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Informationen zum Thema:
Forum:
ChessBits-Computerschachforum
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Kurt Kispert, marcus kästner, Peter Vossen

gestreute Spielstärken

Startbeitrag von Kurt Kispert am 17.05.2001 08:03

Gleich vorausgeschickt gefällt mir die Tendenz das zur Zeit auch über etwas schwächere Programme gesprochen wird (z.B. Palmgenius etc.). Es kann ja nicht Sinn der Sache sein das die meisten Spieler von uns unter 2000 Elo haben und sich mit 2600 Elo-Programmen herumschlagen müssen gegen die sie null Chancen haben und die Handicapstufen sind für Anfänger zwar sicher sehr amüsant aber für etwas fortgeschrittene Spieler geht der Spielspaß bald verloren, da mit etwas Übung z.B. unter Fritz die Wertungspartien leicht gewonnen werden können und wenn man höher geht stimmt die Spielstärke und der Stil nicht mehr exakt mit den Elostufen und menschlichem Spiel überein.

Ich würde mir da ein Programm wünschen das ziemlich genau eine bestimmte Elostufe und auch einen menschenähnlichen Spielstil simulieren kann. Man könnte das ja dann ziemlich schnell anhand Brettcomputer die eine gefestigte Elozahl haben überprüfen ob die jeweiligen Spielstärkestufen dann auch wirklich glaubwürdig sind.

Mir geht es also nicht so sehr darum das Schachprogramme die jetzt 2571 oder 2598 Elo haben noch besser werden da mir da im praktischen Spiel sowieso kein Unterschied mehr auffällt, verlieren tu ich sowohl gegen 2571 als auch gegen 2598, obwohl der Trend nach Höherem natürlich auch fortgesetzt werden soll. Meiner Meinung nach wäre es wünschenswert auch viel mehr in die Breite zu programmieren als nur in die Spitze. CB hat in dieser Richtung mit seinen Wertungspartien auch schon einiges unternommen aber Verbesserungswürdig wäre das allemal.

Grüße, Kurt

Antworten:

>Gleich vorausgeschickt gefällt mir die Tendenz das zur
> Zeit auch über etwas schwächere Programme gesprochen wird (z.B.
> Palmgenius etc.). Es kann ja nicht Sinn der Sache sein das die
> meisten Spieler von uns unter 2000 Elo haben und sich mit 2600
> Elo-Programmen herumschlagen müssen gegen die sie null Chancen
> haben und die Handicapstufen sind für Anfänger zwar sicher sehr

nun, dann nimm dir die artikel von eduard zu herzen, da hat mit ein wenig übung auch der schwächere gegen diese boliden eine chance ;-)

gruß
marcus

von marcus kästner - am 17.05.2001 08:19
MK: nun, dann nimm dir die artikel von eduard zu herzen, da hat mit ein wenig übung auch der schwächere gegen diese boliden eine chance

KK: Was nützen mir Eduards Artikel im Herzen wenn ich sie nicht in meinem Kopf reinpassen?!? :-)

Grüße, Kurt

von Kurt Kispert - am 17.05.2001 08:39
Kurt Kispert schrieb:
>
> Gleich vorausgeschickt gefällt mir die Tendenz das zur
> Zeit auch über etwas schwächere Programme gesprochen wird (z.B.
> Palmgenius etc.). Es kann ja nicht Sinn der Sache sein das die
> meisten Spieler von uns unter 2000 Elo haben und sich mit 2600
> Elo-Programmen herumschlagen müssen gegen die sie null Chancen
> haben und die Handicapstufen sind für Anfänger zwar sicher sehr
> amüsant aber für etwas fortgeschrittene Spieler geht der
> Spielspaß bald verloren, da mit etwas Übung z.B. unter Fritz
> die Wertungspartien leicht gewonnen werden können und wenn man
> höher geht stimmt die Spielstärke und der Stil nicht mehr exakt
> mit den Elostufen und menschlichem Spiel überein.

Diese Erfahrungen musste jeder mal machen. Wann, ist dabei abhängig von der persönlichen Spielstärke. Einigen wenigen steht sie noch bevor.

> Ich würde mir da ein Programm wünschen das ziemlich genau eine
> bestimmte Elostufe und auch einen menschenähnlichen Spielstil
> simulieren kann. Man könnte das ja dann ziemlich schnell anhand
> Brettcomputer die eine gefestigte Elozahl haben überprüfen ob
> die jeweiligen Spielstärkestufen dann auch wirklich glaubwürdig
> sind.

Diese ELO-reduzierten Engines spielen absolut merkwürdig. Mal wird tief und richtig gerechnet, das andere mal bleiben ganze Klötze stehen. Das ist irgendwie noch nirgendwo so richtig gelungen, dass so umzusetzen, dass Mensch auch seinen Spaß an der Sache hat, oder doch?

> Mir geht es also nicht so sehr darum das Schachprogramme die
> jetzt 2571 oder 2598 Elo haben noch besser werden da mir da im
> praktischen Spiel sowieso kein Unterschied mehr auffällt,
> verlieren tu ich sowohl gegen 2571 als auch gegen 2598, obwohl
> der Trend nach Höherem natürlich auch fortgesetzt werden soll.
> Meiner Meinung nach wäre es wünschenswert auch viel mehr in die
> Breite zu programmieren als nur in die Spitze. CB hat in dieser
> Richtung mit seinen Wertungspartien auch schon einiges
> unternommen aber Verbesserungswürdig wäre das allemal.

Ich kann deine Gefühle nachempfinden. Bis so vor zwei Jahren konnte ich auch noch einigermaßen mithalten in langen Partien. Jetzt geht es in einer Wertungspartie nur noch darum ein Remis zu schaffen und Anti-Computerschach ist nicht jedermanns Sache.

Ich mache es folgendermaßen: Wenn ich mich fit fühle und es mal richtig zu Hause krachen lassen will, dann pack ich Chess System Tal I (DOS-version) aus und duellier mich mit dem Bruder. Er ist strategisch nicht ganz so sicher wie die heutige Generation und vertut sich auch mal mit nem Opfer. Er lässt dich aber sicher nicht entwischen, wenn du dir einen echten Bock erlaubt hast. Partien mit CS Tal haben mir immer Spaß gemacht. dagegen ist es nicht unbedingt so die wahre Freude von Fritz und Shredder zerquetscht zu werden.

Und für unterwegs ist PalmGenius genau der Richtige. Spaßfaktor = 100%.

Gruß

Peter

von Peter Vossen - am 17.05.2001 09:35
> Diese ELO-reduzierten Engines spielen absolut merkwürdig. Mal
> wird tief und richtig gerechnet, das andere mal bleiben ganze
> Klötze stehen. Das ist irgendwie noch nirgendwo so richtig
> gelungen, dass so umzusetzen, dass Mensch auch seinen Spaß an
> der Sache hat, oder doch?

probier mal den schweinehund. mit dem spiel ich selbst ofz und es macht langanhaltend spaß.

> Ich mache es folgendermaßen: Wenn ich mich fit fühle und es mal
> richtig zu Hause krachen lassen will, dann pack ich Chess
> System Tal I (DOS-version) aus und duellier mich mit dem
> Bruder. Er ist strategisch nicht ganz so sicher wie die heutige
> Generation und vertut sich auch mal mit nem Opfer. Er lässt
> dich aber sicher nicht entwischen, wenn du dir einen echten
> Bock erlaubt hast. Partien mit CS Tal haben mir immer Spaß
> gemacht. dagegen ist es nicht unbedingt so die wahre Freude von
> Fritz und Shredder zerquetscht zu werden.

ja, stimmt. cst1 macht wirklich mit am meisten spaß für patzer wie mich.

>
> Und für unterwegs ist PalmGenius genau der Richtige. Spaßfaktor
> = 100%.

bin nicht mehr ganz so begeistert vom genius. blitze nur noch und da stehe ich praktisch immer in gewinnstellung, um am ende irgendwas einzustellen. also keine wirkliche positionelle herausforderung obwohl ich (durch die einsteller) mehr verliere als gewinne (im 5m blitz)

marcus

von marcus kästner - am 17.05.2001 10:07
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