaren Rotwein aus Spanien. Das Anbaugebiet von diesem feinen, edlen Tropfen grenzt an Andalusien. Es ist eine wundervolle Gegend dort. Ich war schon mehrmals dort. Auch einen Tagesausflug nach Gibraltar sollte man, wenn man dann in Malaga ist, unternehmen.

Genau so wunderbar wie die Gegend rund um Andalusien ist, genauso wunderbar schmeckt auch dieser Rotwein. Deshalb kann und darf ich Euch also diesen edlen, vorzüglichen Rotwein mit gutem Gewissen empfehlen.

Weinempfehlung

Dann rutscht mal gut rein!

von kettenraucher - am 26.12.2017 14:11
Die Festtage sind rum, die Platine hat ihren ersten Testlauf hinter sich. Ich bin jetzt soweit zufrieden.
Wie das so immer bei einer Bastelei ist, es läuft nicht gleich rund. Beim Bestücken der Platine ist mir aufgefallen, dass sich viele Bauteile schlecht einlöten ließen. Das Zinn floss nicht richtig zum Lötpunkt herunter. Ich hatte die Platine vorher mit Alkohol abgewaschen, aber das half nicht. Dafür wurde ich dann bei der Inbetriebnahme bestraft. Ich hatte vor einigen Jahren mir viele Platinen aus Deutschland fertigen lassen. Da muss ich sagen, dass war auch beim Löten 100%tig. Auch waren die Platinen wesentlich dicker und somit stabiler.
Dann hatte ich bei der Erstellung in Eagle Fehler gemacht. Ein Poti hatte ein falsches Packages, ich habe das Ding dann einfach von oben oben auf die Lötpunkte angesetzt. Auch bei einigen Kondensatoren hatte ich wohl nicht richtig nachgedacht. Ich hätte mal zuerst mir alle Bauteile auf den Tisch legen sollen und dann mit den vorhandenen Bauteilen meine Platine erstellen sollen. Ja, man lernt das ja so auf der Schule, aber das war wohl doch schon länger her.

Nunja und beim Anlegen der Versorgungsspannung kam die Ernüchterung: Nix lief! Der Oszillator lief nicht. Hier waren die schlechten Lötverbindungen schuld. Ich hatte bestimmt 2 Stunden gebraucht, bis alle schlechten Lötverbindungen gefunden und beseitigt wurden. Dann musste ich noch einen Widerstand tauschen, da der Wert falsch war. Und zum Schluss lief die AM-Modulation nicht zufriedenstellend. Die HF-Amplitude kam nicht richtig an ihre Grenzen und trotzdem war die NF verzerrt. Schuld war ein Vertauschen der Anschlüsse G1 und G2 am BF961. Man kann eben doch nicht einfach G1 und G2 vertauschen. Die Kennlinien sind auch unterschiedlich.
Ein Vertauschen auf der Platine brachte den gewünschten Erfolg. Jetzt kommt hinten eine saubere AM, die sich auch zu 100% modulieren lässt, heraus.

Anbei die fertig bestückte Platine:

von RalphT - am 28.12.2017 09:48
Ich habe heute mal etwas gemessen. Die Schaltung macht bei einer Versorgungsspannung genau 1W am Ausgang. Abgeschlossen habe ich die Schaltung mit einem Widerstand von 7,2 Ohm. An diesem hatte ich mit dem Oscar 7,8 Vss gemessen. Den Widerstandswert habe ich durch eine Messung bestimmt. Bei ca. 7,2 Ohm war nur noch die Hälfte der Spannung am Ausgang vorhanden. Daher gehe ich in diesem Fall davon aus, dass mit diesem Wert eine Leistungsanpasung vorliegt.

Bei der Leistungsbestimmung sind auch die Oberwellen mit drin. Leider habe ich nicht den Messpark, den ich jetzt gerne dafür hätte. Mit dem Radio habe ich die erste Oberwelle eingestellt. Nur mit einem kleinen Draht am Ende, war mit der ersten Oberwelle nach 2m Schluss. Die Grundwelle war noch sehr gut empfangbar. Am Oscar sehe ich einen guten Sinus. Mehr kann ich zum Thema Oberwellen nicht sagen.

Der fm-Anteil? Gute Frage, ich muss leider gestehen, dass ich die Schaltung noch nicht am Draht hatte. Daher kann ich jetzt deine Frage nicht beantworten.
Du hattest ja anscheinend schon einige Erfahrungen mit AM-Sender und fm-Anteil. Wie erkennst du denn einen fm-Anteil? Ich habe mal vor langer Zeit einen Colpitts-Oszillator direkt mit einer NF-moduliert. Ich gehe mal ganz stark davon aus, dass dieser Anteil enorm hoch war. Hier war der Effekt am Radio so, dass bei exakt abgestimmter Frequenz, die Information fast weg war. Lag man etwas neben dem Träger, wurde die Musik deutlich lauter.

Ja Oszillatorman, so ist das. Ich hatte einfach mal bei der Firma in Bulgarien angefangen. Man merkt schon, dass im Gegensatz zu einem deutschen Anbieter, die Qualtität doch etwas geringer ist. Aber man lernt ja nie aus. Hier für dich und auch für den Rest, die Schaltung. Sie besteht aus zwei zusammen gewürfelten Schaltungen. Einmal der Haupteil von dem Sendertechniker aus Österreich und die PLL hatte ich hier entdeckt. Allerdings waren da leider ein paar Schaltungsfehler drin.

Jetzt probiere ich noch etwas mit der Platine rum und versuche hier und da etwas zu optimieren.

Hier das Schaltbild:



von RalphT - am 29.12.2017 13:56
Danke fürs Schaltbild. Ich erinnere mich wieder, das war vom 40 W Sender des Österreichers der Breitband Treiberverstärker.

Zur Rest FM. Es ist genau dein beschriebenes Problem. Bei exakter Abstimmung ist der Sender deutlich leiser als mit zusätzlicher Flankendemodulation. Die FM sorgt bei exakter Abstimmung für erhöhten Klirrfaktor. Vlt wird die FM auch durch eine schnelle PLL ausgeregelt. Irgendwo im Netz gab es von Philips früher ein DOS Simulationsprogramm für die 4046 PLL. Vielleicht findest Du das, installierst es innerhalb der DOSBOX (ich habe zusätzlich die DOSSHell v1,9 installiert) und läßt Dir die Bandbreite mal berechnen. Es würde mich nicht wundern, wenn sie etwa 107 Hz beträgt, weil das die Grenzfrequenz von C6 470nF und R5 3k3 ist.

Dein VCO ist ein RC Oszillator ohne Oszillatorspule. Magnetisch kann schon mal Nichts einkoppeln und Pulling erzeugen. Das hilft ungemein. Das Phasenrauschen des 4046 ist zur Strafe allerdings grottig schlecht.

von Oszillatormann - am 29.12.2017 15:11
Moin,

heute zum Jahresabschluss bei dem echten Shitwetter ein paar kleine Videos zum Senderchen:

Den Kompressor vom Oszillatorman habe ich mal eben provisorisch aufgebaut. Ich habe ihn gleich direkt am Sender angeklemmt. Scheint gut zu funktionieren. An der Stereoanlage habe ich ihn noch nicht getestet. Jetzt zu den 4 Kurzvideos ala Kettenraucher:

Das Video "Glimmlampe" zeigt die Glimmlampe am Ausgang.
Das Video "Zeigerinstrument" zieht das analoge Zeigerinstrument , welches an einen externen Schwingkreis, ca 10 cm hinter dem Sender steht.
Das Video "Oscar" zeigt die Regelung des Kompressors. Der Tastkopf ist an der Basis vom 390 Ohm angeschlossen. Ich habe die Lautstärke so eingestellt, dass die Regelung weder am oberen Anschlag, noch am unteren Anschlag ist. Hier sieht man gut, wie sie arbeitet.
Und das letzte Video "Radio" zeigt den Empfang bei schlechter Feldstärke. Bei Vollausschlag klingt fast alles gut. Hier sieht man sehr gut, dass die Balken vom Sangean noch nicht reagieren, jedoch vom Sound schon leicht hörbar ist. Hier wurde gerade eben Sunshine-live direkt übertragen. Ich brauchte für die Demo gerade etwas Sound mit BumBum.
Ich hoffe, dass die Videos direkt abspielbar sind. Evtl. müsst ihr euch die runterladen und online irgendwo konvertieren.

Eine Antenne habe ich immer noch nicht angeschlossen. Ich puste die HF in eine Spule auf Ferritkern. Das reicht mir erstmal. Auch dieses Gebilde macht mal eben knapp 100m.

Glimmlampe
Zeigerinstrument
Oscar
Radio

von RalphT - am 31.12.2017 08:43
In der Tat habe ich schon einige Probleme mit FM-Anteil. Selbst mit einer "ultra"schnellen PLL bin ich das Problem nie los geworden, tlw. trotz doppelter und dreifacher Pufferung und Abschirmung.
Bei Tests am Dummy oder an einer Glühlampe war das nicht unbedingt immer feststellbar, ich dachte oftmals schon, dass ein Sender "ok" wäre bezüglich FM-Anteil, weil mit Dummy kaum FM-Anteil feststellbar war, der gleiche Sender dann an einer Antenne machte dann aber doch wieder FM.
Bei Minileistungen unter 500mW gibt es das Problem nicht so extrem bzw. da helfen noch Maßnahmen wie Puffern, Abschirmen usw. , aber bei etwas mehr habe ich das noch nie in den Griff bekommen.
Einziger Ausweg bei mir war, den Oszillator auf der doppelten Frequenz laufen zu lassen, das hat sozusagen alle Probleme beseitigt und es ging sogar in Grenzen ganz ohne Abschirmung. Der Oszillator konnte dann sogar ruhig ohne PLL freischwingend sein. Oder halt ein Quarzoszillator, aber das finde ich doof / langweilig...

Ich hatte aber auch immer nur mit LC-Oszillatoren gearbeitet. Deine Schaltung mit dem RC-Oszillator dürfte tatsächlich wesentlich weniger Probleme mit Einstrahlung in den Oszillator haben. Dass es aber überhaupt keine Probleme mit FM gibt, mag ich mir irgendwie nicht so ganz vorstellen, zumindest ohne Abschirmung.

von Power-FM ne - am 31.12.2017 09:40
Hi Sachsenbastler,

hier eine einfache Schaltung: Baue diese mal nach. Ist ja schnell gemacht.

Pruef-MW-Sender

Hier kann man diesen Effekt am Besten feststellen. Nach dem Aufbau, wird im Radio der Träger gesucht. Jetzt schließt du eine NF-Quelle dort an. Du erwartest ein lauten, guten Sound aus dem Radio. Das wird hier nicht so ganz eintreffen. Wenn du das Radio leicht verstelltst, dann wird der Klang oder die Musik lauter und besser. Stimmt man das Radio genau in der Mitte vom Sender ab, dann ist die Musik dumpf und leise.

Und hier liegt das Problem: Das möchte man so nicht haben. Andere Mittelwellensender klingen ja auch nicht so. Hier wird in AM moduliert, jedoch tritt bei dieser Schaltung ein erheblicher FM-Anteil mit auf. Und das verursacht diesen Effekt.

von RalphT - am 31.12.2017 13:58
@ Ralph T

Danke, dass Ihr an mich denkt. Das Teil baue ich auch noch nach.
Mir tut es nur leid um meinen schönen 7,4Mhz Quarzosszillator, der mindesten 1/4 Watt raushaut.
Gibt es denn gar keine Lösung diese blöde Triode (Phasensender 80m ) irgendwie, irgendwo ohne so einen Modulationstrafo oder " NF Übertrager" zu modulieren ?
Auf 80m in CW könnte man damit sogar was anfangen!
Ich glaube jetzt, daß ich vor 36 Jahren mit der EC92 nur die NF- Stufe gebaut habe- niemals aber einen Oszillator.
Sollte hier garnichts möglich sein, ändere ich die Schaltung auf eine 6AQ5W ohne Quarz. Der Sockel dürfte ja passen.
Mein letztes Werk soll so ein AM- Modulator mit Glühfaden sein, zumal das Netzteil einwandfrei funktioniert.
Ich bin ja schon froh, wenn überhaupt NF rauskommt. Den FM- Anteil zu verringern, dazu habe ich dann wieder Zeit bis nächstes Weihnachten.

von sachsenbastler - am 31.12.2017 16:31
Frohes neues Jahr allen hier in diesem Forum!

@Ralph: Hab mir deine Videos angeschaut. Der Sender bzw. die Platine sieht gut aus. Dass der Lötzinn bei Dir nicht richtig auf der Platine haftete liegt vielleicht auf der einen Seite daran, dass die Platine evtl. leicht mit einer Fettschicht überzogen war, aber auf der anderen Seite vielleicht auch am Zinn selbst. Da gibt es massive Qualitätsunterschiede. Da musst Du einfach experimentieren.

Vielleicht solltest Du es mal mit Löthonig versuchen. Mich interessieren jetzt gar nicht die Wattzahl, was da bei Dir hinten rauskommt. Das ist auch gar nicht so wirklich entscheidend bei Mittelwelle sondern die Antenne ist das allergrösste Problem. Mit diesen verkürzten, angepassten Antennen ist das auch immer nur so eine Notlösung aber nicht wirklich effektiv. Oszillatormann ist ja schon dabei, eine XXL - Antenne zu konstruieren.

Wie weit kommste mit dem von Dir entwickelten Sender, @Ralph? Mach doch mal einen schönen Abendspaziergang mit deinem Sangean Weltempfänger und sage mir bzw. uns hier, wie weit Du kommst und mit welcher Antenne bei wieviel Volt / Ampere. Das würde mich schon interessieren.

Was Du da hinten am Dummy misst ist ja eher Nebensache. Wenn die Antenne das nicht richtig abstrahlt, bringen Dir auch 10 Watt nichts, ausser vielleicht massive Störungen im Telefonhörer und in zahlreichen anderen Geräten, weil das einstrahlt. Die Antenne muss frei stehen, sie sollte meinen Erfahrungen nach, ein bestimmtes Potential gegen Erde haben, und Du brauchst eine SEHR GUTE ERDE und die Antenne selbst muss natürlich mit einem Drehkondensator noch angepasst bzw. auf Resonanz gebracht werden.

von kettenraucher - am 01.01.2018 17:54
Ich habe gestern Abend einen Test mit meinem Mittelwellensender gemacht. Dabei ist mir aufgefallen, dass er in die eine RIchtung 4x so weit geht wie in die andere Richtung. Wenn ich die Strasse an den Häusern entlang hochlaufe ist der Sender schon nach knapp 100 Meter weg. Wenn ich aber die Strasse hinunterlaufe kann ich auch nach 500 Meter noch Teile vom Sender aufnehmen. Zwar nicht mehr rauschfrei, aber man kann schon noch Musik erkennen. Und ich hatte wirklich einen sehr schlechten Empfänger für den Test genutzt (einfaches, billiges, altes, kleines MW-Taschenradio). Ich habe als Antenne ja nur einen 7 Meter Draht und keine Richtantenne.

Liegt es vielleicht an der Erde, dass evtl. die Leitungen unter der Strasse zufällig abwärts der Strasse entlang verlaufen? Ich habe den Sender einfach an PE-Erde abgeerdet. Brauche ich vielleicht eine bessere, richtige Erde und bekomme dann mit der gleichen Sendeleistung viel mehr Reichweite? Oder muss ich den Antennendraht verlängern aber dann müsste ich die Antenne ja auf die neue Länge erneut anpassen. Wie kann es also sein, dass die Reichweite zwischen den Himmelsrichtungen Ost / West so massiv unterschiedlich ist. Der Draht ist in etwa einer Zahl 7 gespannt und das Drahtende zeigt gen Süden. Also in eine ganz andere Richtung.

Wie könnte ich die Reichweite jetzt noch weiter erhöhen, ohne die Sendeleistung weiter zu erhöhen?

von kettenraucher - am 11.01.2018 14:55
Viele Funkamateure nehmen zur Antennenberechnung dies kostenlose Programm: Google:
4nec2 antenna modeler and optimizer - QSL.net
Es soll prima Ergebnisse liefern, besonders wenn du unter Edit - Input nec File - Freq./Ground - Environment - Die richtige Erde angibst: Es soll Real ground gut funktionieren mit der Einstellung Main Ground- Ground type- average.

Das Programm kommt mit etlichen Beispielantennen, die Du alle erstmal anschauen kannst und ganz umfangreicher Hilfe. Fang an mit Faltdipol.nec. Das Programm rechnet das Strahlungsdiagramm aus, wenn Du das Taschenrechnersymbol anklickst, Far Field Pattern auswählst und Generate klickst.

Meine Gartenantenne soll damit incl Anpassschaltung 22 dB Loss machen. Die wird demnächst aufgebaut.

Viel Spaß

von Oszillatormann - am 11.01.2018 15:28
Hallo,

ich melde mich auch wiedermal nach sehr langer Zeit ... waren es Monate? Hier.

Erstmal bedauere ich auch den Tod des einen Bastlers - Radio Morningstar?

Dann versuche ich mich an die vielen Themen in der langen Zeit zu erinnern.

Hier ging es glaube ich um Röhrensender. Man kann da eigentlich sehr einfach selber etwas zusammenbauen. Ich habe Experimente mit der leider sehr seltenen 6sh45b gemacht, ich denke aber, das diese Experimente auch auf die "großen" Röhren übertragbar sind.

Um einen Kurzwellensender zu bauen, verwendete ich einfach die "abgewandte" Colpitts Schaltung, wo der Quarz von Basis nach masse liegt. Auf eine Röhre interpretiert liegt dann der Quarz von Gitter 1 nach Masse, und die Kathode wird mit dem Widerstand "hochgelegt".

Zwischen + 50V (in meinem Fall) und der Anode ist ein rel. hochomiger, auf die Resonanzfrequenz abstimmbarer, Schwingkreis. Bei mir waren das 15µH sowie ein Trimmkondensator.

Gleicht man diesen Schwingkreis auf Resonanz ab, passiert was zu erwarten ist - die Schwingung reisst ab.

Koppelt man nun eine Antenne über 22pF (o.ä.) an diesen Schwingkreis, an die Anode, und gleicht ihn relativ genau ab, aber noch nicht so gut, das die Schwingung abreisst, erhält man ein gutes Signal. Ich habe auf 6Mhz getestet, ich schätze der Sender liefert so 10-20mW, was nicht viel ist, aber zum spielen ganz OK.

Auch wenn es nur ein einfacher Schwingkreis ist, sind die Oberwellen doch relativ gut unterdrückt. Ich kann hier keine dB Angaben machen, aber schon nach gut 3 metern waren 12 und 18Mhz mehr oder weniger nichtmehr empfangbar, während die 6Mhz Grundwelle nach wie vor äußerst stark war.

Ich habe das Gitter 2 mit einer 2. Röhre die als NF Verstärker geschalten war moduliert... denke aber man kann das auch optimieren, und nur 1 Röhre verwenden wenn man einen 1:10 NF Trafo, den es mal bei Reichelt gab - oder noch gibt? Weis ich jetz nicht, jedenfalls dürfte man das mit dem modulieren können...

Man kann also wirklich einfach einen Sender mit Röhren bauen, einzig nervig ist die Stromfressende Heizung und die hohe Anodenspannung... Also im Bezug auf portabilität.

Ferner kann man mit 2 Röhren sehr schön einen kleinen Haus Mittelwellensender bauen, man koppelt einfach die 2. Röhre an die 1. "hart" mit 1nF direkt am Schwingkreis oder so an und nutzt die 2. Röhre dann als HF Endstufe / Modulator über G1 Modulation.

Funktioniert auch ganz gut.

Das war das, was mir jetzt im großen und ganzen einfiel.

Limmiter war glaube ich auch ein Thema, dazu habe ich zu sagen, das ich den effekt sehr gut kenne, wenn der Limmiter einen hohen Pegel ausgleichen muss, das er dann am Anfang verzerrt, das habe ich auch bei meinem Limmiter das Problem.

Aber wie ich so sage, man soll ja mit dem Limmiter arbeiten und nicht dagegen. Also die Pegel so anpassen, das er nur im Ausnahmefall eingreifen muss, und nicht so, das er dauernd aktiv ist. So denke ich das zumindest auf Bastler Ebene.

Habe mal den AMT 3000 gehört, da ich einen USA websdr gefunden habe auf dem - wie in den USA natürlich erlaubt - ein 100mW lizenzfreier Mittelwellensender zu empfangen ist ... Der hat auch einen Limmiter aber der ist EXTREM schnell.

Achja... auch wenn´s ein bisschen spät ist. Ein frohes neues Jahr noch

von Elektronikbastler - am 11.01.2018 20:05
Was soll ich sagen. Erst mal. Danke Oszillatormann für den Tipp mit dem Programm für die Antennenberechnung. Mal sehen, ob ich es am Wochenende zeitlich schaffe, mich damit näher auseinanderzusetzen.

Dass man mit Röhren tolle Sender, vor allem für Mittelwelle bauen kann ist ja allen Funkamateuren bekannt. Vielleicht sollte ich auch mal so eine Schaltung aufbauen. Wär jedenfalls mal was Neues.

Das Radio sieht gut aus, @sachsenbastler. Schön old School.

Ich habe nochmals Tests gemacht mit Keramikresonatoren. Ich konnte es einfach nicht glauben, dass die Resonatoren untereinander tatsächlich so voneinander abweichen. Also bin ich hergegangen und habe, ohne an der Schaltung etwas zu verändern, die Resonatoren von meinem MW-Sender einfach mal durchgetauscht. Ich war sehr erschrocken über das Ergebnis: + / - 2 kHz haben die Resonatoren untereinander Abweichungen. Es ist also vom passenden 999 kHz Resonator bis 2002 kHz alles dabei. Also ähnlich wie Lotto, nur mit etwas höheren Chancen, die passenden Zahlen zu knacken, in meinem Fall die Zahl 999 für das 9 kHz Raster, also in meinem Fall 999 kHz. Also sehr ärgerlich für mich. Um eine durchgehend konstante Frequenz zu bekommen bräuchte man bei der Schaltung also einen Quarz. Was das Ziehen von diesen Resonatoren betrifft kann ich nur sagen, manche lassen sich gut ziehen, manche sogar sehr gut, und manche fast gar nicht. Auch hier gibt es untereinander enorme Abweichungen. Wahrscheinlich liegt es auch mitunter am Hersteller. Wenn man mit genügend hoher Löttemperatur die Resonatoren "bearbeitet" kann man unter Umständen die Frequenz auch noch leicht beeinflussen (auf gut Glück). Das sind so meiine Erfahrungen die ich gemacht habe mit diesen Dingern. Also besser einen Sender MW-Sender mit einer durchstimmbaren PLL aufbauen.

von kettenraucher - am 12.01.2018 13:50
Ich habe heute nachmittag meine Riesenloop mit den GFK Steckmasten aufgebaut. Um es kurz zu machen. Sie ist Sche..e. Im Garten stehen jetzt zwei 5 m hohe Steckmasten 19m voneinander entfernt. Die Loop ist nur noch eine kapazitve Drahtantenne, weil die gemäß 4NEC2 Simulation besser gehen soll mit nur 20 dB Loss gegenüber Dipol. Der Strahler geht erst 5m hoch und dann 19m zur Seite. Darunter liegt im Gras ein 19m langer Draht als Masse-Gegengewicht. Abgestimmt habe ich mit einer Verlängerungsspule auf Ferritstab auf 1440 kHz. Die Reíchweite ist bescheidene 500m mit 10 mW Sendeleistung vom Meßsender. Dann kann man die Modulation noch so eben mit 0 dB S/N hören.Als Programm gabs mp3s, die am PC mit StereoTool im Preset AM Transmitter Europe More Bass VERFEINERT wurden. Beim Abstimmen fiel mir auf, daß die Antenne mit der berechneten 160 µH Spule auf 1250 kHz resonant war und nicht auf 1440 kHz. Die Anpassung war auf 1250 kHz etwa 20 dB. Nach Abwickeln der Spule ist die Anpassung auf 10 dB gefallen. Gemessen habe ich allerdings nicht an der Antenne, sondern am anderen Kabelende, nach 60m Kabel, das aus zwei verschiedenen Resten zusammengestückelt wurde und 3dB Dämpfung bei 1,4MHz hat. Deshalb wäre die Anpassung schon ohne Antenne 6dB und die gemessenen 10 dB sind ziemlich schlecht. 4dB Anpassung heißt SWR im roten Bereich! Ich werde untersuchen, ob die Leistung in meiner Speiseleitung verheizt wird , die vielleicht auf 208m etwa Viertelwellenresonanz hat.
Das geilste an der Aktion war der Superklang vom StereoTool von Hans van Zutphen. Bestes Programm. Bester Programmierer. Installiert Euch das.

von Oszillatormann - am 13.01.2018 19:49
Das Stereotool kenne ich bereits. Ich habe es früher oft verwendet, als ich noch auf UKW gesendet habe. Der Soundprozessor / Compressor von dem Tool ist wirklich genial, vorausgesetzt, der Rechner ist schnell genug.

Ich habe heute mal meinen Mittelwellensender mit dem IRF510 verstärkt, mit Basisvorspannungswiderstand mit ca 94 Ohm von Plus auf Gate. Betrieben wird der IRF510 mit ca 15 Volt. Ich habe jetzt einen ca. 40 Meter langen Draht als Antenne durch die ganze Wohnung durch verschiedene Räume gespannt. Problem mit dem langen Draht: An meinem TFT-Monitor habe ich nun schon Streifen im Bild. Und das, obwohl die Ausgangsleistung gar nicht so stark ist weil der IRF510 zwar verstärkt aber da ich ihn nicht wirklich richtig ansteuern kann mit einem Sinussignal geht es nur solala. Ich habe im TFT-Monitor jetzt sogar etwas Schnee im Bild, ähnlich, wie es früher die alten Röhrenfernseher hatten, z.B., wenn der Empfang mal nicht so gut war. Einen kurzen Reichweitentest werde ich heute Abend bei einem gepflegten Spaziergang unternehmen. Dann kann ich mehr über die Reichweite und vor allem auch über die Qualität des Signals sagen.

von kettenraucher - am 16.01.2018 18:20
Hallo Oszillatormann

ES ist geschafft !!!!:xcool::drink:;)
Auf Anhieb schwingt er- durchstimmbar von etwa 850Khz- 1400Khz. Ich habe im Moment fast 190V und schätze, dass da mehr als ein halbes Watt rauskommt. Die NF klappt auch so leidlich ( noch nicht perfekt )- Für einen MW- Modulator ausreichend ! - Hi
Nun im Netz gibt es glaube ich nur diese einfache Oszillatorschaltung mit der 6AQ5 . Ich habe mich hundertprozentig an das Original gehalten.
Wer also nicht nur die Ferritantenne neben seinen DKE- Empfänger legen will.- Kann sich mit dieser Schaltung austoben !
Mit einer Antenne dran, kann man ein ganzes Dorf beschallen- also nicht nachmachen.
Eine kapazitive Drahtantenne hänge ich da niemals dran. 15 cm Klingeldraht reichen für 400m.
Abends denke ich, ein starker MW- Sender zerquetscht meinen Träger spätestens in 250m
Entfernung. :)

von sachsenbastler - am 24.01.2018 20:37
@Sachsenbastler: Mit Sendeleistung aus der Wohnung raus auf Mittelwelle senden, das kannst Du gleich vergessen. Egal wie Du das nun machst. Du hast Einstrahlungen in den TFT Monitor, im Telefon etc. Das geht so ca. 500 Meter weit mit vielleicht 0,5 Watt oder noch etwas darüber, aber dann ist Schluss. Für Grundstücksfunk mehr als vollkommen ausreichend, aber mehr geht da nicht. Die Antenne muss im Freien stehen, dann kannst Du die auch ordentlich befeuern.

Einen Mittelwellsender bzw. insbesondere den Verstärker mit Röhren aufbauen könnte eine gute und sinnvolle Idee sein. Die heutigen Mittelwellensender (auch Grosssender) sind alle volltransistorisiert und werden in der Regel mit Pulsweitenmodulation betrieben (da stromsparender) und haben daher wenig Verlustleistung und einen guten Wirkungsgrad.

Die Antenne musst Du anpassen mit Drehkondensator, auch an Deinem Röhrensender, @sachsenbastler. Am Besten mit einem kleinen Anpassnetzwerk, ggfls. mit Kondensatoren und einem Drehkondensator. Oder Du experimentierst etwas und findest einen passenden Wert von einem Kondensator mit einem festen Wert für eine feste Frequenz und einer bestimmten Antennenlänge und legst den Kondensator, z.b. 1nF am Antennenausgang gegen Masse. Das geht auch. Aber ganz ohne irgendeine Anpassung wirst Du keine Reichweite bekommen.

@Oszillatormann. Du könntest mal mit einem IRF510 versuchen, das Signal von Deinem Generator von 20mW etwas weiter hochzuziehen. Auf ein paar hundert mW. Dann kannst Du die Naturgesetze doch ganz anders ausnutzen. Vor allem, weil Deine Antenne ja im Freien steht. 20 mW auf Mittelwelle erscheinen mir etwas zu wenig. Da kommst Du dann garantiert auf einer freien Fläche 2 Kilometer. Ich wohne hier in der Stadt, überall ist hier Beton. Antenne auch noch innendrin. Da geht natürlich nix. Geschweige denn habe ich eine richtige Erde. Vielleicht solltest Du mal ein Kupfer oder Eisenrohr mehrere Meter tief in den Boden schlagen und da den Sender dann aberden / anpassen. Dann kommste sicherlich weit, @Oszillatormann. Nachts gehste dann auf ne hohe Frequenz, so um die 1600 noch was kHz, dann kannst du Da ziemlich weit kommen.

von kettenraucher - am 28.01.2018 14:42
@ Oszillatormann

Also ich habe trotz grosser Vorwiderstände 270V Anodenspannung drauf ! - das hätte ich nicht gedacht.
Die Antenne ist wie in der Originalschaltung im net an 220pf angeschlossen.- von Anode aus.
Ist 1nf da besser ???
Als Antenne dient 20cm Kupferlitze, die an einem grösseren Radio- Chassisteil angeschlossen ist. -- keine Dauerlösung !!
Erde hab ich keine.
Die Modulation wird über einen Modifizierten 3- stufigen Mikrofonverstärker an G2 eingespeist.
50mW etwa- geht prima fürs Mikro. Bei Musik muss ich den 100k Regler deutlich runterdrehen.
Ich habe festgestellt je mehr Antennendraht ich zugebe, um so mehr brummt der Träger.
- völlige Fehlanpassung !
Vielleicht kann ich den Antennenausgang mit Eurer Hilfe etwas verbessern.
Der Sender taugt auch nur so für den Hausgebrauch, der Drehko ist handempfindlich und müsste abgeschirmt werden. Ich werde Ua noch weiter reduzieren, dann ist der Arbeitspunkt vielleicht optimaler ??

von sachsenbastler - am 29.01.2018 18:26
@sachsenbastler: Solange der Kondi nicht durchschlägt ist doch alles ok. Aber das merkste dann schon, wenns am Finger zwickt:rp:

Vielleicht kannste auch mit nem 500 Volt 470 nF die HF auskoppeln. Das würd ich einfach ausprobieren. Evtl. musst du noch einen 220pF Kondensator zwischen Sendermasse und Heizung legen, wo du Den Sender aberdest. Musst halt immer vorsichtig sein bei so Röhrendingern, dass Du da nicht eine "gewischt" bekommst. Aber das merkste dann schon. :haha:

Ich kannte mal einen Elektriker der sagte mir, seine Hornhaut an den Fingern sei schon so dick. Er merkt 230 Volt gar nicht mehr. Er schraubte auch nie die Sicherung raus bei ner Installation.

Aber das Brummen kommt doch bei den alten Röhrendingern meistens vom Netzteil oder von der NF-Vorverstärkerstufe.

Vielleicht kannst Du ein paar dicke Siebelkos einbauen und Mantelstromfilter wickeln, bereits am 230 Volt Eingang. So kannst Du das Brummen wahrscheinlich fast komplett unterdrücken / entfernen. Aber ganz wirds wohl nicht gehen. Sogar der Sender in Billwerder Moorfleet von NDR Info Spezial brummte leicht. Das ist einfach so und soll doch auch so sein. Radio zum Anfassen.

Wenn ich kristallkaren Klang will dann kann ich gleich mein WLAN-Radio einschalen. Da stört mich dann wieder etwas ganz anderes. Der schlechte Rauschabstand. Von der Pseudo-Stereokanaltrennung will ich gar nicht erst reden. Aber trotz alledem: Es ist ein gutes Gerät, mein Hama IR 200. Habe es damals für 39,-- Euronen im Angebot bei Medimax erworben. Habe Chinchbuchsen eingebaut und einen Schalter zum Ein und Ausschalten der Lautsprecher. So kann ich jetzt meinen Mittelwellensender damit betreiben und mir die Musik auf Mittelwelle anhören. Das macht Spass! Aber für diese moderne, zusammengequetschte Popmusik ist Mittelwelle nicht wirklich geeignet!

von kettenraucher - am 30.01.2018 13:50
Zum Koppelkondensator für den Antennendraht:

Der sollte die volle HF Spannung von der Anode durchlassen zum Antennendraht. Das schafft er, wenn er niederohmig gegenüber der Antennendrahtimpedanz ist. Die kurze Antennenstrippe von 20 cm und das angeschlossene Metallchassis haben vielleicht 20 - 50 pF ?? Kapazität gegen Masse. Wenn der Koppelkondensator wenigstens 5 mal so groß ist (also 220 pF) geht von der wertvollen HF nichts verloren. Ob 220pF oder 1nF oder 470 nF ist vollkommen egal - was die HF Spannung betrifft. Der 470 nF mit 500 V dürfte aber etwas groß werden, vor allem größer und teurer als nötig. Belasse es deshalb bei 220 pF.

Brummen entsteht MEISTENS im Netzteil-Brückengleichrichter. Überbrücke mal die vier Dioden mit jeweils 220 pF - 1 nF, dann sollte Ruhe einkehren. Der Gleichrichter wird 100 mal pro Sekunde leitend und verbindet deshalb auch mit 100 Hz die Sendermasse mit dem Lichtnetz. Dadurch ändert sich das Antennen - Gegengewicht 100 mal pro Sekunde. Die Abstrahlung ändert sich deshalb im 100 Hz Takt. So entsteht 100 Hz AM. Die hörst Du als Brumm.

von Oszillatormann - am 30.01.2018 19:44
Zitat
Oszillatormann
So, und jetzt mach bitte ein Foto für uns und laß uns teilhaben!


Ja gleich vorweg: Ich wäre auch dafür!

Du hast mich mit deinem Gleichrichter neugierig gemacht. Die parallelen Kondensatoren kannte ich auch. Ich wusste gar nicht, dass man über dieses Thema eine über 6 DIN-A4-Seiten Abhandlung schreiben kann. Ist wohl doch nicht so einfach und mal eben.

Beim Forschen in den Welten des Internetz kam auch das hier zu Tage: Diese Schaltung wurde auch mal verwendet. Gesehen habe ich das noch nicht. Aber die Sache mit den Kondensatoren wird in der EMV-Messkammer ermittelt. Ich habe das hier nicht, so wie wohl auch die meisten hier. Daher nimmt der geneigte Bastler einfach ein paar Kondensatoren vom Wert 10nF bis 100nF.

Zu der Aussage von Oszillatorman kommt wohl noch hinzu, dass die HF vom Lichtnetz wohl damit etwas ferngehalten wird. Nochmal eine Frage dazu: Werden die Kondensatoren verstärkt bei Röhrenschalten (Netzspannung direkt aus dem Netz) oder auch bei normalen Niederspannungstrafos verwendet? Ich habe gelesen, dass auch in der HIFi-Technik das gerne verwndet wird. So hier mein Bild:



von RalphT - am 03.02.2018 12:04
Hallo Ihr Kondensatorenforscher ! :xcool:

Der Tip mit den 4x 1nF war goldrichtig.
Ich habe ( hatte ) zum Glück die 1000pF 630V für meine Röhrenkisten noch reichlich.
Der Gleichrichter sieht nun aber verschandelt aus. Aber-------------------------------------
Bei mittlerer Lautstärke auch den beiden Seitenbändern, ist nur noch ein leichtes Säuseln zu hören.
Ausserdem habe ich vor dem Mikro- Ausgang eine recht wirksame HF- Drossel gesetzt- kein
Rüchkopplungspfeifen mehr , völlig neutral - ich glaube es waren 2x 47mf.
Jetzt kann ich auch an die eigentliche Antenne "mehr" dranhängen.
- Mach ich aber nicht- will ja unter 50nW bleiben.
Ein paar Fotos werde ich auch noch machen.

von sachsenbastler - am 03.02.2018 18:08
Prima, das es geht :-)

@Ralph
.....Verstehe ich das richtig: Die HF soll in das Lichtnetz rein? Oder darf sie rein, wenn dann aber gleichmäßig?....Dieser Sender hat als Antenne einen Draht und als Gegengewicht hat er nur das Chassis und das Lichtnetz. Mit einer Gleichtaktdrossel kann bei dem Sender leider Nichts ausgerichtet werden: Die müßte, um zu wirken, wenigstens 10 mal hochohmiger sein als die Antennenstrahler-Eingangsimpedanz. Die dürfte aber selbst extrem hochohmig sein, hat vielleicht 20 pF (8 kOhm Impedanz bei 1 MHz) mit einigen 10 Ohm in Serie. Die Common-Mode-Drossel zur Netzentstörung, die 80 kOhm bei 1 MHz hat, gibt es nicht zu kaufen und ist auch kaum herstellbar.
Deshalb - Augen zu und durch - und den Sender HF mäßig gleich voll ans Lichtnetz. Er sendet dann auch weiter, hat ja mehr Gegengewicht.

von Oszillatormann - am 03.02.2018 19:28


Ich habe es mal schön gemalt...
Q1 ist eine Gegenkopplung für Q3. Ich habe diese Gegenkopplung vorgesehen, damit der Verstärker ordentlich linear wird und die Modulation sauber läßt. Außerdem soll der Verstärker keine Oberwellen erzeugen, damit kein aufwändiger Tiefpaß rein muß. Weil der Verstärker aber breitbandig bis etwa 6 MHz ist, müssen die Oberwellen vom Meßsender doch abgeschwächt werden. Deshalb ist der Pi-Filter am Ausgang vorhanden. Außerdem können natürlich Oberwellen entstehen, wenn der Verstärker übersteuert wird... Die Schaltung bringt ein gutes Watt an 50 Ohm raus, bei 300mA*13V = 4W DC.
Q2 sollte den Arbeitspunkt temperaturstabilisieren und dafür mit an den Kühlkörper. Das ist aber unnötig, weil die Gleichstromgegenkopplung über R5 R6 ganze Arbeit leistet. Weil der Verstärker 21 dB verstärkt, wurde der Meßsender für 250 mW = 24 dBm unmodulierter Träger auf 3dBm gestellt.
Der krumme Kondensatorwert von C4=5180 pF lag als Styroflexkondensator gerade rum, da gehen sicher auch 4,7nF.

von Oszillatormann - am 06.04.2018 18:55
1. Test !

Die 4. Spule hat es nun tatsächlich ins MW- Band geschafft, wenn auch ziemlich am Ende und die Leistung ist glatt halbiert. - leider !
Die Antenne selbst mit der Verlängerungsspule hat doch ( was eigentlich nicht sein dürfte ) deutlichen Einfluss auf die Oszi-Frequenz.
Antenne 1m Alu Stab mit Verlängerungsspule- ohne Erde !!!

Ergebnis: Mehr als ernüchternd ! Nach etwa 60m war der Träger fast weg und die Modulation ging in ein Pfeifen über- obwohl die Frequenz sehr ruhig war- fast frei !

Da hatte ich mehr erwartet.
Aber die Beiträge hier haben das schon angedeutet. Man müsste mindestens einen Lambda/ Halbe Strick anpassen, oder Gleichwertiges und braucht als Gegenpol noch eine feuchte
Erde- lach ! :joke:

von sachsenbastler - am 14.04.2018 20:13
@RalphT

Nimm statt des Ferrits eine Rahmenantenne wie hier schon beschrieben:

Re: Einfachster AM Sender mit Rahmenantenne #
geschrieben von: Oszillatormann
Datum: 03. Juni 2016 18:05

Der AM Sender braucht noch einen großen Bruder mit mehr Reichweite. 500 m habe ich mit 25mW Sendeleistung aus einem Messsender erreicht. Die Antenne dazu sieht so aus:

Für 1.0 MHz Sendefrequenz:
L = 14uH Rahmenantenne = 1 Wdg 4 * 210 cm
an die Zimmerwand geklebt
zzgl 1,20 m Zuleitung
Gesamte Drahtlänge = 10,80 m
Aus Koaxkabel mit 1,5mm Schirmdurchmesser, nur Schirm benutzt,
oder aus Schaltlitze mit 1,5 mm Durchmesser.
gemessene Spulengüte Q = 60. 14uH=j88Ohm+1,46 Ohm

Die Antenne wurde mit zwei Kondensatoren auf 50 Ohm angepasst: 1,5nF parallel zur Antenne und über 337 pF lose angekoppelt, Resonanz bei 995 kHz mit 30 dB Anpassung.
Die Spannung an der einen Windung ist 40 Vss bei 25mW und 80Vss bei 100mW bei voller Modulation. Durch die Spule fließt daher bei 80Vss und j88 Ohm 0,9Ass. Die Wirkleistung im äquivalenten 1,46 Ohm Widerstand ist Iss² * R / 8 = 147 mW.
Der Messsender liefert aber nur 100mW. Da hat sich eine kleine Ungenauigkeit eingeschlichen.
Der Messsender ist seit Jahren nicht mehr kalibriert. Die Gütemessung ist vielleicht nicht exakt. Die Induktivität stimmt nicht genau. Das Oszilloskop ist nicht genau bei der Messung von 80 Vss. Es gibt viele Fehlermöglickeiten. Auf jeden Fall habe ich in 500 m Entfernung noch ca 0 dB S/N im Empfänger. Für 5km Reichweite braucht man dann wohl etwa 100 fache Leistung = 2,5W.

von Oszillatormann - am 21.04.2018 17:47
Du kannst bei deinen Spulen auch einfach mit folgender Technik arbeiten

(da sie ja offensichtlich auf einem Hohlkörper gewickelt sind)

Baue deine Antennenanlage so auf, wie du es möchtest. Dann stelle auch deinen Sender auf die entsprechende Frequenz.

Mach... von Antenne gegen Masse mal einen Kondensator hin (sowas richtung 15...47pF aber er sollte je nach leistung schon mindestens 1kV aushalten)

Dann brauchst du einen Feldstärkemesser.... den du in der Nähe der Antenne aufstellst.

Sender an ... nun einen Ferrittstab nehmen von alter MW LW Radioantenne und in die Luftspule langsam reinschieben...

So kannst du ihre Induktivität in einem großen Bereich variieren, und bekommst deine Antenne so angepasst.

Den Ferritstab also auf maximalen Pegel positionieren und fixieren.

Den Stab von außen da reinschieben es kann bei solchen Spulen sein, da sie viel eigeninduktivität haben, das die Resonanz schon vorhanden ist wenn der Stab nur in der Nähe der Spule ist.

Der Kondensator am Ausgang ist optional...

Allzuviel Reichweite solltest du trotzdem nicht erwarten. Es bleibt leider trotz recht hoher Leistungen bei kurzen Antennen - 1m Antenne - im Rahmen um die 100 Meter.

Bei Röhrensendern kann das anders sein, weis ich nicht.

von nicht kettenraucher - am 29.04.2018 12:47
Ich probiere vieles und alles!

Im Moment kriege ich den Sender garnicht auf die gewünschte Frequenz.
Ich habe verschiedene Spulen probiert, und komme der Sache eigentlich auch schon näher.
Ich bin folgendermassen vorgegangen:
Antenne mit Spule immer gleich, auch Standort. Am Fuß der Verlängerungsspule steht in 0,5 cm Abstand mein Feldstärkeinstrument.
Jetzt drehe ich den Drehko auf max. Feldstärke und suche die Frequenz mit dem Weltempfänger.
Auf diese Weise habe ich das Maximum (annähernd von 2400Khz auf 1850Khz runterbekommen, mit Spule 4. Das reicht mir aber noch nicht, weil ich auf 1200 etwa kommen will.
Die Idee einen zusätzlichen Drehko zwischen Antennenausgang und Masse einzubauen hatte ich auch schon. Werde das heute noch probieren. Vielleicht reicht das dann schon.
Ein Ferritstab in der Luftspule verringert irgendwie die Leistung.

von sachsenbastler - am 29.04.2018 14:59
Also verbessern kann man hier ständig !

Ich habe mehrere Leitungswege z.Teil deutlich verkürzt.

Zwischen Antennenausgang und Masse habe ich nach mehrfach probieren jetzt einen Kondensator 3,2pf . Dieser trägt wesentlich zur Stabilität und Berührungsempfindlichkeit bei und verschiebt die Frequenz mehr in Bandmitte - jetzt 1495 Maximum ! Die Leistung ist nur ganz minimal besser.

Aber die Modulationqualität ist sagenhaft, kristallklar, und lässt sich über 100K Poti gut regeln.
Ein-- Riesenvorteil--- dieser Schaltung, auch wenn sie primitiv erscheint !

- man braucht keinen Modulationstrafo, oder grossen Verstärker, es reichen 60-80mW NF und Du denkst du hast ein drahtloses Mikro vor Dir.
Spule 5 wird aber probeweise auch noch eingesetzt. Dann ist Ruhe !

von sachsenbastler - am 29.04.2018 20:12
Das 6AQ5 Schaltbild ist ja supereinfach. Modulation über ein Tetrodengitter. Klingt das brauchbar?

Mehr HF an der Anode bekommst Du nur mit größerem LC Verhältnis. Überschlägig rechne ich aus:

1,5 MHz hast Du mit eingedrehtem 330 pF Kondensator, der hat -j321 Ohm bei der Frequenz. Wenn dein Schwingkreis Güte 50 hat, ist der Parallelwiderstand 16 kOhm. Mit 5mA (=7mAs) Anoden-HF Strom bekommst Du 80 Veff = 240 Vss am Schwingkeis. Ist denn der Anodengleichstrom größer als 7mA?

Wahrscheinlich ist der Strom kleiner und deshalb das LC Verhältnis zu niederohmig. In der Originalanleitung ist nur ein 100 pF Drehko drin und die Spule dürfte dreifachen Durchmesser haben, damit die Resonanz wieder passt. Kondensatoren zum Frequenz runtersetzen gehören über die gesamte Spule, d.h. von der Anode zum Drehko.

Weil die Spule als Spartrafo geschaltet ist, erzeugt sie 180 Grad Phasendrehung für die Rückkopplungsspannung am Gitter. Hier wurde im Prinzip ein Hartley Oszillator gebaut. Aber: Aus Dusseligkeit ist der Drehko nicht parallel zur Spule über den kompletten 150 Wdg sondern liegt auf Masse und damit HF mäßig parallel zu den 40 Wdg. Das ist definitv schlecht, denn der Drehko ändert damit die Rückkopplungsphase. Es ist nur angenehm einfach, den Drehko ohne Isolation einfach an das Chassis schrauben zu können

Fazit: Die Schaltung ist Machwerk eines Bastlers und nicht durchdacht. Nachbausicherheit gibt es nicht. Wenn der Nachbau nicht funktioniert ist das normal. Wenn Du da HF rausbekommst freu Dich.

von Oszillatormann - am 01.05.2018 06:52
Die tollen Spulen nützen natürlich nur richtig viel, wenn der Erdverlustwiderstand kleiner ist als der Verlustwiderstand in der "Verlängergsspüle" :joke:

Nachdem Du zwei 18 m hohe Tannen zur Verfügung hast, hätte ich folgenden Plan: Die Tannen sollten unbedingt als Antennenmast für eine Drahtantenne verwendet werden. Um den Draht 18 m hoch zu bekommen, kann man prima einen Quadrocopter benutzen. Einfach ein paar Meter Abspannschnur ans Ende des Lackdrahtes knoten, das Abspannseil ein paarmal um den Quadrocopter wickeln und den Quadrocopter in 18m Höhe mit dem Abspannseil im Schnabel um die Tanne fliegen lassen. Wenn Du rückwärts zur Abwickelrichtung um die Tanne fliegst, wickelt sich das Seil vom Quadrocopter wieder ab und um die Tanne rum. Schon hängt der Draht oben. :rp::rp:

von Oszillatormann - am 06.05.2018 11:23
Habe den Schaltplan gesehen. Was mich stört sind die nicht konkreten Wickeldaten zur Spule.

Ferner ist der Arbeitspunkt von G2 festgelegt, und nicht über ein Poti regelbar. Meinen eigenen Röhrenexperimenten zufolge kann es dann entweder total gut funktionieren, weil die Gesamtkonstruktion passt, oder der Arbeitspunkt stimmt nicht (wegen Abweichungen im Plan)
und die Modulation ist stark verzerrt, zu leise / funktioniert nicht was auch immer.

Ferner hätte ich die Röhre jetzt auch nicht da. Ich hab´ schon div. Röhren Modulatoren mit G2 Modulation aufgebaut. Funktionieren in der Hinsicht alle gut, das sie extrem wenig FM machen.

Störend ist aber der idr. geringe Modulationsgrad. Ich konnte es (nach Gehör) so auslegen, das man vielleicht auf 80% kam (80% als obere Modulations "Spitze" auslegen der nenn Modulationsgrad war vielleicht 60%) sonst verzerrts...

Ein Transistor Modulator ist dem überlegen. Zudem hast du ja auch einen Sender und keinen Modulator, denn ein Modulator der - nach deiner Aussage - 400m weit sendet ist per definition kein Modulator.

Modulator, wie beim Videorecorder der UHF Modulator, speißt das Signal direkt in den Empfänger ein...

von nicht kettenraucher - am 11.05.2018 09:36
Naja es liegt nicht an der Reichweite sondern am Ausgangspegel.

Der Poti an G2 wird dafür sorgen das du die Leistung des Senders einstellen kannst. Wenn du den Schleifer so drehst, das G2 mehr Spannung bekommt wird die Leistung deutlich zunehmen, aber die Modulationsfähigkeit sehr abnehmen.

Drehst du den Schleifer Richtung GND wird die Mod immer lauter (bzw. bis Schwingungsabriss) und die Leistung dafür geringer.

Sicherlich klingt der Sender gut aber bei meinen Tests gehe ich halt mehr semi-Wissenschaftlich ran, und vergleiche den Sender konkret mit offiziellen Stationen beziehungsweise ich habe mittlerweile so meine Tests um den Modulationsgrad nachzuweisen.

Im Prinzip ist die Zahl dahinter ja egal ... manche "Fahren" sogar >100% Modulationsgrad um das letzte mW aus dem Sender rauszukitzeln...

Du kannst es eigentlich ganz leicht testen, wenn du an die Empfangsschwelle von deinem Sender kommst dann muss diese so sein, das - wenn kein Signal empfangbar ist, ist kein Signal empfangbar... aber sobald nur ein total schwaches Signal nachweisbar ist, muss die Modulation bereits deutlich - nicht verständlich aber deutlich - heraushörbar sein.

So ist es bei komerziellen Sendern und 100% Modulationsgrad.

Bei den Bastel Sendern mit 70-80% Modulationsgrad hast du es dann nämlich gerne so das du schon sehr deutlich merkst, das da ein Träger ist (Rausch Geräusch ändert sich) aber erst wenn du einiges mehr an Träger hast ist zu erahnen das da eine Modulation ist, und erst wenn du dann nochmal einiges mehr an Träger hast kann man sie auch verstehen...

Das kostet halt in der Praxis deutlich Reichweite. Sicher mag der Sender mit geringem Modulationsgrad hervorragend klingen und alles, das bezweifel ich ja net, aber wenn´s "ums Senden" geht dann ist Modulationsgrad wichtig...

*Augenzwinker*

Das kann man sehr gut bei channel292 sehen, die umbedingt ihre 10kW Sendeleistung haben wollen. Oftmals klingt deren Modulation in meinen - und manch anderer Ohren - wirklich stark verzerrt...

Da wäre es besser auf vielleicht 8kW runterzugehen und dafür die Modulatiosmöglichkeiten voll auszunutzen und ein richtig gutes, klares, Signal zu liefern

von nicht Kettenraucher - am 12.05.2018 09:15
Oszi-mann - da bin ich gespannt ?????

Ich war auch nicht untätig- man kann ja nicht 3 Tage in der Sonne liegen !;)
Allerdings kann man bei der MW rumpobieren bis einem das Wasser im A.......... kocht.

Spule 5 ist noch nicht fertig- da Tube noch nicht leer.
Da habe ich die beste von den 4 vorigen eingesetzt. Den Arbeitspunkt etwas verändert.
Und dann habe ich noch 3 - drei - ! verschiedene Verlängerunsspulen gewickelt. Der Strahler immer gleich 1,10m lang 4mm Alurohr.
Die letzte Verlängerunsspule hats gebracht- in einem begrenzten Frequenzbereich - Maximum.
Mit dem Weltempfänger und den Beatles bin ich auf der Strasse ca. 150m weit gekommen.
Dann habe ich was anderes gehört.
Das muss ich dann mal Mittags machen. - Bin übrigens auch bei 1,5 gelandet !
Vielleicht bringt die 5. Oszispule noch einen Kik nach Mitte :xcool:

von sachsenbastler - am 21.05.2018 20:30
Ich nehme an, Du hast eine etwa 7m lange Antenne für beide Fälle im Hinterkopf?

Für 80m braucht es eine 20m lange Antenne, für MW aber eine 60m langen Antenne. Weil Du geistig vermutlich nur eine 7m lange Antenne benutzt, ist der Antennenwirkungsgrad auf 80m vielleicht 10%, auf MW dagegen nur 1%. Das kostet heftig Reichweite. Der Störpegel auf MW ist außerdem locker 10 mal höher als im 80m Band. Das kostet noch mal Reichweite. Und weniger Reichweite mal weniger Reichweite gibt besonders wenig Reichweite.
Aber: Meine Loopantenne mit 2*2m Größe schaffte mit 250 mW schon 600m Reichweite bei 1,2 MHz. Meine 17m lange Gartenantenne schafft 3km mit 250 mW bei 1,4 MHz. Fazit: Es hängt extrem viel an der Antennenanpassung und am Antennenwirkungsgrad.

von Oszillatormann - am 26.05.2018 12:41
@ Oszi-Mann

o,k. Ich habe das verstanden.
Mit der Raumwelle bei Dunkelheit ergibt sich bei entsprechender Ionosphäre auch noch mal ein
Faktor von 1,2 - meiner Meinung nach.

Ich habe schon an allen " 4 Ecken" einen 150pf Drehkondensator zusätzlich angeklemmt - aber es ändert sich in Bezug auf Leistung und Frequenz kaum etwas.
Das entscheidende ist die Spule mit dem richtigen Verhältnis Spulendurchmesser zu Drahtstärke.

2 Verlängerungsspulen die nichts brachten ausser 10 Oberwellen habe ich schon wieder abgewickelt und hätte jetzt ca. 50m gute Kupferlitze zur Verfügung ??????????
na mal sehen..................................................................................................................................??..

von Sachsenbastler - am 26.05.2018 17:18


Um die Frage, ob Kurzwelle besser geht als Mittelwelle, zu beantworten, habe ich die Pegel am Ausgang meiner Gartenantenne abends gegen 19:30 am 09.03.2018 gemessen und en Plot hochgeladen. Die Antenne ist schmalbandig auf 1,4 MHz abgeglichen und liefert satte Pegel bei 1,2 MHz und 1,4MHz. Bermerkenswert ist der steile Pegelabfall bei genau 1602 kHz. Da geht es von -60 dBm runter auf -95 dBm bei 1,7 MHz. Liegt natürlich daran, das das Mittelwellenband hier zu Ende ist und kein Rundfunksender auf 1,7 MHz funkt. 35 dB weniger heißt bekanntlich 3162 mal weniger Leistung. FAZIT: Wer auf 1,7 MHz mit 100 W sendet, benötigt für gleiche Reichweite auf 1,6 MHz 316200W. Soviel dazu. :confused::( :drink:

von Oszillatormann - am 26.05.2018 18:15
Hallo, ich melde mich auch mal wieder zu Wort. : Ich sitze jetzt gerade im Flugzeug gen Germany. Ich war fuer ein paar Wochen auf Teneriffa, habe hier Wlan an Bord.

@sachsenbastler: es ist wohl hauptentscheidend bei Mittelwelle, wie gut die Erde ist, Bodenbeschaffenheit etc. Selbstverstaendlich spielt die richtige Antenne azch eine grosse Rolle (Sticheort: "Wirkungsgrad"). Wenn Beides nicht gegeben ist, dann bringt auch eine hohe Sendeleistung kaum Reichweite. Das jedenfalls ist meine Erfahrung. Es werden ja nicht umsonst aufwendige Bodengutachten fuer grosse Mittel- und Langwellensender erstellt. In der Wueste z.
B. hat ein Langwellensender kaum Reichweite, logisch!

@Power-FM: selbstverstaendlich hast Du recht mit deiner Aussage, dass die Antenne vertikal gespannt sein muss. Daher empfiehlt sich bei Mittelwelle fuer passable Reichweiten immer noch die von Oszillatormanns erlaeuterte Rahmenantenne, am Tuerrahmen befestigt. Damit kann man dann auch die Strahlungsrichtung / Abstrahlcharakteristik individuell aendern. Wuerde man die Rahmenanzenne um das Haus spannen, haette man eine hohe Reichweite nach oben in den Luftraum bzw. ins Weltall. Vielleicht ein Versuch wert, um mit Ausserirdischen in Kontskt zu treten .:rp:

Gruesse
kettenraucher

von kettenraucher - am 14.06.2018 12:50
@sachsenbastler: Gute Idee. Das wäre dann jedenfalls authentisch, so wie man das noch aus der guten, alten Zeit kennt.

Das Gehäuse baue ich dann aber aus Plexiglas. Man will ja schliesslich die Röhren glühen sehen :hot:

Weisst Du, ich finde es auch schade, dass ein paar Kulturbanausen in diesem Land alle Mittelwellensender in Deutschland abgeschalten haben.

Wenigstens den Deutschlandfunk bzw. NDR Info Spezial hätten die ja beibehalten können. Aber nein, es musste ja AUS KOSTENGRÜNDEN alles abgeschalten werden. Ich erspare mir dazu jetzt weitere Ausführungen.

Also, was willste dagegen tun? Nix, is halt so. Müssen wir so hinnehmen, wenn die Regierung das so anordnet. Muss man eben so hinnehmen und eben seinen eigenen Sender betreiben, um dieses hohe Kulturgut in Deutschland auch weiterhin zu erhalten, Museen gründen, etc.

Ich gönne mir jetzt noch einen gepflegten Sonntagsspaziergang und danach ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte mit Kaffee! :rp:

von kettenraucher - am 24.06.2018 14:49
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