Schach-Programmierer als Beruf ???

Startbeitrag von Martin Poggensee am 23.05.2001 16:58

Es gibt einige Firmen, die Schachprogramme "herstellen", doch niemals findet man ein Stellenangebot für Programmierer, die an diesen Programmen entwickeln sollen. Warum eigentlich ??? Ist der Markt so klein, oder werden Schachprogramme nur als Hobby und nicht kommerziell entwickelt ??? Als freiberuflicher Programmierer (und nebenbei begeisterter Schachspieler) finde ich diese Fragestellung doch recht interessant.

Antworten:

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> Es gibt einige Firmen, die Schachprogramme "herstellen",
> doch niemals findet man ein Stellenangebot für Programmierer,
> die an diesen Programmen entwickeln sollen. Warum eigentlich
> ??? Ist der Markt so klein, oder werden Schachprogramme nur als
> Hobby und nicht kommerziell entwickelt ??? Als freiberuflicher
> Programmierer (und nebenbei begeisterter Schachspieler) finde
> ich diese Fragestellung doch recht interessant.


nun, erstens ist der markt sehr klein, zweitens gibt es weltweit bestimmt hundert leute, die ein schachprogramm geschrieben haben und drittens wird man nur "engagiert" wenn das programm eine gewisse stärke erreicht hat und sich damit von der masse abhebt. das allerdings ist so schwer, daß es weltweit nur eine handvoll leute schaffen und diese werden dann automatisch von den firmen angesprochen.

also sich anstellen lassen und dann ein weltmeisterprogramm schreiben funktioniert nicht. egal wie gut du programmieren kannst, versuch mal ein programm schreiben, daß auch nur ansatzweise mit einem etablierten mithalten kann. es wird dir in absehbarer zeit mit sicherheit nicht gelingen.

probier es trotzdem, es macht spaß.

viele grüße
marcus

von marcus kästner - am 23.05.2001 22:14
marcus kästner schrieb:
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> > Es gibt einige Firmen, die Schachprogramme "herstellen",
> > doch niemals findet man ein Stellenangebot für Programmierer,
> > die an diesen Programmen entwickeln sollen. Warum eigentlich
> > ??? Ist der Markt so klein, oder werden Schachprogramme nur als
> > Hobby und nicht kommerziell entwickelt ??? Als freiberuflicher
> > Programmierer (und nebenbei begeisterter Schachspieler) finde
> > ich diese Fragestellung doch recht interessant.
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> nun, erstens ist der markt sehr klein, zweitens gibt es
> weltweit bestimmt hundert leute, die ein schachprogramm
> geschrieben haben und drittens wird man nur "engagiert" wenn
> das programm eine gewisse stärke erreicht hat und sich damit
> von der masse abhebt. das allerdings ist so schwer, daß es
> weltweit nur eine handvoll leute schaffen und diese werden dann
> automatisch von den firmen angesprochen.
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> also sich anstellen lassen und dann ein weltmeisterprogramm
> schreiben funktioniert nicht. egal wie gut du programmieren
> kannst, versuch mal ein programm schreiben, daß auch nur
> ansatzweise mit einem etablierten mithalten kann. es wird dir
> in absehbarer zeit mit sicherheit nicht gelingen.
>
Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, wenn man nicht wie all die Schachprogrammierer alleine ein Programm schreiben würde, sondern im Team sich genau überlegen würde, wie das gehen soll, genau guckt, was man an Schachwissen einem Programm wie einbläuen kann, so denke ich, wäre da sicher einiges zu machen.
Sämtliche Schachprogrammierer haben so viele Ideen, was sie noch alles besser machen könnten, was man noch alles einbauen müßte.
Jetzt stelle man sich mal beispielsweise vor, einer beschäftigt sich nur mit dem Trojaner. Versucht Kriterien zu entwickeln, wann man den nehmen kann und wann nicht. Dann würde man etwas hinbekommen, was viel besser Schach spielt als die heutigen Programme.

Gruß, Martin

> probier es trotzdem, es macht spaß.
>
> viele grüße
> marcus

von Martin Schubert - am 24.05.2001 15:03
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