Spielbericht: HG 85 Köthen - SV Oebisfelde 1895

Startbeitrag von Jpg. am 08.12.2007 08:45

HG 85 Köthen gegen SV Oebisfelde 1895 (30 : 23)
Vierter Sieg in Folge!

Drh.
Die HG 85 Köthen hat in einem wiederum kampfbetonten, aber jederzeit fairen Spiel gegen die SV Oebisfelde ihren vierten Sieg in Folge eingefahren und damit zwei weitere Punkte eingeheimst. Durch das 30:23 (15:12) hat sie sich in der Tabelle auf den 5. Rang, die beste Saisonplatzierung, geschoben.

Die Bachstädter spielten das Anhalt-Derby ohne Ants Benecke, Andreas Grube und Christian Lingk, dafür aber mit Enrico Lampe, Tobias Ufer, Detlef Koch und Jens Große. Oebisfelde trat mit voller Kapelle an, konnte aber zu keiner Zeit überzeugen und lag über die volle Distanz, zeitweise sogar mit elf Toren, im Rückstand. Dass ein früher Rückstand (1:5/9.) irreparable Folgeschäden für den weiteren Spielverlauf nach sich zieht, schien auch Trainer Enrico Nefe klar zu sein. Er musste zwölf Minuten lang hilflos miterleben, wie sich sein Team selbst durch technische Fehler und reihenweise Fehlwürfe in der Offensive in schlimmste Kalamitäten brachte. Seinen Mannen gelangen während dieser Zeit lediglich zwei Treffer. Auch nach der ersten Auszeit (12.) änderte sich kaum etwas an der Spielqualität der Oebisfelder. Die Köthener wurden geradezu zum Torewerfen eingeladen. Schnell, zielstrebig und ehrgeizig überwanden Rene Uelsmann (3) und Robert Wagner (1) den Gäste-Keeper Timo Ellenberg zum 10:5-Zwischenstand (19.). Weil aber auch die HG 85 einige hundertprozentige Chancen, dabei drei Strafwürfe nicht verwerten konnte, verkürzten die Gäste bis zur 25. Minute auf 12:10. Jungspund Robert Wagner bot diesmal eine beeindruckende Vorstellung. Er machte sein bestes Spiel im Dress der Köthener und schuf postwendend mit einem Doppelpack ein Drei-Tore-Polster für sein Team (14:11), das bis zur Halbzeit (15:12) Bestand hatte.

Nach dem Wechsel riss die Kette der leichten Fehler und der vergebenen Chancen bei den Gästen nicht ab. Bei der HG 85 spielte sich der erst 21- jährige Rechtsaußen erneut ins Rampenlicht, als er wiederum durch einen Doppelschlag die Verhältnisse (17:12 /34.) zurechtrückte. Und nachdem Robert Kreller der einzige Treffer im dritten Viertel des Spiels gelang, wusch der HG 85-Rechtsaußen erneut scharf nach. In seinen zwei sicher verwandelten Strafwürfen steckte Adrenalin. “Wenn man alle Strafwürfe wie heute verwandelt, beflügelt das ungemein“, meinte der erfolgreichste Werfer überglücklich nach dem Spiel.

Die HG 85 hatte unangefochten im weiteren Spielverlauf noch alle Trümpfe in der Hand. Donatas Puikis, Rene Uelsmann und Jens Große leisteten ihren effizienten Beitrag zur erstmaligen 10-Tore-Führung (24:14/46.), die Tobias Ufer nach seiner Einwechslung sogar auf elf Treffer (26:15/49.) erhöhte. Oebisfelde wackelte gehörig, fiel aber noch nicht und verkürzte durch je zwei Treffer von Andreas Kalupke und Norman Bischoff auf 26:19/53.. Da aber in der Folge ihre Mitstreiter kein gebundenes Spiel zustande brachten und die Fehlerquote weiter hoch hielten, fehlten den Gästen bis zum Schluss die sportlichen Argumente. Dass die Top-Torschützen Andreas Kalupke (7) und Andreas Werner (kein Tor) erzielten, ist ihr Verdienst. Nachdem Patrick Tuchen, wiederum herausragender Rückhalt, durch zwei Glanzleistungen gegen Andreas Kalupke und Norman Bischoff (54.) eine weitere wertvolle Inspiration beisteuerte und Rene Uelsmann zum mehrfach erfolgreicher „Abfangjäger“ im Rückwärtsgang wurde, zerbrach das Oebisfelder Team endgültig. Jens Große machte mit dem 30. HG 85-Tor zum 30:20 (58.) den Deckel zu. Der Schlusspfiff der beiden das Spiel souverän leitenden Schiedsrichter Huß/Kriener war für die Gäste eine Erlösung.

Statement von Robert Wagner

„ Es war insofern heute mein bestes Spiel, als ich am 7m-Punkt die Nerven behielt und alle verwandelt habe. Das beflügelt ungemein. Die Zuschauer waren heute Wahnsinn, wohl ebenso die beste Kulisse der Saison. Da macht es Spaß. Wenn man meine Karriere bezüglich der Strafwürfe in der Regionalliga verfolgt, stand ich bisher bei einhundert Prozent. Die Sicherheit hatte ich schon immer, kam aber bisher in dieser Spielzeit nicht zum Beweisen.“

Aufstellung:
Patrick Tuchen, Sebastian Loske; Enrico Gutowski , Thomas Karl , Enrico Lampe 1, Alexander Pietzsch 2, Donatas Puikis 8, Mario Schellbach 1, Rene Uelsmann 7/1 , Robert Wagner 8/5, Tobias Ufer 1, Jens Große 2
Siebenmeter:
Köthen 9/6 – Oebisfelde 7/4
Zwei-Minuten-Strafen:
Köthen 4 - Oebisfelde 10

Quelle: Homepage der HG 85 (www.hgkoethen.de)

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