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ChessBits-Computerschachforum
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15
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Thomas Mayer, ELVIS, Kurt Kispert, Kurt Utzinger, Harald Faber, Andreas Stauche

AMD Systeme

Startbeitrag von ELVIS am 17.09.2001 16:50

Aus gegebenem Anlass möchte ich für unsere Leser einige Anmerkungen zum Einsatz von AMD Prozessoren der neuesten Baureihe geben.

In einem Wettbewerberforum hat sich die Foremleitung sehr um Versachlichung des Themas und um korrekte, weiterführende Informationen und links bemüht -

dessenungeachtet hat sich aber ein ebenso marktschreierischer wie inhaltlich dubioser thread zu dieser Thematik entwickelt.
Da bekannt ist, daß die Leser in der Regel "Multiforenbesucher" sind, möchte ich aus meiner Sicht als langjähriger PC VIP so einiges zu dieser Sache beisteuern.



a) KEINERLEI Stromsparmodi aktivieren !

b) Äusserste Vorsicht beim Verändern des CL Faktors im BIOS ( Cycle lenght ) das kann zum Abrauchen von No Name SD-DIMMs führen.

c)Für das Flaggschiff, den ATHLON 1,4 GHZc ( 266er FSB = DDR RAM tauglich ) empfehle ICH
folgende Kühler :

1. TOPWIN 9 - oder besser : 10 ( Dual cooler )
2. ZALMANN CNPS 5001-CU ( muss Verschraubmöglichkeit auf dem boardlayout sein )
3. KANIE Hedgehog 294 M

Alle 3 genannten kriegen den 1,4er in der Hitzeentwicklung bestens in den Griff.

Als Wärmeleitpaste :
ein paar Pfennige ausgeben ( 19,90 ) - und
ARCTIC SILVER II kaufen ( 80 % Silberoxydanteil - es gibt keine bessere )

Mainboard :

MSI, EPOX, IWILL, GIGABYTE - alles sehr gute Sockel A boards.

Aber :wer sich nicht sicher mit den jumpersettings ist, wer core voltage nicht korrekt zuordnen kann oder ggfs. nicht mit einer englischen Anleitung klarkommt -

sollte aus Sicherheitsgründen zum ASUS board mit dem gepatchted VIA chipset ( nicht AMD 761 ) greifen -
dort gibt es einen " jumper free mode " - wonach alles defaultmäßig korrekt detected und auch gesetted wird.

Ich habe das mit dem 1.000er Thunderbird erlebt - und genau dasselbe nun auch mit dem 1.400er - läuft top mindestens 15 Std - tagein, tagaus - auf die 3-4 % performancezugewinn bei anderen boards verzichte ich zugunsten des o.g. features.

Zuletzt :

nicht beirren lassen !
Wer DDR RAM einsetzt, darf auf KEINEN FALL mehr als 2 Bänke bestücken - egal mit welcher capacity - DDR RAM verlangt ansonsten nämlich sog. "buffered RAM" - und der ist sehr teuer.

Wenn ich an anderer Stelle lese, "AMD Systeme seien etwas für "freaks" und "Bastler" - geht mir einfach ob so viel offenkundiger Voreingenommenheit und Viertelwissen die Galle hoch.

Hierzu noch ein Hinweis in eigener ( ChessBits ) Sache :

in der kommenden 14 werde ich einen Artikel über die Chancen, einen wirklich stabilen Rechner zu bekommen, plazieren.
Er wird auch der neuesten Technik Rechnung tragen.
Vielleicht ( hoffentlich ) hilft das ja dem einen oder anderen, möglicherweise verzweifelnden user.

Trotzdem und grundsätzlich sei gesagt, daß man engagierte und kostenlose Hilfe von den dafür bekannten, einschlägigen sites bekommt, um hier nur NICKLES.de oder PC SPECIAL zu nennen.
Dort kümmert sich gleich eine ganze staff von PC VIP's um userprobleme.

c/u

:hot:

EL

Fernschach International

Antworten:

Hallo Elvis,


eine Anmerkung zur Wärmeleitpaste.
Irgendwo, ich glaube in der CT, wurde eine Untersuchung gemacht zwischen Arctic Silver II und herkömmlicher guter Wärmeleitpaste.
Das Ergebnis war eine verschwindend geringe, bessere Wärmeleitfähigkeit der Silver, die ein mehrfaches an Preis überhaupt nicht gerechtfertigt.

Ich versuche mal rauszubekommen, wo ich das las. Es wurden auf jeden Fall in dieser Untersuchung fundierte Tests durchgeführt mit konkreten Wetevergleichen.

Gruss

AS

von Andreas Stauche - am 17.09.2001 19:45
Andreas Stauche schrieb:
>
> Hallo Elvis,
>
>
> eine Anmerkung zur Wärmeleitpaste.
> Irgendwo, ich glaube in der CT, wurde eine Untersuchung gemacht
> zwischen Arctic Silver II und herkömmlicher guter Wärmeleitpaste.
> Das Ergebnis war eine verschwindend geringe, bessere
> Wärmeleitfähigkeit der Silver, die ein mehrfaches an Preis
> überhaupt nicht gerechtfertigt.
>
> Ich versuche mal rauszubekommen, wo ich das las. Es wurden auf
> jeden Fall in dieser Untersuchung fundierte Tests durchgeführt
> mit konkreten Wetevergleichen.
>
> Gruss
>
> AS

Danke Dir für den Hinweis, Andreas - such' doch da bitte mal weiter.

Global gesprochen :

wenn mir die "teure" Paste auch nur ein wirkliches Minimum an "mehr Sicherheit" + ein "besseres feeling" verschafft - auch im Kleinen alles Erdenkliche zur security für meine teure Investition getan zu haben - ist mir die DM 19,90 Brühe
äh -..... :cheers:.....egal.

Denn wenn der Gau kommt, fackelt das mainboard gleich mit ab ( Leiterbahnen, North + Southbridge und sehr wahrscheinlich Teile der geslotteten Peripherie - korrekt ?

Trotzdem :
Preistreiberei - aufgedeckt + dann wirklich adäquat akzeptablen Ersatz wär' schon Klasse -
aber da bedarf's des Einsatzes solcher Dedektive wie Dich

;-) :D

um sowas auszudiggen !

c/u

:hot:

EL

Fernschach International


von ELVIS - am 17.09.2001 20:59
ELVIS schrieb:

(...)
> Wenn ich an anderer Stelle lese, "AMD Systeme seien etwas für
> "freaks" und "Bastler" - geht mir einfach ob so viel
> offenkundiger Voreingenommenheit und Viertelwissen die Galle
> hoch.

Hi Elvis,

Selten noch so etwas widersprüchliches gelesen. :-) Zuerst bedarf es einer Erklärung von Dir als Fachmann was man bei Kauf eines AMD alles beachten soll/muss um das Ding problemlos zum Laufen zu bringen. Wie soll ein Laie das denn alles wissen, ich denke unter diesen Voraussetzungen ist Otto Normalverbraucher dann wohl wirklich besser beraten einen Pentium zu kaufen oder wenn schon AMD dann sich diesen von einem Fachmann mit den geeigneten Komponenten zusammenbauen zu lassen, was im Regelfall dann aber meist auch etwas teurer wird.

Ich selbst habe immer zwischen AMD und Pentium gewechselt und bin für beide zugänglich, und ich würde dzt. eher zu einem Pentium raten und das hauptsächlich deshalb weil Du ausführlich die möglichen Fehlerquellen oder benötigten Komponenten so schön aufgeführt hast. :-)

Oder gibt es bei einem Pentium ähnlich dringend gebrauchte Komponenten?

Grüße, Kurt

von Kurt Kispert - am 17.09.2001 21:22
Hi Kurt,

> Selten noch so etwas widersprüchliches gelesen. Zuerst bedarf es einer
> Erklärung von Dir als Fachmann was man bei Kauf eines AMD alles beachten
> soll/muss um das Ding problemlos zum Laufen zu bringen. Wie soll ein Laie
> das denn alles wissen, ich denke unter diesen Voraussetzungen ist Otto
> Normalverbraucher dann wohl wirklich besser beraten einen Pentium zu kaufen
> oder wenn schon AMD dann sich diesen von einem Fachmann mit den
> geeigneten Komponenten zusammenbauen zu lassen, was im Regelfall dann
> aber meist auch etwas teurer wird.
> Ich selbst habe immer zwischen AMD und Pentium gewechselt und bin für
> beide zugänglich, und ich würde dzt. eher zu einem Pentium raten und das
> hauptsächlich deshalb weil Du ausführlich die möglichen Fehlerquellen oder
> benötigten Komponenten so schön aufgeführt hast.
> Oder gibt es bei einem Pentium ähnlich dringend gebrauchte Komponenten?

hier sollte man sich nicht irre machen lassen - die meisten von uns lassen sich doch Ihr System vom Händler zusammenbauen - und der sollte schon in der Lage sein, einen dahingehend zu beraten, daß das System auch läuft - ansonsten taugt er einfach nichts. (Der Händler mein ich... :) Prinzipiell gibt es einfach Komponenten, die unabhängig vom Prozessor Probleme bereiten, die auch keine gute Zukunftsinvestition darstellen - z.B. sollte man bei Grafikkarte usw. nicht auf irgendwelche exotischen Hersteller usw. zurückgreifen, daß rächt sich spätestens, wenn ein Treiberupdate oder ähnliches nötig ist (neues DirectX, neues Betriebssystem, was auch immer). Ähnliches gilt für Motherboards, hier unterscheiden sich die Firmen sehr stark inwieweit das BIOS noch aktualisiert wird oder nicht - ASUS ist hier sicher ein positives Beispiel, da gibts z.B. selbst für betagte LX-Boards noch ein neueres BIOS, welches Festplatten über 32 GB unterstützt... Die ganzen Dinge muß aber der Händler wissen, wie gesagt. Läuft die Kiste nicht, schlägt man sie ihm so lange um die Ohren, bis ers hinbekommt, wenn er schlecht beraten hat, soll er auch dafür gerade stehen - meine Meinung.
Für den Selberschrauber wars schon immer so, daß etwas mehr Fachwissen von Nöten ist...
Jedenfalls halte ich Elvis Tips für grundsätzliche Informationen, die für ein Pentium-System genauso gelten. Auch hier ist man gut beraten, auf ordentliche Kühler wert zu legen, auch hier sollte man nicht jedes x-beliebige Mainboard nehmen. Also laßt Euch mal nicht abschrecken, Athlons sind schon in Ordnung - denke mal so hats Elvis auch gemeint. Als Computerschachverrückter würde ich allerdings, wenn Geld keine Rolle spielt, einen Dual nehmen, die Vorteile sind nicht nur, daß ich Dual-Programme mit voller Stärke laufen lassen kann, ich kann auch obwohl das Schachprogramm rechnet nebenher mit quasi voller Geschwindigkeit weiter arbeiten (wenn das Proggi nicht gerade auf den Tablebases rumrödelt - das bremst immer...)

Gruß, Thomas

P.S.: Und ich stimme Elvis auch in dem Punkt zu: Athlons in die Freak-Ecke zu schieben finde ich schon fast ungeheuerlich...

von Thomas Mayer - am 17.09.2001 22:25
Thomas Mayer schrieb:

> P.S.: Und ich stimme Elvis auch in dem Punkt zu: Athlons in die
> Freak-Ecke zu schieben finde ich schon fast
> ungeheuerlich...

Hi Thomas,

Ich kenne sehr viele Leute, die haben sich erst vor kurzen ihren ersten PC gekauft weil in einem modernen Haushalt ja so einer nicht fehlen darf. Die haben alle Null Ahnung von einem PC, die gehen einfach in den Großhandel und kaufen sich einen „Günstigen“. Und die haben schon bei den einfachsten Anwendungen Probleme, geschweige von dem was ihr da redet. Ich glaube ihr macht den Fehler und nehmt an, das das was für euch selbstverständlich geworden ist, für andere auch so ist. IST ES ABER NICHT. Für die sind wir alle Freaks, wobei ich bei weiten eure Kenntnisse nicht habe. Redet mal mit einem der in einer Servicstelle von PC´s arbeitet, ich denke da würdet ihr euch fürs erste mal ziemlich wundern.

viele Grüße, Kurt
PS.: Kein Meister ist noch vom Himmel gefallen. :-)

von Kurt Kispert - am 17.09.2001 23:39
Hallo Kurt,

> Ich kenne sehr viele Leute, die haben sich erst vor kurzen ihren ersten PC
> gekauft weil in einem modernen Haushalt ja so einer nicht fehlen darf. Die haben
> alle Null Ahnung von einem PC, die gehen einfach in den Großhandel und
> kaufen sich einen „Günstigen“.

Da spricht ja auch nicht unbedingt was dagegen... hab ich ja auch gemeint - das spezialwissen sollte der Händler haben, nicht der Benutzer - die Dinge, die Elvis erwähnte sind für diejenigen interessant, die sich ihren PC selbst zusammenstellen.
Kauft man sich aber ein fertiges System im Handel ist nur eines wichtig, das Ding muß laufen. Und leider ist das oft nicht so - und hier sind gerade Anfänger leider meistens zu blauäugig, da vermutet man den Fehler eher bei sich selbst als beim PC, dabei sind viele PCs von der Stange einfach schlecht installiert... Deshalb sollte man eigentlich jedem neu-PCler nahelegen, daß wenn sein PC ständig abschmiert er ihn postwendend dem Händler auf den Hof werfen soll - wenn der schon seine Systeme nicht richtig zusammenstellen kann, dann muß er sich wenigstens die Zeit nehmen, sie vernünftig zum laufen zu bekommen - ich hab bisher fast jede Hardwarekombination zur allgemeinen zufriedenheit hinbekommen - das dauert aber, da muß man mit Treibern experimentieren usw. sowas ist einem Neuling natürlich nicht zuzumuten, auch nicht Otto-Normalverbraucher...
Etwas anderes sind die Unwissenden, die sich, sagen wir mal aus der Computer-Bild, alle Komponenten zusammenstreichen, die da am besten abgeschnitten haben und dann vom Händler solch ein System verlangen - dafür sollte der nicht seine Hand ins Feuer legen - hier sind seine Beratungsqualitäten gefragt, dem Benutzer das auszutreiben... unter Umständen sogar den Auftrag abzulehnen. (Hab ich auch schon mal gemacht - weil den Ärger den man mit merkwürdigen Zusammenstellungen hat, der ist die paar Mark, die man an Hardware verdient wirklich nicht wert... soll der werte Kunde sein Glück bei einem anderen Händler probieren - hat er dann auch und stand ein halbes Jahr später wieder auf der Matte - wollte einen neuen PC... :)

> Redet mal mit einem der in einer Servicstelle von PC´s arbeitet, ich denke da
> würdet ihr euch fürs erste mal ziemlich wundern.
Da gibts meist zwei Typen: Der eine: Freak, Hardwareverliebt, ist eh nicht glücklich, wenn er nicht die neuesten Beta-Treiber und Beta-Biose auf seinem Rechner hat, die paar abstürze am Tag nimmt er in kauf - soll der Kunde auch - berät immer in Richtung teuerster neuerster High-End Hardware
Der andere: Hat das Wort Computer schon mal gehört und es wohl auch in seine Bewerbung reingeschrieben... er liest zwar fleissig die Werbebroschüren aber hat nicht die nötige hingabe für das Thema... oft hat er nichtmal zu Hause einen PC... was er einem andrehen will ist unklar, kommt auf den Tag an und was er vor kurzem neues aufgeschnappt hat... Bekommt ohne den ersten Typ gar kein System zum laufen - mit ihm nur irgendwas minderwertiges, obwohl er vielleicht zufällig ein vernünftiges System empfohlen hat... Typ eins hat das aber durch seine chaoten-Treiber wieder durcheinander gewürfelt...

okay, es gibt auch bessere Service-Mitarbeiter... aber die zwei Typen sind häufig, ich mach mir da gern einen Spaß draus, wenn ich mit einem Bekannten oder so einen PC kaufen geh... wenn man beginnt die Leute abzuklopfen kommt schon entsetzliches raus...

Gruß, Thomas

von Thomas Mayer - am 18.09.2001 00:01
Hallo Thomas,


> Da spricht ja auch nicht unbedingt was dagegen... hab ich ja
> auch gemeint - das spezialwissen sollte der Händler haben,
> nicht der Benutzer - die Dinge, die Elvis erwähnte sind für
> diejenigen interessant, die sich ihren PC selbst zusammenstellen.

Das heißt aber wenn man einen AMD kaufen will sollte man sehr genau wissen, was da sonst noch so alles drinnen ist und das setzt nun mal ein bestimmtes Grundwissen voraus.

> Kauft man sich aber ein fertiges System im Handel ist nur eines
> wichtig, das Ding muß laufen. Und leider ist das oft nicht so

Da sind wir ja schon beim Kernpunkt der Sache.:-) Ein Pentium ist dzt. für einen Anfänger sicher nicht so heikel wie ein AMD.

> und hier sind gerade Anfänger leider meistens zu blauäugig, da
> vermutet man den Fehler eher bei sich selbst als beim PC, dabei
> sind viele PCs von der Stange einfach schlecht installiert...
> Deshalb sollte man eigentlich jedem neu-PCler nahelegen, daß
> wenn sein PC ständig abschmiert er ihn postwendend dem Händler
> auf den Hof werfen soll - wenn der schon seine Systeme nicht
> richtig zusammenstellen kann, dann muß er sich wenigstens die
> Zeit nehmen, sie vernünftig zum laufen zu bekommen - ich hab
> bisher fast jede Hardwarekombination zur allgemeinen
> zufriedenheit hinbekommen - das dauert aber, da muß man mit
> Treibern experimentieren usw. sowas ist einem Neuling natürlich
> nicht zuzumuten, auch nicht Otto-Normalverbraucher...

Na endlich. :-) Mir sind auch noch mit Grauen viele Stunden von PC-Systemen installieren im Gedächtnis (auch Pentium), die ich am liebsten gleich wieder verdränge. Ich selbst hatte schon 5 neue PC und 1 Notebook, und für meine Bekannten bin ich auch schon ein sehr beliebter "Installateur" geworden. Ich selbst bin ein Befürworter von halbwegs guten Billigsystemen und die einfach nach spätestens 2 Jahren wechseln, da dann sowieso alle Komponenten überholt sind und irgendwer braucht schon noch das alte funktionierende System, ist dann ganz gut für Anfänger zum Üben geeignet, da alles funktioniert und kaptutt können sie auch nicht mehr viel machen.

Ich bin überhaupt gespannt bis endlich alles mal einfacher wird, versprochen wird es ja andauernd, aber die Probleme sind kaum weniger geworden. :-(

Nun aber gute Nacht, Kurt

von Kurt Kispert - am 18.09.2001 00:59

Re: AMD Systeme - auch für Normalos

Kurt Kispert schrieb:
>
> Thomas Mayer schrieb:
>
> > P.S.: Und ich stimme Elvis auch in dem Punkt zu: Athlons in die
> > Freak-Ecke zu schieben finde ich schon fast
> > ungeheuerlich...
>
> Hi Thomas,
>
> Ich kenne sehr viele Leute, die haben sich erst vor kurzen
> ihren ersten PC gekauft weil in einem modernen Haushalt ja so
> einer nicht fehlen darf. Die haben alle Null Ahnung von einem
> PC, die gehen einfach in den Großhandel und kaufen sich einen
> „Günstigen“. Und die haben schon bei den einfachsten
> Anwendungen Probleme, geschweige von dem was ihr da redet. Ich
> glaube ihr macht den Fehler und nehmt an, das das was für euch
> selbstverständlich geworden ist, für andere auch so ist. IST ES
> ABER NICHT. Für die sind wir alle Freaks, wobei ich bei weiten
> eure Kenntnisse nicht habe. Redet mal mit einem der in einer
> Servicstelle von PC´s arbeitet, ich denke da würdet ihr euch
> fürs erste mal ziemlich wundern.
>
> viele Grüße, Kurt
> PS.: Kein Meister ist noch vom Himmel gefallen. :-)

Prinzipiell will ich auf gar keinen Fall eine Art Glaubenssache aus der Prozessorenmarke machen, wie man das - leider - andernorts von einigen "Irren" lesen kann, Kurt.
Es spricht absolut nichts gegen einen starken P III oder P IV - wenn man vom indiskutablem Preis/Leistungsverhältnis absieht.
Doch auch hier stößt der wenig bis gar nicht erfahrene user oder Kaufwillige auf höchst eigenartig anmutende Begriffe wie RAMBUS ( Speicherbausteinart ) usw.

Von der hat man in Silicone Valley mittlerweile übrigens Abstand genommen.
FÜR die Pentium Baureihen spricht ihr generell gutmütiges Leistungsverhalten, was selbst noch bei bestenfalls mittelprächtigen Kühlern noch nicht einbricht.

Das wiederum hat mit der niedrigen Kernspannungsspeisung des Proz zu tun.

"Wundern" über wenig ausgeprägtes bis gar nicht vorhandenes Käuferwissen tu' ich mich schon lange nicht mehr - meine Lebensgefährtin ist auch heute noch als PC VIP auf einer kostenlosen helpsite tätig - und so sehe ich alltäglich, mit was die Leute so zu kämpfen haben.

Darüber hinaus habe ich in einer kleinen hardwarereihe im Rahmen meiner Arbeit bei der RE einem ganzen "Stapel" von usern und Kaufwilligen helfen können/dürfen - ich weiss also ganz gut, vor was für Problemen der hierbei wenig Beschlagene steht.

Aber, Kurt - im Ernst :

das Ding "PC" an sich ist schon ein Phänomen.
Ich kenne kein anderes technisches Medium, welches von den Menschen allgemein mit einer derartigen Mischung aus Nonchallance und Forderungshaltung angegangen wird !
"...hat zu laufen....die dürfen sowas doch sonst gar nicht verkaufen...." - und anderer Unfug ist landläufiges Allgemeingut :angry:

Sich langsam aber sicher in die Materie einzuarbeiten - von der man so viel verlangt : i wo....

Schon lange, sehr lange - rate ich kaufwilligen, technisch wenig beschlagenen Interessenten, eben DOCH in den "Laden um die Ecke" zu gehen.
Dort können sie in aller Regel schon weit eher auf vernünftigen support ( auch nach dem Kauf ) zählen -
während das Personal in den großen Märkten völlig überfordert ist und darüber hinaus auch noch durch Umsatzdruck gegängelt wird.

Glaub's sicher :
ich hab' die Weisheit in puncto PC sicher nicht mit dem Löffel gefressen - bin aber seit ATARI 800 XL und DOS 2.0 und den 286ern dabei -

technisch und vom Wert für den Anwender mache ich Dir 99 % aller Kaufhausangebote begründet madig - aber das kann der normale Interessent leider nicht unterscheiden.

So werden u.a. fette Platten angeboten 30 oder 40 Gigs - und die Möhren laufen mit 5.400 u/min und 1.024 hardwarecache - mithin Technik von vorgestern.

Zumal, wenn man davon ausgeht, daß eine 60er Platte heutzutage Standard wird + es auch preislich wirklich keinen Grund für kleinere Platten mehr gibt.

Oder es wird mit 52 fach CD ROM LW's geprotzt - blos gibt es nicht EINE Anwendung auf dem Markt, die ein so schnelles LW benötigt - anstatt dessen wird der Prozessor zum Flaschenhals - mitsamt der lahmen HD - weil er die Hauptlast dieser Verarbeitungsgeschwindigkeit tragen muss.....
usw - usw - usw.

In meinem Alter wird man eh' nicht mehr schlau :
ich hab' damals den "Fehler" gemacht ( hab' "nie wieder" gesagt ) - mach's aber nochmal :

wer aus dem Leserkreis dieses Forums oder als Abonnent Probleme mit seinem PC hat oder einen neuen kaufen möchte - kann mich anmailen.
Ich werd' versuchen, zu helfen.

Ausserdem verweise ich nochmal auf die kommende Ausgabe - die wird in dem betreff. Artikel ( recht leicht verdaulich ) erklären, wie selbst ein kaum versierter Benutzer sein Teil einigermaßen Erdbebensicher auf die Hufe stellen kann.

Man sieht aber auch, daß Redaktionskollege Thomas Mayer mit seinem fundierten Wissen sich ähnlichen Fragen in Einzelfällen wohl auch kaum verweigern würde.

c/u

:hot:

EL

Fernschach International


von ELVIS - am 18.09.2001 01:01

Re: AMD Systeme - auch für Normalos

Hi Elvis,

vielleicht aber noch als Anmerkung:

> "...hat zu laufen....die dürfen sowas doch sonst gar nicht verkaufen...." - und
> anderer Unfug ist landläufiges Allgemeingut

Du müßtest schreiben: die DÜRFTEN sowas doch sonst gar nicht verkaufen - und so sollte es eben auch sein, daß ist dann kein Unfug mehr - wenn ich dem Händler schon die Freiheit lasse, daß Gerät zu konfigurieren (was ja bei jedem PC von der Stange der Fall ist) - DANN muß das Ding danach auch laufen - und was man da von Aldi & Co so geboten bekommt ist leider oft eine absolute Katastrophe, da sind Treiber gar nicht installiert, aller mögliche Schrott drauf, das BIOS falsch eingestellt usw. - Oft kotzen die Kisten dann auch noch ständig und stürzen dauernd ab, was ich da schon gesehen hab ist wirklich schrecklich... Die Rechner waren durchaus manchmal ein Schnäppchen - aber für einen Anfänger vollkommen ungeeignet, weil ohne genaue Überprüfung aller Hardwareteile und anschließender Neuinstallation sind die meisten nicht richtig zum laufen zu bewegen... Leider wird das von vielen Anwendern so hingenommen... In der Hinsicht ist der Computermarkt nach wie vor merkwürdig, da wird vieles einfach so hingenommen - stell Dir mal vor eine Rechenmaschine muß, weil sie sich sonst alle paar Stunden zu verrechnen anfängt laufend wieder aus und an geschaltet werden - dies würde niemand dulden - bei Computern dulden solcherlei Dinge viel zu viele...
Deshalb kann ich mich da Deiner Empfehlung durchaus anschließen, der Laden nebenan sollte nie vergessen werden, wenn alles prächtig zusammen läuft, ist's die 100 Mark mehr meist wert - so groß wie manche Kaufhäuser das gerne hinstellen wollen, ist der Preisunterschied oft gar nicht.

Gruß, Thomas

P.S.: Typisches Anwenderproblem: Anrufer: "Mein PC zeigt nach dem einschalten nur einen schwarzen Schirm" - Frage:"Steht wirklich nichts drauf ?" - Anrufer "Doch, ganz oben, irgendwas in englisch - kann ich doch nicht" - Frage:"Buchstabieren sie's mal" - Anrufer:"N-O- äh, jetzt kommt ein neues Wort, äh -B-O-O-T- äh -D-I-S-K. aber sonst ist alles schwarz" - Frage:"Haben sie eine Diskette im Laufwerk" - Anrufer "Ja, da hab ich die Word-Datei für den Karle drauf gespeichert" - Frager:"Tun Sie die mal raus und probieren Sie's nochmal, also aus und wieder einschalten" - man hörts rappen, eine Minute oder so vergeht - Anrufer "Jetzt scheint es zu funktionieren - ist das normal" - Frager:"Ja, sie sollten beim starten keine Diskette im Laufwerk haben" - Anrufer "gut danke" - legt auf und ist glücklich... - ich bins nicht, weil an Anfänger ein System zu verkaufen, daß im BIOS nicht auf "C only" oder zumindest "C,A" als bootdevice eingestellt ist, ist schon schändlich... war ich mal bei einer Firma, da hat die Fehlermeldung sogar eine Flasche Sekt gekostet - und zwar denjenigen, der die Diskette drin gelassen hat - dabei wurden die schon 10 Jahre von einer Firma betreut, die es definitiv nicht geschafft hat, das im BIOS einzustellen - hehe, ich mußte dann aber auch wieder auf "A,C" umstellen, weil die wollten die Tradition weiter führen... :)

von Thomas Mayer - am 18.09.2001 01:40

Re: AMD Systeme - auch für Normalos

Hi Elvis,

vielleicht noch das:

> So werden u.a. fette Platten angeboten 30 oder 40 Gigs - und die Möhren laufen
> mit 5.400 u/min und 1.024 hardwarecache - mithin Technik von vorgestern.

in jenem Forum bin ich dann bei dem Zeitpunkt ausgestiegen, als ich sagte "Und bei AMD bekomm ich auch noch mehr Leistung zu einem günstigeren Preis" und als Antwort dann kam "Wer braucht mehr Leistung" - gegen sowas kann man nicht mehr argumentieren... :) Da kannste dann nämlich lange mit Deiner evtl. sogar noch günstigern 60er Platte kommen, wenn Dir jemand sagt: "Wer braucht denn mehr Leistung für weniger Geld ?" :)

Gruß, Thomas

von Thomas Mayer - am 18.09.2001 01:47

Re: AMD Systeme - auch für Normalos

Thomas Mayer schrieb:
>
> Hi Elvis,
>
> vielleicht noch das:
>
> > So werden u.a. fette Platten angeboten 30 oder 40 Gigs - und
> die Möhren laufen
> > mit 5.400 u/min und 1.024 hardwarecache - mithin Technik von
> vorgestern.
>
> in jenem Forum bin ich dann bei dem Zeitpunkt ausgestiegen, als
> ich sagte "Und bei AMD bekomm ich auch noch mehr Leistung zu
> einem günstigeren Preis" und als Antwort dann kam "Wer braucht
> mehr Leistung" - gegen sowas kann man nicht mehr
> argumentieren... :) Da kannste dann nämlich lange mit Deiner
> evtl. sogar noch günstigern 60er Platte kommen, wenn Dir jemand
> sagt: "Wer braucht denn mehr Leistung für weniger Geld ?" :)
>
> Gruß, Thomas

......ächz.....

:mad:

das ist aber nicht repräsentativ, glaub's -
das sind die hardcorefanatiker - denen ist alles ausser xy Teufelswerk.

Die WAHRE Mehrheit - das sind die "schweigenden lurker" - und die habe ich zuhauf' über RE kennengelernt - und WAS da für freundliche Typen drunter sind !

Die bringen es sogar fertig und "hören Dir zu" -
ich kann hier jederzeit so um die 8 - 10 "Beweisrechner" von RE Lesern mailmäßig bringen - die tatsächlich mir Bärbeisser geglaubt haben + daraufhin ihr sauer verdientes Geld ausgegeben haben ( Marcus hat das ganze Zeugs mal als pastes bekommen ) -
bis heute liegt noch kein System auf dem Bauch - sonst hätt' ich die Netten längst wieder "am Hals :D " gehabt....
also ist sowas gar nicht so schwer zu vermitteln.
( trotz des Einsatzes von Arctic Blue bei AMD Prozessoren.....) :D :D :D

schlaf' gut

EL

Fernschach International


von ELVIS - am 18.09.2001 04:41
Hat jemand mal eine Tabelle parat, in der Stromverbrauch und Betriebstemperatur der Intels und AMDs verglichen werden? Wäre nett, wenn das mal jemand hier posten könnte bzw. direkt an meine e-mail.

Bei mir steht zu Weihnachten herum auch ein neuer Rechner an :), und ich wollte eigentlich einen A-1200 oder inzwischen A-1400 nehmen, aber das Überhitzungsproblem, wenn der Lüfter gleich beim Rechnerstart nicht anspringt, bereitet mir doch leichte Magenschmerzen. Welche Prozessoren haben eigentlich dieses Problem? Sonst würde ich vermutlich erst mal auf einen flotten Duron ausweichen, weil ich bislang bei Intel ein deutlich ungünstigeres Preis/Leistungsverhältnis sehe.
Haralds Homepage


von Harald Faber - am 18.09.2001 05:08
Es reizt mich, auch noch meine Senf zum Thema zu geben. Ich habe jahrelang mit AMD's gearbeitet, dann auf Pentium umgestellt und für meine neuste Kiste aus preislichen Gründen wiederum auf AMD umgestellt. Und ich muss schon sagen, dass ich mit den Pentiums nie irgendwelche Probleme hatte, mit den AMD's war meistens irgend etwas los. Zum Glück habe ich einige Erfahrungen damit und habe es immer wieder zum Laufen gebracht. In diesem Zusammenhang folgt [nur für Interessierte] ein Erlebnisbericht mit meinem neusten Rechner:

AMD Athlon Thunderbird 1,4 GHz/256 MB SDRAM
Socket A Motherboard ASUS A7V133 mit VIA Apollo KT133A Chipset
JumperFree PCI133/VC133 200/266 MHz FSB AGP Pro/4X
Kauf vom 13. Juli 2001 / Arbeits-Rapport von Kurt Utzinger

Statt Lieferung wie abgemacht am Mittwoch, 11. Juli 2001, wurden die bestellten Teile dann am Freitag, 13. Juli 2001 angeliefert. Wie sich (nachträglich) herausstellte, war nur eine CPU/1000 MHz statt CPU/1400 angeliefert worden

Nach dem Zusammenbau von Gehäuse, Motherboard, HD, CD-ROM, Grafikkarte, Soundkarte, CD-Writer, CPU werden weder Bildschirm noch Harddisk angesprochen. Gesamtkontrolle ergibt keine Hinweise auf falsche Jumper-Einstellungen oder falsche Anschlüsse auf das Board.

Telefon mit ASUS-Vertretung in Dietlikon: Ich kann vorbeikommen. Und kaum zu glauben, Kontrolle ergibt, dass

· Motherboard defekt
und
· CPU defekt

Austausch beider Komponenten, wobei ich plötzlich (relativ spät) feststelle, dass nur eine 1-GHz CPU auf dem Board steckt statt die bestellte 1,4-GHz CPU. Also Austausch. Der ASUS-Mann versichert mir, nun laufe alles.

Zu Hause angekommen, geht es frohen Mutes an die Arbeit. Und oh Schreck, kaum zu glauben, was nun alles passiert:

1. Der Bildschirm macht keinen Wank. Die Grafikkarte ist korrekt eingebaut, alle Prüfungen von Kabel usw. bringen nichts. Nach knapp zwei Stunden bringt mich im Motherboard-Handbuch der Hinweis «The AGP Pro slot is shipped with a safety tab on 20-pin bay for use with AGP cards without a retention notch. DO NOT remove this tab.» auf eine Spur. Entgegen die Anweisung baue ich diesen kleinen Nocken aus. Und endlich spricht der Bildschirm an.

2. Das BIOS zeigt jedoch, dass es sich nur um eine 1050 MHz schnelle CPU handelt, während nun doch eine 1,4 GHz-CPU eingebaut ist. Was ist hier wieder los? Im BIOS habe ich (momentan) keinen Zugriff, diesbezüglich etwas zu verändern. Scheisse .....

3. Weit schlimmer aber ist der Umstand, dass das BIOS auch die Festplatte Seagate ST34082A (40 GB) ebenso wenig kennt. Ganz genau wird beim Booten mit «Detect 38166 MB Disk» kurz eine HD gelistet, jedoch in der Zusammenstellung des BIOS wird diese HD unter «Primary Master=None» aufgeführt.

4. Bevor ich mit Frust im Bauch schlafen gehe, baue ich noch die Cmos-Stützbatterie aus, denn mir kommt plötzlich in den Sinn: Wenn vorher irrtümlicherweise eine 1 GHz-CPU eingebaut wurde, hat sich das BIOS dies gemerkt und auch die Selbsterkennung kann diesen Fehler in der Anzeige nicht bereinigen [Gratis-Tipp für PC-Aufrüster].

5. Am nächsten Morgen, Sa 16. Juli 2001 wird die Batterie wieder eingebaut und das BIOS stellt sich beim Start auf «Default» zurück. Nun endlich kann man im BIOS von Hand den Teiler auf «10,5x» und die CPU als «133 FSB» einstellen, so dass nach dem erneuten Start eine 1400 MHz-CPU auch bestätigt wird.

6. Dann überlege ich mir, ob es keine Schaden gäbe, wenn ich die HD an den normalen «Primary IDE» anhänge und so vom «Primary Ultra ATA 100 IDE Controller» abhänge. Das wird dann erledigt. Nun endlich erkennt das BIOS die Seagate-HD als Primary Master.

7. Nun wird mit einer Win98SE-Startdisk gebootet und die Festplatte mit dem DOS-Programm Fdisk in vier FAT32-Partitionen (1x Primär = C / 1x Erweitert mit 3 logischen Laufwerken = D, E., F) aufgeteilt. Anschliessend neu gebootet, und dann die vier Partitionen formatiert. Hernach nochmals booten und mit dem Befehl „sys a: c:“ werden die System-Dateien auf das Laufwerk C übertragen.

8. Endlich bootet der PC ab dem Laufwerk C. Die Festplatte hängt als Primary Master am ersten IDE-Controller, während das CD-Rom-Laufwerk als Secondary Master und der CD-Brenner als Secondary Slave am selben Controller angeschlossen sind.

9. Es lässt einen doch keine Ruhe, dass es nicht möglich sein sollte, die schnelle Festplatte am zweiten «Primary Ultra ATA 100 IDE Controller» anzuschliessen. Doch wieder das alte Lied und dieses Mal mit der bislang nicht beachteten Meldung des BIOS «Ultra 100 Bios not installed». Also Blick in die CD-Rom des BIOS und siehe da, für diese bislang im Geräte-Manager mit einem gelben Ausrufzeichen versehene Komponente lässt sich endlich ein Treiber installieren. Rasch wird die HD auf den «Primary Ultra ATA 100 IDE» umgehängt. Und nach dem Starten des PC’s kann nun die Festplatte endlich auch so angesprochen werden.

10. Noch immer darf man nicht zufrieden sein, denn um etwas schneller zu Booten, will ich jeweils den Zugriff auf Laufwerk A vermeiden. Leider lässt sich mit der getroffenen Einstellung die Boot-Reihenfolge im BIOS nicht ändern, weil selbst jetzt – wo die HD angesprochen werden kann – das Bios keine HD kennt. So bleibt nichts anderes übrig, als die HD wieder am normalen IDE Controller anzuhängen, damit

- das BIOS die Festplatte auch wirklich kennt
- die Bootreihenfolge auf C-A geändert werden kann

denn es bleibt ein schlechtes Gefühl zurück, wenn das Bios eine wichtige Komponente nicht zu kennen glaubt. Die Frage bleibt: Ist der schneller Festplatten-Controller (ATA 100) defekt?

11. Die Windows 98 SE Installation geht so sauber wie kaum je über die Bühne. Es werden der Standard Grafiktreiber und die Standard Soundkarte installiert. Die Änderung auf den richtigen Grafiktreiber macht keine Mühe, dasselbe Prozedere für den «Creative Lab Soundblaster» aber doch, weil dieser wieder eine ganze Reihe von unnötigen Dingen glaubt mitinstallieren zu müssen. Nach weiteren zwei Stunden ist Windows so konfiguriert, dass man loslegen kann.

12. Nun funktioniert einzig das Wheel der Compaq Maus noch nicht. Hier kam Hilfe ab dem Compaq P3/800, wo es im Ordner «Compaq» einen Unterordner «Mouse» gibt, dieser wird per «The Fast PC Linker II» auf den 1,4-GHz-AMD kopiert und dann dort via Setup die Maus erfolgreich installiert.

13. In der Zwischenzeit läuft alles einwandfrei, mit dem Schönheitsfehler, dass die Festplatte am «Primary IDE» statt am schnelleren «Primary Ultra ATA 100 IDE» hängt.

Trotz Installation des entsprechenden Treibers kommt nun bei jedem Start – nach dem Detect einer 38166 MB grossen HD – die Meldung «Ultra100 Bios is not installed because there are no drives attached». Im BIOS selbst wird aber die HD sauber erkannt, was eben nicht der Fall ist, wenn ich sie an den schnellen ID-Controller umhänge.

14. Komisch ist auch – habe das nach Deinstallation von Win98SE einfach mal versucht – dass eine Neuinstallation von Windows nicht möglich ist, wenn die Festplatte am langsamen «Primary IDE» angeschlossen ist. Irgendwann hängt sich die Start-Disk von Windows auf, weil sie sich weigert den CD-ROM Treiber zu installieren.


Hilfe

Aufgrund von Rückfragen bei meinen Schachspezialisten kam dann schliesslich von Andreas Schwartmann andreas.schwartmann@gmx.de die Antwort, er werde mein Problem ins Usernet stellen. Und einige Tage später gingen einige Erklärungen ein, die zu einer Lösung beigetragen haben.

1. Der Promise-IDE(Raid)-Controller ist wie eine zusätzliche Steckkarte, nur daß die Bauteile fest mit auf dem Motherboard aufgelötet sind und noch ein wenig mehr konfiguriert werden müssen als die Onboard-IDE-Controller des Chipsatzes. Die Onboard-IDE-Controller und der Promise-Controller sind zwei
getrennte Geräte, die nichts miteinander zu tun haben.

2. Offensichtlich war der Promise-Controller im Motherbaord-BIOS deaktiviert bzw. nicht als Boot-Gerät konfiguriert.

3. Der primary, wie auch der secondary IDE-Controller des Chipsatzes
VIA Apollo KT133A beherrscht UDMA/100, genau wie der promise-IDE-Controller. Und da hier nichts von zwei HD's und einem möglichen Raid-Verbund geschrieben wird,, ist nichts Spezielles zu beachten.

4. Wenn die Festplatte am Promise hängt, wird die im "richtigen" BIOS nicht
aufgeführt. Das muss man einfach wissen, weil man sonst wirklich verwirrt ist.

Lösung

Nun hängt die Festplatte am Primary Ultra ATA 100 IDE (Promise Controller) und es kommen auch kein Fehlermeldungen mehr, nachdem ich im BIOS folgendes aktiviert habe:

- unter Boot "Other Boot Device = Onboard ATA 100 Boot"
- unter Boot "ATA100/SCSI)
- load on Board ATA BIOS

und es ist tatsächlich so, dass bei aktiviertem "ATA 100" das "normale" Bios die Platte nicht mehr anzeigt.

Mfg
Kurt

von Kurt Utzinger - am 18.09.2001 19:24

Re: AMD Systeme - auch für Normalos

> Prinzipiell will ich auf gar keinen Fall eine Art Glaubenssache
> aus der Prozessorenmarke machen, wie man das - leider -
> andernorts von einigen "Irren" lesen kann, Kurt.

Da bin ich auf Deiner Linie, mir geht es wirklich nur darum womit man derzeit besser bedient ist. Ich würde bedenkenlos beide Marken in Anspruch nehmen wenn ich eine für besser halte. Die radikale Einstellung einiger, nur das oder das, ist mir aber nicht nur bei den Prozessoren schon des öfteren aufgefallen. :-) Aber ohne diese "Glaubensfragen" würde auch ein wesentliche Grundlage für farbige Diskussionen fehlen.

> das Ding "PC" an sich ist schon ein Phänomen.
> Ich kenne kein anderes technisches Medium, welches von den
> Menschen allgemein mit einer derartigen Mischung aus
> Nonchallance und Forderungshaltung angegangen wird !
> "...hat zu laufen....die dürfen sowas doch sonst gar nicht
> verkaufen...." - und anderer Unfug ist landläufiges
> Allgemeingut :angry:
>
> Sich langsam aber sicher in die Materie einzuarbeiten - von der
> man so viel verlangt : i wo....

Ist für viele aber auch nicht so leicht sich in "DIESE" Materie einzuarbeiten, und ich kann die Forderung derer verstehen, die ein Komplettsystem kaufen wollen das dann auch problemlos läuft. Ich glaube in keiner Branche wird den Kunden soviel Mist angedreht wie in dieser.

> Schon lange, sehr lange - rate ich kaufwilligen, technisch
> wenig beschlagenen Interessenten, eben DOCH in den "Laden um
> die Ecke" zu gehen.
> Dort können sie in aller Regel schon weit eher auf vernünftigen
> support ( auch nach dem Kauf ) zählen -
> während das Personal in den großen Märkten völlig überfordert
> ist und darüber hinaus auch noch durch Umsatzdruck gegängelt
> wird.

Wahrscheinlich die beste Lösung für den Normalverbraucher da er ein System meist wesentlich länger hat wie wir Schachnarren, die ja sehr häufíg wechseln um "dabei" zu sein. Und da lohnt es sich schon etwas mehr auszugeben. Mein bester Preisleistungsverkauf war der K6-2 400 mit 128 MB, der rest war Noname, der läuft heute noch bei einer Bekannten einwandfrei und das komplette Gerät hat damals 1100 DM,- gekostet.

> Glaub's sicher :
> ich hab' die Weisheit in puncto PC sicher nicht mit dem Löffel
> gefressen - bin aber seit ATARI 800 XL und DOS 2.0 und den
> 286ern dabei -
>
> technisch und vom Wert für den Anwender mache ich Dir 99 %
> aller Kaufhausangebote begründet madig - aber das kann der
> normale Interessent leider nicht unterscheiden.

Ist es ehrlich gesagt aber nicht auch ein klein wenig so, das wir "Kenner" dazu neigen, gute Sachen im PC haben zu wollen die wir dann in Wirklichkeit aber gar nicht brauchen bzw ausnutzen?


> wer aus dem Leserkreis dieses Forums oder als Abonnent Probleme
> mit seinem PC hat oder einen neuen kaufen möchte - kann mich
> anmailen.
> Ich werd' versuchen, zu helfen.

Gut zu wissen!! :-)

Grüße, Kurt

von Kurt Kispert - am 19.09.2001 01:30
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