Spielbericht: HG 85-VfL Edewecht

Startbeitrag von HBFan am 16.01.2006 20:39

der Hp entnommen am 16.1.06

Leistungssteigerung in Durchgang zwei führte zum Sieg

Beim 28:26 (13:16)-Sieg über den VfL Edewecht wurde die HG 85 Köthen ihrer Favoritenrolle gerecht, konnte dem Sieg aber nur wenig spielerischen Glanz verleihen. So redete der Köthener Trainer Rene Linkohr in der Pressekonferenz gar nicht erst lange herum und entschuldigte sich bei den Fans für die Leistungen seiner Mannschaft in Durchgang eins. Dass es dennoch für einen Sieg reichte, hatte er in erster Linie Stig-Top Rasmussen, dem besten Werfer des Tages Vaidas Dilkas und der überragenden Abwehrarbeit von Sebastian Tietz gegen den Torschützenkönig Jörn Wolterink zu verdanken. Bis zur 36. Spielminute lief der Gastgeber einem Rückstand hinterher, verballerte dabei auch noch drei Siebenmeter, glich in der 41. Minute aus, um eine Minute später auf die Siegerstraße einzubiegen, von der er sich von einem konditionell schwächer werdenden Gast nicht mehr verdrängen ließ. Jetzt hielt das HG 85-Bollwerk stand. Zudem stieß die Edewechter Robustheit bei den Schiedsrichtern Schwarz und Weiß aus Niedersachsen auf keine Gnade: 11 Zeitstrafen und 7 Siebenmeter verhängten sie gegen die Gäste.

Die beherrschten gleich zu Beginn die Bachstädter mit einer Demonstration der Stärke und nutzten die vielen technischen und Abspielfehler der Hausherren eiskalt aus. Bereits nach fünf Minuten lagen sie 4:1 in Führung. Die HG 85 agierte im Angriff unkonzentriert und mit wenig Emotionen. Spielerische Finessen, Spielwitz und Können waren Mangelware. Jens Große gelangen kaum produktive Anspiele bzw. Würfe. Dazu kam, dass Edewechts Torhüter Stephan Alken gut hielt und den drei HG 85-Werfern Vaidas Dilkas, Sebastian Tietz und Vasile Sajenev bei der Verwandlung ihrer Strafwürfe kein Erfolgserlebnis gönnte. Erst mit dem Torhütertausch Stig-Top Rasmussen für Patrick Tuchen (12.) kam mehr Sicherheit in die HG 85-Abwehr, in der Thomas Karl wieder über die volle Distanz spielen konnte. Als die Gäste erstmals mit drei Treffern führten (6:9 /15.), forderte Rene Linkohr in einer Auszeit eine höhere Präsenz seiner Spieler ein. Es besserte sich nicht viel. Die Gäste waren es, die die Akzente setzten. Nach dem 7:10 (19.) verbesserte sich die Qualität bei der Ausführung der Kombinationen und dem Torabschluss. Jan Jungandreas und Rene Uelsmann je zwei und Sebastian Tietz verkürzten bis zur Halbzeit auf 13:16.

Die Pausenbesprechung trug Früchte. Jetzt verfügte die HG 85 endlich in allen Mannschaftsteilen über sichtbare Vorteile. Sie hatte den besseren Torhüter, die zupackendere Abwehr und den effektiveren Angriff mit dem überragenden Vaidas Dilkas, dem in den ersten zehn Minuten nach Wiederbeginn vier Tore gelangen und der zudem auch seine Nebenleute mit gescheiten Anspielen versorgte. Nutznießer waren Sebastian Tietz zum 17:17-Ausgleich (37.) und Jan Jungandreas zur ersten Führung (19:18/40.) während des bisherigen Spiels. Auch die Hereinnahme von Sebastian Fende beförderte die Partie in punkto Schnelligkeit, mit der die VfL-Abwehr nun so ihre Schwierigkeiten besaß. Nachdem Stig-Top Rasmussen Edewechts Linksaußen Daniel Heisig bravourös einen Dreher abkaufte, versenkte im Anschluss daran Sebastian Fende ein Geschoss zur erstmaligen 3-Tore-Führung 21:19/43.). Von Edewechts Zwei- Meter- Shooter Jörn Wolterink war kaum Erwähnenswertes zu vermelden, denn der 27 cm kleinere Sebastian Tietz schirmte ihn mit seiner aufopferungsvollen Laufarbeit sehr gut ab.

Nerven zeigte der Torschützenkönig nach einem Zweikampf (45.) mit Vasile Sajenev, als er die Entschuldigung verweigerte.

Nur 6/2 Treffer des VfL-Stars sprechen für die Qualität der Köthener Defensive. Aber auch die Offensive verschaffte sich nunmehr Vorteile. Die Angriffe wurden sicher ausgespielt, der Abschluss war präziser. Den Treffer zum 24:21/49. fädelte Vaidas Dilkas mit seinem schnellen Antritt ein, passte zu Sebastian Tietz, der gekonnt vollstreckte. Als der Gast gleich zwei Akteure auf der Strafbank hatte, gelang Jens Große das 26:22 (54.). Spannend machte es allerdings Sebastian Redeker. Ihm gelangen drei Treffer zum 27:25 (57.). Eine Minute später zeigten die Referees ein letztes Mal auf die Strafwurfmarke. Die noch vorhandenen Zweifel am 11 Saisonsieg beseitigte Rene Uelsmann mit seinem sicher verwandelten Treffer zum 28:25. Und als Stig-Top Rasmussen bei einem Konter der Gäste (59.) gegen Daniel Heisig erneut Sieger blieb, war der Sieg perfekt.

Spielfilm:

5.(1:4) – 9. (3:6) – 12. (6:9) – 19. (7:10) – 24. (10:11) – 28. (11:14) - 29. (12:16) – 30. (13:16) .... 36. (16:16) – 40. (19:18) – 43. (21:19) – 49. (24:21) – 55. (26:22) – 57.. (27:25) – 60. (28:26)

Aufstellung HG 85:
Stig-Top Rasmussen, Patrick Tuchen (1.-12. Minute); Sebastian Tietz 4, Vaidas Dilkas 9/1, Rene Uelsmann 5/2, Jan Jungandreas 5, Thomas Karl, Jens Große 2, Sebastian Fende 1, Vasile Sajenev 2/1, Daniel Schwarz, Mario Schellbach (n.e.)
7 Meter:
Köthen 7/4 – Edewecht 2/2
2-Minuten-Strafen:
Köthen 5 – Edewecht 11 (Rote Karte für Michael Matzke 3x2 Minuten)

Antworten:

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