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Forum der Handball-Regionalliga- Nord
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vor 8 Jahren, 7 Monaten
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ottofan, Der Ballputzer, 1aolli, Sascha23, paula_1, SH23, AL_87, (ran)_ANDI_wurst

Insos von Bremervörde und Aurich

Startbeitrag von AL_87 am 28.04.2009 20:29

Hallo zusammen,

Bremervörde (sicher) und Aurich (vermutet) haben in den letzten Tagen die Insolvenz beantragt. Was für Auswirkungen hat das auf die Regionalliga?

Steigen die, sofern sportliche Absteiger, in die RL ab oder werden die in den LVs neu einsortiert, sofern die Mannschaften eine spielfähige Mannschaft zusammen stellen können.

AL

Antworten:

das gleiche wie mit achim baden oder!?

oh man das ist doch alles so bescheuert, wer hat denn da noch "lust aufzusteigen" wenn man damit rechnen muss, den verein dadurch finanziell zu ruinieren :(

und zu SO einem zeitpunkt, wo der handball kleine dämpfer einstecken muss, viele vereine pleite gehen und die gesamte wirtschaft in der kriese steckt, soll es in eine eingleisige zweite liga gehen, da packt man sich doch an den kopf, man darf sich nicht wundern wenn man nachher nicht genug vereine findet die da mitmachen wollen bzw können, aber man sollte das thema vielleicht nicht wieder aufrollen, kotzt ich einfach nur an.. größenwahn!!!

von (ran)_ANDI_wurst - am 28.04.2009 22:43
habe diesen Artikel auf der Internetpage von Handball-world.com gefunden.

Aurich beantragt Insolvenz

Kommt das Aus für das Team von Jens Lievens?

Am letzten Spieltag in der zweiten Liga Nord musste der OHV Aurich mit 19:22 im Ostfriesen-Derby gegen die HSG Varel die Segel streichen. Damit geriet das Team von Trainer Eric Hettmann in akute Abstiegsnot, Anhalt Bernburg zog vorbei. Am heutigen Dienstag allerdings erschütterte eine weitere Meldung die Handballer um Arjan Stuiver und Dzianis Maksimovich: Die Spielbetriebsgesellschaft des OHV musste Insolvenz anmelden. Nach dem TSV Bremervörde ist Aurich der zweite abstiegsbedrohte Verein der Nordstaffel der 2. Bundesliga, der diesen Schritt machen muss.

„Wir haben geschaut, ob wir diese Saison vor dem finanziellen Hintergrund noch zu Ende bringen können. Es war völlig aussichtslos“, sagte der stellvertretende OHV-Vorsitzende Ulrich Mittelstädt den „Ostfriesischen Nachrichten“ (ON). Der finanzielle Hintergrund stimmte beim OHV Aurich bereits seit längerer Zeit nicht mehr. Im November 2006 war die Steuerfahndung Oldenburg beim OHV vorstellig geworden, der Vorsitzende Wolfgang Ladwig zeigte sich zwar damals „überrascht“, aber letzten Endes erhob die Steuerfahndung schwere Vorwürfe gegen mehrere Funktionäre des OHV.

Hauptvorwurf war die mehrjährige Bezahlung von Spielern an der Steuer vorbei sowie die nicht ordnungsgemäße Abführung der Sozialbeiträge. Der Verein musste in der Folge Nachzahlungen leisten. Aurich konnte die Forderungen begleichen, allerdings hatte der OHV in der Folge Liquiditätsprobleme. Die Vereinsführung versuchte einen rigiden Sparkurs zu fahren und baute die Vereinsstrukturen um. Insa Schubert, bis November 2006 Geschäftsführerin der Sportmarketing Aurich GmbH und Co KG und gleichzeitig 2. Vorsitzende des OHV, wurde als Geschäftsführerin von Wolfgang Dirks abgelöst, später wurde Wolfgang Ladwig Geschäftsführer. Auch Manager Oldewurtel hatte in der Folge keine Funktion mehr beim OHV.

Trainer Frank Carstens musste gehen, auch im Spielerkader wurde eingespart. Akteuren, die den Etat deutlich überforderten, wurden gestrichen, allerdings blieben Verpflichtungen aus bestehenden Verträgen. „Allein diese letzten Maßnahmen hatten pro Jahr ein Volumen von rund 200.000 Euro, die auch durch neue Sponsorenleistungen nicht mehr zu decken waren“, erläuterte Mittelstädt den ON, dass sich der Verein in dieser Zeit mit einem hauptamtlichen Trainern und mehreren Profis finanziell verhoben habe. Angesichts der damaligen Krise versuchte man in Aurich mit neuen Köpfen und neuen Sponsoren sowie den alten Partnern das OHV-Schiff wieder flott zu bekommen.

Die Krise beim OHV kommt durchaus unerwartet, hatte der aktuelle Geschäftsführer der Auricher, Wolfgang Ladwig, doch im Dezember 2007 noch gegenüber handball-world.com erklärt, dass die Nachforderungen der Steuer und der Sozialversicherer beglichen seien und der Etat 2007/08 ausgeglichen sei. Ausgefallene Sponsorengelder nannte Ladwig im Dezember 2007 als Hauptgrund für die damaligen Liquiditätsprobleme des OHV. In der Folge gingen die Spieler Peter Vozar und Vitali Feshchanka. Noch im Februar 2009 sagte Ladwig: „Wir werden finanziell auch nächstes Jahr kleine Brötchen backen müssen. Wir wirtschaften heute anders als früher. Zukünftig wollen wir auch den einen oder anderen Euro zurücklegen, um dann eventuell in der Saison auch Nachverpflichtungen vornehmen zu können. Ziel ist der Erhalt der Zweiten Bundesliga. Aber vor dem Hintergrund einer langfristigen Konsolidierung.“

Der OHV steht damit in der traurigen Reihe der bisherigen Insolvenzen wie Essen, Nordhorn, Bremervörde oder die wohl ebenfalls in die Insolvenz gehenden HR Ortenau. Der von vornherein schon äußerst niedrige Etat der Auricher, der laut ON rund 200.000 Euro betragen soll, war nicht zu halten. Nun hat sich die Pleite offensichtlich nicht mehr verhindern lassen, dem Vernehmen nach fehlen 100.000 Euro. Nach den Konsolidierungsbemühungen fehlt der letzte Schritt, auch weil Gelder von Sponsoren nicht in der kalkulierten Höhe geflossen sein sollen.

Eine Rolle in der Konsolidierung sollte auch die im Bau befindliche neue Halle spielen. „Anfang Mai werden wir das Projekt abgeschlossen haben können“, so Ladwig zum Projekt in Aurich, „dann werden wir die Halle mit einem Eröffnungsspiel einweihen. Ab kommender Saison werden wir dann in der neuen Halle unsere Spiele austragen.“ In welcher Liga der OHV Aurich dann seine Spiele in der neuen „Sparkassen-Arena“ durchführen wird, ist nun allerdings mehr denn je fraglich. Je nach Ausgang der Saison steigt der OHV in die Regionalliga ab, oder wird vom Landesverband eingestuft - was auch einen Neuanfang in der Oberliga Nordsee bedeuten kann. Die Spieler wurden bereits von den Vorgängen beim OHV informiert, es steht in der Hand des demnächst zu bestellenden Insolvenzverwalters, ob die laufende Runde noch zu Ende gespielt werden kann.



von SH23 - am 29.04.2009 05:22
Wenn Bremervörde und Aurich in die Regio müssen, gehen statt 3 eben 4 Teams runter.
Sehr bitter.
Sollten die beiden Teams in die LV eben beide in die Oberliga Nordsee eingeteilt werden, dürften in der Oberliga Nordsee zusätzlich Teams absteigen, das leidige Problem der finanzen wird hier und da auch in der Regionalliga (denke da an die Clubs aus Sachsen-Anhalt) da war bei 2-3 Temas ja auch noch offen , ob sie es sich leisten können oder lieber in der Oberliga Sachsen-Anhalt spielen.
Viele Fragen, aber am Ende werden viele Abstiegsfragen wohl erst in letzter Sekunde durch die entsprechende LV oder Insolvenzverwalter entschieden.
Sehr schade.
Allen Teams viel Erfolg.

von ottofan - am 29.04.2009 06:47
Also wenn das so ist, müssen beide Team's in den Landesverband zurück, also genauso wie Achim Baden, somit in die Oberliga, des BHV's.

von paula_1 - am 29.04.2009 07:22

Re: Insos von Bremervörde und Aurich: Bericht dazu

Aurich und Bremervörde: Die Insolvenz und ihre Folgen
Die beiden Zweitligisten TSV Bremervörde und OHV Aurich haben Insolvenz beantragt und schon stellen sich Fragen über Fragen: „Wo werden beide Vereine in der neuen Saison spielen und welche Auswirkungen hat das für die Regionalliga Nord sowie für die Oberliga Nordsee?“ - Zweitewelle hat nachgefragt, um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.
>mehr

von Sascha23 - am 29.04.2009 13:09
Siehste Paula, vor Jahresfrist nicht aufgepasst.
Die SG hat nur in der OL starten können weil die Zweitvertretung dort ansässig war!
Da kommt bei beiden Vereinen doch die VL in Frage, oder??

Gruß
Der Ballputzer

von Der Ballputzer - am 29.04.2009 13:09

Re: Insos von Bremervörde und Aurich: Bericht dazu

D.h für Aurich und bremervörde bloß jetzt alles verlieren, nicht das an noch drinbleibt, grins

von ottofan - am 29.04.2009 15:30

Re: Insos von Bremervörde und Aurich: Bericht dazu

Bin mal gespannt wer morgen dann alles endgültig für die Regio meldet.
Ich könnte mir vorstellen das 1 oder 2 teams aus sachsen-Anhalt nicht mehr melden.Dann geht der Tanz wer absteigt weiter.
Im moment müßten 5 runter.
Da wird Hameln und Habenhausen auch ins Gras beißen müssen, aber wer weiß.
Wer Infos hat kann ja mal von seinen vereinen berichten, wer meldet und wer net.

von ottofan - am 29.04.2009 15:35
Da Insolvenzen wohl zumehmen werden, sollte der verband einmal klare Regeln aufstellen. Dieser Eiertanz sollte aufhören. Was hat das noch mit Sport zu tun, wenn Bremervörde und Aurich jetzt möglichst alles verlieren müssen, um in der nächsten Saison höherklassig zu spielen? Da durch die neue Klasseneinteilung die Gefahr von Pleiten höher ist, muss eine andere Lösung her. Es kann nicht sein, daß Vereine in den Landesligen, die finanziell gesund sind, absteigen müssen, da "Pleitevereine" ihren Platz einnehmen.
Mein Vorschlag wäre. Wer insolvent wird, der ist Absteiger in die nächst untere Klasse. Wer sich die dann auch nicht leisten kann, der muss ganz unten anfangen. Durch die ganzen Lizenzverfahren und Insolvenzen entscheidet ja nun schon nicht mehr der sportliche Erfolg über Auf- und Abstieg.

von 1aolli - am 30.04.2009 07:26
Gibt es schon Meldungen wer jetzht gemeldet und wer nicht.
Sieht ja gnaz danach aus das Bremervörde und Aurich in der regio starten, was mindestens 4 Absteiger bedeutet, jetzt kann Hameln und Habenhausen nur noch der freiwillige Rückzug 1 oder 2 Teams aus S-Anhalt retten.

von ottofan - am 30.04.2009 18:03
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