Midewa-Cup

Startbeitrag von Jpg. am 16.08.2009 20:40

Spielerische Steigerung beim Midewa-Cup war zu erkennen

Die Zweitbundesligisten DRHV 06, SC Magdeburg II, SV Anhalt Bernburg und 1. SV Concordia Delitzsch sowie der Regionalligist HG 85 Köthen haben sich am zurückliegenden Wochenende bei sommerlicher Hitze in der Heinz-Fricke-Sporthalle in Köthen beim Midewa-Cup einem weiteren Härtetest in Vorbereitung der Anfang September beginnenden Punktspielsaison unterzogen.
“ Wir haben ein sehr gutklassiges Turnier mit einer Ausgeglichenheit der Zweitligisten gesehen. Die Köthener haben versucht, mitzuhalten, konnten den Teams aber nicht Paroli bieten. Ihnen mangelt es noch an der Chancenverwertung“, bilanzierte Hagen Becker, der zusammen mit Axel Hack als Schiedsrichter mit Erstbundesligaerfahrung einige Spiele geradlinig, mit Übersicht und Konsequenz leitete.

Sieger des Turniers wurde der DRHV 06, der zugleich mit Patrick Heddrich (28 Tore) den erfolgreichsten Torschützen des Turniers stellte. Zum besten Spieler wurde Alexander Auerbach (SC Magdeburg II) und zum erfolgreichsten Torhüter Gabor Pulay (1. SV Concordia Delitzsch) gewählt.

In den meist sehr fairen Auseinandersetzungen sah man junge, talentierte Nachwuchsspieler, die von erfahrenen Akteuren in die Handlungsabläufe einbezogen wurden. Zwei längerwährende Verletzungen sind zu beklagen: HG 85 -Torhüter Steffen Oppenheimer schied bereits am ersten Tag mit Verdacht auf Kreuzbandriss aus und Linksaußen Sascha Meiner von Concordia Delitzsch erwischte es in der letzten Partie gegen SV Anhalt Bernburg (Sprunggelenkverletzung).

Die Handballer der HG 85 Köthen haben sich am ersten Tag des Midewa-Cups ohne Christian Lingk und Robert Kreller achtbar geschlagen. Obwohl sie gegen des SV Anhalt Bernburg lange Zeit die Partie offen hielten, verloren sie nur knapp. Trainer Heinz Prokop stellte fest: „ Wir hatten von der spielerischen Linie her eine deutlich bessere Sprache, aber wir mussten zu viele Konter hinnehmen, weil wir klar herausgespielte Chancen nicht hundertprozentig genutzt haben. Positiv dabei war das Zusammenspiel von Spielmacher Steffen Cieszynski mit seinen Nebenleuten.“ Der 19-Jährige verteilte nicht nur die Bälle geschickt bzw. suchte die erfolgreichen Anspielstationen, sondern war auch mit 8/3 Treffern treffsicherster Schütze seines Teams. Auch Robert Wagner gelangen von der rechten Außenposition vier sehenswerte Tore. Weniger erfolgreich war Torhüter Patrick Tuchen, der kaum eine Hand an den Ball brachte. Sebastian Retting wurde noch geschont und kam aufgrund seiner Platzwunde am linken Ellbogengelenk nur sporadisch zum Einsatz. Hagen Becker und Axel Hack hatten mit dieser Auseinandersetzung keinerlei Probleme. Sie pfiffen mit Übersicht, Fingerspitzengefühl und regelkonform.

„Auch im zweiten Spiel gegen Dessau funktionierte die Zusammenarbeit in der ersten Halbzeit zwischen Torhüter Steffen Oppenheimer und der Abwehr gut. Das brachte uns bis zur 17. Minute die Führung. Dann kam mit zwei vergebenen Strafwürfen von Steffen Cieszynski ein bisschen Schlendrian dazu, der uns von der Linie abbrachte“, bilanzierte der Köthener Coach. Mit ihm befürchteten die zahlreichen Fans Schlimmes, als Torhüter Steffen Oppenheimer nach einem Zusammenprall auf dem Parkett liegen blieb. Der beim Abschluss eines Konters ungestüm auf ihn springende Martin Pratersch prallte zuvor an sein Knie, das fortan anschwoll und ihn zur Aufgabe zwang. Bis dato konnte der Neuzugang durchaus gefallen. Nach dieser Verletzung kam ein Bruch ins Köthener Spiel, den die Pysall-Truppe nutzte und bis zur 34. Minute auf 16:10 davon eilte. Doch der Gastgeber raffte sich wieder auf und verkürzte auf 20:23 (48.). In den letzten Minuten des Spiels setzte sich schließlich die individuelle Klasse des Zweitligisten durch. „Insgesamt bin ich aber aufgrund der spielerischen Steigerung meiner Mannschaft gegenüber den Testspielen in der Vorwoche durchaus zufrieden“, meinte Trainer Heinz Prokop am Ende des ersten Turniertages.

Die Auftaktpartie des 2. Turniertages bestritten die HG 85 Köthen und der 1. SV Concordia Delitzsch. Hier bestätigte sich erneut, die Bachstädter sind spielerisch gereift, aber nach wie vor noch mit dem Manko der Unzulänglichkeiten bei der Chancenverwertung behaftet. Delitzsch führte zeitweise mit 11 Toren (17:6 / 24. Minute). Die meisten Treffer für die Köthener (8) erzielte der zweitbeste Turnierschütze Sebastian Retting (26 Tore).

Im letzten Match spielten die Prokop-Schützlinge gegen den SC Magdeburg II streckenweise sehr gefällig und lagen zur Halbzeit mit lediglich drei Toren (13:16) zurück. In der 38. Minute (20:21) war man fast wieder auf Augenhöhe. Erst als die Kraftreserven beim Regionallisten, der ohne Rene Uelsmann und Steffen Oppenheimer spielte, sichtbar erschöpft waren (22:27/47.) marschierte der Favorit auf die Siegerstraße.

Aufstellung:
HG 85-Aufgebot (Torschützen aus allen vier Spielen): Patrick Tuchen, Steffen Opppenheimer; Roman Bruchno 12, Steffen Cieszynski 18/9, Andreas Grube 10, Thomas Karl 3, Martin Lux 1, Sebastian Retting 26/5, Ralf Stojan 4, Rene Uelsmann 4, Robert Wagner 5, Robert Kreller 2

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