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Mi.ma, HBFan

Spielbericht: HG 85 -VfL Hameln

Startbeitrag von HBFan am 22.01.2006 21:48

von der Hp der HG 85

HG 85 gibt den Sieg in den letzten zwei Minuten aus der Hand

Rund 600 Zuschauer sahen in der Rattenfängerhalle ein Spiel, das im Zeichen der Abwehrreihen und äußerst schwacher Schiedsrichterleistungen stand. Lediglich Hamelns Torgarant Hajo Wulf (14/8) und Köthens Vaidas Dilkas (12/6) zelebrierten Angriffsqualitäten der gehobenen Klasse. Ansonsten blieben beide Angriffsreihen unter ihren Möglichkeiten. Bei der HG 85 enttäuschten erneut die Akteure, die auf der halblinken Position Druck entwickeln sollten. Von Mario Schellbach war solcher auf Linksaußen in seinem ersten Spiel nach der Langzeitverletzung nicht zu erwarten. Lediglich Sebastian Fende, der ab der 26. Minute in die Partie eingriff, ließ seine Torjägerqualitäten erkennen. Am rechten Flügel konnte Jan Jungandreas, der mit einer Fußverletzung in das Spiel ging, diesmal keine Akzente setzen. Bedauerlicherweise kam für Rene Uelsmann schon in der 25. Minute nach einer Beckenprellung das Aus, nachdem ihn Christian Raddatz bei einem Angriff unfair aushebelte. Trainer Rene Linkohr schickte eine veränderte Anfangsformation ins Rennen. Sebastian Tietz besetzte das Regiepult, Mario Schellbach vertrat den erkrankten Andreas Grube auf der linken Außenbahn. Auf den Halbpositionen spielten Vasile Sajenev und Vaidas Dilkas und rechts außen sollte Jan Jungandreas sowie am Kreis Rene Uelsmann für Zählbares sorgen. Im HG 85-Tor stand Stig-Top Rasmussen bis zur 52. Minute. Dann vertrat ihn Patrick Tuchen, weil der Däne wegen Meckerns seine dritte Zeitstrafe kassierte und folgerichtig den roten Karton sah. Bis dahin hatte er mit 17 Paraden seine Mannschaft gestützt und ihr die Chance zu einem durchaus möglichen Sieg eröffnet. Bis zur 58. Minute, als die HG 85 noch 26:24 führte, war dieses Ziel im Bereich des Machbaren. Die zwei Punkte wurden leichtfertig verschenkt, weil zum einen die Routiniers in der Mannschaft nicht in der Lage waren, den Vorsprung über die Zeit zu retten und zum anderen die überhäuften Zeitstrafen am Konditionspool der Gäste zehrten.
In den Mittelpunkt der Eröffnungsphase des Spiels stellten sich die beiden völlig überforderten Schiedsrichter Bleyer / Bujalla aus Bremen, die sich serienweise auf die Strafwurfmarke vor dem HG 85 –Tor fixierten. Bis zur 20. Minute hatte Hajo Wulf bereits sieben Siebenmeter untergebracht. Dabei war der Start der Bachstädter durchaus positiv. Vasile Sajenev und Vaidas Dilkas brachten ihre Farben mit 2:0 in Führung. In der 7. Minute führte erstmalig der Gastgeber (4:3) und zehn Minuten später erneut (9:8). Dann die 25. Minute: Kreisläufer Rene Uelsmann scheidet verletzt aus, Sebastian Tietz rückt an den Kreis und Jens Große muss die Bälle verteilen. Zudem entschied sich Hamelns Trainer Peter Eddelbüttel, Vaidas Dilkas umgehend an die kurze Leine nehmen zu lassen und dieses taktische Kalkül bis zum Schluss durchzuziehen. Mit dieser Maßnahme unterband er gleichzeitig, dass Jan Jungandreas die Anspiele vom Litauer erhält, die er in letzter Zeit so bravourös veredelte. Beim Stand von 12:11 wurden die Seiten gewechselt.

Ganz ausschalten ließ sich allerdings Vaidas Dilkas nicht. Zu Wiederbeginn glich er sicher per Strafwurf zum 12:12 aus. Die Unparteiischen schienen ihre Freude an Unterzahlsituationen zu haben. Weil sie nicht in der Lage waren, Zweikampfsituationen präzise und eindeutig zu analysieren, lösten sie das Problem durch übertriebene Doppelbestrafungen und waren dabei auch nicht bereit, zu kommunizieren. Mit Regionalliganiveau hatte das wenig zu tun. Hielt sich Trainer Rene Linkohr im ersten Durchgang noch zurück, so platzte ihm in der 36. Minute offensichtlich, als Hameln durch eine erneute Zeitstrafe gegen seine Mannschaft begünstigt 15:14 in Führung ging, der Kragen. Die Referees zogen Rot und schickten ihn darauf hin auf die Tribüne. Und dennoch, seine Mannen ließen sich in Unterzahl nicht aus dem Konzept bringen, glichen aus und führten 17:16 (40.). Fünfzehn Minuten lang konnte sich keine Mannschaft einen Vorteil verschaffen. Mit den Spielständen 20:20/47. und 24.24/55. ging es auf die Zielgerade. Als in der 58. Minute die Bachstädter durch Treffer von Sebastian Tietz und Sebastian Fende sogar 26:24 die Nase vorn hatten, glaubte man an einen Auswärtssieg, der aber nicht eingefahren wurde, weil die Cleverness fehlte, diesen Vorsprung über die Zeit zu retten.

Aufstellung HG 85:
Stig-Top Rasmussen, Patrick Tuchen ; Sebastian Tietz 4, Vaidas Dilkas 12/6, Rene Uelsmann , Jan Jungandreas 1, Thomas Karl, Jens Große 1, Sebastian Fende 6, Vasile Sajenev 1, Daniel Schwarz, Mario Schellbach 1
7 Meter:
Köthen 6/6 – Hameln 8/8
2-Minuten-Strafen:
Köthen 14 (Rote Karte für Rene Linkohr und Stig-Top Rasmussen 2x3 / Hameln 9 (Rote Karte für Leinhart)

Antworten:

VfL-Zittersieg! Hammertor von Wulff haut Köthen um

27:26-Erfolg / 23 Zeitstrafen, 14 Siebenmeter, dreimal "Rot"

Handball (hjk). Zittern bis zum Abwinken - und ein kaum noch für möglich gehaltenes Happy End für den VfL Hameln! In einem total verrückten Spiel der Regionalliga Nord besiegte die Mannschaft von Trainer Peter Eddelbüttel gestern Abend in der Rattenfängerhalle die HG Köthen vor 500 Zuschauern mit 27:26 (12:11). Mann des Tages war Hajo Wulff. Der 33 Jahre alte Routinier hämmerte den Ball elf Sekunden vor Schluss mit unheimlicher Wucht in die Maschen des Köthener Tores. Es war der insgesamt 14. Treffer des Drittliga-Torschützenkönigs und sein 176. in der laufenden Saison. "Zum Glück haben wir uns in der Schlussphase nicht von der Hektik anstecken lassen. Aber wenn das Spiel unentschieden ausgegangen wäre, hatten wir uns auch nicht beklagen können", resümierte Eddelbüttel.

Die nur auf mäßigem Niveau stehende Begegnung lebte von der Spannung und wurde stark von den Schiedsrichtern Bleyer/Bujalla (Horstedt/Bremen) beeinflusst. Sie pfiffen, was das Zeug hielt: 23 Zeitstrafen (davon 14 für Köthen), 14 Siebenmeter und Rote Karten für HG-Trainer Rene Linkohr sowie nach der jeweilsdritten Hinausstellung für Köthens Klasse-Keeper Stig Rasmussen (52.) und VfL-Kreisläufer Dominic Leinhart (47.) "krönten" die turbulente Auseinandersetzung, in der die Gäste beim Stand von 16:16 (38.) für Sekunden sogar nur zwei Feldspieler auf dem Platz hatten.

DieÜberzahlsituationen indes nutzte der VfL (ohne die erkrankten Schmidtchen und Weber) nur selten konsequent aus, die Fehlerquote war einmal mehr sehr hoch. Doch zum Glück war wieder auf Hajo Wulff Verlass, obwohl dieser bereits nach zehn Minuten (!) eine Doppel-Zeitstrafe auf dem Konto hatte und deshalb in der Folgezeit nur sporadisch eingesetzt wurde. Auch Christian Raddatz (27.) war frühzeitig mit zwei Zeitstrafen belastet. In der 2. Halbzeit feierte nach monatelanger Verletzungspause Christian Bierstedt sein Comeback. Bester HG-Werfer war Vaidas Dilkas (12/6).

VfL: Rosenthal, Handt; Glatz (1), Wulff (14/8), Leinhart (2), Skoric (2), Clausing, Gerfen (4), Tschirch, Raddatz (4), Bierstedt.

© Dewezet, 23.01.2006



von Mi.ma - am 23.01.2006 00:22
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