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ChessBits-Computerschachforum
Beiträge im Thema:
18
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Harald Faber, Gerhard Sonnabend, Peter Ackermann, ELVIS, Martin Schubert, marcus kästner, Christian Goralski

Quelle des Shredder 5.32-Buches

Startbeitrag von Harald Faber am 26.06.2001 20:22

Ich hoffe, dass ich durch das Zitieren eines Teils einer e-mail jetzt hier kein Geheimnis verrate oder gegen sonstige Privatsphäre verstosse, aber folgende Antwort habe ich per e-mail von @#$%& bezüglich des Shredder-Buches erhalten:

[Zitat Anfang]
Das Eröffnungsbuch wurde von uns aus einer Partiendatenbank von Spielern mit einer Elo über 2400 generiert. Dieses Loch können Sie dahingehend interpretieren, dass sich das Morra-Gambit wohl keiner grossen Beliebheit auf hohem Niveau erfreut. Mit Hilfe des baumbasierten Konzeptes von Shredder 5.32 sollte es kein grosses Problem sein, diese Lücke durch entsprechenden Partinimport oder Editierung zu stopfen.
[Zitat Ende]
Haralds Homepage

Antworten:

Harald Faber schrieb:
>
> Ich hoffe, dass ich durch das Zitieren eines Teils einer
> e-mail jetzt hier kein Geheimnis verrate oder gegen sonstige
> Privatsphäre verstosse, aber folgende Antwort habe ich per
> e-mail von @#$%& bezüglich des Shredder-Buches
> erhalten:
>
> [Zitat Anfang]
> Das Eröffnungsbuch wurde von uns aus einer Partiendatenbank von
> Spielern mit einer Elo über 2400 generiert. Dieses Loch können
> Sie dahingehend interpretieren, dass sich das Morra-Gambit wohl
> keiner grossen Beliebheit auf hohem Niveau erfreut. Mit Hilfe
> des baumbasierten Konzeptes von Shredder 5.32 sollte es kein
> grosses Problem sein, diese Lücke durch entsprechenden
> Partinimport oder Editierung zu stopfen.
> [Zitat
> Ende]
Haralds Homepage


Nein, verstösst Du nicht.
Schreiner ist hauptberuflicher MA der Firma ChessBase.
Solche Informationen sind nach BGB öffentlich.
Den Text zu beurteilen, resp. die Qualität dieses Buches, sei den jeweiligen Sh 5.32Besitzern überlassen.
SO ein Buch - nach DIESEM Strickmuster mache ich in 5 Std - als global book.

Im übrigen erstaunt die Lapidarität der Auskunft oder zeugt von gehörigen Wissenslücken auf diesem Sektor.
Eine Masse von 25.000 Zügen B21 nebst Zugumstellungen durch

> des baumbasierten Konzeptes von Shredder 5.32 sollte es kein
> grosses Problem sein, diese Lücke durch entsprechenden
> Partinimport oder Editierung zu stopfen.

könnte auch ein dressierter Affe.
Daraus ein für Sh 5.32 annehmbares book zu machen - ohne Kenntnis des book cookings - bräuchte einige Hundert Automatenpartien im BLITZverfahren - um das Ding hinsichtlich der Ausspielpräferenzen wenigstens HALBWEGS abzudichten.

Es gibt auf verschiedenen sites kleine help-Auskunfteien, die per generation nach Stichwort Antworten dieser Sachqualität automatisiert ausspucken.

ChessBase geht - ohne Not - erstaunliche Wege.....
c/u

EL

Fernschach International


von ELVIS - am 26.06.2001 22:01
Hi!

Welches Buch würdet ihr denn nun als Experten empfehlen?
Vielleicht die Powerbooks 2001?

MFG. Christian Goralski

von Christian Goralski - am 26.06.2001 22:42
Christian Goralski schrieb:
>
> Hi!
>
> Welches Buch würdet ihr denn nun als Experten empfehlen?
> Vielleicht die Powerbooks 2001?
>
> MFG. Christian Goralski

Ich kann Dir zumindest sagen, was ICH empfehlen würde :

genau das, was Du vorgeschlagen hast.

schlaf gut

EL

Fernschach International


von ELVIS - am 27.06.2001 04:10
ELVIS schrieb:
>
> Harald Faber schrieb:
> >
> > Ich hoffe, dass ich durch das Zitieren eines Teils einer
> > e-mail jetzt hier kein Geheimnis verrate oder gegen sonstige
> > Privatsphäre verstosse, aber folgende Antwort habe ich per
> > e-mail von @#$%& bezüglich des Shredder-Buches
> > erhalten:
> >
> > [Zitat Anfang]
> > Das Eröffnungsbuch wurde von uns aus einer Partiendatenbank von
> > Spielern mit einer Elo über 2400 generiert. Dieses Loch können
> > Sie dahingehend interpretieren, dass sich das Morra-Gambit wohl
> > keiner grossen Beliebheit auf hohem Niveau erfreut. Mit Hilfe
> > des baumbasierten Konzeptes von Shredder 5.32 sollte es kein
> > grosses Problem sein, diese Lücke durch entsprechenden
> > Partinimport oder Editierung zu stopfen.
> > [Zitat
> >
> Ende]
Haralds Homepage

>
> Nein, verstösst Du nicht.
> Schreiner ist hauptberuflicher MA der Firma ChessBase.
> Solche Informationen sind nach BGB öffentlich.
> Den Text zu beurteilen, resp. die Qualität dieses Buches, sei
> den jeweiligen Sh 5.32Besitzern überlassen.
Das habe ich bewusst weg und unkommentiert gelassen. :-)
> SO ein Buch - nach DIESEM Strickmuster mache ich in 5 Std - als
> global book.
Ich weiss. Ich bin auch schon versucht, das mit dem 2400-ELO-Buch selbst herauszufinden, z.B. aus der Bigbase oder so.
>
> Im übrigen erstaunt die Lapidarität der Auskunft oder zeugt von
> gehörigen Wissenslücken auf diesem Sektor.
> Eine Masse von 25.000 Zügen B21 nebst Zugumstellungen durch
>
> > des baumbasierten Konzeptes von Shredder 5.32 sollte es kein
> > grosses Problem sein, diese Lücke durch entsprechenden
> > Partinimport oder Editierung zu stopfen.
>
> könnte auch ein dressierter Affe.
> Daraus ein für Sh 5.32 annehmbares book zu machen - ohne
> Kenntnis des book cookings - bräuchte einige Hundert
> Automatenpartien im BLITZverfahren - um das Ding hinsichtlich
> der Ausspielpräferenzen wenigstens HALBWEGS abzudichten.
Offenbar hat man selbst diesen kleinen Aufwand nicht für nötig gehalten.
>
> Es gibt auf verschiedenen sites kleine help-Auskunfteien, die
> per generation nach Stichwort Antworten dieser Sachqualität
> automatisiert ausspucken.
>
> ChessBase geht - ohne Not - erstaunliche Wege.....
> c/u
Na Du als "Blutsbruder" von MW wirst dazu doch sicher noch mehr Info herauskitzeln können?! ;-)
BTW was gefällt Dir eigentlich so an dem Powerbook? Meinst Du das 2001 oder das 2000? Ich kenne zumindest vom 2000er ein paar wenig erquickliche Lines, die mich an der Verwendung für Schachprogramme etwas zweifeln lassen. BTW2: Du postest um 6:10 Uhr? Bist Du noch wach oder schon? :-)
>
> EL
Haralds Homepage


von Harald Faber - am 27.06.2001 04:20

Shredderbuch = Tigerbuch !!!!!!!

Hallo!

Nachdem ich gestern Shredder 5.32 bekommen habe, blieb mir die Spucke total weg: Das bei Shredder mitgelieferte Buch ist IDENTISCH zu dem Buch, daß ich vor ein paar Wochen mit der Tiger-CD geliefert bekam. D.h. alle Probleme (Morra, 1.b4 = out of book) betreffen beide Bücher!
Ein Buch "a la ChessBase" kann ich mir innerhalb von ein paar Stunden (je nach PC-Geschwindigkeit) auch selber generieren.
Habe hier meine Bigbase genommen, die Partien bis 1970 nachträglich mit ELO-Zahlen versehen lassen, alle >=2300 in eine eigene Datei kopiert und dann vollautomatisch ein Buch generieren lassen. Das Buch ist sicher nicht besser als das von ChessBase, aber breiter und auch nicht schlechter, weil ja kein Buch auf das spezifische Programm abgestimmt ist (Powerbooks natürlich auch nicht!). Irgendwie fühle ich mich als Käufer schon vera..... , oder? Ich glaube kaum, daß der Spielstil von Shredder und von GambitTiger soooo gleich sind.....
Schade, wenn im Zuge dieses Chessbase-Monopols alles ein Einheitsbrei wird.

Peter

von Peter Ackermann - am 27.06.2001 08:34

Re: Shredderbuch = Tigerbuch !!!!!!!

Peter Ackermann schrieb:
>
> Hallo!
>
> Nachdem ich gestern Shredder 5.32 bekommen habe, blieb mir die
> Spucke total weg: Das bei Shredder mitgelieferte Buch ist
> IDENTISCH zu dem Buch, daß ich vor ein paar Wochen mit der
> Tiger-CD geliefert bekam. D.h. alle Probleme (Morra, 1.b4 = out
> of book) betreffen beide Bücher!
Na toll... :-(
> Irgendwie fühle ich mich als Käufer
> schon vera..... , oder? Ich glaube kaum, daß der Spielstil von
> Shredder und von GambitTiger soooo gleich sind.....
Selbst mit ChessTiger nicht...
> Schade, wenn im Zuge dieses Chessbase-Monopols alles ein
> Einheitsbrei wird.
Ich sehe schon das Argument: "Na und, haben wenigstens alle die gleichen Voraussetzungen, ohne book-cooking usw." :-(Allerdings sehe ich nicht ein, ein Produkt zweimal zu kaufen, einmal wegen der besseren GUI und einmal wegen des angepassten Buchs.
>
> Peter
Haralds Homepage


von Harald Faber - am 27.06.2001 08:42

Re: Shredderbuch = Tigerbuch !!!!!!!

Ich denke, für die diversen Ranglisten ergeben sich interessante Konsequenzen. Wenn normalerweise mit dem mitgelieferten Buch gespielt wird, manche Programme zugeschnittene Bücher haben, manche aber nicht...

von Martin Schubert - am 27.06.2001 08:56

Re: Shredderbuch = Tigerbuch !!!!!!!

Martin Schubert schrieb:
>
> Ich denke, für die diversen Ranglisten ergeben sich
> interessante Konsequenzen. Wenn normalerweise mit dem
> mitgelieferten Buch gespielt wird, manche Programme
> zugeschnittene Bücher haben, manche aber nicht...Das wird Kraut und Rüben geben. Man sieht ChessTiger14 unter CB laufen mit einem fragwürdigen Buch, während GambitTiger unter der eigenen GUI mit eigenem Buch läuft. Wenn das jetzt mit Shredder so weitergeht und die Shredder5-Ergebnisse mit den Shredder5.32-Ergebnissen vermischt werden sollten, dann gute Nacht.
Haralds Homepage


von Harald Faber - am 27.06.2001 09:05
Harald Faber schrieb:
Hi Harald....

> > Nein, verstösst Du nicht.
> > Schreiner ist hauptberuflicher MA der Firma ChessBase.
> > Solche Informationen sind nach BGB öffentlich.
> > Den Text zu beurteilen, resp. die Qualität dieses Buches, sei
> > den jeweiligen Sh 5.32Besitzern überlassen.

> Das habe ich bewusst weg und unkommentiert gelassen. :-)

Das hab' ich mir wohl gedacht :D

> > könnte auch ein dressierter Affe.
> > Daraus ein für Sh 5.32 annehmbares book zu machen - ohne
> > Kenntnis des book cookings - bräuchte einige Hundert
> > Automatenpartien im BLITZverfahren - um das Ding hinsichtlich
> > der Ausspielpräferenzen wenigstens HALBWEGS abzudichten.

> Offenbar hat man selbst diesen kleinen Aufwand nicht für
> nötig gehalten.

Ich werde mich sachkundig machen.


> > ChessBase geht - ohne Not - erstaunliche Wege.....
> > c/u

> Na Du als "Blutsbruder" von MW wirst dazu doch sicher noch
> mehr Info herauskitzeln können?! ;-)

Nun - mit "kitzeln" ist das so eine Sache - ich kann prinzipiell nur das öffentlich machen, was er konzidiert, kannste Dir wohl vorstellen.

> BTW was gefällt Dir eigentlich so an dem Powerbook? Meinst Du
> das 2001 oder das 2000? Ich kenne zumindest vom 2000er ein paar
> wenig erquickliche Lines, die mich an der Verwendung für
> Schachprogramme etwas zweifeln lassen.

Das ist sicher richtig -
a) ich meine die PB 2.001
b) es ging mir bei meiner Empfehlung lediglich darum, daß eine sehr grosse Masse an Theorie insgesamt abgedeckt ist -
daß sowas nicht unbedingt Maschinengerecht aufbereitet ist, ist schon klar.
Hilft aber, u.a. wie in Deinem Fall, um Wissenslücken in Bezug auf B 21 abzudecken - dafür ist's schon Klasse.

BTW2: Du postest um 6:10
> Uhr? Bist Du noch wach oder schon? :-)

HA.....:-( :confused:

Der Herr bewahre : "...schon...."
Journalisten sind dämmerungs + nachtaktiv :mad:

c/u

:hot:

EL
> >
> >
> EL
Haralds Homepage

Fernschach International


von ELVIS - am 27.06.2001 13:37

Re: Shredderbuch = Tigerbuch !!!!!!!

Genau deshalb sind Vergleiche mit Einheitsbuch oder
Eröffnungsvorgabe wesentlich aussagekräftiger :-)

Gruß G.S.
Computerschach Corner


von Gerhard Sonnabend - am 27.06.2001 19:29

Re: Shredderbuch = Tigerbuch

Gerhard Sonnabend schrieb:
>
> Genau deshalb sind Vergleiche mit Einheitsbuch
> oder
> Eröffnungsvorgabe wesentlich aussagekräftiger :-)
Ja! Ich habe es gewusst! Gewonnen! Wurde auch mal Zeit, dass diese von mir prognostizierte Antwort ein paar Beiträge darüber in diesem thread endlich mal erscheint. :-)Selbstverständlich teile ich Deine Ansicht nicht. :-)
> Gruß
> G.S.
Haralds Homepage


von Harald Faber - am 27.06.2001 22:04

Einheitsbuch non-plus-ultra?

Hallo Gerhard!

Deine Ansicht kann ich so nicht teilen. Eröffnungen sind ein Teil einer Schachpartie (ein wichtiger!) und es ist bekannt, daß je nach Eröffnungswahl ein strategischer / taktischer Spieler/Programm sich mit der entstandenen Stellung leichter oder schwerer tut. Warum soll ein Programm nicht auch das Recht haben, Stellungen zu bekommen, die ihm schmecken?
Stell Dir vor, bei Menschen-Turnieren käme zu Beginn der Partie ein Schiedsrichter, würde das Kuvert öffnen und dann sagen "Meine Herren, heute spielen wir die Sämisch-Variante im Königsinder! Aufstellen, bitte!" Kasparov würde sich bedanken......
Die Frage nach DEM BESTEN PROGRAMM ist eh müßig zu diskutieren, weil wohl je nach Stellung das eine oder das andere Programm die Nase vorne hat bzw. mehr Verständnis hat; also bin ich dafür, bei Turnieren den Einheitsbrei wegzulassen und allen Programmen ein Eröffnungsbuch zur Verfügung zu stellen, das ihnen und ihrem Stil gerecht wird (nach Meinung des Programmierers!).

Was mich einfach total nervt, ist, daß es sowohl für die Tiger als auch für Shredder Bücher gibt, die speziell für sie entwickelt wurden, aber chessbase hält es nicht für nötig, sie beim Kauf des Programmes mitzuliefern. Wenn ich mir überlege, daß Junior (Alterman), Nimzo (Kure) und Fritz (Kure) mit "angepaßten" Buch geliefert werden, dann sehe ich auch, wo chessbase um Qualität bemüht ist und wo einfach die schnelle Mark mitgenommen wird.

Viele Grüße nach Stuttgart!

Peter

von Peter Ackermann - am 28.06.2001 07:46

Re: Einheitsbuch non-plus-ultra?

Peter Ackermann schrieb:
>
> Hallo Gerhard!
>
> Deine Ansicht kann ich so nicht teilen. Eröffnungen sind ein
> Teil einer Schachpartie (ein wichtiger!) und es ist bekannt,
> daß je nach Eröffnungswahl ein strategischer / taktischer
> Spieler/Programm sich mit der entstandenen Stellung leichter
> oder schwerer tut. Warum soll ein Programm nicht auch das Recht
> haben, Stellungen zu bekommen, die ihm schmecken?
> Stell Dir vor, bei Menschen-Turnieren käme zu Beginn der Partie
> ein Schiedsrichter, würde das Kuvert öffnen und dann sagen
> "Meine Herren, heute spielen wir die Sämisch-Variante im
> Königsinder! Aufstellen, bitte!" Kasparov würde sich
> bedanken......

Ist halt die alte Frage, was interessiert einen. Und ich behaupte weiterhin, wenn man Engine-Engine-Partien mit Eröffnungsbuch der jeweiligen Engine testet, ist das Ergebnis genau für eine Sache aussagekräftig: für Engine-Zweikämpfe. Man bekommt nur diese Spielstärke heraus. Und für wen ist die wirklich interessant? Ich finde, mit dem gleichen Buch für alle würde man schon einen Schritt in die Richtung der "interessanten" Spielstärke gehen.


> Die Frage nach DEM BESTEN PROGRAMM ist eh müßig zu diskutieren,
> weil wohl je nach Stellung das eine oder das andere Programm
> die Nase vorne hat bzw. mehr Verständnis hat; also bin ich
> dafür, bei Turnieren den Einheitsbrei wegzulassen und allen
> Programmen ein Eröffnungsbuch zur Verfügung zu stellen, das
> ihnen und ihrem Stil gerecht wird (nach Meinung des
> Programmierers!).
>
> Was mich einfach total nervt, ist, daß es sowohl für die Tiger
> als auch für Shredder Bücher gibt, die speziell für sie
> entwickelt wurden, aber chessbase hält es nicht für nötig, sie
> beim Kauf des Programmes mitzuliefern. Wenn ich mir überlege,
> daß Junior (Alterman), Nimzo (Kure) und Fritz (Kure) mit
> "angepaßten" Buch geliefert werden, dann sehe ich auch, wo
> chessbase um Qualität bemüht ist und wo einfach die schnelle
> Mark mitgenommen wird.
>
Mich stört weniger die schnelle Mark, wenn ich ein Programm kaufe, interessiert mich das Buch 0,0. Mich stört dann, dass die Engine-Zweikämpfe noch unaussagekräftiger werden. Und alle wieder irgendwelche Ranglistenführer hochjubeln, obwohl das nur am guten Buch und gutem Buchlernen liegt.

> Viele Grüße nach Stuttgart!
>
> Peter

Gruß, Martin

von Martin Schubert - am 28.06.2001 09:29

Re: Einheitsbuch non-plus-ultra?

Hallo Peter,

nicht dass ich jetzt falsch verstanden werde.
Ich habe rein gar nichts gegen Tests mit einem auf die
jeweilige Engine zugeschnittenen Buch.

Meine Antwort ging nur dahin, dass es in dieser Situation keine vernünftigen Vergleiche geben kann, wenn Nimzo, Hiarcs, Fritz etc. mit speziellen - Tiger + Shredder jedoch mit einem nicht auf sie zugeschnittenen Buch gegeneinander spielen.

Dann doch lieber mit Vorgabe oder Einheitsbuch, oder ?

Ich bin genauso wie Du überhaupt nicht einverstanden, dass einfach ein "Nullachtfünfzehn-Buch" mitgeliefert wird.

Für meine Tests verwende ich immer ein Einheitsbuch oder Eröffnungsvorgaben, dies ist allerdings meine Ansicht, jeder kann ja so vorgehen, wie es Ihm gefällt - Hauptsache man erwähnt die Konditionen.
Ich halte einfach nichts davon, dass das
Buchlernen + die Güte des Buchs zum entscheidenden Faktor wird.

Gruß G.S.

von Gerhard Sonnabend - am 28.06.2001 11:20

Re: Einheitsbuch non-plus-ultra?

> Hallo Peter,

Hallo Gerhard!

> nicht dass ich jetzt falsch verstanden werde.
Ich habe rein gar nichts gegen Tests mit einem auf die
jeweilige Engine zugeschnittenen Buch.

Ok! Hatte ich aber auch nicht so verstanden!

> Meine Antwort ging nur dahin, dass es in dieser Situation keine vernünftigen Vergleiche geben kann, wenn Nimzo, Hiarcs, Fritz etc. mit speziellen - Tiger + Shredder jedoch mit einem nicht auf sie zugeschnittenen Buch gegeneinander spielen.

Stimmt!


> Dann doch lieber mit Vorgabe oder Einheitsbuch, oder ?

Nee, da bin ich anderer Meinung! Sollten nicht die Programme/Programmierer auch einen Vorteil davon haben dürfen, wenn sie spezielle Bücher extra entwickeln? Das ist für mich falsch verstandene Rücksichtnahme.

> Ich bin genauso wie Du überhaupt nicht einverstanden, dass einfach ein "Nullachtfünfzehn-Buch" mitgeliefert wird.

Lassen wir uns mal überraschen, wie das Buch zu Junior 7 ausschauen wird!

> Für meine Tests verwende ich immer ein Einheitsbuch oder Eröffnungsvorgaben, dies ist allerdings meine Ansicht, jeder kann ja so vorgehen, wie es Ihm gefällt - Hauptsache man erwähnt die Konditionen.

Du, mit welchen Konditionen Leute Programme testen, ist ihre eigene Sache. Problematisch wird es, weil leider Listen und Turnierergebnisse für viele User bei der Kaufentscheidung eine große Rolle spielen. Da wird dann leider oft alles in einen Topf geworfen, rumgerührt und dann irgendein bestes Programm ausgewählt. Unterschiedliche Rechnergeschwindigkeiten, RAM-Größe, Bedenkzeit, ja sogar verschiedene Versionen (Fritz 6 a,b,c) tauchen dann bunt gemischt mit Nunntest, eigenem Buch, Buchlernen (an oder aus) etc. auf und am Schluß hat man zwar jede Menge Ergebnisse, aber nichts, was statistisch gesehen wirklich was aussagt.

> Ich halte einfach nichts davon, dass das
Buchlernen + die Güte des Buchs zum entscheidenden Faktor wird.

Von Buchlernen halte ich auch wenig, weil da bestimmte Programme bevorzugt werden, die öfters spielen und deswegen schon "eingeschossen" sind. Zu einer Aussage "Programm A spielt besser als Programm B" gehört für mich schon auch das Buch dazu. Inwieweit deswegen aber Programm A FÜR MICH besser geeignet ist als Programm B, bleibt dahingestellt, weil da viele Faktoren eine Rolle spielen (eigene Hardware; mehr Kurzanalysen oder Fernschachspieler; Multivariantenanalyse etc.), die bei irgendwelchen Ranglisten absolut nicht auftauchen. Leider schielen viele Leute aber beim Anschaffen einer Engine nur auf die SSDF/BfF/Chessbits-Listen und schauen sich keine Partien an.

MfG Peter


Gruß G.S.

von Peter Ackermann - am 28.06.2001 19:43

Re: Einheitsbuch non-plus-ultra?

> Du, mit welchen Konditionen Leute Programme testen, ist ihre
> eigene Sache. Problematisch wird es, weil leider Listen und
> Turnierergebnisse für viele User bei der Kaufentscheidung eine

für das gros der käufer spielen diese listen nur eine unterdeordnete rolle.
die masse weiß nicht mal was die ssdf ist und die freaks kaufen sowieso nach ihren eigenen kriterien.

> große Rolle spielen. Da wird dann leider oft alles in einen
> Topf geworfen, rumgerührt und dann irgendein bestes Programm
> ausgewählt. Unterschiedliche Rechnergeschwindigkeiten,
> RAM-Größe, Bedenkzeit, ja sogar verschiedene Versionen (Fritz 6
> a,b,c) tauchen dann bunt gemischt mit Nunntest, eigenem Buch,
> Buchlernen (an oder aus) etc. auf und am Schluß hat man zwar
> jede Menge Ergebnisse, aber nichts, was statistisch gesehen
> wirklich was aussagt.

dafür aber etwas, was praxisrelevant ist.
du kannst natürlich auch laborversuche starten um statistisch korrekt zu arbeiten. diese laborergebnisse sind dann aber eben nur genau für diese laborbedingungen aussagekräftig. und bis du statistisch relevante daten hast, ist die testumgebung schon nicht mehr zeitgemäß.

sehr praxisrelevant, das ganze dann.

marcus

von marcus kästner - am 28.06.2001 19:53

Re: Einheitsbuch non-plus-ultra?

Hallo Peter,

...
nicht dass ich jetzt falsch verstanden werde.
Ich habe rein gar nichts gegen Tests mit einem auf die jeweilige Engine zugeschnittenen Buch.
...
> Ok! Hatte ich aber auch nicht so verstanden!
...

Alles klar !

...
> Du, mit welchen Konditionen Leute Programme testen, ist ihre
> eigene Sache. Problematisch wird es, weil leider Listen und
> Turnierergebnisse für viele User bei der Kaufentscheidung eine
> große Rolle spielen. Da wird dann leider oft alles in einen
> Topf geworfen, rumgerührt und dann irgendein bestes Programm
> ausgewählt. Unterschiedliche Rechnergeschwindigkeiten,
> RAM-Größe, Bedenkzeit, ja sogar verschiedene Versionen (Fritz 6
> a,b,c) tauchen dann bunt gemischt mit Nunntest, eigenem Buch,
> Buchlernen (an oder aus) etc. auf und am Schluß hat man zwar
> jede Menge Ergebnisse, aber nichts, was statistisch gesehen
> wirklich was aussagt.
...

Bei mir sind die Bedingungen immer gleich und deshalb bleibt es auch vergleichbar. Allerdings würde ich mir nie herausnehmen, jemanden dadurch zum Kauf eines Progs die Entscheidungshilfe zu sein !
Meine page + die Ranglisten sind nur dadurch entstanden, dass ich keine Lust mehr hatte, zig eMails an zwei Hand voll Personen zu schicken, die sich hierfür
interessieren (alles ausschliesslich freaks).
Die Statistik meiner page zeigt dann auch ganz klar, dass nur diese Leute (täglich) darauf zugreifen :-)
Ziel also erreicht !
Aber Spass machts trotzdem immer noch (z.Zt. dürfen S 5.32 + J7 durch die "Mühle").

Gruß G.S.
Computerschach Corner


von Gerhard Sonnabend - am 29.06.2001 17:59
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