Spielbericht HCA - TG Münden laut mz

Startbeitrag von SUN07 am 20.10.2008 12:09

ASCHERSLEBEN/MZ. "Das war Horror", hat HCA-Chef Jürgen Arndt seinen Emotionen kurz nach dem Spiel Luft gemacht. Ähnlich muss es den anderen Zuschauern nach dem 35:34-Erfolg des HC Aschersleben gegen die TG Münden auch gegangen sein. Nach wechselvollem Spielverlauf konnten die Alligators jubeln. Für die Gäste war es die erste Saisonniederlage in der laufenden Regionalligasaison. Beide Mannschaften stehen nun mit jeweils 9:3 Punkten im oberen Tabellendrittel.
Das Spiel begann aus Ascherslebener Sicht nahezu optimal. Die Schützlinge von Spielertrainer Dimitri Filippov fanden sofort den Rhythmus. Die in der Anfangsphase überforderten Gäste kamen kaum zum Luftholen. Nach knapp zehn Minuten lagen die Ascherslebener 7:1 vorn.

Nun nahm TG-Trainer Peter Rommel eine Auszeit, die nicht ohne Folgen bleiben sollte. Münden kam nun besser zum Zuge und kam auf 8:7 heran. Das lag aber auch daran, dass die Krokodile nachließen. Im Angriff wurde überhastet agiert. Ferenc Szam leistete sich in dieser Phase vier Fehlwürfe in Folge.

Mit der Einwechslung von Filippov kehrte wieder Stabilität in das Spiel der Gastgeber zurück. Aber überzeugen konnte der HC nicht. Doch trug zumindest das kämpferische Aufbegehren nach der 11:10-Gästeführung Früchte. Nach 26 Minuten war wieder eine Drei-Tore-Führung (15:12) geschafft. Diese hatte auch zur Pause beim 18:15 Bestand. Ferenc Szam vergab praktisch mit dem Halbzeitpfiff eine Konterchance.

Den 19. Treffer markierte dann Paul Otto vom Kreis Sekunden nach Wiederanpfiff mit einem schönen Heber. Doch dann war es mit der Herrlichkeit aus Sicht des HC Aschersleben erst einmal vorbei. Ein guter Christian Gumula im Mündener Tor und vor alle eigene Unzulänglichkeiten im Angriff ließen die Südniedersachsen nicht nur herankommen, sondern sogar mit zwei Toren in Führung gehen (23:25, 44.).

Doch wie schon in der ersten Hälfte bei der TG brachte eine Auszeit des HCA diesen wieder ins richtige Fahrwasser. Nach einer Umstellung - Filippov wechselte in den rechten Rückraum und Carsten Kommoß auf Rechtsaußen - neigte sich die Waage wieder in Richtung Alligators. Diese steigerten sich sichtbar. Der TG Münden wurden in den folgenden acht Minuten nur ein Tor gestattet. Auch eine Auszeit der Gäste brachte nicht den gewünschten Erfolg. So lag der HC nach 53 Minuten mit 30:26 vorn.

Dann kassierte Benny Böcker eine Zeitstrafe. Sollte die Begegnung doch noch kippen? Die Antwort gaben Ronny Liesche per Siebenmeter und Carsten Kommoß mit ihren Toren in Unterzahl. Trotzdem wurde es noch einmal eng. Doch hier bewies Sascha Gladun Nervenstärke. Er vollendete zweimal eiskalt und brachte sein Team endgültig auf die Siegerstraße. Benny Böcker kassierte in der Schlussminute noch seine dritte Zeitstrafe. So gelang der TG mit dem Abpfiff noch der Treffer zum 35:34-Endstand. Die Fans feierten ihre Mannschaft mit stehenden Ovationen.

"Vor zwei Jahren hätten wir solch ein Spiel noch verloren", sah Jürgen Arndt eine neue Qualität im Spiel der Ascherslebener. "Wir haben gesehen, wie schnell so ein Spiel kippen kann. Für die Zuschauer war es sicherlich eine tolle Unterhaltung. Die Halle hat zeitweise gebebt. Ich denke, wir haben letztendlich nicht unverdient gewonnen."

HC Aschersleben: Wichmann, Böhm; Kommoß (2), Böcker (3), Seifert, Szam (2), Eicken, Lässing (5), Gladun (5), Filippov (5), Liesche (6), Eulenstein (4), Otto (3), Bäuerle.

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