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Senderbau und HF Technik
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Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren
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HF-Schorsch, Power-FM, broadcaster, befi

uhf verstärker

Startbeitrag von befi am 15.09.2007 19:53

Hallo


Ich würde ganz gerne ein Videosignal auf UHF senden können. Bei Conrad habe ich mir dafür einen UHF-Modulator gekauft, der ein FBAS-Signal nimmt und daraus ein UHF-Signal macht. Dieses Signal ist aber gedacht für die Einspeisung in ein Antennenkabel. Ich kenne mich auf dem Gebiet HF überhaupt nicht aus, aber was müsste ich machen, um dieses Signal zu senden? Würde ein HF-Verstärker mit Antenne reichen? Wenn ja, wie sähe so etwas aus?
Danke!

Antworten:

Kommt auf die Reichweite an.Ich habe z.B. 1-2 20dB und einen 40dB VHF/UHF Verstärker in Reihe geschaltet (jeder Ausgang zur Antennenrichtung).Bei mir lief das ganze auf Kanal 30 somit war eine Kanal 32 Antenne für ORF2 genau richtig, ging je nach Wetter bis zu 1-1,5 km mit Wald dazwischen aber das ganze leider nur in eine sehr schmale Richtung. Demnächst baue ich wieder so ein Projekt mit einem VHF/UHF Stereo-Modulator von Conrad und dann in VHF, ist um einiges besser als UHF.

Gruß
Schorsch

P.S. Zum testen einfach mal einen evtl. vorhandenen Verstärker umstöpseln und ausprobieren, vllt. von Antenne zu Antenne mit ein paar Meter Abstand.

von HF-Schorsch - am 15.09.2007 21:04
Die Reichweite muss nicht so Hoch sein. 1km Luftlinie ist ausreichend. Gibt es eine einfache Schaltung die man an den Ausgang hängen kann? Als jemand der in NF zu Hause ist, würde ich eine Emitterschaltung bauen um das zu Verstärken. Ich habe aber so die leise Vermutung, dass bei HF das nicht so einfach zu lösen ist. Gibt es da eine "unter zehn Bauelemente" Lösung?

von befi - am 15.09.2007 21:24
Zitat

"unter zehn Bauelemente" Lösung?

Nein, nicht mal unter Hundert. Und nur mit NF-Kenntnissen hast bei UHF gar keine Chance.

So ein Modulator-Signal auf Leistung zu bringen bedarf einer großen Verstärkung.
Solche Modulatoren haben meist einen Ausgangspegel von max. 80dbuV.
Schaltest du einen 40dB Verstärker nach, bist auch erst bei 120dbuV/75Ohm, das sind gerade mal 13mW an75OHM. Für ein paar hundert Meter Reichweite solltest du mindestens 100mW haben an einer 10dB-Gewinn Antenne wie eine UHF 43-Element-Yagi. Und da wird es jetzt schwierig einen Verstärker von 13mW auf 130mW (10dB) zu finden, der auch den maximalen Ausgangspegel von 130dBuV sauber schafft.
Selbstbau scheidet bei dir als Anfänger aus. Also Kaufen. Und wenn schon Kaufen, warum dann nicht das Ganze fix und fertig für 130 Euro mit 100mW Output inklusive
VHF/UHF PLL-Modulator ? Da machst dann nur noch Koax und Antenne dran, fertig.
Sieht dann so aus:


Verstärker für deinen Conrad Modulator müsstest du ja auch kaufen, und so ein 40dB UHF Verstärker kostet dich auch locker 100-150 Euro, und da fehlen ja dann noch die letzten 10-20dB um überhaupt mal an den 100mW-Bereich heranzukommen.
Hast aber so was noch rumliegen, dann probiere es wie Schorsch beschrieben hat.

Gruß
Broadcaster


von broadcaster - am 15.09.2007 21:39
Mit den db Angaben hat broadcaster natürlich recht, der Verstärker muß den Pegel auch verarbeiten können, weiß jetzt die Daten von meinem 40db Verstärker nicht dürfte aber gut bei 130dbµV liegen. Solltest Du direkte Sichtverbindung haben dann müßtest Du mit meinem Vorschlag was machen können. Wenn Du aber keine Verstärker rumliegen hast dann würde ich mir was anderes überlegen.Ich denke aber das man sehr leicht an alle möglichen Verstärker kommen kann, gebraucht im Netz oder Kistenweise(alte) beim Händler.

Gruß
Schorsch



von HF-Schorsch - am 15.09.2007 21:52
Bitte aber nicht den Fehler machen und einen Empfangsverstärker nehmen. Die haben erstens eine viel zu geringe Verstärkung und zweitens keine Filterung,und drittens sind sie einfach nicht dafür geeignet, auch wenn im I-Net das gegenteil gesagt wird.

von Power-FM - am 15.09.2007 22:08
@PowerFM

Zitat

Bitte aber nicht den Fehler machen und einen Empfangsverstärker nehmen. Die haben erstens eine viel zu geringe Verstärkung und zweitens keine Filterung


Teils hast du Recht, teils aber auch nicht: Für die ersten 40dB (was durchaus eine sehr hohe Verstärkung ist) von 80dBuV auf 120dBuV um erst mal in den Milliwattbereich zu kommen, sind Empfangverstärker schon geeignet und auch dafür konstruiert. Ein Filter
brauch es in diesem Pegelbereich auch noch nicht wenn man nur einen UHF Kanal verstärkt.

Betrachtet man aber dann den Bereich über 120dBuV, dann hast du wieder Recht, ab hier müssen es selektive Sendeverstärker sein, denn kommerzielle Empfangsverstärker sind meist bei einem max.Ausgangspegel von 120dBuV absolut am Ende und bringen keine Verstärkung mehr wenn man sie am Eingang schon mit 120dBuV befeuert.
Da kommt dann nur noch Dreck raus, aber keine weitere Verstärkung mehr.

@all

Deshalb müssen dann für die letzten 20dB-30dB um auf ein paar hundert Milliwatt zu kommen, Sendeverstärker her mit entsprechend hohen Leistungen.
Um 1 Watt UHF PAL TV zu erzeugen, werden Sendeverstärker benutzt, die in der Größenordnung einer 10Watt SSB Endstufe dimensioniert sind.
Da es sich bei diesem Conrad Modulator um AM-PAL-TV handelt, kommt auch noch hinzu, daß ein solcher Verstärker extrem linear sein muss. Desweiteren muss die
Nyquist-Flanke noch gefiltert werden um dem Restseitenband-Verfahren gerecht zu werden. Das haben diese reinen Modulatoren auch noch nicht drin.

Und da wirds dann auch teuer wenn man nicht selbst bauen kann.

Lange Rede kurzer Sinn: Es ist nicht möglich mit mit ein paar einfachen Handgriffen und ein paar Euro aus einem Mofa einen GrandPrix Renner zu bauen.

Gruß
Broadcaster


von broadcaster - am 15.09.2007 23:01
Mein obiger Vorschlag beruht auf EMPFANGSVERSTÄRKER und es funktioniert einwandfrei, glaube auch nicht unbedingt bei diesen kleinen Leistungen in eine Richtung und in einem Einfamilienhaus auf dem Land groß Filtern zu müssen. Ich sendete damals auf K30 ca. 5m von der Hausanlage entfernt und ORF2 auf K32 konnte ohne Konsequenzen empfangen werden.
Im übrigen realisierte ich diese Sache aus dem nichts, also ohne Investitionen.
Desweiteren kam ich damals zu einem (Dem) Bozener Antennenbauer von dem ich eine TV Endstufe ergattern konnte (mit einem BFT99-wird mit einem BFQ34 ersetzt) der sagte eine Ansteurung mit einem 20db- (bei mir mit Kanaleinstellung)und folgend einem 40db Empfangsverstärker stünde nichts im Wege.Ebenso ist eine Empfangsantenne (mit größtmöglichen Gewinn) ausreichend aber natürlich nicht optimal.
Natürlich kann (würde!) ich solche spielereien nicht in einer Stadt und oder großen Wohnung machen.
Das ganze ist auch nicht unbedingt im Dauerbetrieb zu empfehlen!
Hier noch ein interessanter Link für Modulatoren und Co.

Grüße
Schorsch

von HF-Schorsch - am 17.09.2007 16:37
Zitat

Teils hast du Recht, teils aber auch nicht: Für die ersten 40dB (was durchaus eine sehr hohe Verstärkung ist) von 80dBuV auf 120dBuV um erst mal in den Milliwattbereich zu kommen, sind Empfangverstärker schon geeignet und auch dafür konstruiert. Ein Filter
brauch es in diesem Pegelbereich auch noch nicht wenn man nur einen UHF Kanal verstärkt.

Betrachtet man aber dann den Bereich über 120dBuV, dann hast du wieder Recht, ab hier müssen es selektive Sendeverstärker sein, denn kommerzielle Empfangsverstärker sind meist bei einem max.Ausgangspegel von 120dBuV absolut am Ende und bringen keine Verstärkung mehr wenn man sie am Eingang schon mit 120dBuV befeuert.
Da kommt dann nur noch Dreck raus, aber keine weitere Verstärkung mehr.

So meinte ich das auch. Allerdings kommt noch die Flasche Impedanz an dazu, denn die ist bei Empfangsverstärkern ja 75 Ohm, während in der Sendetechnik 50 Ohm üblich ist.
Klar, es funktioniert, aber das ändert nichts daran, dass diese Verstärker nicht dafür vorgesehen sind. Dann lieberne richtige Verstärkerstufe.

Aprops Empfangsverstärker,ich habe noch ne ganze tüte voll mit IC-Modulen,diemit ganz wenig äußerer beschaltung als Breitsbandverstärkergenutz werden können. Type müsste ich raussuchen...

von Power-FM - am 17.09.2007 19:06
Hier ein Bild meiner VHF/UHF Enstufe, der BFT99 ist defekt, BFQ34 im Anflug ein BFQ68 wäre wünschenswert.
Komischerweise, für mich glücklicherweise, hat die Stufe eine 75Ohm impedanz.

von HF-Schorsch - am 17.09.2007 20:11
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