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vor 11 Jahren, 9 Monaten
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Matthias Berger

Spielbericht Wolfen gegen Wittenberg

Startbeitrag von Matthias Berger am 15.01.2006 15:30

Derbysieg und Pluspunkte fünf und sechs in Folge
HSG Wolfen bezwingt Wittenberg 26:24 – Anderten nächster Prüfstein

Von Matthias Berger

Bereits am Freitag war der Grün-Weiß Wittenberg zu Gast in der Sporthalle Krondorf. Die Lutherstädter, derzeit noch im Tabellenkeller, brachten die Gastgeber bis an den Rand einer Niederlage. Bis zur Halbzeit konnten sie einen teilweise bis auf sechs Tore angewachsenen Vorsprung nicht halten. Die Wölfe hatten diesen auf 12:13 eingedampft.
Am Ende hatte der „Wölfe-Express“ die Nase vorn und erkämpfte sich beim 26:24 Sieg die nächsten zwei Pluszähler.

Bis zur dritten Spielminute mussten die knapp 600 Zuschauer warten, bis sie einen Treffer bejubeln konnten. Waren es aber die Gästefans, welche die erste Führung der Grün-Weißen beklatschten. Auch wenn Stefan Gragert ausglich, fanden die Hausherren schwer in dieses Derby. Die Lutherstädter, welche nur auf den Rückraumakteur Matthias Rudow verzichten musste, legten bis zum 1:4 vor, ehe wieder Stefan Gragert einnetzte.
Es schien als ob sich die Chronologie der Ereignisse der Vorwoche fortsetzen sollte. Christian Peschek und Stephan Blechschmidt fehlte das Glück beim Abschluss. Gut geworfene Bälle trafen leider nur das Holz, was gleichbedeutend war mit Einladungen zum Kontern. Die Gäste nahmen diese Chance dankbar an und setzten sich bis auf 3:9 ab. Wolfens Trainer Frank Mühlner sah die Notwendigkeit einer Auszeit. Die Hausherren antworteten in ihrer mittlerweile gefürchteten Art. Mit Mannschaftsgeist, Moral und ungebrochenen Siegeswillen eröffneten sie die Aufholjagd. Mit seinem 100 ten Saisontreffer markierte Stefan Gragert das 4:9. Bis zur 25.Spielminute haben die Wölfe den Vorsprung auf zwei Treffer eingeschmolzen. Vor allem Matthias Niestroj hat sich immer wieder durch die Abwehrreihen gewühlt und mit drei Toren und sehenswerten Anspielen die Gegner zur Verzweiflung gebracht. Das druckvolle und schnelle Spiel der Gäste verlor in den letzten Minuten der ersten Halbzeit deutlich an Kraft. Christian Peschek traf zum 12:13 Anschluss ehe die Halbzeitsirene ertönte.

Beide Trainer haben ihren Teams beim Pausentee sicherlich suggeriert, das dieses Derby erst in den Schlussminuten entschieden werden wird. In den ersten 30 Minuten haben beide Mannschaften unter Beweis gestellt, das sie in der Lage sind dieses Spiel für sich zu entscheiden. Wittenberg legte auch immer wieder vor und die Gastgeber konnten maximal den Anschluss erzielen. In der 32.Minute glich Matthias Niestroj erstmals für die Wölfe aus und Stefan Gragert traf zur 17:16 Führung. Auch wenn diese nicht wieder aus der Hand gegeben wurde, war für keinen in der durch die Derbystimmung aufgeheizten Krondorfhalle vorhersagbar, wer sich die Pluspunkte am Ende gutschreiben kann. Selbst die 24:21 Führung in der 53.Minute hatten den Willen der Elbestädter noch nicht gebrochen. Der Wolfener Keeper Holger Kemnitz war mit 14 Paraden der notwendige Rückenhalt der Gastgeber. Erst der verwandelte Strafwurf von Christian Peschek schien in der 58.Minute die Erlösung zu bringen. Aber Wittenberg gab nicht auf und erzielte noch einmal das 25:24. In der sechzigsten Minuten hätte Wolfen dieses Ergebnis gereicht. Trotz allem nutzte der Coach noch einmal die Möglichkeit der grünen Karte und Peschek markierte den Endtsand wieder per Strafwurf.

Welches Team die Wittenberger unterschätzt wird sicherlich bitter dafür bestraft werden. Wolfen hat all sein Können aufbieten müssen um die Lutherstädter niederzuringen. Die HSG hat jetzt sechs Punkte in Folge gewonnen und gespürt, welches Potential in ihnen steckt. Dieses durch eine gute Moral und Mannschaftsgeist abzurufen, ist die Erkenntnis der letzten Monate. In der nächsten Woche dürfen sie diese Tugenden in Hannover-Anderten vorstellen.

Mannschaftsaufstellung: Kemnitz; Förster (Tor); Backes; Stephan Blechschmidt (1); Hein; Niestroj (8); Lindner; Gragert (5); Mitschke (5); Hanke; Peschek (6/5); Schürhoff; Dobrovodsky (1)

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