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Senderbau und HF Technik
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Erster Beitrag:
vor 2 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 6 Tagen, 6 Stunden
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Power-FM ne, carkiller08, kettenraucher, Oszillatormann, Power-FM

Frequenzversatz bei Keramik-ZF-Filter als Oszillator

Startbeitrag von Power-FM am 03.12.2017 18:36

Man kann ja einen UKW-Keramik-ZF-Filter auch für einen Oszillator verwenden, ist ja nichts anders als ein Keramikresonator.

Ich habe sowas noch nie gemacht, aber heute mal probiert (fragt nicht wofür ;-) ).
Jedoch taucht dabei ein Problem auf: Die Schaltung schwingt nicht bei 10,7 MHz, sondern bei fast 11 MHz.

Ich habe die Verstärkerschaltung um den Resonator herum in den drei verschiedenen Grundschaltungen gebaut, alle hatten diesen Frequenzversatz (nicht dass ich gedacht hätte, dass es damit zu tun haben könnte ;-) ).

Z.B. so (in "Emitterschaltung"):
[attachment 510 zf.jpg]
(Verbindungspunkt an der Basis fehlt)

Hier also ganz ohne zusätzliche Kondensatoren oder Idnuktivitäten oder sonstwas zum ziehen der Frequenz.

Schwingt problemlos an, aber auf 11 MHz. Ich kann nun mit Hilfe von Kondensatoren, z.B. von Basis nach Mase oder / und von Kollektor nach Masse das Signal bis auf 10,82 MHz bekommen, will ich weiter herunter, reißt die Schwingung aber ab, 10,7 MHz erreiche ich also gar nicht.

Sollte das Teil nicht so wie auf dem dem Schaltbild, also ohne zusätzliche Kondensatoren (außer der BE- und CE- Kapazität) eigentlich auf 10,7 MHz schwingen oder zumindest in der Nähe (11 MHz finde ich dann doch sehr weit weg, ich glaube kaum, dass er dort seine Resonanz hat, damit würde er im UKW-Radio ja auch nicht richtig funktionieren...)?

Antworten:

Die Signallaufzeit durch das Filter ist mehrere us lang. Das bewirkt bei 10,7 MHz eine Phasendrehung um etliche 1000 Grad. Du brauchst für deine Schaltung n*360 Grad + 180 Grad. Die bekommst Du offenbar bei 11 MHz.

von Oszillatormann - am 03.12.2017 20:00
Power-FM: Ich habe noch viele von diesen 1000kHz Keramikresonatoren und diese haben untereinander teilweise eine Abweichung von + / - 3 kHz.

Ich bin dazu auch auf folgenden Themenbeitrag gestossen. Das von Oszillatormann erwähnte Problem mit der Laufzeitverzögerung kommt da wohl noch erschwerend hinzu.

Versuch mal nen anderen Keramikfilter. Du kannst diese Dinger ja mit Kondensatoren ziehen wobei das auch ganz unterschiedlich ist. Der eine lässt sich gut ziehen der andere wieder schlechter. Ich habe das bei meinen Experimenten beobachtet.

Es gab wohl damals noch grössere Fertigungstoleranzen. Theorie und Praxis sind manchmal total unterschiedlich wie man sieht.

von kettenraucher - am 05.12.2017 00:30
Du kannst auch mit verändern der Spannung die DInger noch beeinflussen. Musst du mal experimentieren.

Ohweia

von kettenraucher - am 05.12.2017 00:32
...oder gleich ein ohnehin günstiger erhältliches 10,7MHZ Quarz nehmen.
Warum der ganze Aufwand mit einem Teil, bei dem der Hersteller erwöhten Aufwand betrieben hat, um
mehrere 100kHz Bandbreite zu erzielen.

von carkiller08 - am 05.12.2017 05:22
Zitat

Warum der ganze Aufwand mit einem Teil, bei dem der Hersteller erwöhten Aufwand betrieben hat, um
mehrere 100kHz Bandbreite zu erzielen.

Wegen der gewünschten Frequenzmodulation, die mit so einem "nicht ganz so stabilen" Oszillator natürlich einfacher geht als bei einem Quarzoszillator.

Einen Quarzoszillator für 10,7 MHz habe ich auch "in der Mache", nur bekomme ich den (noch) nicht ausreichend frequenzmoduliert (dass man damit keine Breitband-FM hinbekommt ist mir schon klar, das will ich auch nicht, aber aktuell ist er selbst für Schmalband-FM (mehr brauche ich gar nicht) zu leise).

von Power-FM ne - am 08.12.2017 19:31
Ach so. Das mach Sinn,

Dann würde ich evtl. die Beschaltung des Filters ergänzen - Stichwort Impedanz-Einfluss
auf die Durchlass-Eigenschaften des Filters.

Bei ungewünschter Beeinflussung der Frequenz bei Änderung der Betriebsspannung würde ich an Ein-und Ausgang des Filters mal jeweils einen Kondensator vorschalten ( Stichwort:: Verhalten von
piezokeramischen Werkstoffen bei Anlegen von Spannung) .

Ganz verrückte Idee : In älteren analogen Sat-Receivern und Kopfstellen-Technik wurden manchmal
auch 10,52 MHz Keramikfilter eingesetzt. Vieleich schwingen die ja dann bei 10,7 MHz ?

von carkiller08 - am 08.12.2017 20:26
Ich habe mir jetzt einen freischwingenden VCO für 10,7 MHz gebaut.
Für Breitband-FM ist er stabil genug, für Schmalband-FM (oder eher ein Zwischending zwischen Breit und schmal, das ist nämlich das gewünschte Ziel) aber nicht ganz.

Da muss also noch weiter getüftelt werden. Allerdings habe ich schon viel zu viel Zeit mit dieser Geschichte verschwendet...

von Power-FM ne - am 11.12.2017 16:42
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