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Handball Verbandsliga Staffel 1
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vor 11 Jahren, 7 Monaten
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Hobby-Handballer

Heißblütige Dolberger

Startbeitrag von Hobby-Handballer am 10.03.2006 11:04

"Kroatische Verhältnisse"

HSG Gütersloh plant nach aufregendem Sieg die nächste Verbandsligasaison

VON UWE KRAMME



Gütersloh. 16 Punkte im Rücken, zwei weitere Zähler in Aussicht: Klaus Bruhn schaute in Dolberg der 2. Halbzeit seiner HSG Gütersloh erwartungsfroh entgegen. "Eigentlich hatte ich befürchtet, dass wir bis zum Saisonende um den Klassenerhalt kämpfen müssen", freute sich das Mitglied der Findungskommission des Handball-Verbandsligisten.

Ehe die Schwarz-Gelben mit dem 26:22 beim Schlusslicht aus dem Abstiegskampf heraus waren, mussten sie aber eine ziemliche Nervenprobe bestehen. "Wir sind mit der doppelten Manndeckung gegen mich und Rene Bulwien nicht zurecht gekommen und haben zu viele klare Torchancen ausgelassen", erklärte Oliver Schöpff die sportlichen Schwierigkeiten. "Ich hatte aber nie das Gefühl, dass wir hier verlieren könnten", so der Spielertrainer weiter, "denn wir haben nach dem 19:8 zur Pause immer mit mindestens vier Toren geführt."




Trotzdem ging es in der engen Dolberger Sporthalle hoch her. Die Bilanz nach 1:45 Stunden: Vier rote Karten, 18 Zeitstrafen und unzählige Unterbrechungen. Die turbulente Pressekonferenz im Vereinsraum vor den über den Abstieg ihrer Mannschaft enttäuschten, wegen der vermeintlich schlechten Schiedsrichterleistung aufgebrachten und auf den überlegenen Gegner zornigen Dolberger Fans brachte gleichwohl noch eine Steigerung.

Schöpff blieb in dieser aufgeladenen Atmosphäre nicht nur cool, er besaß auch noch die Courage, sich für den einzigen Gütersloher Ausraster nach vielen Provokationen an diesem Abend zu entschuldigen. In der letzten Spielminute hatte der HSG-Coach seinen Mitspieler Daniel Wiemann mit einem Rempler gerächt, als der am Boden liegend getreten worden war. "Es tut mir leid, so etwas darf mir nicht passieren", sagte Schöpff wohlwissend, dass er mit einer Zeitstrafe gut davon gekommen war.

Als ihm die erregten Gastgeber ("Der Wiemann ist doch auch Schiedrichter, deshalb ist Gütersloh bevorteilt worden") auch noch mit einer abstrusen Manipulationstheorie kamen, hatte Schöpf jedoch genug: "Das sind ja kroatische Verhältnisse hier." Unter wütendem Gejohle verließ er die denkwürdige Veranstaltung und zog sein Fazit des aufregenden Samstags: "Gut, dass wir nächste Saison nicht mehr hin hin müssen."

Am Montag wendete sich Schöpff netteren Dingen zu. Wegen des nun praktisch feststehenden Klassenerhalts trieb er mit den fünf "Findern" der HSG die Kaderplanung für die neue Saison voran. Nach der Zusage aller Feldspieler, für die Schwarz-Gelben am Ball zu bleiben, wurden nach Alxander Sommer (TSG Harsewinkel) mit dem erfahrenen Torhüter Matthias Wehmöller (Spvg. Versmold) und dem talentierten Marcel Schönhoff vom Kreisligisten SG Neuenkirchen/Varensell weitere Neuzugänge vorgestellt.

"Wir wollen uns aber noch mit gestandenen Spielern verstärken", erklärte Pressewart Stefan Herzog, dass der mit derzeit acht Feldspielern knapp bemessene Kader aufgestockt werden soll. Gesucht werden noch ein Halblinker und ein Mittelmann.

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