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Forum der Handball-Regionalliga- Nord
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vor 8 Jahren, 4 Monaten
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HBaD

HG 85-Präsident Andreas Auerbach nimmt Stellung

Startbeitrag von HBaD am 28.04.2009 13:10

entnommen homepage Köthen vom 28.04.2009:

„Liebe Sportfreunde und Verantwortliche des VfL Fredenbeck. Die unverzeihlichen Vorfälle in unserer Sporthalle am letzten Samstag während und nach dem Spiel gegen Euch veranlassen mich, mein Bedauern auszudrücken und mich in der Öffentlichkeit in aller Deutlichkeit dafür zu entschuldigen.
Es war, ist und bleibt unsere unangetastete Position, dass weder rechts- noch linksradikale Zuschauer eine Plattform für ihr Menschen verachtendes Treiben in unserer Sportstätte finden. Leider können wir mit dem Verkauf des Eintrittstickets nicht in das Hirn Derjenigen blicken, die in ihrem Herzen rassistische Gedanken tragen. Was wir aber können ist, und das verspreche ich mit dem Einsatz meiner ganzen Person, unsere Autorität und unser Hausrecht künftig so zum Einsatz zu bringen, dass sich derartige Hetzkampagnen gegen dunkelhäutige Sportler, wie z. B. Rechtsaußen Patrick Ranzenberger, nicht wiederholen. Wir wissen um unser treues Publikum, das mit dem Herzen hinter ihrer Mannschaft steht, wissen aber auch, das ein kleiner Teil von Radikalen die friedliche Mehrheit bereits mehrfach auf andere Weise in Misskredit gebracht hat. Unsere einzuleitenden Maßnahmen zielen darauf ab, den Randalierern das Handwerk zu legen, sie mit einem Hausverbot zu belegen, damit sie das Image unseres Vereins nicht weiter ramponieren.

Was in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben darf, dass Spieler und Schiedsrichter Fairplay in den Mittelpunkt ihres Tuns stellen müssen, weil wir wissen, dass eine Missachtung zu unüberschaubaren Turbolenzen unter den Akteuren führen können, die sehr schnell auf die Zuschauer als Initialzündung überspringen. Hier sind zu allererst die Trainer in der Pflicht, Erziehungsarbeit bei ihren Spielern zu leisten und das mit aller Konsequenz. Provokante Aktionen zum eigenen Vorteil, Beschimpfungen extremer Art und damit einhergehende Beleidigungen beschädigen die Atmosphäre und führen zur Unbeherrschtheit, manchmal auch sogar zur Revanche. Die Achtung der Gesundheit des Gegenspielers muss die oberste Maxime auch im Handballsport sein.

Der Blick auf die Rolle der Schiedsrichter soll in keiner Weise eine Rechtfertigung für die Vorkommnisse im letzten Punktspiel sein, aber auch die Unparteiischen sollten sich der Tatsache bewusst sein, dass sich die Fans mit ihrer Mannschaft emotional engagieren und ihr notwendiges Fingerspitzengefühl wesentlich zu einer Versachlichung des Klimas beiträgt. Wenn jedoch die Verhältnismäßigkeit des Strafmaßes und die unbedingt kommunikative Grundhaltung zu den Spielern fehlt oder ein übertriebenes autoritäres Auftreten die Grundhaltung der Spielleiter bestimmt, trägt das zur Aufheizung der Atmosphäre bei, die mitunter aufgrund des geringen Ordnerpersonals nicht immer gleich beherrschbar ist. Wir werden darüber nachdenken, wie wir die Sicherheit im Ablaufs des Spielbetriebes auf eine höhere Stufe stellen können.

Ich danke an dieser Stelle all jenen Sportfreunden, die unseren Gastmannschaften freundlich und wertschätzend begegnen und auch mit den mitgereisten Fans das Gespräch suchen, wenn Bedarf ist. Den Fredenbecker Fans gewähren wir als kleine Wiedergutmachung im nächsten Heimspiel in der kommenden Saison freien Eintritt. Ich verspreche dann auch eine Atmosphäre der Achtung und des gegenseitigen Respekts.“

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