Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Forum der Handball-Regionalliga- Nord
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 9 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 9 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Kellerkind SVB, HSG NOH

Pressebericht Beckdorf- NOH II (GN)

Startbeitrag von HSG NOH am 10.11.2008 17:56

Kalters „Kempa“ klappt nicht: HSG II verliert
26:27 beim SV Beckdorf
how Beckdorf. Zehn Sekunden waren noch zu spielen im Regionalligaspiel zwischen dem SV Beckdorf und der HSG Nordhorn II, die mit einem Tor zurücklag und zudem in doppelter Unterzahl auf dem Feld stand. Aber: Bei Ballbesitz hatten die Handballer aus Nordhorn die Chance, doch noch einen Punkt mitzunehmen aus Beckdorf – wenn der in einer Auszeit angesagte Spielzug klappen würde. Nach einem „Kempa-Trick“ flog Rechtsaußen David Kalter (Foto) in den Kreis, überwand in Bedrängnis den gegnerischen Keeper, traf aber nur den Innenpfosten. Der Ball sprang wieder heraus und die Partie war entschieden: Die Reserve der HSG Nordhorn verlor knapp mit 26:27 (10:13). „Schade. Ein Unentschieden wäre schön gewesen“, ärgerte sich Spielertrainer Heiner Bültmann.

Die Niederlage hatten sich die Nordhorner vor allem im Angriff zuzuschreiben. Nachdem die Beckdorfer für den wurfgewaltigen HSG-Profi Csaba Szücs eine Sonderbewachung abgestellt hatten, agierten die Gäste in der Offensive harmlos. „Im Spiel 5 gegen 5 haben wir uns sehr schwer getan, obwohl es uns eigentlich entgegenkommt, wenn wir Räume haben“, wunderte sich Bültmann. So geriet sein Team, das eigentlich gut ins Spiel gefunden hatte und schnell mit 2:0 vorne lag, bald in Rückstand. Nach einer Viertelstunde stand es 4:8, und in den Minuten danach baute der SV Beckdorf um seinen überragenden Rückraumspieler Stefan Völkers (13 Tore) den Vorsprung bis auf 12:6 aus.

Nach der Pause erwischte erneut die HSG den besseren Start, stellte beim 14:15 sogar den Anschluss wieder her. Eine Verletzung von Stephan Wilmsen warf die Nordhorner aber erneut zurück: Der Kapitän verdrehte sich das Knie und fehlte fortan nicht nur als Spielgestalter, sondern auch im Innenblock. „Sein Ausfall war entscheidend“, wusste auch Heiner Bültmann, der mit ansehen musste, wie vor allem Völkers immer wieder Tore durch einfache Schlagwürfe durch die Mitte erzielte.

Immerhin: Weil Csaba Szücs im zweiten Durchgang besser ins Spiel fand und auch Florian Lammering ein sicherer Torschütze war (er erzielte alle fünf Treffer nach der Pause), hielt die HSG-Reserve die Partie offen. Die Führung wechselte mehrfach, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Und so mündete die hektische, kampfbetonte Partie in eine aufregende Schlussphase, die die rund 300 begeisterten Zuschauer in Beckdorf elektrisierte.

SV Beckdorf: Detjen, Stielert; Steinhoff, Meinke, Krupski (2), Rudolphi (2), T. Völkers, Gummert (2/1), Bowe (2), Kientopf, S. Völkers (13/1), Klindworth (6).

HSG Nordhorn II: Bartels, H. Rigterink; Riesner, Wilmsen (3), C. Poll, Jecker, Loepke (2/1), Wenderoth (1), Frieman, Kalter (5), E. Rigterink, Lammering (6), Mickal (2/1), Szücs (7).

Antworten:

Super-„Hinni“ führt Beckdorf zum Sieg

Regionalliga: SVB bezwingt die HSG Nordhorn

Beckdorf. (db). Das Ergebnis, mit dem der Handball-Regionalligist SV Beckdorf die HSG Nordhorn vor 300 Zuschauern geschlagen hat, steht für Spannung. Beim 27:26 ist SV-Trainer Uwe Inderthal um Jahre gealtert, hat sich Rückenschmerzen geholt, weil er an der Bank herumgesprungen ist wie ein Derwisch. Die Geschichte des Spiels schrieb einer, der in der Regionalliga sonst wenig Akzente setzte – Hendrik Klindworth.

Weil eine echte Handballgeschichte ein Happy End haben muss, traf Klindworth zehn Sekunden vor Schluss höchst selbst von Rechtsaußen zum 27:26. Kein anderer hatte dieses finale Tor so sehr verdient wie er. Klindworth war mit seinen 21 Lenzen die spielentscheidende Person, nervte als vorgezogener Abwehrspieler das Nordhorner Talent Csaba Szücs, war beim Tempogegenstoß immer der Erste in der Nordhorner Hälfte; Klindworth schien das Drehbuch für diese Begegnung eigens verfasst zu haben, denn die Rolle des Hauptdarstellers schrieb er sich auf den Leib.
Klindworth traf nicht mit jedem Wurf, und in einigen Szenen lief er Szücs ungestüm hinterher. Aber unter dem Strich stimmte die Bilanz – sechs Tore, mindestens ebenso viele verhindert, zwei Siebenmeter rausgeholt. Dabei stand der Ur-Beckdorfer gehörig unter Druck. Der Trainer hatte ihm nahegelegt, dass er sich mit Leistung für eine Vertragsverlängerung anbieten müsse. Was Klindworth sich aus dem Gespräch am meisten zu Herzen nahm, war die Tatsache, dass Inderthal hinter ihm stehen werde, wenn er sich reinhängt, wenn er nicht die meisten Würfe schlichtweg verweigern würde, sich etwas zutraut.
„Ich weiß um die Unterstützung des Trainers und der Fans“, sagt Klindworth. Sein Selbstvertrauen würde wachsen, er nehme sich mehr Würfe. Er sei ein Beckdorfer und reiße sich deshalb automatisch den Allerwertesten auf. Szücs kam nach dem Spiel bei ihm vorbei und beglückwünschte Klindworth zu diesem Auftritt, der Nordhorner Pavel Mickal attestierte ihm ein starkes Spiel. Das Doppellob der geballten Bundesliga-Erfahrung ging runter wie Öl. Der letzte, der Klindworth an diesem Abend die Hand gab, war Inderthal. Das „Danke, Hinni“ lässt den kleinen Mann wachsen.
Beckdorf hatte sich nach zähem Beginn in der 12. Minute eine 5:2-Führung herausgespielt. Auf 12:6 wuchs der Vorsprung, bis sich die Hausherren durch Zeitstrafen und technische Fehler selbst aus dem Konzept brachten. Nach der Pause ging Nordhorn nach einem 5:1-Tore-Lauf mit 15:14 in Führung. Doch weil sich Beckdorf in den vergangenen Wochen konditionell gefestigt hat, überstanden die Spieler die Schwächephase, rissen die Partie wieder an sich und überstanden die hitzige Schlussphase. In doppelter Überzahl spielte der Rückraum Klindworth frei. Und der beendete von der rechten Seite das „coolste Spiel seiner Karriere“. In Beckdorf wurde ein Publikumsliebling geboren.
SV Beckdorf: Detjen, Stielert – Meinke, Krupski 2, Rudolphi 2, T. Völkers, Gummert 2/1, Bowe 2, Kientopf, S. Völkers 13/1, Klindworth 6, Steinhoff.
HSG Nordhorn: Bartels, H. Rigterink – Poll, Loepke 2/1, Riesner, Wenderoth 1, Friemann, Wilmsen 3, Kalter 5, E. Rigterink, Lammering 6, Jecker, Mickal 2/1, Szücs 7.
Siebenmeter: 5/2 – 4/2.
Zeitstrafen: 16 – 14 Minuten.




Quelle: Tageblatt

von Kellerkind SVB - am 11.11.2008 14:34
"Das war der bisher beste SV Beckdorf"

Beckdorf -

Am Ende hielt es niemanden mehr auf den Sitzen. 40 Sekunden vor Schluss warf Rückraumspieler Stefan Völkers die Regionalliga-Handballer des SV Beckdorf gegen HSG Nordhorn 2 in Führung. Das dachten zumindest alle. Doch Trainer Uwe Inderthal hatte Sekunden vorher eine Auszeit genommen. Völkers Treffer zählte nicht. Der Jubel blieb den knapp 400 Zuschauern förmlich im Halse stecken. Der nächste Spielzug musste also klappen. Und tatsächlich, Hendrik Klindworth krönte seine Klasseleistung zehn Sekunden vor dem Ende mit seinem sechsten Tor zum 27:26 (13:10)-Endstand. Zu diesem Zeitpunkt brummten zwei Gästespieler Zeitstrafen ab.

Besser als Klindworth warf nur Stefan Völkers (13/1), der sich zwei Fehlwürfe von der Siebenmetermarke leistete. Die zwischenzeitliche 12:6-Führung der Gastgeber schmolz bis zur Pause auf drei Tore, schlug in der zweiten Hälfte zeitweise in einen Rückstand um. Doch fast alle Spieler des SV Beckdorf wuchsen gegen die favorisierten Gäste über sich hinaus, allen voran Torhüter Thorsten Detjen. Oder "Ersatztorwart" Stefan Stielert, der nur einmal bei einem Strafwurf ran durfte - und parierte.

Trainer Inderthal war begeistert: "Das war der beste SV Beckdorf, den ich bisher gesehen habe. Riesenkompliment an meine Mannschaft. Kampf und Einsatz stimmten, die Marschroute wurde komplett befolgt."
gb

erschienen am 10. November 2008
Hamburger Abendblatt

von Kellerkind SVB - am 11.11.2008 14:52
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.